Gestrickter Pulli viel zu groß


Hallo ihr Lieben :blumen: ,

wie ihr wisst, stricke ich im Winterhalbjahr gerne. Ich habe im vergangenen Herbst/Winter eine Jacke und einen Pulli gestrickt, bzw. die Teile dazu, denn zum Zusammennähen bin ich aufgrund persönlicher Umstände nicht mehr gekommen.

Nun habe ich wegen besagter persönlicher Umstände etliche Kilos abgenommen, was mir nicht gut bekommen ist, denn jetzt habe ich deutliches Untergewicht ( bin auch unter ärztlicher Beobachtung).

Jedenfalls sind mir meine Klamotten alle deutlich zu groß bzw. zu weit geworden. Jetzt meine Frage: gibt es eine Möglichkeit, die bereits gestrickten Teile so zusammenzunähen, dass die fertige Jacke/Pulli zwei Kleidergrößen kleiner wird oder muss ich alles wieder auftrennen?

:blink: :hilfe: :verwirrt:


Tja, liebe mops. Das sind so Sachen, gell? :trösten:

Ich gehe mal davon aus, dass du nicht in der Länge geschrumpft bist. ;)
Das bedeutet, dass an den Seiten, auf der Schulter und am Ärmelausschnitt gearbeitet werden müsste. Und ich nehme an, dass es nicht gerade sehr dünnes Garn war? Und es kommt darauf an, was für Muster du verwendet hast.

So beim ersten Überlegen fürchte ich, dass dir kaum was anderes übrig bleibt - auf jeden Fall beim Pulli - durchzuatmen und aufzutrennen. :( *)

Bei der Jacke käme es u.a. auf den Halsausschnitt an, und ob es ausreichen würde, die Teile breiter über einander zu schlagen.
Vielleicht bis zu den Seitennähten aufribbeln, dort etwas mehr abketteln und den Rest neu stricken?
Auf Taillenhöhe einen Tunnel einarbeiten und eine Kordel durchziehen, bzw.einen schönen Gürtel nehmen um die Weite einzudämmen?
Durch das neu Stricken des Ärmelausschnittes und der Schulterbreite müsste der Ärmel vielleicht nicht neu gemacht werden.

Ich spinne halt mal was.

*) Beim Pulli evtl. auch so verfahren: obere Hälfte neu stricken, Tunnel oder Gürtel auf Taillenhöhe. :unsure:


Zu heiss waschen, dann läufts doch ein :mussweg:

Sorry @ mops!
Habe keine detaillierte Hilfe wie Dahlie, und ich nehme Dein zu geringes Gewicht sehr ernst!
Aber gibt es nicht die Hoffnung, dass du in ein paar Monaten deine normale und zu Anfang des Strickens angedachte "Grösse" wieder erreicht hast? Du hast ja noch ein paar Takte Zeit, bis die Saison für Strickware wieder anfängt. :blumen:


Erst mal: danke, liebe @dahlie! :blumenstrauss: für deine Hilfe; es tat mir schon leid um die teure Boucle-Wolle, die sich so schlecht auftrennen lässt und davon nicht schöner wird.

Nein, geschrumpft bin ich nicht in der Länge :D . Es geht um die Breite der gestrickten Teile. Vorher (vor meinem Unfall) trug ich Größe 38, was eigentlich ein bisschen zu groß war, aber ich mag meine Klamotten gern ein bisschen bequemer. Jetzt habe ich Größe xxs, mit ( hoffentlich Tendenz zu mehr), also kann ich mich bequem jn der Teenager-Abteilung einkleiden - wirklich schön ist das nicht, weil diese Klamotten nicht unbedingt meinem Geschmack entsprechen :angry:

Also, die Jacke hat einen mit den Vorderteilen gestrickten Schalkragen, der nur noch zusammengenäht und am Rückenteil angenäht werden müsste. Soweit, so gut. Dann musste ich nur noch an den Armausschnitten ein bisschen "zaubern", wenn ich die Seitenteile ein wenig verschmälert habe. Und ein paar Gürtelschlaufen anstricken und den Gürtel nicht vergessen zu stricken. Ok, das kann ich mir gut vorstellen :D

Und wenn ich die Jacke hingekriegt habe :ach: :pfeifen: , dann werde ich das Problem "Pulli" in Angriff nehmen. Ich berichte dann, ob ich es hingekriegt habe. Allerdings werde ich diese Handarbeit nicht gleich beginnen; im Sommer arbeite ich nicht so gerne mit Wolle, denn da wirds mir nur beim Wolle-ansehen schon zu warm :D :D


@Muetze: Passt scho :ach: !

Ich weiß nicht, in wie weit sich mein Gewicht normalisieren wird. Jedenfalls stehe ich unter ärztlicher Beobachtung. Mein Problem ist, dass ich eigentlich schon immer zu dünn war, ich bin Zeit meines Lebens ein "Magenschwächling", alles schlägt mir auf den Magen, ich erbreche sehr oft, ohne eine erkennbare Krankheit zu haben. Logisch, dass da nix "anwachsen" kann. Jedenfalls erzählen die Klatschbasen im Dorf, dass ich stark magersüchtig bin ( was definitiv nicht stimmt!) und ich nunmehr nur noch meinem baldigen Grab entgegen wanke :ruege: :D . Ich war schon immer sehr zierlich und bin mit jeder Schwangerschaft dünner geworden. Dazu mein großes Haus samt Riesengarten, Pferde, Hunde, Hühner, fünf Kinder... Es wird schon wieder werden, wenn es auch lange dauern kann, ich gebe die Hoffnung nicht auf! :D


Lass die Leute quatschen; das hatten wir schon mal angesprochen...

O ja, Bouclé... Schwer aufzutrennen, stimmt. Da muss man fast ein Scherchen dabei haben um die verfilzten Fuseln zu trennen. :(

Schalkragen. Da könnte man wohl in der Tat die Vorderteile etwas breiter über einander legen (oder übereinanderlegen.. :wacko: :wacko: ) Schließt dann etwas höher am Hals ab, aber das macht sicher nix. Und Gürtelschlaufen statt Tunnel: Sieht sicher noch besser aus. :daumenhoch:

Seitennähte breiter als geplant; jeder cm ist Gewinn. :blumen:

Bearbeitet von dahlie am 23.07.2014 00:00:41


Hallo Mops!

Ich bin momentan auch wie wild am Stricken. :)

Beim Durchstöbern verschiedener Seiten im Internet bin ich vor einiger Zeit mal auf eine "Schneidetechnik" gestoßen. Hierbei werden z.B. Jacken erst einmal rund gestrickt, anschließend wird die Mitte des Vorderteils beidseitig mit der Nähmaschine im Zickzackstich gesäumt und dann in der Mitte aufgeschnitten. Danach werden die versäuberten Ränder verblendet.
Diese Technik kannst Du auch anwenden, wenn Du den Pullover schmaler machen möchtest: Du schließt die Seitennähte Deiner Größe entsprechend, ziehst den Pulli auf links und säumst anschließend den Rand mit dem Zickzackstich der Nähmaschine. Die überschüssige "Wulst" schneidest Du dann einfach weg.
Ich habe diese Technik mal bei einem feingestrickten Pullover angewandt, um ihn ein wenig zu taillieren, und es hat gut geklappt. Er saß anschließend gut auf Figur und aufgeribbelt ist auch nichts.
Google mal "Steek Technik", die Videos, die sie dort zeigen beziehen sich zwar überwiegend auf Armlöcher oder Jacken, aber Du kannst diese Technik auch auf Seitennähte anwenden. Wichtig ist nur das gründliche Säumen mit der Nähmaschine, so dass die Maschen sicher vernäht sind.

Ich hoffe, dass Du aus meinen Erklärungen schlau wirst und sie Dir weiterhelfen. :)

Bearbeitet von Heiabutzi am 23.07.2014 00:28:23


Gute Idee! Man muss nur den Mut haben.... :daumenhoch:
Dachte ich mir doch, dass von dir was kommt, als ich heute Nacht sah, dass du auch hier reinguckst. ;)

Da würde ich dann das Gestrick hinlegen wie ein Stück Stoff, ein Schnittmuster in der richtigen Größe drauf, markieren, nähen - und dann abschneiden und säumen.


Vielleicht kannst du manche Teile mit Gürtel tragen?


Es handelt sich hier um selbstgestrickte Sachen, wie die TE erklärt hat, die noch nicht zusammengenäht worden sind.
Und zwar: eine Jacke und einen Pulli. Wieso man da "manche Teile" mit Gürtel tragen kann, ist mir ein Rätsel. :o


@Heiabutzi: das hört sich gut an! Leider. Ich habe nämlich keine Nähmaschine und bin auch entschieden zu dämlich, eine solche zu bedienen. Meine Schwägerin ist Schneidermeisterin und würde das bestimmt für mich machen, leider hat sie aber keine Ahnung vom stricken und hat deshalb abgelehnt, um mein Gestrick nicht zu verderben. Ich kann das auch verstehen.

Also werde ich es mit @dahlies Vorschlag versuchen und mich bestimmt recht herzlich ärgern, weil nicht alles sofort und auf der Stelle so geht, wie ich das will :werwolfmädl:

Danke für eure wirklich guten Vorschläge zur Lösung meines Problems.

:winkewinke:


dahlie und mops: :blumenstrauss:



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