Knöchel gebrochen - wie gehts am Besten weiter ?


Meine Freundin wurde mit dem Rad unterwegs angefahren. Knöchelbruch. Ab ins Krankenhaus (Weissensee Berlin) Notaufnahme. Dort soweit versorgt, 2 Kunststoffschalen rechts und links zur Unterstützung und 2 Krücken in die Hand, Klaps auf den Po: nun ab, du bist fertig ! Konnte sie nicht so recht glauben, wurde dann mit dem Rettungswagen heimgefahren. Ich kam am nächsten Tag an, da lag sie im Bett, ohne Gips und Kühlte mit Gel. Dann ein Anruf der Klinik 2 Tage nach dem Unfall: Bitte wieder reinkommen, da ist noch was.
Jetzt hatte sie kurz einen Gips, seit gestern einen Stiefel und montag -8 Tage nach dem Unfall- wird sie nun entlassen.
Jetzt meine Frage: wie geht man mit sowas um ? Sie kriegt nun täglich bis auf weiteres 1 Thromboseverhindernde Spritze und so gut wie keine Ratschläge der Ärzte.
Ich hab in meinem Umfeld schon viele Orthopädieopfer erlebt - alle! infolge falscher oder unzureichender Nachsorge.

Hast jemand einschlägige Erfahrungen?
Bin dankbar für jeden Rat.


Hilfreichste Antwort

Ich hatte am rechten Fuß beide Knöchel dreifach gebrochen. Sofortige Op mit Nägeln, Platten und Schraubenversorgung. Im Krhs. Versorgung mit einer Schiene. Entlassung nach einer Woche. Vom Hausarzt Versorgung mit Thrombosespritzen und Verordnung für Krankengymnastik.Krankengymnastin kam (in meinem Fall) nachhause .
Also der erste Weg zum HA ist richtig.

Gute Besserung der Freundin.


Nein, keine Erfahrungen.
Nur einen Rat: Suche dir ein auf Patientenrechtsfragen spezialisiertes Forum...


Wenn sie jetzt einen Gehgips hat, dauert das in der Regel 6 Wochen. Dann wird dieser Gips entfernt und gut ists. Oder hat sie nur einen riesigen Stützstiefel? . Damit kenne ich mich zu wenig aus. Da muss man im Krankenhaus nachfragen. Aber dort geben die Aerzte doch gewiss Ratschläge etc. mit auf den Weg?
Gute Besserung

Bearbeitet von risiko am 09.05.2015 10:10:51


Mein erster Gang wäre in so einem Fall zum Hausarzt. Entweder, er übernimmt die Nachsorge selbst, oder er überweist zum Spezialist.
Bevor du jetzt gleich die Gäule scheu machst und hinter jeder Behandlung gleich einen Arzthaftungsfall und Pfusch vermutest, sollte deine Freundin sich um das naheliegende kümmern: ordentliche Nachsorge.


Zitat (KUBE1953 @ 09.05.2015 09:23:32)
Sie kriegt nun täglich bis auf weiteres 1 Thromboseverhindernde Spritze und so gut wie keine Ratschläge der Ärzte.

Hat deine Freundin keinen Mund abbekommen, mit dem sie Fragen stellen kann??
Wäre ich in der Situation, würde ich die Ärzte löchern, bis sie mir (genervt) Auskunft erteilen würden - und zwar auf deutsch und nicht in Fach-chinesisch :labern:

Zitat (Kampfente @ 09.05.2015 10:58:55)
Hat deine Freundin keinen Mund abbekommen, mit dem sie Fragen stellen kann??
Wäre ich in der Situation, würde ich die Ärzte löchern, bis sie mir (genervt) Auskunft erteilen würden - und zwar auf deutsch und nicht in Fach-chinesisch :labern:

Genau das war auch mein Gedanke, eine erwachsene Frau und sie kann doch auch den Arzt fragen....

@Kampfente: Danke für deine netten Worte und hilfreichen Ratschläge. Ich habe inzwischen in meinem Postfach einen direkten und sehr qualifizierten Rat erhalten. Die betreffende Person leidet nunmehr nach 1 1/2 Jahren immer noch, weil im Zuge der 1. sechs Wochen zuviele Fehler gemacht bezw zuviel versäumt wurde.


Zitat (Cambria @ 09.05.2015 10:09:52)
Mein erster Gang wäre in so einem Fall zum Hausarzt. Entweder, er übernimmt die Nachsorge selbst, oder er überweist zum Spezialist.

So ist es. Erstversorgung im Krankenhaus, weitere Behandlung beim Orthopäden vor Ort. So kenne ich das.

Der Freundin erst einmal gute Besserung :blumen: Und dann folgende Ratschläge:

- ab zum Hausarzt und direkt dort vorstellig werden, alternativ zu einem Orthopäden (auch ohne Termin, bedeutet zwar Wartezeit beimDoc, aber da es frisch ist, hat das keine Zeit, um auf einen regulären Termin zu warten)
- hat man ihr im KH das Krückengehen erklärt? Sonst vom Arzt oder den Helfern erklären lassen (d kann man nämlich auch was falsch machen! Und handelt sich dann Haltungsprobleme ein)
- tagsüber den Fuß noch oft hochlegen, falls er noch dick ist (und mit hoch meine ich über Herzhöhe, sonst bringt das nix)
- wenn ich lese 'umgefahren' wäre mein nächster Weg (nach dem zum Arzt) zu einem Anwalt, um alles weitere mit dem Unfallgegner zu klären, erst recht, wenn ich dabei im KH gelandet wäre...


Binefant, es war zwar "angefahren", aber ok...
Die Frage die sich zuerst aufdrängt wäre die nach der Schuld, sie, der Unfallgegner oder beide.

Ansonsten nach der Entlassung direkt (!) zum Hausarzt. Der kann dann, falls erforderlich, weiteres veranlassen.

Und die Freunding sollte den Mund aufmachen zum Fragen, was denn zunächst übersehen wurde und warum. Und was das evtl für Folgen haben könnte. Ohne jedoch gleich einen Behandlungsfehler zu vermuten.

Gruß

Highlander


Highlander, hast auch wieder Recht... ich hatte automatisch vorausgesetzt, dass die Freundin 'Opfer' war, mein Fehler *schäm*

Falls Deine Freundin das ganze mit den Fragen nicht auf die Reihe kriegt (warum auch immer), soll sie ein Familienmitglied mit zum Arzt nehmen, das dann alle wichtigen Fragen stellt, am besten, man schreibt sich alles auf, was man wissen will ... und zwar so lange, bis die Ärzte die Antworten rausrücken, nicht abwimmeln lassen, notfalls den Arztbericht einfordern.


Oder fordern, dass der Arztbericht an den Hausarzt geht. Und da heute meistens digital geröntgt wird, auch eine CD / DVD mit den Bildern anfordern falls nicht automatisch eine Kopie übergeben wird.

Und, falls die Schuld bei ihr liegt, auch die eigene Privathaftpflicht informieren.

Gruß

Highlander


Ich hatte am rechten Fuß beide Knöchel dreifach gebrochen. Sofortige Op mit Nägeln, Platten und Schraubenversorgung. Im Krhs. Versorgung mit einer Schiene. Entlassung nach einer Woche. Vom Hausarzt Versorgung mit Thrombosespritzen und Verordnung für Krankengymnastik.Krankengymnastin kam (in meinem Fall) nachhause .
Also der erste Weg zum HA ist richtig.

Gute Besserung der Freundin.


ICH würde mich nach einem Fachanwalt für Medizinrecht umschauen, der auch Patienten vertritt.- Bei Terminvereinbarung unbedingt darauf hinweisen, WO die Panne passiert ist.- Denn manche Anwälte vertreten sowohl Patienten als auch Ärzte/Klinik, und dürfen wegen Vermeidung eines Gewsissenskonflikts manchen Fall garnicht annehmen.- Erspart euch unnötig Zeit und auch u.U. Geld.


Zitat (GEMINI-22 @ 09.05.2015 11:03:47)
Genau das war auch mein Gedanke, eine erwachsene Frau und sie kann doch auch den Arzt fragen....

?????

Zitat (IsiLangmut @ 09.05.2015 18:05:18)
ICH würde mich nach einem Fachanwalt für Medizinrecht umschauen, der auch Patienten vertritt.- Bei Terminvereinbarung unbedingt darauf hinweisen, WO die Panne passiert ist.- Denn manche Anwälte vertreten sowohl Patienten als auch Ärzte/Klinik, und dürfen wegen Vermeidung eines Gewsissenskonflikts manchen Fall garnicht annehmen.- Erspart euch unnötig Zeit und auch u.U. Geld.

Uns kommt es im Moment nur darauf an, das medizinisch Richtige zu tun bezw. zu bekommen. Durch den Rückruf ins Krankenhaus (sie ist immer noch dort !) hat die Klinik die Versäumnisse der Notaufnahme wieder gutgemacht.
Danke an alle, besonders an laluna für kompetente Ratschläge. Hilft uns richtig weiter !
Ich wünsche hier weiter gute Unterhaltung. Ich selbst betrachte meine Frage als beantwortet.

gute besserung !!!

Bearbeitet von laluna* am 10.05.2015 13:41:28



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