Meine Gasabrechnungen machen mir Kopfweh


Ich blick nicht durch bei meiner Gasabrechnung. Ablesen mache ich in cm3. Angeben muss ich aber immer in Kwh. Mein Brennwert liegt bei 11,456 und die Zustandszahl ist 0,9655. Ist das richtig so??? Ich habe eine 70 qm große Wohnung auf 2 Etagen. Also eine 2,5 Zimmer Wohnung. Ich zahle mich dumm und dämlich. Hatte im ersten Jahr 10000 Kwh angegeben, musste 190 €Nachzahlung leisten. In diesem Jahr habe ich 10500 beim neuen Gasanbieter angegeben. Obwohl ich alte Therme habe, hat mein Vermieter einen neuen Regler einbauen lassen. Ich kann jetzt die Gradzahl viel besser regulieren. Ich dachte dass ich dadurch mehr einspare. Kann die Uhrzeit angeben, wenn die Therme sich ausschalten soll. Und morgens erst ab 8 Uhr wieder eingeschaltet wird.


So in die Ferne, ohne genaue Unterlagen zu sehen, ist es schwierig, das zu beurteilen. Ich würde mal beim Gaswerk nachfragen. Oder beim Vermieter, wenn der das dann genau weiss.


Hallo, ich habe ja meine eigene Gastherme im Bad, darum hat der Vermieter damit ja nichts zu tun.


Die Energieversorger machen durchaus Energieberatung. Ich würde mir mal einen Fachmann ins Haus holen.

Vielleicht liegt dort der Fehler: cm3 sind Kubikcentimeter. Die Anzeige im Gasmessgerät erfolgt in m3, das sind Kubikmeter.

Gruß

Highlander


Vielleicht bietet Eure Gemeinde eine Beratung an das machen viele. Ansonsten bei den Gasversorger anrufen vielleicht ist der Regler oder ein Ventil fehlerhaft.
Die Gastherme wird doch gewartet Oder ?? dann frag mal den der das macht.

Bearbeitet von Strickliesl am 09.06.2015 16:51:09


Wo befindet sich denn der Gaszähler?

Meiner hängt im Keller an der Gasleitung. Mein Energieversorger liest einmal im Jahr selber ab und erstellt dann die Abrechnung. Wenn Du die Verbrauchswerte selbst ablesen musst, lohnt es sich vermutlich, den Versorger in ein Telefonat zu verwickeln und ausgiebigst nachzufragen, welche Werte und in welchen Maßeinheiten er denn nun konkret wissen will. Lieber ein paar Worte mehr verlieren, als unsicher zu sein, das Richtige angegeben zu haben - und kräftig zahlen.

Mein Tipp: Rufe doch mal den Energieversorger an und lasse Dir die Abrechnung detailliert erklären. Es ist keine Schande, eine Rechnung nicht lesen zu können. Schließlich musst Du sie ja zahlen.

Außerdem kann man den Schornsteinfeger, der einmal im Jahr - meist im Herbst - die Emmissionsmessung durchführt, um Rat fragen. Wenn es einen Hausmeister gibt: Der kennt sich meist auch mit Gasthermen aus. Des Weiteren muss die Therme ja auch einmal jährlich gewartet werden. Der Techniker kann ebenfalls weiterhelfen.

Der Vermieter hat durchaus etwas mit der Therme zu tun, wenn ER einen neuen Regler einbauen ließ. Dann ist es nämlich sein Eigentum und Du bist der Besitzer/Nutzer. Du hast die Therme nur gemietet. Der Vermieter ist dann in der Pflicht, das Teil warten zu lassen. Wird Dir aber die Wartungskosten über die Betriebskostenabrechnung/Mietnebenkosten weiterbelasten. Der Vorteil der Gasetagenheizung ist der, dass Du unabhängig davon bist, ob der Vermieter eine Zentralheizung einschaltet oder nicht.

Dann kommt es noch darauf an, WIE Du heizt. Eine Wohnung über zwei Etagen - neidloser Neid - also Maisonette, ist immer etwas teurer im Heizen, da Wärme nach oben steigt. Sowohl mein Hausmeister als auch der Schornsteinfeger und der Wartungstechniker haben mir das folgendermaßen erklärt: Es ist Kappes, die Wohnung nur bei Bedarf hochzuheizen. Es ist sinnvoller, immer eine Grundtemperatur vorzuhalten. Da Du ja einstellen kannst, wann die Therme anspringt, bist Du schon mal ganz gut aufgestellt. Meine Therme ist so eingestellt, dass sie immer mal ein paar Stunden heizt und sich dann wieder abstellt. Allerdings nur dann, wenn die Außentemperatur das erfordert. Im Sommer kommt die Wärme von draußen über die gekippten Fenster rein ;)

Grüßle,

Egeria

P.S.: Willkommen bei den Muttis


Salute,

zum Thema Abrechnung von Gas: Der Gaszähler mißt das durchlaufende Volumen in m³. Angezeigt werden zwar bis zu 3 Stellen hinterm Komma, bei der Erfassung beim Lieferung oder Verteilnetzbetreiber wird aber ganze m³ abgerundet.

Nun schwankt die Qualität des Gases und die Dichte des Gases und weil der Endverbraucher keinen Einfluss darauf hat, wird nicht das bezogende Volumen abgerechnet, sondern dessen Energiegehalt.

Dazu liefert der Netzbetreiber dem Lieferanten einen Brennwert und eine Zustandszahl mit dem das gemessene Volumen multipliziert wird: Volumen x Brennwert x Zustandszahl (Da Punktrechnung ist die Reihenfolge wurscht. Der Brennwert definiert die Qualität und die Zustandszahl die durchschnittliche Dichte. Die ist wiederrum abhängig von den Temperaturen des abgerechneten Zeitraums (die notwendigen Werte bezieht der Netzbetreiber vom Deutschen Wetterdienst).

Übern Daumen entsprechen deshalb 100 m³ ca 1000 bis 1100 kwh.

Abgerechnet wird anschließend die errechneten kwh x Preis pro kwh (netto) + die Grundgebühr für den Zähler (Taggenau auf den Abrechnungszeitraum runter- oder hochgerechnet). Und weil der Staat noch 19% will, kommen die auch noch drauf.

Zur Errechnung des Abschlags rechnet man dann den Verbrauch auf 365 Tage hoch oder runter, führt dieselbe Rechnung nochmal durch und teilt den ganzen Betrag durch 12 um auf den monatlichen Abschlag zu kommen. Das Ergebnis wird auf ganze Euro aufgerundet.

Bei Wärme, sprich Gas, Wärmespeicher, Wärmepumpe, schlagen die Konzerne gerne auf den Abschlag noch einen Prozentsatz drauf mit dem Argument, dass die Abschläge die Rechnung des folgenden Abrechnungszeitraums begleichen soll und Wärme hochgradig vom Wetter ab. Sprich: Wir berechnen ihnen jetzt mehr, damit sie nicht nach dem nächsten harten Winter eine hohe Nachzahlung haben.
Ob hinter dieser Praxis noch andere Gründe stehen, lass ich jetzt mal dahin gestellt.

Im Preis pro kwh ist alles enthalten was an hübeschen Gebühren mitlerweile vom Netzbetreiber und Staat berechnet wird. Die Grundgebühr ist nur dafür zu zahlen, dass der Zähler da hängt, unabhängig ob noch was angeschlossen ist oder nicht. Das gilt beides für Strom, Gas und Wasser.

Deshalb sollte man bei Preisvergleichen auch nicht Abschläge vergleichen, denn die können lustig rauf und runter gerechnet werden, sonder primär den Preis pro kwh und die Grundgebühr pro Jahr und Zähler.

Abschließend nochein Punkt: Früher war der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt. Das ist inzwischen nicht mehr. Warum ist in Wikipedia unterm Suchbegriff Ölpreisbindung nachzulesen.


Ich vermute mal, dass das Problem am ehesten in der alten Therme zu suchen ist. Aus einer Krähe kann man keinen Adler machen. Aus einer alten Therme macht auch kein neuer Regler ein gassparendes Gerät.

Lohnen kann sich auch ein Preisvergleich, bei den verschiedensten Online-Anbietern. Google mal Gas Preisvergleich
Nimm auch ruhig mehrere dieser Seiten unter die Lupe. Denn nicht alle listen alle Anbieter.

Übrigens...
Manche Menschen reagieren verwirrt, wenn ein Satz nicht so endet wie er Kartoffelsalat. :rolleyes:



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