Liedertexte: Bedeutung von Textstellen


Grüß' euch miteinander,

bei vielen Liedertexten frage ich mich:
Was soll das?

In einem Weihnachtslied kommt vor: "Eier, eier. susanni, ... , ..."

Nun gut, das passt wohl eher zu Ostern. :mellow:

Aber was soll ich mir unter "susanni" vorstellen? Susanne möglicherweise?
Doch was hat die mit Eiern zu tun?

An anderer Stelle heiß es: "Jupp Heidi, Jupp Heida. ....."

Jupp Heidi ist sicher von Josef und Heidemarie abgeleitet, aber "Heida" ???

Da gäbe es noch viele Beispiele, fast der Gipfel ist:
Parampampampam (aus: "Der kleine Trommler")
... für mich ein Paradebeispiel für Nonsens, was nicht i die Weihnachtszeit gehören sollte - tut es aber :( .

Ich jedenfalls mache einen Bogen um solche Lieder mit "Nonsens-Intarsien", und ich vermute, dass es den meisten ähnlich ergeht.


Um die Liedertexte, die du angesprochen hast, mache ich nicht unbedingt einen "großen Bogen", die klingen auch ohne :pfeifen:

Aber solche Beiträge wie der deine sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei, weder zu Ostern noch zu Weihnachten :ph34r:


Zitat (Kampfente @ 05.12.2015 22:21:06)
Aber solche Beiträge wie der deine sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei, weder zu Ostern noch zu Weihnachten :ph34r:

:daumenhoch:


Edit: Der Beitrag ist mMn eine Frechheit, eine Verhöhnung, gerade in der jetzigen Vorweihnachtszeit. Wie auch immer man religiös ausgerichtet ist, spielt da keine Rolle. Ich kann darüber wirklich nicht lachen.

Bearbeitet von Drachima am 05.12.2015 22:26:19

"eia, eia" heißt das. Das Lied besingt das Wiegen des Kindes. Hier kannst Du Dich schlau machen. :P

Du könntest auch das "Gotteslob" befragen. :pfeifen:

Zitat
Ich jedenfalls mache einen Bogen um solche Lieder mit "Nonsens-Intarsien", 


Na, hoffentlich machst Du dann auch um Weihnachten einen Bogen. tststs... :rolleyes:

Bearbeitet von viertelvorsieben am 05.12.2015 22:38:06

Ich würde - bevor ich hier groß die Klappe aufreiße - auch erst einmal die Texte etwas genauer unter die Lupe nehmen und richtig schreiben. Und dann mal genauer drüber nachdenken... dann erübrigt sich nämlich das 'Klappe aufreißen' meist von alleine :ach:


Finde nicht, dass du die Klappe aufgerissen hast :trösten:

Auch ich mag keine vor Schmalz und Nonsens triefende Lieder,
egal ob Weihnachten oder Ostern :D


Über den "Gehalt" meines Betrags mag man geteiler Meinung sein - Verbal-Attacken gegen andere Mitglieder enthält er jedoch nicht.

Im Gegensatz zu einigen "Gutmenschen" hier habe ich niemanden angegriffen - was also sollen die Beschimfungen?

Geht es euch dadurch besser?


Wenn mir ein Lied nicht gefällt, höre ich es nicht. So einfach ist es. ob das nun am Text oder am Stil oder woran auch immer liegen mag.


das betrifft nicht nur Weihnachtslieder, sondern auch aktuelle und ältere Rock-und Popmusik.
obwohl es momentan sehr gute deutsche Lieder gibt


Einige Lieder sind sehr alt. Dadurch wurden sie mit Sicherheit mehrfach übersetzt.
Schonmal daran gedacht, dass die heutige Fassung das "Produkt" mehrerer nicht ganz gelungener Übersetzungsversuche sein könnten?

Ich würde erstmal versuchen, den richtigen Originaltext zu finden und dann zu übersetzen.

Ein sehr schönes Beispiel für kräftige Veränderungen ist das Musikstück "Amazing Grace". Nunja, kein Weihnachtsstück aber zur Verseutlichung gut geeignet. Welche Version man besser findet, bleibt jedem selber überlassen.

Der, der das damals geschrieben hat (angeblich ein ehemaliger, geläuterter Sklavenhändler) hatte sicherlich kein Dudelsack zur Hand sondern eher Gitarre oder Akordeon bzw. Mundharmonika oder die Fidel.

Das Original könnte sich dann in etwas so angehört haben.

Und so hören wir es meistens heute.

Sowas passiert auch mit Texten.

Und gegebenenfalls dem Rat von Frau Cambria folgen: einfach weghören.

Gruß

Highlander


Mir persönlich ist es ziemlich einerlei, welche Texte eine Melodie begleiten. Die Musik ist es, die mich anspricht. Gefällt mir die Musik, höre ich sie gerne und mache mir über die Texte nicht allzuviele Gedanken.

Mein derzeitiges Lieblingslied ist in niederländischer Sprache. Ich verstehe davon nur Fetzen und soviel: Es geht um eine Homage an Amsterdam und eine ältere, liebenswürdige Dame. Aber die Melodie hat es mir sehr angetan.

Daher wäre mein Vorschlag an @Miraule: Gründe doch einen literarischen Diskutier-Zirkel, wo Texte besprochen, interpretiert und gegebenenfalls vorher übersetzt werden. Das kann ganz lustig und erbaulich werden.

Aber Obacht bei den Übersetzungen. Selbst Sprachwissenschaftler sind schon an folgendem Satz gescheitert: "... put my chevy in the levy ..." Ansätze: Ein Chevy kann eine Warmhaltevorrichtung für Speisen auf einem Buffet sein, aber auch ein Fahrzeug der Marke Chevrolet. Der Begriff Levy steht für Abgaben, Umlagen oder Eintreibungen in monetärer Hinsicht aber auch für einen Bootsanleger. Könnte also sein, dass der Interpret dieser Liedzeile sein Fahrzeug einsetzt, um Schulden abzugleichen. Könnte aber auch sein, dass er Futter für eine Party in einem Warmhaltebehältnis zum/in den Bootsanleger bringt. Das weiß ich aber nicht, da ich kein englischer Muttersprachler bin. ;)

Grüßle und weiterhin fröhliches Diskutieren,

Egeria

Bearbeitet von Egeria am 06.12.2015 12:06:19


da der Chafing Dish sprachlich tatsächlich so abgekürzt wird, ist die Frage ob das unbedingt Chevy geschrieben wird, oder einfach Chafi


Zitat (miraule @ 05.12.2015 22:01:15)
Grüß' euch miteinander,

bei vielen Liedertexten frage ich mich:
Was soll das?

In einem Weihnachtslied kommt vor: "Eier, eier. susanni, ... , ..."

Nun gut, das passt wohl eher zu Ostern. :mellow:

Aber was soll ich mir unter "susanni" vorstellen? Susanne möglicherweise?
Doch was hat die mit Eiern zu tun?

An anderer Stelle heiß es: "Jupp Heidi, Jupp Heida. ....."

Jupp Heidi ist sicher von Josef und Heidemarie abgeleitet, aber "Heida" ???

Da gäbe es noch viele Beispiele, fast der Gipfel ist:
Parampampampam (aus: "Der kleine Trommler")
... für mich ein Paradebeispiel für Nonsens, was nicht i die Weihnachtszeit gehören sollte - tut es aber :( .

Ich jedenfalls mache einen Bogen um solche Lieder mit "Nonsens-Intarsien", und ich vermute, dass es den meisten ähnlich ergeht.

Ganz ehrlich, bevor Du so einen Unsinn von Dir gibst, solltest Du Dich vielleicht mal schlau machen, woher die Lieder bzw. Choräle stammen und dann wirst Du feststellen, daß verschiedene - für uns seltsam anmutende Wörter oder Wortteile - zum Teil aus dem Lateinischen und auch zum Teil aus dem Altgermanischen Sprachgebrauch stammen!

Wenn Du mal bei Frau Gockel Eia, eia, susani eingibst, wirst Du u. a. auf Wiki verwiesen und dort kannst Du nachlesen, daß "eia, eia" nicht das Geringste mit Eiern zu tun hat und auch "susani" nicht auf eine ominöse Susanne zurückzuführen ist, die an Ostern Eier bekommt!! :ruege:

Auch bei der Eingabe von anderen Liedteilen "wirst Du bei Wiki immer sehr informativ und umfangreich weitergeholfen", so daß es hier vollkommen unnötig ist, alte Lieder - auch Weihnachtslieder - zu verunglimpfen!

Im übrigen bleibt es Dir vollkommen unbenommen, diese Lieder nicht zu singen bzw. anzuhören, wenn Du Dich nicht mit deren Texten anfreunden kannst! :ach:

Zitat (miraule @ 05.12.2015 22:01:15)
fast der Gipfel ist:
Parampampampam (aus: "Der kleine Trommler")
... für mich ein Paradebeispiel für Nonsens, was nicht i die Weihnachtszeit gehören sollte - tut es aber :( .

Dieses Parampapapam (beating my drum) ist kein Nonsens.
Es ist auf der Trommel nichts anderes als ein " Ruf-, Einzel- und Doppelschlag" , den der "Hörer" des (getrommelten) Taktes als Parampapapam besingt. Und darin seh ich absolut keinen Nonsens.

Nun können wir uns gerne noch über Ruf-, Einzel- und Doppelschlag der Sticks auf der Trommel streiten. Doch das würde zu nix führen, denn es ist gut möglich, dass sich unsere RED-Schläge anders anhören wie die in England, Schottland oder USA.

einfaches Beispiel, welches Lied meine ich, wenn du das von mir hören würdest?
dadada dadatdadaaaa, dadada dadadaaaaa

Cool: Editieren geht noch: Was ist, wenn das Lied gar kein Weihnachtslied als Solches ist? Sondern mehr eine Art weihnachtlicher Zusteller?
Heißt es nicht in einer Textzeile: i have some gif to bring (parampapapam) beating my drum?
Vielleicht überbringt der little drummer boy nur die Nachricht, das weihnachtliche Feldpost angekommen ist.

Ungefähr wie: Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager (Postkutscher) vorn, lustig "schmettert er das Horn"
Dieses Horngeschmetter war auch nichts anderes als ne Ankündigung, das Post oder Pakete oder gar Gäste angekommen sind.

Bearbeitet von Eifelgold am 06.12.2015 16:55:42

Klasse, eure Erklärungen. :applaus: :applaus:
Beinahe könnte man der TE, die offensichtlich mit dem falschen Bein zuerst aufgestanden war, dankbar sein, so einen verqueren Unsinn abzusondern, denn eure Reaktionen haben mir ausgesprochen gutgetan, ganz besonders die von Eifelgold. Wäre ich nie drauf gekommen, das so zu erklären. :blumenstrauss:


Auch ich verfolge diesen Thread mit einiger Heiterkeit und viel Vergnügen. Lieben Dank an die TE, dass sie mir - wenn auch aus nicht der richtigen Intension - so viel Freude bereitet hat.

Grüßle,

Egeria

P.S.: Danke an @Arjenjoris für die Erklärung, wie der Chafi richtig geschrieben wird. Wenn man eher über das Ohr Signale wahrnimmt, kann die Rechtschreibung schon mal leiden. Sorry for that.

Tante Edit fragt noch: Wo ist die TE denn abgeblieben? Ich würde mich gerne noch ein bisschen mit ihr amüsieren.

Bearbeitet von Egeria am 08.12.2015 10:58:31


Deutsches Kulturgut ist zu pflegen und nicht zu verreißen.
Es ändert sich ja nichts daran.
Es lebe die schöne alte deutsche Hochsprache :wub:


Zitat (Kampfente @ 05.12.2015 22:21:06)
Aber solche Beiträge wie der deine sind auch nicht gerade das gelbe vom Ei, weder zu Ostern noch zu Weihnachten :ph34r:

Ich finde das Thema ganz interessant. :)
Besser als, ich habe die Füße schön.

Eifelgold, würde auch sagen, Parampapapam ist einfach das Trommelgeräusch.
Und am Schönsten für mich, wenn es ein Kinderchor singt. :wub:

Bearbeitet von Rumburak am 08.12.2015 12:17:20

Lieben Dank für den Link @Rumburak.


Im Weihnachtslied In dulce jubilo gibt es die Textzeile "...und leuchtet als die Sonne". Als waschechte Hessin hab ich mich natürlich gefragt, was es mit dem Lied zu tun haben mag, dass die Sonne ständig leuchtet. Irgendwann ist mit dann aufgegangen, dass mit als an dieser Stelle der Komperativ gemeint war. Altes Deutsch eben.


Zitat (Cambria @ 08.12.2015 15:18:17)
"....und leuchtet als die Sonne". Als waschechte Hessin hab ich mich natürlich gefragt, was es mit dem Lied zu tun haben mag, dass die Sonne ständig leuchtet. (....) Altes Deutsch eben.

Wenn da stehen würde "wie die Sonne" wäre das sofort klar geworden, denke ich. :blumen:


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