Erfahrung mit Studenten WG


Hi, bin neu hier. Lese schon länger und hab jetzt eine Frage
Wer kann mir denn Tipps geben, was in einer Studenten WG alles beachtet werden muß. Ich muß einen entsprechenden Mietvertrag für eine 3er WG ausarbeiten und will nichts vergessen. Es ist eine komplett neu renovierte Wohnung mit Parkett und neuer Küche. Nach welchen Kriterien soll ich aussuchen.
Sollen alle Leistungen pauschal verrechnet werden, da ja die Mitglieder zwischendurch auch wechseln können? Also, Strom, GEZ, Internet...
danke Euch
Lora


Hilfreichste Antwort

Moin lorra,

na dann: erstmal herzlich willkommen bei den Muttis.

Da ich jetzt aus Deinen Angaben nicht entnehmen kann, ob Du gleichzeitig Mieter und Untervermieter sein könntest oder auf der reinen Vermieterseite stehst, kann ich Dir nur raten: Frage doch bitte mal den Gockel mit dem Stichwort "Mietvertrag WG". Da habe ich sogar eine Site gefunden, wo Du rechtssichere Musterverträge runterladen kannst. Du musst also noch nicht einmal in den Schreibwarenhandel laufen, wo man Musterverträge auf Papier für kleines Geld kaufen kann.

Auf jeden Fall würde ich Dir davon abraten, selbst etwas zusammenzustricken. Das kann schief laufen. Und ja, bisher bist Du auf dem richtigen Dampfer: Wenn Dir Jemand sagt, sein Wort sei so sicher wie seine Unterschrift, dann nimm seine Unterschrift.

Also, für die Angaben im Vertrag würde ich mir erstmal auf einem Blatt Papier folgendes notieren: Wieviele Quadratmeter hat die Wohnung. Was kostet die Kaltmiete: Also wieviele Euros pro Quadratmeter. Wie groß sind die einzelnen Zimmer. Wie groß ist die Fläche der gemeinschaftlich genutzten Räume. Gibt es Erfahrungswerte zum Verbrauch an Gas/Wasser/Strom von Vormietern.

Meiner Ansicht nach ist es unerheblich, ob das eine Studenten-WG ist. Wohnfläche kostet pro Quadratmeter. Betriebskosten werden pro Quadratmeter umgelegt. Verbrauchsgüter wie Gas/Wasser/Strom werden nach Verbrauch abgerechnet. GEZ fällt sowieso vierteljährlich an. Internet- und Telefonanbieter wollen EINEN Vertragspartner haben, dem sie die Flat in Rechnung stellen können. Und der dafür die Verantwortung trägt.

Wenn Du diese Werte zusammen hast, dann rechne Dir die jeweiligen Anteile aus. Und zwar Quadratmeter-bezogen. Schlage vielleicht noch einen Zehner oder Zwanziger als Sicherheit bei den Betriebs- und Verbrauchskosten drauf. Solltest Du Untervermieter sein, bleibst Du nach einem Auszug eines WG-Mitglieds nämlich möglicherweise auf Deinen Kosten sitzen. Und vergiss nicht: Als Untervermieter bist Du ebenfalls Vermieter, so Du ein gemietetes Objekt untervermietest. Das heißt, Du musst die Nebenkostenabrechnung innerhalb eines Jahres erledigen und eventuelle Überzahlungen zurückzahlen oder eventuelle Minderzahlungen einfordern. Bleibt noch zu überlegen, wie Versicherungen - z.B. Hausrat - umgelegt werden. Das obliegt dem Hauptmieter, der im Mietvertrag mit dem Eigentümer der Wohnung rechtsverbindlich unterschrieben hat. Ach ja, wie sieht es denn mit der Kaution aus?

Grüßle,

Egeria


Moin lorra,

na dann: erstmal herzlich willkommen bei den Muttis.

Da ich jetzt aus Deinen Angaben nicht entnehmen kann, ob Du gleichzeitig Mieter und Untervermieter sein könntest oder auf der reinen Vermieterseite stehst, kann ich Dir nur raten: Frage doch bitte mal den Gockel mit dem Stichwort "Mietvertrag WG". Da habe ich sogar eine Site gefunden, wo Du rechtssichere Musterverträge runterladen kannst. Du musst also noch nicht einmal in den Schreibwarenhandel laufen, wo man Musterverträge auf Papier für kleines Geld kaufen kann.

Auf jeden Fall würde ich Dir davon abraten, selbst etwas zusammenzustricken. Das kann schief laufen. Und ja, bisher bist Du auf dem richtigen Dampfer: Wenn Dir Jemand sagt, sein Wort sei so sicher wie seine Unterschrift, dann nimm seine Unterschrift.

Also, für die Angaben im Vertrag würde ich mir erstmal auf einem Blatt Papier folgendes notieren: Wieviele Quadratmeter hat die Wohnung. Was kostet die Kaltmiete: Also wieviele Euros pro Quadratmeter. Wie groß sind die einzelnen Zimmer. Wie groß ist die Fläche der gemeinschaftlich genutzten Räume. Gibt es Erfahrungswerte zum Verbrauch an Gas/Wasser/Strom von Vormietern.

Meiner Ansicht nach ist es unerheblich, ob das eine Studenten-WG ist. Wohnfläche kostet pro Quadratmeter. Betriebskosten werden pro Quadratmeter umgelegt. Verbrauchsgüter wie Gas/Wasser/Strom werden nach Verbrauch abgerechnet. GEZ fällt sowieso vierteljährlich an. Internet- und Telefonanbieter wollen EINEN Vertragspartner haben, dem sie die Flat in Rechnung stellen können. Und der dafür die Verantwortung trägt.

Wenn Du diese Werte zusammen hast, dann rechne Dir die jeweiligen Anteile aus. Und zwar Quadratmeter-bezogen. Schlage vielleicht noch einen Zehner oder Zwanziger als Sicherheit bei den Betriebs- und Verbrauchskosten drauf. Solltest Du Untervermieter sein, bleibst Du nach einem Auszug eines WG-Mitglieds nämlich möglicherweise auf Deinen Kosten sitzen. Und vergiss nicht: Als Untervermieter bist Du ebenfalls Vermieter, so Du ein gemietetes Objekt untervermietest. Das heißt, Du musst die Nebenkostenabrechnung innerhalb eines Jahres erledigen und eventuelle Überzahlungen zurückzahlen oder eventuelle Minderzahlungen einfordern. Bleibt noch zu überlegen, wie Versicherungen - z.B. Hausrat - umgelegt werden. Das obliegt dem Hauptmieter, der im Mietvertrag mit dem Eigentümer der Wohnung rechtsverbindlich unterschrieben hat. Ach ja, wie sieht es denn mit der Kaution aus?

Grüßle,

Egeria


Danke Egeria, das ist schon mal ein großer Fortschritt. Ich denke Kaution nehm ich von jedem Mieter gleichwertig.
Die gemeinsam genutzen Räume sind ja fast so groß wie die vermieteten einzelnen Zimmer. Ich werde versuchen für das größte Zimmer jemanden zu nehmen, der soz. der WG-Verantwortliche ist, dafür zahlt er etwas weniger.
Wie ist es mit der Mischung? Frau/Mann oder 3 Frauen - gibt das nicht ein Ungleichgewicht. Alles gar nicht so einfach.
danke
lorra


Warum sollte jemand mit größerem Zimmer weniger zahlen? Das gibt nur böses Blut untereinander. Jeder zahlt aufgrund der m² und gut ist. Verantwortlich sind alle gleichermaßen (wofür eigentlich soll der im größten Zimmer extra verantwortlich sein?).

Wer dann in der WG zusammenwohnt: da muss natürlich einerseits der Vermieter sein OK geben, aber wie dann z.B. die Geschlechterverteilung sein soll, da müssen dann auch die WGler mitreden können. Wenn z.B. eine Frau da ist, die auf keinen Fall einen Mann dabeihaben will. Oder wenn schon 2 Interessenten in der engeren Auswahl sind und diese beiden dann einen möglichen dritten absolut ablehnen.

(nur meine Meinung)


Okay @lorra, Du bist also die Vermieterin und wohnst nicht selbst mit in dem Objekt. Das ist eine wichtige Info.

Ich stimme dem @rothaarigem Engel zu: Warum soll Einer prozentual weniger zahlen, nur weil er der WG-Vorstand ist? Was ist, wenn der Vorstand sein Studium beendet hat und auszieht? Die Rechenformel ist ganz einfach: Jeder zahlt für seine persönlichen Quadratmeter plus ein Drittel der gemeinsam genutzten Flächen. Das fände ich nur gerecht. Alles Andere - so es denn rauskommt - gibt nur böses Blut.

Im Übrigen würde ich es den WG-Mitgliedern überlassen, wer den Vorstand macht. Es gibt genügend Alphatierchen, die sich um solche Posten reißen. Kurz: Das würde ich die WG intern regeln lassen. Du kannst ihnen vielleicht auferlegen, dass die drei Personen Dir innerhalb einer Frist mitteilen, wer für die WG als Verbindungsmann/Verbindungsfrau zu Dir fungiert. Damit hast Du die Einmischung in Internas elegant umschifft.

Die Frage, ob Männer und Frauen gemischt oder separiert zusammen wohnen sollten, erledigt sich spätestens nach den ersten Untermieterwechseln. An Deiner Stelle würde ich aus dem Bauch heraus entscheiden, ob Du Jemanden symphatisch findest. Außerdem schweigt sich ein frei werdendes WG-Zimmer schneller herum, als Du morgens Deine Federbetten am Fenster lüftest. Und Du kannst sicher sein, dass die WGler selbst darauf achten, wen sie in ihre WG einziehen lassen wollen. Insofern hat sich die Mieterauswahl nach wenigen Semestern bereits verselbständigt. Denn Dir geht es ja wohl darum, Ruhe im Haus zu haben, was verständlich ist. Dafür sorgen die WGler schon selbst.

Grüßle,

Egeria


Danke erstmal! Das ist Klasse - ich selbst hab nie in einer WG gewohnt und deshalb sind mir Eure Tipps sucherwichtig.Ganz neue Erkenntnisse. Mutti fragen ist wirklich prima!


Gerne doch @lorra :wub:

Ich habe zwar auch nie selbst in einer WG gewohnt, sondern hatte auch während des Studiums meine eigenen vier Wände. Doch ich habe durchaus des Öfteren in WGs reingeschaut. Daher weiß ich: Menschen, die aus Zweckmäßigkeit zusammen leben, sind durchaus daran interessiert, dass alles fair zugeht und sind durchaus selbst in der Lage, das WG-Leben zu organisieren. Wer sich nicht entsprechend einpasst, hält sich nicht lange. Insofern regelt sich die Zusammensetzung der WG von selbst.

Grüßle, viel Erfolg und lasse bitte mal gelegentlich lesen, wie die Sache weitergeht,

Egeria


Ich habe selbst keine Zeck-WG gemacht, sondern wir haben da alles locker geregelt, so dass jeder seinen privaten Teil hatte und der Rest dann gemeinschaftsbereich war, sowohl was wohnraum als auch was Essen etc. betrifft. War aber auch nur 2er-WG, da lässt sich sowas leicht regeln.


Hallo Lorra,

wie hast du das denn mit der Kaution geregelt? Schließt diese dann auch die neue Küche mitein? Oft wird ja auch eine Bürgschaft der Eltern verlangt, hast du über darüber nachgedacht? :)

Liebe Grüße!


Hallo, bei solchen Mietverträgen würde ich mir ein Muster aus dem Netz ziehen, eine Kaution verlangen und alles gleichmäßig aufteilen, das erspart am Ende bestimmt Ärger :)


Vielen Dank Ingeko! Die Wohnung ist inzwischen fertig ausgestattet, uff viel Arbeit. Am Samstag zieht der 3. Mieter ein. Dann sollten die Dinge ihren Lauf nehmen.


Zitat (IngeKo @ 11.04.2014 16:28:26)
Hallo, bei solchen Mietverträgen würde ich mir ein Muster aus dem Netz ziehen, eine Kaution verlangen und alles gleichmäßig aufteilen, das erspart am Ende bestimmt Ärger :)

Hallo Inge,
danke für deinen Beitrag.
Wir haben eine Wohnung vermietet und da gab es aufgrund diverser Lücken enorme Probleme. Aus dem Netz ziehen sieht gut aus, bloß doof, dass wir nicht vorher auf die Idee gekommen sind <_<

als ich noch studiert hab, hab ich mit einer Freundin gewohnt. Am anfang wars ok aber dann haben wir begonnen uns zu streiten. Letztendlich bin ich ausgezogen. Mein Tipp für dich, man sollte immer im Voraus abklären wer für was zahlen muss...


Auch wichtig: Hausratversicherung überlegen. Hatten in unserer Studi-WG einen Wasserschaden, die ganze Küche war kaputt. Bei 4 Mietern wäre das nicht teuer gewesen mit der Versicherung, so jedoch immens :heul:


schau mal im internet, da gibt es genügt musterverträge für solche sachen


Zitat (IchSagsMutti @ 20.11.2014 15:43:56)
schau mal im internet, da gibt es genügt musterverträge für solche sachen

:ruege: so langsam reichts, guck bitte auch mal auf's Datum, bevor Du hier mit meist nichtssagenden Beiträgen alles wieder hochkramst

Hallo Inge,
Hier sind einige Tipps für den WG-Frieden
1Lärm stört immer

Musik hören, Fernsehen, Telefonieren - all das macht Lärm. Besonders unhöflich sei es, die Musik immer voll aufzudrehen und den anderen zu sagen: "Wenn es euch zu laut wird, klopft einfach." Auch wenn das eigentlich ganz nett wirkt: "Das ist nicht so liberal, wie es klingt, weil man auf diese Weise den anderen das Problem aufbürdet, sich immer wieder neu zur Beschwerde aufraffen zu müssen", erklärte Büter. Schließlich ist niemand gern der Nörgler. Mit Rücksicht kommt man weiter. Für laute Musik oder Filme gibt es Kopfhörer und beim Telefonieren kann man sich in sein eigenes Zimmer zurückziehen.
2Besucher in der WG

Gastfreundschaft wird gerade in der WG oft groß geschrieben. Beim Rudelwohnen müsse festgelegt werden: "Wer darf kommen, und wie lange darf er bleiben?" Das gelte insbesondere für feste Partner, sagte Büte. "Manche führen im Partner auch einen zusätzlichen Mitbewohner ein." Da wird aus einer Vierer- ganz schnell eine Achter-WG. "Das gibt natürlich Streit, denn so viel Platz hat man nicht im Kühlschrank, so viel Zeit will man nicht haben, auf die Dusche zu warten."


na wo hast Du das denn abgeschrieben? Bitte eine Quelle dazu nennen....


Oha @Wicky,

wieso kramst Du diesen Uralt-Thread wieder hoch?

Und wer ist "Büte"? (Wenn ich fragen darf.)


ganz viel Büte... und Wiki hat's blos abgeschrieben :ach:

Danke @Fanti :wub:

Tante Edit sagt: Habe gerade mal reingeguckt. Volltreffer. Aber (Stirnrunzel) was soll das? Das Thema war doch schon abgefrühstückt ...

Bearbeitet von Egeria am 22.11.2014 16:28:53


@Binnefant,
danke für den Link. Habe das mal meinem Enkel geschickt, der gerade als Erstsemester eine WG weit weg von zuhause gründet.

Eigentlich ist gerade jetzt so ein Beitrag nicht verkehrt. Es Ist sehr schwer als Student etwas zum Wohnen zu finden. Man kann auch nicht wählerisch sein und muss riskieren, dass man es miteinander aushalten muss.


Liebe @Amante,

ich weiß jetzt nicht, wo Dein Enkel eine Zweckgemeinschaftswohngemeinschaft gründen will, um dort in Ruhe zu studieren.

Mein erster Gedanke wäre, mal in mein soziales Netzwerk reinzugucken. Sprich Fratzenbuch und Kompanions. Ich gebe zu, da bin ich nicht unterwegs. Mir ist das suspekt.

Doch es wäre vielleicht ein guter Tipp, wenn er seine Kontakte mal kontaktieren würde.

Grüßle,

Egeria


Nein, das ist anders:
er und wir haben mit allem, was einem einfallen kann, 6 Wochen gesucht. (Virtuelle und persönliche Kontakte) Zimmer, Untermiete oder WG.
Jetzt hat er was, 4 Zimmer, 3 Jungens und 1 Mädchen - alle Erstsemester.
Die Wohnung, 8km ausserhalb, Dorf, von einer kürzlich verstorbenen Oma.

Also, die 4 sind eine Notgemeinschaft und Anfänger in WG. Auch Anfänger im Haushaltlichen, obwohl zuhause nicht verwöhnt.
Sie sind guten Mutes. Aber ein paar Ratschläge können sie schon brauchen.
Sie suchen nach , und was man so braucht.

Es ist zu hoffen, dass sie ohne Reibungen miteinander auskommen. Deshalb fand ich diesen thread und Link durchaus aktuell.


Zitat (AMANTE @ 22.11.2014 18:22:32)
Deshalb fand ich diesen thread und Link durchaus aktuell.

Der Thread ist eigentlich immer aktuell und ich finde es gut, daß er mal wieder rausgekramt wurde. Auf welche Art und Weise, :ach:... war doch bereichernd und vor allen Dingen themenbezogen.

@amante: Freut mich, daß dein Enkel etwas gefunden hat. :blumen: Vielleicht nur eine Übergangslösung...das wird sich ja nach ein paar Monate zeigen.
Im örtlichen Wochenblättchen werden sicher gebrauchte Haushaltsgeräte angeboten. Oder auch mal ins Sozialkaufhaus gehen. Oft gibt es dort Schnäppchen. (Habe mal dort gearbeitet). , Kühlschränke, etc. sind dort für wenig Geld erwerbbar. Man muss nur schnell sein! :D
Bezgl. WG : Rücksicht aufeinander und ein gut organisierter (einzuhaltender!!) Putzplan sind das A und O , wenn viele Leute sich eine Wohnung teilen und es langfristig klappen soll.
*ausErfahrungsprech* ;) ;)


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