Freier Mitarbeiter: Welche AbgabenVer bzw. Steuern fallen an


Hallo !
Ich hab wieder brav die Suchfunktion betätigt, bin aber leider nicht wirklich fündig geworden .. ausserdem "pressiert´s" (eilig) mir !

Meinem Sohn ist gerade ein Stelle als "freier Mitarbeiter" bei einer Produktmanagementfirma angeboten worden ... Richtung Motorsport ..mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen.
Er ist (ganz frisch) dipl. Betriebswirt und hat diese Stelle durch Kontakte aus seinen Praxissemestern bekommen.
Nun meine/unsere Frage:
Mit welchen Abgaben/Steuern, Versicherungen - außer Krankenversicherung - soll man da rechnen ?
Wie sieht´s z. B. mit der Rentenversicherung bzw. Altersvorsorge aus ?
Ausserdem ist der Hauptfirmensitz in Österreich .. die gehören ja zur EU, aber gibt´s da Beschränkungen/Vergünstigungen bzgl. Steuern ?

Fragen über Fragen .....
Kann jemand antworten :o , der sich mit sowas auskennt ?
Besten Dank im Voraus !
Remix


Freier Mitarbeiter bedeutet, er wird nur beauftragt, wenn für ihn auch Arbeit anfällt. Es gibt ( maximal) ein minimales Grundgehalt und ansonsten wird er projekt- bzw. auftragsbezogen bezahlt.

Letztlich ist er ein Freiberufler, daß heißt er ist, wie ein Zahnarzt oder ein Steuerberater, für Steuern, Versicherung und Altersversorgung selbst verantwortlich. Außerdem muß er zusehen, daß er auch noch andere Auftraggeber bekommt, damit er nicht in den Verdacht der Scheinselbstständigkeit gerät.

Wenn er überwiegend lehrend oder beratend tätig ist, muß er nicht zwingend Mehrwertsteuer ausweisen. Somit hat er zumindest die Veranschlagung zur Mehrwertsteuer gespart, dafür kann er Sie aber auch nicht absetzen.

Allerdings sollte er das wissen, wenn er gerade von der Uni kommt. Speziell in der Eventbranche ist es üblich sgn. "Freelancer" einzusetzen. Dies ist allerdings meist ein saisonales Geschäft, die Tagessätze beginnen bei 100 Euro für Hands über 200 Euro für Produktionsassis bis hin zu 600 Euro für Stagemanager oder PL / TL, jeweils zzgl. Spesen.


Servus proteus !
Danke für deine prompte Antwort !
Wie immer/so oft, gebären Antworten natürlich wiederum neue Fragen :huh:
Hättest du evtl. passende, konkrete Links zu Honorarberechnungen, evtl. zu Werkverträgen
Hab da zwar schon mal gegooglet .. aber das ist sehr unübersichtlich für Nicht-Profis.
Und was ist mit einer Gewerbeanmeldung ? Ist die zwingend notwendig oder ratsam ? Ich hab da widersprüchliche Meinungen gehört ....
Danke schon mal für´s Lesen ..

Remix


Tja, schwierig.
Die Tagessätze werden in der Regel individuell vereinbart und richten sich nach Projektumfang, Budget und Arbeitsaufwand. Und natürlich nach der Erfahrung und den Referenzen des Freelancers.
Eine Gewerbeanmeldung sollte schon sein, ebenso wie eine Haftpflichtversicherung ( ganz wichtig )
Da man mittlerweile Eventmanagement "studieren" kann würde ich dir empfehlen, dich mit der Uni im Odenwald in Verbindung zu setzen, die sollten auch Musterverträge haben.
Ansonsten gibt es auch bücher zu dem Thema, z.B. All Area Acess, zu bekommen bei Amazon.

Allerdings geht es dort weitestgehend um Musikveranstaltungen, also reines Eventmanagement.

Als Richtlinie kann man als "rookie" ( Anfänger) von 150 Euro als tagessatz bei einem Produktionsassistenten ausgehen, Projektleitung würde ich nach frühestens 50 - 60 Produktionen vorschlagen. Durch die Umwälzungen in der Medienbranche und die daraus resultierende Schwemme an Fachkräften, besonders um Köln und München, nach der Schließung vieler Produktionsfirmen, herrscht allerdings momentan ein harter Preis- und Verdrängungswettbewerb.



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