leichte Anzeichen von autistischen Störungen


Hallo,

wollte mal nachfragen, ob sich jemand mit autistischen Anzeichen von Kindern (Asperger-Syndrom) auskennt oder ob IHR Erfahrungen von Sozialpädriatrischen Einrichtungen gemacht habt, oder diese empfehlen/ nicht empfehlen könnt. Welche Einrichtungen beschäftigen sich außerdem mit kindlichen-autistischen Störungen und können diese auch richtig einschätzen und evtl. Behandlungspläne aufstellen??

YO


Ich kann dir leider nicht helfen aber ich hoffe für dich das noch Beiträgen kommen.


Hallo

Du wie alt ist das Kind???


Wenn bei Euch in der Nähe eine LEBENSHILFE ist, melde Dich da und lass Dich zur FF (Frühförderung) durchstellen........dort kannst Du Dich erkundigen! Die können Dir in der Regel auch einen Kinderarzt empfehlen.
Die FF ist allerdings nur bis zum Schulbeginn zuständig.


Hallo Yolanda...

ich möchte versuchen, dir ein wenig zu helfen:

Das Asperger- Syndrom ist eine Kontakt- und Kommunikationsstörung (beim "normalen" Autismus ist es etwas "extremer").

Kinder, die daran leiden können sich schwer bzw. gar nicht in andere einfühlen, sie halten an ihren Gewohnheiten fest (wichtig: Alltag sollte immer "gleich" sein, sonst gibts Ärger mit den Kleinen), Wiederholungen in ihrem Spiel und ihrem Tun kommen immer vor, sie sind gern alleine und haben Schwierigkeiten sich mit anderen zu beschäftigen. Sie haben meist keine Freunde und bauen selten oder nie Kontakte zu anderen auf (die Kinder sind sehr ich- bezogen). Die Kinder können sich für einige Themen stark interessieren und beeindrucken dann mit dem Wissen!
Die Kinder sind geistig normal entwickelt, sind aber in der Motorik etwas ungeschickt und im sozialen Bereich stark auffällig!

Habe in meinen Aufzeichnungen noch etwas gefunden:

Schwierigkeiten, die die Kinder haben:

-Situationen werden nicht als Ganzes erfasst, unbedeutende Einzelheiten treten stärker in den Vordergrund

-Gelerntes können sie nicht auf andere Situationen übertragen, sie vergessen viel und lassen sich sehr leicht ablenken

-sind anderen gegenüber sehr hart (was aber nicht böse gemeint ist), fehlende Empathie

-können sehr überempfindlich auf Licht, Lärm usw. reagieren

Stärken der Kinder:

-haben ein fotografisches Gedächtnis und können sich an Dinge (die sie sehr interessieren) sehr gut erinnern

-sind aufrichtig und zuverlässig

-motiviert und dankbar


Die Kinder, die am Asperger- Syndrom leiden sollten so "genommen" werden, wie sie sind. Der Alltag soll gut strukturiert werden und gleichbleibend sein!!! Sie brauchen viel Lob und Anerkennung und soziale Kontakte sollten gefördert werden (langsam und nicht unter Druck stehend!!!)
Gespräche mit Erziehern/Lehrern, Eltern, Umfeld sind sehr wichtig und sollten gemeinsam stattfinden!

Yolanda, ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen! Wichtig ist es aber, Vereine, Berater o.ä. aufzusuchen, die sich genauer damit auskennen und helfen können!

Liebe Grüße,

KRISHU :blumen:


Hi Yolanda,

schau mal hier nach:

http://www.kgu.de/zpsy/kinderpsychiatrie/f...smusaktuell.htm

Bitte erschrick nicht gleich wenn du liest "Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters" ....
Dort bekommst du jedoch die Beratung und Tipps die du evtl. benötigst um mit dieser Krankheit umgehen zu können.

Hilfe findest du ansonsten auch bei integrativen und/oder sonderpädagogischen Einrichtungen.

Lieben Gruß


Zitat (Krishu @ 26.03.2006 - 09:35:10)
Hallo Yolanda...

ich möchte versuchen, dir ein wenig zu helfen:

Das Asperger- Syndrom ist eine Kontakt- und Kommunikationsstörung (beim "normalen" Autismus ist es etwas "extremer").

Kinder, die daran leiden können sich schwer bzw. gar nicht in andere einfühlen, sie halten an ihren Gewohnheiten fest (wichtig: Alltag sollte immer "gleich" sein, sonst gibts Ärger mit den Kleinen), Wiederholungen in ihrem Spiel und ihrem Tun kommen immer vor, sie sind gern alleine und haben Schwierigkeiten sich mit anderen zu beschäftigen. Sie haben meist keine Freunde und bauen selten oder nie Kontakte zu anderen auf (die Kinder sind sehr ich- bezogen). Die Kinder können sich für einige Themen stark interessieren und beeindrucken dann mit dem Wissen!
Die Kinder sind geistig normal entwickelt, sind aber in der Motorik etwas ungeschickt und im sozialen Bereich stark auffällig!

Habe in meinen Aufzeichnungen noch etwas gefunden:

Schwierigkeiten, die die Kinder haben:

-Situationen werden nicht als Ganzes erfasst, unbedeutende Einzelheiten treten stärker in den Vordergrund

-Gelerntes können sie nicht auf andere Situationen übertragen, sie vergessen viel und lassen sich sehr leicht ablenken

-sind anderen gegenüber sehr hart (was aber nicht böse gemeint ist), fehlende Empathie

-können sehr überempfindlich auf Licht, Lärm usw. reagieren

Stärken der Kinder:

-haben ein fotografisches Gedächtnis und können sich an Dinge (die sie sehr interessieren) sehr gut erinnern

-sind aufrichtig und zuverlässig

-motiviert und dankbar


Die Kinder, die am Asperger- Syndrom leiden sollten so "genommen" werden, wie sie sind. Der Alltag soll gut strukturiert werden und gleichbleibend sein!!! Sie brauchen viel Lob und Anerkennung und soziale Kontakte sollten gefördert werden (langsam und nicht unter Druck stehend!!!)
Gespräche mit Erziehern/Lehrern, Eltern, Umfeld sind sehr wichtig und sollten gemeinsam stattfinden!

Yolanda, ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen! Wichtig ist es aber, Vereine, Berater o.ä. aufzusuchen, die sich genauer damit auskennen und helfen können!

Liebe Grüße,

KRISHU :blumen:

Hallo,

das Asperger-Syndrom ist in vielen Aspekten das Problem, welches der Knirps hat. Ich kenne geistig-behinderte-Autisten aus Begegnungen von meiner früheren beruflichen Tätigkeit, aber beim eigenen Kind steht man ja meist immer in einer anderen Position - und sieht gewissen Dinge einfach nicht, oder anders: man sieht Dinge, die gar nicht da sind. Und eine richtige Diagnose bei Autisten, besonders beim Asperger-Syndrom ist bis heute nicht eindeutig zu stellen. Die Erzieherinnen kennen sich nicht wirklich mit autistischen Verhaltensweisen auf, nennen aber gewisse Verhaltensaufälligkeiten die mich sehr, sehr nachdenklich machen und mich in meinen Beobachtungen stärken. Hier auch mal ein Dank an den KIGA, da die Elternarbeit wirklich Hand in Hand geht. Die sind wirklich sehr engagiert, der Kinderarzt hingegen kann dies natürlich nicht sehen - da er in 15 Minuten nicht wirklich einen Eindruck von dem Jungen bekommen kann. :wallbash: Ich hoffe, ich bekomme bald einen Termin im Sozialpädriatrischen Zentrum, daß meinem Kind endlich geholfen wird, daß endlich eine zufriedene Diagnose gestellt wird - und wir nicht auf "Entwicklungsverzögerung" vertröstet werden. Aber mit der Zeit haben sich die Dinge anders entwickelt und von einer Verzögerung kann einfach nicht mehr gesprochen werden.

Mein Grund den Thread zu eröffnen, war um in Erfahrung zu bringen - inwieweit Ihr Erfahrungen mit diesen Zentren gemacht habt - und ob Ihr mit den dortigen Begebenheiten und den Ärzten zufrieden seid oder auch dort arbeitet und mir berichten könnt, was auf uns und den Kleinen zukommt.


@ Rheingaunerin: Danke für den Link - hatte schon länger nach etwas ähnlichem gesucht - aber nicht wirklich gefunden.


YO

Schade, mit Erfahrungen mit solchen Diensten kann ich dir nicht helfen!
Wünsche dir aber alles Gute bei der Suche danach...

KRISHU :blumen:


@Yolanda:

Hast du mal an ADS gedacht?
Wenn keine Hyperaktivität dazu kommt, könnten die Symptome auch passen.


Zitat (Calendula @ 26.03.2006 - 20:35:49)
@Yolanda:

Hast du mal an ADS gedacht?
Wenn keine Hyperaktivität dazu kommt, könnten die Symptome auch passen.

Hallo,

´dran gedacht haben wir schon, und uns auch mit dem KIGA darüber unterhalten, da die wiederum ADS-Kinder kennen. Können wir mit Sicherheit ausschließen.

Grad´läuft auf RTL eine Reportage über Autismus. Mal sehen, ob´s Überschneidungen gibt.

YO

Hi Du,

schön, das du den bericht auf rtl auch gesehen hast. Ich kann Dir raten, Dich an den Verein "Hilfe für das Autistische Kind e.V." zu wenden. Die sind sehr kompetend. Habe selber 2 jahre mit autisten gearbeitet, allerdings Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Steht die Diagnose bei Deinem Butscher denn schon fest?

Ich weiß ja nicht wo Du genau herkommst, aber von der Lebenshilfe in MV würde ich eher abraten, da hab ich keine guten Dinge gehört/erlebt.

Werd mal weitergrübeln... Meld mich später nochmal.

Liebe Grüße von der Küste

die Ulle


In Viersen gibt es noch die "Rheinischen Kliniken Viersen". Dort hat man sich auch spezialliesiert auf Autismus.

Yolanda, jeder Autist hat zwar ähnliche Verhaltensmuster, dennoch ist jeder anders. Nur als Beispiel: manche sind sofort Autoagressiv, manche wiederum gar nicht. Einige können die für wenige Sekunden in die Augen blicken, manche gar nicht.
Es kommt immer darauf an wie stark ausgeprägt sie ist.

Ich hoffe das du rasch das passende findest damit deinem Kleinen geholfen werden kann.


Es ist schwierig so eine Störung als *Laie* festzustellen.
Mein Sohn hat autistische Wahrnehmungsstörungen und es war fast wie ein Spiessrutenlauf von Arzt zu Arzt, ehe man diese Diagnose gestellt bekommen hat.

Wenn du möchtest, können wir uns gerne darüber unterhalten.
Mein Sohn ist fast 16 Jahre alt und ich hab ein wenig Erfahrung damit.

lg peggy


Ich komme allerdings aus Wien und werde dir daher wenig mit Zentren in Deutschland dienen können.


Habe einen Temin in der Kinder-und Jugenpsychiatrie in Marburg - leider erst Mitte Mai. Die haben auch eine "Forschungsgruppe" die sich mit autistischen Störungen und im allgemeinen mit Wahnehmungsstörungen befassen. Ich hoffe, daß unser "Lütte" dort in guten "Händen" sein wird - und wir nicht nur mit "Entwicklungsverzögerten Störungen" abgefertigt werden.

Unser "kuzfristiges" Ziel ist es, einen Integrationsplatz für das neue Kindergartenjahr zu erreichen. Aber bis dahin haben wir noch den deutsch-typischen Bürokratie-Krieg zu gewinnen. Hätte unser Kind sichtbare körperliche Defizite, so wäre ein Integrationsplatz unumgänglich, so aber müssen wir um jeden Arztbericht kämpfen.

Langfristig gesehen, wäre es sehr, sehr schön wenn er irgendwann einmal die Grundschule hier im Ort besuchen könnte. Hoffe er kann seine Defizite bis dahin aufholen.

Aber was auch immer Ursache oder Wirkung seiner Lebensumstände bzw. Entwicklungsabläufe sind, er ist ein wahhhhhhnnnnnsinnnnnig toller Junge auf den ich irre stolz bin. Wenn jemand von Euch den Bericht gestern auf RTL gesehen hat, hat vielleicht noch die Worte der Mutter im Ohr die sagte:

"ich lieb´den so, .....würd´am liebsten in ihn hineinkriechen........, könn´t ihn auffressen...."

OHHHHHH, mein Großer ist so süüüüüüüüüüüüüüüßßßßßßß - den muß man einfach liebhaben.


YO


(oben abgegebenen Kommentare zu dem Kind können natürlich auch von anderen Müttern an ihre Söhne oder Töchter übertragen werden.....*liebanschau*)



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