Herzschwäche: bei älteren Menschen


Hallo, ich habe mal eine Frage. Mein Papa, 77, wurde letzte Woche ins Spital eingeliefert, weil er durch seine Herzschwäche so viel Wasser in den Beinen hatte, dass Wasser links bei den Zehen rausgekommen ist und er ganz offene Zehen hatte. Jetzt, nach einer Woche Entwässerung, sind die Beine immer noch ganz dick und rot und geschwollen. Besonders der rechte Fuss schaut schlimm aus. Er kann überhaupt nicht auftreten. Hat jemand hier Erfahrung, wie so eine Geschichte weitergehen kann ? Gibt sich das mit der Zeit, oder bleibt das eventuell so ?


Nein, von alleine geht das nicht weg. Diese herzinsuffizienz kann man behandeln und so verbessern, ganz "weg" kriegt man die glaube ich nicht.... aber da frag besser noch mal den behandelnden Kardiologen.
Die Ödeme kann man gut behandeln. Sag deinem Vater, er soll zu einem Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung in Lymphdrainage gehen. Alles Gute :blumen:


Dazu kann man so nicht viel sagen. Die Frage ist, was die Ärzte wie therapieren wollen. Die Herzschwäche ist das grössere Problem, das Wasser kriegt man mit Medikamenten einigermassen in den Griff, wenn es gut läuft.


Zitat (murphy @ 28.01.2007 19:02:47)
Dazu kann man so nicht viel sagen. Die Frage ist, was die Ärzte wie therapieren wollen. Die Herzschwäche ist das grössere Problem, das Wasser kriegt man mit Medikamenten einigermassen in den Griff, wenn es gut läuft.

Hi, Loretta,
einerseits muss man das Wasser (Ödem, nicht Lymphödem) zur Entlastung des Herzens ausschwemmen, gleichzeitig ein Herzstärkungsmittel verordenen, somit wird er bald wieder auf die Beine kommen, (apropos: Dein Vater hat ja zu Hause lange abgewartet, bis es so schlimm wurde!).

Ich habe eine Herzsschwäche. Dadurch hatte und habe Wasser im Bauch und in den Beinen. Ich lag 3 Wochen im Krankenhaus. Mein Gewicht war bei der Einlieferung 89 kg.
Durch Medikamente wurden ca. 21 Liter Wasser dem Körper entzogen. Ich muss weiter Medikamente nehmen und mich jeden Morgen wiegen. Das Gewicht soll möglichst stabil bleiben. Durch die wechselnde Dosierung der Medikamente kann ich die Ausschwemmung des Wassers regulieren. Man gewöhnt sich dran. Lästig ist nur der vermehrte Harndrang.


Zitat (Krakima @ 13.02.2007 20:17:03)
Ich habe eine Herzsschwäche. Dadurch hatte und habe Wasser im Bauch und in den Beinen. Ich lag 3 Wochen im Krankenhaus. Mein Gewicht war bei der Einlieferung 89 kg.
Durch Medikamente wurden ca. 21 Liter Wasser dem Körper entzogen. Ich muss weiter Medikamente nehmen und mich jeden Morgen wiegen. Das Gewicht soll möglichst stabil bleiben. Durch die wechselnde Dosierung der Medikamente kann ich die Ausschwemmung des Wassers regulieren. Man gewöhnt sich dran. Lästig ist nur der vermehrte Harndrang.

:mellow:

@ Krakima

muß Dir zustimmen, hatte die gleichen Probleme mit Wasser, aber in der Lunge.

Wasser ist weg, muß aber die Sache mit Tabletten regeln. Nachts alle 2 Stunden zur Toilette und das seit 7 Jahren! Jeden Tag in der früh wiegen und auch Gewicht halten.

Herzlich willkommen in Club !
:(

Ich bekomme "Provas 160 maxxx". Da meine Pumpe durch 20 Jahre reine Nachtschicht auch angeschlagen ist, nehme ich dieses Medikament zur Entwässerung und zur Herzstärkung. Ist zwar nicht ganz billig (98 Pillen ca. 120 Eus, also pro Rezept 10 Eus), aber ich fühle mich deutlich wohler. Ich komme Treppen wieder hoch, kann in der Werkstatt arbeiten, ohne gleich aus der Puste zu sein, kann auch wieder auf einen Berg kraxeln. Das Einzige, was stört, ist, dass ich morgens 4-5 mal p.......... muss. Aber da gewöhnt man sich dran.

Der Vater sollte sich als Erstes von einem guten Kardiologen behandeln lassen, Dann Lympfdrainage machen lassen. Da wird das Wasser mit sanften Massagen aus den Beinen massiert.

Gruß

Abraxas


Zitat (Abraxas3344 @ 18.02.2007 20:57:42)

Der Vater sollte sich als Erstes von einem guten Kardiologen behandeln lassen, Dann Lympfdrainage machen lassen. Da wird das Wasser mit sanften Massagen aus den Beinen massiert.


Hi, Ambraxas,
ist der Kardiologe echt gut, geht das Wasser (wieso Lymphe?) aus seinen Beinen auch ohne mechanische Hilfe heraus!

Ja hast Recht, ist ja kein LYMPHödem... Naja, bei Wasser helfen echt am besten Medikamente. Massagen können das noch unterstützen.


Eins mal vorweg: Herzinsuffizienz ist kein Problem von Senioren, denn ich habe es schon seit Jahren und bin gerade erst mal 42 Jahre. Und warum müsst ihr nachts und morgens mehrfach aufs Klo? Ich muß die Entwässerungstabletten nur am morgen und am mittag nehmen. Somit lässt der Harndrang zum abend hin nach. Weiterhin wurde meine Flüssigkeitszufuhr auf 1,5 Liter am Tag begrenzt. Um weitere Wassereinlagerungen vorzubeugen ernähre ich mich salzarm (max. 5g/Tag, entspr. etwa 1 TL). So ist die Vorgabe der Ärzte in der Schweiz.

Auch ich hatte ziemlich viel Wasser in der Lunge (dachte dabei nie an ein Herzproblem) und später auch in den Beinen und Füssen sowie im Oberbauch. Atemnot und Panikatacken wegen möglicher Erstickungsanfälle waren an der Tagesordnung. Liegend schlafen ging gar nicht mehr.

Um das Herz zu entlasten enthält mein Drogencocktail unter anderem Entwässerungstabletten, dann Blutverdünner, Blutdrucksenker und Stressblocker. Übernächste Woche hab ich den großen Check, da werden wir sehen ob es was genützt hat...

Bearbeitet von matoday am 17.04.2012 03:17:06


Willkommen hier! :blumen:
Gut, dass Du darauf hinweist, dass es nicht nur ein Seniorenproblem ist, denn die Symptome werden sicher nicht immer alle von den Betroffenen zusammenhängend wahrgenommen - und sie gehen deshalb nicht von sich aus zum Arzt.


Bei meinem Mann (56Jahre) wurde vor knapp 3Jahren eine Herzinsuffizienz
festgestellt.
Die Herzleistung liegt bei 25Prozent.

Die ersten 1,5Jahre musste er täglich 1 Wassertabletten einnehmen.
Da er sie nicht vertragen hat…ihm war ständig schwindlig…wurden sie abgesetzt.

Anfangs hatten wir sehr große Bedenken deswegen, doch zum Glück haben sich bis zum heutigen Tag keine Wasseransammlungen gebildet.

Sein Gewicht kontrolliert er täglich und sollte sich dies innerhalb von 2Tagen verändern, dann heißt es ab ins Krankenhaus.

LG Lija


Zitat (Dena @ 24.02.2007 22:20:11)
Naja, bei Wasser helfen echt am besten Medikamente. Massagen können das noch unterstützen.

Hi, Dena,

und wie das bei den Krankenkassen (GKV) so ist, ist Wirschaftlichkeit in der Therapie angesagt: Ausreichend, notwendig und zweckmäßig sind die sozialgerichtlichen Vorgaben.

Ausschließlich Diuretika sind also bei Ödemen (in den Beinen) ausreichend, auch notwendig zur Entlastung des (rechten Anteil des )Herzens ("Nachlast") und ausgesprochen zweckmäßig ( =effektiv). Wozu also teure Massagen?

Bei Lymphödemen wäre das so nicht der Fall.

Zitat (Lija @ 17.04.2012 23:39:45)
Bei meinem Mann (56Jahre) wurde vor knapp 3Jahren eine Herzinsuffizienz
festgestellt.
Die Herzleistung liegt bei 25Prozent.

Hi Lija,
wie wäre es mit Sport für deinen Mann in einer niedrigen Belastung von 50 Watt, um die Herzkraft trainigsmäßig (75 ...100 W) zu steigern?

PS.: Ich betreue eine Herzgruppe. Dort sind Sportler dabei, die auch eine "LVEF von unter 60 %" haben. Und die werden im Laufe der Jahre immer leistungkräftiger, wobei wissenschaftlich betrachtet, Gefäßneubildungen am Herzen entstehen.

Hallo Micheal,

meinem Mann wurde von den Ärzten in der Reha empfohlen, auf Sport zu verzichten, da er bei der geringsten Anstrengung an Atemnot leidet.

An welche Art von Sport dachtest Du denn?

LG Lija


Zitat (Lija @ 22.04.2012 15:29:51)
An welche Art von Sport dachtest Du denn?


Hi, Lija

ich dachte schon gezielt an den Herzsport, weil der so ziemlich - neben TaiChi - die einzige Bewegungsform ist, die quasi mit "gebremstem Schaum" arbeitet:

Noch in der Kardiologie-Reha hantiert man mit der "Hockergymnastik", eine sitzende Bewegungsmaßnahme mit nur geringer Belastung von 25 Watt, stets pulskontrolliert. Und das wird innerhalb von 3 - 6 Wochen vorsichtig unter ärztlicher Aufsicht gesteigert.

Wichtig ist, dass ein eventuell erhöhter Blutdruck gut eingestellt (< 139/84 mmHg) ist, die Lungenfunkton in Ruhe gut arbeitet (FEV 1 > 90 % d. Norm) und das Herz nicht zu einer "obstruktiven Kardiomyopathie" (LVEF < 50%) umgeformt ist. Das alles kann man beim Kardiologen/Pulmologen abchecken.

Die gewöhnlich von Sportvereinen angebotenen ambulanten, wohnortnahen, berufsbegleitenden Rehabilitationsmaßnahmen arbeiten dann mit ( pulskontrollierten) 50 Watt-Belastungen (Übungsgruppe) für ca. 2 Jahre weiter , auf ärztliche Anordnung eventuell länger, bis hin zur Steigerung auf 75 Watt (Trainingsgruppe).

Wäre doch gelacht !
By the way, es gibt auch Männer, die sagen, der Arzt habe dies und das verboten und jenes erlaubt. Wer ist den schon bei einem 4-Augen-Gespräch dabei? In den sehr ausführlichen dem Hausarzt zugeleiteten Reha-Berichten stehen zum Glück alle Empfehlungen schwarz auf weiss drin.

Bearbeitet von micheal am 23.04.2012 09:08:20

Hallo Micheal,

vielen Dank für Deine Antwort.

Schon in der Reha durfte mein Mann, nachdem er zweimal einen Zusammenbruch während des Sportunterrichts hatte, nicht mehr daran teilnehmen.

Den einzigsten Sport, den mein Mann täglich macht, ist das dreimalige Gassi gehen mit unseren Hund…und oft ist der danach so fertig, dass er sich hinlegen muss.

Wir werden bei der nächsten Untersuchung den Kardiologen auf das Thema Sport ansprechen…mal schauen, was er empfiehlt.

Liebe Grüße Lija



Kostenloser Newsletter