Großfamilie: asozial oder zukünftige Rentenzahler


Zu uns:
wir haben ja auch 4 Kinder (15, 18, 19, 21Jahre alt). Ich habe es manchmal im Interesse unserer Kinder bereut, dass wir so eine große Familie sind, obwohl ich keines meiner Kinder missen möchte :wub: . Da mein Mann gut verdient, konnte ich lange zuhause bleiben - später waren die Kinder im Kindergarten und in der Schule. Wir haben in dieser Zeit ein Haus gebaut, sodass jedes Kind sein eigenes Reich hat und trotzdem gibt und gab es oft Situationen, wo wir zu ihren Wünschen "nein" sagen mussten :( und sie nicht den gleichen Standard wie einige ihrer Freunde hatten. Für Extraaktionen (Musikunterricht und Reitunterricht) haben unsere Kinder schon früh gejobbt. Meine Kleine putzt bei uns, um die Reitbeteiligung zu bezahlen. Den 1-jährigen Auslandsaufenthalt in den USA werden wir ihr aus finanziellen Gründen auch nicht ermöglichen können, da hoffen wir auf ein Stipendium. Auch das Studium wird jedes Kind ein Stück weit selbst finanzieren müssen.
Ich selbst habe ja lange Zeit aus Überzeugung meine Kinder versorgt, sodass auch für mich keine berufliche Entwicklung möglich war.


Angesichts solch toller Serien wie "XXL - Abenteuer Großfamilie" und Co. würde ich gerne mal hören wie Ihr die Stimmung so seht.
Sind Großfamilien grundsätzlich asozial? :unsure:
Wie reagiert ihr wenn Euch jemand sagt "Ich habe 6 Kinder?"
Wenn Ihr Großfamilien erlebt, wie wirkt es auf Euch?
Was denkt Ihr über die Zukunft dieser Kinder im Vergleich mit Einzelkindern?
Dürfen Mütter mit vielen Kindern jammern dass sie überlastet sind, oder sind die einfach selber schuld?
Ich würde mich freuen Eure Meinung zu lesen!

Also wir haben 5 Kinder

Wir werden auch oft dumm angeschaut vorallem jetzt im Urlaub wieder da wir ein Motorboot haben auf dem wir wohnen und wenn wir dann in eine Marina fahren mit den ganzen Bonzenbooten und einem Kind war schon manches Mal das die Leute fragten wie macht ihr das.

Wir sind keine Krösus wir haben mit den Kindern zusammen unsere Wünsche festgelegt, was ist dabei wenn sie für Extras jobben???

Ich hasse die verwöhnten Einzelkindern denen alles in den Hintern geschoben wird die 0 soziales Verhalten haben, nicht alle sicher aber viele.

EIne Familie ist ein Nest da fleigt mal eins ein Weilchen raus und weiß es kann wieder kommen oder es ist immer einer da der Zeit hat

Ich möchte keinen Tag missen

Genauso verurteile ich dsie Großfamilien die nur vom Staat leben und nicht mal die Zeit in ihre Kinder stecken


Ich finde es keineswegs assozial wenn eine Familie viele Kinder hat.
Man kann heute auch nicht mehr sagen das wenn jemand viele Kinder hat er diesen nichts bieten kann. Das kann auch bei einer Familie vorkommen die nur ein oder zwei Kinder haben.
Ich denke, die Eltern haben sich für ihre vielen Kinder entschieden und das ist auch gut so. Jeder so wie er denkt das er klarkommt.
Viele Kinder zu haben ist auch keineswegs ein Nachteil, denn somit haben die Kinder untersich immer einen Ansprech- und Spielpartner. Es ist meist immer jemand zu hause. Die Geschwister lernen auch voneinander.

Mein LG z.B. hat noch 6 Geschwister (eigentlich 7, aber der ist nach 8 Monaten gestorben) und ich würde mich nie wagen zu sagen das sie assoziale waren. Im Gegenteil.

Bearbeitet von Rheingaunerin am 11.09.2006 22:21:15


hallo leutchen,
ich wuenschte mir in einer grossfamilie aufgewachsen zu sein,leider ist das nicht der fall gewesen.
so hab ich nun das pech staendig mit meiner mami abzuhaengen...wenn ick ein geschwisterchen haette, koennte sie dem auch mal auf die nerven gehen (dieser griesgram---bitte nichts sagen, sie wird sonst sehr sauer....).
euer cutie


Ich finde es total furchtbar, daß Großfamilien gleich als asozial hingestellt werden..Auf der einen Seite schreit Deutschland, wir bräuchten mehr Kinder, auf der anderen Seite werden Großfamilien von seiten der Gesellschaft mißbilligend beäugt....

Klar, in Talkshows sieht man immer das typische Bild..Eltern Hartz IV aber munter weiter fortpflanzen...Das ärgert mich auch...aber ich finde, das ist Stimmungsmache und nicht die Realität....

Ich hab mal ne Reportage über ein krasses Gegenteil gesehen..Da hatte eine Familie glaube, 8 oder 9 Kinder, zum Teil auch welche adoptiert....Und die standen finanziell sehr gut da...Man konnte während der ganzen Reportage sehen, wie schön es ist, wenn Eltern frei von finanziellen Sorgen sind, das war so ein tolles, harmonisches Familienleben...

Aber ich glaube, genauso harmonisch kann es auch in Familien ablaufen, die nciht soooo gut finanziell darstehen...

Man sollte halt bei seiner Familienplanung auch drauf schauen, was ist möglich und wann müssen meine Kinder auf grundsätzliches verzichten...

Aber nur weil man seinen Kindern nicht alles kaufen kann, heißt es nicht, daß man assozial ist...Leute die sowas denken, sind dumm!

Auf der anderen Seite gibt es auch Kinder aus reichen Familien, die sich absolut assozial entwickeln...


Wir werden schon nichts verraten!


Zitat (Cutiepie @ 11.09.2006 22:17:52)
hallo leutchen,
ich wuenschte mir in einer grossfamilie aufgewachsen zu sein,leider ist das nicht der fall gewesen.
so hab ich nun das pech staendig mit meiner mami abzuhaengen...wenn ick ein geschwisterchen haette, koennte sie dem auch mal auf die nerven gehen (dieser griesgram---bitte nichts sagen, sie wird sonst sehr sauer....).
euer cutie

Ja manchmal wünschte ich mir auch ne größere Familie...Bin Einzelkind geblieben...War zwar immer Mittelpunkt in der Familie, aber halte mich selbst nicht für ein verwöhntes, arrogantes Einzelkind...

Ich hab aber meine Kindheit, und es war ne superschöne, sorglose Kindheit, viel bei meinen Großeltern un Cousins und Cousinen verbracht, das waren sowas wie Ersatzgeschwister..

Ansich hab ich schon ne große Familie, eben nur keine Geschwister...obwohl das Einzelkinddasein auch seine Vorteile hat...

Ich selbst möchte auch mehrere Kinder haben...ich befürchte nur, daß es dafür schon fast zu spät ist...

PV und Grizza...ich finds toll, wenn man immer Trubel im Haus hat...Vorallem an Weihnachten wünsche ich mir immer, daß die Wohnung voller wäre....

Kommt drauf an, aus welchen Gründen man die Kids kriegt und ob die als Kids willkommen sind oder als was anderes.
Wenn ich plan, ne Menge Kids zu kriegen, damit die mir nen Haufen Kindergeld einbringen und ich dem Staat weiterhin bewusst und mit voller Absicht auf der Tasche lieg, isses ne Unverschämtheit jedem ggegenüber, gegenüber den Kids isses dann n Verbrechen.

Sich viele Kinder zu wünschen und die auch zu kriegen und vernünftig zu erziehen, denen Werte zu vermitteln, ist super. PV, ich glaub ich kenn dich gut genug um zu sagen, dass du dir da keinen Kopf machen solltest. N Kind mit guter Erziehung ist selbstbewusst genug um zu erkennen, dass sowas wie n Handy, Markenklamotten und und und nicht zählen. Wenns irgendwo zählt, erkennen die Kids selber, dass das für die der falsche Weg ist. Und wenn dies wirklich wollen, sollen sie dafür arbeiten und das find ich super. Ist nicht so, dass ich gleich bei jedem Einzelkind denk, das ist derbe verwöhnt, wenns alles geschenkt kriegt. Aber n Kind ist n Teil ner Familie. Da solls sehen, dass es behandelt wird wie alle anderen und keine ne Extrawurst gebraten kriegt und nicht für jeden Kack Kohle da ist.

Hab auch Verständnis dafür dass mal was schiefgeht bei der Planung. Ne Vasektomie war nicht erfolgreich, Pille vergessen, Pille wirkt nicht, andere Verhütungsmittel auch nicht, Gummi platzt.
Ich finds schon beschissen genug, wenn man bloß EIN Kind in die Welt setzt, damit das einen ernährt und man keinen Handschlag machen muss. Wenn ne Großfamilie Eltern hat, die keinen Job kriegen isses sowas von beschissen, aber trotzdem nicht asozial. Wer sich bemüht, nen Job zu kriegen, hat meinen Respekt und wird nie was von mir hören, dass ich die verurteil.

Mein Kumpel hat drei Kids, ich bin der mittlere von drei. Ich kenns nicht anders, wenns nach mir geht ist meine Hütte später voller Kids, weil ichs mag und gerne so leben würd. Und ich will meinen Kids auch was bieten, ne gute Begleitung ins Leben ist mir das Wichtigste. Auf sowas wie Markenklamotten, immer das hippste Spielzeug und und und scheiß ich, n paar sind ok, aber nicht aus Prinzip.
Mir isses wichtiger, die lernen immer was dazu. Mit Menschen umgehen, Menschen respektieren und achten, Tiere schützen und das Richtige vom Falschen zu unterscheiden. Wenn ich n besonderes Talent merk und ich hab die Kohle dafür, würd ichs fördern. Ich hab auch nicht für alles Kohle gekriegt von meinen Eltern, ich hab dafür gearbeitet und das war ok für mich, ich war stolz drauf mir was leisten zu können, was ich mir erarbeitet hab. Wenn n Kind das anders sieht und bloß die Mühen sieht, ist was falsch gelaufen. Ich würd mehr in Bildung investieren als in Besitz, die bleibt einem wenigstens.
N Studium oder ne teure Ausbildung würd ich finanzieren, wenn ich könnte und ich das Gefühl hätte, dem Kind isses ernst damit und siehts nicht als selbstverständlich an.

Meine Urgroßeltern haben fast alles verloren, als die emigrieren mussten. Die hatten n bisschen Kohle, n paar Koffer und sonst nix. Das hat sich bis in meine Erziehung reingezogen und ich finds cool.


Hallo zusammen!
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Ich denke keineswegs, dass Grossfamilien assozial sind. Die Beispiele, die man in den TV-Shows sieht, sollte man nicht verallgemeinern.
Ich finde es sogar sehr mutig, in der heutigen Zeit viele Kinder in die Welt zu setzen. Man sollte es sich natürlich vorher genau überlegen. Denn das Geld muss stimmen, egal ob für ein Kind oder für zehn. Es bringt schliesslich keinem was- und vor allem nicht den Kleinen- nicht man später nicht weiss,von was man noch Brot kaufen soll. Die meisten Kinder aus Grossfamilien, die ich kennengelernt habe, zeigen ein erstaunliches soziales Verhalten. Wenn das alle Menschen an den Tag bringen würden, sähe unsere Gesellschaft heute anders aus. Wobei man natürlich auch bei Einzelkindern besonders darauf achten sollte, dass sie das mit auf den Weg bekommen. Ich habe bisher nur ein Kind, aber wenn es uns finanziell etwas besser geht, möchte ich gerne noch ein oder zwei Kinder bekommen. Bis dahin sehe ich zu, dass der Kleine Mann viel Kontakt zu anderen Kindern hat und dass wir ihn nicht zu sehr verwöhnen.
Ab wieviel Kindern fängt bei euch eigentlich eine Grossfamilie an? Also ich denke nicht, dass man mit 4 Kindern schon ne Grossfamilie ist.
Zum Thema Stress in einer Grossfamilie wollte ich auch noch was loswerden. Ich habe bei Freunden, die mehrere Kinder haben, festgestellt,dass es dort oft wesentlich unstressiger zugeht als bei uns. Die Kinder beschäftigen sich weitgehend miteinander und die Grossen helfen den Kleinen, so dass die Mutter auch mal Zeit für einen Plausch oder eine Fernsehsendung hat. Aber das wird wohl auch überall anders sein und hängt von der Erziehung ab...

Liebe Grüsse an Alle!


Jooooooooo, mein Bruder ist fünf Jahre älter als ich und hat mir nur irgendwelchen Kack beigebracht. Da dank ich dem heute noch für. rofl rofl rofl


Da bin ich ja wohl auch ein „Paradiesvogel“.
Drei Eigene -und eine Pflegetochter haben wir. 6 Enkel und nun auch eine 15 jährige Gastschülerin. Mir war das Haus zu leer also bin ich nun wieder Mutti-Ersatz für dieses bezaubernde Mädchen.
Eine große Familie ist was wundervolles- stressiges und manchmal nerviges. Aber es ist auch einfach toll. Wir haben oft ein volles Haus. Ich freue mich wenn alle da sind aber ich bin auch froh, wenn das Haus wieder leer ist und wir die Ruhe bis zum nächsten Ansturm genießen können. Schließlich arbeiten wir auch noch.
Glücklich bin ich, dass sich meine Töchter alle gut verstehen. Ich hoffe, das bleibt auch immer so.Sie sind nun schon alle selber Mütter und …sie „fragen Mutti“ sogar mal um Rat. ;)

arkade grüßt



:wallbash: :pfeifen:


Ich glaube es kommt immer auf einen selbst an. In meinen Bekanntenkreis gibt es mehrere Paare mit 3 Kindern - heutzutage schon viel - viele Menschen glauben ja, wenn man das 3 oder 4 KInd bekommt, das es ja wohl kein Wunschkind sein kann. Kann es aber sehr wohl. Ich habe 2 Exemplare, die mich manchmal auch an den Rand meiner Belastungsgrenze bringen, würde aber keinen der beiden hergeben wollen :wub:
Die Paare die ich kenne mit 3 oder mehr Kindern sind ausnahmslos studiert, Lehrer, Erzieher und Familientherapeutin. Ich kenne deren Privatssphäre gut, da ist keiner asozial.
Natürlich liest und sieht man immer wieder wirklich Menschen die scheinbar ihre Kinder nur zwecks dem Geld haben. Bei uns in der Straße wohnt ein Paar mit 3 Kindern, beide Eltern arbeitslos ( bitte, keine Wertabschätzung-mein Vater ist auch arbeitslos) und die Kinder sind von 8-17 Uhr bei einer Tagesmutter über das Jugendamt untergebracht. Das regt mich auf. Wenn die Kinder am Wochenende dann zuhause sind wird nur mit ihnen gebrüllt. :wallbash: Wenn ich merke das ich mit 1 KInd überfordert bin, dann brauch ich nicht 3 oder 4.! Meine Meinung.


Zitat (Zartbitter @ 11.09.2006 22:55:42)
beide Eltern arbeitslos ( bitte, keine Wertabschätzung-mein Vater ist auch arbeitslos) und die Kinder sind von 8-17 Uhr bei einer Tagesmutter über das Jugendamt untergebracht. Das regt mich auf.

Da sind die Kids bestimmt besser aufgehoben als bei den Eltern, kann sein das Jugendamt siehts genauso. Besser die Kids werden bloß an 2 Tagen angebrüllt als an 7. Solchen Eltern trau ichs zu, dass die ne derbe kurze Zündschnur haben.

Zitat
Sind Großfamilien grundsätzlich asozial? :unsure:


Nein, mit grundsätzlich hat das nichts zu tun. Ob in meinen Augen jemand asozial ist oder nicht, hängt nicht an der Anzahl Kinder sondern am Verhalten.


Zitat
Wie reagiert ihr wenn Euch jemand sagt "Ich habe 6 Kinder?"

Der Patenonkel meines Exmannes hatte 6 Kinder *schulterzuck*.

Zitat
  Wenn Ihr Großfamilien erlebt, wie wirkt es auf Euch?

Das kommt auf deren Verhalten an, so wie bei allen Menschen. Da ich aber z.B. kleine Kinder überhaupt nicht gewohnt bin, wäre ich auch mit 1 schreienden Kind überfordert. Und das mehr als wenn da 6 Kinder sitzen, die sich normal benehmen.

Zitat
Was denkt Ihr über die Zukunft dieser Kinder im Vergleich mit Einzelkindern?

Da es von der Erziehung abhängt, kann ich es nicht daran festmachen, wieviele Geschwister jemand hat. Genauso gibt es Einzelkinder, deren Eltern nicht alles durchgehen lassen und sie verwöhnen, sondern die ebenfalls jobben müssen für ihr erstes .


Zitat
Dürfen Mütter mit vielen Kindern jammern dass sie überlastet sind, oder sind die einfach selber schuld?

Die Anzahl der inder hat sich jeder selbst ausgesucht und damit auch die Belastung. Jammern darf jeder soviel er will, ob er dafür Mitgefühl oder Mitleid bekommt, ist eine andere Frage B)

Aber ehrlich gesagt sind die meisten Fragen hier auf Klischees aufgebaut.

Ich habe 2 Schwestern und habe auch immer gearbeitet, um mir Dinge leisten zu können, ist ja nicht so dass nur Kinder mit vielen Geschwistern sich etwas erarbeiten müssen. AUch wieder so ein Klischee...

Murphy

Bearbeitet von murphy am 12.09.2006 05:47:48

nur mal so am Rande: Das Kindergeld ist nun wirklich nicht in der Höhe, um sich zu bereichern :rolleyes: .


Hmmmm... ich finde, so lange man sich die Kinder "leisten" kann sowohl in finanzieller Hinsicht als auch zeitmäßig, ist es völlig OK- auch wenn man sieben Kinder hat wie die Frau von der Leyen. So lange kein Kind zu kurz kommt, passt doch alles.

Was ich allerdings gar nicht gut finde ist, wenn HIV- Empfänger alle zwei Jahre ihre Familie um ein Kind erweitern "weil's ja dann wieder die 600 EUR Erziehungsgeld gibt". Kinder aus solchen Familien müssen meist ständig zurückstecken, und besonders hochfliegende Berufswünsche, die eine teure Ausbildung erfordern, sind dann einfach nicht drin wenn das Kind nicht gerade hochbegabt ist und ein Stipendium bekommt.


Erst einmal allen Großfamilien (was für ein Wort) Respekt,Respekt,Respekt. Es ist wirklich nicht einfach in der heutigern Zeit so viel Kinder großzuziehen. Vor ca. 50 Jahren war das noch normal, da hätte man wahrscheinlich nachgefragt, warum habt ihr nur 1-2 Kinder. Natürlich kann auch nicht die Gesellschafft für die Kinder aufkommen - aber die Akzeptanz lässt zu wünschen übrig.

Asozial kann man nicht an der Kinderzahl fest machen und Kinder in Grßfamilien lernen Dinge fürs tägliche Leben, was Einzelkinder mit ihrem Luxus nicht lernen-
Zusammenhalt,Verantwortung, das nichts hom Himmel fällt,man etwas dafür tun muß. Und ob es gut ist das Kinder mit so viel Luxus aufwachsen, aber nicht einmal wissen wie man sich richtig ernährt. In Gebiten mit sozialen Brennpunkt bekommen Kinder Kinder, ich glaube nicht das jemand der in der GRoßfamilie aufgewachsen ist mit 15 schon ein Kind bekommt.

Für die GRoßfamilie :blumen: :blumen: :blumen:


Warum soll eine große Familie asoial sein? Wie Murphy schon sagte, asozial zu sein hat weder etwas mit der Anzahl der Kinder noch mit den finanziellen Mitteln zu tun sondern ist Verhaltenssache. Es ist auch nicht so wichtig, daß man seinen Kindern alles kaufen kann, wichtig ist es aber ihnen die richtigen Wege ins Leben zu weisen und sie lieb zu haben.

@Kalle, ich muss hier mal sagen, daß ich Deine Einstellung sehr gut finde und ich wünsche Dir ein Haus voll gesunder und glüclicher Kinder :)


Wir waren 8 Kinder(einer gest.).Meine Eltern haben beide gearbeitet.Da war es selbstverständlich das die älteren die kleinen versorgten.Ich hab schon früh kochen gelernt und meinen jüngsten Bruder betreut.Wir hatten viele Dinge nicht ,die für andere Fam.normal waren.Kleidung bekamen wir von Bekannten(natürlich getragene) Taschengeld ? was ist das??Klassenfahrten? dafür reichte das Geld nicht.Kindergeld gab es damals noch nicht.Meine Eltern haben mit Hilfe des damaligen Arbeitgeber meines Vaters,ein Haus bauen können.Das war der einzige "Luxus" den wir hatten.
Aber asozial waren wir nicht.Im Gegenteil,aus uns Kindern ist was geworden.Nie ist einer von uns negativ aufgefallen. -_-
Die Kinder der "besseren"Leute hatten öfters mit der Polizei zu tun. :pfeifen:
Erziehung war für uns kein Fremdwort.Da legten meine Eltern großen Wert drauf.

Und das tägl.Leben in einer Großfamilie ist immer ein einziger Trubel :D
Aber lang ist,s her.Mein GG ist Einzelkind(leider)Hätte gern Schwägerin u. Schwager gehabt.. Selber haben wir 3 Kinder (das reicht dicke) u. die mußten auch lernen mal auf Dinge zu verzichten.Hat denen auch nicht geschadet. ;)

Ich finde "Großfamilien" toll :wub:


Möööööööööööönnnnsch ist dass toll soviele positive Resonazen zu lesen, leider ist der Alltag so nicht, mit mehr als 3 Kindern wirst du momentan in eine Schublade gesteckt. Unsere Kinder wissen und wußten schon immer wie man sich benehmen muss wenn man zum Essen geht, trotzdem wurden wir in diversen Lokalen zum Teil schief angeschaut wenn alle dabei waren.
Es gibt kaum Wohnungen für Großfamilien, man ist fast gezwungen selber zu bauen.
Mich ärgern auch am meisten die Klischees. Bei uns entwickeln sich alle bis auf einen der ADS hat völlig "normal", mittlere Reife, Abi, die erste hat ihren Beruf und ihr Stelle.

Die Sprüche mit dem Kindergeld--------haaaaaaa------- als ob man damit wirklich sich ein Luxusleben leisten kann.

Man braucht das ganze Jahr ein größeres Auto, eine größere Wohnung, es gibt keine Pauschalangebote für den Urlaub, 2 Waschmaschinen oder eine im Dauerbetrieb, Schulanfang = Großeinkauf.

Frühjahr und Herbst heißt es meist für jeden 2-3 Paar Schuhe x 5 :pfeifen: nicht selten marschiere ich dann mit 10- 15 Paar Schuhe aus einem Laden.

Ich steh drüber ... wenn jemand fragt warum habt ihr soviel Kinder ......tja sorry der Strom ist oft ausgefallen und Dubai einmal im Jahr vom Kindergeld ist nicht zu verachten :D

Es gibt viele die meinen sie müssten dem einem oder anderen was Gutes tun, nach einiger Zeit merken sie dann uppps denen fehlt nix.
Ich würde auch einem EInzelnen nicht alles kaufen und ermöglichen, ich bin der Meinung das Kinder nicht alles brauchen dass sie in der Werbung oder bei den Freunden sehen.

Großfamilie ist ein unheimlich toller Halt, wenn der Hintergrund stimmt.



Also DANKE das hier doch viele das positiv sehen, es gibt wirklich genung kinderreiche Familien die ihr Leben ganz normal gestalten


Ich finde es großartig, wenn eine Familie viele Kinder hat.

Aber diese Familien kann man ja mit der Lupe suchen.

Die meisten jungen deutschen Paare kaufen sich heute lieber einen Hund

und fahren 2 x ihm Jahr in Urlaub.

In wenigen Jahren wird es nur noch alte Deutsche :P

und viele junge Zuwanderer hier geben.

Bearbeitet von Ingeborg am 12.09.2006 13:30:49


@Ingeborg .............. ich kenne allein in meinem Umfeld/ Familie 6 funktionierende Großfamilie mit bis zu 8 Kindern


Zitat (Sparfuchs @ 12.09.2006 07:49:00)

Asozial kann man nicht an der Kinderzahl fest machen und Kinder in Grßfamilien lernen Dinge fürs tägliche Leben, was Einzelkinder mit ihrem Luxus nicht lernen

Mann, Mann, Mann, DAS Klischee müssen wir doch aber auch nicht noch öfter haben, oder ?
Es ist doch genauso falsch, eine Grossfamilie als asozial zu bezeichnen, wie allen Einzelkindern Luxus zu unterstellen :angry:

Zitat (grizzabella @ 12.09.2006 08:38:26)
Möööööööööööönnnnsch ist dass toll soviele positive Resonazen zu lesen, leider ist der Alltag so nicht, mit mehr als 3 Kindern wirst du momentan in eine Schublade gesteckt.

Ich weis das in der Öffentlichkeit es schwierig ist mit mehr als 2 Kinder.
Wir sind vor 2 Jahren umgezogen mit unseren 2 sehr lieben Kindern.
In eine Wohnanlage aus den 70gern. Leider sehr hellhörig. Dort sind sonst keine Kinder. Noch keine Woche und wir bekamen mit einem jungen Pärchen unter uns Krach weil unsere Kinder am WE um 8 Uhr aufstehen und spielen. Dabei fällt halt auch einmal was runter. Wit sollen doch unsere Kinder auf den Spielplatz schicken (Winter). Und in der Wohnung sollen sie Filzpantoffeln anziehen. Da gabs richtig Zoff. Ich kann ja nichts für den Baustil und das vorher nur ältere menschen dort gewohnt haben,bzw. direkt vor uns ein Ehepaar mit ihrem ersten Baby. Die hat im Sommer sogar die Fenster geschlossen (am Tag) wenn das Baby geschrien hat.
Unsere Vermieterin hat den Mietern unter uns dann gehörig die Meinung gesagt-dann war Ruh.

Zitat (grizzabella @ 12.09.2006 08:50:31)
@Ingeborg .............. ich kenne allein in meinem Umfeld/ Familie 6 funktionierende Großfamilie mit bis zu 8 Kindern


wo wohnst du denn? :blumen:

Hier im Rhein-main-Gebiet wäre das undenkbar + unbezahlbar!

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BC...n~Sspezial.html

Deutsche Familienpolitik ist das Allerletzte.

In Frankreich muss keine Frau zwischen Karriere und Kind wählen!

Entsprechen mehr Kinder haben auch die gut ausgebildeten Frauen.

Steuer fällt nach dem 3. Kind weg - und Betreuung ist kein Problem.

Bearbeitet von Ingeborg am 12.09.2006 13:40:32

Also das musst du mir jetzt genauer erklären Ingeborg warum es im Rhein-Main-Gebiet undenkbar wäre eine Großfamilie zu haben?


Ich denke man kann das nicht pauschalisieren. Es gibt sicherlich prächtige Familien mit mehr als 3 Kindern, von denen bekommt man nur sehr wenig mit, weil die nicht auffallen. Auffallen tun doch hauptsächlich Familien mit mehr als 4 Kindern.

Bei meiner Jüngsten damals im Kindergarten, waren Eltern, die jedes Jahr Nachwuchs bekommen haben und die Kinder waren früh morgens die ersten und abends die Letzten. Die "normalen" Eltern mit mehr Kindern, die haben die Kinder nur 3-4 Stunden in die Einrichtung gebracht , was man als berufstätige halt nicht so mitbekommen hat!


Zitat (Rheingaunerin @ 12.09.2006 13:41:01)
Also das musst du mir jetzt genauer erklären Ingeborg warum es im Rhein-Main-Gebiet undenkbar wäre eine Großfamilie zu haben?


Weil die Mieten so hoch sind.

Ingeborg das mag sein das hier die Mieten so hoch sind. Aber: wenn es eine Großfamilie gibt dann wird sie entweder das Geld haben für die hohe Miete + viele Kinder oder versuchen ein Haus zu bauen/kaufen etc.
Ich finde das kann man nicht verallgemeinern oder an einem Gebiet festmachen. Das kommt immer auf die Familie und deren Lebensumstände an.


Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben...
Das erste was ich gedacht habe,als ich den ersten Beitrag gelesen habe... "Für mich sind 4 Kinder + Eltern keine Großfamilie". Für mich fängt das so mit 6 oder 7 Kindern an...
Aber gut, 4 Kinder werden hier für eine Großfamilie gehalten, dann leb ich wohl auch in einer... Bei uns ist zwar schon außergewöhnlich, wegen den Altersunterschieden (Bruder 24, ich 19, kl. Schwester 4,5 u. kl. Bruder 2,5), aber 4 Kinder sind 4 Kinder. Als mein großer Bruder und ich noch jünger waren, war meine Muddi allerdings alleinerziehend und das war auch nicht unbedingt einfach. Ab 13 hab ich angefangen zu Babysitten, damit ich mir das erfüllen konnte, was ich unbedingt haben wollte (Markenkleidung, Handy). Als ich dann 15 war, kam dann meine kleine Schwester auf die Welt. Fand das schon erst komisch und hab gedacht, dass ich dann nicht mehr so beachtet werde (ja, ich war eifersüchtig), aber trodzem hat meine Ma zum größten Teil meinen Moped Führerschein bezahlt und mir meinen Motorroller gekauft. Und als ich 17 war, kam der jüngste auf die Welt. Trotzdem hat meine Ma meinen Autoführerschein bezahlt und noch n Teil fürs Auto geliehen, was ich ihr dann nach und nach zurückgezahlt habe. Will damit sagen, dass meine Ma trotz der kleinen im Stande war, mich und meinen Bruder zu unterstützen und keiner zu kurz gekommen ist oder vernachlässigt wurde.
Ich hab zwar die Zeit mit meinem großen Bruder genossen, aber ich fands dann auch schön, noch zwei kleine Geschwister zu haben.
Wenn meine Muddi erzählt, dass sie vier Kinder hat, guckt keiner komisch oder sagt etwas, das einzige was uns schon sehr oft passiert ist, dass, wenn meine Ma und ich mit den Kids unterwegs sind, ich für die Mama der Kleinen gehalten werde.

Generell zum Thema "Großfamilie" muss ich doch mal sagen, dass ich nicht so viele Familien mit vielen Kindern kenne... Allerdings die die ich kenne, leben nicht auf Kosten des Staates sondern bringen das Geld selbst ins Haus. Ich find Kinder toll und süß und alles und wenn die Eltern dazu im Stande sind, ihre Familie zu ernähren (wenn auch mal mit kleiner finanzieller Unterstützung), find ich das gut.
Nur wenn man denn oftmals im Fernsehen Hartz IV-Empfänger sieht, die ein Kind nachm anderen bekommen, find ich das dann nicht mehr unbedingt in Ordnung.


Also eine Großfalmilie direkt als asozial hinzustellen ist nicht oki.

Es gibt solche und solche...einige leben wahrscheinlich vom Stadt und finden es gut!
Wenn ich teilweise im Fernsehn seh wie manche es halten ....könnte ich ausser Haut fahren.

Es gibt auch welche die viele Kinder haben und alles selber finazieren und das find ich oki!!

Ich hab ne Brieffreundin, die sind eine Großfamilie und sie schauen auch wie sie es alles selber finazieren.
Man muss auch bedenken, das Kinder auch Geld kosten...Kindergarten....Schule und so Sachen. Man kommt erst zur Ruhe wenn alle Kinder im Bett sind und selbst dann wird noch die Wäsche gemacht oder das Essen vorbereitet.
Man hat einige Termine durch die Kids die man unter einem Hut bekommen muss!
Ich bewundere die Eltern die alles selber finazieren, allen Kindern gerecht werden und die Nerven dazu haben.

Ich kann das bei mir nicht vorstellen! Bin mit einem Kind zufrieden!
Aber verwöhnt wird sie trozdem nicht, nur weil sie Einzelkind ist. Soll ruhig wissen woher das Geld kommt, das es nicht auf den Bäumen wächst!

AllyMc Beal


Grossfamilien finde ich nicht assozial!!!
Leider gibt es zuwenige davon. Wie gerne hätte ich viele kinder bekommen, aber leider habe ich nicht den passenden mann dafür gefunden.
Aber, mal ehrlich, wer kann sich heutzutag schon eine grossfamilie leisten? Es fehlt doch an allem....kindergartenplätze, ausbildungsplätze. An den schulen herrscht sehr viel gewalt, und nach der lehre stehen dann die meisten auf der strasse, weil sie nicht übernommen werden, und es keine betriebe gibt, die die ausgelernten übernehmen und weiterbilden.
Na ja, und die kinderfeindlichkeit der deutschen ist ja hinreichend bekannt.
Wer hat da noch lust auf grossfamilie??? Eigentlich schade!!
Und wenn ich hier die beiträge so lese, wird die liste was dagegen spricht immer länger!


@Selave

Ich würde es jederzeit wieder so machen.

-Gewalt an der Schule

Stimmt! Jedoch Gewalt kann sich nur mit Schweigen durchsetzen. Man muss die SChule und das Kind genau beobachten, dann kann man einiges verhindern. Der Satz wenn ihr was macht dann wird es schlimmer darf nicht zur Regel werden. Kostet aber Kraft und Zeit.

-Kindergarten
Als Mutti von vielen war ich sowieso daheim, ich brauch den Kindergartenplatz nicht unbedingt

-Ausbildung

Sehr schwierig, aber ob ich da eins oder mehr hab dass ist egal.


Ich weiß nicht ob ich das nur so empfinde aber Kinder aus einer Großfamilie sind erfindungsreicher, sozialer (nicht alle, und nicht alle EInzelkinder sind anders). Sie müssen von klein an mehr tricksen um mehr oder auch weniger Aufmerksamkeit zu bekommen, sie müssen mehr diskutieren sich mehr durchsetzen, ob wegen Spielzeug oder weil sie jetzt Besuch für sich haben wollen.


Zitat (grizzabella @ 12.09.2006 16:45:50)
@Selave

Ich würde es jederzeit wieder so machen.


Bravo!! Finde ich gut!!
Und was du sonst noch schreibst, ist auch o.k.!
Mein bester freund hat 9 kinder!!! Und ich besuche sie ab und zu, und muss sagen, das ich mich dort sehr wohl fühle. Dank *mamali* klappt alles wie am schnürchen,und wenn *omalein* da ist, dann bebt die bude!!
Ich kann nix negatives über grossfamilien sagen!
Ich wünsche allen nur starke nerven, und gaaaaaanz viel humor!! :)

früher wollte ich unbedingt mehr als ein kind haben,gebracht habe ich es auf drei :D nach dem dritten habe ich mein mann gefragt ob er nicht noch ein viertes kind passend finden würde ,ich wär sofort dazu bereit gewesen aber er wollte nicht mehr.drei kinder passen noch in ein normales auto und einen linienbus wollte er nicht fahren ,so meinte er jedenfalls.heute bin ich eigentlich froh das es nur drei sind, ich sehe wie schwer es für unsere jungs ist ein ausbildungsplatz zu finden und ich leide auch ziehmlich darunter wenn ständig absagen kommen ,außerdem müssten beide elternteile die liebe zu einer großfamilie haben.

wenn es damals nach mir gegangen wäre hätte ich mit sicherheit 5 kinder :ph34r: aber unser papa hat nicht ganz mitgezogen .


:winkewinke:

Großfamilien sind etwas tolles, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

"Asozial" sind Eltern die ihre Kinder für "mehr Geld vom Staat" in die Welt setzen, "asozial" ist aber auch, wenn Behörden sich nicht um Kinder kümmert die an oder unter der Armutsgrenze leben müssen. Wobei es dabei nicht unbedingt um die Anzahl der Kinder geht.

Großfamilien haben ihre eigene kleine wunderbare Struktur und Dynamik. Was kann einem Kind denn besser in das Leben außerhalb der eigenen Familie helfen sich zurecht zu finden, als unter "Vielen" aufzuwachsen und sich auszuprobieren?

Unter "Rahmenbedingungen" verstehe ich nicht nur die finanzielle Situation der Eltern. (Nirgends wird es Müttern so schwer gemacht wieder ins Berufsleben einzusteigen, wie in D. Andere Länder haben bessere und günstigere Alternativen und machen nebenbei mehr Lust auf mehr kinder) Aber auch das private und soziale Umfeld in dem die Kinder aufwachsen werden.

Die "Eltern" sind entscheident! Dabei ist egal ob bei einem oder mehrere Kinder.

YO

(- zwei Kinder, und ein drittes geplant...)

Bearbeitet von yolanda am 13.09.2006 00:14:30


Ich persönlich finde Großfamilien toll und wirklich bewundernswert. Ich schätze vor allem die Selbstständigkeit, die die meisten Kinder aus Großfamilien mitnehmen. (Natürlich gibt's Ausnahmen...)

Ich habe mit 14 angefangen, mein eigenes Geld zu verdienen, obwohl ich aus keiner Großfamilie stamme (1 Bruder, 31). Daran finde ich absolut nichts schlimmes und ich bin meiner Mutter sogar dankbar dafür, dass sie mir nicht alles in den Allerwertesten steckte. So hab ich früh gelernt, mit Geld umzugehen und weiß eben, dass man für seine Wünsche arbeiten gehen muss. Auch im Haushalt musste ich ab einem gewissen Alter mithelfen (meine Mutter war alleinerziehend, arbeitet sehr viel) und daher habe ich viele wichtige Erfahrungen gesammelt. Ich denke nicht, dass es Kindern schaden kann, früh genug zu lernen, im Leben zurecht zu kommen.


Ganz so euphorisch bin ich Großfamilien gegenüber nicht eingestellt.

Ich denke, man sollte sich vorher schon überlegen, ob man die Kapazitäten dazu hat.
Eine Verwandte von mir hat drei Kinder. Die ersten beiden sollten noch unbedingt auf das Gymnasium (wobei einer schon deutlich ein Grenzfall war), das Nästhäckchen geht jetzt (trotz guter Begabung) zur Realschule, weil die Mutter möglichst bald "mit Schule fertig sein will". Das Mädel tut mir leid, ihr wurde wirklich etwas vorenthalten.

Reicht das Geld auch noch beim vierten Kind für Sport- oder Musikstunden, wenn die entsprechende Begabung vorhanden ist?

Ich red jetzt ausdrücklich nicht von so Konusmkram wie Handy oder Markenklamotten. Aber jedes Kind braucht auch eine gewisse Zeit und Aufmerksamkeit. Je mehr Kinder, desto später kann Muttern (wenn überhaupt) wieder arbeiten. Um so schwerer wird der Berufs(wieder)einstieg. Das ist ein Verzicht, über den man vorher nachdenken sollte.

Wenn jedes Kind sein eigenes Zimmer hat, gibt's einfach weniger Streit. Und es ist auch schön, sein eigenes Reich zu haben.

Klar, es gibt Paare, die auch 3 oder 5 Kinder gut versorgen können (materiell und emotional). Wenn sie sich viele Kinder wünschen, sollen sie es machen. Das ist dann eine schöne Sache.

Aber wenn man vorher schon sieht: Das wird eng. Dann sollte man besser nicht weiter "wir Kinder von Bullerbü" lesen, sondern auch mal vor'm poppen das Gehirn einschalten. B)

Man tut keinem einen Gefallen, wenn man seine Grenzen nicht kennt und sich überfordert.

Bearbeitet von Charly_70 am 13.09.2006 00:20:30


Zitat (Ingeborg @ 12.09.2006 08:39:26)
Die meisten jungen deutschen Paare kaufen sich heute lieber einen Hund


Tja, so sind aber auch "Vermieter"

Bei uns hat es 5 (!) Monate gedauert bis wir eine Kinderfreundliche (2Kinder) und bezahlbare Wohnung mit Garten gefunden haben.

Ein Vermieter, mit dem ich telefonierte fragte: "höre ich da Kinder im Hintergrund? Sind das ihre?"

Ich habe ganz stolz geantwortet, daß meine Jungs am spielen sind. Da sagt dieses A.......ch zu mir: "Sie können mit 4 Hunden hier einziehen - aber Kinder sind hier nicht erwünscht"!
:blink:
Nur mal so nebenbei......



YO

Ansich gebe ich Charly Recht...man sollte auch immer seine finanziellen Möglichkeiten bei der Kinderplanung im Auge behalten...

Wenn ich z.B. ein Kind habe und ich und mein Partner sind arbeitslos und haben keine Möglichkeit schnell wieder Arbeit zu finden, dann sollte man sich vielleicht ein weiteres Kind gut überlegen...

ABER: Wer kann schon in die Zukunft sehen....???

Ich kann mit drei Kindern finanziell sehr gut darstehen...und plane ein viertes, weil ja alles so rosig aussieht..

Und plötzlich...zack...kommt irgendwas dazwischen...Job weg, Haus weg, Schulden, 4 Kinder....

Es ist schon nen schwieriges Thema...und eigentlich sollte Geld nicht der Hauptfaktor für die Familienplanung sein...


Zitat (Mellly @ 13.09.2006 00:45:27)
Wenn ich z.B. ein Kind habe und ich und mein Partner sind arbeitslos und haben keine Möglichkeit schnell wieder Arbeit zu finden, dann sollte man sich vielleicht ein weiteres Kind gut überlegen...

ABER: Wer kann schon in die Zukunft sehen....???


Melly, da hast du natürlich recht.
Man kann nicht alles durchplanen. Das Leben ist manchmal hart. Und auch nicht jedes Kind ist geplant.

Wenn es so ist, dass das Schicksal zuschlägt, dann macht man halt das Beste daraus. Für genau diese Fälle gibt es ja auch unser Sozialsystem.

Und irgendwie bekommt man auch in einem solchen Fall die Kinder groß.

Aber die meisten Normalverdiener-Haushalte die ich so kenne, müssen eben mit zweien schon gut wirtschaften um um die Runden zu kommen. Und es gibt auch da schon genug Streit, weil eine überforderte Mutter auf einen überarbeiteten Vater stößt.
Und wenn ich vorher schon weiß, das es auch ohne Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sonstigen Schicksalsschlägen einfach hinten und vorne nicht reichen wird - dann sollte man es doch besser lassen?

@Charly
Ich muss dir da vollkomen recht geben, in unserem alten Haus zog nebenan auch eine Familie mit 7 Kinder ein wo das 8 unterwegs war. Die erfüllten alle Klischees. Beide arbeitslos, auf Punkt Arbeit angesprochen, kam die Antwort für was den. Mein Angebot den einen mit meinem die HAusaufgaben machen zu lassen, da er sie nicht macht, wurde abgelehnt mit der Aussage Schule ist nicht so wichtig. Fast alle in der Sonderschule nach 3 Jahren usw.

Das sind aber Ausnahmen, ich bin keine Übermami, wir sind finaziell so gestellt dass ich zuhause bleiben, genug für die Kinder da ist nd wir in Urlaub können. Dafür bin ich dankbar und ich weiß es ist nicht alltäglich.

In unserer Verwandschaft ist eine Familie die inzwischen 8 Kinder haben der Älteste Jahrgang '95 das Jüngste '04. Mir fällt immer nur :whaaaaaat: ein. Der Fernseher ist im Keller und wird nur an ausgesuchten Tagen hochgeholt, die Kinder sind offen unheimlich gut erzogen ohne verdruckt zu sein, gut sie werden sehr sehr gläubig erzogen und die Gemeinschaft der Freikirche gibt der Familie und den Kindern viel. Ich bewundere die Frau, auch sehe ich das sie an den Grenzen ist. Aber die 2 schaffen dass.


Huhu,

obwohl ich ja kein Kind habe, möchte ich auch meinen Senf dazugeben. Ich halte Großfamilien auch - ehrlich! - ganz und gar nicht für asozial, nur weil sie "gross" sind. Es gibt sowohl asoziale Großfamilien, wie auch asoziale Singles und asoziale Pärchen ohne Kinder etc.!

Ich kenne viele Familien mit 3 Kindern (allerdings keine mit 4, wenn ich so recht überlege... :hmm: ) und KEINE davon ist assig, keine!!

Ich wollte früher mal ne große Familie mit mind. 3 Kindern. Heute würden 2 mir "reichen". Ein Kind find ich auch doof. Ich habe zwar eine Schwester, aber da die über 10 Jahre älter ist als ich, sind wir beide eher wie Einzelkinder aufgewachsen, was ich nicht so toll fand.

Ich finde Einzelkind sein, hat definitiv nicht nur Vorteile. Du bist auch - wenn Deine Eltern alt werden - alleine für sie verantwortlich. Feiertage sind auch irgendwie langweilig und man erlebt nicht so viel. Ich hätte gerne mehr Geschwister gehabt.

Im Gegenteil, Eltern mit mehreren Kindern (das geht bei mir schon bei 3 los ;) ) haben meinen Respekt verdient. Ich finde es ganz schön hart für die Eltern, jahrelang auf so viel verzichten zu müssen. :blumen:

LG
Krötilla


jahrzehntelang :pfeifen:


:wub:

Stimmt vermutlich! Obwohl die ersten Jahre sicher die Härtesten sind, kann ich mir vorstellen.

Bearbeitet von Krötilla am 13.09.2006 12:05:55


Zitat (Krötilla @ 13.09.2006 12:05:26)
:wub:

Stimmt vermutlich! Obwohl die ersten Jahre sicher die Härtesten sind, kann ich mir vorstellen.

Dachte ich auch .......... inzwischen bin ich der Meinung die Pubertät ist schlimmer



<--- die gerade 3 einhalb in der Pubertät hat

Möchte mich hier auch mal zu Wort melden.

Ich habe 7 Kinder 14 Jahre lang allein großgezogen. (Vater ist verstorben) Auch meine Kinder mußten vieles entbehren, habe so manches Mal geweint deswegen. Obwohl ich ganztags noch gearbeitet habe konnte ich ihnen nicht sehr viel bieten. Aber sie sind alle groß geworden, hatten dennoch, wie sie heute sagen eine glückliche Kindheit an die sie sich gerne erinnern. Vermißt haben sie nicht viel- nach ihren Aussagen. Sie sind der Meinung, daß sie alles für's Leben gelernt haben, besser noch als so manches Einzelkind.
Alle meine Kinder - d.h. das Älteste ist mit 19 tödlich verunglückt und die Jüngste -jetzt 14 J., die noch bei mir lebt -- haben einen soliden Beruf und sind mit ihren Familien sehr glücklich.
Eine alte Dame hat mir mal gesagt, daß sie mich um die vielen Kinder beneide !
Sie habe nur einen Sohn und dieser scheint gar nicht mehr zu wissen, daß er noch eine Mutter habe. Das hat mich sehr betroffen gemacht.

Alles in Allem, bin ich heute stolz auf meine Kinder.


Zitat (Mellly @ 11.09.2006 22:27:03)


Ich selbst möchte auch mehrere Kinder haben...ich befürchte nur, daß es dafür schon fast zu spät ist...


:huh: HALLO ????

Mellly, Du bist 26 !!! :o

Da redest Du von "fast zu spät "??? :heul:

Ich persönlich finde Großfamilie großartig und bewunderswert.
:gestatten: Respekt vor den Eltern, die das meisterhaft leisten können.
Mein Traum wäre auch vier Kinder, aber der Platz ist nicht da und finanziell.......
.... und jünger werde ich auch nicht!
Ich bin glücklich mit meinen zwei kleinen Mäusen, vielleicht huscht doch noch wenigstens noch ein nach :wub:


Zitat (grizzabella @ 13.09.2006 12:16:09)
inzwischen bin ich der Meinung die Pubertät ist schlimmer




Da muss ich dir recht geben. lieber drei Kleine, als eins in der Pupertät. Wobei ich auch aus eigener Erfahrung sagen kann, dass die Mädchen schlimmer sind, als die Jungs.
Selbst haben wir 4 Kinder (15,21,24,27) ,die 2 ältesten sind schon verheiratet.
Sicher konnten wir nicht x mal im Jahr in Urlaub fahren, oder nur Markenklamotten kaufen.Haben aber auch unsere Kinder nicht so großen Wert draufgelegt! Ich denke, es gibt wichtigeres.
Die 3 Großen haben einen guten Schulabschluss und eine ordentliche Ausbildung gemacht! Die Kleine geht in die 10 Klasse,Realschule.Was wollen wir mehr.
Ich selbst habe noch 9 Geschwister. :o

lg
Schnute :D

Bearbeitet von Schnute am 15.09.2006 06:30:50


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