Geplanter Protest: -wie stellt man das organisiert an


Hallo, liebe Frag´Muttis,
in Dortmund findet seit 19 Jahren das Festival juicy beats statt (googelt mal!) - im Westfalenpark, der auf drei Seiten von dichter Wohnbebauung umgeben ist, wo auch ich wohne.
Die Veranstaltung lief bisher meist Ende Juli, von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nachts. Kennzeichnend für diese Veranstaltung ist, dass auf verschiedenen Bühnen unterschiedliche Musikstile präsentiert werden, mal als Livemusik, mal von DJ´s. In der Kernzeit wird von den meisten Bühnen (neudeutsch "Stages" genannt) gleichzeitig Musik gespielt. Da die jungen Leute heute Musik in erträglicher Lautstärke gar nicht mehr hören können, kommen in der Nachbarschaft Mischungen von Musik mehrerer Bühnen an. Aufenthalt im Garten oder bei geöffneten Fenstern macht bei dem Krach nach kurzer Zeit irre, selbst durch geschlossene, dreifach verglaste Lärmschutzfenster ist der Lärm zu hören - und das 16 Stunden lang!
In den Jahren hat sich das Festival immer mehr ausgebreitet, waren es 2007 noch 10 000 Besucher bei 80 Dj´s und 50 Bands, so waren es in diesem Jahr 33 000 Besucher bei etwa
200 Musikproduzierenden.
Jetzt wurden wir mit Pressemitteilung vor vollendete Tatsachen gestellt, dass ab nächstem Jahr diese Veranstaltung zweitägig stattfindet. Trotz diverser Anwohner-Beschwerden in den vergangenen Jahren hat sich kein Verantwortlicher bemüßigt gefühlt, sich mit uns Anwohnern vor dieser Entscheidung in Verbindung zu setzen.
Neben dem Krach leiden wir auch darunter, dass alkoholisierte Besucher des Festivals unsere Vorgärten und Garageneinfahrten mit Fäkalien, Erbrochenem und Müll versauen.
Ich habe als Einzelperson schon alle möglichen Stellen angeschrieben: Lokalpresse, Lokalradio und -Fernsehen, Oberbürgermeister, Ordnungsamt, Umweltamt, nicht zuletzt die Geschäftsleitung des Westfalenparks. Die Reaktionen decken das Spektrum zwischen salbungsvollem Abwiegeln (Toleranz sollen wir üben!) bis Ignorieren meines Schreibens ab; wirklich ernstgenommen fühle ich mich von keiner Stelle.

Meine Frage an Euch Frag Muttis: Hat jemand Erfahrung oder Vorschläge, wie man Protest so organisiert, dass man mit seinen berechtigten Anliegen von den Verantwortlichen ernst genommen wird?
Ich habe bereits mit Nachbarn gesprochen, viele regt der Krach auf, wenige sind bereit, sich auf einer Protestliste einzutragen, die meisten resignieren mit dem Argument: "die Stadt Dortmund tut ja doch nichts!"
Wenn ich eine Anti- juicy beats- Internetseite einrichte, darf ich da den Namen überhaupt benutzen, ohne dass ich anschließend Abmahnungen von teuren Anwälten bekomme?

Bitte schickt reichlich Ideen, zweitägigen Lärmterror ab nächstem Jahr ertrage ich nicht. Ich kann auch nicht flüchten wegen familiärer Verpflichtungen.
Vielen Dank im Voraus an alle, die sich über mein Problem Gedanken machen!
krillemaus

Bearbeitet von krillemaus am 30.07.2014 19:21:21


Ganz ehrlich?
Ich vermute, Du bist zugezogen, lebst noch nicht immer dort oder?
Wir haben sowas hier im Ort auch. Wir haben einaml im Jahr ein 4 tagiges Fest, das es seit fast 70 Jahren gibt.
Es gibt an zwei Abenden einen Festumzug, jeder Verein baut eine Wagen, etc. In unsrem 4000 Seelendorf ist die Hölle los.
Tja, vor ein paar Jahren ist eine Dame zugezogen, ihr Garten grenzt direkt an den Festplatz, das haus hat sie, aus diesem Grund, für einen Schnäppchen Preis bekommen, die Grundstücke und Immobilien kosten hier viel Geld, da wir nur 20 km von Frankfurt weg sind und hier wohnen deshalb sehr begehrt ist.
Nun macht gnä Frau seit Jahren Stress, weil es ihr zu laut ist.
Klar, es ist laut, auch ich wohne Luftlinie nur 100 Meter vom Platz weg. Aber einmal im Jahr kann man das aushalten.
Hier in der Umgebung gibt es immer wieder solche Fälle, in denen Leute neben einen Kirche, einen Sportplatz, etc. ziehen, meist noch Vergünstigungen bekommen und dann Zoff machen. Ganz im Ernst, ich finde es zu brechen! Zumal die Gerichte diesen Querulanten dann oft auch noch Recht geben.
Unsere "Dame" hatte bislang noch kein Glück, aber ich wette irgendwann kommt der Tag an dem sie es schafft, eine jahrzehnte alte Tradition zunichte zu machen.
Ich bin auch extrem lärmempfindlich, aber muss man deshalb tausenden von Menschen ein paar Stunden Spaß verderben?
Einmal im Jahr kann man doch wohl mal beide Augen zudrücken.

PS:Bist du noch nie auf Festen gewesen, deren Geräuschpegel eventuell auch andere Menschen gestört haben könnte......?

Bearbeitet von Tamora am 30.07.2014 19:46:28


Wegen zwei Tagen wäre es mir egal.

Wenn es Dich so stört, kannst Du vielleicht in dieser Zeit Urlaub machen, Verwandte besuchen oder änliches.

Im TV habe ich gesehen, dass manche das ganze Jahr über Krach haben. Flugzeuglärm, LKW`s, die am Haus entlang fahren, dass die ganze Bude wackelt. Die haben mein Mitleid.
Zwei Tage würde ich auf der Rasierklinge absitzen. :D


Ich würde die zwei Tage auch aussitzen.

Wie Rumburak schon anführte, gibt es weitaus schlimmere und ständige Lärmbelästigungen.
Mitleid teils ja, teils nein.

Leute, die schon ewig in einer Gegend wohnen durch neue Straßenführungen oder neue Startbahnen nichts dafür können: Mitleid ja.

Leute, die eigentlich wissen müssten, dass der Flughafen nur 3 km entfernt ist und man sich in der Regel vor dem Kauf einer Immobilie länger mal in und am Objekt aufhält, sich aber lediglich wegen des Schnäppchenpreises für dieses Objekt entscheiden ( juhu, da konnten sie sich dann noch zwei Neuwagen mit Sternchen kaufen :rolleyes: ), brauchen dann allerdings nicht zu jammern.

Da hätte ich etwas mehr Geld in eine ruhiger gelegene Immobilie investiert, auch Gebrauchtwagen und Neuwagen ohne Stern bringen mich von A nach B. :)

Bearbeitet von tante ju am 30.07.2014 21:07:03


So siehts aus, Tante Ju!
Haben ja hier das Problem mit dem Fluglärm. Klar, doof, wenn man seit jeher dort wohnt, aber: Bekomme ich ein Haus für ein Butterbrot mit Ei, mit 3fachverglasung und allem Schnickschnack von der fraport, darf ich mich nicht irgendwann beschweren, das es laut ist, zumal viele dann auch noch am Flughafen arbeiten.
Da geht mir der Hut hoch.
Bei uns ist es auch deswegen laut, wir liegen in der Einflugschneise, aber ich nehme das hin, dafür habe ich allerdings auch nur einen Fahtrweg von 30 Minuten zum Flughafen.
Und: ich frage mich, wie die Leute, die da ständig jammern in den Urlaub kommen. Konsequent wäre da nur, immer mit der Bahn zu fahren, aber das tun sicher nur die wenigsten.

Ich kann mich nicht uber Fluglärm beklagen, wenn ich selbst fliege, kann mich nicht uber Feierlärm beklagen, wenn ich selbst auch hin und wieder feiern gehe. Und, wer tut das nicht?


Zitat (Tamora @ 30.07.2014 21:22:51)
Ich kann mich nicht uber Fluglärm beklagen, wenn ich selbst fliege, kann mich nicht uber Feierlärm beklagen, wenn ich selbst auch hin und wieder feiern gehe. Und, wer tut das nicht?

@Tamora: Das ist dann natürlich gaaaannnzzz was anderes, :sarkastisch:

Schließe mich den anderen Kommentaren an. Ich würde wegen der 2 Tage auch keinen Streß machen, wenn es sonst das ganze Jahr über ruhig ist.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 30.07.2014 22:22:09


Wegen des Krachs würde ich auch kein Theater machen, wenn mir allerdings jemand in mein Blumenbeet pinkelt, scheißt oder kotzt (und das vermutlich in mehrfacher Ausführung), dann würde ich auch sauer werden. Ich würde mich mal bei der Polizei erkundigen, was man dagegen machen könnte, beim Ordnungsamt, bei der Stadt oder beim Veranstalter. Außerdem müßte das Ordnungsamt Dir auch in Sachen öffentlicher 'Massen'-protest weiterhelfen können, was erlaubt ist, was Du machen musst/darfst etc.


Hi krillemaus ~ das kann ich soooo nachempfinden :wacko:
Doch neben dem Westfalenpark, da hast Du zero - niente - keine Chance und kannst langfristig an diesen Tagen nur flüchten. (zB im Rombergpark zelten ;))

Aber was die Verschutzungen und den ggf. teuren Sachschaden angeht, würde ich zusammen mit allen Nachbar, die mitmachen, kurz vorher alle Vorgärten etc. fotografieren oder filmen und dann nach dem Fest nochmal. Dann könntet ihr damit beim Veranstallter Regress verlangen, an die Presse gehen und fürs kommendes Jahr ggf. ein Schutzmannschaft beantragen.
Das könnte insgesamt so teuer werden, dass diese Veranstaltung dann vielleicht doch nicht auf zwei Tage ausgedehnt wird.

Eine Internet-Protest-Seite halte ich für zu schwach. Da kann man besser versuchen sämtliche Nachbarn abzuklappern, ob man sich dafür nicht mal zusammensetzt...


Zitat (krillemaus @ 30.07.2014 19:19:57)
Wenn ich eine Anti- juicy beats- Internetseite einrichte, darf ich da den Namen überhaupt benutzen, ohne dass ich anschließend Abmahnungen von teuren Anwälten bekomme?


Rechtsberatung dürfen und können wir hier im Forum nicht geben. Ein RA kann dir in dieser Frage sicher kompetent weiterhelfen. :)

Zitat (Vava @ 30.07.2014 22:54:52)
Aber was die Verschutzungen und den ggf. teuren Sachschaden angeht, würde ich zusammen mit allen Nachbar, die mitmachen, kurz vorher alle Vorgärten etc. fotografieren oder filmen und dann nach dem Fest nochmal. Dann könntet ihr damit beim Veranstallter Regress verlangen, an die Presse gehen und fürs kommendes Jahr ggf. ein Schutzmannschaft beantragen.
Das könnte insgesamt so teuer werden, dass diese Veranstaltung dann vielleicht doch nicht auf zwei Tage ausgedehnt wird.


Das ist vermutlich hilfreicher als ne Demo, die ohnehin nichts bringen wird.


Wir haben hier bei uns auch so Spaßbremsen, die sich gegen den Lärm des Schützenfestes durchsetzen konnten.
Ende vom Lied: Um 23 Uhr ist hier das Tanzvergnügen beendet, weil die Nachbarn nicht bereit waren, für ein Wochenende eine abendliche Musikveranstaltungen zu ertragen.

Zitat (tante ju @ 30.07.2014 22:04:44)
@Tamora: Das ist dann natürlich gaaaannnzzz was anderes, :sarkastisch:

Eben, denn da geht man ja dann nach Hause und hat seine wohlverdiente Ruhe.......

Und: man wird ja wohl mal in den Urlaub fliegen dürfen, ist ja nur einmal im Jahr!

Es sind zwei Tage Lärm, das sollte man überleben können. Wer an 365 Tagen im Jahr Ruhe will, sollte nicht in der Innenstadt wohnen,wo man sich gelegentlich mit den feierwütigeren Mitmenschen rumplagen muss.

Der Dreck ist ein anderes Thema. Dazu würde ich mich direkt an die Veranstalter wenden. Dazu gab es ja schon gute Tipps.


Zitat (Eifelgold @ 31.07.2014 08:26:17)

Ende vom Lied: Um 23 Uhr ist hier das Tanzvergnügen beendet, weil die Nachbarn nicht bereit waren, für ein Wochenende eine abendliche Musikveranstaltungen zu ertragen.

Schrecklich, echt!
Leider wird das immer mehr zur Regel...
In Frankfurt ist ein Anwalt direkt an den Römerberg gezogen.
Dort findet, allerdings erst seit ca. 1850, der Weihnachtsmarkt statt. Tja, er hat es geschafft, das der Markt abends früher schließen muss.
Ebenfalls in Frankfurt, in einem ruhigeren Stadtteil ist ein anderer Ruhebedürftiger an einen Sportplatz gezogen. Ihm hat es nicht gepasst, dass dort unter der Woche trainiert wird (der Verein besteht auch seit 18-Gottweißwieviel) und, oh Graus, am Sonntag gespielt wird.
Da war dann auch bald weitegehend Feierabend... aber auch das weitgehenste reichte ihm nicht und er hat weiter geklagt.
Blöderweise hat er einen Gerichtstermin versäumt und seine Klage wurde deshalb abgsechmettert :sarkastisch: :sarkastisch:

Die Dame in meinem besagten Dorf hat es auch geschafft, den Fussballverein zu knechten (der Platz liegt angrenzend an den Festplatz), es dürfen bei den Spielen keine Durchsagen mehr gemacht werden.

Im Übrigen wurde ihr während unseres 4tägigen Festes angeboten zu verreisen, die Kosten wären übernommen worden...hat sie abgelehnt. Sie will sich nicht kaufen lassen...

Eigentlich könnten einem solche Leute in der Seele leid tun, denn wie erbärmlich muss das eigene Leben sein, wenn man anderen keinerlei Spaß gönnt.

Bearbeitet von Tamora am 31.07.2014 10:41:49

Hej, Krillemaus, bei uns im Dorf ist mindestens 2x im Jahr Ausnahmezustand. Für meinen Mann und mich meist höchste Zeit, weit entfernt lebende Verwandte zu besuchen oder einen Kurzurlaub zu machen. Dann kann man auch ein ums andere Jahr mal für ein- oder zwei Nächte Ohrenstöpsel verwenden. Und glaub mir - was ich nach Karneval schon alles aus dem Garten geklaubt habe, geht auch auf keine Kuhhaut :-) Ich hab mich sogar einmal abends in einen durchweichten Berliner (das Gebäck!) gelegt, den jemand durch das offene Schlafzimmerfenster direkt ins Bett geworfen hatte. Uärgs. ;)

Bearbeitet von donnawetta am 31.07.2014 12:14:30


Zitat (donnawetta @ 31.07.2014 12:13:30)
Ich hab mich sogar einmal abends in einen durchweichten Berliner (das Gebäck!) gelegt, den jemand durch das offene Schlafzimmerfenster direkt ins Bett geworfen hatte. Uärgs.  ;)

wenn es wenigstens ein " echter Berliner" gewesen wäre.... :sarkastisch: :sarkastisch:

Ja, bei uns in der Stadtmitte auf einem großen Platz ist es auch so mit Veranstaltungen, meistens Musik bis um 12 Uhr Abends und alles schallt, da ringsrum Hochhäuser sind...
Im Sommer sind da mehrere Veranstaltungen und die Anwohner können da nichts dagegen machen.

Also Lärm von solchen Veranstaltungen sollte man ertragen können, vor allem wenn es um Ausnahmen geht und schon "immer" da waren.

Verschmutzungen, Vandalismus etc. find ich aber echt eine Frechheit.
:labern: :labern:

Allerdings bin ich planlos, was man da unternehmen kann dagegen. :unsure:


Hallöle,

hier in Hannover Herrenhausen gibt es im Sommer öfters mal in der Woche 2 oder auch 3 Feuerwerke, nachts so gegen 22:30.
O.k. dauert nur 15 - 20 Minuten, aber wenn Du schlafen willst oder mußt, weil Du am nächsten Tag spätestens um 5:00 Uhr aufstehen mußt ist das auch nicht gerade so toll.

Ich selber habe letzte Woche nachts um 1:00 Uhr die Polizei wegen Ruhestörung angerufen, weil irgendwelche 'Nachbarn' meinten mitten in der Woche Party machen zu müssen.
Diese Parties werden im Jahr so 3-4 mal abgehalten und beschallen permanent mit lauter Musik und Gebrüll und ich war nicht mehr gewogen, das schon wieder 'ertragen' zu müssen.
Habe mich wieder angezogen und nach ca. 30min die Polizei in Empfang zu nehmen und habe dann auf der Straße gelauscht was denn noch so passiert.
Die Musik wurde abgeschaltet, ich habe nur gehört wie die Polizei gesagt hat, es liegt eine Beschwerde vor.
Trotzdem wurde danach - ohne Musik - weiter gefeiert und es war noch laut.
Aber ich konnte dann so gegen 3:00 endlich einschlafen.
Klar das Schlafzimmerfenster war offen: Grund Hitze.

Aber mitten in der Woche ist da mein Verständnis doch ein wenig eingeschränkt.

Ich frage mich nur, warum so viele 'betroffene' Nachbarn offensichtlich nicht den Mumm haben, die Polizei zu verständigen, um so etwas zu einzuschränken. Oder verlassen die sich einfach nur da drauf, das sich jemand anderes darum kümmert.
Ich würde das auf jeden Fall immer wieder tun.

Nur in Deinem Fall ist das ja eine geplante Veranstaltung und die Chancen dagegen etwas offiziell zu tun sind wahrscheinlich relativ gering.
Also: entweder mitmachen, aushalten oder abhauen....

So leid es mir persönlich tut. Aber auch das geht def. vorbei.
Trotzdem:
liebe Grüße :blumen:
taline.


Danke allen Frag Muttis für die bisherigen Antworten!
Ich vergaß hinzuzufügen, dass dieses Juicy beats nicht die einzige Großveranstaltung im Westfalenpark ist. Die Westfalenparkleitung gibt 10 Großveranstaltungen (= Konzerte) pro Sommer an, dazu kommt noch ein Großfeuerwerk im Sommer und eines im Winter. Juicy beats ist allerdings das Schlimmste, vor allem weil die verschiedenen Bühnen gleichzeitig ihre Musik spielen.
Einen Abend lang ein Michael Wendler Konzert in den Garten gedudelt zu bekommen, dagegen sage ich ja nichts, obwohl der ewig gleiche Disco-Fox-Rhythmus nicht meinem Geschmack entspricht. Aber Techno+ Rock+ Soul+ Schlager gleichzeitig, ergibt einfach nur Krach.
In diesem Jahr kamen dann noch dazu ein Ramadan-Fest, das uns 4 Wochen jeden Abend mit türkischer Musik und dem Fettduft von Hammelbratereien versorgte (die hupenden Autokolonnen der nächtlich Anreisenden nicht zu vergessen) und ein indisches Farbfest, das einen Samstag lang Techno-Musik über das Viertel tönen ließ - diese Feste aber nicht im Westfalenpark sondern auf benachbarten Großparkplätzen.
Mit einfach ignorieren ist also nichts, da es fast jedes Wochenende im Sommer laut ist. Als Spaßbremse würde ich mich auch nicht bezeichnen, immerhin habe ich fast 20 Jahre nichts gesagt!
Nur jetzt, wo diese Veranstaltung sich zeitlich und größenmässig immer weiter ausdehnt, reicht es allmählich!
Leider kann ich nicht so einfach umziehen, ich lebe in meiner Eigentumswohnung, die ich Anfang der 80 er Jahre gekauft habe, zu einer Zeit, wo an diese Großveranstaltungen noch gar nicht zu denken war.
Die Nähe zum Westfalenpark habe ich beim Kauf der Wohnung teuer bezahlen müssen, heute führen Kaufinteressenten die Nähe zum Westfalenpark als wertminderndes Argument an.


Zitat (krillemaus @ 31.07.2014 20:03:26)
Leider kann ich nicht so einfach umziehen, ich lebe in meiner Eigentumswohnung, die ich Anfang der 80 er Jahre gekauft habe, zu einer Zeit, wo an diese Großveranstaltungen noch gar nicht zu denken war.
Die Nähe zum Westfalenpark habe ich beim Kauf der Wohnung teuer bezahlen müssen, heute führen Kaufinteressenten die Nähe zum Westfalenpark als wertminderndes Argument an.

Tja, so ändern sich die Zeiten. :(

Ich würde weiterhin mit den Nachbarn sprechen, wie man wenigstens gegen den Müll und Unrat vorkgehen kann.

@krillemaus, da gibt es die Alternativen:

Mitmachen und abfeiern,

Umziehen, ( Wohnung verkaufen )

Urlaub machen,

das Event dulden.

Suche es dir aus.

Bearbeitet von SAHARA am 31.07.2014 21:34:19


Zitat (krillemaus @ 31.07.2014 20:03:26)
Danke allen Frag Muttis für die bisherigen Antworten!
Ich vergaß hinzuzufügen, dass dieses Juicy beats nicht die einzige Großveranstaltung im Westfalenpark ist. Die Westfalenparkleitung gibt 10 Großveranstaltungen (= Konzerte) pro Sommer an, dazu kommt noch ein Großfeuerwerk im Sommer und eines im Winter. Juicy beats ist allerdings das Schlimmste, vor allem weil die verschiedenen Bühnen gleichzeitig ihre Musik spielen.
Einen Abend lang ein Michael Wendler Konzert in den Garten gedudelt zu bekommen, dagegen sage ich ja nichts, obwohl der ewig gleiche Disco-Fox-Rhythmus nicht meinem Geschmack entspricht. Aber Techno+ Rock+ Soul+ Schlager gleichzeitig, ergibt einfach nur Krach.
In diesem Jahr kamen dann noch dazu ein Ramadan-Fest, das uns 4 Wochen jeden Abend mit türkischer Musik und dem Fettduft von Hammelbratereien versorgte (die hupenden Autokolonnen der nächtlich Anreisenden nicht zu vergessen) und ein indisches Farbfest, das einen Samstag lang Techno-Musik über das Viertel tönen ließ - diese Feste aber nicht im Westfalenpark sondern auf benachbarten Großparkplätzen.
Mit einfach ignorieren ist also nichts, da es fast jedes Wochenende im Sommer laut ist. Als Spaßbremse würde ich mich auch nicht bezeichnen, immerhin habe ich fast 20 Jahre nichts gesagt!
Nur jetzt, wo diese Veranstaltung sich zeitlich und größenmässig immer weiter ausdehnt, reicht es allmählich!
Leider kann ich nicht so einfach umziehen, ich lebe in meiner Eigentumswohnung, die ich Anfang der 80 er Jahre gekauft habe, zu einer Zeit, wo an diese Großveranstaltungen noch gar nicht zu denken war.
Die Nähe zum Westfalenpark habe ich beim Kauf der Wohnung teuer bezahlen müssen, heute führen Kaufinteressenten die Nähe zum Westfalenpark als wertminderndes Argument an.

Okay, Krillemaus, dann muss ich mit meiner Aussage ein ganzes Stück zurück rudern, DAS hört sich nun wirklich nicht sehr gut an.....und hat auch nichts mit den von mir genannten Beispielen gemein.

Bei Dir hat es sich im Laufe der Jahre entwickelt und ist auch nicht auf ein paar Tage im Jahr beschränkt.

Somit hast Du mein volles Mitgefühl, da Du offensichtlich in allen Bereichen die A...karte gezogen hast, teurer Ankauf wegen Westfalenparknähe und nun die Wertminderung aus dem gleichen Grund. :labern:
Leider weiß ich auch nicht, was Du tun könntest, die Feuerwerke würde ich (ich mag sie halt sehr) ja noch begrüßen, beim Wendler würde für MICH allerdings der Spaß aufhören :sarkastisch:
Nee, Spaß beiseite, der ist ja nur ein Abend da...
Aber anscheinend hast Du Dich ja mit allen anderen Aktionen, die dort stattfinden, arrangiert, bis auf dieses Eine.
Da kann man echt nur raten, wenn irgendmöglich, zu verschwinden und, wie hier schon vorgeschlagen wurde, Vorher-und Nachher Bilder vom Vorgarten zu machen und die beim Veranstalter einzureichen.
Allerdings dürfte das nur Sinn machen, wen sich mehrere Betroffene beteiligen, aber das sollte ja kein Problem sein.
Der Krach ist eine Sache, die Sauerei geht ja mal so überhaupt nicht!
Ich wünsche Dir starke Nerven für die Zukunft :wub:

Unrat / Hinterlassenschaften

Bei derart Veranstaltungen finde ich es auch widerlich, wie sich manche Leute benehmen und ihre Sauerei /Hinterlassenschaften mir nichts, dir nichts hinterlassen. Manchmal frage ich mich, ob gerade diese Leute zu Hause in ihrem Umfeld auch so leben.

Wenn sich mehrere Leute aus dem Stadtviertel zusammentun, könnte man ein Gesuch an den Bürgermeister und Veranstalter/Ausrichter der Stadt schreiben und seinen Unmut kundtun. Sollte es kein Gehör finden, an die Medien gehen.
Ab es letztendlich was nützt? Achselzuck.

Bearbeitet von SAHARA am 01.08.2014 08:35:37


@ krillemaus

schließe mich mich auch vielen Vorschreiberinnen an und sorry für meinen ersten Beitrag zu Deinem Thema !

Da ist es dann doch irgendwann Schluß mit lustig.

Aber ob Du, da wirklich was erreichen kannst ist doch leider fraglich.
Trotzdem würde ich versuchen, so viele Menschen aus der Umgebung zu aktivieren und auch öffentlich weitermachen !!

Ich hoffe, doch daß Du noch erfolgreich bist, doch für die nächste geplante Veranstaltung oder sogar für den Rest des Jahres sehe ich leider ziemlich schwarz.

Viel Erfolg und vorallem gute Nerven !

Liebe Grüße :blumen:
taline.


@krillemaus sorry, wenn es nicht bloß zweimal im Jahr ist, dann ist es natürlich etwas anderes.
Da kannste wirklich nur noch eins tun, Dir Mitstreiter suchen.


@krillemaus: ich möchte mich da auch entschuldigen, denn ich dachte auch, dass es sich lediglich um eine Veranstaltung im Jahr handelt.

Müll und andere Hinterlassenschaften gehen nun mal gar nicht.

Ich wünsche dir, dass du möglichst viele Leute findest, die mit dir an einem Strang ziehen. :)


Hallo Krillemaus,

ich kann vollkommen nachvollziehen, dass dich so etwas stört, aber war dir, bevor du an Westfalenpark gezogen bist, klar, dass dort viel los ist? Tut mir leid, dass ich es so hart sagen muss, aber das weiß man doch vorher?!
Wenn dich der Lärm stört, musst du halt umziehen, aber es kann doch auch nicht sein, dass du zigtausend Menschen ihren Spaß verdirbst. Irgendwann gibt es gar keine Kultur mehr!! Guck dir das Beispiel Bonn an! Bin dort aufgewachsen und habe viele Konzerte und ähnliches verfolgt. Die gibt es jetzt alle nicht mehr weil EINER, ein einziger geklagt hat. (Das wäre übrigens deine einzige Option)
Der Kerl wohnt in der Innenstadt und pikiert sich immer, aber wirklich immer über Lärm bei Veranstaltungen. Erst kürzlich wurde eine Veranstaltung wegen diesem Kerl beendet.
Ich kann dein Anliegen und dein Problem vollkommen nachvollziehen, aber ich kann absolut kein Verständnis dafür aufbringen.

PS: Bezüglich der Verschmutzung: - Dokumentieren und an die Stadt/Veranstalter schicken, die sind dafür verantwortlich, dass die Anwohner damit nicht belästigt werden. (Den Punkt finde ich auch unnötig und ätzend ;) )


Zitat (krillemaus @ 31.07.2014 20:03:26)
..... Als Spaßbremse würde ich mich auch nicht bezeichnen, immerhin habe ich fast 20 Jahre nichts gesagt!
Nur jetzt, wo diese Veranstaltung sich zeitlich und größenmässig immer weiter ausdehnt, reicht es allmählich!
Leider kann ich nicht so einfach umziehen, ich lebe in meiner Eigentumswohnung, die ich Anfang der 80 er Jahre gekauft habe, zu einer Zeit, wo an diese Großveranstaltungen noch gar nicht zu denken war......

@AllesfürdieKatz: den oben zitierten Beitrag hast Du aber schon gelesen, oder???

Tut mir leid, dass ich es so hart sagen muss, aber wer lesen kann, könnte sich einiges sparen :pfeifen:


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