Fliesen auf dem Balkon: Habe Angst vor Schimmel :(


Hallo,

ich habe einen etwa 5qm großen Balkon der voll Verglast ist, und die Fenster
gelegentlich offen sind.

Momentan ist der Boden des Balkons etwa 20cm tief ( man kann es als Wanne
bezeichnen )

In dieser Wanne sind Kunststofffüsse verteilt. Auf diesen Füßen ist ein Holzgestell
angebracht, und darüber Teakpanelen.

Wenn es im Sommer sehr war ist, richt das Holz sehr stark :( was dann auch ins
Wohnzimmer zieht, und unangenehm ist.

Mein Plan ist es nun das ganze Holz raus zu nehmen, und Fliesen zu legen.

Wie lege ich aber am besten die Wanne aus? Mit Gasbetonsteinen oder Ütong ( hoffentlich richtig geschrieben ) wäre es garkein Problem, um es ebenerdig zu machen.

Ich habe aber Angst, dass sich diese Steine mit Wasser vollsaugen, und irgendwann
anfangen zu schimmeln. Also was nun?

Habe mir überlegt, einen Draht-Käfig um den Ablauftrichter zu bauen, und vielleicht
alles mit Kies oder so auszulegen. Und erst darauf eine Steinschicht und dann erst Fliesen.

Macht das Sinn? Muss ich irgendwelche Folien oder so verwenden?
Und wie bekomme ich den Kies eben? Ich kann och keine Rüttelplatte mit nach Hause nehmen *lach*


Danke

Michael


Hallo Michael Hallo Michael... ... ...


...was ich da lese, finde ich nicht gut!!!!!!!!!!

Bedenke bitte, das bei der Bauweise von Gebäuden die Tragfähigkeiten von Gebäudeteilen immer eine relevante Rolle spielen...

DU redest hier von cirka 5 qm. Bei 20 cm Kies oder Gasbetonsteinen hast DU ein Gewicht erreicht, wo die Balkontragfähigkeit unter UMSTÄNDEN noch da ist, aber sie kann auch an die Grenzen geraten.

UNBEDINGT GENAU DRAUF ACHTEN!!!! DAS ist kein Witz!!!!


...mit bautechnischem Gruß von hier an DICH...


Grisu...


Huhuuu Michael :-)

Grisu hat recht, sei blos vorsichtig mit dem Kies und co. Nehm lieber wieder Holz und achte auf eine sehr gute Qualität oder wie sieht es mit streichen aus ?
Geh doch mal in einen Baumarkt und erkundige Dich dort nach weiteren möglichkeiten.

Lg, Süßschnautze :-)

Ps : Fällt mir gerade ein, wie wärs mit Kunstrasen ? Gibt es mittlerweile in sehr guter Qualität. Nicht so wie früher, wo einem die Fußnägel hoch kamen beim drüberlaufen :D


aaaaaaaaaaaaaaaaaah ... ich komm mit den tausenden Foren durch einander *blblblblblblblblblblblblblblblblbl :blink: :hilfe:


Wenn es die Statik des Balkons zuläßt lege einen Estrich und dann Fliesen. rofl


Die Statik ist Problemlos für Estrich ausgelegt. Also liebe Statiker, macht euch an
dieser Stelle keine Sorgen.

Streichen, neue Holzpanelen, oder Kunstrasen würden nicht meinem Geschmack entsprechen, sorry ;)

Ich wollte doch schon eher Granit oder Naturstein verlegen. Am liebsten noch
Fugenlos.

@nanamanan:

Vom Arbeitskollegen habe ich gehört, dass er bei seiner Renovierung jemanden extra dafür bestellt hat. Damit der Estrich eben ist und nicht reisst.
Ich befürchte aber, dass es mein Budget sprengen würde, bei den heutigen
Stundenpreisen :labern:

Gruß Michael


Zitat (Misiek @ 31.03.2007 10:03:58)
Die Statik ist Problemlos für Estrich ausgelegt. Also liebe Statiker, macht euch an
dieser Stelle keine Sorgen.

Streichen, neue Holzpanelen, oder Kunstrasen würden nicht meinem Geschmack entsprechen, sorry ;)

Ich wollte doch schon eher Granit oder Naturstein verlegen. Am liebsten noch
Fugenlos.

@nanamanan:

Vom Arbeitskollegen habe ich gehört, dass er bei seiner Renovierung jemanden extra dafür bestellt hat. Damit der Estrich eben ist und nicht reisst.
Ich befürchte aber, dass es mein Budget sprengen würde, bei den heutigen
Stundenpreisen :labern:

Gruß Michael


Hallo,

da haben wir Glück, mein Mann konnte sämtliche Renoviererungen bis auf Gas und Starkstrom (war nur eine Kleinigkeit) selbst durchführen. Vielleicht kann Dir jemand fachliche Ratschläge geben in Deinem Bekanntenkreis. 5 m² Estrich, dürfte allerdings nicht die Welt kosten. :trösten: Ehe Du viel Geld für andere Dinge ausgibst, die letztendlich noch nicht Deinen Wünschen entsprechen.

Das mit der Statik ist doch super. Jedenfalls möchte ich mir keine Sorgen machen so einen Tipp abzugeben ohne evtl. auf mir bekannte Gefahren hinzuweisen. Sehe ich als meine Pflicht an wenn ich so etwas weiß. Aber ich denke Du verstehst mich.

Granit ist doch super, nur um ganz feine Fugen kommst du da auch nicht vorbei. Es ist so eine Art Quarz...., welches da in die Fugen kommt. Frag doch mal den Master of Stone. rofl

LG
Nanamanan

Zitat (Misiek @ 31.03.2007 10:03:58)
Die Statik ist Problemlos für Estrich ausgelegt. Also liebe Statiker, macht euch an
dieser Stelle keine Sorgen.

Streichen, neue Holzpanelen, oder Kunstrasen würden nicht meinem Geschmack entsprechen, sorry ;)

Ich wollte doch schon eher Granit oder Naturstein verlegen. Am liebsten noch
Fugenlos.

@nanamanan:

Vom Arbeitskollegen habe ich gehört, dass er bei seiner Renovierung jemanden extra dafür bestellt hat. Damit der Estrich eben ist und nicht reisst.
Ich befürchte aber, dass es mein Budget sprengen würde, bei den heutigen
Stundenpreisen :labern:

Gruß Michael

Frag erstmal den Vermieter ob Du das darfst bzw. ob du den vorherigen Zustand wieder herstellen mußt beim Auszug.

Hi,

wenn der Boden komplett eben ist, ist Granit garkein Problem.

( Bis auf das schneiden natürlich, da muss ich mir einen Schneider mit Wasser leihen. )


@omi
Den Vermieter fragen,..... diese Aussage beantwortet nicht meine Frage, und ich bin der Vermieter, sprich auch Eigentümer.


LG Michael


Zitat (Misiek @ 01.04.2007 18:48:16)



@omi
Den Vermieter fragen,..... diese Aussage beantwortet nicht meine Frage, und ich bin der Vermieter, sprich auch Eigentümer.


LG Michael

[QUOTE]

Hallo Misiek...

...nicht so hart, wir wollen DIR doch nur helfen. Kam von Dir nicht so klar rüber, denn die Frage lag mir auch schon auf der Zunge...

Aber, wenn die Statik stimmt und das Objekt DIR gehört, dann könnte auch die "Konstruktion" mit einem "Hohlraum" in Frage kommen... ... ...

...will heißen, das Du ein "Gestell" baust und dann darauf einen neuen höhergelegenen Boden legst... ... ... nur so eine Idee...


mit nachdenklichem Gruß von hier an DICH...


Grisu...

Zitat (Misiek @ 31.03.2007 10:03:58)
Die Statik ist Problemlos für Estrich ausgelegt. Also liebe Statiker, macht euch an
dieser Stelle keine Sorgen.

:o :sorry, bin grad über Deinen Beitrag gestolpert.
Versuche mal kurz ein paar Tipps und Hinweise zu geben. (:duhattestjagefragt:)

Bei einer Konstruktionshöhe von 20cm die Du überbrücken willst (was nicht ratsam ist) wären das 0,2cbm x ca. 2,5t (=500kg je qm) x 5qm Fläche = 2,5 tonnen zusätzliche Last.
Bei durchschnittlichen Balkonen ist die Flächenlast damit ausgereizt, so das Du nichtmal einen daraufstellen dürftest.

Zudem ist nach der DIN-Norm eine umlaufende Abdichtung von 15cm oberhalb der wasserführenden Schicht (Bodenbelag) notwendig. Insbesondere 15cm unterhalb der Zugangstüre (Daher die Stufe). Ansonsten können Feuchtigkeitsschäden an der Balkonunterseite auftauchen, für die Du dann schon mal sparen dürftest.
Im übrigen, falls Du in einer Eigentumswohnung wohnst, schau mal in Deinem Eigentümervertrag. Meistens gehört die Balkonkonstruktions (excl. Belag) der Eigentümergemeinschaft, welche die Erlaubnis zum Umbau geben muß.

Zitat
Ich wollte doch schon eher Granit oder Naturstein verlegen.

Granit oder Hartgestein, ist am wiederstandfähigsten für Balkone und Terrassen. Keramische Fliesen (Auch wenn frostsicher) sind weniger geeignet, da Sie 110% korrekt verlegt werden müssen um nach 5 Jahren keinen Schaden zu zeigen (nach 10 Jahren sind diese trotzdem beschädigt.)

Zitat
Am liebsten noch
Fugenlos.

Höre ich immer wieder. Leider aufgrund der klimatischen Verhältnisse und der Grundeinstellung der Deutschen nicht möglich.
Jeder Bodenbelag unterliegt, bedingt durch Temperaturschwankungen, Größenänderungen. Diese können im Extremfall (schwarzer Granit, Südwest-Seite) bis zu 1,5mm je meter betragen.
In südlichen Ländern (Italien) leben die Menschen mit Naturstein, dort darf er sich im laufe der Zeit verändern und Risse bekommen. In Deutschland muß der Boden nach 10 Jahren noch NEU aussehen.

Zitat
Vom Arbeitskollegen habe ich gehört, dass er bei seiner Renovierung jemanden extra dafür bestellt hat. Damit der Estrich eben ist und nicht reisst.

Bei 5qm Estrich kannst Du kaum etwas verkehrt machen, außer:
- Der Estrich ist dünner als 45mm
- Du hast keine umlaufende Bewegungsfuge von mind. 1cm
- Du hast keine Drainagematte verwendet
- Der Estrich ist in Waage ausgeführt und nicht mit einer Neigung von mind. 2%
-
-
-
UND:
- Du verwendest normalen Zementestrich im Außenbereich!!!

....
:ola:

Zitat (Master_of_Stone @ 01.04.2007 19:32:22)
Zitat (Misiek @ 31.03.2007 10:03:58)
Die Statik ist Problemlos für Estrich ausgelegt. Also liebe Statiker, macht euch an
dieser Stelle keine Sorgen.

:o :sorry, bin grad über Deinen Beitrag gestolpert.
Versuche mal kurz ein paar Tipps und Hinweise zu geben. (:duhattestjagefragt:)

Bei einer Konstruktionshöhe von 20cm die Du überbrücken willst (was nicht ratsam ist) wären das 0,2cbm x ca. 2,5t (=500kg je qm) x 5qm Fläche = 2,5 tonnen zusätzliche Last.
Bei durchschnittlichen Balkonen ist die Flächenlast damit ausgereizt, so das Du nichtmal einen Grill daraufstellen dürftest.

Zudem ist nach der DIN-Norm eine umlaufende Abdichtung von 15cm oberhalb der wasserführenden Schicht (Bodenbelag) notwendig. Insbesondere 15cm unterhalb der Zugangstüre (Daher die Stufe). Ansonsten können Feuchtigkeitsschäden an der Balkonunterseite auftauchen, für die Du dann schon mal sparen dürftest.
Im übrigen, falls Du in einer Eigentumswohnung wohnst, schau mal in Deinem Eigentümervertrag. Meistens gehört die Balkonkonstruktions (excl. Belag) der Eigentümergemeinschaft, welche die Erlaubnis zum Umbau geben muß.

Zitat
Ich wollte doch schon eher Granit oder Naturstein verlegen.

Granit oder Hartgestein, ist am wiederstandfähigsten für Balkone und Terrassen. Keramische Fliesen (Auch wenn frostsicher) sind weniger geeignet, da Sie 110% korrekt verlegt werden müssen um nach 5 Jahren keinen Schaden zu zeigen (nach 10 Jahren sind diese trotzdem beschädigt.)

Zitat
Am liebsten noch
Fugenlos.

Höre ich immer wieder. Leider aufgrund der klimatischen Verhältnisse und der Grundeinstellung der Deutschen nicht möglich.
Jeder Bodenbelag unterliegt, bedingt durch Temperaturschwankungen, Größenänderungen. Diese können im Extremfall (schwarzer Granit, Südwest-Seite) bis zu 1,5mm je meter betragen.
In südlichen Ländern (Italien) leben die Menschen mit Naturstein, dort darf er sich im laufe der Zeit verändern und Risse bekommen. In Deutschland muß der Boden nach 10 Jahren noch NEU aussehen.

Zitat
Vom Arbeitskollegen habe ich gehört, dass er bei seiner Renovierung jemanden extra dafür bestellt hat. Damit der Estrich eben ist und nicht reisst.

Bei 5qm Estrich kannst Du kaum etwas verkehrt machen, außer:
- Der Estrich ist dünner als 45mm
- Du hast keine umlaufende Bewegungsfuge von mind. 1cm
- Du hast keine Drainagematte verwendet
- Der Estrich ist in Waage ausgeführt und nicht mit einer Neigung von mind. 2%
-
-
-
UND:
- Du verwendest normalen Zementestrich im Außenbereich!!!

....
:ola:

[QUOTE]

...Master... Master...Master... ;) ;) ;) SUPER Gutachten... ... ...Haste schon eine Rechnung erstellt...??? WOW...

mit begeistertem Gruß von hier an DICH...

Grisu...

Ne, Rechnung wird nicht gestellt, aber dafür sind diese Hinweise und Tipps auch ohne Gewähr.


Zitat (Master_of_Stone @ 01.04.2007 19:49:07)
Ne, Rechnung wird nicht gestellt, aber dafür sind diese Hinweise und Tipps auch ohne Gewähr.

[QUOTE]

...würde ich aber genauso sehen und in den meisten Fällen sind diese Angaben ja auch mehr als korrekt...

mit nachrechnendem Gruß von hier an DICH...

Grisu..

Die Rechnung stellt die Sekretärin aus :pfeifen: und das kann was werden!! rofl rofl


@grisu1900

sollte nicht so hart klingen ;)

@master_of_stone

danke für die lange antwort :D


Gruß Michael


Ohne Anspruch auf Rechtsmittel ..........

Ausführung im Regelfalle:

Untergrund (Betonplatte) Gefälle zum Abluß mind. 2% (je 1m / 2cm) kontrollieren
Ggf. Ausgleichsestrich (Außenbereich) dünn aufziehen
Anschließend (nach Trocknung) alternative Abdichtung (Schlüter KERDI o.ä.) auftragen und seitlich mind. 20cm hochziehen.
Umlaufend ein Dämmstreifen mind. 1cm dick 10cm hoch verlegen

Monokornmörtel (Kies 2-8mm / Zement) aufbringen und frisch in frisch die Natursteinplatten (Rückseitige Haftbrücke !!!) einklopfen und im Gefälle von mind 2% verlegen.
Anschließend die Plattenfugen (NIcht die Randfugen) mit Fugenmörtel verschießen.

Im Sockelbereich aus den Bodenplatten 15cm breite Streifen fertigen und als Sockel auf Dämmstreifen verlegen.

Vorhandene Fuge unterhalb der Sockelleiste mit Natursteinsilikon verschließen.

OHNE GEWÄHR


NACHTRAG

Zur Zeit erarbeiten wir ein technisches Merkblatt über die Verlegung im Aussenbereich von Fliesen, Natur- und Betonwerkstein.

Darin wird festgehalten, das zu einer schadensfreien Verlegung im Regelfall die Naturwerksteinplatten eine Mindestdicke von 3cm haben müssen. Außerdem sollte das Plattenformat ein Größenverhältnis von 1:2 nicht überschreiten (z.B. 60 x 30 cm). Bei fachgerechter Ausführung kann die Plattenstärke ggf. von der erforderlichen Mindestdicke (5cm auf Trennlage/Abdichtung) teilweise abgezogen werden.

Dieses Merkblatt wird zur Zeit den Arbeitskreismitgliedern zur Beratung vorgelegt. Außerdem verschiedenen technischen Gremien. Es steht daher zu erwarten, das der "Weißdruck" in drei bis sechs Monaten vorgestellt wird. Später wird es dann "Stand der Technik" sein und zur fachgerechten Ausführung gehören.

Wer jetzt seine Terrasse / Balkon erneuern will, kann per PM bei mir anfragen.



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