Butterpreis explodiert: Butter wurde sehr viel teurer


Warum ist der Butterpreis denn im Moment so hoch? Die Tage im Supermarkt kostete die günstige Handelsmarke 1,89 Euro pro 250 g Paket. Ich glaube nicht wirklich, dass von dem hohen Preis die Landwirte profitieren. Die Preise waren in den letzten Wochen schon deutlich geklettert, aber das ist finde ich nun überteuert.

Gruß
Lotte


Deine Sorgen möcht ich haben...

Der Butterpreis, soll ich nun auf Margarine umstellen, oder gar komplett auf Streichfett verzichten, oder trocken essen...

Gute Götter, das sind Sorgen...

Micha


Zitat (Lottchen @ 06.07.2017 18:53:47)
Warum ist der Butterpreis denn im Moment so hoch? Die Tage im Supermarkt kostete die günstige Handelsmarke 1,89 Euro pro 250 g Paket. Ich glaube nicht wirklich, dass von dem hohen Preis die Landwirte profitieren. Die Preise waren in den letzten Wochen schon deutlich geklettert, aber das ist finde ich nun überteuert.

Gruß
Lotte

Du hast recht Lotte ich hab mich auch gewundert :angry: :angry:

Ich bezahle bei Al.di 1,79 Euro.

Bearbeitet von viertelvorsieben am 06.07.2017 21:00:12


Ich zahle für 250 gr. einer bestimmten, gesalzenen Markenbutter 1,50 €. Ich finde nicht, daß das zu teuer ist. Für ein 250 gr. Päckchen der Hausmarke von ReWe zahle ich zur Zeit 1,19 €.
Gut, diese Butter hat auch schon mal 0,99 € gekostet, aber 1,19 € ist ja auch nicht sooo teuer.


Ihr kennt die Butterpreise auswendig? :blink:


Ja klar. Meine bevorzugte Butter kostet pro 250g €1,69. Ich kenne sogar die Kaffeepreise auswendig :D


Ich kenne keine Preise auswendig :verwirrt:


Zitat (JUKA @ 06.07.2017 22:31:30)
Ich kenne keine Preise auswendig :verwirrt:

Ich auch nicht. Ich kann meistens auch nicht ansatzweise sagen, was ich jetzt an Wert im Einkaufswagen habe. Gut, wenn was ausgesprochen Teures dabei ist, sehe ich das schon und kann so halb mitrechnen. Aber ich achte nicht wirklich darauf.
Allerdings ist mir Anfang Mai wieder aufgefallen, es gibt einen ganz tollen, sehr gut sortierten, extrem teuren Supermarkt auf Sylt. Da wird man für einen normalen Einkauf unglaublich viel Geld los. Weiß gar nicht, wie das die Leute machen, die da leben. Regelmäßig ginge das gar nicht.

Ich kenne die Preise der gängigsten Lebensmittel auswendig und überschlage schon beim Einkauf grob, wie hoch die Rechnung ausfallen wird. So merke ich schnell, wenn ein Fehler passiert oder ein Artikel deutlich teurer wird.
Wer mit seinem Einkommen auskommen muss, dem bleibt nicht viel anderes übrig.

Zitat (Isamama @ 06.07.2017 22:41:34)
es gibt einen ganz tollen, sehr gut sortierten, extrem teuren Supermarkt auf Sylt. Da wird man für einen normalen Einkauf unglaublich viel Geld los. Weiß gar nicht, wie das die Leute machen, die da leben. Regelmäßig ginge das gar nicht.
Das ist überall auf den Inseln so. :(
Alle Gebrauchsgüter müssen ja per Schiff oder Flieger erst mal rangeschafft werden. Und wahrscheinlich kommt auch noch ein ordentlicher "Touristenaufschlag" dazu.
Wer immer dort lebt hat wahrscheinlich genug "Kleingeld", oder er muss sich auf dem Festland selbst mit allem Nötigen versorgen.

Bearbeitet von Jeannie am 06.07.2017 22:56:30

Zitat (viertelvorsieben @ 06.07.2017 20:59:30)
Ich bezahle bei Al.di 1,79 Euro.

Hm, ich sehe gerade, im Mai hat sie nur 1,29 € gekostet. :blink:

Zitat (Isamama @ 06.07.2017 22:41:34)
...
Allerdings ist mir Anfang Mai wieder aufgefallen, es gibt einen ganz tollen, sehr gut sortierten, extrem teuren Supermarkt auf Sylt. Da wird man für einen normalen Einkauf unglaublich viel Geld los. Weiß gar nicht, wie das die Leute machen, die da leben. Regelmäßig ginge das gar nicht.

Die Einheimischen, die sich auskennen, decken sich vermutlich mit den haltbaren Lebensmitteln auf dem Festland ein. Man gewöhnt sich an sowas und kauft nur dann teuer ein, wenns gar nicht anders geht, denke ich. Oder sie nutzen die örtlchen Discounter. Jemand, der dort lebt, weiß schon, wie man vernünftig einkaufen kann.

Zitat (Arabärin @ 06.07.2017 23:31:53)
Die Einheimischen, die sich auskennen, decken sich vermutlich mit den haltbaren Lebensmitteln auf dem Festland ein. Man gewöhnt sich an sowas und kauft nur dann teuer ein, wenns gar nicht anders geht, denke ich. Oder sie nutzen die örtlchen Discounter. Jemand, der dort lebt, weiß schon, wie man vernünftig einkaufen kann.

Als wir vor ungefähr 15 Jahren dort waren, gab es einen Al.i dort.
Ich habe mal bei Tante Gockel nachgeschaut und diesen dort gefunden.
Preise sind bestimmt so ähnlich, wie anderswo auch.

Zitat (Isamama @ 06.07.2017 22:41:34)
Ich auch nicht. Ich kann meistens auch nicht ansatzweise sagen, was ich jetzt an Wert im Einkaufswagen habe. Gut, wenn was ausgesprochen Teures dabei ist, sehe ich das schon und kann so halb mitrechnen. Aber ich achte nicht wirklich darauf.

Da bin ich zufrieden, dass es nicht nur mir so geht. :D Es gibt bestimmt noch mehr, die sich die Preise nicht merken können.
Ich rechne auch nie mit. Das gute auf dieser kleinen Insel ist eben, dass man auch noch am nächsten Tag reklamieren kann, falls notwendig. Man kennt sich hier halt.

Da fällt mir aber ein, dass ich einen Preis zumindest in etwa kenne, nämlich den von Quark, da dieser so unverschämt teuer ist. 250 gr. kostet fast 2,50 Euro. Das sind halt so Sachen welche die Einheimischen nicht kannten und sie sich dafür nicht interessieren, also hauptsächlich wegen der Ausländer jetzt auch hier kaufbar sind und auch noch anderes mehr.

Zitat (Lottchen @ 06.07.2017 18:53:47)
Ich glaube nicht wirklich, dass von dem hohen Preis die Landwirte profitieren. Die Preise waren in den letzten Wochen schon deutlich geklettert, aber das ist finde ich nun überteuert.

Doch, die Landwirte haben auch etwas davon. Der Preis pro Liter Rohmilch ist in den letzten Wochen von 24 Cent auf 33 Cent gestiegen. Allerdings ist auch dieser Preis nicht kostendeckend für den Landwirt. Das heißt im Umkehrschluss dass die Butter noch immer zu billig ist.

SieErPaar, ja das ist schon gemein, wenn bei 50ct mehr, nur 9ct für den Erzeuger rauskomen.

Bearbeitet von Tessa_ am 07.07.2017 10:51:45


@Tessa: Man kann ja nicht den Preis von Butter und Rohmilch 1:1 vergleichen. Man kann ja nicht aus 1 Liter Rohmilch 1 Stück Butter herstellen. Außerdem hast du ja den Brutto-Preis im Kopf. Wenn überhaupt kann man ja nur die Netto-Preise vergleichen.


Ja, Du hast Recht. Hatte ich nicht beachtet.


Hallo Micha, warum regst du dich denn auf, wenn man erwähnt, dass die Butterpreise unverhältnismäßig gestiegen sind?

Es wäre nicht so unangebracht, wenn wir alle bei vielen Dingen etwas kritischer wären, dann könnte vielleicht manches schon im Vorfeld verhindert werden. Alles sollte man nicht kritiklos hinnehmen!



Ciao
Elisabeth


Zitat (Elisabeth @ 07.07.2017 11:39:46)
Hallo Micha, warum regst du dich denn auf, wenn man erwähnt, dass die Butterpreise unverhältnismäßig gestiegen sind?

Es wäre nicht so unangebracht, wenn wir alle bei vielen Dingen etwas kritischer wären, dann könnte vielleicht manches schon im Vorfeld verhindert werden. Alles sollte man nicht kritiklos hinnehmen!



Ciao
Elisabeth

Micha regt sich schonmal häufiger auf :pfeifen:


Zum explodierenden Preis kann ich mir folgende Szenarien vorstellen;

Durch die Dürre herrscht Futtermittelknappheit. Die Kühe geben also weniger Milch, wo wir dann bei Angebot und Nachfrage sind.
Ich kann mir auch vorstellen dass die Lagerhaltungskosten bei der Hitze steigen, da die Kühlaggregate in den Hallen doch deutlich mehr leisten müssen, was zu höheren Kosten führt.
Es kann aber auch wieder eine lustige Aktion der Milch-Lobby sein, denn solange die Preise bezahlt werden gibts keinen Grund sie zu senken.

Wobei auch ich sagen muss, dass mir solche Preisschwankungen nicht auffallen, da ich die Preise nicht beobachte. Wenn ich Butter brauche, kaufe ich Butter.

Das mit dem Butterpreis ist mir auch aufgefallen. Der ist jetzt innerhalb eines Jahrs auf das Doppelte gestiegen. Aber er war auch viel zu niedrig. Die Bauern produzieren nicht mehr so viel Milch, weil es sich für sie nicht lohnt und die Nachfrage ist gestiegen. Dazu kommt wohl (hab ich gerade nachgelesen) dass in Zeiten der Niedrigzinspolitik Spekulanten die Warenterminbörsen zur Vermehrung ihres Geldes entdeckt haben.

Aldi ist sogar der Vorreiter bei den Preiserhöhungen, habe ich gelesen.


@HörAufDeinHerz: Ich erlaube mir mal, dir zu widersprechen. Die Annahme, dass die Bauern weniger Milch produzieren, weil der Preis zu niedrig ist, klingt zwar logisch - ist aber falsch. Da funktioniert in der Industrie. Da kann man einfach eine Maschine abschalten und weniger Schlüpfer (oder Autos) produzieren, wenn der Preis im Keller ist.

Eine Milchkuh kann man nicht einfach abschalten. Die gibt immer Milch.

Jetzt könnte man sagen, man braucht ja einfach nur ein paar Kühe zu schlachten und schon hat man weniger Milch. Das macht aber auch niemand, weil der Bauer nicht einfach das Ergebnis seiner jahrelangen Zuchtarbeit zu Wurst verarbeitet. Wenn der Preis wieder hoch geht, kann man ja auch nicht einfach irgendwo wieder ein paar Milchkühe kaufen. Eine Maschine kann man verschrotten und später einfach eine neue kaufen. Milchkühe kann man nicht einfach kaufen, weil die hat niemand mal eben so auf Lager.

Außerdem ist es in der Milchproduktion etwas anders als in der Industrie. Gerade weil der Milchpreis niedrig ist, versuchen die Bauern über besonders viel Milch diesen Preis auszugleichen. Wenn man durch besonders artgerechte Haltung und Fütterung die Kuh animiert, mehr Milch zu geben, steigen die Kosten nur verhältnismäßig gering. Über die höhere Milchmenge wird dann der niedrige Preis etwas ausgeglichen. Das wiederum bedeutet, dass mehr Milch produziert wird, als in der gleichen Zeit verbraucht wird - daher der niedrige Preis. Man merkt: Im gewissen Sinne ist es ein Teufelskreis.


Ich kenne die Butterpreise in D zwar nicht genau.....ABER bei uns ist die Butter ungefähr 3x so teuer :heul:

Nein, wir verdienen nicht mehr wie die Deutschen, im Gegenteil :wacko:


Irgendwann im Juni habe ich gelesen, dass die Menge der Milch zurückgegangen ist, weil es im Frühjahr ziemlich kalt war und die Kühe weniger Milch gegeben haben. Das, was @HöraufdeinHerz bzgl. Warenterminbörsen schrieb, hatte ich auch gelesen. Ich schaue gleich mal, ob ich den Artikel finde, den fand ich im Großen und Ganzen recht informativ.

Dazu kommt eine hohe Milch-Nachfrage, die Landwirte liefern weniger an die Molkereien. Butter/Milch/Sahne wird auch für die Herstellung anderer Lebensmittel benötigt, daher ist auch Eis ein wenig teurer geworden.

Tante Edit fügt noch den Link zum Artikel dazu: Teure Butter

Bearbeitet von Wecker am 07.07.2017 14:02:24


Im TV kam unlängst, dass einige Bauern aufgeben, da es sich nicht gelohnt hat.

Dazu kommt, dass gezahlt wird, wenn die Milchmenge vom Bauern aus reduziert wird. HIER

Bearbeitet von Tessa_ am 07.07.2017 14:06:50


heute bei Rewe Irische Butter 1,49 EUR


Zitat (Tessa_ @ 07.07.2017 14:05:53)
Im TV kam unlängst, dass einige Bauern aufgeben, da es sich nicht gelohnt hat.

Dazu kommt, dass gezahlt wird, wenn die Milchmenge vom Bauern aus reduziert wird. HIER

Ich finde, das sieht man auch. Immer mehr Mais wird angebaut, für die Biogasanlagen. Nicht schön. Fährt man im Sommer mit dem Rad, fühlt man sich teilweise wie eingemauert.

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 07.07.2017 16:00:22

Wie ich bereits schrieb, ich zahle für die gesalzene irische Butter bei M....Kauf immer!!! 1,50 €. Es handelt sich hier nicht um einen Angebots- sondern um einen Dauerpreis.
Ich finde den Preis nicht zu hoch.


Hallo,
mir fiel auch gestern die drastische Preissteigerung für Butter auf. Ich kaufe zwar nur die mit Rapsöl gemischte Butter, aber der Preis ist eigentlich identisch mit reiner Butter.
Die Eigenmarke bei Netto kostete Anfang des Jahres noch 1,19 €, stieg dann auf 1,29€ und gestern dann 1,49€.
Das entspricht nun einem Preis von knapp 3,00 DM für 250g Butter!
Eigentlich ein irrsiniger Preis. Leider kann man gar nichts machen, ausser auf Sonderangebote zu achten oder auf eine billige Margarinesorte zu wechseln.

Margarine ist aber für mich absolut keine Option. Zum Glück gab es gestern ein Angebot einer Markenfirma für 1,29€, was ein akzeptabler Ersatz war.

Auch wenn einige das hier als nicht erwähnenswert betrachten, finde ich wichtig, das man auf die Preise achtet und nicht unnötig viel für die Waren auf den Tisch legt. Nur wenn die Verbraucher überteuerte Produkte meiden und/oder dort kaufen, wo die Preise annehmbar sind, wird sich etwas ändern.
Das kann man gut bei den Eigenmarken beobachten. Geht eine dieser Marken hoch oder runter mit dem Preis, passen sich die anderen in Windeseile an.

Und bevor nun der Einwand kommt, dass man ja nicht zig Läden abklappern kann für ein Stück Butter:
da stimme ich durchaus zu, das kann und soll man nicht.
Aber man hat in der Regel mehr als ein Geschäft in dem man Lebensmittel einkauft. Wenn die Butter im nächst gelegenen Geschäft zu teuer ist, dann nur die Mindestmenge kaufen und bei der Fahrt zum anderen Geschäft dort mehr kaufen, wo sie günstiger oder im Angebot ist.

LG Taita


Zitat (Taita @ 07.07.2017 16:17:22)
Ich kaufe zwar nur die mit Rapsöl gemischte Butter, aber der Preis ist eigentlich identisch mit reiner Butter.
Die Eigenmarke bei Netto kostete Anfang des Jahres noch 1,19 €, stieg dann auf 1,29€ und gestern dann 1,49€.
Das entspricht nun einem Preis von knapp 3,00 DM für 250g Butter!

Das entspricht auch der Preisentwicklung für die Rapsöl-Butter bei Aldo.

Aber ich denke, du hast dich beim Gewicht vertan. 3€ für 500 g Butter - so passt es, denn die von dir angegebenen Preise beziehen sich bereits auf 250g.
Und ganz ehrlich: Diesen Preis finde ich akzeptabel.

Jeannie, sie sprach von DM zur Verdeutlichung, nicht von €.


Ah ja, wer lesen kann... *schäm*
Allerdings verstehe ich nicht, wieso Taita auf DM kommt, wenn sie anfangs von der Preisentwicklung seit Anfang diesen Jahres spricht.

Ich finde den Preis trotzdem akzeptabel.

Bearbeitet von Jeannie am 07.07.2017 18:30:59


Zitat (Taita @ 07.07.2017 16:17:22)
Eigentlich ein irrsiniger Preis. Leider kann man gar nichts machen, ausser auf Sonderangebote zu achten oder auf eine billige Margarinesorte zu wechseln.

Margarine ist aber für mich absolut keine Option. Zum Glück gab es gestern ein Angebot einer Markenfirma für 1,29€, was ein akzeptabler Ersatz war.

Auch wenn einige das hier als nicht erwähnenswert betrachten, finde ich wichtig, das man auf die Preise achtet und nicht unnötig viel für die Waren auf den Tisch legt. Nur wenn die Verbraucher überteuerte Produkte meiden und/oder dort kaufen, wo die Preise annehmbar sind, wird sich etwas ändern.
Das kann man gut bei den Eigenmarken beobachten. Geht eine dieser Marken hoch oder runter mit dem Preis, passen sich die anderen in Windeseile an.

Und bevor nun der Einwand kommt, dass man ja nicht zig Läden abklappern kann für ein Stück Butter:
da stimme ich durchaus zu, das kann und soll man nicht.
Aber man hat in der Regel mehr als ein Geschäft in dem man Lebensmittel einkauft. Wenn die Butter im nächst gelegenen Geschäft zu teuer ist, dann nur die Mindestmenge kaufen und bei der Fahrt zum anderen Geschäft dort mehr kaufen, wo sie günstiger oder im Angebot ist.

LG Taita

Ja, das ist die Frage, ob der Preis irrsinnig ist oder überteuert, wie du sagst. Die früheren, sehr billigen Preise kamen einerseits wohl durch massive Subventionierung, andererseits durch Preisdumping zustande, sodass die Bauern nicht mehr davon leben können. Dass das nicht ewig so weitergehen kann, muss uns ja auch klar sein.

Ich hab mal einen Vergleich zwischen den 1960ern Jahren und heute gelesen. Da stand genau drin, wie sich die Preise im Verhältnis zur Kaufkraft entwickelt haben. Teurer geworden ist natürlich Energie wie Strom, Benzin und Heizöl, aber vieles ist (im Verhältnis zum durchschnittlichen Stundenlohn eines Arbeiters) so viel billiger geworden, von den Schuhen über Kleidung bis zum Ei, und Butter zählt auch dazu.

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 07.07.2017 19:47:56

Top 15 der teuersten Lebensmittel (im Vergleich zum Vorjahr)
[...]
Butter: Preis um 25,2 % angestiegen
[...]

(Quelle: www.wunderweib.de)

Das fand ich dazu. Damit steht Butter auf dem 3. Platz, gleich nach Gurken und Kohl.
Also schon eine heftige Preissteigerung.
Das Problem ist ja nicht nur die Butter für zuhause, sondern auch viele Produkte die mit Butter hergestellt werden.
Bäcker haben bereits angekündigt, dass sie die Preise für Feingebäck erhöhen müssen.
Wie gesagt: man kann nicht viel dagegen machen, aber es doch beobachten.

Bei mir war das Geld immer knapp. Erst in den letzen 5 Jahren hat sich das deutlich gebessert und ich muss nicht immer mit jedem Cent rechnen. Trotzdem bin ich es gewöhnt Preise zu vergleichen.
Bei der Butter sind es derzeit im Schnitt 30 Cent mehr, wenn das aber bei allen Grundnahrungsmitteln der Fall wäre, dann würden viele einfach nicht mehr über die Runden kommen.

LG Taita

Bearbeitet von Taita am 08.07.2017 15:53:45


Zitat
Micha regt sich schonmal häufiger auf...


Gute Götter, was für eine Scheisse, sich über den Preis der Butter zu ereifern, ist es euch langweilig..?

Die paar Groschen verjuxt ihr binnen weniger Minuten, ohne darüber nachzudenken, für ein paar billige Klamotten, die von Kindern in Bangladesh genäht werden, für eure ach so chicen Schuhe, die Kinder nähen, für nur eine Schachtel Zigaretten.

Wiederholung: Eure Sorgen möcht ich haben...

Micha

@Fern: warum liest du dann hier mit, wenn du das Thema so uninteressant findest? Einfach gar nicht drauf klicken und schon musst du dich nicht damit auseinander setzen. Ganz einfach.


Manche Leute haben halt einen Moralinüberschuss und würden sonst ... Nee, sag ich nicht.
Ich denke dann schon mal: Solche muss es wohl auch geben, sonst hätte der liebe Gott sie nicht so erschaffen.

Ich weiß, er hatte es im Leben nicht einfach, überhaupt nicht. Ist aber schließlich doch wieder auf die Füße gefallen. Nur, er muss es halt ertragen, dass manche seine Beiträge - die oft nicht mal Mehrwert für den TE sind - nicht einfach so stehen lassen können/wollen. B)

Bearbeitet von dahlie am 08.07.2017 22:28:05


:blink:


Zitat (Fern @ 08.07.2017 21:28:00)
Wiederholung: Eure Sorgen möcht ich haben...

Ich kann dir gern welche rüberbeamen, wenns dich freut.

Zitat (Agnetha @ 08.07.2017 22:47:27)
:blink:

Ich schließe mich an.

Toll, Du gehst auf Sylt einkaufen?! Aber wen interessiert das denn ? :applaus:


Bei Rewe kostet die billigste Butter 1,79, Samstag, 8.7. bei uns jedenfalls, vor nicht allzu langer Zeit kostete sie 0,79


Es gibt viele Leute, ich meine vor allem auch die arbeitenden nicht nur die mit ner kleinen Rente oder arbeitslose, denen das Geld nicht locker in der Tasche sitzt und die genau gucken müssen wieviel sie für was ausgeben können.
Da sind 50 cent Erhöhung bei Butter für ne Familie schon erheblich. Die 50 ist kein Schreibfehler, denn vor ca. nem Monat kostete die Butter 1,29 dann 1,49 und nun die billigste 1,79 €
Und sorry aber ich glaube kaum das die Kosten derart explodiert sind um diese horrende Preiserhöhung zu rechtfertigen. 50 cent sind pro Stück und es werden sicher Millionen am Tag verkauft.....


In Deutschland gleicht sich der Butterpreis europäischem Standard an, die jetzigen, hiesigen Butterpreise bezahlen Österreicher und Italiener z.B. schon seit Jahren. Und das, obwohl deren Durchschnittseinkommen niedriger als in Deutschland liegen.
Losgetreten hat die Entwicklung zu Beginn des Jahres A.di (sowohl Süd als auch Nord), angeblich, weil den Milcherzeugern endlich faire Preise bezahlt werden sollen. Dass sich andere Lebensmittelketten die Gelegenheit nicht nehmen lassen, die Preise zu erhöhen, wenn ihnen mit A.di und Co keine Billigkonkurrenz mehr droht, dürfte nachvollziehbar sein.
Die Milchbauern wirtschaften dennoch zum großen Teil mit Defizit, vor allem kleine Betriebe. Viele stellen um auf Selbstvermarktung, andere geben die Milchwirtschaft ganz auf - diese Milchmengen fehlen in den Molkereien natürlich. Auch das treibt den Preis für Milchprodukte in die Höhe.
Gerade Butter ist ein Milchprodukt, dass einen hohen Einsatz von Milchmengen fordert: für ein Kilo Butter benötigt man etwa 22 Liter Milch. Selbst, wenn die entrahmte Milch heute in diversen Zubereitungen verkauft wird, so ist doch der Gewinn daraus eher gering. Für die Molkereien bedeutet dies, dass, bei einem Preis von 29 Eurocent, den sie den Bauern für den Liter Milch bezahlten (wie das jahrelang von den Milchbauern beklagt wurde), der reine Milchpreis mit € 6.38 pro Kilo erzeugter Butter zu Buche schlägt. Dazu kommen noch Produktionskosten
(Einsammeln der Milch, Energiekosten, Lohnkosten, Verpackung) und Zwischenhandelskosten, die ich nicht beziffern kann. Selbst, wenn man diese rechnerisch nicht berücksichtigt und den reinen Milchpreis veranschlagt, indem man von € 6.38 /Kilo Butter ausgeht, ergibt sich bei Umrechnung auf 250 Gramm Butter ein Milcheinsatz im Wert von € 1.59.
Alles, was im Handel preiswerter angeboten wird, schlägt sich auf den Milchpreis nieder, den die Molkereien den Milchbauern zahlen. Denn Molkereien, Großhandel, Detailhandel verzichten nicht auf ihre Einnahmen, so landet der schwarze Peter beim Milchproduzenten.
Sogenannte Butter-Mischprodukte (Butter mit Rapsöl, Olivenöl oder Joghurt) sollen- zumindest der Werbung nach- gesünder sein als reine Butter. Das trifft zu, die Molkereien, die Butteranteile durch kostengünstigere Öle oder Joghurt ersetzen, stoßen sich damit gesund, werden diese Mischprodukte doch zum Butterpreis oder sogar noch teurer verkauft. Der gesundheitliche Nutzen für den Verbraucher ist nicht erwiesen.

Bearbeitet von whirlwind am 09.07.2017 10:08:25


Zitat (whirlwind @ 09.07.2017 10:05:58)
Sogenannte Butter-Mischprodukte (Butter mit Rapsöl, Olivenöl oder Joghurt) sollen- zumindest der Werbung nach- gesünder sein als reine Butter. Das trifft zu, die Molkereien, die Butteranteile durch kostengünstigere Öle oder Joghurt ersetzen, stoßen sich damit gesund, werden diese Mischprodukte doch zum Butterpreis oder sogar noch teurer verkauft. Der gesundheitliche Nutzen für den Verbraucher ist nicht erwiesen.

Mir geht es beim Kauf von "Raps-Butter" weder um die Gesundheit noch um den Preis.
Ich sehe den Vorteil darin, dass sie sich, auch wenn sie direkt aus dem Kühlschrank kommt, gut verstreichen lässt.

ich habe den Eindruck, Butter wäre im Sommer immer teurer als im Winter


Gut - die Butterpreise sind zwar gestiegen in den letzten Wochen, aber wenn man mal ehrlich ist, dann ist Butter eigentlich wirklich noch zu billig, wenn man mal bedenkt, wie wenig der Preis die letzten 50-60 Jahre gestiegen ist.

Ich habe nach dem Tod meiner Mutter ihr altes Haushaltsbuch gefunden, das sie Anfang der 60er geführt hat. Da kostete ein halbes Pfund Butter um 2 DM. Wenn ich das z. B. mal mit den Preisen eines Brötchens vergleiche, das zu jener Zeit unter 10 Pfg. kostete, dann kann man sich über den heutigen Butterpreis wirklich gar nicht beschweren! Und Brot und Brötchen sind m. E. wesentlich bedeutsamer im Haushaltsbudget einer Familie, als Butter - die man durchaus ersetzen kann mit anderen Aufstrichen wie Margarine, Frisch- oder Schmierkäse oder auch Quark.
Auch die Kaffeepreise liegen gar nicht so viel höher als in den 60ern. Und wir brauchen sicher nicht lange überlegen, wie viel das prozentual vom Einkommen ist - damals und heute.
Ich bin nur der Meinung, dass von den Preiserhöhungen hauptsächlich die Erzeuger - Bauern bzw. Ernter - etwas abbekommen sollten und nicht der Einzelhandel und sämtliche Zwischenhändler bzw. verarbeitende Industrie. Die kamen bisher sehr gut über die Runden im Gegensatz zu den Erzeugern und könnten das dementsprechend auch komplett weitergeben.


Zitat (valentin @ 09.07.2017 08:45:04)
Bei Rewe kostet die billigste Butter 1,79, Samstag, 8.7. bei uns jedenfalls, vor nicht allzu langer Zeit kostete sie 0,79

Bei meinem Rewe kostet die billigste Butter 1,19 €. Die irische Butter, die ich als Brotaufstrich kaufe, kostet bei Marktkauf dauerhaft 1,50 €, wie ich es bereits erwähnte.

Zitat (1Sterni @ 09.07.2017 09:05:56)
Und sorry aber ich glaube kaum das die Kosten derart explodiert sind um diese horrende Preiserhöhung zu rechtfertigen. 50 cent sind pro Stück und es werden sicher Millionen am Tag verkauft.....

Die Kosten sind nicht explodiert. Dass der Butterpreis jetzt so hoch ist, bzw. als so hoch empfunden wird, liegt an anderen Gründen wie wegfallender Subventionierung, wegfallendem Angebot weil es sich für Bauern nicht mehr lohnt, dadurch höherer Nachfrage und Spekulationen an Warenterminbörsen. Wurde alles hier im Thread schon besprochen. Whirlwind hats auch gut beschrieben.

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 09.07.2017 13:42:27

Zitat (CracklinRosie @ 09.07.2017 12:49:56)
Ich bin nur der Meinung, dass von den Preiserhöhungen hauptsächlich die Erzeuger - Bauern bzw. Ernter - etwas abbekommen sollten und nicht der Einzelhandel und sämtliche Zwischenhändler bzw. verarbeitende Industrie. Die kamen bisher sehr gut über die Runden im Gegensatz zu den Erzeugern und könnten das dementsprechend auch komplett weitergeben.

Ich glaube schon, dass die Erzeuger davon profitieren, denn die Discounter und Supermärkte kriegen eben gar keine billigere Milch mehr und müssen deshalb ihre gestiegenen Einkaufspreise an die Verbraucher weitergeben. Und das sehen wir dann beim Einkaufen. Ob er für die Milcherzeuger jetzt kostendeckend ist, ist die andere Frage.

Ich stimme dir übrigens auch zu, was die Preisentwicklung seit den Sechzigerjahren betrifft. Das kann man auch schön googeln und es ist immer interessant zu sehen, wie viele Dinge teurer, aber sehr viele auch so viel billiger als früher geworden sind, wenn man das durchschnittliche Arbeitereinkommen dazu ins Verhältnis setzt. Das sieht man auch bei sich und seinem Umfeld, wenn man mal bewusst drüber nachdenkt. Ich hatte als junge Erwachsene ein Paar Schuhe, höchstens zwei gleichzeitig. Und eine Sonnenbrille. Heutzutage haben alle einen aus den Nähten platzenden Schuhschrank und ganz viele Sonnenbrillen, von den Massen an Kleidung mal ganz zu schweigen. Dafür gibts heutzutage vieles, was Geld kostet, das wir damals nicht hatten. Flatrates fürs Handy, Tablet, Amazon Prime und Netflix, da kommt einiges zusammen.

Bearbeitet von HörAufDeinHerz am 09.07.2017 13:43:37