Dieselfahrverbote ... das "für und wider"


So, nachdem ich mich auch nach einer Nacht drüber schlafen noch nicht abgeregt habe, mache ich hier einfach mal ein Thema auf, in dem sich auf- oder abgeregt werden kann, in dem man sich austauschen und - bitte einigermaßen sachlich - diskutieren kann.

Bisher hatte ich gedacht, okay dann werden halt für einzelne Strecken Fahrverbote ausgesprochen (wie zB in Hamburg) oder eventuell auch für einen kleineren Kreis von Straßen. Kann ich mit leben, da ich dann diese Ecken einfach meide oder mit den Öffentlichen dort hineinfahre. Nach Köln habe ich mir dann schon so meine Gedanken gemacht, hier wurde ja gleich die gesamte Innenstadt einbezogen.

Seit dem gestrigen Urteil bin ich ehrlich gesagt ziemlich geschockt, hier wird in Essen gleichmal ein ganzer Abschnitt einer Autobahn plus 18 zum Teil umgebende Stadtteile gesperrt. Haben die noch alle Latten am Zaun? Oder hat sich da auch nur mal einer eine Karte zur Hand genommen und geschaut, was genau diese Sperrung bedeutet? Wie groß die Umwege sind, die jetzt sämtliche LKW etc fahren müssten ... ach ne, die bekommen ja vermutlich alle eine Ausnahmegenehmigung, wie auch die Busse, die Handwerker, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst. Und wen trifft es dann ... den "kleinen Mann".

Die Autoindustrie verbockt es, mogelt sich mit Schummelsoftware durch, wird erwischt, die Regierung macht mal vorsichtig mit dem Zeigefinger "du du du" und alle machen weiter wie bisher. Die Autohersteller bekommen keine Auflagen, keine Strafe, keinen Zwang, ihren Scheiß wieder grade zu biegen (und das bitte pronto), gelackmeiert ist der Normalbürger.

Mein

Auf einen Benziner zu wechseln kam bisher auch nicht in Frage, mit dem aktuellen PKW zahle ich pro Jahr etwa 2.345 Euro alleine für die Tankfüllungen ( mit 5,6l Verbrauch und einem Preis von 1,40€/l Diesel), rechne ich das auf einen Benziner um (gleiches Fahrzeug, ich habe den Vergleich, da eine Freundin den Benziner fährt), liege ich bei 4.064 Euro (9l bei 1,51 Euro/l E10). das heißt ich muss deutlich teurer tanken, Benziner halten natürlich auch nicht so lange wie Diesel und müssen daher eher zur Reparatur, die km-Leistung eines Diesels schafft ein Benziner meist auch nicht, also muss ich das Auto auch eher austauschen, kostet mich also auch wieder mehr.

Nun kommen gerne die Leute, die sagen "fahr doch mit den Öffenltichen" ... würde ich sehr gerne machen, aber mal nur für meinen Arbeitsweg:

- ich fahre mit den "Öffis" täglich je Strecke 15 Minuten länger, also knapp eine Stunde 15 MInuten => wenn alles normal läuft!
- ich bin auf fixe Zeiten angewiesen (bei mir jede Stunde), ist in der heutigen Arbeitswelt kaum machbar, also entweder "Stift fallen lassen" oder eine Überstunde machen für vielleicht 5-10 Minuten "Mehrarbeit".
- ich mache oft Einkäufe direkt auf dem Heimweg (fällt weg, da ich zB nicht 12l Milch mit der Bahn mitschleppe)
- alleine seit OKT 2017 fuhr meine SBahn aufgrund von Bergschäden bis Anfang Mai nur mit Schienenersatzverkehr (=DIESELBUS), d.h. je Strecke +30 Minuten Fahrzeit oben drauf, da ich ja einen Anschlusszug erreichen muss (sofern alles glatt geht!)
- ein paar Wochen ging es dann normal, Ende Mai dann die nächste Streckensperrung und Ersatzverkehr (wieder +30 Minuten je Strecke!), da Gleise ausgetauscht werden mussten und ein Bahnhof renoviert werden sollte (oh wunder, der wurde NICHT renoviert, da keine Firma Zeit hatte. Hier ist also der nächste Ausfall vorprogrammiert!)
- Kaum lief diese Strecke wieder normal, gab es eine Baustelle auf dem Anschlusszug, also war der Anschlussbus am Zielort weg (bzw auf dem Rückweg der Anschlusszug), wieder +30 Minuten je Strecke ...
- nun ist diese Baustelle weg, dafür gleich die nächste, was meinen Zwischenzug ganz wegfallen lässt und die Fahrzeit wieder + 30 Minuten je Strecke für den Umweg bedeutet
- bisher nicht erwähnt sind die Ausfälle durch Stellwerksstörungen, Laub auf der Strecke, Hitze im Sommer, Kälte im Winter oder sonstige Befindlichkeiten.

Und das ist nur mein Dienstweg, wenn ich zB privat zum Sport will (liegt nun auch in der verbotenen Zone), brauche ich mit dem PKW knapp 25 Minuten je Strecke, mit den Öffis knapp 45 Minuten je Weg (und es ist echt "toll", nach dem Sport nassgeschwitzt um 22 Uhr noch mit dem Bus fahren zu müssen).

Das sind jetzt nur mal meine Auswirkungen dieses ganzen Theaters, von den Einzelhändlern etc will ich gar nicht erst reden ...

So, genug aufgeregt ... sorry dass es so lang wurde, aber das musste mal raus.

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Frau Merkel wollte ja eine Million E-Autos auf die Straße bringen und läßt nun die Justiz ihren (Merkels) Job machen...

Wie ich im IN/Out schon schrieb, eine riesige Jobvernichtungsmaschine...


Das vorab: ich selber fahre nicht Auto, habe auch keinen Führerschein, aber eine Meinung zum Dieselfahrverbot habe ich trotzdem.

Bevor Fahrverbote gerichtlich festgelegt werden, sollte erst einmal der ÖPNV ausgebaut und erweitert werden, damit die Menschen überhaupt eine Ausweichmöglichkeit haben.
Es müssten mehr Busse und Bahnen fahren, damit die Pendler nicht in totel überfüllten Verkehrsmitteln eingequetscht ihren Arbeitsplatz nur im Stundentakt (wie hier in der Gegend) erreichen.
Dann müsste allerdings auch gewährleistet sein, dass nicht bei jeder Gelegenheit z.B. der Zugverkehr ausfällt, weil entweder im Sommer die Klimaanlagen ausfallen oder bei Unwettern Bäume auf den Schienen liegen. Es gibt zwar schon seit längerem Vorschläge, dass der Baumbestand entlang den Gleisen in einem Abstand von 6m gefällt werden soll, passiert ist allerdings bis heute noch nichts.

Das Fahrverbot in Hamburg bringt mMn nichts, denn die Luft wird zwar an den gesperrten Straßen wie z.B. der Stresemannstraße etwas sauberer, aber in den umliegenden Ausweichstraßen steigt die Belastung nun drastisch an. Der Verkehr quält sich jetzt u.a. durch Wohnstraßen, an denen auch Schulen und KITAs liegen.
Ob das nun sinnvoll ist, wenn auf den Schulwegen der Kinder der LKW-Verkehr ansteigt, ist mehr als zweifelhaft.
Das Problem wurde gestern Abend gerade im Hamburg-Hournal vom NDR gebracht.

Die größte Luftverschmutzung in HH ist und bleibt der Schiffsverkehr im Hafen. Die Kreuzfahrtschiffe verpesten die Luft mehr, als der gesamte Autoverkehr in Hamburg.
Auch die Hafenrundfahrten und Barkassen tragen erheblich zur Verschmutzung bei. Dann müsste man diese auch verbieten.

Das grösste Unding ist, dass wie @Binefant schon schrieb, die Autobauer nicht herangezogen werden, um den von ihnen bewusst angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Aber das wird ein Wunsch bleiben, solange auch nur ein Politker in einem Aufsichtsrat in der Autoindustrie sitzt....


die leut sollen sich wohl alle nase lang andere autos kaufen, die dann auch verjagt werden..........

in HH - ein witz die umweltzonen, weil - LUFTLINE ca. 2 km entfernt... ist die elbe, wo viele große kreuzfahrtschiffe und andere schiffe genug abgase produzieren,... das bleibt aber erlaubt !

sehr fragwürdige politik.

für e-autos ist die aufladungsmöglichkeit noch lange nicht flächendeckens ausgebaut.........zudem die reichweite zu knapp.

und die öffentlichen.. sind ja dauernd unpünktlich - wie soll das mit nem job funktionieren ?

man solle eher fliegende autos erfinden... die straßen sind so marode.. alles geld fließt anderwo hin...


Bei uns wurde die jetzt in der Umweltzone liegende Autobahn erst noch 3spurig je Richtung ausgebaut, damit sie den ganzen Verkehr überhaupt packt. Und nun das Verbot...

E-Autos auch so ein Beispiel:

- Reichweite ist eins der Probleme
wenn ich nur knapp 150 km damit komme, fällt es bei vielen Berufstätigen weg, da oft die Fahrstrecke läner ist als die Reichweite (oder sehr knapp dran)

- Ladestationen
an der Arbeit habe ich keine Möglichkeit zu laden, zu Hause habe ich zwar eine Garage, aber dort liegt kein Strom (sie ist auch nicht direkt an der Wohnung/am Haus), ich müsste also irgendwie Strom dort hinbekommen (und zwar eine ausreichende Leitung) bei uns wohnen in dem haus 64 Familien, wenn die alle Strom zum laden der Autos benötigen, brauchen wir quasi eine Starkstromleitung nur für die Ladungen... liegt aber nun auch nicht 'mal eben' in der Erde :pfeifen:

- Ladekapazitäten der Stromerzeuger
Hat sich mal jemand durchgerechnet, wieviel Strom (inkl der Stromspitzen zu Feierabendzeiten!) dann benötigt werden? Wie blauäugig ist man denn, zu glauben, dies könne durch Ökostrom bereitgestellt werden?

- Herstellung der Akkus für diese Fahrzeuge
auch hier ist nicht alles grün ... ich werfe einfach mal Lithiumgewinnung in den Raum, da gibt es genug Videos und Infos im Netz, wie dieses zB im Kongo gewonnen wird. Sehr ökologisch ... :pfeifen:

- Entsorgung der Akkus
der nächste Punkt, der ganz bestimmt nicht dem Umweltschutzgedanken entspricht ...

- Sicherheit der Akkus
ich möchte nicht, dass mein Auto unter mir abfackelt. Ist ja leider auch bereits mehrfach vorgekommen und solange das nicht gesichert vermieden wird... nö danke.



E-Auto mag toll sein für die "ich muss einmal im Monat einen Großeinkauf machen"-Fahrer, aber nicht flächendeckend.


Ich habe auch kein Auto. Ich fahre mit den Öffis, erledige vieles zu Fuß und wenn ich mal ein Auto brauche, mache ich Carsharing. Das hat viele Vorteile, zum Beispiel, dass ich nicht immer mit einer Riesenbenzinkutsche herumfahren muss, sondern die Art des Fahrzeugs immer dem Verwendungszweck anpassen kann.

Aber ausgebaut muss das alles werden, denn in Ferien - oder Stoßzeiten hat man oft Probleme spontan ein Auto zu bekommen. Schlecht, wenn man dann dringend eins braucht. Und: Viele Fahrzeuge der Flotte sind auch Diesel.

Die Öffis sind zu teuer und zu unzuverlässig, als dass sie wirklich für alle eine Alternative zum Auto darstellen. Viele Buslinien sind überlastet und rappelvoll. Zu Schulbeginn oder Schulschluss ist es manchmal unmöglich überhaupt Bus zu fahren, weil dann nicht nur die Anzahl der Schüler das Fassungsvermögen der Busse an ihre Grenzen bringt, sondern alle noch dicke Ranzen aufhaben. Einsatzbusse: Fehlanzeige.
Die Taktung der Busse ist oft mangelhaft, sodass manche Orte - obwohl innerstädtisch - kaum zu erreichen sind, bzw nur alle Schaltjahre mal. Gerade im Winter ist die Aussicht darauf, irgendwo länger herumzustehen und vielleicht 30 Minuten auf den nächsten Bus zu warten, wenig verlockend.
Wenn mal ein bisschen Schnee fusselt, denn mehr ist es bei uns selten, überfordert das den ÖPNV und der Fahrbetrieb wird einfach mal vorsorglich eingestellt.

Wenn es darum geht, für längere Strecken den Zug zu nehmen, muss ich oft passen, obwohl ich es eigentlich tun würde. Denn schon ab zwei Personen ist ein Leihauto oft deutlich günstiger, komfortabler sowieso, und selbst Flüge sind manchmal nur einen Bruchteil so teuer, wie das Zugticket. Mehr Geld zahlen und länger unterwegs sein, den Nervenkitzel mit Verspätungen, Umsteigen und Anschlusszügen haben - wen soll das locken?

Das kann es nicht sein. So kriegen wir keine Autos aus den Innenstädten. So bringen wir niemanden dazu, auf effektivere oder umweltfreundlichere Verkehrsmittel zu setzen oder wenigstens ihren Zweitwagen abzuschaffen. Aber dass das langfristig passieren muss, sehe ich durchaus auch ein.

Fazit: so eine HauRuckmethode halte ich auch für schwierig. Man muss den Wandel langfristiger, aber durchaus zielgerichtet umsetzen und Alternativen attraktiver machen.

Bearbeitet von Victoria Sponge am 16.11.2018 14:55:35


...und das hier gehört auch verboten!!!

1. nicht gut für die Umwelt
2. geht zu Lasten des Personals, die bekommen bei der Fluglinie nicht gerade üppige Gehälter

Bearbeitet von Kampfente am 16.11.2018 16:04:42


da wird ein fahrverbot eingeführt.... und niemand kann es kontrollieren....

bin schon sooo oft durch solche umweltzonen gefahren, hab niemals gesehen, daß das jemand kontrolliert....


Ich fürchte, das wird dann per Kennzeichenerkennung geprüft: Handelsblatt
Orwell lässt grüßen.
Messtechnik (Ort der Aufstellung) und Grenzwert (weit unter MAK-Wert) sind haarsträubend (Focus), zudem wird gerne NOx und Feinstaubbelastung durcheinander geworfen.

Bearbeitet von chris35 am 16.11.2018 21:00:51


Online-Petition: Deutschen Umwelthilfe (DUH): Aberkennung des Status der Gemeinnützigkeit!

Hier stehen auch einige Dinge, die mich sprachlos machen... überschrittene Werte durch - Achtung! - POLLENFLUG! Oder dort, wo seit Tagen kein Auto bewegt wurde ... und auf diesen Werten basieren die Fahrverbote...?!? Na Gute Nacht Johanna ...

mir kommt das alles vor wie schummelei... und niemand wehrt sich..........


Fahrverbote für bestimmte Bereiche halte ich für sinnlos. In A + B darf nicht gefahren werden - aber in C ist es wieder erlaubt. Weiß die Luft in C, daß sie nicht nach A + B strömen darf? :rolleyes: Luft kennt keine Grenzen... :pfeifen:


Und wer sagt denn, dass die Luft dann nicht alleine deswegen "schlechter" wird, weil die PKW/LKW plötzlich nicht mehr durch A und B dürfen und somit durch C fahren ...


ich empfehle zu dem Thema die "heute show" von gestern Abend ... die bringen es - wie immer - deutlich auf den Punkt :)


Ich fahre einen drei Jahre alten Golf Diesel als Firmenwagen. Es ist auch bei meinem Job - Außendienst mit Kundenbesuchen - überhaupt nicht möglich, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wenn jetzt echt ganze Stadtteile und Autobahnen gesperrt werden (nur für ältere Modelle? Oder auch für die neueren?) habe ich ein echtes Problem.

Privat brauche ich so gut wie kein Auto, ich wohne mitten in der Innenstadt und kann alles fußläufig erreichen, nur für Großeinkäufe brauche ich es. In unserer Kleinstadt gibt's auch so gut wie keine öffentlichen Möglichkeiten, nur Busse, die alle paar Stunden mal fahren. Auf dem Dorf ringsum ist man ohne Auto total verloren.


Zitat (Isamama @ 17.11.2018 15:18:29)
Ich fahre einen drei Jahre alten Golf Diesel als Firmenwagen. Es ist auch bei meinem Job - Außendienst mit Kundenbesuchen - überhaupt nicht möglich, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wenn jetzt echt ganze Stadtteile und Autobahnen gesperrt werden (nur für ältere Modelle? Oder auch für die neueren?) habe ich ein echtes Problem.

Kann jetzt nur für Essen sprechen: Ab Juli '19 Diesel Euro 4 und schlechter, sowie Benziner Euro 1+2, ab September '19 trift es auch Diesel Euro 5.

Hier mal ein Bild des Ausmaßes in und um Essen ... wie soll man nun fahren, wenn man aus dem Essener Süden nach Bochum oder Dortmund will ...? Die "Umfahrungsgebiete" werden sich bedanken. Und es kostet unendlich viel Zeit ... ach ja, mitten in Rüttenscheid liegt auch die Messe Essen. Bin mal gespannt, wie da die Auswirkungen sind.

Bearbeitet von Binefant am 17.11.2018 15:31:34

so siehts auch in HH aus..............

weiß nicht, was die letztendlich wollen..

daß niemand mehr auto fährt.. ? oder sich alle jahre ein neues kauft, weil wieder gesetzte geändert werden ?

daß man nimmr zur arbeit kommt, oder mit stunden verspätung ?

dauernd wird alles verändert, reglementiert...

mein land wird mir immer umsympathischer...........

Bearbeitet von laluna* am 17.11.2018 17:11:47


@laluna:...dauernd wird alles verändert, reglementiert...
mein land wird mir immer umsympathischer...........

Ja, da können wir uns wirklich bei Autominister Scheuer und der Autoindustrie bedanken.
Gerade Du bist bestimmt auch auf gute Luft angewiesen - bei Deinen Allergien.

Sind aber nicht nur die Autos. Ich möchte nicht wissen, wieviel Kerosin (bestimmt viele Tonnen) von den vielen Flugzeugen vom Himmel fällt.
Kreuzfahrschiffe sollen ja auch die größten Dreckschleudern sein. Da könnte etwas mehr hingeschaut werden.

Von den Kaminen, die jetzt wieder angefeuert werden, ganz zu schweigen. Ich bin da vielleicht ein bisschen empfindlich - merke das sofort, wenn ein Nachbar eventuell sogar Zeugs verbrennt.

Bearbeitet von Tessa_ am 17.11.2018 18:48:50


Als ich vor 1,5 Jahren mein neues Auto gekauft habe, muss ich echt einen hellen Moment gehabt haben. Eigentlich sollte es ein Diesel werden aber ich hab mich dann doch für einen Benziner entschieden, trotz der höheren Kosten. Jetzt bin ich froh darüber.
Wir haben glücklicherweise vor einem Jahr beim Firmenwagen, der ersetzt werden musste vom Diesel auf einen Benziner
umgeswitcht und sind sehr froh darüber-
Der Firmenwagen wird im Jahr so ca40.000 km bewegt und natürlich auch in Innenstädte und immer mit grosser Zuladung. Wir wüssten gar nicht, wie wir ein komplettes Messequipment zum Kunden bringen sollten ohne direkt vor die Tür zu fahren.

Ich nehme mal an, solche Probleme kennen unsere Volksvertreter gar nicht, denn die werden mit grosser Flotte immer direkt da hingefahren wo sie hinwollen.


Zitat (idun @ 17.11.2018 18:35:20)
Als ich vor 1,5 Jahren mein neues Auto gekauft habe, muss ich echt einen hellen Moment gehabt haben. Eigentlich sollte es ein Diesel werden aber ich hab mich dann doch für einen Benziner entschieden, trotz der höheren Kosten. Jetzt bin ich froh darüber.
Wir haben glücklicherweise vor einem Jahr beim Firmenwagen, der ersetzt werden musste vom Diesel auf einen Benziner
umgeswitcht und sind sehr froh darüber-

In einer kürzlichen TV-Debatte sagte einer der Fachleute, dass die Beziner definitiv folgen würden. Binefant schrieb ja auch schon von den Benzinern 1-2, die anderen werden folgen. Ich denke, dass wir zum E-Auto gezwungen werden sollen.

Ich selbst fahre einen Golf 7 Blue motion Euro 5, werde also auch irgendwann dabei sein. Ich bin aus verschiedenen Gründen auf mein Auto angewiesen. Ich wollte mein Auto eigentlich so lange fahren, wie es geht. Selbst mit einer Prämie oder Ausgleichsleistung von VW bin ich als Rentnerin nicht in der Lage, mir ein neues Auto zu kaufen. Ich muss einfach abwarten, wie sich alles entwickelt und irgendwann Entscheidungen treffen.

geldvernichtungsmaschine ist das doch

nun sind die autos dran

was kommt danach ?


Was ändert sich an der Luftverschmutzung, global gesehen, wenn Umwegstrecken gefahren werden? Die Bewohner an diesen Strecken werden sich bedanken, die Grundstückspreise sinken durch vermehrtes Verkehrsaufkommen und die Luftverschmutzung bleibt die gleiche, egal ob 5 oder 10 km entfernt.

Ich bin zwar durch Sonderregelung für meinem Diesel nicht davon betroffen, beabsichtige jetzt sogar den Kauf eines Diesels wegen der günstigen Preise, aber man weiß nie, was in Zukunft noch auf die Bürger zu kommt:

Ich sehe es als Entmündigung der Bürger - sonst nichts.


Zitat (xldeluxe_reloaded @ 17.11.2018 20:57:24)
Ich sehe es als Entmündigung der Bürger - sonst nichts.

Sehe ich genauso!!!

Wenn ich in den Ort nicht mehr rein fahren dürfte wo ich arbeite dann hätte ich ein riesengroßes Problem.
Ich finde es nicht schön wenn Dieselfahrer in einigen Orten nicht mehr fahren dürfen. Und außerdem, was bringt es wenn diese Fahrer durch diese Orte nicht mehr durchfahren? Dann fahren sie durch andere Orte und verpesten dort die Luft. Und dann kommt es vielleicht so weit dass kein Dieselfahzeug mehr produziert wird. Was dann folgt können wir uns ausmalen. Es ist meiner Meinung nach alles gehopst wie gesprungen.


Dass irgendwann keine Dieselfahrzeuge mehr produziert werden, kann ich ja noch akzeptieren, eine quasi Enteignung der aktuellen Dieselfahrer jedoch nicht. Mein Fahrzeug (gerade mal 5 Jahre alt!) ist doch nichts mehr wert, bekommen würde ich nur einen Bruchteil, wenn ich es jetzt verkaufe. Und für die "Prämie" kann ich mir kein neues Auto kaufen, habe also den Kaufwert meines Autos verloren, sollte ich wirklich tauschen müssen. Der Staat (bzw hier das Gericht) greift in meinen Besitz ein, dieses Recht hat er meiner Meinung nach nicht.


wieso werden kreuzfahrtschiffe nicht verboten ? die sind genauso umweltschädlich...


Zitat (laluna* @ 18.11.2018 00:23:54)
wieso werden kreuzfahrtschiffe nicht verboten ? die sind genauso umweltschädlich...

Weil die nicht durch die Ortschaften durchfahren.

Zitat (Orgafrau @ 18.11.2018 08:35:10)
Weil die nicht durch die Ortschaften durchfahren.

Hallo? Kennst du den Hamburger Hafen? Der liegt mitten in der Stadt. Und die Kreuzfahrtschiffe legen alle irgendwann mal in einem Hafen an und der ist nicht auf einer Insel mitten im Meer.
Wenn die Schiffe anlegen, laufen die Dieselmotoren weiter, da das Schiff mit Strom versorgt werden muss. Nicht jeder Hafen hat Landstromversorgung und nicht jedes Schiff ist für selbige ausgerüstet.
Dein Argument hinkt.... :pfeifen:

Habe noch ein paar Buchstaben gefunden und eingefügt :sarkastisch:

Bearbeitet von Kampfente am 18.11.2018 08:55:51

Zitat (Orgafrau @ 18.11.2018 08:35:10)
Weil die nicht durch die Ortschaften durchfahren.

Neulich wurde im TV gezeigt, wie riesige Kreuzfahrtschiffe mitten durch Venedig fahren.
Gigantische, mehr als haushohe Monster mitten in den idyllischen Kanälen...

Denkt da überhaupt noch jemand an die Menschen, die dort wohnen?:heul:

Bearbeitet von Jeannie am 18.11.2018 08:48:36

Diese riesen Kreuzfahrtschiffe machen in Venedig bald alles kaputt, die Lagune verträgt diese großen Wasserbewegungen nicht, die diese Dampfer verursachen. Sie wirbeln unter anderem den Meeresboden in der Lagune und den Kanälen auf, das lockert die Pfähle. Venedig geht daran kaputt, es dauert gar nicht mal mehr so lange...

@Orgafrau: und nur weil die Schiffe nicht durch die Stadt fahren, dürfen sie andernorts gerne die Luft weiter verpesten? Was ist das für eine schräge Logik?

Entweder sehe ich zu, dass unsere Luft generell besser wird oder ich lasse es gleich ganz sein. Natürlich muss man irgendwo anfangen, aber warum dann nicht mal bei den größten Verschmutzern? Warum immer bei den kleinsten? Und - wie Kampfente schon schrieb - in Hamburg fahren die schon mitten in der Stadt.

Bearbeitet von Binefant am 18.11.2018 09:09:48


Ich fahre so lange meinen Diesel weiter wie
- flugshows veranstaltet werden zur unterhaltung
-Autorennen stattfinden
-mio von Leuten mit dicken kreuzfahrtdampfern über die Weltmeere schippern
-mio von Leuten nur mal eben zum shoppen nach New York fliegen

Habe ich noch etwas vergessen? 🤔
Übrigens ist eine der großen Ursachen der Feinstaubbelastung der Bremsstaub. Ich Bremse einfach nicht mehr. 😜


Zitat (Kampfente @ 18.11.2018 08:40:22)
Hallo? Kennst du den Hamburger Hafen? Der liegt mitten in der Stadt. Und die Kreuzfahrtschiffe legen alle irgendwann mal in einem Hafen an und der ist nicht auf einer Insel mitten im Meer.
Wenn die Schiffe anlegen, laufen die Dieselmotoren weiter, da das Schiff mit Strom versorgt werden muss. Nicht jeder Hafen hat Landstromversorgung und nicht jedes Schiff ist für selbige ausgerüstet.
Dein Argument hinkt.... :pfeifen:

Habe noch ein paar Buchstaben gefunden und eingefügt :sarkastisch:

Natürlich, daran habe ich nicht gedacht. Auch Venedig habe ich vergessen. Sorry
Das kommt dabei raus wenn man auf dem Land lebt und mit Großstädten in dem Sinne nichts zu tun hat.

in HH ist die elbe mitten in der stadt, die stadt drumrum.

ca. 1 - 2 km luftlinie entfernt vom hafen sind 2 straßen wegen feinstaub gesperrt... für die diesel....

ABER - die kreuzfahrtschiffe dürfen munter fahren und im hafen weiter die luft verpesten.

und... es wurde ebenso erhöhter ausstoß von feinstaub an einer straße gemessen, die für einen marathon gesperrt war......... sehr mysteriös....

vielleicht sollten mal die meßgeräte überprüft werden !!

ich fahre meinen uralten diesel solange weiter, bis er sich allein verschrottet.

oder......... mir wird geld gegeben, um ein von der regierung gewünschtes auto zu kaufen !


Sogar Bewohner mancher, spärlich besiedelter(!) Norwegischer Fjorde beklagen bereits die Luftverschmutzung durch die schwerölbetriebenen Kreuzfahrtschiffe, da geht es nicht nur um Belastung von Städten.
Wer preiswerte Kreuzfahrten bucht, muss sich der Umweltproblematik bewusst sein!
Das Gleiche gilt für die bereits erwähnten Billigflüge.
Alles hat seinen Preis! Was nicht das Portemonaie des Menschen belastet, belastet die Umwelt, Ökonomie und Ökologie sind immer Gegenpole.

Die Fakten bezüglich der Diesel-Fahrverbote sind Folgende:
- Seit 2009 sind die Grenzwerte bezüglich Stickoxiden und Feinstäuben gesetzlich festgelegt.
- Länger noch wurde wissenschaftlich belegt, dass beide gesundheitsschädlich sind.
- Weder Grenzwerte noch die medizinischen Erkenntnisse wurden geheimgehalten, sondern für jeden zugänglich veröffentlicht.
- Auch wurde in der Vergengenheit immer wieder über Überschreitungen der Grenzwerte in den Medien berichtet.
Die jüngst gerichtlich ausgesprochene Verpflichtung mancher Kommunen, Fahrverbote zu verhängen, kommt also keinesfalls plötzlich vom Himmel gefallen, sondern ist die logische Folge der Ignoranz von Verbrauchern, Industrie und Politik der letzten Jahre.

Es wurde niemand gezwungen, sich ein dieselbetriebenes Fahrzeug zuzulegen.
Wie bereits in vorherigen Kommentaren aufgeführt, geschah und geschieht diese Wahl hauptsächlich aus ökonomischen Gründen: ein Diesel-Fahrzeug ist preiswerter in der Haltung und im Betrieb. Dass Dieselfahrzeuge zwar dem Besitzer sparen helfen, das aber auf Kosten der Allgemeinheit geht, darüber machen sich die wenigsten Dieselfahrer Gedanken:
-Dieseltreibstoff ist aufgrund verringerter Steuern preiswerter als Benzin, füllt also das Steuersäckel prozentual gesehen langsamer.
-Die Behandlungen der durch Luftverschmutzung veursachten Atemwegserkrankungen werden von der Solidargemeinschaft der Krankenkassen getragen.
Dieselfahrer fahren preiswerter, weil die anderen sie mitfinanzieren!
Zu jammern, weil Menschen, die meine umweltschädliche Fortbewegungsweise mitfinanzieren, nun zu ihrem Recht auf gesündere Umweltverhältnisse, sprich´ sauberer Luft, kommen sollen, halte ich für höchst unangemessen.

Umweltschutz beginnt bei jedem Einzelnen, gelingt aber letztendlich nur im Zusammenspiel von Individuen, Industrie und Politik.
Wenn jeder Privatmensch, der einen Diesel fährt (das gilt aber generell für jedes motorisierte Fahrzeug, auch für elektrobetriebene), nach dem Prinzip lebt: ".... ich verschmutze die Umwelt, solange das andere auch tun....", dann ist das nicht nur egoistisch, sondern auch ein Zeichen von " Nicht über die eigene Nasenspitze hinausdenken können". Wenn jeder Einzelne so denkt und handelt, kommt eine Menge Mist zu Lasten der Umwelt zusammen!

Die Gerichtsentscheide über die zu verhängenden Fahrverbote wären langfristig vermeidbar gewesen, wenn die Autoindustrie sich um sauberere Motoren bemüht hätte, statt technische Tricksereien zum Betrügen von Verbrauchern und Behörden zu entwickeln, wenn die Politiker nicht nur über Umweltschutz geredet hätten, sondern ihren Ankündigungen hätten Taten folgen lassen, statt vor der Industrie (Autoindustrie, Kraftwerkbetreiber) zu kuschen. NIcht zuletzt auch, wenn die Wähler frühzeitig der Politik des Zauderns, Hinhaltens und Aussitzens ein Aus bereitet hätten.
Auch wären rechtzeitiger Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, der Radwege und von Radparkplätzen ein Baustein zur saubereren Luft gewesen, damit von Investitionen.
Alle, Verbraucher, Industrie und Politik, haben gepennt und geträumt, dass es im alten Schlendrian weitergehen kann und die Umwelt das schon verkraften wird.
Jetzt auf einmal, unsanft geweckt durch die Gerichtsentscheide, beginnt das große Wehklagen und hektische Betriebsamkeit, um die drohenden Fahrverbote zu vermeiden. Wenn irgendetwas unangebracht ist bezüglich dieser Problematik, dann ist das Hektik, sie führen zu Einzelentscheidungen, untereinander unabgestimmt, oft gegenseitig kontraproduktiv. Mehr als kosmetische Flicken auf einem grundlegenden Problem kommen dabei nicht heraus.

Was sagen die ab nächstem Jahr anzuwendenden Dieselfahrverbote aus? In bestimmten, fest umgrenzten Bereichen von Kommunen dürfen dieselbetriebene Fahrzeuge bestimmter Abgaseinstufungen zu bestimmten Zeiten nicht einfahren, nämlich dann, wenn die Luftbelastung gesetzlich festgelegte Werte überschreitet.
Welche Maßnahmen zur Vermeidung des Fahrverbotes werden von den Kommunen geplant/ in Angriff genommen:
- Juristische Gegenmaßnahmen (Widersprüche). Die führen dazu, dass der Gerichtsbeschluss eine Instanz höher neu verhandelt wird. Mit einem neuen Urteil ist frühestens in ein bis zwei Jahren zu rechnen.
- Verkehrsbetriebe und Kommunen rüsten dieselbetriebene Busse und Betriebsfahrzeuge mit effektiven Filtern aus, das ist zeitnah möglich, kostet aber reichlich. Durchschlagende Verbesserung der Luftwerte sind eher im geringen Prozentbereich einzuschätzen.
- Der Ausbau von Radinfrastruktur: ein Platzproblem in vielen Innenstädten, außerdem kostenintensiv.
- Der Kostenfaktor wird auch den Ausbau von Öffentlichem Nahverkehr beeinflussen, manche Kommunen sind derart überschuldet, dass sie das nicht leisten können.
- Schnellste Lösung erscheint damit das Fahrverbot für manche dieselbetriebene Fahrzeuge zu sein, das heißt, es trifft mal wieder den "Kleinen Mann" und Klein- bis MIttelstandsunternehmer, wobei noch nicht einmal gesichert ist, dass dies auch eine wirksame Maßnahme zur Luftverbesserung darstellt.

Mangels Mumm in den Hosen unserer Politiker sind die Hauptverursacher der Misere, die betrügerische Autoindustrie, weitestgehend ungeschoren davongekommen. Erst Verbraucher betrügen mit getürkten Abgaswerten, daraus Riesengewinne abzapfen, sich dann hinzustellen und groß zu tönen, es hätte alles im Bereich des gesetzlich Möglichen stattgefunden - das ist schon eine Dreistigkeit! Dass die Gesetzgebung aber auch noch verhindert, wenn bereits entwickelte und marktreife Filteranlagen behördlich zugelassen werden, und Menschen, die diese Filter in ihren Betrugsdiesel einbauen lassen wollen, die Betriebserlaubnis für das Auto verlieren, dass darüberhinaus die Änderung dieses Gesetzes noch nicht einmal politsch aufs Tapet gebracht wird, eine weitere Dreistigkeit. Und wenn nun unser Verkehrsminister über Prämien für das Verschrotten relativ neuer Fahrzeuge und den Neukauf eines Neufahrzeuges faselt, dann ergibt sich, zusammen mit der jahrelangen Untätigkeit der Politiker in Richtung Entwicklung umweltfreundlicher Motoren durch die Autoindustrie, doch ein eindeutiges Bild: Minchen Normalverbraucherin wird zur Kasse gebeten, während der Autoindustrie der Puderzucker mal wieder in den Enddarm geblasen wird!

Ich erhoffe mir, dass die Dieselfahrverbote noch mehr ausgeweitet werden - bei allem MItgefühl für die betroffenen Besitzer von Dieselfahrzeugen. Von der Autoindustrie betrogen zu werden, ohne irgendeine Möglichkeit, deren Angaben zu überprüfen, von der Politik lange Jahre juristisch im Stich gelassen zu werden (hat lange genug gedauert mit der Sammelklage-Zulassung) und jetzt auch noch mit dem Vorschlag einer milden Gabe namens Neukaufprämie vera..... zu werden, das ist schon heftig!
Die Dieselfahrverbote bringen hoffentlich die Volkssele soweit zum Kochen (schließlich ist das "Heilix Blechle" ja betroffen), dass Poltiker in Sachen Umwelt endlich ans Handeln gezwungen werden und vor allem die Industrie in dieser Beziehung nicht mehr mit Ausnahmegenehmigungen und Steuerermäßigungen aus der Verantwortung für Staat und Allgemeinheit entlassen.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!


Zitat (laluna* @ 18.11.2018 00:23:54)
wieso werden kreuzfahrtschiffe nicht verboten ? die sind genauso umweltschädlich...

Warst Du nicht unlängst mit so einem Hochhaus (auf einem Surfbrett) unterwegs? ;)

Zitat

Warst Du nicht unlängst mit so einem Hochhaus (auf einem Surfbrett) unterwegs?


bin mit dem womo unterwegs, nicht mit einem kreuzfahrer.

Ich dachte ja nur: Reise.


In Paris da wird nicht Monate lang Diskutiert da wir es einfach gemach und aus der Traum.


@whirlwind: Muss so ein Roman sein? Ich habe nicht alles durchgelesen.


Vor mehr als 20 Jahren mussten die Benziner auch einen KAT einbauen lassen und das ohne zu Diskutieren alle Jahre musste ich zur ASU Kostenpunkt 80 DM. Später wurde es dann auf zwei Jahren gemacht. Man hat heute noch das grüne Pickerl das man in die Stadt fahren kann.


Orgafrau: So einen langen Schmarrn von denn Roman liest je kein Mitglied von hier.

Bearbeitet von winski am 18.11.2018 14:07:29


@whirlwind
Da muss ich dir ja in den meisten Punkten wirklich zustimmen :daumenhoch:

In diesem Punkt jedoch:

Zitat
Wie bereits in vorherigen Kommentaren aufgeführt, geschah und geschieht diese Wahl hauptsächlich aus ökonomischen Gründen: ein Diesel-Fahrzeug ist preiswerter in der Haltung und im Betrieb. Dass Dieselfahrzeuge zwar dem Besitzer sparen helfen, das aber auf Kosten der Allgemeinheit geht, darüber machen sich die wenigsten Dieselfahrer Gedanken

trügt der Schein ein wenig. Selbstverständlich sucht jeder sich das für ihn günstigste Fahrmoment aus. Aber leider ist es auch so, dass oft der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden soll.
Wenn die Diesel jetzt alle stillgelegt würden und stattdessen Benziner auf die Straße kämen, dann gäbe es definitiv mehr Feinstaubbelastung und auch mehr CO2-Belastung. Klimafreundlicher fährt vor allem durch den deutlich geringeren Spritverbrauch immer noch der Diesel. Wird er von der Landbevölkerung gefahren und nicht von Großstadtbewohnern die mehr Kurzstrecken fahren, dann noch zusätzlich, weil hier die Stickoxyd-Belastung sekundär ist, da es sich im ländlichen Bereich nicht als problematisch erweist.
Dazu kommt, dass die modernen, sparsamen Benzin-Einspritzer wesentlich mehr Feinstaub erzeugen, denn für diese ist bisher noch kein Rußpartikelfilter vorgeschrieben, wie für alle Diesel. 3mal darfst du raten, was also passiert, wenn tatsächlich viele Leute jetzt wieder auf Benziner setzen. ;)
Hatten wir ja alles schon - der Diesel ist nicht schon ewig des Deutschen liebstes Auto, sondern es hat sich im Laufe der Zeit immer mehr durchgesetzt, weil die Benzinschleudern deutliche Schadstoffprobleme verursachten.
Auch die SCR-Kats sind nicht problemfrei, da sie erst aber einer hohen Temperatur ihren Dienst verrichten.
Also auf Elektro-Autos umdisponieren? Das hält natürlich die Schadstoffe aus den Städten eher raus. Dafür verpestet es überall im Umland die Luft durch verstärkten Einsatz von Kohlekraftwerken (auf die ja angeblich sowieso niemals verzichtet werden kann die nächsten 30-40 Jahre bzw. bis zu wenig Gewinn abgeworfen wird). Es verlagert also nur die Schadstoffproblematik.
Fazit ist für mich: Kein Dieselkäufer konnte selbst überprüfen, ob die angegebenen Werte nur auf dem Papier stehen oder tatsächlich entstehen. Es bleibt einem Käufer doch nichts übrig, als darauf zu vertrauen, dass seriöse, große Hersteller auch wahre Angaben machen und nicht betrügen. Wer nur kurze Strecken fährt wird sich kaum einen Diesel geleistet haben, weil er dann einfach zu teuer gewesen wäre. Ein Diesel macht sich immer dann bezahlt, wenn man täglich weite Strecken fährt. Und genau dann ist er umweltfreundlicher als jeder Benziner.

Aber du hast vollkommen Recht, dass man die DUH nicht verteufeln sollte. Die ganze Aktion diente ja eigentlich dem Zweck, die Politik endlich dazu zu bringen, die Hersteller in die Pflicht zur Umrüstung zu nehmen. Und zumindest scheint die Politik ja jetzt gewaltig ins Trudeln zu kommen, denn an Fahrverbote hatte ja wohl von denen niemand gedacht, dass die tatsächlich Anwendung finden müssten. Da konnte man nach fast 10 Jahren Grenzwertverordnung ja überhaupt nicht mit rechnen, dass die mal jemand durchgesetzt sehen will... :pfeifen:

Am meisten ärgert mich bei der bisherigen Vorgehensweise, dass man als Autokäufer nicht nur von den Autobauern betrogen wurde durch Vortäuschung falscher Emissionswerte, sondern dass man jetzt auch noch ein neues Auto dort kaufen soll, wo man vorher betrogen wurde. Zumindest, wenn man die großzügigen Eintauschprämien in Anspruch nehmen möchte.

Aber selbstverständlich wird das hier gelesen. Whirlwind hat sehr gute Denkansätze beigetragen. Wer mitdiskutieren möchte, sollte sich auch mit diesen Beiträgen auseinandersetzen.


Zitat (Orgafrau @ 18.11.2018 14:00:44)
@whirlwind: Muss so ein Roman sein? Ich habe nicht alles durchgelesen.

Ich habe es jedenfalls gelesen :huh:
Zitat
winski: So einen langen Schmarrn von denn Roman liest je kein Mitglied von hier.

Wenn du es nicht gelesen hast, kannst du auch nicht beurteilen, ob es sich um Schmarrn handelt oder nicht! <_<
...oder wird es zum Schmarrn, weil es dir zu lang ist und du denn Roman nicht zeitnah gelesen bekommst?

Zitat (CracklinRosie @ 18.11.2018 14:21:09)
Wenn du es nicht gelesen hast, kannst du auch nicht beurteilen, ob es sich um Schmarrn handelt oder nicht! <_<
...oder wird es zum Schmarrn, weil es dir zu lang ist und du denn Roman nicht zeitnah gelesen bekommst?

Zitat: Ich habe es jedenfalls gelesen huh.gif

Da wirst du eine von wenigen sein. Mir sind solche Romane viel zu lang.

Ich habs auch gelesen. :winkewinke:


Zitat (winski @ 18.11.2018 14:06:04)
Orgafrau: So einen langen Schmarrn von denn Roman liest je kein Mitglied von hier.

Ach ja? Aber deinen „Schmarrn“ soll man sich zu Gemüte führen?

Whirlwinds Beitrag als „Roman“ abzucanceln, nur weil man länger lesen müsste, ist unverschämt. Wenn euch solche Beiträge nicht interessieren, empfehle ich beim Lesen des User-Namens den Beitrag noch nicht mal ansatzweise zu lesen. Ob ein Beitrag interessant ist, lässt sich eh erst beurteilen, wenn man ihn gelesen hat.

Zitat (Drachima @ 18.11.2018 14:18:11)
Aber selbstverständlich wird das hier gelesen. Whirlwind hat sehr gute Denkansätze beigetragen. Wer mitdiskutieren möchte, sollte sich auch mit diesen Beiträgen auseinandersetzen.

Da kann ich Dir nur zustimmen. :blumen:

Schließlich bin ich im Forum um zu lesen!
Ansonsten besser Comics schauen - da sind nur kurze Sätze. :D

Zitat (CracklinRosie @ 18.11.2018 14:21:09)
Wenn du es nicht gelesen hast, kannst du auch nicht beurteilen, ob es sich um Schmarrn handelt oder nicht! <_<
...oder wird es zum Schmarrn, weil es dir zu lang ist und du denn Roman nicht zeitnah gelesen bekommst?

CracklinRosie Ich habe es Gelesen, aber man kann es auch kurz fassen und keinen Roman Schreiben, wir sind hier nicht auf einer Veranstaltung mit Vorträge. Der Roman ist in Übrigen in Ordnung aber viel zu Lange.

Zitat (
Ach ja? Aber deinen „Schmarrn“ soll man sich zu Gemüte führen?

Whirlwinds Beitrag als „Roman“ abzucanceln, nur weil man länger lesen müsste, ist unverschämt. Wenn euch solche Beiträge nicht interessieren, empfehle ich beim Lesen des User-Namens den Beitrag noch nicht mal ansatzweise zu lesen. Ob ein Beitrag interessant ist, lässt sich eh erst beurteilen, wenn man ihn gelesen hat.

Wecker für dich ist meine Antwort vielleicht ein Schmarrn für dich, aber meine Kommentar ist wenigsten Ehrlich und entspricht der wahrheit.


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