Waldorf-Schule: Bitte um Erfahrungen


Hallo liebe Muttis!
Ich möchte gerne wissen, welchen Eindruck Ihr von Waldorf-Schulen habt. Kennt Ihr jemanden, der auf einer Waldorf-Schule war/ist, seid Ihr selber dort zu Schule gegangen oder gehen Eure Kinder dort hin?
Ich habe das Konzept gelesen, wüßte aber gerne, wie das in Wirklichkeit gehandhabt wird. Kann mir so wenig drunter vorstellen
Lieben Dank!

Bazillus09


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:07:39


Ich bin von der Art und Weise der Walddorfschule total begeistert, nur haben wir hier das Problem, dass du fast keine Chance hast dein Kind dort rein zu bekommen, ich habe meine alle mit 1 Jahr angemeldet---no chance---
Die haben dort das ganzheitliche Prinzip, sprich Themen werden fächerübergreifend behandelt, es gibt auch keine Noten, trotzallem haben sie einen sehr großen Abi anteil, die Prüfungen werden an ganz normalen Schulen abgelegt.

Vielleicht hilft dir der Link

http://www.gesundeskind.com/shop/luf5005/luf5005.htm


gruß

grizzabella


Mal abgesehen von den etwas "anderen" pädagigischen Konzepten der Walldorfschulen:

Wie ist das Bildungsniveau der Schüler nach Schulabschluß?
Welche Studienfächer ergreifen diese Schüler üblicherweise? Gibt es Tendenzen?
Wie kommen diese Schüler im Studium/Beruf zurecht?
Wie groß sind die Berufsaussichten von Waldorfschülern?
Wie ist das durchschnittliche Einkommen von ehemaligen Walldorfschülern im Vergleich zu "konventionellen" Schülern?

Dies sind Fragen, zu denen ich nichts weiß, die mich aber interessieren. Letztlich müssen sich alle pädagogischen Konzepte im späteren Leben bewähren. Genau dieser Prüfstein wird m.E. aber viel zu wenig (gar nicht?) erwähnt und untersucht.

Letztlich ist es dieser Prüfstein, der das Konzept "Gesamtschule" in Deutschland disqualifiziert. Die Ergebnisse werden leider aus ideologischen Gründen nicht zur Kenntnis genommen.

Dies soll kein Angriff auf die Walldorf-Pädagigik sein, ich kenne die Antworten auf meine Fragen nicht.

Grüße,

H.H.


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:25:15


Bei uns ist es tatsächlich so das die Firmen in die Waldorfschule gehen und dort schon werben.


Ich habe aber auch gehört das zwischen den Schulen große Unterschiede sind.


Gruß

grizzabella


Genau Hornblowers Fragen sind auch meine.
Was hilft die schönste Schulzeit, wenn Du später auf dem Abstellgleis stehst, einfach nur weil im Lebenslauf "Waldorf-Schule" steht...
Ich habe eine Tochter in der 6. Klasse Gymnasium. Ihre Klassenlehrerin hat 6 Jahre an einer Waldorf-Schule unterrichtet und meinte jetzt zu mir, meine Tochter wäre ein prädestiniertes Waldorf-Kind.
Waldorf war (und ist) für mich, einfach vom Begriff her, ein nettes, aber leider weltfremdes Schulsystem, das die Kinder nicht auf das wirkliche Leben vorbereitet. Das ist aber ein echtes Vorurteil in Reinkultur. Habe mich nie weiter damit befaßt. Und weil ich das ändern will, habe ich diesen Thread eröffnet. Weil, wenn es einer beurteilen kann, dann ja Menschen, die direkt dabei sind oder waren. Ich würde höchst wahrscheinlich ohnehin keinen Platz für meine Tochter an der hiesigen Waldorf-Schule bekommen, weil die ungern mittendrin Kinder nehmen und außerdem sowieso Wartelisten bestehen. Von daher scheinen etliche Leute sehr überzeugt von dem Konzept zu sein, wenn so ein Andrang herrscht. Oder ist das wieder ein Vorurteil? <_<
Danke für alle bisherigen Antworten, gibt mir schon wieder Stoff zum Nachdenken.
Bazillus09


Ich sehe, wir denken in die gleiche Richtung.
Die Waldorf-Pädagogik ist "hipp", und die Kinder werden da schön "ganzheitlich" ausgebildet und der ganze Unterricht ist so naturnah und die musischen Fähigkeiten werden so schön gefördert, etc., etc.

Genau diese Schlagworte sind es, die mich mißtrauisch machen. Allerdings kenne ich auch keine harten Fakten und muß zugeben, daß meine Befürchtungen vorurteilsgesteuert sind.

Daß innerhalb einer Stadt die Waldorf-Schule das beste Abitur gemacht hat, sagt erstmal auch nichts aus. Hatten alle Schüler vergleichbare Aufgaben aus vergleichbaren Themengebiete in vergleichbarer Schwierigkeit und wurden die gleichen Bewertungs-Maßstäbe angelegt?

Mein absolut "rotes Tuch" ist die Gesamtschule. Diese Schulform halte ich so, wie sie hier in Deutschland unter den gegebenen Randbedingungen praktiziert wird, für eine einzig riesige Katastrophe, und diese Ansicht ist *nicht* vorurteilsbasiert. Dennoch schneiden Gesamtschulen in Rankings mitunter recht gut ab (abhängig von der jeweiligen Landesregierung/anderen politischen Randbedingungen). Im direkten Vergleich mit "konventionellen" Schülern schneiden Gesamtschüler tendentiell jedoch deutlich schlechter ab.

Nicht repräsentativ keannte ich mal eine Waldorf-Schülerin, die zwar große soziale Kompetenz besaß, deren Allgemeinwissen und Rechenfähigkeit aber in der Altersgruppe unterdurchschnittlich waren.

Auch kenne ich zwei Damen, die sich als Lehrerinnen der Waldorfpädagogik verschrieben haben; beiden würde ich keine Kinder anvertrauen.

Aber diese Eindrücke sind sehr subjektiv, durch nichts belegt und ohne jegliche Grundlage.

Tja, dies ist alles nicht sehr hilfreich, regt aber vielleicht die Diskussion an...

Grüße,

H.H.


Da kann ich auch noch ein paar Vorurteile zu beitragen. Zu meiner Schulzeit wurde die Waldorfschule immer mit einer Baumschule verglichen. So nach dem Motto, ist ja ganz nett da, aber drauf haben die alle nix. Den gleichen Ruf hatten diverse Privatgymnasien. Was ich aber nicht verstehe ist, dass die Schulabgänger ja den Abschluß an regulären Schulen machen müssen, der Bildungsstand also der selbe sein müsste.

Nun schreibt MEike, dass in Stuttgart die besten Abis von Waldorfschülern hingelegt wurden. Sind das nun die Ausnahmen, die die Regel bestätigen, oder ist an dem Vorurteil doch was dran? Ich habe echt keine Ahnung, habe mich noch nie mit dem Waldorfschulenkonzept wirklich auseinandergesetzt und kenne auch niemanden, der eine Waldorfschule o.ä. besucht hat. Insofern beteilige ich mich auch nicht an den Aussagen, den üblen Ruf dieser Schulen betreffend. Aber neugierig bin ich schon.

Bearbeitet von Rausg'schmeckte am 22.03.2006 12:55:22


Ich habe halt so rausgelesen, dass "jedes Kind sein eigenes Tempo hat und dem entsprochen wird". Mir kommt das so rüber, wer will, macht jetzt mal Mathe, wer nicht kann auch gerne tanzen... Ich muss auch sagen, die Lehrerin meiner Tochter tut sich furchtbar schwer mit ihrer Arbeit an einer Regelschule. Sie kam zeitgleich mit meiner Tochter neu auf die Schule und brauchte ein ganzes Jahr, bis sie mal einigermaßen nen Plan hatte. Noch heute (1 1/2 Jahre später) vertut sie sich oft mit ihrem Zeitplan, verdiskutiert endlos wertvolle Stunden mit "Werten" und brummt dann 30 Vokabeln auf einmal auf, weil - huch! - schon wieder ne Woche rum ist. Würde es ja verstehen, wenn Probleme da wären, die sie geregelt kriegen will, aber das ist nicht der Fall. Die Klasse ist prima, was die Werte betrifft. Nur die Englischkenntnisse lassen zu wünschen übrig... Das unterrichtet die Dame nämlich. Ich hab meiner Tochter von diesem Waldorf-Vorschlag erzählt und die meinte: "Da geh ich nicht hin, da sind alle wie Frau X und die Kinder am End auch! Nee, danke, eine reicht mir." :lol:
Das Gesamtschulenkonzept kenn ich auch sehr wenig. Wir hatten eine hier, die wurde aber aufgelöst. Der Ruf war allerdings auch grottenschlecht. Wobei ich unser jetziges Schulsystem echt ziemlich übel finde und sehr dankbar für Alternativen wäre, aber lebbare, wirklichkeitsnahe Alternativen und nicht das andere Extrem. :blink:


Also ich bin allgemein vom Waldorf-System gar nicht begeistert, aber das würde jetzt zu lange dauern um das auszuführen. Ich denke, es bringt nichts, dass im Abi-Zeugnis steht: "Die Schülerin hat das kleine Latinum und das kleine Grekum (schreibt man das so?) absolviert", obwohl sie nicht ein lateinisches bzw. griechisches Wort kann geschweige denn jemals so einen Unterricht besucht hat. Das ist nicht okay und grenzt an Bevorzugung.


Jedes Kind hat sein eigenes tempo, seine speziellen Fähigkeiten und seine besonderen Talente. Und genau darum bin ich der Ansicht, daß unser 3gliedriges Schulsystem sehr gut aufgestellt sein sollte.

Das Problem sehe ich einerseits in der Qualifikation unseres Lehrpersonals, andererseits in der ideologischen, falschverstandenen Gleichmacherei.

Gehen wir davon aus, daß es Kinder gibt, die Schwächen haben, abstrakt zu denken und ncht in der Lage sind, selbständig Lösungsansätze zu finden. Ich glaube, wir sind uns einig, daß man diese Kinder mehr praxisbezogen ausbilden sollte.

Andere Kinder sind geistige Überflieger; die sollte man doch intellektuell fordern, bis ihnen die Köpfe rauchen.

Und es gibt diejenigen, denen die kaufmännische Seite liegt, die jedoch keinen Nagel in Wand schlagen können.

Diese Tendenzen sind prinzipiell schon recht früh erkennbar. Und hierfür war ursprünglich das 3gliedrige Schulsystem geschaffen worden und hat sich über ein Jahrhundert bewährt.

Auf der Hauptschule werden intellektuelle Grundfähigkeiten vermittelt und in einen praxisnahen Bezug gebracht. Nach 8-10 Jahren ist das Kind reif für die Handwerks-Lehre.

Auf der Realschule wird neben der Stoffvermittlung das abstrakte Denken gefördert. Nach 10 Jahren ist das Kind reif für die kaufmännische Lehre.

Die intellektuell überlegenen Kinder werden darauf ausgebildet, Probleme zu lösen und abstrakte Aufgaben zu bewältigen. Wer will, kann 2-3 Jahre anschließen, um sich auf das Studium vorzubereiten. Hier bildet sich die intellektuelle Elite, die Geschicke eines Betriebes oder eines Landes oder der Wissenschaft bestimmen wird.

Das ist die Idee. Und hat man ein Kind in jungen Jahren falsch eingeschätzt, so kann es durch die Quervernetzung den Schultyp wechseln, sowohl in die eine Richtung, als auch in die andere Richtung.

Will man dieses System sozial gerecht und volkswirtschaftlich effizient anwenden, muß man folgendes akzeptieren:
1.) Der *Wert* aller menschen ist gleich.
2.) Jedes Kind muß die Chance bekommen, jeden Schultyp besuchen zu können, ohne Ansehen des sozialen Status der Eltern.
3.) Jedes Kind hat unterschiedliche *Fähigkeiten*
4.) Chancengleichheit bedeutet nicht Erfolgsgleichheit.

Es muß jedem Kind ermöglicht werden, die Schule, die es will, zu *besuchen*.
Es muß *nicht* jedem Kind ermöglicht werden, diese Schule *erfolgreich zu absolvieren*.

Nur, weil ein Kind in der Lage ist, Differentialgleichungen 3. Grades zu lösen, ist es doch kein besserer Mensch als der Automechaniker, der mit den Fingerspitzen an den Vibrationen des Motors erfühlt, welcher Zylinder nicht richtig zündet.

Ich selbst bin Akademiker; das hindert mich aber nicht daran, die mit Erstaunen die handwerklichen Fähigkeiten eines Schreiners zu bewundern, der mit seinen Händen ein Kunstwerk erschafft, das ich niemals selbst bauen könnte.

Wie sieht es aber in der Praxis aus?
Jedes Kind *muß* heutzutage Abitur machen. Es wird von den Eltern dazu getrieben. Und die Unternehmen fordern dies zum Teil auch so.
Mit Realschulabschluß ins Bank-Fach? Hm, schwierig.
Aber warum braucht ein Bankkaufmann Integralrechnung? Statt ihn in der Realschule gezielt auf sein Berufsfeld vorzubereiten, werden 2-3 Jahre verschwendet, in der er Ballast lernt, den er nie wieder braucht (bzw. wenn er ihn im Rahmen von Fortbildungen irgendwann mal gebrauch könnte, längst wieder vergessen hat).

Andererseits führt die falschverstandene "Chancengleichheit" dazu, daß jedem Kind das Abitur ermöglicht wird, weil die Stoffmenge begrenzt und die Anforderungen gesenkt werden. Dies führt dazu, daß die angehenden Akademiker mangelhaft auf ihr Studium vorbereitet werden.

Tja, das Lehrpersonal....
Auch so ein Thema.

Man darf zweifellos nicht alle Lehrer über einen Kamm scheren. Jede Verallgemeinerung wäre unfair.
M.E. zeigen aber sehr viele Lehrer eine typische Beamtenmentalität, sie verrichten ihren gutbezahlten Job und genießen ansonsten ihre umfangreiche Freizeit. Seien wir doch mal ehrlich: Wenn ich ein Fach studiert habe und jeden Tag unterrichte, dann kann ich doch spätestens nach ein paar Jahren den Unterricht aus dem Ärmel schütteln. Lehrer, die dies nicht könnten, sind auf ihrem Posten falsch.
Ach, ja, und dann sind da ja noch die vielen Konferenzen und die Korrektur der Arbeiten, besonders, wenn ich Religion und Politik unterrichte.

Doch - STOPP!
Es gibt Lehrer, die wirklich jede Stunde gründlich vorbereiten, überlegen, wie man sie interessant gestalten kann, sich merken, welche Erklärungsvariante gut ankam und welche nicht. Es gibt die Lehrer, die sich weiterbilden und denen jedes einzelne Kind ihrer Klasse am Herzen liegt. Aber wie viele sind das?

Ich war selbst in der Lehrerausbildung an der Uni tätig und habe eine interessante Beobachtung gemacht:
In meinem Fachbereich gab es den Diplom-Studiengang und den Lehramtsstudiengang. Der Diplom-Studiengang war heftig und entsprechend hoch waren die Ausfallquoten: 160 zu Beginn, 80 nach einem Jahr, 40 nach 2 Jahren.
Der Lehrmtsstudiengang war deutlich abgespeckt. Viele, der abgesprungenen Diplomer fanden sich dann in den Lehramts-Zweigen wieder.

Hinterher habe ich dann selbst Studenten betreut. Diejenigen, die von vornherein aus *Berufung* das Lehrmatsstudium begonnen hatten, die waren echt gut. Die Jungs und Mädels waren hochengagiert, eigneten sich freiwillig Wissen über ihren Studiengang hinaus an und es machte Spaß, mit ihnen zusammenzarbeiten.
Von den Wechslern kann ich dies nicht sagen. Ein schlechter Diplomer wurde nur in ganz seltenen Fällen (gabs aber auch) ein guter Lehramtler.

So, nu habe ich Euch ziemlich lang meine Ansichten über das 3gliedrige Schulsystem auseinander gesetzt. Nu gehts aber wieder ans Schaffe! ;-)

Ach, einen habe ich noch:
Zugunsten der Gesamtschule wird ja immer wieder das Beispiel Finnland angeführt. Finnland setzt auf die Einheitsschule und hat in den PISA-Tests sehr gut abgeschnitten.

Jo, was sagt uns denn Finnland? Da gibts Bäume. Und dann gibt es da noch Bäume. Ja, und Bäume hat's da auch noch.

Was will ich sagen?
50 % der finnischen Schulen haben weniger als 50 Schüler! Da KANN man kein 3gliedriges Sytem aufziehen. Andererseits hat man dort die ideale Betreuung!

5 % der Schulen haben mehr als 500 Schüler.

Wieviele Schüler haben üblicherweise unsere weiterführenden Schulen?

Viele Grüße,
H.H.


Ich für meine Teil würde mein Kind nie und nimmer auf eine Waldorfschule schicken.
Liegt vielleicht an meiner Abneigung dem Gründer gegenüber.
Rudolf Steiner vertrat unter anderem diese Meinung:

"Das Judentum als solches hat sich aber längst ausgelebt, hat keine Berechtigung innerhalb des modernen Völkerlebens, und daß es sich dennoch erhalten hat, ist ein Fehler der Weltgeschichte, dessen Folgen nicht ausbleiben konnten." (Steiner-Gesamtausgabe Bd. 32, S. 152)

Nur mal zum lesen dazu:

http://www.akdh.ch/ps/ps_report.html#Bund

Jippie


Hmmmm. Ich hab ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Waldorf-Schülern gemacht. Ein guter Freund von mir ist einer. Er verdankt seinen Beruf (er ist Kirchenmusiker) u. a. auch der Waldorfschulenausbildung, weil er rechtzeitig entsprechend künstlerisch gefördert wurde. In eher praktischer Hinsicht ist er selbst aber sehr wenig überzeugt von "seiner" alten Schule. Seiner Meinung nach werden die Kinder da mit viel Unsinn konfrontiert, den sie im späteren Leben nicht brauchen, dafür fehlt ihnen dann aber die Fähigkeit, sich in negativen Situationen "durchzubeissen", also eine gewisse Konfliktfähigkeit. Manche Dinge an der Waldorfschule sind auch einfach nur seltsam. Gerne erzählt er z. B. die Story, dass er mal in der Pause auf dem Schulhof mit einem Ball spielte. Dieser wurde ihm weggenommen und er wurde ungewohnt scharf gerügt. Seine Eltern wurden benachrichtigt und mussten erfahren, dass er es gewagt hatte, mit einem "Sonnensymbol" zu spielen, obwohl er hätte wissen müssen, dass man mit der Natur nicht spielt! :keineahnung:

Das mit der "sozialen Kompetenz" die ein Waldörfer wohl angeblich besser drauf hätte als ein "Normaloschüler" ist auch ein ganz schön zweischneidiges Schwert. Wir hatten mal eine 15-jährige Waldörflerin im Verein. Diese war sehr selbstbewusst. Auf ihrer ersten Veranstaltung ging sie von einem zum anderen, fragte jeden, was er/sie da mache (wir stellten gerade ne Dorfbevölkerung dar mit vielen Handwerkern), wollte alles mal ausprobieren. Alle waren begeistert. Abends verblüffte sie uns alle mit ihren Plänen, wie man wohl dies und das verbessern könnte und was sie sich alles ausgedacht hat. Schon bei der zweiten Veranstaltung freuten wir uns, mit ihr zusammen ein paar Pläne umsetzen zu können, ein paar Leute hatten sich auch mit Material etc. darauf vorbereitet, durften dann aber hören, dass sie jetzt "keinen Bock" darauf habe. Den Rest der Veranstaltung stand sie Zigarettchen paffend hinterm Haus. Auf der 3. Veranstaltung erschien sie, trotz Versprechungen, schon garnicht mehr. Verlässlichkeit also = 0, trotz vieler schöner Ideen und Motivation. Allerdings konnte sie ihre Aufmerksamkeit nie lange auf einer bestimmten Sache halten und ging auch allem, was Arbeit und schmutzig war, aus dem Wege, packte nicht an, wo es nötig war, und sah nicht, wo Arbeit war. Dazu kam eine gewisse Unhöflichkeit, die ich nicht sehr mochte (z. B. statt "kannst Du mir mal ein Taschentuch geben? - Danke!" kam von ihr regelmässig "Gib mir/ Ich will ein Taschentuch!" in Befehlston. Darauf kann ich nicht.....)

Schnegge


Damit ist ja schon fast alles gesagt. :huh:

Da fällt mir grade die Sängerin Nena ein. Die hat vor nicht allzulanger Zeit selber eine Schule gegründet. Und zwar eine, in der sich die Kinder noch besser entfalten können und noch besser alles selbst bestimmen können und so weiter.
Bisher seien ihre Kinder auf einer Waldorf-Schule gewesen, aber das sei ihr noch nicht "frei" genug gewesen.

Ich frage mich halt, wie solche Kinder mal später im Leben bestehen sollen?
Es ist nun mal nicht Standard, ist zwar traurig, dass heutzutage jeder Abitur haben muss, um nen halbwegs vernünftigen Job zu kriegen, aber das von Nena finde ich schon etwas übertrieben.
Aber die hat ja auch Geld genug, um ihren Kinder später unter die Arme greifen zu können.

JA


Achtung Scherz - nicht ernst oder übel nehmen:

Dialog aus Heinz Becker:

Fotograf: "Mein Sohn geht auf die Waldorfschule"
Heinz: "Ah jo, wenn er später mol nix vorhot"

rofl


:hihi: :hihi: :applaus: :applaus


Der Heinz war schon immer zum kaputtlachen.


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:24:07


Zitat (MEike @ 22.03.2006 - 15:15:51)

Schnegge@: Das Beispiel einer einzelnen Waldorfschülerin, das du schilderst, ist doch eher das eines Persönlichkeitstyps. Daß dieses Verhalten waldorfspezifisch ist, glaube ich nicht.


Iss gut möglich, Meike. Aber Bazillus hat gefragt "kennt jemand jemanden, der auf einer Waldorfschule war". Und darauf hab ich geantwortet.

Prima, hatte nicht zu hoffen gewagt, dass ich so viele Meinungen bekomme.

Wir sind ja hier in Bayern. Der Übertritt nach der 4. Klasse wird vom Klassenlehrer "bestimmt". D.h. er gibt die "Empfehlung", wohin das Kind nach der 4. Klasse gehen soll. Ein Schuft, wer dabei denkt, dass gewisse Quoten zu erfüllen sind... Nun, im Gegensatz zu Hornblower bin ich der Meinung, dass es sehr schwer ist, bei 9jährigen zu entscheiden, wohin der Weg geht. Diese "Sorte" Kinder (nicht eingruppierbar) bekam bei uns die Hauptschulempfehlung (ca. 70 % der Klasse). Die Eltern, die da einfach abnickten, waren wohlgelitten, die Eltern, die diese Entscheidung anzweifelten, bekamen massiven Druck. Und die Eltern, die dem Druck standhielten, bekamen die Empfehlung für Realschule oder Gymnasium. Alles liegt in der Hand einer Person - der Klassenlehrerin. Ich würde es nicht wagen, 9jährige, die ich 6 Stunden am Tag sehe, derart einzugruppieren. Ich hatte mein Kind die restlichen 18 Stunden zzgl. Wochenenden und Ferien und hätte nicht sagen können, welche Schulart die beste ist. Außerdem ist die Durchlässigkeit leider nicht gegeben. Die Hauptschule wird den Teufel tun, die paar Kinder, die sie noch hat, wegen guter Noten an weiterführende Schulen abzugeben. Dann werden eben die Noten schlechter. Findet bei uns jährlich so statt. Wenn nun einer auf dem Gymnasium gelandet ist und das dort nicht schafft, kann er nicht wirklich auf die Realschule zurück ohne das große Risiko, dort auch erst mal auf die Nase zu fallen. Nach der 5. Gymnasium mag ja 5. Realschule noch gehen, aber nach der 6. wird es schwierig. Der Stoff differiert zu sehr. Und nach der 6. muss man sich in der Realschule schon wieder für einen Zweig entscheiden. Nun haben wir ja noch im Ruckzuck-Verfahren das G8 reingedrückt bekommen, mit dem Ergebnis, dass weder Geld noch Platz noch Plan vorhanden ist. Keiner weiß, welcher Stoff in der 8. Klasse relevant ist, also weiß auch keiner, was vielleicht etwas oberflächlicher behandelt werden kann. Die vielgepriesenen Intensivierungsstunden sind der blanke Hohn, Aufenthaltsort für Kinder, mit denen man gerade nicht weiß, wohin. Die intensiv zu schulenden Kinder gucken in die Röhre. Gerne werden diese Stunden auch zum Aufholen von Fehlstunden genutzt, es ist zwar nur die Halbe Klasse da, aber was soll`s...

Ich stimme Hornblower zu, ein guter Lehrer hat Seltenheitswert. Die Menschen, die Lehramt aus Berufung studieren, sind kaum vorhanden. Ich kenne genau einen und der macht seinen Job genial. Einerseits klasse, ihn zu kennen, andererseits traurig zu sehen, wie es laufen könnte.

Und wie er schon sagt: Das dreigliedrige Schulsystem SOLLTE sehr gut aufgestellt sein, ist es aber nicht. Hauptschule ist heutzutage vom Image her wie vor 30 Jahren die damals sogenannte Sonderschule. Und ich fürchte, das wird auch nicht besser werden. Verstehe sowieso nicht, wieso der Bildungsauftrag bei den Ländern liegt, ich finde, das sollte Bundesangelegenheit sein. Man erinnert sich ja: Abi in Berlin, da hat jeder müde gelächtelt, Abi in Bayern, da hieß es dann: Hut ab. Kann doch nicht sein, oder???

Die Gedanken zu Finnland hatte ich noch gar nicht! Stimmt! Ist natürlich einfacher, das in den Griff zu kriegen, wenn die Anzahl überschaubar ist.

Und Steiner ein Anti-Semit? Irr! Das hab ich auch nicht gewußt. Na klasse...

Ich denke, bis sich hier (in Bayern) das alles eingespielt hat, wenn das überhaupt je passiert, ist es für meine Tochter schon zu spät. Dann ist sie durch - so oder so.

Der oben erwähnte berufene Lehrer meinte vor ein paar Tagen, er würde sich wünsche, alle Eltern träten mal in den Streik. Keine Hilfe daheim, keine Nachhilfestunden außer Haus. Das Schulsystem bräche komplett zusammen. Das ist doch bitter, oder?

Also, lieben Dank an Euch alle! :blumen:

Und wenn noch einer was weiß, immer her damit. Meine Entscheidung ist schon ziemlich gefallen: Waldorf - nein danke. Mein Kind hot jo später noch wos vor. :rolleyes:

Bazillus09


Zitat (MEike @ 22.03.2006 - 15:15:51)
Lucky@: Unter diesen Voraussetzungen ist kein Latinum und kein Graecum "geschenkt".



Unter welchen Voraussetzungen? Unter den Voraussetzungen des Zentral-Abis?
Glaub mir, die Person, die ich in meinem Beitrag meinte hat wirklich nie irgendwas mit Latein oder Griechisch am Hut gehabt und das ist unfair ggü den Leuten, die sich jahrelang durch diese Fächer quälen...

Hallo MEike,

wenn die Schule im zentral-Abitur so abgeschnitten hat, dann will das schon etwas bedeuten! Das wußte ich nicht (Hab halt nur ein NRW-Abi :pfeifen: ).

Daß den Lehrern so ein starker Einfluß auf die Wahl des weiteren Schultyps zufällt, heiße ich auch nicht gut - aus eigener Erfahrung: Meine Grundschul-Klassenlehrerin hielt mich seinerzeit für das Gymnasium keinesfalls für geeignet.

Na, ob die wohl damals einen Abi-Schnitt von 1,7 erziehlt hat?

Viele Grüße,

H.H.


@Hornblower

Das mein ich ja! Wer kann denn in die Zunkunft gucken? Und dann sind Lehrer ja meist genervte Menschen, die sich von den ein Ferien zu den anderen schleppen, jammern, dass sie so viel Unterricht vorbereiten müssen (den sie schon jahrelang geben), dass die Kinder nerven und fassen dann schon mal den Vorruhestand ins Auge. Da frag ich mich dann wieder, warum sie diesen Beruf ergriffen haben. -_-
Ich hab den Eindruck, manche geilen sich dann an dieser Übertritts-Geschichte auf und das entschädigt sie dann für 2 Jahre Leid mit den elenden Blagen. Dann liegen nämlich die Eltern vor ihnen im Schmutz und flehen um Gnade.

Ich will ja nicht sagen, dass das, was wir da erlebt haben, repräsentativ ist, aber wenn so was 1 % der Kids mitmachen muss, ist es schon zu viel!

Jedenfalls ticken wir beide ziemlich gleich, das merk ich schon. :D

@Lucky

Das ist ja echt Schiebung! Die einen vergießen Blut, Schweiß und Tränen und die andern kriegen es einfach so bescheinigt. Übel! :labern:

@MEike

Das ist ein Ding. Alle Waldorf-Schüler habe so toll abgeschnitten oder die Kids einer bestimmten Schule?


Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:23:27


Zitat (LuckyJ @ 22.03.2006 - 16:18:47)
Zitat (MEike @ 22.03.2006 - 15:15:51)
Lucky@: Unter diesen Voraussetzungen ist kein Latinum und kein Graecum "geschenkt".



Unter welchen Voraussetzungen? Unter den Voraussetzungen des Zentral-Abis?
Glaub mir, die Person, die ich in meinem Beitrag meinte hat wirklich nie irgendwas mit Latein oder Griechisch am Hut gehabt und das ist unfair ggü den Leuten, die sich jahrelang durch diese Fächer quälen...

Ich gehörte zum 2. Jahrgang, der in den Gymnasien (BaWü) in der 10. Klasse seinerzeit die sog. Zentrale Klassenarbeit schreiben musste. Das waren mehr oder weniger "normale" Klassenarbeiten, nur ausgedehnter (3 Schulstunden pro Fach, geprüft wurde Mathe, Deutsch, Englisch und Latein, was man eben zu dem Zeitpunkt als Hauptfach hatte). Gewertet wurden diese Zentralen Klassenarbeiten 3fach, bei einer 2 als Note hätte das also so ausgesehen, als hätte man 3 Klassenarbeiten mit jeweils der Note 2 geschrieben.

Dies wurde damals m.E. eingeführt, um den Gymnasiasten die Mittlere Reife nicht einfach so mit der Versetzung nach Klasse 11 zu schenken und damit die Realschüler, die ja Prüfungen schreiben mussten, zu benachteiligen. Mit Bestehen der Zentralen Klassenarbeit in Latein hatte man das kleine Latinum. Schätze mal, mit dem kleinen Graecum ist es ähnlich gelaufen, habe aber auf Altgriechisch als Fremdsprache dankend verzichtet, wurde auf meinem Gymi eh nicht angeboten (dafür gab's Russisch, auch nein danke). Vor Einführung der Zentralen Klassenarbeit hatte man das kleine Latinum mit Versetzung nach Klasse 11 automatisch. Vielleicht war das in den Waldorfschulen ja ähnlich.

In der 7. musste man sich für einen sog. Zug entscheiden. Entweder mathematisch-naturwissenschaftlich (mit Physik als Hauptfach ab Klasse 11) oder der sprachliche Zug (mit 3 Fremdsprachen). Ich fand die Auswahl bescheiden und für mich kam sie zu dem Zeitpunkt eindeutig zu früh. Ich hätte mir eine Auswahlmöglichkeit 2 Jahre später gewünscht.

Das amerikanische Bildungssystem ist eigentlich gar nicht schlecht meiner Meinung nach. Das hat was, im Gegensatz zu den Standards dort. Mir gefällt die Möglichkeit der Kursauswahl, die erheblich flexibler gestaltet ist als hierzulande. Bei uns muss man Fächer bis zum Erbrechen durchziehen, ob es einem passt bzw. liegt oder nicht. Ich könnte hier stundenlang lamentieren, wie meine Traumschule aussehen würde.

Zu meiner Schulzeit war Mayer-Vorfelder noch Kultusminister in BaWü, und es war erschreckend, was da abgelaufen ist. Soweit ich mich erinnern kann, hat der gute Herr 3 Töchter und es war bezeichnend, dass der Standard der Abiturprüfung erheblich angehoben wurde, nachdem die drei das Abi in der Tasche hatten.

Zu den Lehrern sei gesagt, dass ich glaube, heute im Nachhinein beurteilen zu können, welcher Lehrer was "getaugt" hat, und bei welchem die Aversionen, so denn welche vorhanden waren, einfach bei einem selber lagen. Nieten gibt es in jedem Berufszweig, schade nur, dass ein Lehrer, der schlicht seinen Beruf verfehlt hat, einem Kind regelrecht die Zukunft versauen kann.

Ich hatte z.B. in der 9. Klasse pubertätsbedingt einen absoluten Durchhänger, und habe dementsprechend auch eine Ehrenrunde gedreht. Da zu diesem Zeitpunkt auf meinem Gymnasium zusätzlich so einiges im Argen lag, hatte ich zusammen mit meinen Eltern beschlossen, die Schule zu wechseln und auf ein anderes Gymi zu gehen. Ganz nach dem Motto neues Spiel, neues Glück.

Hängen geblieben bin ich u.a. wegen Chemie. Mein damaliger Lehrer war zwar ein wahnsinnig netter Mensch, hatte aber leider die Eigenschaft, ein Problem nur auf eine bestimmte Art und Weise erklären zu können. Und wenn man die nicht verstanden hatte, hatte man Pech gehabt. Er hatte zwar eine Engelsgeduld, und hat etwas auch 10 Mal erklärt, aber eben immer mit den selben Worten.

So, da kam ich nun in die neue Schule, erste Chemiestunde, und wer kam rein, mein alter Lehrer. Ich wusste damals echt nicht, ob ich heulen oder lachen sollte. Gut, das war Zufall und hat auch nichts mit der heutigen oder damaligen Lehrersituation zu tun, sollte aber auch nur eine kleine Anekdote am Rande sein :).

Egal, mein Sohn ist jetzt 2, und ich hoffe inständig, dass sich an unserem Schulsystem was tut, bis er in die Schule kommt. Fürchte aber, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Eine geeignete Alternative zu unserem jetzigen staatlichen Schulsystem habe ich in Deutschland aber noch nicht entdeckt.

Zitat (Rausg'schmeckte @ 22.03.2006 - 17:16:21)
Egal, mein Sohn ist jetzt 2, und ich hoffe inständig, dass sich an unserem Schulsystem was tut, bis er in die Schule kommt. Fürchte aber, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Eine geeignete Alternative zu unserem jetzigen staatlichen Schulsystem habe ich in Deutschland aber noch nicht entdeckt.

Weißt Du, warum sich nix ändert? Weil jeder, der betroffen ist, weiß, dass durch massiven Protest eventuell zu erreichende Änderungen so lange dauern würden, bis sie greifen, dass es für ihn zu spät ist, sein Kind aber die renitenten Eltern ausbaden müßte. :labern:
Bei uns in Bayern haben sie ne Volksabstimmung wegen dem G8 gemacht, die Beteiligung war deprimierend. Jeder Tierschutz-Verein brächte mehr Leute auf die Beine... Schule ist ein temporäres Problem für den Einzelnen, da müßte die Politik ran. Und schon kannst Du vergessen, dass was anders wird - außer, es wird vom Ausland diktiert, dann denkt vielleicht mal einer kurz nach. Ist ja kein Gewinn damit zu machen, nix für`s Image und überhaupt, wen interessiert`s!? :wallbash:
Aber dann wieder rumlamentieren, dass wir zu wenig Kinder haben. Jeder, der weiß, was auf ihn zukommt, überlegt sich das Kinder kriegen zwei Mal. Dabei geht es dabei um das Wichtigste - um unsere Zukunft. Jeder von uns hat Erinnerungen aus seiner Schulzeit und weiß, wie wichtig die ist, nicht nur für den späteren Werdegang.

Tja, ich fürchte, da hast Du es genau auf den Punkt gebracht. Alles was mit Kindern, Schulen und Bildung zu tun hat, hat eben keine Lobby :(


Ja, so ist es leider. Und so kämpft sich jeder durch, ein paar Zeitschriften machen Kohle damit, extra Hefte zum Thema Schule zu drucken, die weggehen wie warme Semmeln und das war`s auch. Und dann kommt wieder dieser PISA-Schmarrn und alle gucken sich ratlos an und fragen sich, wie`s nur kommt. :heul:

In 10 Jahren haben wir dann lauter arbeitslose Abiturienten und man hat die Ehre, die Haare von einem Abiturienten (der überraschend nen Job bekommen hat) geschnitten zu bekommen, der exklusiv beim Haarewaschen die Tücken des Sinus und Cosinus erklärt.

Freu mich schon drauf... :ph34r:


Hmmm... Logarithmusfunktionen wären mir lieber.. vielleicht würde ich sie dann endlich mal begreifen... rofl

Aber ernsthaft, da liegt echt was im Argen. Bei uns in der Firma hatte man eine zeitlang den Eindruck, dass man einen Doktortitel brauchte, um als Putzfrau eingestellt zu werden. Das war echt nicht mehr feierlich. Mittlerweile wimmelt es bei uns nur so von Doktoren, vor allem im IT Bereich. Aber nix Informatiker oder dergleichen... Nee... da hätten wir Atomphysiker, Chemiker und was weiß ich noch alles.

Mein Männe nimmt gerade an einem Solaris Admin Seminar teil. Der Coach ist studierter Mediziner (abgeschlossenes Studium).... Verkehrte Welt!


Wähh! Jetzt hab ich so schön geschrieben und wohl vergessen, den Beitrag reinzusetzen. Mal gucken ob ich`s nochmal hinkriege:

Also:

Hihi, ja oder Wurzeln ziehen ohne Taschenrechner. Und dann gleich noch den Sinn von Wurzelfunktionen...

Bei uns ist es auch so, bei Stellenausschreibungen. Die stellen Anforderungen, man könnte denken, es handelt sich um eine Operation am offenen Herzen :ph34r: Dabei soll der Glückliche dann Vorgänge monitoren (in einer lumpigen Excel-Tabelle). Entsprechend kommen dann solche Überflieger an den Job, die natürlich total frustriert sind, sobald sie merken, was der Job wirklich fordert. Spätestens wenn sie mit uns einen Kaffee getrunken haben, ihre hochfliegenden Pläne darlegen und gröhlendes Gelächter ernten, riechen sie den Braten. Aber dann ist es ja zu spät. Man fragt sich, was die denen bei den Vorstellungsgesprächen erzählen. :angry:

Entsprechend hoch ist die Fluktuation. Da frag ich mich, wem bringt das was? Was soll das? So krank!


Jo, das war ungefähr der Text. :lol:


Vor allem, wer macht diese Unternehmenspolitik? Ist das Prestigedenken, oder was steckt dahinter? Bringen tut's doch im Endeffekt niemandem was. Aber irgendwelche, noch so fadenscheinige Gründe müssen ja vorhanden sein.

Bei uns kommen sie ja wenigstens jetzt so langsam auf den Trichter, dass ein Dr. vor dem Namen nicht unbedingt auch Können, Willen oder Motivation bedeutet. Wir stellen immer mehr Praktikanten ein, die dann bei entsprechender Eignung UND entsprechendem Können und Willen auch übernommen werden. (Um dann bei Gelegenheit wieder outgesourct zu werden, aber das ist ein anderes Thema.... )


Waldorfschule ist nicht gleich Waldorfschule. Es wird zwar überall die Philosophie nach Steiner als Grundlage genommen aber wohl mal mehr oder weniger dogmatisch.

Es ist wichtig sich zu informieren welche Einstellung das Team der betreffenden Schule hat und es mit den eigenen Lebenseinstellungen zu vergleichen. Wenn an einer Schule fernsehen verpönt ist, kann ich mein Kind nur dann hin schicken wenn der Fernseher eher selten oder nie an ist. Das Kind sollte doch eine einheitliche Erziehung geniessen können und nicht im Widerspruch zwischen der Theorie der Schule und dem RL im Elternhaus zu stehen. Es kann j anicht angehen, daß das praktizierte Leben in der Schule als minderwertige Lebensform angesehen wird.

Diese Probleme hatte eine Bekannte von mir, deren Tochter auf eine sehr orthodoxe Waldorfschule ging. Es kam zu Konflikten und das Kind besuchte dann ein staatliches Gymnasium in dem es sich auch wohl fühlte.

Ich will hier nicht prinzipiell gegen die Waldorfschule schreiben sondern nur empfehlen sich genau zu erkundigen.


Ja, das mit diesen Theorien zum "täglichen Leben" hat mich auch total abgeschreckt. Ich kann ja mein Kind nicht in eine Schule schicken, die so ganz anders ist als das Zuhause. Da wird das Gör ja schizophren. :D

Ich habe es an der Klassenlehrerin gemerkt, die Arbeit am PC total ablehnt und ein von mir entdecktes Vokabel-Lernprogramm total verteufelte, obwohl sie es nicht mal kannte. Das mußte schon mies sein, einfach weil es aus dem Internet kam. :(

Und unser privates Leben total umzukrempeln wär ja auch Quatsch. Wir hocken zwar nicht dauernd vor der Glotze und surfen ewig im Internet (außer ich bei FM :D ), aber es gehört zu unserem Leben dazu. Da war Deine Freundin schlau, dass sie das Kind wieder runter hat, man kann ja nicht jahrelang heucheln. Vor allem für das Kind wär das sehr schädlich, könnte ich mir vorstellen.

Liebe Grüße
Bazillus09


Zitat (Hornblower @ 22.03.2006 - 10:27:58)
Mal abgesehen von den etwas "anderen" pädagigischen Konzepten der Walldorfschulen:

Wie ist das Bildungsniveau der Schüler nach Schulabschluß?
Welche Studienfächer ergreifen diese Schüler üblicherweise? Gibt es Tendenzen?
Wie kommen diese Schüler im Studium/Beruf zurecht?
Wie groß sind die Berufsaussichten von Waldorfschülern?
Wie ist das durchschnittliche Einkommen von ehemaligen Walldorfschülern im Vergleich zu "konventionellen" Schülern?

Dies sind Fragen, zu denen ich nichts weiß, die mich aber interessieren. Letztlich müssen sich alle pädagogischen Konzepte im späteren Leben bewähren. Genau dieser Prüfstein wird m.E. aber viel zu wenig (gar nicht?) erwähnt und untersucht.

Letztlich ist es dieser Prüfstein, der das Konzept "Gesamtschule" in Deutschland disqualifiziert. Die Ergebnisse werden leider aus ideologischen Gründen nicht zur Kenntnis genommen.

Dies soll kein Angriff auf die Walldorf-Pädagigik sein, ich kenne die Antworten auf meine Fragen nicht.

Grüße,

H.H.

Hallo H.H, ich nehme mal an Du bist "w", weil deine Vita keine Aussage macht, wenn
Du ein Kerl bist, dann steh auch dazu und trags ein. Nun zu deinen Fragen: Alle Waldorfschüler die ich in meinem Berufsleben kennen gelernt habe hatten es leichter als ich.
Toll, was. Aber ich relativiere das mal: Ich war leitender Angestellter bei Siemens, für Insider : AB, das ist der Rang unter Direktor. Bedingt dadurch hatte ich natürlich viele berufliche Kontakte. Ich persönlich würde bei denen( Waldorf/Steiner) keinen Stich machen, da ich an keinen Gott glauben kann. Aber wenn dieses Kriterium wegfällt, ist jeder der in einer Waldorfschule war, gut aufgehoben, denn er ist in einem Clan der Elite. Das Bildungsniveau ist sehr gut, alle die ich kennen gelernt habe , hatten was auf dem Kasten( nicht, das es da keine Pfeifen gibt, bei denen ist es nur etwas leichter, weil du, wenn du von Physik nichts verstehst nicht dazu gezwungen wirst Einstein zu werden, Nurejew macht es auch) Die beruflichen Chancen sind durch die elitäre Clanfunktion besser alls für andere Normalos. Einkommen vergleichsweise sehr hoch.Ich hatte vieleTDM/pA+ Dienstwagen zum privatem Gebrauch, die (Waldof/Steiner) hatten meistens mehr (ich war kein Verkäufer). Studienfächer nach Neigung, Sohn meines Freundes hat gerade Dr.med gebaut (natürlich auch Waldorf),das ist meiner Erfahrung nach durchgehend. Hinter Dir haben sich einige Leute noch viel Mühe gemacht über ihre Unkenntnis zu klagen, dabei hätte ein Blick in den Brockhaus multimedial gereicht, sich umfassend über Waldorf/Steiner zu informieren. Meine Meinung: wer "überkonfessionell christlich" ist, gibt seine Kinder in beste Hände, ich habe bei denen keine Schleimer :sabber: ect. kennen gelernt.
Steigerung ist nur noch Salem

Bearbeitet von ellupo am 23.03.2006 15:42:59

Zitat (ellupo @ 22.03.2006 - 23:57:01)
Hallo H.H, ich nehme mal an Du bist "w",  weil deine Vita keine Aussage macht, wenn
Du ein Kerl  bist, dann steh auch dazu und trags ein. Nun zu deinen Fragen: Alle Waldorfschüler die ich in meinem Berufsleben kennen gelernt habe hatten es leichter als ich.
Toll, was. Aber ich relativiere das mal: Ich war leitender Angestellter bei Siemens, für Insider : AB, das ist der Rang unter Direktor. Bedingt dadurch hatte ich natürlich viele berufliche Kontakte.  Ich persönlich würde bei denen( Waldorf/Steiner) keinen Stich machen, da ich an keinen Gott glauben kann. Aber wenn dieses Kriterium wegfällt, ist jeder der in einer Waldorfschule war, gut aufgehoben, denn er ist in einem Clan der Elite. Das Bildungsniveau ist sehr gut, alle die ich kennen gelernt habe , hatten was auf dem Kasten( nicht, das es da keine Pfeifen gibt, bei denen ist es nur etwas leichter, weil du, wenn du von Physik nichts verstehst nicht dazu gezwungen wirst Einstein zu werden, Nurejew macht es auch) Die beruflichen Chancen sind durch die elitäre Clanfunktion besser alls für andere Normalos. Einkommen vergleichsweise sehr hoch.Ich hatte ca 160TDM/pA+ Dienstwagen zum privatem Gebrauch, die (Waldof/Steiner) hatten meistens mehr (ich war kein Verkäufer). Studienfächer nach Neigung, Sohn meines Freundes hat gerade Dr.med gebaut (natürlich auch Waldorf),das ist meiner Erfahrung nach durchgehend. Hinter Dir haben sich einige Leute noch viel Mühe gemacht über ihre Unkenntnis zu klagen, dabei hätte ein Blick in den Brockhaus multimedial gereicht, sich umfassend über Waldorf/Steiner zu informieren. Meine Meinung: wer "überkonfessionell christlich" ist, gibt seine Kinder in beste Hände, ich habe bei denen keine Schleimer :sabber:  ect. kennen gelernt.
Steigerung ist nur noch Salem

Hallo ellupo!
Genau diese Dinge, die Du beschreibst, stehen eben in keinem Brockhaus. Sehr interessant. Das klingt mir nach "Bruderschaft", ein Waldorf-Schüler holt den anderen nach?
Muss ja nichts schlechtes sein, wenn man dazu gehört. Für die anderen ist das natürlich schlecht.

Aber dass das Konzept so christlich aufgebaut ist, ist mir neu.

Deshalb ist dieses Forum ja so genial, man bekommt Einblicke ohne Ende!

Gruß
Bazillus09

Zitat (Bazillus09 @ 23.03.2006 - 08:32:40)
Zitat (ellupo @ 22.03.2006 - 23:57:01)
Hallo H.H, ich nehme mal an Du bist "w",  weil deine Vita keine Aussage macht, wenn

Hallo ellupo!
Genau diese Dinge, die Du beschreibst, stehen eben in keinem Brockhaus. Sehr interessant. Das klingt mir nach "Bruderschaft", ein Waldorf-Schüler holt den anderen nach?
Muss ja nichts schlechtes sein, wenn man dazu gehört. Für die anderen ist das natürlich schlecht.

Aber dass das Konzept so christlich aufgebaut ist, ist mir neu.

Deshalb ist dieses Forum ja so genial, man bekommt Einblicke ohne Ende!

Gruß
Bazillus09

Nee, mich als gottlosen hätten die nie genommen, ist blanker Neid.
zum zweiten : forum wäre genial, wenn die heulsussen, die völlig am Thema
vorbei sind sich nen eigennen Fred aufmachen.
und das die so christlich aufgebaut sind steht ebend im Brockhaus unter Waldorf

Bearbeitet von ellupo am 23.03.2006 15:54:42

Sorry, so religiös sind Waldorfschulen doch nicht. Es findet zwar Religionsunterricht statt aber die Grundlage der Schulen, die Anthroposophie ist wohl eher ideologisch als religiös zu sehen.


Zitat (Rausg'schmeckte @ 22.03.2006 - 22:24:50)
Vor allem, wer macht diese Unternehmenspolitik? Ist das Prestigedenken, oder was steckt dahinter? Bringen tut's doch im Endeffekt niemandem was. Aber irgendwelche, noch so fadenscheinige Gründe müssen ja vorhanden sein.

Bei uns kommen sie ja wenigstens jetzt so langsam auf den Trichter, dass ein Dr. vor dem Namen nicht unbedingt auch Können, Willen oder Motivation bedeutet. Wir stellen immer mehr Praktikanten ein, die dann bei entsprechender Eignung UND entsprechendem Können und Willen auch übernommen werden. (Um dann bei Gelegenheit wieder outgesourct zu werden, aber das ist ein anderes Thema.... )

Das frag ich mich auch! :wacko:

Hm, oder liegt`s daran, dass Praktikanten total billig sind und man sich die Doktors nicht mehr so leisten kann und will? Wahrscheinlich hab ich nur schlechte Gedanken? :D

Zitat (ellupo @ 23.03.2006 - 15:47:51)

zum zweiten : forum wäre genial, wenn die heulsussen, die völlig am Thema
vorbei sind sich nen eigennen Fred aufmachen.
und das die so christlich aufgebaut sind steht ebend im Brockhaus unter Waldorf

Wie jetzt? Heulsusen? Wer heult denn? Ich habe das Gefühl, mir wurden sehr viele Infos gegeben, die ich niemals so einfach und ehrlich bekommen hätte - tagelanges Surfen im Internet und stundenlange Telefonate mal ausgenommen. Und ich habe lieber mit lebenden Menschen zu tun als mit Lexika. Bei den Menschen kann ich nämlich nochmal nachfragen.

Bazillus09

Gruß,
MEike

Bearbeitet von MEike am 26.11.2007 14:20:35


Aha, also scheinen die ja doch vergleichbar zu lernen. Ist bestimmt auch von Schule zu Schule unterschiedlich.
Die Lehrerin meiner Tochter meinte mal, dass sie schon immer sehr besorgt gewesen wären, ob die Kids das Abitur bestehen, aber 80% kamen immer durch. Irgendwie hat mir diese Bemerkung nicht gerade mehr Vertrauen gegeben.
Aber nach allem was ich so gelesen habe, bin ich nicht so begeistert von Waldorf. Sie soll so versuchen, sich durchzuwurschteln, die Gute. :blink:

Bazillus09


Wir haben bei uns an der Uni einen Professor für Waldorf-Pädagogik.... Wenn ich keine Ahnung von Waldorf hätte und diesen kennenlernen würde, dann wüsste ich, dass ich mein Kind niemals in eine Waldorf-Schule schicken würde.


Darf man in Deutschland kein Antisemit sein????
Wir haben doch das Recht auf freie Meinungsäußerung oder gilt das in dem Fall nicht?

ansonsten kenne ich nur ehemalige Schüler von Walddorfschulen, die sehr große Schwierigkeiten hatten, ihr Abitur zu bestehen.

Für meine Kinder kam so was überhaupt nicht in Frage.

marianna


Zitat (Bazillus09 @ 23.03.2006 - 22:23:08)
Zitat (ellupo @ 23.03.2006 - 15:47:51)

zum zweiten : forum wäre genial, wenn die heulsussen, die völlig am Thema
vorbei sind sich nen eigennen Fred aufmachen.
und das die so christlich aufgebaut sind steht ebend im Brockhaus unter Waldorf

Wie jetzt? Heulsusen? Wer heult denn? Ich habe das Gefühl, mir wurden sehr viele Infos gegeben, die ich niemals so einfach und ehrlich bekommen hätte - tagelanges Surfen im Internet und stundenlange Telefonate mal ausgenommen. Und ich habe lieber mit lebenden Menschen zu tun als mit Lexika. Bei den Menschen kann ich nämlich nochmal nachfragen.

Bazillus09

schon recht meine liebe, aber ein paar Grundkenntnisse über Steiner/Anrtrophosie/Waldorfschule täten ja nicht schaden, und die bekommst du leicht im Brockhaus muldimedial, das wird nämlich immer etwas unter der Decke gehalten.
Und wenn dir " ich hab da ein Prof, bla bla bla" als Information reichen, dann tschuldigung und schade um die Perlen.

Zitat (ellupo @ 24.03.2006 - 10:12:51)

schon recht meine liebe, aber ein paar Grundkenntnisse über Steiner/Anrtrophosie/Waldorfschule täten ja nicht schaden, und die bekommst du leicht im Brockhaus muldimedial, das wird nämlich immer etwas unter der Decke gehalten.
Und wenn dir " ich hab da ein Prof, bla bla bla" als Information reichen, dann tschuldigung und schade um die Perlen.

Hast Du schonmal was von Informationssammlung gehört? Die Definitionen und Erklärungen, die Dir ein Brockhaus oder eine andere Enzyklopädie liefern, spiegeln noch lange keine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wider. Und darum gehts hier ja wohl (auch) :).

Zitat (ellupo @ 24.03.2006 - 10:12:51)
Zitat (Bazillus09 @ 23.03.2006 - 22:23:08)
Zitat (ellupo @ 23.03.2006 - 15:47:51)

zum zweiten : forum wäre genial, wenn die heulsussen, die völlig am Thema
vorbei sind sich nen eigennen Fred aufmachen.
und das die so christlich aufgebaut sind steht ebend im Brockhaus unter Waldorf

Wie jetzt? Heulsusen? Wer heult denn? Ich habe das Gefühl, mir wurden sehr viele Infos gegeben, die ich niemals so einfach und ehrlich bekommen hätte - tagelanges Surfen im Internet und stundenlange Telefonate mal ausgenommen. Und ich habe lieber mit lebenden Menschen zu tun als mit Lexika. Bei den Menschen kann ich nämlich nochmal nachfragen.

Bazillus09

schon recht meine liebe, aber ein paar Grundkenntnisse über Steiner/Anrtrophosie/Waldorfschule täten ja nicht schaden, und die bekommst du leicht im Brockhaus muldimedial, das wird nämlich immer etwas unter der Decke gehalten.
Und wenn dir " ich hab da ein Prof, bla bla bla" als Information reichen, dann tschuldigung und schade um die Perlen.

Ich sehe das nicht als bla bla bla an. Wenn solche Leute Studis unterrichten, welche dann Lehrerinnen/Lehrer werden - und möglicherweise sein Gehabe annehmen - sehe ich das schon so an, dass das Aburteilung den Waldorf-Schulen gegenüber noch größer wird.

Zitat (marianna @ 24.03.2006 - 10:10:03)
Darf man in Deutschland kein Antisemit sein????
Wir haben doch das Recht auf freie Meinungsäußerung oder gilt das in dem Fall nicht?

ansonsten kenne ich nur ehemalige Schüler von Walddorfschulen, die sehr große Schwierigkeiten hatten, ihr Abitur zu bestehen.

Für meine Kinder kam so was überhaupt nicht in Frage.

marianna

Man darf in Deutschland zu ziemlich alles sein. Ich möchte nur mein Kind nicht auf eine Schule, die wie auch immer, rassistisch gefärbt ist. Von daher ist das eine interessante Info für mich.

Na, das wollte ich doch nur wissen, wie geht es mit denen weiter, wer weiß darüber was. Danke!

Für meins auch nicht, das steht jetzt echt fest.

Gruß
Bazillus09

Zitat (ellupo @ 24.03.2006 - 10:12:51)
schon recht meine liebe, aber ein paar Grundkenntnisse über Steiner/Anrtrophosie/Waldorfschule täten ja nicht schaden, und die bekommst du leicht im Brockhaus muldimedial, das wird nämlich immer etwas unter der Decke gehalten.
Und wenn dir " ich hab da ein Prof, bla bla bla" als Information reichen, dann tschuldigung und schade um die Perlen.

Ich versteht Deine Ansage nicht.
Ich soll also Nachlesen und nicht hier fragen? Ich habe parallel zur Eröffnung dieses Threads gegoogelt und viele allgemeine Infos bekommen, aber nix aus dem richtigen Leben.
Ist ja auch ein Unterschied, ob ich die Packungsbeilage eines Medikamentes lese oder Leute frage, die das Zeug selber nehmen. Die Leute sagen mir bestimmt ehrlicher, was Sache ist, als die Packungsbeilage...

Zitat (Rausg'schmeckte @ 24.03.2006 - 10:18:38)
Zitat (ellupo @ 24.03.2006 - 10:12:51)

schon recht meine liebe, aber ein paar Grundkenntnisse über Steiner/Anrtrophosie/Waldorfschule täten ja nicht schaden, und die bekommst du leicht im Brockhaus muldimedial, das wird nämlich immer etwas unter der Decke gehalten.
Und wenn dir " ich hab da ein Prof, bla bla bla" als Information reichen, dann tschuldigung und schade um die Perlen.

Hast Du schonmal was von Informationssammlung gehört? Die Definitionen und Erklärungen, die Dir ein Brockhaus oder eine andere Enzyklopädie liefern, spiegeln noch lange keine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke wider. Und darum gehts hier ja wohl (auch) :).

Wenigstens Du verstehst mich! :wub:

was ich sofort bei waldorfschulen denke:

"trallala und hoppsasa... ich möchte jetzt nicht lernen, was 1+1 ist. ich möchte jetzt lieber n bischen singen und n bild malen."

meine meinung dazu: sowas geht gar nicht!



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