Russische Rezepte

Kann bitte jemand erklären, weshalb neuerdings ständig russische Rezepte veröffentlicht werden? Wer sollte daran im Moment Interesse haben. Es gibt sicherlich auch sehr gute Rezepte aus anderen Ländern. Zum Beispiel aus Polen, Litauen, Estland, Lettland, Schweden, Dänemark. Besten Dank im Voraus.

So kann man auch eine Diskussion, die nach hinten losgehen soll, ankurbeln.

Dougong, wo sind denn die russischen oder Deine Rezepte?

weil im Moment einige von uns out off Order sind und die, die zur Zeit Tipps einreichen vielleicht einen diesbezüglichen Hintergrund haben.
Wenn du das geändert haben möchtest - schreib gerne Tipps mit den von dir gewünschten "Nationalitäten", wir freuen uns immer über ein erweitertes Angebot und würden sicher so einiges davon ausprobieren.

abgesehen davon kann man doch jetzt nicht ganz Russland inklusive kulinarischem Hintergrund verteufeln. Was können die Rezepte dafür? Es gibt tolle russische Rezepte, wie auch sicher aus allen anderen Ländern. Da sollten wir doch wenigstens in dieser Hinsicht neutral bleiben.

Und wieso ständig? Ich hab gerade mal geguckt, auf den ersten Blick war doch nur der russische Grießkuchen ersichtlich?

Zitat (Isamama, 11.07.2022)
abgesehen davon kann man doch jetzt nicht ganz Russland inklusive kulinarischem Hintergrund verteufeln. Was können die Rezepte dafür? Es gibt tolle russische Rezepte, wie auch sicher aus allen anderen Ländern. Da sollten wir doch wenigstens in dieser Hinsicht neutral bleiben.

Und wieso ständig? Ich hab gerade mal geguckt, auf den ersten Blick war doch nur der russische Grießkuchen ersichtlich?

im März der Zupf- und der Birnenkuchen

ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dies mit der aktuellen politischen Lage in Verbindung zu bringen, denn ernsthaft - die wenigsten der russischen Bevölkerung sind dafür verantwortlich.

Eher leiden sie und die "verheizten" Soldaten unter dem völlig abgedriftetem Präsidenten nebst seiner paar Vertrauten, daher könnte man ihnen auch ein wenig Empathie entgegenbringen - gut kein Vergleich zu den Vertriebenen und Ermordeten, aber bei der machtbessenen Fehlinformation und Propaganda tut mir die russische Bevölkerung auch Leid und gerade mit Hinblickt auf die Kulinarik sehe ich darin die einfachste Form der friedlichen Völkerverständigung ...."Liebe" geht halt nach wie vor durch den Magen
Zitat (Dougong, 11.07.2022)
Es gibt sicherlich auch sehr gute Rezepte aus anderen Ländern. Zum Beispiel aus Polen, Litauen, Estland, Lettland, Schweden, Dänemark. Besten Dank im Voraus.

Schreib welche, reiche sie ein und du wirst sehen, sie werden sehr wahrscheinlich auch veröffentlicht

Hallo,
Ich kann mir vorstellen, dass es daran liegt, das Russland gerade im “Fokus” liegt. Bestimmt fangen viele Menschen an, sich über den “russischen Lebensstil” zu informieren und dann werden einem eventuell auch russische Rezepte vorgeschlagen, welche man dann vielleicht ausprobiert, gut findet und als Tipp veröffentlicht.
Das muss nicht stimmen, ist nur meine Theorie.
Ich finde das aber auch nicht schlimm, wenn die Rezepte gut sind, wieso sollte man sie dann nicht als Tipp veröffentlichen? Nur, weil sie aus Russland sind.
Das zu “verurteilen” ist genauso “schlimm”, wie zu sagen, Deutsche sollen sich schämen, wegen allem, was früher passiert ist, denn die Russischen Rezepte können mindestens genauso wenig dafür, dass sie aus Russland stammen, wie wir jetzige Deutsche was dafür können, was unsere Vorfahren getan haben. Das ist vielleicht ein komischer Vergleich, vielleicht verstehst du es ja trotzdem.
Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
Elie

Zitat (Tortenhummelchen, 11.07.2022)
im März der Zupf- und der Birnenkuchen

also gut, im März zwei und im Juli ein Rezept - "ständig"?? :unsure: das sehe ich - gelinde gesagt - anders -_-
Zitat (Tortenhummelchen, 11.07.2022)
ich bin überhaupt nicht auf die Idee gekommen, dies mit der aktuellen politischen Lage in Verbindung zu bringen, denn ernsthaft - die wenigsten der russischen Bevölkerung sind dafür verantwortlich.

Ich schon. :ph34r:

Habe am Wochenende auch eine Flasche russischen Vodka entsorgt, den wir mal (vor Kriegsbeginn) geschenkt bekommen habe.
Ich trinke derzeit sicher keinen russischen Vodka :nene:

Sammy, aus dem Vodka hättest du einen lecker Eierlikör machen können :martinis: :lol:

Zitat (Isamama, 11.07.2022)
also gut, im März zwei und im Juli ein Rezept - "ständig"?? :unsure: das sehe ich - gelinde gesagt - anders -_-

...ich sehe das auch nicht als ständig - hatte die beiden nur im Hinterkopf und bei den neueren Rezepten auch schnell entdeckt - mit der Suchfunktion werden noch einige mehr angezeigt.

Aber wie gesagt, die Rezepte sind nun garantiert nicht Schuld an der jetzigen Situation.
Zitat (Sammy, 11.07.2022)
Ich schon. :ph34r:

Habe am Wochenende auch eine Flasche russischen Vodka entsorgt, den wir mal (vor Kriegsbeginn) geschenkt bekommen habe.
Ich trinke derzeit sicher keinen russischen Vodka :nene:

das Geld ist schon lange bei denen in den Exportkonten angekommen - aber neu muss ich deren Wirtschaft nicht unterstützen
doch die Rezepte sind nahezu alle mit hiesigen Produkten umzusetzen - also stützen keinerlei Divisen die Machthaber und trotzdem kann man sie zu einer "Art Völkerverständigung" verschnabulieren
Zitat (Villö, 11.07.2022)
Sammy, aus dem Vodka hättest du einen lecker Eierlikör machen können :martinis: :lol:

der wäre viel zu schwach geworden, für guten Eierlikör bitte nur den 66,9% von Lau ter gold rofl
Zitat (Dougong, 11.07.2022)
Kann bitte jemand erklären, weshalb neuerdings ständig russische Rezepte veröffentlicht werden? Wer sollte daran im Moment Interesse haben. Es gibt sicherlich auch sehr gute Rezepte aus anderen Ländern. Zum Beispiel aus Polen, Litauen, Estland, Lettland, Schweden, Dänemark. Besten Dank im Voraus.

erst mal guten Tag
was hast du gegen russische Rezepte und russisches Essen?
Ich gehe jedes Mal wenn ich in Potsdam bin in der Alexandrowka essen.
Lecker russisches Essen.
Besonders zu empfehlen ist baba jagas Hexentopf

Nur weil das Land grade einen ..... :labern: Präsidenten hat, kann man nicht die ganze Bevölkerung verdammen.

Bearbeitet von idun am 11.07.2022 14:32:59
Zitat (Sammy, 11.07.2022)
Ich schon. :ph34r:

Habe am Wochenende auch eine Flasche russischen Vodka entsorgt, den wir mal (vor Kriegsbeginn) geschenkt bekommen habe.
Ich trinke derzeit sicher keinen russischen Vodka :nene:

echt jetzt?? :ph34r:

DAS hätte ich nicht gemacht. Kaufen würde ich jetzt auch keinen, ok; aber was da ist, kann man doch auch verarbeiten? Oder Ukrainern schenken, was auch immer die dann damit machen. (zertrümmern, austrinken...)
Zitat (Sammy, 11.07.2022)
Ich schon. :ph34r:

Habe am Wochenende auch eine Flasche russischen Vodka entsorgt, den wir mal (vor Kriegsbeginn) geschenkt bekommen habe.
Ich trinke derzeit sicher keinen russischen Vodka :nene:

Da hättest du sicher einen Penner mit glücklich machen können. :pfeifen:
Dann hätte sich der böse Vodka in einen guten Vodka verwandelt. :pfeifen:

Diese Antwort finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Zum einen heißt es nicht „Penner“ sondern Obdachloser und zum anderen finde ich es für meinen Teil sehr schwierig, Menschen die ohnehin schon alkoholkrank sind (das trifft nicht auf jeden zu, das ist schon klar) noch mit Alkohol zu beschenken.
Ich will jetzt hier nicht die Moralkeule schwingen, aber ein bisschen Sensibilität fände ich angebracht.

Zitat (Dorie, 11.07.2022)
Diese Antwort finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Zum einen heißt es nicht „Penner“ sondern Obdachloser und zum anderen finde ich es für meinen Teil sehr schwierig, Menschen die ohnehin schon alkoholkrank sind (das trifft nicht auf jeden zu, das ist schon klar) noch mit Alkohol zu beschenken.
Ich will jetzt hier nicht die Moralkeule schwingen, aber ein bisschen Sensibilität fände ich angebracht.

ach weisst du, ich komme oft am Büdchen vorbei und die Leute, die da morgens schon um 10 Uhr voll Alk sind, die saufen, ob du denen was gibst oder nicht. Mit Penner hab ich keine Obdachlosen gemeint sondern diese Leute am Büdchen

Dann kannst Du froh sein, dass Du nicht ähnliche Schicksale, wie die "Penner" erlebt hast.
Für mich sind das alle nur Obdachlose und Du weißt nicht, was dazu geführt hat.
Das sind für mich auch nur Menschen.
Das kann mal ganz schnell gehen.

Zitat (jsigi, 11.07.2022)
Dann kannst Du froh sein, dass Du nicht ähnliche Schicksale, wie die "Penner" erlebt hast.
Für mich sind das alle nur Obdachlose und Du weißt nicht, was dazu geführt hat.

ehrlich gesagt, interessiert mich das auch nicht und nicht jeder Säufer ist ein vom Schiksal gebeutelter Mensch

Bearbeitet von idun am 11.07.2022 17:36:04
Zitat (idun, 11.07.2022)
ehrlich gesagt, interessiert mich das auch nicht und nicht jeder Säufer ist ein vom Schiksal gebeutelter Mensch

Man muss jetzt nicht alles so ernst nehmen was man so sagt. Ich verurteilte niemanden, der Penner sagt. Meistens ist es ja gar nicht böse gemeint.
Aber Obdachlose sind meistens Menschen, die es nicht leicht im Leben hatten und haben.
Manche landen schon als Kinder auf der Straße, weil sie zB vor ihren Gewalttätigen Eltern fliehen, andere erleben als Erwachsene einen schlimmen Schicksalsschlag, werden Alkohol und/ oder Drogenabhängig, verlieren Beruf, Wohnung und Freunde und landen schließlich auf der Straße. Es gibt meistens eine Begründung dafür, warum ein Mensch etwas tut oder so ist wie er ist, deshalb sollte man einen Menschen nicht zu schnell verurteilen.

Die meisten Säufer können gar nichts dafür, dass sie Säufer sind. Man fängt eben an ab und zu Alkohol zu trinken, manche können ihren Alkoholkonsum irgendwann nicht mehr regeln und werden langsam aber sicher abhängig/ süchtig. Meistens merken die das gar nicht. Ist man erst mal abhängig, kommt man da nicht so einfach wieder raus. Alkoholsucht ist eine Krankheit, welche Behandlung braucht.
LG
Elie

Bearbeitet von Myrabbits am 11.07.2022 18:02:56

Myrabbits, genau das meinte ich mit meinem etwas kurzen Beitrag. :daumenhoch:
Ich verurteile diese Menschen nicht.
Es kommt auch immer darauf an, wie mich ein Obdachloser z.B. an der Haltestelle nach einer Zigarette fragt.
Fragt er höflich, bekommt er eine.
Dieser hatte sich damals sogar noch höflich dafür bedankt, dass ich einem Obdachlosen eine Zigarette geschenkt habe.
Andere, die mich von der Seite mit "hasse mal.." anraunzen, bekommen eben nichts.

Zitat (jsigi, 11.07.2022)
Myrabbits, genau das meinte ich mit meinem etwas kurzen Beitrag. :daumenhoch:
Ich verurteile diese Menschen nicht.
Es kommt auch immer darauf an, wie mich ein Obdachloser z.B. an der Haltestelle nach einer Zigarette fragt.
Fragt er höflich, bekommt er eine.
Dieser hatte sich damals sogar noch höflich dafür bedankt, dass ich einem Obdachlosen eine Zigarette geschenkt habe.
Andere, die mich von der Seite mit "hasse mal.." anraunzen, bekommen eben nichts.

Eben. Es sollte sich vielleicht jeder für sich mal überlegen ( gerade zu deinem Beispiel ) : Wenn diese Person nicht Obdachlos wäre, würde ich ihr dann eine Zigarette geben? Habe ich diesem Menschen gerade nur keine Zigarette gegeben, weil er Obdachlos war?
Zwar finde ich Rauchen nicht sonderlich gut, allerdings würde der Obdachlose vermutlich auf andere Weise an seine Zigarette kommen. Besser man gibt ihm dann eine, anstatt dass er sein letztes Geld dafür ausgibt oder eine Packung klaut. Ja, ich weiß, das ist sehr Klischeehaft, aber wenn wir ehrlich sind, ist es so. Wir können durch unser „Nichtgeben“ von Alkohol oder Zigaretten nicht den Konsum der Person beenden. Das geht einfach nicht.

Ich bin allgemein der Meinung, wir sollten einfach freundlicher miteinander umgehen und nicht an all dem Leid gleichgültig vorbeigehen. Wenn man sich Zuviel damit beschäftigt, ist das auch nicht gut für die eigene Psyche, aber man kann doch wenigstens Hallo zu Obdachlosen sagen und sie nicht einfach ignorieren. Ein paar nette Worte können diesen Menschen manchmal auch sehr gut tun, oder eine Brezel vom Bäcker kaufen. All das sind kleine Taten, die den Tag solcher Menschen so viel schöner machen können.
LG
Elie

Bearbeitet von Myrabbits am 11.07.2022 18:19:26

ziemlich naiv gedacht ... wenn ich nur Geld habe für Essen oder Glimmstengel, muss ich mir halt überlegen, was mir wichtiger ist. Als arbeitender Mensch muss ich das schließlich auch entscheiden, für was ich mein Geld ausgebe und mit den Konsequenzen leben. Von mit bekommen OFW'ler entweder was zu Essen, Tee, Kaffee, Kaltgetränk (ohne Alkohol) oder nix. Weder Geld, noch Alkohol, Zigaretten.

Mir wollte einmal ein OFW'ler ein Blümchen (es war eine einzelne Osterglocke) verkaufen, damit er sich was zu Essen kaufen kann. Ich hab ihn dann gefragt, was er denn gerne essen würde. Er meinte, er würde zum Asiaten im Bahnhof gehen, weil es da viel Nudeln für wenig Geld gäbe. Ich hab ihn gebeten mitzukommen, wir sind gemeinsam zum Asiaten gegangen und er durfte sich die Nudelportion aussuchen, dazu gab es noch eine Flasche Sprudel (und einen "Gutschein" für eine neue Portion Nudeln plus Getränk, war mit dem Personal abgesprochen). Hätte er mich einfach um Geld angeschnorrt in einer "rotzigen" Art, hätte er nix bekommen. Natürlich habe ich als Dank die Blume angenommen, alles andere hätte ihn vermutlich beleidigt. Diesen "Tausch", Blümchen gegen etwas zu Essen haben wir noch öfter durchgeführt, irgendwann war er nicht mehr am Bahnhof, was aus ihm wurde, weiß ich leider nicht.

Zitat (Binefant, 11.07.2022)
ziemlich naiv gedacht ... wenn ich nur Geld habe für Essen oder Glimmstengel, muss ich mir halt überlegen, was mir wichtiger ist. Als arbeitender Mensch muss ich das schließlich auch entscheiden, für was ich mein Geld ausgebe und mit den Konsequenzen leben. Von mit bekommen OFW'ler entweder was zu Essen, Tee, Kaffee, Kaltgetränk (ohne Alkohol) oder nix. Weder Geld, noch Alkohol, Zigaretten.

Mir wollte einmal ein OFW'ler ein Blümchen (es war eine einzelne Osterglocke) verkaufen, damit er sich was zu Essen kaufen kann. Ich hab ihn dann gefragt, was er denn gerne essen würde. Er meinte, er würde zum Asiaten im Bahnhof gehen, weil es da viel Nudeln für wenig Geld gäbe. Ich hab ihn gebeten mitzukommen, wir sind gemeinsam zum Asiaten gegangen und er durfte sich die Nudelportion aussuchen, dazu gab es noch eine Flasche Sprudel (und einen "Gutschein" für eine neue Portion Nudeln plus Getränk, war mit dem Personal abgesprochen). Hätte er mich einfach um Geld angeschnorrt in einer "rotzigen" Art, hätte er nix bekommen. Natürlich habe ich als Dank die Blume angenommen, alles andere hätte ihn vermutlich beleidigt. Diesen "Tausch", Blümchen gegen etwas zu Essen haben wir noch öfter durchgeführt, irgendwann war er nicht mehr am Bahnhof, was aus ihm wurde, weiß ich leider nicht.

Das ist ja eine schöne Sache!

Wenn ein Mensch aber wirklich abhängig ist, würde er vielleicht sogar sein Suchtmittel über die Nahrung stellen. Oder er kauft sich Nahrung und begeht dann Straftaten um an sein Suchtmittel zu gelangen. Abhängige BRAUCHEN ihr Suchtmittel. Es ist für sie bestimmt genauso wichtig wie Essen und Trinken. Ich wollte eigentlich nur damit sagen: An seine Zigarette kommt er vermutlich so, oder so, nur dass es so "besser" für ihn ist.
Es gibt natürlich auch große Unterschiede zwischen den Obdachlosen, manche trinken mit Sicherheit auch gar keinen Alkohol. Klar ist: Diese Menschen brauchen Hilfe. In Deutschland kann eigentlich jeder Obdachlose eine Wohnung bekommen, manche sind aber nicht in der Lage, das selbst zu regeln. Ein Bekannter meines Vaters hat zB eine schlimme Krankheit, bei welcher er nach und nach alles verlernt. Als er aus seiner Wohnung ausziehen musste, war er nicht selbst in der Lage eine neue zu finden. Mein Vater half ihm dann, solch einen Antrag zu stellen und jetzt lebt er in einer kostenlosen Wohnung für Obdachlose.
So geht es vielen, nur dass manche keine Menschen haben, die ihnen helfen können.
LG
Elie

Bearbeitet von Myrabbits am 11.07.2022 18:38:55
Zitat (Myrabbits, 11.07.2022)
Wenn ein Mensch aber wirklich abhängig ist, würde er vielleicht sogar sein Suchtmittel über die Nahrung stellen. Ich wollte eigentlich nur damit sagen: An seine Zigarette kommt er vermutlich so, oder so, nur dass es so "besser" für ihn ist.

nein, es ist nicht "besser", denn er verqualmt und versäuft sein Geld höchstwahrscheinlich trotzdem und kauft sich nix zu essen.
Zitat (Binefant, 11.07.2022)
nein, es ist nicht "besser", denn er verqualmt und versäuft sein Geld höchstwahrscheinlich trotzdem und kauft sich nix zu essen.

Und was würdest Du dagegen tun?
Beides ist eine Sucht und als Krankheit anerkannt.
Diese Menschen sind vielleicht erst durch ihre Schicksale zum Rauchen und Trinken gekommen.

Ich finde es sehr lobenswert, wie Du mit dem Obdachlosen umgegangen bist und ihm zu essen gegeben hast.
Zitat (Binefant, 11.07.2022)
nein, es ist nicht "besser", denn er verqualmt und versäuft sein Geld höchstwahrscheinlich trotzdem und kauft sich nix zu essen.

Nix ist gut. Das einzige was wirklich hilft, ist genau das was du getan hast: Was zu essen kaufen.
Es sollte mehr Organisationen geben, die vor allem Obdachlosen helfen aus ihrer Sucht zu entkommen, das ist das einzige was abhängigen WIRKLICH und langfristig hilft.
Zitat (Myrabbits, 11.07.2022)
Nix ist gut. Das einzige was wirklich hilft, ist genau das was du getan hast: Was zu essen kaufen.
Es sollte mehr Organisationen geben, die vor allem Obdachlosen helfen aus ihrer Sucht zu entkommen, das ist das einzige was abhängigen WIRKLICH und langfristig hilft.

Das ist das Problem.
Gibt es solche Organisationen überhaupt und wenn ja, wollen das die Obdachlosen denn auch?
Das Grundproblem, weshalb sie in die Sucht gerutscht sind, ist damit nicht gelöst.
Immerhin gibt es, zumindest in meiner Stadt, Kältebusse, die heiße Getränke und warme Decken verteilen.
Von diesen wird auch angeboten, die Obdachlosen in eine warme Unterkunft zu bringen, was aber oft, trotz klirrender Kälte von diesen abgelehnt wird.
Zitat (jsigi, 11.07.2022)
Und was würdest Du dagegen tun?
Beides ist eine Sucht und als Krankheit anerkannt.
Diese Menschen sind vielleicht erst durch ihre Schicksale zum Rauchen und Trinken gekommen.

Ich finde es sehr lobenswert, wie Du mit dem Obdachlosen umgegangen bist und ihm zu essen gegeben hast.

ich denke, das ist auch die einzige Möglichkeit, den OFW'lern etwas zukommen zu lassen. Man sorgt dafür, dass sie etwas zu Essen/zu trinken bekommen. In vielen Ländern gibt es in Cafes/Restaurants solche "aufgeschobenen", d.h. ein Gast zahlt einen Verzehr plus einen "Bon" für ein weiteres Essen, was sich dann ein OFW'ler / Bedürftiger abholen kann.

Gebe ich Alkohol, Rauchware, nützt es dem Menschen nix, denn zu Essen hat er immer noch nix (und - wie geschrieben - wird er sich auch eher nicht /nur notdürftig mit Lebensmitteln versorgen). Bei uns gibt es eine Organisation, die sich rund ums Jahr um die OFW'ler kümmert, Essen verteilt, im Sommer zusätzlich viele kalte Getränke dabei hat, im Winter Suppe/Eintopf/Kaffee/Tee dabei hat. Zusätzlich Decken, Schlafsäcke, Dinge des Hygienebedarfs, Kleidung, um die Menschen mit dem wichtigsten zu versorgen. Dazu gibt es dort Ansprechpartner, die bei täglichen Belangen helfen, Ämterdienste mit ihnen erledigen, soweit ich weiß auch als "postalische" Adresse fungieren, damit diese Menschen eine Adresse angeben können. Sie haben sogar einigen wenigen schon helfen können, eine Wohnung zu bekommen. Das ist eine Organisation, die es viel öfter geben müsste auch in anderen Städten und die viel, viel mehr Unterstützung bekommen müsste.

@Jsigi: um auf deinen vorigen Beitrag noch einzugehen: ja, bei uns in der Stadt sind die Jungs und Mädels dieser Organisation sehr beliebt bei den OFW'lern, sie werden oft schon erwartet, die OFW'ler können sich da sicher sein, versorgt zu werden, ihre Sorgen loswerden zu können und bei Bedarf auch Hilfe zu bekommen. Oft aber auch einfach nur, um ein ganz normales Gespräch zu führen. Denn dort werden sie wie ganz normale Menschen behandelt, nicht wie Abschaum (denn das tun sehr viele Menschen leider viel zu oft).

Bearbeitet von Binefant am 11.07.2022 19:04:35
Zitat (Binefant, 11.07.2022)
ich denke, das ist auch die einzige Möglichkeit, den OFW'lern etwas zukommen zu lassen. Man sorgt dafür, dass sie etwas zu Essen/zu trinken bekommen. In vielen Ländern gibt es in Cafes/Restaurants solche "aufgeschobenen", d.h. ein Gast zahlt einen Verzehr plus einen "Bon" für ein weiteres Essen, was sich dann ein OFW'ler / Bedürftiger abholen kann.

Gebe ich Alkohol, Rauchware, nützt es dem Menschen nix, denn zu Essen hat er immer noch nix (und - wie geschrieben - wird er sich auch eher nicht /nur notdürftig mit Lebensmitteln versorgen). Bei uns gibt es eine Organisation, die sich rund ums Jahr um die OFW'ler kümmert, Essen verteilt, im Sommer zusätzlich viele kalte Getränke dabei hat, im Winter Suppe/Eintopf/Kaffee/Tee dabei hat. Zusätzlich Decken, Schlafsäcke, Dinge des Hygienebedarfs, Kleidung, um die Menschen mit dem wichtigsten zu versorgen. Dazu gibt es dort Ansprechpartner, die bei täglichen Belangen helfen, Ämterdienste mit ihnen erledigen, soweit ich weiß auch als "postalische" Adresse fungieren, damit diese Menschen eine Adresse angeben können. Sie haben sogar einigen wenigen schon helfen können, eine Wohnung zu bekommen. Das ist eine Organisation, die es viel öfter geben müsste auch in anderen Städten und die viel, viel mehr Unterstützung bekommen müsste.

@Jsigi: um auf deinen vorigen Beitrag noch einzugehen: ja, bei uns in der Stadt sind die Jungs und Mädels dieser Organisation sehr beliebt bei den OFW'lern, sie werden oft schon erwartet, die OFW'ler können sich da sicher sein, versorgt zu werden, ihre Sorgen loswerden zu können und bei Bedarf auch Hilfe zu bekommen. Oft aber auch einfach nur, um ein ganz normales Gespräch zu führen. Denn dort werden sie wie ganz normale Menschen behandelt, nicht wie Abschaum (denn das tun sehr viele Menschen leider viel zu oft).

Sehr gute Sache in deiner Stadt! Bei uns in der Gegend sehe ich so etwas leider sehr selten bis gar nicht. Echt traurig. Die Menschen gehen an Obdachlosen vorbei, als existieren sie gar nicht. Da zieht sich einem das Herz echt zusammen. :(

Interessanter Verlauf des Threads, wie man über russische Rezepte über Wodka zu Obdachlosen kommt. Natürlich immer mit gezückter Moralkeule.
Erinnert mich stark an die Propaganda während meiner Dienstzeit Mitte der 80er Jahre.
Wahrschauer Pakt böse, NATO gut...
Wir in den westlichen "Demokratien" können doch vor lauter Eigenlob kaum noch geradeaus laufen...
Ich erinnere an die amerikanischen Bündnispartner, die bei der Operation "Enduring Freedom" nicht mitmachen wollten. Das beste Beispiel war das NATO Mitglied Frankreich, deren Produkte in den USA boykottiert wurden und aus french fries, freedom fries wurden...
Welch ein Kindergarten...
Die Chinesen sind uns auch nicht unbedingt freundlich gesonnen...
Was nun ? Nicht mehr chinesisch essen gehen ?
Russischen Wodka oder Produkte aus moralischen Gründen boykottieren ?
Dann sollten wir so konsequent sein und alles aus Russland boykottieren...
Also auch alle Rohstoffe...
Und wir sollten dann auch bei anderen Staaten, die Menschenrechte verletzen nicht den Kotau
machen. Geht nicht ? Wir können nicht darauf verzichten ? Dann sollten wir die Moralkeule ganz schnell wieder einpacken.
Putin hat einen verbrecherischen Krieg vom Zaun gebrochen und seine Soldaten begehen täglich Kriegsverbrechen...
Nichtsdestotrotz ist russische Bevölkerung genauso wie wir Spielball von politischen Egomanen und dagegen können die Russen in ihrem totalitären System genauso wenig tun, wie wir in unseren "Demokratien"
In diesem Sinne, wünsche ich einen schönen Abend...

Danke, @Geierchen, Du sprichst mir aus der Seele. Ich finde es erschreckend, wie vor einem halben Jahr noch über Rassismus und Klimawandel geschwätzt wurde; heute gibt es plötzlich böse Russen und "Freiheitsgas" aus den USA.

Zitat (Isamama, 11.07.2022)
echt jetzt?? :ph34r:

Ja,
durch unsere ukrainischen Freunde bekommen wir halt hautnah mit, was die Russen (ich verallgemeinere das jetzt nicht, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ganz viele Leute in Russland gibt, die davon gar nichts wissen oder das verurteilen, auch wenn das halt nicht laut gesagt werden darf) in der Ukraine machen.

Die Eltern von unseren Freunden leben ja in einem derzeit russisch kontrollierten Gebiet.

Ein Beispiel: Es wird irgendwann nach Mitternacht an die Tür gepocht und mit gezogener Handgranate Vodka verlangt. Im Haus hatten die Eltern nichts, also wurde das Haus durchsucht und permanent mit der Waffe gedroht.
Gefunden haben sie keinen Alkohol und erst durch Zurufe der "Kameraden", dass im Nachbarhaus was gefunden wurde, sind die Russen wieder abgezogen. Aber nicht vorher mit der Handgranate zu drohen, "ob man nicht beim nächsten Mal besser vorsorgen sollte"
:kotz:
Zitat (Geierchen, 11.07.2022)
Dann sollten wir so konsequent sein und alles aus Russland boykottieren...
Also auch alle Rohstoffe...

Vesuche ich auch nach besten Gewissen und Wissen.

Zuhause haben wir seit eh und je eine Wärmepumpe, in der Firma stellen wir auch um.
Und die Schwiegermama überlegt, zusätzlich zu ihrer Gastherme einen Pelletskamin zu installieren, um so gut wie möglich das Gas zu reduzieren.
Zitat (Sammy, 12.07.2022)
Vesuche ich auch nach besten Gewissen und Wissen.

Zuhause haben wir seit eh und je eine Wärmepumpe, in der Firma stellen wir auch um.
Und die Schwiegermama überlegt, zusätzlich zu ihrer Gastherme einen Pelletskamin zu installieren, um so gut wie möglich das Gas zu reduzieren.

Dein Einfluss darauf, dürfte ziemlich begrenzt sein..

Pellets bestehen aus Holz bzw. in der Hauptsache aus Sägespänen.und das Holz wird auch knapp...
Zitat (Sammy, 12.07.2022)
Ja,
durch unsere ukrainischen Freunde bekommen wir halt hautnah mit, was die Russen (ich verallgemeinere das jetzt nicht, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ganz viele Leute in Russland gibt, die davon gar nichts wissen oder das verurteilen, auch wenn das halt nicht laut gesagt werden darf) in der Ukraine machen.

Die Eltern von unseren Freunden leben ja in einem derzeit russisch kontrollierten Gebiet.

Ein Beispiel: Es wird irgendwann nach Mitternacht an die Tür gepocht und mit gezogener Handgranate Vodka verlangt. Im Haus hatten die Eltern nichts, also wurde das Haus durchsucht und permanent mit der Waffe gedroht.
Gefunden haben sie keinen Alkohol und erst durch Zurufe der "Kameraden", dass im Nachbarhaus was gefunden wurde, sind die Russen wieder abgezogen. Aber nicht vorher mit der Handgranate zu drohen, "ob man nicht beim nächsten Mal besser vorsorgen sollte"
:kotz:

Sammy, das ist alles sehr verwerflich und sehr schlimm.
Krieg ist eine Ausnahmesituation, wo Menschen, egal welchen Landes, nicht mehr sie selber sind.
Wäre es umgekehrt und die Ukrainer wären in Russland eingefallen, würde es genau die gleichen Situationen auf der anderen Seite geben.
Denk an die Greueltaten im Kossovo und daran, wie sich die Siegermächte in Deutschland benommen haben.
Meine Oma war mit 7 Kindern in einem Frauentreck auf der Flucht. Da ist auch von den Alliierten reingeschossen worden.
Krieg holt immer das Schlechteste aus den Menschen, egal aus welchem Land sie sind

Krieg, egal welcher ist Sch....

Wer das Mensch sein eines anderen ignoriert, der verneint sein eigenes.

Sehe ich auch so .
Wichtiger ist ,wie man diese Menschen behandelt.
Ob jetzt lapidar Penner oder Obdachloser genannt eher zweitrangig

Ups ,das sollte eigentlich eine Antwort auf einen anderen Kommentar werden 😃

Bearbeitet von ManuelaF am 17.07.2022 11:23:43

Von einer Verurteilung ist in meinem Beitrag definitiv keine Rede. Mir ist angesichts der Herkunft des Rezepts lediglich kurz "die Hutschnur gerissen".

Das gesamte Thema ist jedoch viel zu komplex, als dass man es unter fairer Berücksichtigung aller Standpunkte mit Schnappatmung abhandeln könnte und diese Plattform ist dafür ohnehin die falsche.

Freue mich also weiterhin auf Rezepte aus aller Welt und muss ja nicht alle auf den Tisch bringen.

Zitat (Dorie, 11.07.2022)
Diese Antwort finde ich ehrlich gesagt etwas anmaßend. Zum einen heißt es nicht „Penner“ sondern Obdachloser und zum anderen finde ich es für meinen Teil sehr schwierig, Menschen die ohnehin schon alkoholkrank sind (das trifft nicht auf jeden zu, das ist schon klar) noch mit Alkohol zu beschenken.
Ich will jetzt hier nicht die Moralkeule schwingen, aber ein bisschen Sensibilität fände ich angebracht.

das sehe ich auch so. ich finde den kommentar zu obdachlosen verächtlich und herabwürdigend.

und ganz gewiss nicht würde ich derzeit die russische wirtschaft unterstützen, aber der konsum der produkte, die schon lange im besitz sind, beeinflusst das doch nicht.

rezepte können nichts für die politik ihrer herkunftsländer. ich finde es schrecklich, wenn eine solche kultur einzug hält. blinis und pelmeni esse ich weiterhin gern, auch wenn sie gern in russland verspeist werden.

so wie sich auch deutsche dagegen wehrten, nazis zu sein, nur weil sie im dritten reich deutsche waren, so sind russen nicht automatisch freunde der derzeitigen regierung, nur weil sie die russische staatsangehörigkeit haben.
Zitat (Sammy, 11.07.2022)
Ich schon. :ph34r:

Habe am Wochenende auch eine Flasche russischen Vodka entsorgt, den wir mal (vor Kriegsbeginn) geschenkt bekommen habe.
Ich trinke derzeit sicher keinen russischen Vodka :nene:

Also das Zumselchen hätte auch sicher Verwendung dafür gehabt und rote Johannisbeeren damit angesetzt. :martinis:

Wodka wegkippen - Welche Sünde! :blink: :saufen:

Was hätte XL deluxe wohl dazu gesagt? :hmm:

Apropos XL deluxe: weiß jemand etwas über deren Verbleib?

Man kann es auch übertreiben :wallbash:

Zigaretten, Alkohol und Schokolade waren immer begehrte Krisenwährungen. Spruch meines Lehrers: „Die beständigste Währung ist die alkoholische Gärung“ (oder eben Destillation) rofl

Zitat (Hexippola, 17.07.2022)
Zigaretten, Alkohol und Schokolade waren immer begehrte Krisenwährungen. Spruch meines Lehrers: „Die beständigste Währung ist die alkoholische Gärung“ (oder eben Destillation) rofl

bitte nicht den Kaffee vergessen :pfeifen:
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