Eigenes Lokal - wie geht man es am besten an?


Hey! ich habe mit meiner Schwester über die Selbständigkeit geredet (sie ist freier Dienstnehmer) und sie schwärmt total davon wie toll es ist sich seine Arbeit selbst einzuteilen und sein eigener Chef ist. Da kamen wir ins Plaudern wie toll es wäre wenn wir unser eigenes Lokal hätten :rolleyes:

Jetzt habe ich mich nur mal gefragt, wie man so etwas angeht?
Ich werde es jetzt nicht machen (oder vielleicht doch? hmm... :lol:) aber es interessiert mich. Was für Möglichkeiten gibt es? Gibt es Finanzierungsmöglichkeiten? Es gibt ja Förderungen und diese Seiten wo man spenden kann für Projekte, aber was gibt´s sonst noch??

Bearbeitet von lucha am 11.06.2014 20:13:46


Hilfreichste Antwort

es gibt bei der Arbeitsagentur sowie bei den Handwerks- oder Handelskammern Gründerseminare für zukünftige Selbständige ... die kosten auch nicht viel ... dort tät ich mich zuerst informieren ... da bekommst du auch Tips und Hinweise bezüglich der Finanzierung :blumen:

ich arbeite selbst in der Gastronomie (angestellt) und möchte dich darauf hinweisen, dass man Erfahrungen in dem Gewerbe mitbringen sollte sonst geht man schnell baden :ph34r:


Du schreibst "Lokal", aber was meinst du denn genau damit?

Eher Restaurant, eher Cafe oder einfach Kneipe mit allenfalls Buletten?

Ihr solltet erst mal ein genaues Konzept haben, bevor ihr die Finanzierung überhaupt angehen wollt. Dürfte im Gaststättengewerbe eh schwierig werden und ohne Konzept geht gar nichts.


Wovon redest du? von einer Kneipe? Im Viertel, oder gar in einer Großstadt?
Das solltest du schon näher erläutern.

Ich gehe jetzt einfach mal von einer einfachen Bierkneipe aus.
Ein solches Lokal ist im lokalen Käseblättchen auszukundschaften. Die Zeitungen sind voll mit Eckkneipen oder Bistros zu vermieten.
Meist sind diese Kneipen Brauerei gebunden. D.h oft, die Bestuhlung, Theke und mit gutem Wimperklimpern kriegste noch ein paar Sonnenschirme dazu. Allerdings musst du dann dessen Bier ausschenken. Ist nicht immer gewollt. Soll heißen: In Köln kannste kein Altbier ausschenken. Kunden bleiben weg.

Willste gediegen oder modern? Meist sind die Kneipen eher gediegen. Wenn du modern willst, brauchst du Engelszungen, damit die Brauerei dir das umgestaltet wie du das haben willst.
Das erste Bier kriegste auf Kredit, bei den nächsten Fässern musst du zahlen. Das ist so.
Ne Kneipe ohne Brauerei kriegste heutzutage nirgends mehr. Also beachte auch dieses. Spreche auch gerne mit anderen Wirten. Die geben dir gerne Auskunft, wenn du nicht zu deren Konkurrenz zählst.

Du musst dir ne Konzession holen und nen Gewerbeschein. Kriegste bei der ansässigen Stadt, kostet um die 100 Euro. Heißt, du musst Steuern zahlen.

Im Vorrang brauchst du ein Konzept: wat machste? machste ne Eckkneipe, wo die Gäste gleich von der Arge kommen, sich zwei Bier trinken und über den Arbeitsmarkt schimpfen?
Oder machste ein Szenelokal für tolle Typen, von denen du nicht weißt, ob du auch so ein toller Typ bist?
Oder machst du was spezielles, vielleicht ne Schlager, Techno, oder Jazz-Bar? Da weißt du leider auch nicht, ob du das Publikum bekommst.
Machste nur ne Dorfkneipe, da haste vom Jugendlichen, über Theken-Fussballmannschaft bis zum Rentner alles dabei.
Was bietest du an? Mit Essen, oder ohne. Kleine Pfanne oder nur Buletten?

Ne Disco-Kneipe läuft an gewissen Ecken gerne von selbst. Dazu braucht es aber Flyer oder ne Mundpropaganda. Dies muss sich auch erst einspielen, dauert auch mal ein halbes Jahr und länger.
Hierzu musst du dringendlich nen gut sortiertes CD Sortiment haben oder gar nen guten DJ, den du auch bezahlen musst. Dann solltest du dir einig sein, wann du Szene Disco oder Kneipe machst.

Disco Kneipe oder "AfterWork" bietet sich von Donnerstag bis Samstag an. Sonntag bis Mittwoch dann eine normale Kneipe. Bedenke auch den Ruhetag. Hier solltest du deine eigenen Bedürfnisse mit dem des Viertels vereinen. Wenn alle Dorfbewohner Dienstags zum Romme bei Frau Meyer sind, dann kannste Dienstags zumachen, ob es dir passt oder nicht.

Und wenn du schon meinst, es muss ne Kneipe sein, die Brauerei-Vertreter erzählen dir gerne lange viel. Lass dir die Bücher zeigen und wenn es geht, alte Fotos.
Hör auch hin, wenn es heißt, zuletzt wurde Flaschbier ausgeschenkt. Das heißt nicht, das der letzte Wirt ein Doofi war, sondern auch gerne, dass die Gäste ausblieben.

Niemand hat was zu verschenken und Geld schon mal gar nicht. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal in einer Kneipe war. So üppig sind die Zeiten leider nicht mehr, dass man sich dreimal in der Woche in einer Kneipe aufhalten kann.

Ach ja Finanzierung: Soweit ich informiert bin, geben Banken nicht mehr sonderlich gerne Kredite für ne Kneipe aus, alldieweil diese zumindest hier alle Brauereigebunden sind. Wozu sich beschmutzen.
Förderungen für ne Kneipe? Auch hier nicht.
Sicherlich gibt es ein paar Crash-Kurse, suche mal im Internet, aber zahlen musst du schon selbst.

Nun habe ich mir während meines Getippsel überlegt, ob du mit Lokal gar keine Kneipe meinst sondern ein Geschäft irgendwelcher Art, dann bitte beschreibe das näher. Du weißt schon andere (Bundes)Länder, andere Sitten.

Und selbständig zu sein ist nicht so einfach, wie man sich das denkt. du bist komplett dein eigner Herr, zahlst alles Selbst. Miete, Einkauf, Krankenkasse, Rente, Personal, Versicherung, Berufsbekleidung, Gas Wasser und Strom, und was ich nicht sonst noch so alles vergessen habe.
Das musst du erst mal einholen. Ob du nun Bier verkaufst oder Blumen.


es gibt bei der Arbeitsagentur sowie bei den Handwerks- oder Handelskammern Gründerseminare für zukünftige Selbständige ... die kosten auch nicht viel ... dort tät ich mich zuerst informieren ... da bekommst du auch Tips und Hinweise bezüglich der Finanzierung :blumen:

ich arbeite selbst in der Gastronomie (angestellt) und möchte dich darauf hinweisen, dass man Erfahrungen in dem Gewerbe mitbringen sollte sonst geht man schnell baden :ph34r:


Ja, toll. Eigener Boss sein. Aber:
- Arbeiten, wenn andere frei haben. Sonntags. Feiertags. Abends. Nachts. Ich gehe um 17 Uhr nachhause oder eben in ein Lokal.
- superflexible Arbeitszeiten gibt es bei Selbstständigen in der Gastro nicht. Der Laden ist von X bis Y Uhr auf. Davor muss alles hergerichtet werden. Danach auch. Keine Gleitzeit. Kunden erwarten, dass du um 17 Uhr ein Bier servieren kannst, wenn du ab 17 Uhr geöffnet hast. Wenn ich statt wie gewöhnlich nicht um 8 sondern um halb 9 im Büro ist, juckt das keinen, solang ich vor dem Ende des Gleitzeitkorridors startbereit am Schreibtisch sitze.
- No work, no pay. Bist du krank, nimmst du nichts ein. Brauchst du Urlaub, nimmst du nichts ein - die Kosten laufen weiter. Im Gegenteil: Die Show muss ja weiter gehen, also musst du jemanden dafür bezahlen, während deiner Krankheit/deines Urlaubs deine Vertretung zu übernehmen. "Wir langweiligen Angestellten" haben den Luxus, krank auf der Couch zu liegen oder auf Balkonien zu urlauben und dafür unsere Kohle weiter zu kriegen - wenigstens für eine gewisse Zeit.
- Du haftest für jeden großen und kleinen Mist selbst bis aufs Unterhemd. Zerdepperst du als Arbeitnehmer irgendwas ohne es absichtlich zu tun - klasse! Die Firma trägt die Kosten (wenigstens teilweise). Als Selbstständiger musst du dir jede Rolle Klopapier, jeden Zentner Kopierpapier und jeden Schreibtisch erstmal selbst finanzieren und ihn über die Einnahmen refinanzieren. Ich gehe ins Büro und hab all das vom Unternehmen bezahlt zu meiner Verfügung.
- Du bist dein eigener Chef, aber auch dein eigenes Vorzimmer, deine eigene Marketingabteilung, dein eigener Einkauf, dein eigener Vertrieb, dein eigenes Reinigungspersonal, dein eigenes Inkassounternehmen, dein eigenes Personal.... oder du musst Leute dafür bezahlen, dass sie dir das abnehmen. Aber das Geld muss auch erstmal verdient werden.
- Gehts der Wirtschaft schlecht, kriegst du es zuerst zu spüren, da du eine Dienstleistung anbietest, die objektiv gesehen überflüssig ist. Bierchen mit Freunden gibts im Kasten und auf dem eigenen Balkon billiger als in der Kneipe.


Überlegs dir. Wenn du so viel Geld hast, dass es eigentlich scheißegal ist, was du damit machst, mach ein Lokal auf. Wenn du eine wirtschaftliche Existenz gründen willst, mach es anders.

Entwickle eine gute Geschäftsidee, am Besten in einem Gebiet, in dem du Ahnung hast - idealerweise eine fundierte Ausbildung irgendeiner Art. Dann besuche Gründerseminare. Informiere dich gründlich über die Voraussetzungen, die Risiken und Chancen. Belege Kurse in Buchhaltung, Rechnungswesen, etwas Recht kann auch nicht schaden. Vernetze dich mit Kollegen und anderen Gründern. Schaffe dir vorher ein ausreichendes finanzielles Polster, das du aufbrauchen kannst, wenn eine Durststrecke auftritt - und glaub mir, das wird der Fall sein.

Jeder hat mal die Idee, mit dem besten Freund, der Liebnlingscousine oder völlig Unbekannten ein Lokal aufzumachen. Glücklicherweise haben die meisten diese Idee morgens um 3 an der Theke irgendeiner Bar und dort bleibt diese Idee dann auch.


Und Du musst damit rechnen, dass Dich Deine Angestellten betuppen.

Insbesondere, wenn Du mal nicht da bist.

Gruß

Highlander


Zitat (Eifelgold @ 11.06.2014 20:49:07)
Hierzu musst du dringendlich nen gut sortiertes CD Sortiment haben oder gar nen guten DJ, den du auch bezahlen musst.

Dabei auch bedenken, dass die GEMA neuerdings quasi nach Quatratmeterzahl Gebühren kassiert (egal, ob Livemucke oder Radio läuft), und Du theoretisch selbst für eine Hochzeitskapelle eine zusätzliche Live-Konzession benötigst.

Da habt ihr alle bestimmt Recht, aber Vorteile gibt es doch bestimmt auch. Du arbeitest für dich (und für die Kunden) und wenn du jemand bist, der sehr auf Karriere bedacht ist, dann ist das eine hohe Eigenverantwortung, die manche Menschen von Natur aus brauchen. Gott sei Dank sind wir alle verschieden!

Ich habe keine konkreten Vorstellungen und denke auch nicht, dass ich es machen werde. Ich interessiere mich für wirtschaftliche Themen und wollte mich informieren wie Lokalbesitzer ihre Existenz angegangen sind. Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Hat man eine eigene Idee oder nimmt eine Idee, die man aus einem anderen Land kennt und macht es dann in der Heimat auf, ein Lokal übernehmen, Franchising, etc.

Wenn ich es so haben könnte, wie ich will, würde mich denke ich am meisten ein Restaurant interessieren. Wenn wir beim Thema Franchising sind, könnte ich mir auch vorstellen eine Kette zu franchisen und einen Standort aufzumachen.


Wer so etwas vor hat, sollte sich doppelt gut informieren:

Die Franchise-Falle


Ein guter Freund von mir hat vor rund einem Jahr ein eigenes Lokal eröffnet, und als Franchise-Nehmer von Subway. Natürlich ist ein eigenes Lokal zu führen kein Honiglecken und genau deswegen muss man, wie bereits im Thread erwähnt worden ist, Erfahrung in der Gastronomie sowie kaufmännisches Wissen mitbringen. Aber er hat diese Voraussetzungen mitgebracht und das Geschäft läuft gut.

Er hatte ebenfalls im Kopf, ein komplett neues Lokal mit seinem eigenen Konzept auf die Beine zu stellen, aber es gibt schon so viele verschiedene Lokale mit zig Angeboten, daher er sich für das Franchising entschieden.

Natürlich gibt es Franchise-Geber und Franchise-Geber, aber wenn man sich für den Richtigen entscheidet und die notwendigen Kompetenzen mitbringt, ist es nicht so wie es beispielsweise der Spiegel dargestellt hat.


Siebenschläfer, wenn die Lage ok ist und kein Konkurrent ebenfalls eine Fiale eröffnet, ist es schon mal gut.

Trotzdem kann das Inventar schon an die 100.000€ kosten und die Erstlizenz nur mal so schlappe 10.000€. Das will erstmal erwirtschaftet werden, denn dazu kommen noch 12,5% von den Nettoeinnahmen.
So war es jedenfalls noch vor ein paar Jahren.

Bei uns haben viele Subways eröffnet und genauso schnell wieder zu gemacht. Die hatten dann bestimmt ne Hucke voll Schulden abzuzahlen.

Frontal21 hat darüber berichtet.

Bearbeitet von Rumburak am 14.06.2014 18:43:02


dann guck Dir mal auf RTL 2 ca. 8:25 die Kochprofis an. Wird täglich gesendet.
Vorallem Quereinsteiger, aber offensichtlich auch gelernte Köche sind leider nicht entsprechend informiert, welches Risiko sie sich da 'antun'.....

Ob Du dann noch Lust auf diesen 'Job' hast, möchte ich ein wenig bezweifeln.

taline.


Zitat (Rumburak @ 14.06.2014 18:36:34)
Bei uns haben viele Subways eröffnet und genauso schnell wieder zu gemacht.

Bei uns auch, genauso wie eine bestimmte Burger-Buden-Kette.

Ist ein Kommen und gehen und gehen bei uns.

Zitat (Rumburak @ 14.06.2014 18:36:34)
Siebenschläfer, wenn die Lage ok ist und kein Konkurrent ebenfalls eine Fiale eröffnet, ist es schon mal gut.

Trotzdem kann das Inventar schon an die 100.000€ kosten und die Erstlizenz nur mal so schlappe 10.000€. Das will erstmal erwirtschaftet werden, denn dazu kommen noch 12,5% von den Nettoeinnahmen.
So war es jedenfalls noch vor ein paar Jahren.

Bei uns haben viele Subways eröffnet und genauso schnell wieder zu gemacht. Die hatten dann bestimmt ne Hucke voll Schulden abzuzahlen.

Frontal21 hat darüber berichtet.

Ja natürlich muss man auch das notwendige Kapital mitbringen, das sollte klar sein, aber wenn der Standort passt, man das Lokal gut führen und dementsprechend gut besucht ist, lohnt sich die Investition im Laufe der Zeit.

Die meisten, die hier Schulden machen und diese nicht abzahlen können, haben entweder die Filiale an einem schlechten Standort eröffnet und haben nicht die notwendigen Voraussetzungen mitgebracht. Auch deshalb hat Subway soweit ich weiß sein Franchise-System umgestellt.

@taline: Ich habe keinen Fernseher, kenne diese Sendung also nicht. Worum geht es da? Nur weil jemand ein Koch ist bedeutet es ja nicht, dass er/sie ein Händchen für Wirtschaft(lichkeit) und BWL hat, das muss auch mal gesagt sein. Es gibt genügend Chefs, die sich mit der Materie an sich nicht so gut auskennen, aber wahnsinnig gute Businessmenschen sind!

@siebenschlaefer: interessant, dass du da jemanden kennst, der als Franchisenehmer arbeitet. War die Gebühr denn bei Subway wirklich so hoch wie Rumburak sagt??Ist das gerechtfertigt?!


Zitat (lucha @ 17.06.2014 19:15:33)
@taline: Ich habe keinen Fernseher, kenne diese Sendung also nicht. Worum geht es da? Nur weil jemand ein Koch ist bedeutet es ja nicht, dass er/sie ein Händchen für Wirtschaft(lichkeit) und BWL hat, das muss auch mal gesagt sein. Es gibt genügend Chefs, die sich mit der Materie an sich nicht so gut auskennen, aber wahnsinnig gute Businessmenschen sind!

@siebenschlaefer: interessant, dass du da jemanden kennst, der als Franchisenehmer arbeitet. War die Gebühr denn bei Subway wirklich so hoch wie Rumburak sagt??Ist das gerechtfertigt?!

Puh ich müsste da noch einmal sicherheitshalber nachfragen, aber ich glaube, dass die Gebühr niedriger als 10.000 Euro gewesen ist.

Auf jeden Fall ist die Gebühr gerechtfertigt wenn man bedenkt, dass man mit einem erfolgreichen Konzept und so arbeiten kann. Und das Marketing übernehmen sie beispielsweise auch.

@ siebenschlaefer

Ja, guck mal unter Wikipedia:

Die Kochprofis (vollständiger Name: Die Kochprofis – Einsatz am Herd) ist eine deutschsprachige Koch-Doku-Soap des Fernsehsenders RTL II. Darin unterstützen jeweils zwei bis drei Profiköche Restaurants, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, und versuchen, ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Im Mai 2014 gingen die Kochprofis mit ihrer inzwischen 250. Ausgabe auf Sendung. ..........


Dort erhälst Du natürlich noch weitere Info...
Ist wirklich krass, was sich manche Menschen antun, um sich selbständig zu machen, aber - leider - keine Ahnung haben, was das wirklich bedeutet.

Wir wollten das vor ca. 7 Jahren auch - gottseidank hat es NICHT geklappt.

Wir haben in der Fachhochschule entsprechende 'Ausbildung' gemacht, waren zu einem Seminar, daß das Gewerbeaufsichtsamt verlangt, gerade wenn man sich im 'Lebensmittelbereicht' selbstständig machen will....

Das ist ein wirklich heikles Thema und ich kann nur abraten, sich mit Pseudo- oder Halbwissen finanziell zu weit aus dem Fenster hängt.
Sorgen über Sorgen, vorallem wenn noch eine Familie mit Kindern involviert ist.

Frage mich nur, warum entsprechende Mittelstandsbanken offensichtlich doch Kredite und Pläne akzeptieren und dann die Menschen doch hängen läßt..

Naja, ob ich mit meiner Info weiterhelfen konnte, weiß ich natürlich nicht.

Ich kann nur warnen !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


Zitat (lucha @ 11.06.2014 20:13:30)
Hey! ich habe mit meiner Schwester über die Selbständigkeit geredet (sie ist freier Dienstnehmer) und sie schwärmt total davon wie toll es ist sich seine Arbeit selbst einzuteilen und sein eigener Chef ist. Da kamen wir ins Plaudern wie toll es wäre wenn wir unser eigenes Lokal hätten :rolleyes:

die arbeit kann man sich als selbstständiger tatsächlich selbst einteilen. und zwar arbeitet man recht oft selbst und ständig.

alles steht und fällt mit dem personal. die versicherungen sind hoch, flauten muss man immer mit einrechnen, und gerade in der gastronomie ist das ein arg risikoreiches unternehmen. vor allem die hygieneanforderungen müssen von allen umgesetzt werden.

vor allem muss man sich über gesetze informieren. jeder, der meint, sein eigenes lokal haben zu müssen, nur weil alle freunde denken, er sei der beste würstchengriller, hat verloren, wenn das alles ist, was er beherrscht.

es ist für die meisten davon abzuraten, sich auf die gastronomie als alleiniges standbein zu verlassen. nur ist diese so arbeitsintensiv, dass man kaum zeit für eine brotgebende arbeitsstelle hat. einige mitglieder meiner schwiegerfamilie in new york haben restaurants, die gut laufen. jedoch arbeiten sie sehr viel und auch beinahe nur mit familienmitgliedern.

eigene krankheiten oder längere ausfallzeiten müssen berücksichtigt werden. und das ist sehr teuer.

@ seidenloeckchen

so isses.


Zitat (taline @ 18.06.2014 10:25:37)
@ siebenschlaefer

Ja, guck mal unter Wikipedia:

Die Kochprofis (vollständiger Name: Die Kochprofis – Einsatz am Herd) ist eine deutschsprachige Koch-Doku-Soap des Fernsehsenders RTL II. Darin unterstützen jeweils zwei bis drei Profiköche Restaurants, die unter wirtschaftlichen Problemen leiden, und versuchen, ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Im Mai 2014 gingen die Kochprofis mit ihrer inzwischen 250. Ausgabe auf Sendung. ..........


Dort erhälst Du natürlich noch weitere Info...
Ist wirklich krass, was sich manche Menschen antun, um sich selbständig zu machen, aber - leider - keine Ahnung haben, was das wirklich bedeutet.

Wir wollten das vor ca. 7 Jahren auch - gottseidank hat es NICHT geklappt.

Wir haben in der Fachhochschule entsprechende 'Ausbildung' gemacht, waren zu einem Seminar, daß das Gewerbeaufsichtsamt verlangt, gerade wenn man sich im 'Lebensmittelbereicht' selbstständig machen will....

Das ist ein wirklich heikles Thema und ich kann nur abraten, sich mit Pseudo- oder Halbwissen finanziell zu weit aus dem Fenster hängt.
Sorgen über Sorgen, vorallem wenn noch eine Familie mit Kindern involviert ist.

Frage mich nur, warum entsprechende Mittelstandsbanken offensichtlich doch Kredite und Pläne akzeptieren und dann die Menschen doch hängen läßt..

Naja, ob ich mit meiner Info weiterhelfen konnte, weiß ich natürlich nicht.

Ich kann nur warnen !

Liebe Grüße :blumen:
taline.

Ich kannte die Sendung Kochprofis nicht... hängt auch damit zusammen, dass ich Halb-Italienerin bin und daher meistens italienisches Fernsehen schaue.

@ Pseudo- und Halbwissen... ja, das stimmt, man sollte das nur versuchen, wenn man sich auch wirklich auskennt, aber das sollte klar sein. Und man sollte auch viel Liebe für die Branche mitbringen, weil ein Lokal sehr Zeit intensiv ist.

Für Familien mit Kindern ist es natürlich schwieriger, aber ich kenne beispielsweise Hotelbesitzer mit Kindern. Das Hotel wird natürlich mit den entsprechenden Mitarbeitern als Familienbetrieb geführt und das wird sehr gut gemanaged.

Ich würde in erster Linie Hilfe von Beratern hinzu ziehen, die wissen wie man startet, denn am Anfang kann man sehr viel falsch machen!!


Zitat (SabiSab @ 29.06.2014 11:26:55)
Ich würde in erster Linie Hilfe von Beratern hinzu ziehen, die wissen wie man startet, denn am Anfang kann man sehr viel falsch machen!!

Ja, das ist auf jeden Fall angebracht... wobei man meistens auch vom Frachisegeber beraten wird, aber Beratung beispielsweise auch bei Steuersachen kann nie schaden.

Zitat (siebenschlaefer @ 18.06.2014 01:43:05)
Puh ich müsste da noch einmal sicherheitshalber nachfragen, aber ich glaube, dass die Gebühr niedriger als 10.000 Euro gewesen ist.

Auf jeden Fall ist die Gebühr gerechtfertigt wenn man bedenkt, dass man mit einem erfolgreichen Konzept und so arbeiten kann. Und das Marketing übernehmen sie beispielsweise auch.

Sorry, habe die Diskussion komplett aus den Augen verloren. Ich habe auf ein Franchising Portal jetzt nach der Subway Lizenz Gebühr gegoogelt und es sind 10.000€ wobei ich mir eben auch denk.. Du kaufst ja sozusagen eine Idee von jemanden und willst damit Gewinn erzielen. Wenn die Filiale dann 10 Jahre läuft hast du das Geld eh auch wieder drinnen. WEnn man ein Stück vom Kuchen eben will... :)

Habe grade gelesen, dass es mit deren Ladeneinrichtung und der Lizenz zusammen einen sechsstelligen Betrag ausmacht. Quelle:zeit.de


Ja, das könnte dann hinhauen denke ich, wenn man bedenkt, dass man sicher auch die Einrichtung usw. bezahlt - ist ja dann schließlich auch deine Filiale. Denke trotzdem, dass es billiger ist als bei manchen Konkurrenten, weil die haben ja nicht so viele Küchengeräte, oder? Grad mal den Ofen für´s Brot und diesen Toaster.



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