Gleichberechtigung, Gleichstellung, Emanzipation.. ... sind wir schon da?


Hallo Mutti-Forum,

in einem anderen Forum zerfleischen sich gerade wieder zwei Frauenfronten über Rechte und Pflichten, die die Emanzipation uns gebracht hat. Da wird beispielsweise das Hausfrauen- und Mutterdasein verteufelt, weil wir Frauen durch solche "Lebenseinstellungen" Rückschritte erleiden und die Gesellschaft nicht ändern werden, die noch immer frauenfeindlich ist (ungleiche Gehälter Gleichqualifizierter, Karrierechancen, Elternzeit etc.).

Nun, zuviel davon möchte ich gar nicht hier her tragen. Wohl aber wüsste ich gern, wo ihr in der Welt eure Rolle seht. Seid ihr Muttis und Ehefrauen, und erfüllt euch dieses Leben? Was hättet ihr euch für euer Leben noch gewünscht, das irgendwie auf der Strecke blieb? Seit ihr Karrierefrauen und habt eure Männer im Griff? Vereint ihr Beruf und Familie, und wenn ja, wie?

Und: leidet ihr Männer unter der Emanzipation, wünscht ihr euch alte Verhältnisse zurück, begrüßt oder belächelt ihr die (angestrebte/verwirklichte) Selbstständigkeit der Frauen, oder glaubt ihr, Emanzipation sei was zum Essen? *g*

Fragen über Fragen, ich hoffe auf einen vielseitigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. :)


Ich bin Hausfrau und Mutter. Und es ist gut so. :D

-evi-


Zitat (evigehr @ 27.05.2006 - 14:54:51)
Ich bin Hausfrau und Mutter. Und es ist gut so. :D

-evi-

Ich auch!!!aber bei uns wird Gleichberechtigung groß geschrieben.In manchen Berziehungen habe ich allerdings den Eindruck,dass sich da mal die Männer emanzipieren müßten. :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes: :yes:

Zitat (evigehr @ 27.05.2006 - 14:54:51)
Ich bin Hausfrau und Mutter. Und es ist gut so.  :D

-evi-

und ich bin es gern, wenn mich einer dumm fragt bin ich Familienmanagerin, trotzdem hatte ich nie dass Gefühl nur die Frau von .... zu sein, ich habe mir meine eigene Persönlichkeit erhalten, dass verlieren manche Hausfrauen unbewußt.
Ich bin emanzipiert genung um ohne schlechtes Gewissen Frau zu sein.

Bearbeitet von grizzabella am 27.05.2006 16:00:58

(IMG:/html/emoticons/thumbup.gif):daumenhoch::daumenhoch:


Klasse Paradiesvogel :daumenhoch: :daumenhoch:


@PV,
ganz toll rofl

Ich habe es mir ausgedruckt und jetzt klebt das Schild an unsere Eingangstür :pfeifen:


Also Beruf, Kinder, Enkel, Beruf.

Muss halt jeder sehn, was ihm wichtig ist.

Und wie ers auf die Reihe bekommt.

Ich wollte Kinder.

In Afrika hab ich gelernt, dass das, was wir hier für Emanzipation halten,

ein Witz ist.

Wir bekommen ja nicht mal gleiches Geld für gleiche Arbeit.


Paradiesvogel, das ist natürlich klasse! :rofl:
Ich glaube, ich habs mit meinem Gefährten ganz gut getroffen. *g* Der arme...

@Ingeborg: Wie kommt es, dass du das in Afrika erfahren hast? Das finde ich sehr interessant.

@Hausfrauen und Mütter: Hattet ihr ehemals denn einen Beruf gelernt? Oder vorgehabt, einen zu ergreifen? Wovon habt ihr vor eurer Familie geträumt (oder war Traum Nr. 1 immer die Familie)?


Mein Traum war immer eine Familie.Habe 18 Jahre gearbeitet(hat nicht eher mit Kind geklappt)und nun führe ich ein kleines ,erfolgreiches Familienunternehmen. :jupi: :jupi: :jupi: :jupi: :jupi: :jupi:


Ich bin auch"nur" Hausfrau!!!! Aber ich hab da kein Problem mit. :) Es war meine eigene Endscheidung,u.ich hab es nicht bereut.Mein Göga fand das auch gut,obwohl, die "Kohle" hätten wir auch gut gebrauchen können :( Dafür hat er noch ein bißchen mehr gearbeitet,u. gut war.Meine(unsere) 3 Kinder sind gut geraten,haben alle ihren Beruf,wir sind zufrieden.Ich habe auch die gleichen Rechte u. Pflichten wie Göga.Fühle mich nicht unterdrückt. ;)

Mein Traum war immer, Familie zu haben. :wub:


Ich war nach der Geburt unserer Töchter für 10 Jahre nicht erwerbstätig und hab mich um die Kinder und den Haushalt gekümmert. Zeit für einen Beruf neben der Kindererziehung wäre auch nicht gewesen, 3 Kinder in vier Jahren machen eben eine Menge Arbeit. Nach dem dritten Kind haben wir unser Haus gebaut und wir haben einen 500 qm großen Garten.
Als unsere Jüngste mit fast 5 in den Kindergarten kam, war es mir dann zu ruhig zuhause. Mir fiel, trotz der Hausarbeit, die Decke auf den Kopf. Ich war damals 32 Jahre alt. In meinen erlernten Beruf zurückzukehren, war nicht möglich, die Arbeitszeiten waren nicht zu vereinbaren. Da hab ich mir einen Job im nahegelegenen Supermarkt gesucht, wo ich in den Zeiten, in denen meine Kids in der Schule und im Kiga waren, arbeiten konnte. Mit dem steigenden Alter der Kinder hat sich meine Berufstätigkeit auch ausgeweitet. Nun bin ich aber an einem Punkt angekommen, wo mein Job mehr Zeit erfordert, als ich geben kann. Und zusätzlich brauchen mich nun auch meine Eltern.Daher hab ich meine Stelle gewechselt und meine Stundenzahl wieder heruntergeschraubt. Meine Familie steht immer an erster Stelle und meine Arbeitszeit arrangiere ich danach.
Ich bin aber sehr froh, dass ich nach der langen Zeit, die ich mit meinen Kindern zuhaus verbracht habe, wieder ins Berufsleben zurückgekehrt bin. Ich möchte das nicht missen und vielleicht werde ich auch wieder später mehr arbeiten.


Liebe Karen,

Als Mensch hast du alles richtig gemacht.

In Frankreich hättest du auch Betreungsmöglichkeiten gehabt.

Leider straft dieser Staat Frauen wie uns mit Altersarmut.

Wärst du ein Übersiedler, hättest was von Ing. gemurmelt,

bekämest du volle Rente.

Deshalb auch diese Landflucht:

Viele Deutsche suchen ihr Glück im Ausland.

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts haben allein im Jahr 2004

mehr als 150.000 Deutsche ihrer Heimat den Rücken gekehrt.

Das ist die höchste Emigrationszahl seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Meist sind es qualifizierte Fachkräfte, die der Arbeit hinterher ziehen.

Für sie ist das Auswandern eher Rettungsanker als lang gehegter Traum.

Und was holen wir uns dafür ins Land?

Millionen unqualifizierter Sozialhilfeempfänger.


Während Deutschland überaltert und ausstirbt, zieht es etwa junge deutsche

Spitzenmediziner nach England, Computerspezialisten nach Australien und

Wissenschaftler in die USA. Vor allem die "Sandwich Generation" der 30

bis 40-Jährigen, die besonders vom Steuer- und Rentensystem "gedeckelt"

wird, hofft darauf, schlechte Bezahlung und überbordende Bürokratie

hinter sich lassen zu können.


Tatsächlich lohnt es sich immer weniger in diesem Land zu arbeiten.

Gerade für Frauen ist der natürlich Wunsch Kinder zu haben, unweigerlich

mit Beruflichem Abstieg, sozialem Abstieg, und Altersarmut verknüpft.

Mit einem Papi-Gehalt eine Familie zu ernähren ist fast unmöglich

und nur noch mit größten Einschränkungen möglich.


Das stimmt allerdings und ist genau der Grund, warum ich in Deutschland keine Familie gründen möchte. Wenn ich mal genug Geld habe, werd ich ins Ausland abziehen und da mein Glück versuchen. Ich wäre nämlich liebend gern Hausfrau und Mutter. (Und zwar nicht, weil ich arbeitsfaul wäre.)

Zum Thema Emanzipation: Ich finde es ehrlich gesagt inzwischen ziemlich überzogen, wie damit umgegangen wird. Gleichberechtigung ist sicher gut und wünschenswert, aber es darf nicht darin enden, dass man anderer Leute Wünsche verteufelt, nur weil sie nicht dem eigenen Idealbild entsprechen.
Überhaupt sehe ich eine Bewegung immer öfter: Einige Frauen scheinen unter Gleichberechtigung zu verstehen, dass nun die Männer unterdrückt werden.
Und DAS ist ja wohl nicht der Sinn der Sache.


Zitat (grizzabella @ 27.05.2006 - 16:00:25)
und ich bin es gern, wenn mich einer dumm fragt bin ich Familienmanagerin, trotzdem hatte ich nie dass Gefühl nur die Frau von .... zu sein, ich habe mir meine eigene Persönlichkeit erhalten, dass verlieren manche Hausfrauen unbewußt.
Ich bin emanzipiert genung um ohne schlechtes Gewissen Frau zu sein.

Aber offensichtlich nicht emanzipiert genug, um auf diesen pseudo-wichtig klingenden und völlig beknackten Begriff "Familienmanagerin" zu verzichten und einfach zu sagen "ich bin Hausfrau und Mutter". Scheint so, als ob sich manche Frauen damit vor sich selber und anderen "rechtfertigen" wollen, und grade das find ich völlig unnötig.

Und sorry, n Familienunternehmen (schlagt mal nach, was in der Geschäftswelt der Begriff "Unternehmen" bedeutet) führen bedeutet was ganz anderes, auch wenn mich jetzt gerne n paar gekränkte Mütter kreuzigen wollen.

Den Rest meiner Meinung dazu schreib ich hier nicht nochmal rein, kann man hier nachlesen:

https://forum.frag-mutti.de/index.php?showt...20#entry108156

Zitat (Paradiesvogel @ 27.05.2006 - 16:30:09)

:o Danke für die Macht! :P Ich liebe die/das Böse!!! :wub:

Zitat (Ela @ 27.05.2006 - 17:36:10)
@PV,
ganz toll ...
Ich habe es mir ausgedruckt und jetzt klebt das Schild an unsere Eingangstür  :pfeifen:
Gute Idee!
Da weiß Mann weinigstens gleich, wer hinter der Türe den Rock anhat.
;)

Zitat (Kalle mit der Kelle @ 28.05.2006 - 15:44:32)
Aber offensichtlich nicht emanzipiert genug, um auf diesen pseudo-wichtig klingenden und völlig beknackten Begriff "Familienmanagerin" zu verzichten und einfach zu sagen "ich bin Hausfrau und Mutter". Scheint so, als ob sich manche Frauen damit vor sich selber und anderen "rechtfertigen" wollen, und grade das find ich völlig unnötig.

Und sorry, n Familienunternehmen (schlagt mal nach, was in der Geschäftswelt der Begriff "Unternehmen" bedeutet) führen bedeutet was ganz anderes, auch wenn mich jetzt gerne n paar gekränkte Mütter kreuzigen wollen.

Gut gebrüllt, Löwe...äh, Kalle.

Ich bin KEINE Familienmanagerin sondern arbeite nur Vollzeit. Somit gehe ich, wenn man den einschlägigen Medien vertraut, meiner genetischen Verantwortung der Fortpflanzung und Erhaltung der Art aus dem Wege.... :blink: :blink:

Jede soll es so machen, wie es in ihr Leben passt. Gleichberechtigung heisst gleiche Rechten UND Pflichten für Männlein und Weiblein, nicht nur die Rechte, wie es bei manchen lilagewandeten Ladies in den 70ern gerne mal so propagiert wurde.

Murphy

Hi ihr lieben, interessantes Thema, habe mich erst letztens damit beschäftigt, als ich die Frauenbeauftragte der GLeichberechtigungs - keine-Ahnung-mehr-was im Interview hatte.
Daß man für gleiche Arbeit gleiches Geld verlangen kann, finde ich überfällig, aber diese Emanzipationskiste muß auch Grenzen haben. Streckenweise empfinde ich "Frauentage" in Betrieben, "Girls-days" usw eher als Eigen- bzw. Männerdikriminierung.
Die Balance fehlt. Macht man Witze über Frauen (zB in einer Autowerkstatt mit einer Frau als angestellten) brüllen die Frauenbeauftragten los. Macht man keine, heißt es sie wird nicht genauso behandelt und eingegliedert, wie zum Beispiel der Pole, der im Lager arbeitet und über den Witze gerissen werden(nur mal so als Beispiel). Der Umgang damit ist ziemlich verklemmt, und ich finde, dieses ganze Emanzengewäsch kompliziert alles noch mehr.
Ich fühle mich nicht diskriminiert, wenn einer sagt, ich kann etwas nicht, weil ich ne Frau bin, tue ich es und beweise das Gegenteil, wenn ich aber an der Tankstelle meine Ölkappe nicht allein herunterkriege, fällt es mir nicht schwer einen Mann um Hilfe zu bitten -> ich könnte es bestimmt auch, aber nicht ohne mich dreckig zu machen. Und wenn ein Mann das ohne sich zu beschmutzen schafft und es für ein Lächeln und Danke gerne tut, warum nicht.
Was die Rollenverteilung bei meinem Partner und mir betrifft.... ich im Haus, er draussen, sprich-> er repariert die Autos, reinigt die Dachrinne usw und dafür schmeiße ich den Haushalt und wenn wir mal Kinder haben, bleibt der zuhause, der weniger verdient (weiß ich ja während des Studiums noch nicht)...oder wir lösens mit den Großmüttern. Je nachdem, ich bin der Meinung, jeder sollte das Mit der Gleichberechtigung so halten, wie es sich am besten anfühlt, und wenn (wie z.b. meine frühere Kollegin) jemand trotz Ausbildung lieber Hausfrau und Vollzeitmama ist (was garantiert nicht weniger anstrengend als ein 8-Std.-job ist), dann soll er/sie glücklich werden.
Das wichtigste ist doch, daß man am Ende des Lebens sagen kann: Genauso war es richtig, ich bereue nichts.... oder?


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 28.05.2006 - 15:44:32)
Zitat (grizzabella @ 27.05.2006 - 16:00:25)
und ich bin es gern, wenn mich einer dumm fragt bin ich Familienmanagerin, trotzdem hatte ich nie dass Gefühl nur die Frau von .... zu sein, ich habe mir meine eigene Persönlichkeit erhalten, dass verlieren manche Hausfrauen unbewußt.
Ich bin emanzipiert genung um ohne schlechtes Gewissen Frau zu sein.

Aber offensichtlich nicht emanzipiert genug, um auf diesen pseudo-wichtig klingenden und völlig beknackten Begriff "Familienmanagerin" zu verzichten und einfach zu sagen "ich bin Hausfrau und Mutter". Scheint so, als ob sich manche Frauen damit vor sich selber und anderen "rechtfertigen" wollen, und grade das find ich völlig unnötig.

Und sorry, n Familienunternehmen (schlagt mal nach, was in der Geschäftswelt der Begriff "Unternehmen" bedeutet) führen bedeutet was ganz anderes, auch wenn mich jetzt gerne n paar gekränkte Mütter kreuzigen wollen.

Den Rest meiner Meinung dazu schreib ich hier nicht nochmal rein, kann man hier nachlesen:

https://forum.frag-mutti.de/index.php?showt...20#entry108156

@Kalle da steht extra wenn mich einer dumm frägt dann


dumme Frage, dumme Antwort, alles klar ;)


Ich muss dir aber recht geben die Wortwahl Manger ist nicht ganz richtig, denn ein guter Manager delekiert und organisiert und ist damit die ganze Zeit beschäftigt wir Hausfrauen und Mütter arbeiten nebenher auch noch ;)

Bearbeitet von grizzabella am 28.05.2006 22:07:49

Zitat (murphy @ 28.05.2006 - 18:41:33)
Jede soll es so machen, wie es in ihr Leben passt.

:D dem kann ich mich 100% anschliessen.

Zitat (Goody @ 28.05.2006 - 21:47:55)
Das wichtigste ist doch, daß man am Ende des Lebens sagen kann: Genauso war es richtig, ich bereue nichts.... oder?

@Goody: :daumenhoch:
Noch viel besser ist es natürlich, wenn man das schon WÄHREND seines Lebens sagen kann :blumen:

Zuweilen habe ich auch den Eindruck, dass manche Mädels geradezu wie die Prinzessin auf ihrer "Emanzipations-Erbse" hocken :blink:

Gleichberechtigung ist gut und richtig und sicher in vielen Bereichen noch "ausbaufähig".

Gleichberechtigung heisst für mich in erster Linie, dem Gegenüber - egal ob Mann oder Frau, egal, was er oder sie tut - mit gesundem Menschenverstand und vor allem Respekt zu begegnen :blumen:

Alles was ich so sehe ist PSEUDO-EMANZIPATION.

Es ist nicht möglich Kinder zu haben und Karriere zu machen.

Also gibts keine Emanzipation.


Und das von einer Frau, die das Frühmittelalter favorisiert..... also....ich sag da jetzt mal einfach besser GARNICHTS zu. -_-


Zitat (Schnegge @ 30.05.2006 - 13:15:51)
Und das von einer Frau, die das Frühmittelalter favorisiert..... also....ich sag da jetzt mal einfach besser GARNICHTS zu. -_-

rofl

All die Frauen, die als Mütter Karriere gemacht haben und machen, befinden sich wohl jenseits von Ingeborgs Horizont und somit außerhalb ihrer Sichtweite.


....ebenso wie alle Frauen, die vor 1950 gelebt haben. Die könnten, wenn sie sich mit uns heutigen Mädels vergleichen, uns mal ordentlich den Kopf zurecht setzen bezüglich Emanzipation. Noch nie fluppte die Entwicklung der Emanzipation so schnell wie in den letzten 50 Jahren! Klar ist noch nicht alles komplett gleich, wie flott soll's denn noch gehen, und unsere eigenen Gene machen uns da auch hin und wieder nen Strich durch die Rechnung. Aber mal echt, wo und zu welcher Zeit ging es uns Frauen schon mal so gut wie hier und heute?? Das erzählt mir mal!

Bearbeitet von Schnegge am 30.05.2006 13:57:46


Zitat (Schnegge @ 30.05.2006 - 13:56:56)
Aber mal echt, wo und zu welcher Zeit ging es uns Frauen schon mal so gut wie hier und heute?? Das erzählt mir mal!

Kannst mal bei Moses irgendwas nachlesen.
Oder Sparta ist auch recht interessant.

Erzähl mal ner jungen Frau aus Afghanistan, dass hier Frauen alleine leben, bezahlte Jobs haben, alleine auf die Straße gehen können, medizinisch versorgt werden, mit nem Mann zusammenleben dürfen, den sie lieben, ohne zu heiraten, Sex haben können, soviel und mit wem sie wollen, zur Schule gegangen sind und wählen dürfen, sich anziehen können, was sie wollen und auch an gewissen Orten oben ohne rumrennen können.

Die werden nicht selten denken, das man hier als Frau im Paradies ist.


Zitat (Ingeborg @ 28.05.2006 - 09:38:38)
Deshalb auch diese Landflucht

nebenbei, du hast recht.
es gibt eine enorme landflucht. die wird dazu führen, daß in den ländlichen gebieten bald keiner mehr lebt und dörfer aussterben.

landfluchtbezeichnet aber nicht das abwandern in andere länder.

so, zum thema
meine kleine möchte gerne zuhause bleiben, kinder kriegen, haushalt machen u.s.w. - ich glaube, meine kleine wäre gerne hausfrau.
und die fühlt sich deshalb in keinster weise schlechtbehandelt oder benachteiligt. machmal wohl er das gegenteil - hin und wieder habe ich das gefühl, sie begreift es als privileg als frau in der "herkömmlichen" rollen- bzw. jobverteilung zuhause bleiben zu dürfen.
so wie ich das sehe, hat die gar keine lust jeden tag 8 std (oder mehr) einem job nachzugehen. ich übrigens auch nicht. :ph34r:
und nach der herkömmlichen rollenverteilung wäre ich es, der in den sauren apfel beißen muß.
nach eben dieser rollenverteilung ist es ja auch der mann, der die kohle anschleppt bzw. anschleppen muß - und zwar genug davon.
das ist n riesen sack verantwortung, der da getragen werden muß.
da hat man(n) auch nicht zwingend bock drauf.

wer ist eigentlich benachteiligt in dieser rollenverteilung? :unsure:

und das ein mann seine frau heute nicht mehr ungestraft schlagen darf und er nicht mehr alle entscheidungen, die familie betreffend alleine treffen sollte, die frau nicht mehr des mannes untertan ist u.s.w. ist doch klar.
und das "hausfrau" heute auch als fulltimejob angesehen wird, setze ich vorraus.
das ist es, was ich unter gleichstellung und gleichberechtigung verstehe.

n schlauer mann macht das eh so. die meisten männer haben es nämlich (grade zuhause) gerne stressfrei. soll die frau doch ruhig entscheidungen treffen.
entscheidungen treffen zu müssen ist eine bürde und kein privileg. B)

es steckt sehr viel wahrheit in diesem witz:
was macht eine frau morgens mit ihrem arsch?
sie schmiert ihm n paar brote und schickt ihn zur arbeit.

wer ist hier der benachteiligte?


noch kurz was zu murphys statement, wenn sich jemand entscheidet, keine kinder zu kriegen.
ich finde das völlig o.k.
allerdings sollte das dann auch später bei der (wenn auch mickrigen) staatlichen altervorsorge voll zum tragen kommen, daß man keine einzahler gezeugt hat.
ergo: man bekommt auch gar nichts.

Zitat (kLeiner @ 30.05.2006 - 14:33:42)

allerdings sollte das dann auch später bei der (wenn auch mickrigen) staatlichen altervorsorge voll zum tragen kommen, daß man keine einzahler gezeugt hat.
ergo: man bekommt auch gar nichts.

Finde ich völlig in Ordnung. Mit einer winzigen Änderung. Wenn ich später sowieso nichts bekomme, da ich keinen Einzahler produziert habe, darf ich auch nicht gezwungen werden, mein Arbeitsleben lang für andere (die vielleicht auch keine Einzahler produziert haben, weiss man's?) in die dämliche Rentenkasse einzuzahlen. Dann geht der Deal völlig klar. Wenn ich die Asche nämlich zur Verfügung hätte, könnte ich mir davon prima ne eigene Altersvorsorge basteln, wie auch immer die aussieht. Bestechender Gedanke eigentlich.

Zitat (Schnegge @ 30.05.2006 - 14:48:10)
Zitat (kLeiner @ 30.05.2006 - 14:33:42)

allerdings sollte das dann auch später bei der (wenn auch mickrigen) staatlichen altervorsorge voll zum tragen kommen, daß man keine einzahler gezeugt hat.
ergo: man bekommt auch gar nichts.

Finde ich völlig in Ordnung. Mit einer winzigen Änderung. Wenn ich später sowieso nichts bekomme, da ich keinen Einzahler produziert habe, darf ich auch nicht gezwungen werden, mein Arbeitsleben lang für andere (die vielleicht auch keine Einzahler produziert haben, weiss man's?) in die dämliche Rentenkasse einzuzahlen. Dann geht der Deal völlig klar. Wenn ich die Asche nämlich zur Verfügung hätte, könnte ich mir davon prima ne eigene Altersvorsorge basteln, wie auch immer die aussieht. Bestechender Gedanke eigentlich.

du weißt aber schon, wie das mit der rente funktioniert, oder
kinder zahlen für ihre eltern.

du hast keine eltern? :blink:
oder beziehen die keine staatliche rente?

um deien vorschlag zu ende zu spinnen:
du gehst mit deinen eltern zur rentenkasse (oder wie das ding genau heißt) und die unterschreiben da dann, daß sie ab sofort keine rente mehr beziehen wollen und du dafür auch keine leistungen mehr zu erbringen hast.
so wird ein schuh daraus.

edit:
nebenbei sparst du doch genau das geld, welches andere in ihre kinder stecken, die du ja nicht hast.

doppeledit:
vielleicht hilft dir das
http://pflege.klinikum-grosshadern.de/camp...htm#Gvwasistdas

Bearbeitet von kLeiner am 30.05.2006 15:23:01

Danke für den Link, Kleiner :blumen: Wie's üblicherweise mit der Rente funktionieren sollte, weiss ich schon, aber Du hattest da ja einen anderen Vorschlag gemacht, und darauf bin ich eingegangen, nicht mehr und nicht weniger, davon ab, dass es ja leider nicht mehr so klappt. Lieber als für fremde Eltern zahlen würd ich allerdings mit meinen Schwestern zusammen für meine eigenen, um den Faden mal weiter zu spinnen. Da meine Eltern drei Kinder hatten, bleibt uns drei Kindern dann immer noch genug, um für die eigenen Rente vorzusorgen. Würd ich vorziehen, dieses Prinzip, statt jetzt 50 Berufsjahre lang Rente für namenlose Eltern einzuzahlen und dann höchstwahrscheinlich, weil die Kassen leer sind, selber nichts rauszukriegen. Oder vom Staat moralisch "gezwungen" zu werden Kinder in die Welt zu setzen die ich gar nicht will, um den Staat zu finanzieren. :wallbash: :wallbash: :wallbash:


Zitat (Schnegge @ 30.05.2006 - 15:37:17)
aber Du hattest da ja einen anderen Vorschlag gemacht,

eigentlich nicht :wacko:

hatte nur vorgeschlagen, daß wer keine einzahler (folgegeneration) produziert, von eben diesen (den leuten aus der folgegenartion) auch nichts bekommt.

das hat nichts damit zu tun, daß man für die generation, die einen produziert hat, dann plötzlich auch nichts mehr einzuzahlen hat.


für doofe: :pfeifen:
einzahlen tut man für mami und papi. im weitesten sinne tust du das auch.
wenn zu dir keiner mami sagt, zahlt irgendwann für dich auch keiner ein.
ergo solltest du auch nichts bekommen.
du mußt aber weiterhin brav einzahlen, weil du jemanden hast, den du mami und/oder pappi nennest.


daß dieses system, aus diversen gründen wie verlängerung der lebenserwartung (von beziehenden), verschiebung der geburtenrate (zu ungunsten des systhems) u.s.w. irgendwie nicht mehr zufreidenstellend funktioniert, stand mit keinem wort zu debatte.

edit:
und nebenbei sollst du ja (so sollte es ein) nicht den staat finanzieren sondern die mamis und papis der alteren generation.

Bearbeitet von kLeiner am 30.05.2006 15:48:55

:laaangweilig: :laaangweilig: :laaangweilig: :laaangweilig: :laaangweilig:
*gäääääääääähn*
Kleiner, ich find's ja nett dass Du mich belehrten und moralisieren möchtest, aber MÜSSEN wir dieses Thema hier diskutieren? Ich meine, schön, dass alle was lernen, aber Kinder kriegen werd ich deswegen trotzdem nicht, also was soll's?


Zitat (Schnegge @ 30.05.2006 - 16:21:05)
:laaangweilig:  :laaangweilig:  :laaangweilig:  :laaangweilig:  :laaangweilig:
*gäääääääääähn*

naja, mit genau der einstellung, ist es klar, daß du kein interessa daran hast, deine allgemeinbildung zu erweitern. :pfeifen:

moraslisieren möchte ich auch niemanden. rofl
habe dich lediglich auf einen fehler in deiner denkweise zu meinem statement hingewiesen. und es stellte sich heraus, daß bedarf war, das etwas ausführlicher zu tun. :P

tja, die einstellung halt .... rofl

Bearbeitet von kLeiner am 30.05.2006 16:31:18

Ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr die Rentengeschichte wieder in Richtung Emanzipation schubsen oder aber entsprechend auslagern könntet. ;)



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