Ungebetener Hundebesuch: was tun?


Hallo Leute,

wir wohnen auf einem Bauernhof, draussen auf dem Lande (nicht in Deutschland). Wir selber haben ëinen sehr alten Hund (Spitz), eine Boarder Collie Hündin und eine kleine Pudelmixhündin. Unsere Hunde laufen auf dem Hof frei rum, halten sich allerdings auch auf dem Hof, dh. sie laufen nicht bis zu den Nachbarn. Der Spitz pennt fast nur den ganzen Tag und die 2 Hündinnen sind sehr heimbezogen.
Mein Mann und ich sind auch fast immer daheim.
So, nun haben wir in der Nähe einen Nachbarn, der hat 2 Hunde. Der Mann ist öfter in Therapie und die Frau hält sich andauernd im Ausland auf. Wir haben keinen Kontakt zu diesen Leuten, aber wenn man sich mal zufällig trifft, dann grüsst man sich halt freundlich, aber das war es auch schon.
So, nun zu MEINEM Problem, denn es scheint, als habe NUR ICH ein Problem mit dieser Situation. Diese Nachbarn haben zwei Hunde. So Boarder Mischlinge. Einer der beiden Hunde ist eher ein Schisser und der läuft auch weg wenn ich ihn ausschimpfe, der andere ist ein wenig bulliger von der Statur her und ein totaler Sturrkopf. Da diese Nachbarn halt nie da sind, faehrt eine andere Nachbarin da jeden Morgen hin und laesst die Hunde raus. Die streunern dann jeden Tag durch die Gegend und haben sich mittlerweile auf unserem Hof eine Art von Revier geschaffen. Seit 3-4 Wochen kommen sie jeden Tag und machen hier Terror.
Oft bis nachts um Mitternacht. Sie streiten sich mit unseren Hunden und markieren IHR neues Revier, und klar, machen auch grosse Haufen hier und da. Mir reicht es eigentlich den Dreck von unseren 3 Hunden wegzuschaufeln, noch 2 brauch ich eigentlich nicht.
Da es immer Gehetze gibt wenn die Hunde kommen, kann unsere Tochter (3 ) mittlerweile nicht mehr raus zum spielen. Ich trau halt fremden Hunden nicht ohne weiteres.
Ich habe mich schon bei beiden Nachbarn(Hundebesitzer und "Hundesitter") beschwert, aber es ist jeden Tag das Selbe. Letzte Woche hat dann der bullige Hund von denen meine Pudelhündin angefallen und ihr eine schlimme Bisswunde zugefügt. Die hat sich mega entzündet und es kam total viel Eiter aus der Wunde. Also sind wir zum Tierarzt und der hat sie behandelt und nun muessen wir sie halt jeden Tag weiter behandeln damit die Wunde verheilen kann.
Heute abend habe ich diese Hundesitter-Nachbarin getroffen und mich wirklich ernsthaft beschwert und ihr das mit dem Pudel erzaehlt. Sie meinte, die Hunde des Nachbarn waeren sehr brav und ein Hund wuerde nie eine Hündin anfallen, dass waeren dann unsere eigene Hündin (Boarder) gewesen.
ABER ICH WAR DOCH ZEUGE!!! Ich hab doch gesehen, wer von den beiden Hunde es war. Ausserdem haben wir alle unsere Hunde seit Welpenzeit, die kennen sich und vertragen sich total.
Die Frau meinte nur, nö kann nich sein und ist abgehauen.

Was mach ich nur?


Schwierige Sache... ich würd mich mal mit dem Tierschutzverein in Verbindung setzen, vielleicht haben die eine Idee.

Die "Fremdhunde" einfangen und beim Tierschutzhaus abgeben wäre wohl auch eine Option- da sie ja im Grunde dreiviertel herrenlos sind und streunen? Das wäre allerdings wohl nur die letzte von allen Möglichkeiten, wenn Reden nicht mehr weiter hilft.


Ich war schon bei uns auf dem Amt, aber da hiess es dann nur, auf dem Lande müssen Hunde nicht angeleint werden und man könne da nix machen. Ja HALLO, geht es denn noch. Soll denn noch mehr passieren? Mir reicht ein verletzter Pudel, meine Kinder will ich nicht auch noch zerbissen haben. Ist doch klar, dass Hunde, die sich selbst überlassen sind und rumstreunern irgentwann Unfug anstellen.
Hätten sie zB ein Lamm gerissen, wären sie längst eingeschläfert worden. (ich geb ja zu, ein wenig sieht unser PudelMix wie ein Lämmchen aus :( )


Hallo Nudel,
ich kann mir kaum vorstellen, dass die Aussage, dein Pudel sähe aus wie ein Lämmchen einen Beamten rotieren lässt.
Hast du schon mal überlegt, mit dem Wasserstrahl die beiden Tölen vom Hof zu halten? Wäre doch mal was anders. Versuch ist es wert und sicherlich nicht strafbar.


Zitat (Eifelgold @ 16.11.2008 21:21:58)
ich kann mir kaum vorstellen, dass die Aussage, dein Pudel sähe aus wie ein Lämmchen einen Beamten rotieren lässt.

hi, neee, natuerlich nicht, sollte eher ein schlechter scherz am rande sein. finds halt blöd, dass die hunde hier angeblich andere hunde beissen duerfen und man zuckt nur mit den schultern aber wenn es ein schaf gewesen waer, dann werden die hunde halt eingeschläfert. ich find es einfach nicht ok, dass weder besitzer noch hundesitter einsehen mit uns haben und die hunde nicht den ganzen tag rumstreunern lassen. sollen sie denen doch ein gehege bauen, Land haben sie genug dafür. die hundesitterin selber hat auch 2 hunde, ihre eigenen hat sie immer bei fuss oder die hocken in ihrem auto und warten, aber die streunern nicht rum. wieso sie so mitleid mit den "fremden" hunden hat kapier ich nicht und noch weniger, dass gar kein mitgefuehl fuer unsere "Patientin" da ist.

Wie wäre es denn, wenn du die Nachbarn anzeigst weil deren Hund deinen Pudel angefressen hat?


Gibt es bei euch in Geschäften für Tierbedarf so Sprays um Hunde zu verscheuchen?
Wenn das mit dem Wasser nicht klappt, vielleicht mit so einem Spray auf die Nase?
Oder habt ihr einen Raum in den ihr die zwei einsperren könnt? Vielleicht kommen sie nicht mehr, wenn ihr sie einmal ein paar Stunden eingesperrt habt?

Gruß,
MEike


einsperren wenn, dann bei denen daheim, aber nicht bei uns. sollen die doch das gekleffe am kopp haben und dann die schei..e wegmachen :angry:


Zitat (Valentine @ 16.11.2008 22:37:00)
Wie wäre es denn, wenn du die Nachbarn anzeigst weil deren Hund deinen Pudel angefressen hat?

gute idee. nur ist es dann wohl mit der nachbarschaftsfreundlichkeit ganz aus. ich hab ja nix gegen die leute, auch nix gegen hunde die mal hier die strasse entlang laufen, aber wenn die wochenlang hier tagtaeglich terror machen und auf unsere beschwerden gar nicht reagiert wird, ist es schon schwierig eine lösung zu finden.

sorry, aber wenn diese "nachbarn" auch auf dein Bitten hin nichts gegen die Situation unternehmen, wäre das Thema gute Nachbarschaft für mich so oder so erledigt.

In Deutschland würde man wohl Anzeige wegen Sachbeschädigung (darunter fällt der Hundebiss gegen deinen Hund) stellen...

Ansonsten würde ich auch mal die Sache mit dem Wasserschlauch probieren


Ich halte den Vorschlag von Eifelgold für nachvollziehbar : Den fremden Hunden ihr neues Revier madig machen :D ...mit Krach oder Wasser. :unsure:
Tut nicht weh und sie werden sich das merken. :ph34r:
Das funktioniert ja auch mit fremden Katzen.
Meine Nachbarn haben von mir die Erlaubnis, meine Katzen ( 2 ) mit Händeklatschen oder Wasser zu verscheuchen, wenn sie Angst um ihre Vogelhäuschen oder Blumenbeete haben. Daher machen die Beiden einen riesigen Bogen um bestimmte Gärten und der Nachbarschaftsfrieden ist wieder hergestellt. :D
In deinem Fall würde ich dringend dazu raten, bevor die Revieransprüche der fremden Hunde noch massiver werden, im Interesse deiner Hunde und deiner Kinder.
....die nächste Beissattacke kann böse ins Auge gehen. :unsure:


Zitat (Eifelgold @ 16.11.2008 21:21:58)
Hallo Nudel,
ich kann mir kaum vorstellen, dass die Aussage, dein Pudel sähe aus wie ein Lämmchen einen Beamten rotieren lässt.
Hast du schon mal überlegt, mit dem Wasserstrahl die beiden Tölen vom Hof zu halten? Wäre doch mal was anders. Versuch ist es wert und sicherlich nicht strafbar.

:lol: :daumenhoch:
Genau so. Wasserschlauch war mir auch eingefallen: das bringt die Tölen weder um noch schädigst Du sie damit vorsätzlich (ein Hund ist abwaschbar) und auf Deinem Grundstück kannst Du machen, was Du willst und brauchst nicht dulden, wen Du dort nicht willst, solange Du nicht auf die Viehcher schießt.

Mir wär's die Sache wert, mich an strategisch sicherer Stelle mit dem Schlauch ein paarmal nacheinander zu verschanzen und dann: Wasser Marsch, mit ordentlich Druck dahinter.
Nicht nach dem Kopf zielen!

Als der Hund vom Aussiedlerhof, auch ein notorischer Streuner, einen mit Herrchen spazierenlaufenden Hund biss, wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Ich habe allerdings nur mitbekommen, dass die Polizei damit drohte, dass, wenn der Hund noch einmal beim Streunen erwischt wird, er ins Tierheim muss. Von da ab wurde er nur noch an der langen Laufleine oder mit Herrchen gesichtet.

Ein anderer Aussiedlerhofhund kam nicht mehr heim. Wahrscheinlich wurde er beim Wildern erwischt. Und Jäger überlegen nicht lange.

Dir sind doch Tierarztkosten entstanden. Vielleicht bringt wirklich eine Anzeige was und wenn es Deine Tierarztkosten sind. Wir leben hier auch auf dem Land, aber dass Hunde streunen dürfen ist mir neu. Hunde sind so zu halten, dass Menschen nicht gefährdet werden.


Hier ist es grundsätzlich so, daß der Besitzer des angebissenen Hundes die TA-Kosten einfordert, vor allem geht das schnell, wenn dem Geschädigten Hund und Halter (auch nur in etwa) bekannt sind.
Man kann zu dem Hundehater hingehen (wenn z.B. die Nachbarin gerade aus dem Ausland zurück oder ihr Mann nicht zur Therapie ist) und sich gütlich einigen (TA-Rechnung mitnehmen) oder eben Anzeige erstatten, wenn die Leute sich völlig quer stellen.
Auch, wenn das möglicherweise das Nachbarschaftsverhältnis belastet, müssen die Hundehalter für den Schaden aufkommen, den ihre Tiere verursacht haben bzw. etwas unternehmen, daß das nicht wieder vorkommt.

Wenn Du also wegen der Nachbarschaft alles stillschweigend auf sich beruhen läßt, wird sich nix ändern, und Du kannst - klingt drastisch, ist aber so - nur abwarten, bis noch mehr passiert. ;)

Erkundige Dich mal bei Eurem Ordnungsamt und schildere denen Deinen Fall... nur so ein Tip.
Bei uns sind sie gerade bei Streunern streng und würden der Sache sofort nachgehen.



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