Frischfleisch-Mengen für Hunde: Wer kann mir helfen?


Hallooo Muttis, ich bin wieder hier...
hatte eine stürmische Zeit hinter mir, auch weil mein Hund ins Auto gerannt ist! Daher die Absenz.

NUN...
Ich möchte meinem Hund 1x oder 2x pro Monat Frischfleisch verfüttern.
Ich habe nun ein tolles Trockenfutter (Marengo) gefunden, was eigentlich ausreicht. Mein LabradorX hat aber auch sehr gerne Knochen & Co. und ich möchte ihm das nicht verwehren.
Nur, ich krieg überall unterschiedliche Mengenangaben, welche mich verunsichert, was ich jetzt wirklich kaufen/geben soll. Dass ich das Fleischleckerbissen mit Marengo-Country ausgleichen werde ist mir klar. Marengo selber empfiehlt 300g Fleisch mit 300g M-Country. Andere wiederum Fleischknochen bis 1,5kg??!!
Mein Prachtskerl ist bereits 39kg (nicht übergewichtig, des ist normal) und grade mal 11 Monate alt, also noch im Wachstum.

Hat jemand Erfahrung????
und kann mir jemand weiterhelfen???

Schon im Voraus viieellen Dank. :blumenstrauss:

Bearbeitet von teacat am 08.02.2007 14:25:51


Die allgemeine Regel ist, dass der Hund ca. 2% seines Körpergewichts pro Tag an Frischfleisch benötigt. Das würde bei deinem Hund als ca. 780-800 Gramm Fleisch ausmachen.
Bei sehr aktiven Hunden rechnet man 3-4%, bei Welpen sagr bis zu 10%

Bei Knochen muss man anders rechnen, da sie ja nicht vollständig vom Hund gefressen werden, sondern lediglich die knorpeligen Stücke und das vorhandene Fleisch runtergekaut wird.

Wenn Du aber eh nur ein oder zwei Mahlzeiten im Monat frisch geben willst, würde ich nicht so viel rumrechnen. Die Frage ist, ob man dem Hund (und seiner Verdauung) damit einen Gefallen tut.
Bedenken sollte man, dass man Trochenfutter und Frischfleisch nicht als gemeinsame Mahlzeit gibt, da Fleisch wesentlich schneller verdaut ist.


Vielen Dank für die Antwort, das hilft schon weiter...

Er hatte schon mal einen Knochen mit Fleisch und scheint ihm gut zu tun. Also keine Verdauungsbeschwerden. Ich muss natürlich fortwährend beobachten und es wäre schön, wenn er weiterhin keine Probleme damit hat.

Deine Bedencken wegen dem Trockenfutter, kann ich Dich beruhigen. Ich hatte vor, am Morgen das Fleischstück zu geben und am Abend entweder gar nichts oder dann die Gemüsekroketten (Marengo-Country).

Hat jemand Einwendungen?


So wie Du hab ich auch rumgerechnet, als ich meinen ersten großen Hund bekam, weil ich ja nichts verkehrt machen wollte. Bis ich einen interessanten Hundezüchter (Schäfer) kennenlernte. Der betreibt das schon Jahrzehnte lang, macht sogenannte Hunde-Walks (mehrtägige Wandertouren mit Hund und Herrchen) und bildet Hunde aus. Also jemand, dem ich bezüglich Hundekenntnis traue.

Er füttert nach dem Energiebedarf der Hunde. Das heißt, ist der Hund mehr in Bewegung, bekommt er energiereicheres Futter. Im Winter braucht er auch mehr als im Sommer. Jüngere Hunde haben mehr Bedarf als Ältere, Hündinnen etwas mehr als Rüden. Was er gar nicht macht, da hat er mich ausgelacht, ist, den Hund immer zu einer bestimmten Zeit zu füttern. Für ihn ist wichtiger, daß der Hund nach dem Fressen ein bis zwei Stunden Zeit hat, in Ruhe zu verdauen. Er beobachtet den Kot der Hunde. Wie bei Menschen auch kann es manchmal zu Unverträglichkeiten kommen. Ein Hund ist dann ausreichend ernährt, wenn man die Rippen unterm Fell noch gut spüren kann.

Ich schreib Dir mal die Notizen rein, die ich mir damals gemacht hab.

Trockenfutter: normales Trockenfutter, kein Spezielles außer der Hund hat Allergien, von Fütterungsempfehlung 10-20% abziehen
Frischfleisch: wird schnell verdaut, im Sommer bevorzugt füttern; 3-4mal die Woche ok, allerdings nicht mehr als 500-800g pro Mahlzeit je nach Größe und Alter des Hundes; durchwachsenes Fleisch, aber wenig Speck und Schwarten; niemals direkt aus dem Kühlschrank verfüttern, lieber einen Tag liegen lassen (Anm.: der Hund soll nicht mehr ganz so "frisches" Fleisch viel besser verdauen können, allerdings laß ich das lieber, weil es nicht sehr angenehm riecht)
Knochen: nicht mehr als einmal die Woche; angekochtes Gemüse dazu reichen und viel Wasser; niemals Geflügelknochen füttern
Gemüse: Gemüse nur ankochen, soll bißfest sein; keine Zwiebeln, kein Lauch, sehr wenig Kohl und Bohnen; ein wenig Gemüse zu jeder Mahlzeit, wenn es geht
Mischfutter: Kartoffeln, Nudeln, Reis, Haferflocken; zum Trockenfutter zumischen und Trockenfuttermenge entsprechend reduzieren; nie mit Salz kochen; zum Knabbern hin und wieder trockenes Schwarzbrot (keine Semmeln oder Toast)
einmal pro Woche ein Ei (ohne Eiweiß), zwei EL Olivenöl oder etwas Buttermilch übers Futter geben
Verboten sind: Salz, Zucker, Schokolade, scharfe Gewürze, Frischmilch, Sahne, Butter, Wurst, gegrilltes oder gebratenes Fleisch, Abfälle vom Tisch

Nach diesem Prinzip füttere ich schon seit Jahren und bin sehr angetan. Der Kot ist gleichmäßig fest und kaum "riechbar". Wir haben viel weniger Durchfall oder sonstige Verdauungsbeschwerden als andere Mitglieder im Hundeverein. Wenn es im Sommer sehr heiß ist, bekommt er sein Fressen erst am Abend. Im Winter ist die Futtermenge etwas größer, die gibt es dann meist auf zwei Mahlzeiten verteilt. mein Hund ist viel draußen, da braucht er winters schon mehr Energie. Wichtig ist, daß Du Deinen Hund genau beobachtest, egal, was und wie Du fütterst. Nicht jeder Hund ist gleich.


Du kannst das Frischfleisch z.b. mit Babygläschen (Gemüse/Obst) und/oder mit wenig Salz angerührtem Kartoffelpüreepulver geben.
Wenn du das nur 1-2 mal im Monat gibst musst du dir über Suplimentieren eh keine Gedanken machen.
Das Marengo Country hat soviel Getreide drin, muss nicht sein :)



Kostenloser Newsletter