Straftätige Jugendliche? Was haltet ihr von dem Konzept???


hallööchen.....

ich habe gestern aus zufall die neue dokusoap angeschaut!AUf Rtl 2 ,es wird berichtet von Jugendlichen die massiv strafmüdig geworden sind!Sprich RAub,Diebstahl,Körperverletzung!Alles eben...sie sind alle noch sehr jung!

Lothar KAnnenberg ist Der LEiter dieser Gruppe!
Er kennt es von sich selbst er hatte auch ein riesen Strafregisster saß im Gefängnis und will nun die jugendliche da von abbringen ins Gefängnis zu gehen!!
Für einige dort ist das die letzte Chance! :(

Die Methoden dort fand ich teilweise ein bischen zu hart,aber vielleicht brauchen die das???Keine Ahnung!!!


Finde ich auf jeden FAll supi,dass Lothar Kannenberg diese Jungs nicht aufgibt!!!!

HEBE DEN HUT VOR DIR!!!!


schaut doch mal selbst??? http://www.durchboxen.de


was haltet ihr davon????sollen jugendliche abgeschoben werden in ein Gefängnis oder in so ein Erziehungscamp????

liebe grüße :blumen:


Ich halte von so Erziehungscamps á la USA (wo es sowas zu Hauf gibt..) absolut schwachsinnig und falsch...

Es bringt nichts, erst zu handeln, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, also bereits straffällig geworden ist...

Sollte man sich nicht eher fragen, warum die Kids so geworden sind? Perspektivlosigkeit, mangelndes Selbstvertrauen, keine Zuneigung erfahren, Drogen, etc...Diese Probleme sollte man anpacken...

Aber solange Jugendzentren aus Geldmangel geschlossen werden, keine Gelder für Sozialarbeiter da sind, Sparmaßnahmen im sozialen Sektor an der Tagesordnung sind, wird sich da glaube nichts ändern...

Der Artikel klingt ja ganz nett, aber ich glaube mich erinnern zu können, darüber schonmal einen Bericht gesehen zu haben (nicht diese RTL II Soap..). Das erinnerte mich eher an gnadenlosen Drill als an pädagogische Maßnahmen...

Diesen Camp macht vielleicht die Jugendlichen hart und abgebrüht. Aber meiner Meinung nach währe es besser, wenn man unsere Kinder schon von Beginn an zu einem mündigen, selbstbestimmten Leben anleiten kann, damit sie später mal zu selbstbewußten Menschen mit Zukunftsaussichten werden.

Deswegen studiere ICH Pädagogik und nicht um später mal Jugendliche zu drillen!

Sorry, aber ich halte von solchen Camps nicht...


Zitat (Mellly @ 17.01.2007 13:58:02)
Aber meiner Meinung nach währe es besser, wenn man unsere Kinder schon von Beginn an zu einem mündigen, selbstbestimmten Leben anleiten kann, damit sie später mal zu selbstbewußten Menschen mit Zukunftsaussichten werden.

Deswegen studiere ICH Pädagogik und nicht um später mal Jugendliche zu drillen!

Sorry, aber ich halte von solchen Camps nicht...

Aber was wird mit den Jugendlichen, bei denen dieser Anfang verpasst wurde?
Wo die Eltern und unser Staat es zugelassen haben, das die dort gezeigten Jugendlichen so werden?
Wie soll man ihnen anders helfen als erstmal aus der Umgebung raus und Respekt und Ordnung beigebracht?
Diese Jugendlichen brauchen es in dieser Form, um in ihrem Alter es doch noch zu lernen.
Mit gut zu reden und Streicheleinheiten wird man dort nichts mehr erreichen.
Im Gefängnis würden sie nur noch mehr Dussligkeiten lernen, deshalb finde ich die letzte Chance ganz gut.
Außerdem darf man nicht vergessen, die Jugendlichen machen es freiwillig.
Sie haben die Wahl zwischen diesem Camp und dem Gefängnis.
Die Entscheidung für das Camp zeigt doch, das sie lernen wollen.

:mellow:

Bearbeitet von LaLa am 30.03.2007 18:34:13


:wallbash: :wallbash:

Hab keine Ahnung um was es geht...aber wenn ich nur schon "Fersehserie" o.s.ä. lese, bekomme ich ein SEEHHR schlechtes Gefühl in Bauch und Kopf.

"FERNSEHN!!!! Leutz...FERNSEHN!!!.....Seid ihr so "Naiv", oder tut ihr nur so???? :trösten: :trösten:

Diese "Endlosdiskussionen" über soetwas, sind so unfruchtbar, das es echt zum heulen ist.....

Geht selbst mal Raus,kümmert euch und hört auf auf Wunder vom Staat zu erwarten!!!

Ein freundlicher "Lösungsansatz"...gebt einigen von denen, das Selbstvertrauen, und die Bestätigung, das sie etwas "Wert" sind.....und sei es nur, um das an andere weiterzugeben....der "Erfolg" wird nicht lange auf sich warten lassen....

8 Jahre erfolgreiches "Streetworking" lassen grüßen....


P.S.

Wenn man sich anschaut, wieviel Leute mit welchen "Problemen " beschäftigt sind ..(z.b. "In und Out" Fred)...DANN ist ja wohl klar, warum wir DA sind, WO wir sind.... <_<


Zitat (Chucko @ 17.01.2007 14:24:39)
Außerdem darf man nicht vergessen, die Jugendlichen machen es freiwillig.
Sie haben die Wahl zwischen diesem Camp und dem Gefängnis.

Naja, ob das dann wirklich freiwillig ist? :wacko: ...Camp oder Gefängnis? Das ist wie Sekt oder Selters....irgendwie

Das spannende an Erziehung ist ja, daß es sich dabei nicht um ein Rezeptwissen handelt, ähnlich wie Kuchen backen...

Es gibt keine Universallösung in der Pädagogik, so nach dem Motto, wenn ich mich daran halte, dann wird alles gut...

Klar, Jugendliche brauchen Herausforderungen denen sie sich stellen können. Normalerweise bringt das Erwachsenwerden genug Herausforderungen mit sich (Schule, soziale Kontakte, Berufswahl etc..) Wenn der Jugendliche nicht um genügend Sozialkompetenz oder Problemlösungsstrategien verfügt (aus welchen Gründen auch immer) und deswegen in ein delinquentes Verhalten verfällt, muß man selbstverständlich da ansetzen..Aber wie gesagt, ich halte solche Drillcamps da für den falschen Weg...

Für mich wäre es schon ein Lösungsansatz, wenn man dafür sorgt,daß eben keine Jugendzentren geschlossen werden, daß genügend Sozialarbeiter und Betreuer eingesetzt werden können, daß genügend Gelder fließen um Events gemeinsam mit Jugendlichen organisieren zu können (Theatervorführungen, Konzerte, Sportevents etc...)...Sprich, daß durch eine gute Jugendarbeit und -förderung Jugendliche und Kids das Gefühl bekommen, daß sie ein Teil, und zwar ein gern gesehender Teil der Gesellschaft sind...Es kann einfach nicht sein, daß (und das beobachte ich oft im Alltagsleben..) Jugendliche ohne daß sie bereits irgendwas gemacht haben, von Erwachsenen schief angeschaut werden...Nur weil sie in einer größeren Gruppe in ein öffentliches Verkehrsmittel steigen...

Ich finde es ist leider ein sehr tiefes Vorurteil der Erwachsenenwelt, daß die "Jugend von heute" so mißraten ist....Wie sollen sich ein Jugendlicher oder auch Kinder in einer Welt behaupten, wo sie solchen Gegenwind bekommen..."Schwarze Schafe" die so gern und oft in der Presse breit getreten werden, gabs in jeder Generation....

Ich finde es schon toll, daß sich Lothar Kannenberg für Jugendliche einsetzt, aber wie gesagt, diese Drillcamps stossen mir doch sauer auf...

Wieso muß das Problem immer nur bei den Jugendlichen liegen? Wieso kann sich nicht auch mal die Erwachsenenwelt zu gunsten der Jugendlichen ändern bzw verbessern...Mehr Verständnis wäre da schonmal nen Anfang....

Klar, ich verdrehe auch die Augen, wenn ich höre auf welche Musik z.B. meine Cousine steht (LaFee etc...) oder wenn ich an die hohlen Texte von Sido und Co denke...Aber mal ganz ehrlich, die Beatles sollten doch auch angeblich Schuld am sittlichen Verfall der Mädchen gewesen sein, oder? ;)

Ich finde jedenfalls daß es Jugendliche immer schwerer haben, sich zu behaupten und eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Vielleicht liegt es ja an der Perspektivlosigkeit in einigen Regionen und die daraus resultierende Langeweile, die evtl zu Straftaten anregt....

Deswegen fände ich es sinnvoll, wenn die Jugendarbeit in Sportvereinen, Kunstschulen etc ausgebaut oder unterstützt werden sollte....Das fände ich besser, als wenn erst hinterher solche Camps entstehen...

Klar, deswegen wird es trotzdem noch jugendliche Straftäter geben aber anders als in der Presse immer behauptet, ist die Anzahl der persistent Delinquenten enorm klein (also die, die über die Jugend hinaus kriminell bleiben..)...

Jugenddelinquenz gilt sogar als normales Entwicklungsphänomen. Dabei handelt es sich um zeitlich begrenzte Norm- und Gesetzesverstöße (Quelle: Entwicklungspsychologie Montada 2002). Diese werden hingegen von einer Großzahl Jugendlicher begangen..(Diebstahl z.B.) und genau da kann man aber mit gezielten Präventionsprogrammen ansetzen und entgegenwirken...Vorausgesetzt im sozialen Sektor wird nicht wie bekloppt eingespart....

Je mehr Jugendprogramme aufgegeben werden müssen, desto höher wird die Anzahl der Jugenddelinquenz werden...

Zitat (LaLa @ 17.01.2007 14:33:24)
Ja ich kuck mir die Sendungen auch an sofern ich Zeit habe. Ich finde das ganze super weil strafftaten machen Sie so oder so da bringt nix wenn man vorher was macht. Im nachhinein find ich das viel besser weil da lernen die zu verstehen was Sie angestallt haben und ja. Was bringt das wenn man es vorher macht, Mellly? Man kann ja nicht alle Jugenliche in so eine Erziehungstraning schicken man weiss ja nie welche das was machen und welche nicht. Versteh also darum deine Aussag total nicht.

Deine Aussage finde ich traurig und spiegelt genau das wieder was ich meine..Jugendliche werden von vorneherein als straffällig abgestempelt.."Die werden doch so oder so straffällig"... :wallbash: ...

Und ich meinte auch nie, daß man solche Erziehungsmaßnahmen vorher einsetzen sollte...Du hast mich total falsch verstanden..

Mir geht es um Freizeitprogramme, die den Jugendlichen angeboten werden sollen..Jugendzentren, Jugendsport, Theatergruppen etc...So vermittelt man den Jugendlichen das Gefühl, daß sie auch ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind...

Wenn man Fernsehen mit der genügenden, intelligenten Distanz sieht, kann es durchaus auch aufklären und informieren.
Ich traue mir durchaus zu, mich nicht "verblöden" zu lassen, durchs Fernsehen.

Eigentlich finde ich diese Camps sehr gut, wenn sie wirklich die LETZTE Alternative vor dem Knast sind !
Knast wäre schlimmer.

Aber diese Camps können nicht so frei frequentiert werden, wie das hier immer dargestellt wird, Denn: Es kostet ja Geld. Das muß dann ja von irgendwem bezahlt werden !
Also nicht jedem, dem das gut tun würde, in solchem Camp resozialisiert zu werden, kommt auch dort hin.
Nur, wenn "das Amt", den Bedarf erkennt, befürwortet und dann auch bezahlt.

Wenn man also auf Hilfe von Staat hofft, ist man sowieso angea..., weil alles , was für Jugendliche gemacht werden könnte, aus Kostengründen GESTRICHEN wird.

Nicht zu unterschätzen ist auch der zunehmende Drogenkonsum der Jugendlichen. Vor allem bedenklich, vor dem Hintergrund, Mariuhana zu legalisieren.
Gerade Gras, Hasch und Konsorten sind leicht und billig zu bekommen, verstärken die Gefühle der Perspektivlosigkeit, und werden in ihrer negativen Langzeitwirkung immer noch unterschätzt.
Schon beim ersten Kontakt kann diese Droge , bei dafür empfänglichen jungen Menschen, Psychosen auslösen.
(Der Film: "Das weisse Rauschen" beschreibt das sehr gut. Der wird auch in Jugendeinrichtungen gezeigt.)

Und zu dem Drogenkonsum kommen noch die drogenkonsumbedingten Kontakte , die die Jugendl. haben. Diese führen nicht selten zu den ganzen Straftaten.

BiggyM


Melly hat geschrieben:

Zitat
Für mich wäre es schon ein Lösungsansatz, wenn man dafür sorgt,daß eben keine Jugendzentren geschlossen werden,


Dazu kann ich Dir Folgendes aus eigener Erfahrung sagen:

Hier im Norden Berlins gab es seinerzeit eine Jugendeinrichtung Namens "Baracke".
Diese existierte schon etliche Jahre, ich glaube mindestens schon zwei Generationen lang.
Sie bot unheimlich viel Anregung, Abwechslung und Beschäftigung für die Jungen Leute.
Wie: Musikunterricht, Werkunterricht, einfach nur Abhängen war möglich:
Es arbeiteten drei ausgebildete Betreuer dort, die unheimlich "cool" waren, bei den Jugendlichen sehr gut ankamen, und immer ein offenes Ohr für deren Probleme hatten.
Kurz: Es war eine Einrichtung, die auch von uns Eltern, sehr gerne gesehen wurde.

Dann beschloß unser Nord-Berliner Jugendsenator die Baracke zu schließen !

Darauf folgte ein halbes Jahr lang der Kampf von Eltern, Betreuern und Jugendlichen gegen diese Schließung.

Wir demonstrierten, verteilten Flugblätter, sammelten Spenden (Denn es waren ja KOSTENGRÜNDE),führten Gespräche mit den Verantwortlichen.
Wir trafen uns mit ihnen im Rathaus, debattierten stundenlang. Nur:


Um dann durch Insider zu erfahren, daß alles sowieso nichts gebracht hätte., so als

"Wäre in China ein Reissack umgefallen..."

Und letztendlich wurde die "Baracke", für unsere Jugend, geschlossen.

Das dazu, daß man was tun sollte.
Haben wir.
Würden wir auch wieder tun
Aber: Unsere Jugendlichen haben gesehen, daß wir alle machtlos waren.

Es wurden nicht eimal Kompromissvorschläge überdacht, geschweige denn angenommen.

BiggyM

Zitat (Mellly @ 17.01.2007 15:01:22)
Zitat (LaLa @ 17.01.2007 14:33:24)
Ja ich kuck mir die Sendungen auch an sofern ich Zeit habe. Ich finde das ganze super weil strafftaten machen Sie so oder so da bringt nix wenn man vorher was macht. Im nachhinein find ich das viel besser weil da lernen die zu verstehen was Sie angestallt haben und ja. Was bringt das wenn man es vorher macht, Mellly? Man kann ja nicht alle Jugenliche in so eine Erziehungstraning schicken man weiss ja nie welche das was machen und welche nicht. Versteh also darum deine Aussag total nicht.

Deine Aussage finde ich traurig und spiegelt genau das wieder was ich meine..Jugendliche werden von vorneherein als straffällig abgestempelt.."Die werden doch so oder so straffällig"... :wallbash: ...

Und ich meinte auch nie, daß man solche Erziehungsmaßnahmen vorher einsetzen sollte...Du hast mich total falsch verstanden..

Mir geht es um Freizeitprogramme, die den Jugendlichen angeboten werden sollen..Jugendzentren, Jugendsport, Theatergruppen etc...So vermittelt man den Jugendlichen das Gefühl, daß sie auch ein wichtiger Teil der Gesellschaft sind...

@Mellly,
anscheinend hast Du verstanden, was lala meinte. Ich nicht.
Das, was ich da verstehe hört sich allerdings unmöglich an. Da bin ich schon froh, dass das alles sehr wirr ist und ich es nicht verstehe - oder verstehen will. :rolleyes:

@BiggiM...danke für dein Beispiel...und leider kein Einzelfall...sowas kann einen doch wütend machen...Trotzdem finde ich den Einsatz der Eltern toll, auch wenns nichts gebracht hats, leider....Aber noch schlimmer wäre doch gewesen, wenn ihr gar nichts gemacht hättet..So habt ihr wenigstens euren Kindern gezeigt, daß sie euch nicht egal sind, daß man sich für ihre Interessen einsetzt....Ich finde das als Zeichen sehr wichtig...Obwohl streng genommen Scheitern auch eine Sache ist, mit der man lernen muß, umzugehen...


Man sollte sich mal vor Augen halten, dass das nichts mit den "Boot-Camps" aus den Staaten zu tun hat. Ein Army-Drill, wie man es aus den USA kennt, ist da nicht vorhanden.
Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, in der Jugendliche die abgerutscht sind, perspektivlos und/oder vielleicht schon kriminell geworden sind.
Sicherlich stimme ich Mellly zu, es muss bessere Angebote für die Kids geben, Einrichtungen wie Jugendtreffs etc.
Da diese aber meist der städtischen Willkür unterliegen, werden sie häufig geschlossen.
Einrichtungen, wie die des Herrn Kannenberg sind privater Natur. Natürlich gibt es dort teilweise auch staatliche Zuschüsse, es sind aber keine von den Kommunen geführte Institutionen.

Den Kids wird dort gezeigt, dass Aggressionen, die sie gegen Andere aufbringen (in Form von Schlägereien z.B.), oder gegen sich selbst (Rauschmittel etc.) sinnvoller zu nutzen sind.
In dem Fall durch den Boxsport. Den Jugendlichen wird Selbstvertrauen vermittelt, neue Möglichkeiten der Kommunikation miteinander aufgezeigt und Konfliktbewältigung. Ohne damit sich oder Anderen zu schaden.

Sicherlich erscheint es erstmal "anrüchig" wenn dies von einem Menschen durchgeführt und geleitet wird, der aus einem uns inakzeptablen Milieu stammt. Trotzallem sollte man diesen Menschen auch Respekt zollen, die Arbeit die dahinter steckt ist ehrenamtlich, ebenso wie das Errichten dieser Einrichtungen. Es wird größtenteils aus Spendengeldern finanziert.

Das ein Sender wie RTL2 daraus wieder eine Sensationsshow macht, war nicht anders zu erwarten. Wie sonst soll die "Mediengeilheit", und damit meine ich hier niemanden persönlich, sondern allgemein gesprochen, befriedigt werden? Ist doch im Grunde genommen das gleiche Format wie die Nanny, Tauschmuttis etc.
Dort werden Situationen aufgezeigt, die das Interesse der breiten Masse ansprechen.
Ich persönlich habe mir diese Sendung noch nicht angeschaut, muss ich auch nicht wirklich, weil diese Zusammenschnitte von Sequenzen einem sonst ein falsches Bild dieser Einrichungen vermitteln.
Auch die Frage der Threaderöffnerin, wohin man die Kids hin "abschieben" soll?! Es geht dabei nicht um ein "Abschieben", sondern um eine weitere Hilfestellung, sicherlich nicht bei jedem Jugendlichen mit Problemen anzuwenden, aber wenn nur ein kleiner Teil der Kids dadurch eine neue Perspektive im Leben bekommen, dann ist dies doch ein großer Zugewinn.


Habs mir nicht angesehen, aber ne Doku auf RTL 2 kann eigentlich bloß beschissen sein. Das Thema selber hat null Unterhaltungswert. Und dass grade Kids, die schon straffällig geworden sind und bloß Scheiße bauen, geholfen werden muss ist klaro. Denen muss begreiflich gemacht werden, dass das was die so abziehen, nicht geht. Wenn das bei denen ankommt und die lernen, was die bis jetzt nicht drauf haben, Zusammenhalt, anderen helfen, Ehrgefühl, Teamgeist (und nicht bloß Schmiere stehen wenn die Kumpels was anstellen) und auf sich selber stolz sein zu können aus den richtigen Gründen (und nicht "ey krass ey, hab wieder n paar alte Knacker überfallen und heute 3 Mille gemacht, war n voll cooler Tag!"), dann ist was bei denen erreicht.

Von den Boot-Camps halt ich nix. Das ist ne Zwangsentscheidung, entweder Knast oder bloß n Zwölftel der Zeit im Camp. Da wird der Wille gebrochen und bei manchen klappts. Aber bei über 80 % Rückfall wird klar, dass das auf Dauer nix bringt. Da lernen die vielleicht n bisschen Dosziplin wie Ordnung und Sauberkeit, aber das behalten die meisten nicht für ihr Leben.
Werd ich mir also nicht angucken, wenn ich Dialoge oder Szenen nach Drehbuch sehen will zieh ich mir nen Film rein.


Zitat (Gordon Shumway @ 17.01.2007 14:50:53)
P.S.

Wenn man sich anschaut, wieviel Leute mit welchen "Problemen " beschäftigt sind ..(z.b. "In und Out" Fred)...DANN ist ja wohl klar, warum wir DA sind, WO wir sind.... <_<

Sorry, aber was das eine mit dem anderen zu tun hat muss ich jetzt nicht verstehen oder? :blink:

Gesetzt den Fall, die Darstellung dieses Camps ist realistisch, dann find ich immer vor dem Hintergrund: "Sonst kommt der Knast ", solche Camps ganz gut.

Was mich aber an deren Intention zweifeln läßt, ist Folgendes:
Erst Brechen, dann Stärken
Dieser psychologische Ansatz:, ist in meinen Augen schrecklich.
Für am bedenklichsten halte ich den, in Bezug auf Jugendliche Seelen.

Ich bin überhaupt nicht überzeugt davon, daß man einen Jungen Menschen dadurch zur Selbstliebe und Selbstachtung bringt , wenn man ihn im Gegenzug dazu, vor anderen vorführt und lächerlich macht.
Genausowenig ist die Gewalt, die die Jungendlichen dort erfahren, dazu geeignet, gewaltloses Leben zu preferieren.

Ich kann mich nicht damit anfreunden, wenn ich dann sehe, wie die Jungs dort weinen, und vollkommen verzweifelt sind.

BiggyM


Sooo...wird mal wieder Zeit für einen "Erfahrungsbericht".....

Nachdem nach einer "Glatzenparty" (ca. 120 Leute [Regionaltreffen]) der Jugendraum,grade mal dem"Erdboden gleich gemacht" wurde, war das Ende vom Lied, das dieser geschlossen wurde.

Nüü??? also
Von da an, war der Stadtpark das "Zuhause".

Klar, das es da "rund ging"..viele Anwohner trauten sich abends nicht mehr aus dem Haus, stellenweise brannten auch Mülltonnen bei Leuten die aussenrum wohnten...und was da noch so alles kommt!??
Logischerweise,gab es auch keine Intakten Parkbänke b.z.w. Abfalleimer mehr...
Die "Verwüstung" nahm ihren Lauf.

Was tun???

Ich habe mich auf "Ihren" Platz gepflanzt,und habe erstmal so getan, als wäre ich "Inventar"...(zog sich über Wochen hin).DAS hat imponiert.
Dann, hab ich mich dem "harten Kern" genähert (ca 10 Leute) , und auch aus "meinem Nähkästchen" geplaudert...
Es dauerte einige Zeit, da waren wir soweit, das es etwas ruhiger vonstatten ging, und ich Müllsäcke an den "Bankruinen" aufgehangen habe,weil die "Sauerei" nicht sonderlich "schön" war...diese wurden dann sogar benutzt....

Es wurde Winter, und im Park "ungemütlich"...daraufhin, habe ich sie mit heimgenommen,hab mit ihnen bei mir (nach meinen Regeln) gefeiert, und nach und nach (auch durch sehr viele Einzelgespräche),ein langsames Umdenken in gang gesetzt.

Eines Tages lese ich in der Zeitung, das "Jugendliche" eine ungenehmigte Sammlung für einen Jugendraum veranstalteten...Was natürlich wiederum Polizei und Ordnungskräfte mobilisierte, die plötzlich vor meiner Tür standen, weil in diesem Zusammenhang auch mein Name fiel....

Wie sich heraustellte, wollten die Jungs den vergangenen Schaden wieder gutmachen, und den Jugendraum wiederhaben,und weil ihnen früher schon gesagt wurde, das eine weiterführung des Raumes u.a. davon abhängig sei, das eine Aufsichtsperson vorhanden wäre, wurde (ohne mein wissen) mein Name ins Feld geführt....und zwar mit so "freundlichen" Kommentaren ,wie:

Wenn nicht Der!..DANN brennt hier das ganze Viertel!!

Wenn ja!!..dann würden sie selbst dafür sorgen, das im Park auch für andere keine Anlaufstelle mehr für "Austoben" wäre....

Tja!!! von da an herrschte Ruhe, die NAchbarn, die mich vorher für bekloppt erklärt hatten,gewannen plötzlich eine völlig neue "betrachtungsweise", was mich und die Jungs anging.

Und wenn ich dann mit den Buben (obwohl auch Mädels dabei waren) Grillabende im freien (mit Zelten ect.) veranstalltet habe, dann schleppten die auch ihre eigenen Müllsäcke mit, und räumten alles weg (und auch das, was andere schon vor vergangenen Zeiten in freier Wildbahn entsorgt hatten)....

Es war ein langer Weg, aber von den ca.10, sitzt heute nur einer im Knast, und das wegen "Steuerhinterziehung" rofl rofl


Und @ Lion

Zitat
Sorry, aber was das eine mit dem anderen zu tun hat muss ich jetzt nicht verstehen oder?


Nöö!!! "Mußt" Du nicht!!!
Im Grunde bedeutet die Aussage lediglich: " Würden die Leute sich nicht mit einem
"IN: Brave Jugendliche"
"Out": Böse Jugendliche"

zufrieden geben, sondern was tun, dann sähe es in diesem LAnd anders aus.

Und ansonsten ist es ja auch für die "Braven, Braven," so einfach, die Verantwortung für das "Elend" der Welt, immer auf andere abzuschieben....

Im Grunde genommen, genau dieselbe "Ausrede" wie die ,die die Jugendlichen benutzen....!!!!

Immer sind die anderen schuld!!!

Ich kann dazu nur sagen:

JEDER und ALLE sind schuld..!!!! So das man sieht aus. (der Rest ist irgendwie Verlogen.)

Zitat (Kalle mit der Kelle @ 17.01.2007 19:35:36)
Habs mir nicht angesehen, aber ne Doku auf RTL 2 kann eigentlich bloß beschissen sein. Das Thema selber hat null Unterhaltungswert. Und dass grade Kids, die schon straffällig geworden sind und bloß Scheiße bauen, geholfen werden muss ist klaro. Denen muss begreiflich gemacht werden, dass das was die so abziehen, nicht geht. Wenn das bei denen ankommt und die lernen, was die bis jetzt nicht drauf haben, Zusammenhalt, anderen helfen, Ehrgefühl, Teamgeist (und nicht bloß Schmiere stehen wenn die Kumpels was anstellen) und auf sich selber stolz sein zu können aus den richtigen Gründen (und nicht "ey krass ey, hab wieder n paar alte Knacker überfallen und heute 3 Mille gemacht, war n voll cooler Tag!"), dann ist was bei denen erreicht.

Von den Boot-Camps halt ich nix. Das ist ne Zwangsentscheidung, entweder Knast oder bloß n Zwölftel der Zeit im Camp. Da wird der Wille gebrochen und bei manchen klappts. Aber bei über 80 % Rückfall wird klar, dass das auf Dauer nix bringt. Da lernen die vielleicht n bisschen Dosziplin wie Ordnung und Sauberkeit, aber das behalten die meisten nicht für ihr Leben.
Werd ich mir also nicht angucken, wenn ich Dialoge oder Szenen nach Drehbuch sehen will zieh ich mir nen Film rein.

Ich sehe das genau so, wie Kalle. Leider fehlt mir bei solchen Maßnahmen immer die Nachbetreuung. Die Jugendlichen werden für einen bestimmten Zeitraum getrimmt und eng begleitet... Und danach? Zurück in den Alltag... 80% Rückfallquote spricht für sich. Natürlich kann man die 20% die nicht rückfällig werden durchaus als Erfolg werten, für die diese Maßnahme auch scheinbar sinnvoll war.

Es gibt halt wie immer 2 Seiten der Medaille und für manche Jugendlichen ist dies bestimmt eine gute Möglichkeit, den Schritt in ein geregeltes Leben wieder zu finden.

Von diesen Erziehungscamps, halte ich nicht viel. Wohl wird da den Jugendlichen mehr Aufmerksamkeit gegeben, als viele vor ihren Straftaten je hatten. Aber was sie dort lernen sollen, geschieht unter massivem Zwang.
Deshalb denke ich, ist bei vielen diese Maßnahme zum Scheitern verurteilt. Die sogenannte Einsicht geschieht aus Angst und nicht aus eigener Überzeugung, was aber sehr wichtig wäre, damit sie endlich ihren eigenen Wert erkennen.
Sie sollten motiviert werden, aus sich selbst heraus, an ihrem Leben etwas ändern zu wollen. Man muß sie begeistern für eine Sache, dann nehmen sie vielleicht auch mal einen Rat an.
Aus einem solchen Camp entlassen, stehen sie ihrem Leben nicht viel anders gegenüber als vorher. Dann fällt der Drill weg und viele fallen schnell wieder in ihre alten Gewohnheiten.


hab die sendung auch schon mal angeschaut und muss sagen,das viele jugendlichen dort lernen was ihre eltern verpasst haben ihnen zu lernen!!ich finde es nicht zu hart,den die realität im leben sieht nun mal ander,s aus,als viele denken!!heutzutage ist es sehr schwierig einen weg für unsere kid,s zu finden,aber eine gesunde konsequenz(keine schläge)und das sie ihre pflichten und regeln einhalten müssen,hat noch niemanden geschadet!!viele eltern verpassen es,da sie entweder berufstätig oder geschieden sind und das gefühl haben man könne sie mit matteriellen abspeissen!!will nich alle in einen topf werfen,da es von vielen die situation nicht erlaubt bei ihren kindern zu sein,aber auch in meinen umkreis bleiben solche kinder auf der strecke und fangen früh an sich zu behaupten,da ihnen der ansprechpartner fehlt,sodass sie ihre aggressionen dort abbauen,wo sie in einer gruppe die bestätigung finden oder einen schwächeren drücken können!!
auserdem können sie ja nicht mehr viel unternehmen,da ja überall das ordnungsamt herumschleicht und sie verjagt oder ihenen bussen aufbrumt!!
verbote reizen um sie zu erobern!!!war schon so und wird immer so sein!!!lieber in so eienem camp als im knast,da sie meiner meihnung nach dort noch tiefer rutschen und absolut keine perspektive mehr haben!!!

l.g.:blumenelfe :blumen:


"Bei uns wird nicht verhandelt" "Es gibt keine Kompromisse"...Das sind nur zwei Sätze die in so einem Camp fallen. (Ich habe nur den Ausschnitt in der Werbung gesehen)...Sorry, aber wer solche Sätze verwendet und sich dann auch noch Pädagoge nennt, hat für mich nen absoluten Schuß weg und absolut keine Ahnung von Erziehung!!!

Was wird den Kids denn dort vermittelt?

1.) Es ist schwachsinnig sich in Argumentation zu üben, denn der Stärkere (in diesem Fall die Campleitung hat eh immer Recht..)

2.) Damit ich nicht bestraft werde, muß ich mich ruhig verhalten und unterbuttern lassen

3.) Ich bin schwach und nichts wert.

Ja vielen Dank!!! Wer bitte möchte denn so von euch seine eigenen Kinder erziehen????

Die Jugendlichen werden dort in ihrem Willen gebrochen, mehr nicht! Wer das Erziehung nennt, hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Die Jugendlichen lernen nur eins: Der stärkste und Härteste ist der Gewinner, hat das Sagen.


Find ich normalerweise auch daneben, aber sind das nicht Kids, bei denen alles andere schon versagt hat und die auch nicht für Vernunft und Argumente zugänglich sind? Habs nicht gesehen, mein aber sowas mal in der Werbung gesehen zu haben.
Grade bei denen hört man oft, dass das was total Neues für die ist, wenn die merken die habens mit nem Stärkeren zu tun, der sich von denen nix bieten lässt und genau die gleichen Methoden anwendet wie die, also keine Rücksicht, keine Diskussion, immer drauf auf die Schwächeren, und das sind die dann eben mal. Das ist dann das Umkehren von Rollen, die sind jetzt das "Opfer" und haben noch Glück, dass das mit Kalkül passiert und die sich da selber wieder rausholen können und die Typen, die da so mit denen umspringen, das nicht für sich machen, um ihre eigene Macht zu zeigen, sondern um klarzustellen, dass jetzt Schluss ist mit lustig.
Wie gesagt, ich habs nicht gesehen, hab keinen Dunst was genau da abgegangen ist, aber da das ne Doku ist wirds da auch Drehbücher geben, die möglichst viel Action und Spannung zeigen sollen. Da wird auch nicht alles wahr sein, was man da sieht.


Naja, wenn man bedenkt, warum sind die denn so geworden? Weil sie in ihrer Familie wahrscheinlich wenig Anerkennung bekommen haben, geschweige denn Liebe und Akzeptanz...Und jetzt sollen sie deswegen auch nochmal so büßen?

Nee ich halte von solchen Camps überhaupt nichts!..Klar, mit Rumgetätschel kommste auch nicht weit aber es gibt doch echt andere Möglichkeiten, wie man das Selbstwertgefühl dieser Jugendlichen steigern kann. (Denn bei aller Härte, was die an den Tag legen, ich denke, genau daran mangelt es ihnen...)

Doch leider fallen ja Musikprojekte, Kunstprojekte, Theaterprojekte die es schaffen Jugendlichen einen Sinn zu gegeben, sie zu beschäftigen als erstes Sparmaßnahmen seitens der Politik zum Opfer. Tja, und dann werden solche Drillcamps medienwirksam herbeigeschworen als einzige Rettung für die achso bösen Jugendlichen...Nee, das ist Vermarktung auf Kosten derer, mehr nicht...

Die Fernsehsender sollten die Einschaltquoten sinnvoll in Jugendprojekte stecken, aber das ist wohl nur ne verträumte Illusion

Bearbeitet von Mellly am 21.02.2007 00:01:21


Ist ja leider nicht so, dass bloß Kids, die von klein auf beschissen behandelt worden sind, so drauf sind. Die einen kommen aus nem guten Elternhaus, die anderen nicht, und auch Typen, die mit gewalt und sowas aufgewachsen sind, werden ja nicht automatisch auffällig, kriminell oder sowas. Da gibts eben keine Regel: Irgendwas ist so oder so, dann kann das Ergebnis bloß das und das sein.
Und so cool auch solche Gemeinschaftsprojekte sind, die sind ja nicht der erste Schritt. Dafür muss sich jemand erst mal begeistern und den Willen zeigen, da mitzumachen, sich einzubringen und mit anderen zusammenzuarbeiten, auch zu lernen, und die Voraussetzungen sind nicht bei jedem da.
Professionelle Fernsehsender sind keine Wohltäter, die wollen alles bloß eins: Quoten und Marktführer sein. Klaro haben die auch irgendwelche Galas und Projekte, aber die sind bloß am Rande dafür da. Ziel isses bloß, Aufmerksamkeit zu kriegen, grade bei den privaten, und dafür ist den meisten fast jedes Mittel recht.
Wieso bringen die sonst bloß Formate, bei denen Quoten garantiert sind? Big Brother ist das letzte Kack, aber erfolgreich. Und darauf kommts denen an. Wenn Bücherdiskussionen mehr Quoten bringen würden, hätten die die 24/7 im Programm.
Kann ich auch auch an nem anderen Beispiel zeigen: Vor 10-15 Jahren oder so gabs auf mehreren Musiksendern fast bloß Musik, mal ne Kinosendung dazwischen und n bisschen Werbung. Bin in der Zeit immer mehr auf Metal aufmerksam geworden und hab mir die Nächte um die Ohren geschlagen, um abends die Sendungen mit dieser Mucke zu gucken, tagsüber kam das kaum. Das wurd immer weniger, weil die Zielgruppe 1. einfach nicht groß genug ist (mit anderen konnte man mehr Quoten machen) und 2. Metal noch nie n großer Markt war im Vergleich zu den anderen. Die Sendezeiten wurden immer beschissener, die Sendungen kürzer, wurden umgestaltet, auf andere Plätze gelegt und schließlich ganz geknickt.
Aber groß im Rennen auf den Musik (man sollte sich das Wort mal im Ohr zergehen lassen) -sendern sind Werbung, Call in-Shows, Dating-Kack, Styling-Shows und und und, Musik kriegste fast bloß noch von irgendwelchen Castingbands. Das ist da alles sowas von tot. Ist aber genau das gleiche Prinzip wie bei den anderen Sendern auch, es wird das gesendet, was die meiste Kohle bringt. :labern: :labern: :labern: :labern: :labern: :heul: :heul: :heul:

Bearbeitet von Kalle mit der Kelle am 21.02.2007 00:17:55


:lol: :lol:

Schreibe nicht so gerne wie Kalle :lol:

Francis ;)


Zitat (Kalle mit der Kelle @ 21.02.2007 00:16:40)
Ist ja leider nicht so, dass bloß Kids, die von klein auf beschissen behandelt worden sind, so drauf sind. Die einen kommen aus nem guten Elternhaus, die anderen nicht, und auch Typen, die mit gewalt und sowas aufgewachsen sind, werden ja nicht automatisch auffällig, kriminell oder sowas. Da gibts eben keine Regel: Irgendwas ist so oder so, dann kann das Ergebnis bloß das und das sein.

Das stimmt schon, wollte auch nicht den Eindruck hinterlassen, daß alle diese Kids nen schlechtes Elternhaus haben. Da spielen schon noch ne Reihe andere Faktoren eine Rolle...aber oft spielt eben mangelnde Akzeptanz im sozialen Umfeld eine große Rolle. Verallgemeinern darf man natürlich nicht, da hast vollkommen recht.

Und wieder ein neues Camp ! Diesmal im "wilden Westen".
Aber was soll denn das : Da müssen die ihre Piercings rausmachen. Die haben die Campleiterin gezeigt, wie die dem einen Mädchen, mit einer Zange im Gesicht rumfummelte, um das Piercing zu entfernen !

Wo ist denn da die Menschenwürde ?
Das grenzt ja an Körperverletzung !
Wie sollen die denn ein besseres Selbstbewußtsein bekommen, wenn die so geknechtet werden ?

Da können die ja froh sein, wenn keiner tätowiert ist, oder ? Was wäre denn dann ? :ph34r:


LG BiggyM


Oh nein, du hast es geguckt? Jetzt haben die mit deiner Hilfe ihre Quote erzielt, schäm dich. :angry: Ich persönlich weigere mich, von dieser Sendung auch nur fünf Minuten zu gucken, weil ich diese Form von "Unterhaltung" nicht unterstützen will. Ernsthaft, wenn die damit Erfolg haben, machen andere Sender es wieder nach. Dann werden noch MEHR Jugendliche zur Schau gestellt, blamiert, psychisch fertig gemacht und die Eltern denken sich "Super, wir brauchen unsere Kinder nicht zu erziehen, wir können sie ja einfach zum Fernsehcamp schicken, wenn sie uns nicht einwandfrei gehorchen.". Ich bitte euch inständig, Leute: Macht diesem Treiben ein Ende, bevor es so weit kommt! :(


Zitat (BiggyM @ 22.02.2007 23:44:09)
Und wieder ein neues Camp ! Diesmal im "wilden Westen".
Aber was soll denn das : Da müssen die ihre Piercings rausmachen. Die haben die Campleiterin gezeigt, wie die dem einen Mädchen, mit einer Zange im Gesicht rumfummelte, um das Piercing zu entfernen !

Wo ist denn da die Menschenwürde ?
Das grenzt ja an Körperverletzung !
Wie sollen die denn ein besseres Selbstbewußtsein bekommen, wenn die so geknechtet werden ?

Da können die ja froh sein, wenn keiner tätowiert ist, oder ? Was wäre denn dann ? :ph34r:


LG BiggyM

Hab da mal reingeguckt und sofort weitergezappt, als ich feststellte, daß zwar diese Psychotuse Ringe und Uhr trägt, aber von den Kindern verlangt, SÄMTLICHEN Schmuck abzulegen (das ist primär okay, solange man selbst ein Vorbild ist und ohne Klimperkram herumläuft. Für die Entfernung von Piercings bedarf es mehr, als eines sauberen Seitenschneiders...).

Langsam glaube ich auch: es ist doch bloß TV.... -_-

Hallo fnü,

Ja, ja, wenn, wenn, wenn keiner Auto fahren würde...
keiner BZ lesen würde...
keiner Bild lesen würde...
keiner Frau im Spiegel lesen würde...
keine Mutter rauchen würde...
keine Fabrik Qualm in die Luft pusten würde...
und, und, und....
Dann sag mal Bescheid, ab wann es wirkt.

Aber mal zum Thema :
Ich wollte diese Sendung nicht sehen, habe ich auch nicht.
Ich guckte Stern-TV mit Jauch, EIGENTLICH. Da kam dann dieser Beitrag vor.
Und diese Campleiterin war Gast bei Jauch.Der hat sie aber auch ziemlich distanziert betrachtet.
Das dazu.


Zitat (fnü @ 23.02.2007 02:16:46)
Oh nein, du hast es geguckt? Jetzt haben die mit deiner Hilfe ihre Quote erzielt, schäm dich. :angry: Ich persönlich weigere mich, von dieser Sendung auch nur fünf Minuten zu gucken, weil ich diese Form von "Unterhaltung" nicht unterstützen will. Ernsthaft, wenn die damit Erfolg haben, machen andere Sender es wieder nach. Dann werden noch MEHR Jugendliche zur Schau gestellt, blamiert, psychisch fertig gemacht und die Eltern denken sich "Super, wir brauchen unsere Kinder nicht zu erziehen, wir können sie ja einfach zum Fernsehcamp schicken, wenn sie uns nicht einwandfrei gehorchen.". Ich bitte euch inständig, Leute: Macht diesem Treiben ein Ende, bevor es so weit kommt! :(

Noch so ne urban myth: Solange ihr keine Boxen habt, die an eure Glotzen angedockt sind, isses sowas von latte, was ihr guckt, das fließt nicht in die Quote ein, da nehmen bloß ausgewählte Haushalte dran teil.

http://de.wikipedia.org/wiki/Einschaltquote


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