Etwas zum nachdenken: Eine Gutenachtgeschichte


Gutenachtgeschichte

„Papa“, sagte die kleine Annabella, „erzähl mir noch was, vor dem einschlafen.“
Sie blinzelte kokett mir ihren Knopfaugen.
“Der Lehrer hat heute in der Schule vom Beginn der Zeitrechnung gesprochen. Weißt Du darüber etwas?“
Der Vater räusperte sich, setzte sich bequemer.
“Ja, Kleines. Das ist ja nun schon lange her. Mehr als Dreitausend Sommer. Der Anfang war das Jahr 2005 in der alten Zeitrechnung.
Nun weißt Du, Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, nicht damals gelebt zu haben. Viel wissen wir ja nicht mehr, aber was die Archäologen mittlerweile herausgefunden haben, hört sich schrecklich an. Eigentlich gar nicht gut für eine Zu-Bettgeschichte. Doch es ist interessant, Du bist ein schlaues Mädchen, und ich will Dir davon erzählen.
Es gab damals nicht diese wunderschöne Natur, wie Du sie heute siehst. Die Luft war giftig, die Pflanzen waren nur klein und schmächtig, krank.
Furchtbare Unwetter waren die Regel, es regnete jeden Tag, die Seen und Meere nicht blau und voller Fische wie heute, sondern braun und verdreckt, viele unserer Freunde da draußen hatten sie tatsächlich fast ausgerottet. Sie. Du weißt von wem ich rede?“
Annabella hatte sich wie schutzsuchend zusammengerollt.
Mit bebender Stimme antwortete sie:
„Ja, Du meinst die Menschen nicht wahr?“
“Ja, die ... Menschen.“
Er schüttelte den Kopf.
“Noch in unseren Zeiten haben wir mit dem zu kämpfen, was sie uns hinterlassen haben.
Du weißt, dass große Teile von Mutter Terra bis heute nicht durchwandert werden können, die Gifte, die sie dort in der Luft der Erde und dem Wasser verbracht haben, sind bis jetzt noch tödlich.
Doch was reden wir, die Zeit heilt alle Wunden.
Jedenfalls hatten es die Menschen damals so weit getrieben, dass ihnen offensichtlich klar wurde was sie angerichtet hatten. Was für ein Glück für uns! Sie vergifteten sich selbst, sie hatten da sehr raffinierte Methoden. Man sagt uns heute, dass es ein kollektiver Selbstmord war, anders können sie sich es nicht erklären.
Ich denke mir, dass jeder für seine Taten bezahlen muss, und dass sie deswegen jetzt tot sind, doch unsere Wissenschaftler und Politiker sagen, die Menschen hätten damals eingesehen, dass sie die Erde in nicht vorstellbaren Maße verschmutzt und zugrunde gerichtet hätten, dass der Planet nicht mit ihnen weiterleben konnte und deshalb hätten sie, um den Planeten zu retten, eben dieses Gift genommen.
Es sind unsere großen Vorbilder, das darfst Du nie vergessen. Sie sind für das höchste Gut gestorben, dass wir haben: Das Wohlergehen von Mutter Terra. Es müssen wirklich sehr edle Wesen gewesen sein, obwohl sie uns nie gemocht hatten, sich vor uns fürchteten und uns jagten. Doch dann entschieden sie sich, uns den Planeten zu überlassen, so dass er gesund werden konnte. Auch wenn sie das ihr Leben kostete. Und sie haben Recht behalten!
Sieh Dir die wunderschöne Erde, wie wir sie jetzt haben. Das Klima hat sich erholt, Wüsten sind zu Urwäldern geworden, alles wächst und gedeiht wieder ungehindert.
Die Luft ist klar und nirgendwo gibt es Lärm. Alles ist im Gleichgewicht.
Ja, der Mensch war ein so edles Wesen, dass er sich selbst geopfert hat, zum Wohle der Erde.
Und jetzt schlaf schön, in dieser wunderschönen Nacht, meine kleine Prinzessin.“
Der Rattenvater verlies leise den Schlafgang und huschte in die Wohnhöhle.....

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Habe ich schon mal gelesen Gute Nachtgeschichte

Nette Geschichte.

Bearbeitet von internetkaas am 15.02.2006 14:11:35


lustig


lustig?
naja,lustig find ich das nicht gerade...eher stimmt es mich nachdenklich!
Wenn das alles so weiter geht,das Wetter,die Kriege,Umweltverschmutzung usw.könnte dies eines Tages so oder ähnlich ablaufen,das macht mir Angst!


Tja, soo abwegig ist das nicht.
Leider...........



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