Waldorf, Montessori, Pestalozzi... was ist denn das eigentlich?

Neues Thema Umfrage

Zitat (Mellly @ 02.09.2006 00:53:32)


Alter Pädagogenwitz...

Tourist: Entschuldigung, wissen sie, wie man zum Bahnhof kommt?

Pädagoge: Nein, aber gut, daß wir drüber gesprochen haben...

:lol:

Jaaaaa genau, und immer wieder schön. :lol: :lol: :lol:

Und die Beiträge mancher User erinnern genau an diesen Joke! ;)

rofl rofl rofl

Zitat (stone45 @ 02.09.2006 01:05:16)
Zitat (Mellly @ 02.09.2006 00:53:32)


Alter Pädagogenwitz...

Tourist: Entschuldigung, wissen sie, wie man zum Bahnhof kommt?

Pädagoge: Nein, aber gut, daß wir drüber gesprochen haben...

:lol:

Jaaaaa genau, und immer wieder schön. :lol: :lol: :lol:

Und die Beiträge mancher User erinnern genau an diesen Joke! ;)

rofl rofl rofl

Ich darf lachen...gehöre ja auch fast zu denen, die immer über alles reden wollen... :ph34r: :pfeifen: :lol:

Zitat (Mellly @ 02.09.2006 01:21:38)

Ich darf lachen...

Du sowieso! ;) :)

Du gehörst ja nicht zu den verbissenen Sauertöpfen dieser Welt! :P :)

Bearbeitet von stone45 am 02.09.2006 01:30:23

In diesen Schulen werden Kinder in Formen gepreßt nur um der Karriere willen!!!

Papa und Mama haben es geschaft du mußt auch!!!

Ob du willst oder nicht. :huh: :huh: :huh:


Hallo,
als Mutter zweier erwachsenerr Kinder interessiert mich dieses Thema nur noch am Rande.
Meine Kinder hatten einige Mitschüler, die in einen Waldorfkindergarten gegangen waren. Es waren sehr kreative Kinder. Zwei Mitschüler, der später im Gymnasium aus einer Waldorfschule dazukamen, hatten große Probleme. Ich selbst sehe die Ideologie Rudolf Steiners eher kritisch, aus folgendem Grund:
http://www.bipomat.de/waldorf/waldorf.html.
Gea


Danke für den Link. :blumen:


Zitat (Mellly @ 01.09.2006 23:59:54)
Im übrigen ist das Montessori Material auch sehr begrenzt (Sie hat es nicht mal selbst entwickelt...)..Das heißt, den Kindern wird schon vorgeschrieben, wann sie welches Material und wie lange sie es benutzen dürfen...

Ich habe mir eure Beiträge nicht alle sorgfältig durchgelesen, sondern nur überflogen, sorry dafür, aber meine Zeit ist auch begrenzt ;)

Mellly, was du hier schreibst ist defintiv falsch. Hast du dir schonmal eine Montessori-Schule angeschaut oder mit Lehrern einer solchen Klasse geredet oder beziehst du deine Erfahrungen nur aus Vorträgen an der Uni?
Den Kindern wird nicht vorgeschrieben wie lange sie das Material benützen dürfen. Klar wird ihnen nach einer gewissen Zeit nahegelegt auch mal was anderes zu machen wenn sie sich immer nur mit den gleichen Aufgaben beschäftigen, aber wer will schon, dass sein Kind einseitig unterrichtet wird?

Zitat (Lion @ 02.09.2006 12:46:20)
Zitat (Mellly @ 01.09.2006 23:59:54)
Im übrigen ist das Montessori Material auch sehr begrenzt (Sie hat es nicht mal selbst entwickelt...)..Das heißt, den Kindern wird schon vorgeschrieben, wann sie welches Material und wie lange sie es benutzen dürfen...

Ich habe mir eure Beiträge nicht alle sorgfältig durchgelesen, sondern nur überflogen, sorry dafür, aber meine Zeit ist auch begrenzt ;)

Mellly, was du hier schreibst ist defintiv falsch. Hast du dir schonmal eine Montessori-Schule angeschaut oder mit Lehrern einer solchen Klasse geredet oder beziehst du deine Erfahrungen nur aus Vorträgen an der Uni?
Den Kindern wird nicht vorgeschrieben wie lange sie das Material benützen dürfen. Klar wird ihnen nach einer gewissen Zeit nahegelegt auch mal was anderes zu machen wenn sie sich immer nur mit den gleichen Aufgaben beschäftigen, aber wer will schon, dass sein Kind einseitig unterrichtet wird?

Aber genau das ist ja die Montessori Philosophie...

Montessori beschreibt ja das "berühmte Montessori-Phänomen" als göttliche Offenbarung...dieses stundenlange, beschäftigen mit einer Sache..

Ich selbst kann mich nunmal nicht mit dem Gedanken anfreunden, daß es vorgeschriebenes Material gibt, mit denen sich Kinder in einer bestimmten Phase beschäftigen sollen...

Ich selbst war noch nie in einem Montessori-Kindergarten, weiß aber von anderen Studenten, daß die meisten Montessorianer weder die Person Montessori noch ihre Anthropologie genau kennen...

Ich selbst kann eben keiner Pädagogik zustimmen, die von einem normalisierten Kind ausgeht...und das ist nunmal eine Hauptthese der Montessoripädagogik

Kindergärten, die sich nicht daran richten, arbeiten streng genommen nicht nach Montessori...Was ja nicht heißt, daß es deswegen schlechter ist

Es herrscht ne absolut verklärte Sichtweise...Montessori als DIE Praktikerin und Kinderentdeckerin schlecht hin...Die Wahrheit kennt kaum jemand...

Auch wenn ich Montessori kritisch sehe, möchte ich ausdrücklich betonen, daß ich niemanden verurteile oder angehe, der sein Kind in eine Montessori-Einrichtung schickt..wirklich nicht...Und wenn sich das Kind dort wohl fühlt, ist es doch umso besser...

Und wenn nicht, sollte man sich eine andere Einrichtung suchen, und nicht auf Montessori beharren, nur weil man alternativ erziehen möchte..

Im übrigen glaube ich dir auch, wenn du sagst, daß es Einrichtungen gibt, wo nicht so gearbeitet wird, wie ich es beschrieben habe....daß Montessori dort relativiert angewendet wird...ich bezog mein Wissen ja wirklich auf die Theorie...also auf Montessoris Anthropologie und Pädagogik...

Ich stehe aber auch den anderen pädagogischen Ideologien kritisch gegenüber (Steiner, Pestalozzi, Fröbel...), weil ich es einfach nicht gut heiße, wenn Pädagogik so ideologisiert wird....und die Verfechter dieser Pädagogik sich so vehement gegen Kritik richten....

@Mellly: Ich habe mich jetzt nicht so intensiv mit Montessori beschäftigt wie du und die genaue Vorgehensweise von Maria Montessori kenne ich nicht. Du bist darin bestimmt weitaus informierter als ich.
Was mich im Endeffekt interessiert ist mit welcher Methode meine Kinder am besten klar kommen, nicht wie diese Methode entstanden ist.
Ich bin keine Verfechterin einer bestimmten Pädagogik (:schrei:), ich bin für alles offen und entscheide individuell und rede nicht von vorneherein alles schlecht. Ich denke, dass jede Form der Pädagogik ihre Vor- und Nachteile hat, egal ob Waldorf, Montessori oder was es da noch alles gibt. Das "einzig wahre System" gibt es für mich nicht.

Wie es in einem Montessori-Kindergarten abläuft weiß ich nicht, da kann ich nichts dazu sagen.


Zitat (Lion @ 02.09.2006 13:49:06)
@Mellly: Ich habe mich jetzt nicht so intensiv mit Montessori beschäftigt wie du und die genaue Vorgehensweise von Maria Montessori kenne ich nicht. Du bist darin bestimmt weitaus informierter als ich.
Was mich im Endeffekt interessiert ist mit welcher Methode meine Kinder am besten klar kommen, nicht wie diese Methode entstanden ist.
Ich bin keine Verfechterin einer bestimmten Pädagogik (:schrei:), ich bin für alles offen und entscheide individuell und rede nicht von vorneherein alles schlecht. Ich denke, dass jede Form der Pädagogik ihre Vor- und Nachteile hat, egal ob Waldorf, Montessori oder was es da noch alles gibt. Das "einzig wahre System" gibt es für mich nicht.

Wie es in einem Montessori-Kindergarten abläuft weiß ich nicht, da kann ich nichts dazu sagen.

Da stimme ich dir absolut zu...

Wenn sich deine Kinder auf der Montessori Schule gut fühlen und du das Gefühl hast, sie lernen dort mit Spaß und fürs Leben (ich hab dich so verstanden, daß deine Kinder auf so eine Schule gehen oder lieg ich falsch?...) dann ist doch alles in Ordnung....Wollte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, daß jetzt alle Montessorieinrichtungen boykottiert werden sollten...bloß nicht :blumen:

Und du hast absolut recht...es gibt nicht DIE WAHRE PÄDAGOGIK...Erziehung ist kein Rezeptbuch, wenn man sich daran hält, dann wird schon alles klappen...:nene:

Leider denken viele Verfechter IHRER Pädagogik aber genau so..seien es die Waldörfler, die Montessorianer oder was weiß ich noch wer...

Ich wollte auch nicht alles schlecht reden...allerdings hab ich mich schon nen bißchen auf die Person Montessori eingeschossen, das stimmt wohl...weil gerade bei Montessori so viel verschleiert wird....(ich meine eher, was die Person und ihre ach so großherzigen Bemühungen angeht...)

Also von daher liegen wir beide gar nicht so weit voneinander entfernt... :blumen:

Zitat
Tourist: Entschuldigung, wissen sie, wie man zum Bahnhof kommt?

Pädagoge: Nein, aber gut, daß wir drüber gesprochen haben...


Naja, das geht auch noch bißchen anders:
Vor ein paar Jahren war ich mit ein paar Kollegen auf Montage, in Bautzen. Mit der Zeit lernt man die Stadt schon etwas kennen. Und in den Mittagspausen waren wir oft auf dem Markt. Da kam uns ein Typ entgegen, und einer der Kollegen quatschte ihn an: "Sag mal, weißt du, wo es hier zum Bahnhof geht?" - "Nee." - "Na, paß auf, ich erklär es dir..."
:pfeifen:

Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 20:25:37)
Da kam uns ein Typ entgegen, und einer der Kollegen quatschte ihn an: "Sag mal, weißt du, wo es hier zum Bahnhof geht?" - "Nee." - "Na, paß auf, ich erklär es dir..."
:pfeifen:

... und der das dann erklärte, war Pädagoge, gell? rofl

Zitat (carlos @ 02.09.2006 20:43:51)
Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 20:25:37)
Da kam uns ein Typ entgegen, und einer der Kollegen quatschte ihn an: "Sag mal, weißt du, wo es hier zum Bahnhof geht?" - "Nee." - "Na, paß auf, ich erklär es dir..."
:pfeifen:

... und der das dann erklärte, war Pädagoge, gell? rofl

jaaa, eigentlich schon, aber mangels Arbeitsplatz im Moment Taxifahrer....

rofl rofl


@ Carlos: Bist du es? Heute so locker? Muss ich mir Sorgen machen? :unsure:

Zitat (carlos @ 02.09.2006 20:43:51)
Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 20:25:37)
Da kam uns ein Typ entgegen, und einer der Kollegen quatschte ihn an: "Sag mal, weißt du, wo es hier zum Bahnhof geht?" - "Nee." - "Na, paß auf, ich erklär es dir..."
:pfeifen:

... und der das dann erklärte, war Pädagoge, gell? rofl

Nö!

Auf Montage! :P :P :P

Zitat
und der das dann erklärte, war Pädagoge, gell?


:verwirrt: Wir waren aufm Bau als Fliesenleger......aber der Kollege war auch in seinem früheren Leben kein Pädagoge. Aber das war eben unsere Art von Humor. Nur der Mann in Bautzen guckte schon recht verwirrt..... :P

Zitat (stone45 @ 02.09.2006 20:50:32)
Zitat (carlos @ 02.09.2006 20:43:51)
Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 20:25:37)
Da kam uns ein Typ entgegen, und einer der Kollegen quatschte ihn an: "Sag mal, weißt du, wo es hier zum Bahnhof geht?" - "Nee." - "Na, paß auf, ich erklär es dir..."
:pfeifen:

... und der das dann erklärte, war Pädagoge, gell? rofl

jaaa, eigentlich schon, aber mangels Arbeitsplatz im Moment Taxifahrer....

rofl rofl


@ Carlos: Bist du es? Heute so locker? Muss ich mir Sorgen machen? :unsure:

Wieso kennt ihr Nicht-Pädagogen eigenlich alle unsere geheimen Witze? :wallbash: :labern: rofl

Ja, Leute.
Wir brauchen hier wohl so ne Art Übergang.
Mellly, du vielleicht? :blumen:
Nu zier dich dich nicht so!

Bearbeitet von carlos am 02.09.2006 21:02:18


Zitat
Wieso kennt ihr Nicht-Pädagogen eigenlich alle unsere geheimen Witze?


Nun ja....das ist nämlich so:

Da ich in den 90er Jahren auf dem Bau gearbeitet habe, habe ich dort auch andere Gewerke beobachten können. Und die Handlanger der Maurer unterhielten sich immerfort, wenn sie sich die Ziegel zureichten.
Einmal bin ich etwas näher ran und habe gehört, was die sich beim Zureichen der Ziegel gesagt haben:
"Bitteschön, Herr Studienrat!" - "Dankesehr, Herr Professor!"
rofl

Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 21:02:19)
Zitat
Wieso kennt ihr Nicht-Pädagogen eigenlich alle unsere geheimen Witze?


Nun ja....das ist nämlich so:

Da ich in den 90er Jahren auf dem Bau gearbeitet habe, habe ich dort auch andere Gewerke beobachten können. Und die Handlanger der Maurer unterhielten sich immerfort, wenn sie sich die Ziegel zureichten.
Einmal bin ich etwas näher ran und habe gehört, was die sich beim Zureichen der Ziegel gesagt haben:
"Bitteschön, Herr Studienrat!" - "Dankesehr, Herr Professor!"
rofl

Fiftyniner, du flunkerst!
Ich begrüße unseren Taxifahrer auch immer mit seinem Doktortitel! rofl

Zitat (carlos @ 02.09.2006 21:04:04)
Zitat (fiftyniner @ 02.09.2006 21:02:19)
Zitat
Wieso kennt ihr Nicht-Pädagogen eigenlich alle unsere geheimen Witze?


Nun ja....das ist nämlich so:

Da ich in den 90er Jahren auf dem Bau gearbeitet habe, habe ich dort auch andere Gewerke beobachten können. Und die Handlanger der Maurer unterhielten sich immerfort, wenn sie sich die Ziegel zureichten.
Einmal bin ich etwas näher ran und habe gehört, was die sich beim Zureichen der Ziegel gesagt haben:
"Bitteschön, Herr Studienrat!" - "Dankesehr, Herr Professor!"
rofl

Fiftyniner, du flunkerst!
Ich begrüße unseren Taxifahrer auch immer mit seinem Doktortitel! rofl

Waaasss! :huh:

Ihr habt einen eigenen??? :lol: :lol: :lol:

Zitat (wurst @ 03.09.2006 10:51:10)
Ihr habt einen eigenen??? :lol:  :lol:  :lol:

Unser dörflicher "Stadt"teil zählt 3.478 Einwohner (Stand vom 31.12.2005).
mit einem (1) Taxenunternehmen.
Da bleibt die persönliche Kenntnis nicht aus.

Bearbeitet von carlos am 03.09.2006 10:57:01

Zitat (carlos @ 03.09.2006 10:56:04)

Unser dörflicher "Stadt"teil zählt 3.478 Einwohner (Stand vom 31.12.2005).

Na, wenn da noch ein paar dazugekommen sind in den fast 2 Jahren seid ihr ja schon eine Kleinstadt! ;) ;) ;)

Entschuldigung, dass ich euch störe und nochmal zum eigentlichen Thema zurückkomme :pfeifen:

Zitat (Mellly @ 02.09.2006 14:05:34)
Wenn sich deine Kinder auf der Montessori Schule gut fühlen und du das Gefühl hast, sie lernen dort mit Spaß und fürs Leben (ich hab dich so verstanden, daß deine Kinder auf so eine Schule gehen oder lieg ich falsch?...) dann ist doch alles in Ordnung....Wollte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, daß jetzt alle Montessorieinrichtungen boykottiert werden sollten...bloß nicht :blumen:

Mellly, meine Kinder gehen auf eine staatliche Regelschule in der teilweise mit Montessori-Material gearbeitet wurde. Inzwischen haben 2 Lehrerinnen dieser Schule eine Montessori-Ausbildung gemacht und in Zukunft wird verstärkt danach unterrichtet. Es ist also sozusagen gemischt. Eine reine Montessori-Schule hätte ich für meine Kinder nicht in Betracht gezogen.

Hallo,
um nochmal auf die Waldorfschule zurückzukommen:
Hier ein Zitat aus "Krankheit und Gesundheit" von Rudolf Steiner:
"Zuletzt würden nur mehr Braun- und Schwarzhaarige da sein können; aber wenn nicht abgeholfen wird, so bleiben sie zugleich dumm. Denn je stärker die Körperkräfte sind, desto weniger stark sind die seelischen Kräfte. Und die Erdmenschheit würde vor der Gefahr stehen, wenn die Blonden aussterben, dass die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde. (...)
Ist doch nachdenkenswert, oder?
Gea

Bearbeitet von Gea am 05.09.2006 13:04:48


Na Ja...

Habe die Waldi-Diskussion ein wenig verfolgt,wie immer gibt es zwei Seiten-und jede hat aus ihrer Sicht Recht....
Aber eines ist nicht ok, liebe Gea- aus dem Zusammenhang gerissen bekommt dieses Zitat einen gefährlich- falschen Sinn.........!!!!!!!!


Zitat (Gea @ 05.09.2006 12:23:12)
Hallo,
um nochmal auf die Waldorfschule zurückzukommen:
Hier ein Zitat aus "Krankheit und Gesundheit" von Rudolf Steiner:
"Zuletzt würden nur mehr Braun- und Schwarzhaarige da sein können; aber wenn nicht abgeholfen wird, so bleiben sie zugleich dumm. Denn je stärker die Körperkräfte sind, desto weniger stark sind die seelischen Kräfte. Und die Erdmenschheit würde vor der Gefahr stehen, wenn die Blonden aussterben, dass die ganze Erdenmenschheit eigentlich dumm würde. (...)
Ist doch nachdenkenswert, oder?

Sicher ist das nachdenkenswert.
Hilfreicher wäre es gewesen, den kompletten Passus wieder zu geben.
Dann fiele die Beurteilung ausgewogener aus.

Hallo,
in meinem Beitrag vom 2.9.06 zu diesem Thema steht bereits der Link , unter dem die Textpassage, die ich in meinem vorigen Beitrag zitiert habe, zu finden ist, und zwar unter dem Thema: "Rassismus und Antisemitismus in Rudolf Steiners Philosophie."
Das ist m.E. eine ausreichende Quellenangabe!
Da es nun genau das Thema ist, das mich an der Waldorfpädagogik zweifeln lässt, habe ich diese Passage zitiert.
"Aus dem Zusammenhang gerissen" hat man meiner Ansicht nach etwas, wenn man eine zitierte Textpassage wissentlich benutzt, um einen Sachverhalt zu verfälschen. Das trifft eigentlich nicht zu, denn diese Anschauung in der Waldorfpädagogik ist Fakt, und es ging mir darum, das aufzuzeigen!
Ist das für Euch zufriedenstellend? Wenn nicht: bin für Kritik empfänglich!
MfG
Gea

Bearbeitet von Gea am 06.09.2006 16:13:34


Ich studiere Erziehungswissenschaften, und da kommt man An Waldorf, Montessori und Co. nicht vorbei.
Was uns allerdings auch abverlangt wird ist selber denken.
Und keiner zwingt uns, alles was die Damen und Herren Pädagogen mal geschrieben haben 1:1 zu übernehmen.


Ich finde es auch unangebracht, Pauschalurteile über bestimmte Erziehungsphilosophien zu fällen, vor allem, wenn man sein Wissen aus zweiter Hand hat.
Wenn man sich für eine Waldorf-, Montessori- oder Regelschule entscheidet, so tut man dies ja nicht, weil man ein fanatischer Anhänger des jeweiligen Gründers ist, sondern weil man von dieser konkreten Schule überzeugt ist.
Jedes der Konzepte hat Vor- und Nachteile und einige Schulen suchen sich die guten Ansätze aus mehreren Philosophien heraus, um dann auf dieser Grundlage ein Konzept anzubieten, das sie für gut und richtig halten.
Die Montessorischüler, die ich kenne, sind beispielsweise sehr selbständig und fit im Selbststudium, was ich für wesentlich wichtiger halte, als beispielsweise irgendwelche Geschichtsdaten herunterbeten zu können.
Und Aussagen wie "100 Jahre vor Pisa war unser (Prügel)schulsystem ein Leuchtturm der Wissensvermittlung" finde ich eher unnütz.


Hallo Scholli,
das ist wahr, ich habe mein Wissen "aus zweiter Hand", denn weder ich noch meine Kinder waren Waldorfschüler. Ich hatte mich hier zu Wort gemeldet, weil die von mir beschriebene Steinersche Theorie noch heute Eingang in den Unterricht findet. Deshalb ja das ganze öffentliche Theater z. B. auch in ARD "REPORT".
Übrigens habe ich mich bereits mit der Waldorfpädagogik beschäftigt, als meine Kinder im entsprechenden Alter waren. Ich habe antroposophische Vorträge gehört, Steiner-Bücher gelesen, Kindermärchenbücher gelesen, kenne eine Reihe Anthroposophen, (Musiklehrerinnen etc.) und es gibt hier eine starke anthroposophische Gemeinde. Ich weiß vovon ich spreche. Unsere Kinder sind dann in eine Regel-Grundschule und anschließend in ein humanistisches Gymnasium gegangen, wir hätten keine bessere Entscheidung treffen können.
Demzufolge bin ich in diesem Thread wahrscheinlich wirklich falsch, und halte mich ab jetzt heraus.
Nichts für ungut
Gea


Zitat (Gea @ 07.09.2006 12:48:42)
Ich weiß vovon ich spreche. Unsere Kinder sind dann in eine Regel-Grundschule und anschließend in ein humanistisches Gymnasium gegangen, wir hätten keine bessere Entscheidung treffen können.
Demzufolge bin ich in diesem Thread wahrscheinlich wirklich falsch, und halte mich ab jetzt heraus.
Nichts für ungut

Um gleich mit deinem ersten Satz hier anzufangen:
Ist doch hilfreich, wenn du das weißt.
Und gut, wenn du dich hier nicht ausklinkst!

Hallo,

es lässt mir keine Ruhe...Nach all dem theoretischen mal der praktische Alltag einer Waldorfschule:

8.10-Schulbeginn-2Std.Blockunterricht-diesen Monat Mathe ? Heisst 4 Wochen die ersten zwei Stunden Mathe-eingehen auf ein Thema-Bruch?-bis ALLE es verstanden haben!!! Mathe dann in Wochenstd.zur Auffrischung oder Vorbereitung auf ein neues

Thema-Rotationsverfahren....
Pause-

Danach gehen die Schüler in den Schulgarten? Pflanzen,Pflegen.Ernten-oder in die Werkstatt? Hocker bauen,Metallbecher herstellen Tonarbeiten.......danach ist der Kopf wieder frei für Chemie,Physik,Englisch oder Russisch!!!!! etc.etc.

Pause-übrigens eine sehr entspannte Atmosphäre auf dem Schulhof!!!!!!!

Musik ? Handarbeiten ? Basarvorbereitung ? Jedenfalls wieder kreatives Arbeiten um den Kopf für die nächste Geschichtsstunde freizuhaben und so weiter...

Ihr wollt wissen woher ich das alles weiß ?
Meine Tochter ging auf ein renomiertes Gymnasium...und fast zugrunde.
Im 6.Schuljahr konnte ich sie auf eine Waldorfschule wechseln-Glücklicherweise-Quereinsteigen nennt man das.

Nicht alle Kinder sind für die "Vogel friss-oder stirb" Mentalität geschaffen und für kreative Kinder ist diese Schulform ideal.
Meine Tochter geht im nächsten Jahr in die Abi-Klasse-oft nur 10-15 Schüler,die optimal vorbereitet werden-Zentral-Abi-von Staatl.Schulen abgenommen und anerkannt!!!!

Übrigens wollen Staatliche Schulen einiges der Waldorfpädagogik übernehmen!!!
Sicher auch die Unterrichtsmaterialien-aber dafür fehlt das Geld...ist aber ein anderes Thema. :heul:

Ich möchte noch erwähnen,dass die Waldorfschule sich sehr gewandelt hat-offen,modern und auch Menschen,die keine Kornmühle oder selbstgestrickte Socken besitzen, herzlich aufnimmt.

Wie in vielen Bereichen kann man davon ausgehen,dass Rudolf Steiner für seine Zeit
richtig gehandelt hat-die Zeit aber vieles ändert und korrigiert.

Seid lieb gegrüsst !!!!



:blumen:

Bearbeitet von töggelie am 07.09.2006 20:21:36


toeggelies Beitrag hat mir aus der Seele gesprochen.
Ich muss nicht hinter einer ganzen Philosophie stehen, um Waldorf-Pädagogik gut zu finden.
Mein älterer Sohn ging in den Waldorf kiga und besucht jetzt eine Regel-Grundschule. Er kommt dort gut klar, ist Klassensprecher und hat gute Freunde.
Mein Kleiner ist gerade in den Waldorf Kiga gekommen und bei ihm bin ich mir nicht sicher, dass er auf die Regelschule gehen wird. Er sit ganz anders als sein grßer Bruder. Hoch sensibel und eher scheu. Was für das eine Kind gut ist, muss nicht für das andere passen. Ich finde es schade, dass man sich immer wieder rechtfertigen muss. Sowohl im Waldorfkiga, wie auch in der Schule, immer wieder "waaaas, dein anderer Sohn ist im Waldorfkiga/in der Regelschule!?!?!?" Das nervt ziemlich, aber ich bin mir sicher, das Richtige zu tun.


morgens Waldorf, mittags Montessori, nachmittags kirchliche Einrichtung....

Quelle: Harald Schmidt B)


wenn ich mal mehr zeit habe, werde ich mir diesen thread nochmal ganz durchlesen, hab grad nur 2 seiten geschafft....

aber oich muss gleich zurück, in das anthroposophische heil- und erziehungsinstitut, in dem ich mein FSJ mache ;)

in diesem institut haben wir "seelenpfelegbedürftige kinder", also geistig behionderte und verhaltensauffällige....
bei diesen kindenr greift die anthroposophische erziehung nochmal ganz anders... meiner meinung nach auch sehr gut, allerdings stehe ich dem religiösen teil noch skeptisch gegenüber... aber das gute daran finde ich, dass die kinder dadurch feste rituale haben, die sie brauchen.
zB (alltägliche religion bei uns): vor dem essen wird gebetet (ein "gebet" in dem der erde für das essen gedankt wird), dann fassen sich alle an den händen und sagen "gesegnete mahlzeit" und dann darf erst gegessen werden... so läuft das sehr geregelt... und es funktioniert echt gut, wie ich finde. natürlich müssen kinder, die aufgrund der behinderung nicht mitsprechen können oder nichgt von selbst die hände falten nicht mitmachen, aber sie sitzen mit am tish und merken eben, dass gerade etwas passiert, was immer vorm essen passiert...
ich war selbst nie auf einer waldorfschule, einerseits schade, andererseits michte ich meine staatlichen schulen auch... auch die gesamntschule, auf der ich bis zur 10. war, möchte ich nicht missen, eine arme gammlige schule.. aber ich habe viel fürs leben gelernt....

gab es schon die diskuzssion, ob steiner einen computer hätte, wenn er heute leben würde? :D


Zitat (stone45 @ 07.09.2006 23:41:59)
morgens Waldorf, mittags Montessori, nachmittags kirchliche Einrichtung....

Quelle: Harald Schmidt B)


Wer ist Harald Schmidt ? :pfeifen:

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