Eigene Immobilie kaufen: miete oder kaufen


Liebe Immobilieneigentümer, ich bin neu im Forum allso HALLO an alle.


vorab, ich möchte nicht bauen, sondern mir einen Rat von euch holen zum Thema Immobilie allgemein.
ich befinde mich in einer komplizierten Lage und habe im engen Familienkreis niemanden, mit den ich das Thema ansprechen könnte.
Mit diesem Beitrag hoffe ich auf wertvolle Erfahrungsberichte und vor allem Ratschläge und Tipps.

Meine Situation:
Ich (26) lebe mit meiner Freundin(29) in einer !kleinen! Studentenbude wo wir sehr günstig Miete zahlen. Seit Jan.2014 arbeite ich (Berufseinsteiger). Meine Freundin hat ihr Studium vor 3 Jahren abgeschlossen. Wir beide (keine Kinder aktuell) haben ein Nettoeinkommen von monatl. 4400 EUR. Aktuell sind wir in der Lage monatl. 2000 EUR zu sparen. Allerdings haben wir schon die Schnauze voll von der kleinne Mietwohnung (ca.45qm).

Sie will unbedingt eine Immobilie kaufen. Ich bin mir verunsichert, weil mir der ganze Spaß etwas zu teuer ist mit wenig Eigenkapital (aktuell ca. 15.000 EUR)
Ein Traum wäre ein Einfamilienhaus mit einem Garten, alternativ auch der Kauf einer Eigentumswohnung.
Miete ist zwar rausgeworfenes Geld aber hier hat man ganz klar die Flexibilität und wenn nicht sogar mehr Sicherheit als bei einer Immobilie oder?
Bei der Anschaffung einer Immobilie von ca. 150.000 EUR habe ich Nebenkosten in Höhe von 15.000 EUR. Dazu kommen noch die Kosten der Inneneinrichtung, ggf. kleiner Sanierung usw.?
Eine monatl. Tilgung von ca. 1000 EUR würde bedeuten, dass wir das Haus nach 18,4 Jahren abbezahlt hätten. Das bedeutet lange Bindung an einem Ort.
Zu den 1000 EUR monatl. Tilgung kommen sicherlich weitere monatliche Fixkosten (Müll, Abwasser, Schornsteinweger, Gebäudeversicherung, Grundsteuer etc.???? sowie Rücklage/Hausgeld) von ca. 300-400 EUR?

Demzufolge wären die monatl. Fixkosten bei ca. 1400 EUR. Ich finde den Betrag schon extrem hoch trotz des grundsätzlich guten Nettoeinkommen von uns beiden. Für 150.000 EUR bekommt man im Umkreis (20km) um Düsseldorf herum nicht wirklich was tolles. Schöne Einfamilienhäuser kosten hier ab 220.000 EUR aufwärts.

Hinzu kommt, dass ich mir ein Auto kaufen möchte im Wert von ca.25.000 EUR und zwar möglichst bald. Ich will mich endlich mal belohnen für das lange Studium und den Verzicht auf materielle Sachen innerhalb dieser Zeit. Das Auto wollte ich im nächsten Jahr kaufen und ich könnte es, sofern mein EK nicht aufs Haus geht, zu 50% aus eigener Tasche finanzieren.


Meine Fragen an euch:
macht es Sinn, in solch einem jungen Alter bereits sich so eine große Last auf die Schulter zu setzen? Es ist ja sogut wie eine Vollfinanzierung. Klar, die Zinsen sind gering aber trotzdessen ist es eine sehr große Summe. Wir wollen den Wohnort nicht wechseln aber trotzdem ist das ne dicke Last.

Wie ist es, wenn man eine eigene Immobilie hat? Muss man dann jeden EUR 2x umdrehen??? Stichwort Urlaub fahren vs. Sondertilgung

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll. Ich träume von meinen Traumauto , sie will unbedingt die Immobilie. Ich zweifel daran etwas, weil ich nicht weiß, was in 5 Jahren passiert und wir insgesamt sehr sehr wenig EK haben. Von daher ist das ein großes Risiko. Unsere Eltern haben kein "nötiges Kleingeld".
Außerdem bekommst du hier in Höhe von 150.000 EUR Kaufpreis nicht wirklich was gescheites.
Auf der anderen Seite habe ich auch keine Lust 700 EUR monatl. Miete wenn nicht sogar mehr auszugeben.

Mir fällt es sehr schwer herauszufinden, wie viel "Haus" können wir uns leisten obwohl ich alle monatl. Kosten kenne.


Wenn Ihr Euch ein Haus kauft, dann darf ohne viel Eigenkapital, aber auch nicht die kleinste Kleinigkeit schief gehen.
Ihr seid über viele Jahre drin in der Falle.
Wie wärs mit einer Eigentumswohnung? Die ist vielleicht nicht so preisintensiv.


Ihr steht beide am Beginn eurer beruflichen Laufbahn - solang ihr nicht wenigstens halbwegs sicher sein könnt, dass ihr eine berufliche Zukunft in eurer Region habt, lasst die Finger von jeder Form von Eigentum. Außerdem müsstet ihr bei Eigentum jetzt schon mögliche Kinder einplanen, wenn ihr nicht aus einer halbbezahlten Immobilie wegen Nachwuchs ausziehen möchtet.

Deshalb mein Rat: wartet mit dem Eigenutmserwerb noch bis eure berufliche umd familiäre Situation sicherer ist. Zwat sind momentan die Zinsen so gut wir selten, aber das bringt euch nichts, wenn ihr durch ein Haus an eine Region gebunden seid, in der ihr keinen Job findet.


hi danke für eure antworten.

die region ist ok, wir wollen nicht ins ausland. zudem planen wir hier zu bleiben im umkreis von ddorf .


ich sehe das genauso wie rumburak. was würdest du an unserer stelle machen? Wie hoch das Budget (inklusive Nebenkosten wie Makler,Notar und Grunderwerbssteuer) für eine Eigentumswohnung?


Zitat (wertze85 @ 22.06.2014 21:05:17)
...was würdest du an unserer stelle machen? Wie hoch das Budget (inklusive Nebenkosten wie Makler,Notar und Grunderwerbssteuer) für eine Eigentumswohnung?

Diese Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Bedenke ein Haus oder Eigenheim kauft man meist nur einmal im Leben. Das sagt eigentlich alles.
Das beste wird sein, Du frägst Freunde, Kollegen, Bekannte und Verwandte, die ähnlichen "durchgemacht" haben.
Die Preise sind je nach Bundesland und Lage verschieden.

Nur mal so als grobe Richtschnur die Zusatzkosten: Mit dem Grundbucheintrag, Notar, Grunderwerbsteuer und Makler vielleicht so 9% vom Kaufpreis?

Bearbeitet von Rumburak am 23.06.2014 00:54:17

Hallo Wertze, ich fange mal vorne an:

> Sie will unbedingt eine Immobilie kaufen. Ich bin mir verunsichert, weil mir der ganze Spaß etwas zu teuer ist mit wenig Eigenkapital (aktuell ca. 15.000 EUR). Ein Traum wäre ein Einfamilienhaus mit einem Garten, alternativ auch der Kauf einer Eigentumswohnung.

Ein EFH mit Garten im Stadtbereich DDorf - ich spreche dabei von einer bezugsfertigen Immobilie ohne Sanierungsstau, die ihr nicht groß umbauen müsst - wird Euch vermutlich soviel kosten, dass Ihr den Spaß daran verlieren werdet. Meiner Erfahrung nach ist da unter 300.000 nichts zu machen.

Eine selbstbewohnte Eigentumswohnung als "Kapitalansparungsobjekt" ist hingegen einen Top-Idee. Die gibt es auch in nicht so riesig, und wenn Ihr Euch mit 70m² bescheidet (was ja immer noch ein Riesenschritt nach vorn wäre), ist das auch be - und abzahlbar in absehbarer Zeit. Mit dem Verkaufserlös könnt Ihr Euch dann irgendwann (wenn z.B. Kinder kommen) wesentlich lockerer machen, was den Kauf eines EFH betrifft.

> Miete ist zwar rausgeworfenes Geld aber hier hat man ganz klar die Flexibilität und wenn nicht sogar mehr Sicherheit als bei einer Immobilie oder?

Warum? Ein Mietvertrag kann jederzeit gekündigt werden (mit Fristen natürlich), das passiert dir in deinen eigenen vier Wänden nicht. Und unflexibel ist das auch nicht - wenn die Immobilie gut ist (gute Lage, guter Schnitt, guter Zustand, gute Ausstattung), kannst du sie problemlos vermieten oder verkaufen, falls du umziehen willst. Das Argument „Flexibilität“ ist meiner Meinung nur dann eins, wenn man weiß, dass man sich beruflich neu orientieren will, einen Job hat, zu dem häufiges Umziehen gehört oder wenn man eine größere Schar Kinder haben möchte.

>Bei der Anschaffung einer Immobilie von ca. 150.000 EUR habe ich Nebenkosten in Höhe von 15.000 EUR. Dazu kommen noch die Kosten der Inneneinrichtung, ggf. kleiner Sanierung usw.?

Du musst als Nebenkosten zwingend den Notar und die Grunderwerbssteuer einrechnen, das sind max. 7% der Kaufsumme, bei 150.000 also 10.500 Euro. Bleiben Euch noch rd. 4.000 für den Umzug, einen Anstrich und eine neue Küche - das ist nicht viel. Es ist aber auch kein Problem, ein Baudarlehen auch über Kaufneben- und Sanierungskostem aufzunehmen. Du kriegst den Kauf ohne Eigenkapital eh nicht zu 100% über einen Kredit finanziert und musst wahrscheinlich einen Teil (20 - 30%) zu etwas höheren Zinsen aufnehmen, das ist ganz normal.

> Eine monatl. Tilgung von ca. 1000 EUR würde bedeuten, dass wir das Haus nach 18,4 Jahren abbezahlt hätten. Das bedeutet lange Bindung an einem Ort.

Die Rechnung stimmt nicht :-)

1000 Euro monatliche Tilgung kannst du höchstwahrschienlich nur über Sondertilgungen machen, denn wenn du regulär 1000 Euro tilgst, hast du etwa 250.000 Euro aufgenommen - die meisten Banken lassen nämlich nur eine jährliche Tilgung bis 5% der Kaufsumme zu. Daher ist es wichtig, eine Sondertilgungsmöglichkeit zu verhandeln. Üblich sind 10% der Kaufsumme p.a.

Tja, nun zu deiner Rechnung: Du vereinbarst mit der Bank eine feste Abtragung, die Zins und Tilgung enthält. Beim momentanen Zinsniveau (rechnen wir mal schlecht mit 3%) und einer Summe von 150.000 Euro wären das 375 Euro pro Monat. Plus die 1000 Tilgung sind wir bei 1375 Euro. Wenn du 1000 Euro monatlich (wie auch immer) tilgst, sinkt monatlich die Höhe deiner Schulden. Daraus resultiert, dass du automatisch weniger Zinsen bezahlst. Das, was du dort sparst, wird automatisch der Tilgung zugeschlagen. Ihr hättet bei diesem Modell also nach 10 Jahren noch etwa 10.000 Euro Schulden übrig (mach dir eine Excel-Tabelle, da kannst du jederzeit mit unterschiedlichen Zins- und Kapitaloptionen rumprobieren).

> Zu den 1000 EUR monatl. Tilgung kommen sicherlich weitere monatliche Fixkosten (Müll, Abwasser, Schornsteinweger, Gebäudeversicherung, Grundsteuer etc.???? sowie Rücklage/Hausgeld) von ca. 300-400 EUR?

Für Grunsteuer, Müllabfuhr, Abwasser, Schornsteinfeger und Versicherung zahlst du, wenn du nicht gerade eine Villa mit Betongarten hast, maximal 100 Euro im Monat. Eine Rücklage ist auch nicht übel, aber wenn die Bude in Schuss ist (und nur so eine würde ich kaufen, wenn zwei Leute berufstätig sind und auch sein müssen für die Kalkulation), würde ich anfangs maximal 200 Euro zurücklegen. Macht im schlimmsten Fall 300 monatlich bei unserem 150.000 Euro-Moidell :-)

>Demzufolge wären die monatl. Fixkosten bei ca. 1400 EUR.

Bei 1675 Euro. DU hast die Zinsen vergessen.

> Ich finde den Betrag schon extrem hoch trotz des grundsätzlich guten Nettoeinkommen von uns beiden.

Ja, ich finde das auch reichlich. Daher würde ich auf 15 Jahre finanzieren, die monatliche Tilgung geringer wählen und mir ein Sondertilgungsrecht einräumen lassen. Dann habt Ihr die Freiheit, eine Summe X bis max. 10% der Kaufsumme pro Jahr außer der Reihe einzuzahlen, wenn Ihr mal Geld übrig habt (Gratifikation, Weihnachtsgeld, Geldgeschenk, Lottogewinn *g*…) oder genug gespart. Bei einer Tilgung von 5% monatlich und 3% Zinsen wäre das eine Gesamtabtragung von 1000 Euro pro Monat (plus Rücklagen und Nebenkosten) und Ihr hättet nach 15 Jahren noch knapp 8.000 Euro Schulden übrig. Mit Sondertilgungen könnt Ihr das dann alles schneller erledigen, wenn es passt.

> macht es Sinn, in solch einem jungen Alter bereits sich so eine große Last auf die Schulter zu setzen? Es ist ja sogut wie eine Vollfinanzierung. Klar, die Zinsen sind gering aber trotzdessen ist es eine sehr große Summe. Wir wollen den Wohnort nicht wechseln aber trotzdem ist das ne dicke Last.

Je jünger du bist, desto sinnvoller ist es meiner Meinung nach. Ich sehe eher ein Problem mit dem Auseinanderklamüsern der Finanzierung, weil das ganze möglicherweise auch trennungs/scheidungsfest gemacht werden muss. Aber auch das ist absolut regelbar – nur, dass ich mich damit nicht auskenne.

> Wie ist es, wenn man eine eigene Immobilie hat? Muss man dann jeden EUR 2x umdrehen??? Stichwort Urlaub fahren vs. Sondertilgung

Ich habe mit 30 (vor 14 Jahren) ein kleines Haus (53m²) mit Mini-Vorgarten bei Köln gekauft. Es hat 165.000 DM (81.000 Euro) gekostet. Ich hatte damals 2000 Euro netto und habe um die 1000 Euro warm (etwa 300 mehr, als meine letzte Mietwohnung davor gekostet hatte) bezahlt und ab und an sondergetilgt. Ich hätte auch weniger abzahlen können, lebe aber aus Überzeugung bescheiden (so wenig Auto, Quadratmeter, Mode und Flugreisen wie möglich), so dass ich das Geld mit Freude erübrigen konnte. Am Anfang hatte ich tierischen Respekt vor meiner eigenen Courage, aber nach 2 Monaten habe ich schon gar nicht mehr drüber nachgedacht. Im Laufe der Jahre kamen dann auch Gehaltsanpassungen und mal 5000 Euro vom Opa, so dass ich 2013 mit dem Abzahlen durch war, zwischenzeitlich das Bad saniert, eine neue Heizung eingebaut und den Vorgarten relativ aufwändig umgestaltet habe.

> Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll. Ich träume von meinen Traumauto , sie will unbedingt die Immobilie.

Du willst das sicher nicht hören ;) , aber ich bin voll bei ihr. Mit dem Traumauto fährst du einmal um die nächste Ecke und es ist nur noch die Hälfte wert, die eigene Hütte hingegen mehrt das Kapital. Und wie lange träumst du schon von deinem Traumauto? Ist es ein Oldtimer, den du schon als Teenager haben wolltest oder ein modernes Modell, von dem man eigentlich erst seit zwei Jahren träumen kann und das in zwei Jahren einem noch modernen Modell weichen muss? Ich würde jederzeit das Wohneigentum wählen!

> Ich zweifel daran etwas, weil ich nicht weiß, was in 5 Jahren passiert und wir insgesamt sehr sehr wenig EK haben. Von daher ist das ein großes Risiko. Unsere Eltern haben kein "nötiges Kleingeld".

Um so unwirtschaftlicher ist es, ein teures Auto zu kaufen – damit schafft Ihr Euch garantiert keine finanzielle Grundlage, sondern eine Geldvernichtungsmaschine. Ein Auto, das 25.000 Euro kostet und mindestens 10 Jahre gefahren wird (wer fährt sein Auto heute so lange und wie lange mag es Traumauto bleiben?!) kostet dich, wenn du es auf eine Schlag (und damit ohne Zinsen) zahlst, 210 Euro pro Monat. Plus Versicherung, Steuer, Sprit, Inspektionen und Reparaturen, Verschleißteile, Ölwechsel, Parkgebühren, Knöllchen, Reifen usw. Ich schätze, du kommst so ganz locker auf 500 pro Monat. 500 Euro für ein Ding, das dir spätestens nur noch halb so traumhaft vorkommt, wenn das Nachfolgemodell rauskommt oder der Nachbar ein fetteres hat.

> Außerdem bekommst du hier in Höhe von 150.000 EUR Kaufpreis nicht wirklich was gescheites.
Auf der anderen Seite habe ich auch keine Lust 700 EUR monatl. Miete wenn nicht sogar mehr auszugeben.

Kauft eine Wohnung um die 70m². Das ist eine deutliche Verbesserung zu Euren jetzigen 45m² und sollte mit 150.000 ganz locker zu stemmen sein. In spätestens 15 Jahren seid Ihr damit durch und habt mindestens 150.000 Euro auf der Tasche, um Euch ein Haus mit Garten zu kaufen. Das haben wir jetzt auch gemacht und kichern über die monatliche Belastung.

> Mir fällt es sehr schwer herauszufinden, wie viel "Haus" können wir uns leisten obwohl ich alle monatl. Kosten kenne.

Viel Erfolg beim Nachdenken und alles Gute! :blumen:

Bearbeitet von donnawetta am 23.06.2014 11:26:20


Ach, noch eine Idee: Du kaufst das Auto, sie die Immobilie! Die fällt dann vielleicht nicht viel größer aus als Eure jetzige Wohnung, aber sie wird irgendwann dann ihr gehören. Da du mit ihr wohnst, beteiligst du dich mit 300 Euro an Nebenkosten und "Miete". Damit spartst du Mietkosten, sie kriegt einen Zuschuss für das schnellere Abzahlen ihrer Immobilie und du kannst dir so oft Autos kaufen, wie es dein Gehalt zulässt :blumen:


Wenn ihr auf dem aktuell gerade in der Region Köln/Ddorf sehr überhitzen Immobilienmarkt was günstiges gutes findet, zuschlagen!

Bei 2000 Euro möglicher monatlicher Sparrate ist Immobilie ganz klar eine sehr empfehlenswerte Geldanlage bei den aktuell niedrigen Zinsen. Wenn du schreibst" Aktuell sparen wir 2000 Euro im Monat", dann hoffentlich nciht nur auf ein Tagesgeldkonto, da wird das Geld de facto entwertet.

Wenn ihr das Geld nicht in Aktien(-fonds) anlegt, dann ist ein Immobilienkauf (oder -fonds) fast schon Pflicht.
Gerade, wenn ihr doch ortsgebunden bleiben wollt.

Überstürzt aber nichts und kauft nicht das erstbeste Objekt, lasst euch von einem unabhängigen Experten beraten, welche Lage und welches Objekt günstig ist und sich ggfs. gut vermieten lässt, wenn sich eure Lebensplanung ändert, dann zahlt der Mieter eure Kapitalanlage im Zweifel mit ab. ;)


Wenn Ihr mit Sicherheit im Kreis bleiben wollt lohnt es sich , aber genau umschauen bei Banken gibt es oft ein Angebot und nicht zu vergessen .Es gibt günstigen Kredit von der KFW bei bestimmten Vorraussetzungen.

Im Internet bei immobilienscout24.de da kannst Du schon mal preise vergleichen.

Haben wir hier am Bodensee auch gemacht Eigentumswohnung ,Neubau ,Altersgercht,Fussbodenheizung ,Aufzug .
Nur für alle Fälle achte auch aufs Umfeld, Läden,Ärzte, Bushaltestelle oder was Dir wichtig ist.


lieben Dank für eure Antworten (hat mich sehr sehr gefreut)! speziellen Dank an donnawetta!

Wie sieht es eigentlich aus, wenn wir eine ETW kaufen inkl. Nebenkosten 150.000 EUR.
Nach 10 Jahren unterstelle ich mal, dass eine Restschuld von 50-60 TEUR vorliegen.
Zu dem Zeitpunkt sind jedoch die Gehälter besser (hoffentlich) . Kann man dann problemlos ein Einfamilienhaus kaufen bzw. umsteigen?
ist das zu komplex?

Unsere Idee wäre, klein anfangen und irgendwann auf ein Einfamilienhaus umsteigen. Fraglich ist, wie das dann abläuft wenn noch ein bestehendes Darlehen vorliegt :-(


Bekannte von uns haben sich bei Objekten, die zur Zwangsversteigerung anstanden, umgesehen und da ein gutes Schnäppchen gemacht.

Vielleicht wäre das auch eine Option. Erkundige dich doch da mal, was das Mindestgebot beim ersten Termin sein sollte. ( Wieviel % des angegebnen Wertes)


Hallo Wertze, ich nomma :-)


< wie sieht es eigentlich aus, wenn wir eine ETW kaufen inkl. Nebenkosten 150.000 EUR.
Nach 10 Jahren unterstelle ich mal, dass eine Restschuld von 50-60 TEUR vorliegen.
Zu dem Zeitpunkt sind jedoch die Gehälter besser (hoffentlich) . Kann man dann problemlos ein Einfamilienhaus kaufen bzw. umsteigen?
ist das zu komplex?


Also, im Regelfall ist das so: Du kaufst heute eine Wohnung für 150.000 Euro. Wenn du alles richtig gemacht hast, verkaufst du sie in 10 Jahren für mindestens den gleichen Kurs, eher aber mehr. Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Der Käufer übernimmt die Hypothek - was sehr wahrscheinlich ist, wenn man damit rechnet, dass die Zinsen in den nächsten 10 Jahren wieder steigen, dann ist die alte Hypothek nämlich ein Schnäppchen

2.) Du tilgst den Kredit vor Fälligkeit mit einem Teil des Verkaufserlöses. Wenn du Glück hast, verzichtet die Bank auf eine Vorfälligkeitsentschädigung, wenn nicht, zahlst du eben mehr.

Meiner Erfarhung nach solltest du bei deinem Beispiel (vorausgesetzt, du hast in eine vernünftige Wohnung in guter Lage investiert) mit mindestens 100.000 aus der Sache rauskommen. Das ist dann dein Eigentkapital für die neue Hütte. Das reicht bei zwei Berufstätigen oder einem Besserverdiener unter 40 auf jeden Fall, um 200.000 aufzunehmen, wenn man das will.

Bearbeitet von donnawetta am 24.06.2014 08:19:04


wenn ihr sparsam seid und kein geld verprasst (fängt schon an bei 25.000 EUR auto!!!!) dann schafft Ihr das mit der Immobilie locker.


Lass dich doch mal unverbindlich beraten bei der Bank deines Vertrauens. Die können dir anhand von Gehaltsabrechnungen, Kontoumsätzen und -ständen auch ausrechnen, wieviel "Haus" ihr euch leisten könnt.

Da die Zinsen momentan niedrig sind, lohnt es sich natürlich momentan sehr, einen Kredit aufzunehmen.
Alternativ könntest du 1,2,3 Bausparverträge abschliessen, in die du ein paar Euros einsparst. Das hätte den Vorteil, dass du dein Eigenkapital weiter aufstockst und in ein paar Jahren dann damit zu dem günstigen Zinsniveau von heute (mit dem Bausparer gesichert) einen besseren Stand für deine Finanzierung hast.

Ich denke, die Kernfrage hier ist... Wie sicher bish du dir mit deiner Freundin? Ihr seid jung und habt aktuell schon unterschiedliche Prioritäten. Wie harmoniert eure Zukunftsplanung? Ein Haus bauen bedeutet Stress für die Beziehung, das ist ne harte Probe.


Ich glaube donnawetta hatte hier was vorgeschlagen, was gar nicht so verkehrt war:

Einer von euch käuft die Eigentumswhg, der andere übernimmt bspws die Nebenkosten (sieh es als "(günstige) Miete"). Ihr habt beide was davon. Dein Auto kannst du auch kaufen. Und im Fall einer Trennung gibt es keinen Stress, weil jeder weiss, wem die Whg gehört.

Wird euch die Whg zu klein, könnt ihr sie entweder verkaufen und habt dann ne Menge Eigenkapital zur Verfügung fürs Haus oder vermieten und die Miete dann als Tilgung für nen neuen Kredit nutzen.

Alles Gute!


Ich wäre trotz - beziehungsweise WEGEN - der günstigen Zinsen sehr vorsichtig mit dem Immobilienkauf.

Jeder Hans und jede Uschi kaufen oder bauen zur Zeit Wohneigentum, als gäbs kein Morgen mehr. Zinsen sind günstig, also kaufenkaufenkaufen bauenbauenbauen. Später kann man es ja vermieten. Ich frage mich nur: An wen??? Die ganzen potentiell solventen Mieter rammeln sich grade selbst mit eigenem Wohneigentum zu, fallen also als Mieter tendenziell aus. Übrig bleiben die, die sich in der Niedrigzinsphase keine eigene Immobilie leisten konnten - und das sind dann häufig die mit weniger Geld. Was das für die Sicherheit der zu erwartenden Mieteinnahmen bedeutet, kann sich jeder selbst überlegen.
Außerdem muss man die Demographie berücksichtigen. Bereits jetzt stehen in ländlichen Gebieten massenhaft leere Immobilien in der Landschaft, weil Familien kleiner werden oder die junge Generation in die Städte zieht. Dann hat man statt Betongold nur Betonblech, laufende Kosten und keine Einnahmen.

Die einzige Immobilienform, die davon nicht betroffen sein dürfte, sind kleine Wohnungen für 1 - 2 Personen in Universitätsstädten. Da wird auf absehbare Zeit weiterhin Bedarf sein, wenn man sich drauf einlässt, dass die Mieter meistens nicht auf Lebzeit dort wohnen und man alle 2 - 5 Jahre neue Leute in der Butze hat.

Außerdem hast du mit einer eigenen Immobilie alle Probleme selbst am Hacken. In einer Mietwohnung mit halbwegs vernünftigem Vermieter sind für den Mieter die meisten größeren Fragen mit einem Anruf beim Vermieter geklärt. Klar landen die Kosten über die Nebenkostenabrechnung beim Mieter, aber erstens nur über diesen monatlich gestaffelten Umweg und zweitens meistens auch nicht zu 100 Prozent. Als Vermieter musst du den Handwerker, der dir nach einem Sturm das Dach flickt, sofort bezahlen. Erst dann kannst du dich über Nebenkosten und/oder Versicherungen kompensieren.
Das kann schnell in die hohen Tausender gehen, wenn man sich mal ein kaputtes Dach, einen Totalausfall der Heizungsanlage oder einen herzhaften Wasserschaden nach Rohrbruch als Beispiel nimmt.


gleich gibt es bei rtl "Raus aus den Schulden - Immobilienspezial"

vielleicht kriegst du dort noch ein paar nützliche Tips oder Anregungen :)


ich guck mir das auch an ... ich habe im November eine ETW gekauft


Zitat (nescitis @ 25.06.2014 20:28:09)
Lass dich doch mal unverbindlich beraten bei der Bank deines Vertrauens. .

Na, da wäre ich mehr als vorsichtig. Bankmitarbeiter sind keine Berater, sondern Verkäufer. Das weiß ich, weil wir im Bekanntenkreis einen "Bankberater" haben. Der hat soviel Druck, wenn er keine Abschlüsse vorweisen kann, da gibt es einen Rüffel vom Chef.

Unsere Verbraucherzentrale bietet neutrale Beratung an. Das wäre meine erste Wahl.

Kam auch grade im TV, dass man zB. sein Haus schnell doppelt bezahlt. Ich meine 50% davon sind Zinsen, die gestemmt werden müssen. Das heißt, wenn ein Haus 200.000€ kostet, hat man dann in den vielen Jahren 400.000€ gezahlt. Das sagt einen die Bank nicht.

Bausparverträge sind auch nicht das gelbe vom Ei. Die Dahrlehnszinsen sind zZ. nicht besser, wie auf dem freien Markt.

lieber Frank,
wir sind grundsätzlich sparsam. das einzige ist dieses Auto... ansonsten gehen wir kaum restaurants,feiern usw.


Wer bei einem Kredit 50% Zinsen zahlt, hat definitiv etwas falsch gemacht. Das kann eigentlich nur dann passieren, wenn man minimal tilgt - sprich: sich mit der Kaufsumme völlig übernimmt.

Das machen momentan wohl einige, weil sie (wie Cambria schon schrieb) auf das niedrige Zinsniveau "hereinfallen" wie auf ein Schnäppchen beim Mediamarkt. Viele schauen sich vor lauter Angst, die günstgen Zinsen nicht "mitzunehmen", nicht mal die Immobilie richtig an und kaufen fast blind. Auch sind durch die niedrigen Zinsen die Bau- bzw. Kaufkosten gestiegen (nicht kausal, sondern einfach, weil es geht), so dass man unterm Strich heute genausoviel bezahlt wie vor 20 Jahren, nur dass der Anteil der Zinsen an der Gesamtverschuldung geringer ist. Aber ich gehe davon aus, dass Wertze weder blind noch überstürzt kauft - sonst hätte er gar nicht erst hier nachgefragt.

Dass es jemals schwierig werden kann, eine ETW in einer Stadt wie Düsseldorf wieder zu verkaufen oder zu vermieten (sofern sie keinen Sanierungsstau hat, gut ausgestattet ist und gut liegt), glaube ich nicht. Gleiches gilt mMn für die Stadtrandgebiete. Klar werden weniger Kinder geboren, aber das wiegt die Landflucht nicht auf.

Ich finde, dass der "Ärger", den man mit Eigentum haben kann, relativ ist - ich kenne auch Leute, die als Mieter mehr Ärger haben, als sie brauchen können. Davon abgesehen wird jeder, der sich etwas mit dem Thema beschäftigt, davon abraten, eine ETW in einer Hausgemeinschaft zu kaufen, die keine Rücklage gebildet hat (wenn es sich nicht um einen Neubau oder ein vollständig saniertes Objekt handelt). Die Rücklage trägt Reparatur- und Sanierungskosten am Gemeinschaftseigentum. Es gibt Empfehleungen zu der Höhe der Rücklagen, gemessen am Haus- bzw. Wohnungswert und dem Zustand des Gebäudes. Kann man sich alles besorgen. Und was man in seiner privaten Wohnung macht, kann einem niemand vorschreiben. Wenn man das Bad von 1970 bis 2020 drinlassen will, macht man das eben. Wasserschäden zahlt die Hausratversicheurng, genau wie bei Mietern. Eine defekte Heiztherme muss man jedoch mit einkalkulieren. Allerdings - und manche Mieter würden das durchaus als Vorteil betrachten - hat man es selbst in der Hand, das Teil auszutauschen, wenn es jeden zweiten Tag ausfällt.

Um es kurz zu machen: Gegen Überraschungen ist man weder als Mieter noch als Käufer gefeit. Wenn man sich vor Vertragsunterzeichnung jedoch so gut wie möglich absichert, alles genau ausrechnet, sich nicht übernimmt, sondern eher ein bisschen tiefstapelt und überlegt, wie man temporären Engpässen (z.B. durch längere Krankheit, Kinderzeit usw.) begegnen kann, wird es langsam unwahrscheinlich, dass man als Käufer mehr Ärger hat als als Mieter.

Und ganz wichtig: Rumburak hat Recht, was die Bankberater betrifft! Das heißt nicht, dass man das Gespräch (am besten mit mehreren Banken) nicht suchen sollte, schließlich gibt es immer was zu lernen, aber man sollte prinzipiell schon selbst den Durchblick haben. Neben der Befragung von Freunden, Bekannten und Familienmitgleidern, die etwas gekauft haben, ist das Internet eine einzige, gigantische Informationsveranstaltung. Alles nutzen! Nicht genervt aufgeben, wenn man etwas nicht versteht! Nicht in Panik geraten und meinen, dass man etwas verpasst, wenn man bei dieser oder jener Immobilie nicht sofort zuschlägt! Das sind meine Tipps :blumen:

Bearbeitet von donnawetta am 26.06.2014 09:48:58


hallo wertze,

mein Eindruck ist, das Deine Freundin und Du an sehr verschiedenem Lebenspunkten seid, ich sags mal ganz platt du willst "deinen Traum leben" und sie will ein Nest baun. Beides hat seine Berechtigung, aber alles zu seiner Zeit und beides gleichzeitig geht oft genug gründlich schief.

Also, bevor ihr euch in ein wie auch immer geartetes gemeinsames Eigentumsprojekt stürzt, solltet ihr überlegen wohin die gemeinsame Reise gehn soll, denn ihr müsst beide fest dahinter stehen.
Sobald einer das Gefühl bekommt, er hat was verpasst oder wird blokiert, führt das zu großem Beziehungstress.

Gemeinsam habt ihr aktuell nur das die kleine Wohnung nervt, allein deswegen muss man noch kein Haus kaufen.

Meine Empfehlung, erstmal die Lage und Erwartungen aneinander klären und dann realistisch weiterplanen.

Grüsse von der Else




Hallo,
bisher sind die meisten Ratschläge ja in Richtung Finanzierbarkeit gegangen und haben viele zu bedenkende Punkte abgedeckt. Obwohl ich auch dazu Einiges beizutragen hätte, möchte ich andere Aspekte in die Diskussion werfen:
1. In jungen Jahren erworbenes Eigentum bedeutet zwar meist, dass das Eigenkapital nicht hoch ist, man also für lange Jahre finanziell gebunden ist, hat aber den Vorteil, dass eventuelle Kinder schon im Eigentum aufwachsen.
Eine Kollegin von mir hat erst in späten 40 Jahren gebaut, Haus mit Einliegerwohnung, da war die Tochter schon aus dem Haus und die Immobilie für die Eltern überdimensioniert. Also Mieter ins Haus genommen, allein schon wegen der Steuerersparnis, nur Ärger mit Mietern.
2. Eine kleine Immobilie zu erwerben, weil die momentan preiswerter ist, und auf spätere Weiterveräußerung zu spekulieren, ist umso unrentabler, je mehr Zinsen an die Bank bezahlt werden müssen - also bei wenig Eigenkapital. Meist ist der Immobilienmarkt dann "ganz unten", wenn man verkaufen möchte.
3. Als Besitzerin einer Eigentumswohnung, die ich selbst bewohne, kann ich nur dringendst dazu raten, sich vor Erwerb einer Eigentumswohnung genauestens über die Miteigentümer zu informieren.
Ist in einer Eigentumswohnanlage ein Teil der Wohnungen von deren Eigentümern vermietet, sind Probleme vorprogrammiert. Als Eigentümer hat man gegenüber den Mietern anderer Eigentümer nur wenig bis keine Handhabe, wenn diese Mieter sich nicht an die Hausordnung halten. Reagiert auch der Vermieter
(= Miteigentümer) nicht auf die Beschwerden, sind Prozesse nicht zu vermeiden. Denn die Polizei kommt nur einige Male, irgendwann bekommt man zu hören, dass das Allgemeinwohl nicht gefährdet ist, wenn einem die Kinder des Übermieters Nacht für Nacht stundenlang auf dem Kopf herumtrampeln, man sich also privatrechtliche juristische Hilfe suchen soll.
Nachdem ich 7 Jahre von über mir wohnenden Mietern terrorisiert wurde, deren Vermieter völlig untätig waren, wenn Beschwerden über ständige Nachtruhe-Verletzungen, Wasserdurchbrüche im Badezimmer, etc. an sie gerichtet wurden, war ich gesundheitlich am Ende. Bei eingeleiteten Verkaufs-Gesprächen bekamen Interessenten den Krach der über mir wohnenden Mieter mit und waren nicht mehr interessiert oder wollten den Preis extrem drücken.
Diese über mir liegende Wohnung hat in 15 Jahren bereits den 8. Mieterwechsel hinter sich, der Vermieter ändert seine Untätigkeit nicht, wir Eigentümer müssen die Folgen der Umzugsschäden in Form einer häufigeren Treppenhaussanierung tragen.
4. Wenn ich Resumee´ aus meinen 30 Jahren Eigentumswohnungsbesitz ziehe, würde ich mir nicht wieder eine Eigentumswohnung kaufen. Man hat viele Pflichten, aber wenige Rechte.
5. Auf jeden Fall ist dringlich geraten, mit dem Kauf einer Eigentumswohnung auch eine Rechtsschutzversicherung, die selbstgenutztes Eigentum beinhaltet, abzuschließen. Damit ist man dann wenigstens finanziell gegenüber hohen Rechtskosten abgesichert. Denn, wenn man neben den untätigen Vermietern von asozialen Mietern auch noch einen Prozesshansel unter den Miteigentümern hat, der für sich alles herausschlagen will, den Miteigentümern aber nicht die Butter auf dem Brot gönnt, kommt man aus unverschuldeten Rechtsstreitfällen nicht heraus. Bei dem Bestreben unserer Richter, Vergleiche zu schließen, ist man als verklagte Partei dann immer an den Kosten beteiligt.


ich möchte noch etwas ergänzen: behaltet euch unbedingt eine finanzielle Rücklage für Notfälle !!

mir hat mein Chef anfang diesen Monats die Kündigung hingelegt und jetzt muss ich auch noch 600 Euro für die Reparatur meines Autos hinlegen ... beides kam unerwartet und bringt meinen Finazierungsplan total durcheinander :ph34r:


zunächst möchte ich mich bei allen für die Antworten bedanken!
Über jeden Ratschlag freue ich mich sehr - wirklich.


Der Vorschlag mit der Eigentumswohnung ist uns auch bereits durch den Kopf gegangen. Leider hat man hier den Nachteil, dass das Hausgeld teilweise sehr hoch ist (250-350 EUR).


Angenommen, wir kaufen eine ETW mit Nebenkosten in Höhe von 150.000 EUR. Davon wäre der Bankkredit ca. 130.000 EUR.
Angeommen wir haben eine Restschuld nach 10 Jahren von 50.000 EUR.

Kann man die Immobilie verkaufen und sich dann z. B. ein Einfamilienhaus kaufen? (unter der Annahme, dass beide in Zukunft besser verdienen)?
Ist das nicht sehr komplex, weil man ja noch ein bestehenden Kredit laufen hat?


Moin hupwgup,

erstmal herzlich willkommen bei den Muttis. Ich nenne Dich einfachhalber mal Hupu, wenn es Dir Recht ist.

Sag mal - mal ganz blöd gefragt - warum bedankst Du Dich für viele gute Ratschläge, wenn Du mit dem Threadersteller nicht identisch bist?! Du hast doch die Frage gar nicht gestellt, sondern vermutlich nur nachgelesen. Fragezeichen.

Meine Meinung: Der Erwerb einer Immoblie gehört in Expertenhände. Das profunde Halbwissen und die Erfahrungswerte der Muttis können Dir Gefahren und Aufwendungen aufzeigen. Aber ein realitätsnahes Szenario kann Dir nur ein Fachmann vermitteln. Das muss nicht zwangsläufig Dein Bankberater sein. Das kann auch Dein Versicherungsvertreter sein. In der BauFi verdient der am meisten Provision und legt sich auch entsprechend ins Zeug.

Was neben einem Bausparvertrag auch ganz probat ist, rechtzeitig vorher einen beleihungsfähigen Lebensversicherungsvertrag mit eingeschlossener BUZ abzuschließen.

Grüßle,

Egeria


Einfach auf den neuen Immobiliencrahs warten, Lehman Brother 2.0, dann Immo wird günstig, In der Zwischenzeit Gold und Silber kaufen, billig jetzt, siehe Hartgeld aus Österreich im Internet B)


Zitat (baumangel @ 28.06.2017 06:50:22)
Einfach auf den neuen Immobiliencrahs warten, Lehman Brother 2.0, dann Immo wird günstig, In der Zwischenzeit Gold und Silber kaufen, billig jetzt, siehe Hartgeld aus Österreich im Internet B)

Ich glaube nicht dass der Tipp 3 Jahre später noch hilfreich ist

Zitat (baumangel @ 28.06.2017 06:50:22)
Einfach auf den neuen Immobiliencrahs warten, Lehman Brother 2.0, dann Immo wird günstig, In der Zwischenzeit Gold und Silber kaufen, billig jetzt, siehe Hartgeld aus Österreich im Internet B)

selten so an Schmarrn gelesen :ph34r:

Meiner Meinung nach befinden wir uns in einer ähnlich gefährlichen Immobilienblase wie vor ca 10 Jahren in der USA, das Geld ist günstig die Kredit werden bereitwilligt vergeben. Das Scoring wird nicht immer, aber immer öfters "moderater" ausgelegt. Ich schließe mich meinen Vorschreiber an, sicherlich ist noch Platz im Immobiliengeschäft für gute und wertige Häuser. Allerdings sollte man sich bei Unsicherheit wirklich Gedanken machen und sich gegebenenfalls mit seiner Volkswirtschaft auseinadersetzen.


Zitat (Maike38 @ 05.07.2017 13:24:34)
Meiner Meinung nach befinden wir uns in einer ähnlich gefährlichen Immobilienblase wie vor ca 10 Jahren in der USA, das Geld ist günstig die Kredit werden bereitwilligt vergeben. Das Scoring wird nicht immer, aber immer öfters "moderater" ausgelegt. Ich schließe mich meinen Vorschreiber an, sicherlich ist noch Platz im Immobiliengeschäft für gute und wertige Häuser. Allerdings sollte man sich bei Unsicherheit wirklich Gedanken machen und sich gegebenenfalls mit seiner Volkswirtschaft auseinadersetzen.

Kredite werden bereitwillig gegeben?
Ich verdiene wirklich nicht schlecht, mein Mann auch nicht, und trotzdem bekommen wir keinen Kredit für ein Haus. Ohne 10% Eigenkapital bei Neubau bzw. 15% beim Kauf eines fertigen Hauses geht sowieso nichts.

Und es geht ganz vielen Paaren in unserem Freundeskreis genau so.

Es sollte auf jeden Fall so sein, dass man den Kapitaldienst auch alleine stemmen kann, falls ein Gehalt wegfällt.
Sonst wird der Traum zum Alptraum.

Wir haben erst spät gebaut, weil wir auch oft die Bundesländer gewechselt haben.

Wenn alles gut geht und man die Immobile bis zur Rente abbezahlt hat, bestimmt eine tolle Sache.



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