Endlich habe ich mich getraut: Aber Stress mit der Vermieterin


Guten Abend!

vorweg, ich muss mit der Situation alleine klar kommen und ihr könnt mir objektiv gesehen nicht helfen. Trotzdem habe ich ein großes Bedürfnis mich mitzuteilen, weil ich so wütend, traurig und enttäuscht bin. :labern: :heul:
Ich wohne seit fast 3 Jahren in einer Wohnung ohne richtige Küche. Als ich eingezogen, war aber ein Kühlschrank und zwei Herdplatten da. Ich esse nicht gerne in der Mensa und habe auch hier gekocht. Auch habe ich mit der bereitgestellten Wama. gewaschen. Allerdings hatte ich von Anfang an Schimmel. Anfangs hat mein Vater mit der Vermieterin geredet, danach hat sie mich verbal ziemlich angegangen.
Dann habe ich mich arrangiert. Das Verhältnis wurde besser und ich habe den Schimmel regelmäßig mit Chlor bekämpft. Ich habe mir versucht das Ganze schön zu reden. Die Vermieterin war zwar plötzlich sehr nett, aber ich wusste immer, wie gemein sie werden kann.

Vor etwa 2 Wochen habe ich mir eingestanden, dass ich so nicht bis zum Ende meines Studiums bleiben kann und habe die Vermieterin auf das Problem Schimmel hingewiesen. Ich war leider so doof und hatte kurz davor wieder ordentlich mit Chlor gespürt. Sie hat mir plötzlich gesagt, die Wohnung sei nicht zum Kochen ausgelegt... Sie wurde gemeiner als je zuvor. Gestern ist es richtig eskaliert. Sie hat wieder Geschichten erzählt (von ihrem Neffen, der sich nicht einmal eine Tasse Kaffee gekocht hat und immer bei ihr gegessen hat. Von der Vormieterin, die unbedingt eine Waschmaschine wollte...) Tatsächlich hat sie behauptet, es sei nie Schimmel vorhanden gewesen. Allerdings hat sie sich neulich "verplappert" und gesagt, sie wäre an die hauptsächlich betroffene Wand selbst wegen des Regals nicht hingekommen. Meine Freundin und mein Vater haben den Schimmel gesehen.
Während ich weg war, war sie teils mit mir besprochen, teils nicht in meiner Wohnung. (Ich hatte so ein Käfer Problem). Sie war aber wohl des Öfteren hier drin. Sie hat nämlich einen Luftfeuchtigkeitsmesser aufgehängt und nach ihren Angaben beobachtet, wie sich die Luft verändert. Als ich nach knapp einer Woche zurückkam (in er weder gewaschen, gekocht, noch sonst was wurde) lag die Luftfeuchtigkeit bei 70%!

Ich hatte immer Angst vor einem Umzug, wollte meinen Eltern keine höhere Miete zumuten...
Jetzt bin ich so verzweifelt und und fühle mich richtig unwohl. Die Vermieterin wohnt mit im Haus und ich sehe sie somit oft sehe! Jetzt werde ich ausziehen, fühle mich aber richtig überfordert!
Oh, es ist wahrscheinlich total chaotisch... Aber ich bin wirklich total neben der Spur! :ph34r:
Momo

Bearbeitet von Momo87 am 21.08.2013 20:04:54


Ja, man merkt, daß Du neben der Spur bist. Schlaf erstmal drüber, dann kannst Du viel klarer denken. Wenn Du mit der Vermieterin so oder so nicht klarkommst, ist es besser, Du gehst andere Wege. Sprich mit Deinen Eltern wegen des Geldes, vielleicht können sie Dir mit Geld nicht helfen, aber mit der Suche nach einer anderen (besseren) Wohnung. Wo wohnst Du? Starte doch auch mal hier einen Aufruf, ob niemand in Deiner Stadt eine günstige Bleibe für Dich weiß. Wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Aber ich denke, da mußt Du weg, sonst kommst Du nicht zur Ruhe.


Danke,
meine Eltern werden mich unterstützen. Sie können das auch... Mein Vater weiß noch nichts von der jetzigen Situation, er ist alleine im Urlaub. Er wird halt sagen, dass er mir gleich gesagt hat, dass es nicht gut ist , mit der Vermieterin in einem Haus zu wohnen... Es ist eher ein emotionales Problem....
ich werde jetzt wirklich den PC ausschalten. Ich bin total fertig... Morgen muss ich unbedingt mit meinen Unisachen weitermachen...

Übrgens war die Vermieterin nach einigen anfänglichen Konflikten total begeistert von mir. Also bis eben zu dieser Situation, die seit 2 Wochen besteht. Sie hat immer wieder gesagt, dass sie total glücklich mit mir als Mieterin ist. Ich habe mich wirklich sehr bemüht, alles richtig zu machen.

Bearbeitet von Momo87 am 21.08.2013 20:32:44


Oha, hast Du mit Deiner Vermieterin "Glück". So wie ich's lese ist die ein wirkliches Schnäppchen, wenn es darum geht, Selbstwehr zu entwickeln.
70 % Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sind nicht angenehm.

Man könnte mal aufschreiben, in welcher Situation die Wohnung bestimmte Werte aufweist.
Um der Vermieterin argumentativ gegenüber treten zu können, wäre eine Art Tagebuch eine Hilfe.
Tägliches Aufzeichnen, wenn man gewaschen oder gekocht hat. Wann eine Schimmelsprühdose zum Einsatz kam. Wann ich wegen Urlaubs nicht in der Wohnung war.

Mittlerweile gibt es anscheinend Softwares, gekoppelt an Heim-PC Innen- und Außenfühler, die alles aufzeichnen, was klimatechnisch im unmittelbarem Umfeld vor sich geht.

Mit diesen Kanonen würde ich aber erst mal erstmal noch nicht auf den Spatz schießen. Wenn sie nicht auf gut angebrachte Argumente eingeht, könnte man so eine Möglichkeit mal andeuten. B)


hallo momo,

eine neue wohnung zu bekommen, ist heute sehr schwierig. versuche doch mal beim mieterverein eine auskunf zu bekommen, was du machen kannst. :)

das die luftfeuchtigkeit so hoch ist, kann auch an zu feuchten aussenwänden liegen.

vg Alexander


Ich werde ganz sicher ausziehen. Das wird nicht einfach, aber mehrere Leute, die ich kenne haben auch rel. schnell was gefunden. Es geht einfach nicht mehr so!
Schimmel und Feuchtigkeit sind die schlimmsten Probleme, aber eben nicht die einzigen. Die Wohnung wird nie zum normalen Leben geeignet sein und ich habe keine Kraft in so einer Situation zu leben! Aber die Verm. hat nie zu mir gesagt, dass ich zu viel koche. Ich glaube auch nicht, dasse die Töpfe und die Platten zur Dekoration bereitgestellt wurden... DAs Problem ist, dass sie sich persönlich angegriffen fühlt und das ist leider oft so... Aber wie gesagt, ein Umzug war eigentlich schon lange überfällig, nur habe ich mir das nicht eingestanden...
Ich habe schon angefangen zu suchen.
Ich habe gerade einfach richtig Angst, weil es mir gerade ohnehin nicht gut geht! Meine Cousine ist glücklicherweise Anwältin und kann mich beraten... Ich werde wahrscheinlich eine Provision in Kauf nehmen müssen, aber ich habe noch etwas Geld gespart...

Bearbeitet von Momo87 am 21.08.2013 20:58:00


Kannst Du nicht übergangsweise bei jemandem unterkommen, damit Du etwas zur Ruhe kommst? Freunde...Bekannte oder Deine Eltern? Wenn es Dir eh schon nicht gutgeht, dann tut Dir so ein Streß erst recht nicht gut... vielleicht auch Aushänge im Supermarkt, an der Uni, im Sportstudio etc könnten Dir eventuell auch helfen, schneller eine Unterkunft zu finden.

70% Luftfeuchtigkeit ist - meiner Meinung nach - viel zu hoch für eine Wohnung, die eine Woche "leer" stand. Ich würde auch ein Protokoll schreiben (auch rückwirkend, soweit Du Dich erinnern kannst), damit Du was zur Hand hast, wenn es hart auf hart kommt.


Habe gerade mal auf mein Hygrometer im Schlafzimmer geguckt, 90% relative Feuchte! Weiß aber nicht, ob das Ding noch in Ordnung ist.


Sprich mit deiner RAwältin ....

der Vermieterin eine Frist setzen bezüglich Schimmel-Beseitigung, gleichzeitig Mietminderung ankündigen, scheinbar sind die Ursachen für den Schimmel schon älter und liegen in der Bau-Substanz ... und Fotos machen !!!

mit der Vermieterin nur Gespräche führen mit Zeugen oder einem neutralen Vermittler .... wenn du allein bist, verweise auf deine RAwältin oder einen Gesprächs-Termin mit Zeugen .... das erspart dir weiteren Aufregungen und Ärger ...

suche weiter nach einer anderen Wohnung ... ergibt sich vielleicht schneller als du denkst ...

PS: ich würde den Schimmel nicht mehr "bearbeiten" ....

Viel Glück ...

Bearbeitet von Lichtfeder am 21.08.2013 22:08:08


Danke euch allen!

Für mich ist es nicht so einfach vorübergehend wo anders zu wohnen. Ich verstehe mich mittlerweile gut mit meinen Eltern, aber dort würde es mir nach ein paar Tagen noch schlechter gehen...
Glücklöicherweise fährt meine vermieterin bald 2 Wochen weg :D

Es ist einfach so krass, wenn man merkt, dass man sich so lange selbst was vor gemacht hat.... Meine Mutter ist- wie gesagt- bereit mir zu helfen... Mein Vater wird schimpfen, sich aber dann bereit erklären.

Mit meiner Vermieterin werde ich wirklich nicht mehr alleine sprechen. Sie erzählt mir ohnehin nur, was für ein tolles Haus sie hat :wallbash: Zudem hat sie leider die Fähigkeit, mich richtig zu verletzen.

Mein Problem ist gerade vor allem, dass meine Therapeutin 3 Wochen Urlaub hat, das ist erst die erste... Ich weiß, dass hört sich blöd an, dass das für mich so schwer ist.

Ich werde jetzt in die Uni gehen und versuchen dort zu arbeiten. Das hatte ich ohnehin vor. Vielleicht kann ich mir heute Abend schon eine Wohnung anschauen.


Tut jetzt vielleicht hier wenig zur Sache, aber es ist nicht immer so schlimm, mit dem Vermieter unter einem Dach zu wohnen. Bin selbst einer, und ich halte mich nicht für so einen Drachen. Mängel in der Wohnung werden auch immer gleich beseitigt, wenn möglich. Kost halt Geld und Mühe, aber dafür bekommt man ja auch Miete.
An Deiner Stelle würd ich auch umziehen. Kostet zwar auch Geld und Mühe, aber wenn Du dann was schönes hast macht es sich umso mehr durch weniger Streß bezahlt. Ich drück Dir die Daumen, daß Du was schönes findest.


Momo87, habe bei meinem Posting oben vergessen Dir viel Glück bei der Wohnungssuche zu wünschen. Hole das hiermit nach. :blumen:


Ist ebenfalls slightly off-topic, aber ich habe auch schon mehrfach mit dem Vermieter unter einem Dach gewohnt. Meine Erfahrungen damit sind positiv. Da meine Vermieter immer Wert darauf legten, die vermietete Wohnung im Wert zu erhalten, wurden Reparaturen und Sonstiges immer umgehend ausgeführt. Allerdings wurde ich vorher IMMER gefragt, ob man meine Wohnung in meiner Abwesenheit überhaupt betreten darf. Mir war es mehr als Recht, wenn Reparaturen in meiner Abwesenheit erledigt wurden. War einfach bequemer. Man musste nicht auf den Menschen warten, der die Reparatur ausführte, sondern kam nach Hause und alles war wieder flauschig und shiny.

Ich fasse jetzt einfach mal zusammen, mit welcher Situation Du konfrontiert bist:

Deine Vermieterin respektiert Deine Privatsphäre nicht. Sie betritt Deine Wohnung nach Gusto. Das geht gar nicht. In dem Moment, in dem Du Miete zahlst, ist das DEINE Wohnung, in der Du das Hausrecht hast. Punkt.

Deine Vermieterin weiß sehr wohl, dass sie Dir ein Schimmelloch vermietet. Schimmel ist gesundheitsgefährdend. Frag mal Deine Cousine, ob man da nicht eventuell eine juristische Handhabe hätte. Ich denke da so in etwa an die Richtung vorsätzliche Körperverletzung. Doch das gehört in die Hände einer versierten Juristin, die von Mietrecht etwas Ahnung hat.

Hallo?! In einer Wohnung soll möglichst nicht gekocht werden?! Wenn eine Pensionswirtin eine solche Forderung ausspricht, ist das ja noch nachzuvollziehen. Dann will sie möglicherweise eine Halb- oder Vollpension gegen Entgelt an den Mann bringen. Monteure auf Montage wissen solchen Service mitunter durchaus zu schätzen. Aber eine Wohnung gilt als Lebensmittelpunkt. Die Argumentation Deiner Vermieterin kann also nur ins Leere laufen. Doch sie schüchtert Dich damit auch leider ein.

Die Konzentration auf Dein Studium wird empfindlich gestört. Ich vermute mal, dass Du auf Bachelor oder Master studierst. Im Gegensatz zum Magister-Studium ist das sehr straff getaktet und gnadenlos verschult. Dafür brauchst Du Kraft und Ruhe. Die findest Du in dieser Umgebung nicht. Du flüchtest ja schon in die Bibliothek, um überhaupt halbwegs vernünftig fürs Studium arbeiten zu können.

Es bleibt Dir nichts anderes übrig, als jetzt konsequent die Kurve zu kratzen. Mag sein, dass es unangenehm ist, dem Papa Recht geben zu müssen, dass er von Anfang an den richtigen Riecher hatte. Doch das dürfte - im Vergleich mit der Auseinandersetzung mit der Vermieterin - das kleinere Übel sein. Du bist immerhin noch immer sein Kind. Egal, wie alt Du bist. Das ändert sich nie. Er wird vielleicht mosern, doch er wird sein eigen Fleisch und Blut nicht hängen lassen. Und Mama hast Du ja bereits auf Deiner Seite. Überlasse ihr das Reden. Sie kennt ihren Mann und weiß, wie man mit ihm umgeht. ;)

Ich drücke Dir die Daumen für die Wohnungsbesichtigung heute abend. Aber nimm vielleicht noch eine zweite und dritte Person bei der Inspektion mit. Vier bis sechs Augen sehen mehr als zwei Augen. Du willst ja schließlich nicht vom Regen in die Traufe kommen.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria


Vielen Dank euch allen! Es tut gut, das einfach los zu werden. Natürlich ist es nicht generell schlecht mit dem Vermiter unter einem Dach zu leben. Leider kann aber eine negative Erfahrung nachhaltig prägen. Einen Mietvertrag zu unterschreiben stellt leider immer ein Risiko dar.

Ich gehe das mit der Wohnungssuche ect. zum jetzigen Zeitpunkt an, weil ich jetzt am ehesten noch Zeit dafür habe.

@Egeria: Zum Glück studiere ich Lehramt nach alter Studienordnung. Ich bin aber meistens zu genau und setze mich selbst unter Druck. Sprich- die meisten investieren deutlich weniger Zeit und Kraft in ihr Studium. Aber es stimmt dauerhaft ist der Zustand nicht tragbar, zumal es bald an die Examensvorbereitung geht. Allein der Gedanke daran macht mir Angst.
Ich werde noch mal mit meiner Cousine reden. Sie hat mir aber heute morgen schon geschrieben, dass sie mich auf jeden Fall unterstützt.

Im Moment kommen bei meiner Familie noch ein paar Dinge zusammen. Mein Vater ist im Urlaub und meine Mutter ist heute üüberraschend ins Krankenhaus gekommen (Sie hat eine Lungenentzündung und das Antibiotika hat keine Wirkung gezeigt) Ich hoffe, dass ich am WE in Ruhe die Lage besprechen kann!

Euch Allen einen schönen Abend!


Sorry... muss noch mal schreiben.
Meine Vermieterin hatte ja behauptet, sie habe die Wohnung nie mit Kochgelegenheit vermietet. Drei mal dürft ihr raten, was im Mietvertrag steht...: Mit kleiner Kochgelegenheit! :blink:

Das bestätigt mich echt darin, nur noch gemeinsam mit Zeugen mit dieser Frau zu reden. Sie widerspricht sich ja selbst und ich lasse mich zu schnell einschüchtern!


Zur Mietminderung bist Du mind. wegen der Kochgelegenheit jetzt schon berechtigt. Den Schimmel würd ich von nem Fachmann untersuchen lassen. Der kann ziemlich schnell sagen, ob die Feuchtigkeit in der Wand steckt. In dem Fall hat die Vermieterin für fachmännische Mängelbehebung zu sorgen (die Wand muss komplett trockengelegt werden. Chlor drauf reicht nicht und ist nebenher noch verdammt gesundheitsschädlich!) und muss Deinen Gutachter auch bezahlen. Das wird richtig teuer für die alte Brotspinne. Und sie hats nicht anders verdient.

Das ist kein billiges Nachtreten und auch kein bisschen übertrieben. Denn wenn du nur ausziehst, wird nach dir der nächste unerfahrene Mieter genauso über den Tisch gezogen. Solche Leute müssen unbedingt zeitig nen Schus vor den Bug kriegen.
Ich würde auch dafür sorgen, dass möglichst viele Kommilitonen erfahren, dass man um diese Wohnung und diese Vermieterin einen Riesen Bogen machen sollte. Falls du die Wohnung über eine Vermittlung (Asta, Studentenwerk o.ä.) bekommen hast, sag auch denen bescheid, damit die sie aus der Kartei schmeißen. Alles was Du nachweisen kannst, ist keine üble Nachrede und gräbt ihr das Wasser ab, noch mehr Leute zu bescheißen.

Klingt vllt brutal aber meine Eltern hatten vor vielen Jahren mal ne Hauswirtin, die so drauf war (zB regelmäßig in die Wohnungen gelatscht ist). Deshalb platzt mir bei solchen Leuten regelmäßig der Sack. :labern:

Bearbeitet von Koenich am 22.08.2013 21:40:22


Wenn deine Cousine Rechtsanwältin ist, bist du doch schon "fein rauß" und die Hilfe ist dir sicher.

Ich habe mal gehört, dass man bei Schimmel Sonderkündigungsrecht hat, weiß allerdings nicht, ob das stimmt, aber da kann dir ja deine Cousine helfen.
Somit könnte deine Vermieterin nicht auf die 3 monatige Kündigungsfrist bestehen.

Bei deiner Kündigung musst du auf alle Fälle darauf achten, dass sie bis zum 3. Werktag des neuen Monats bei ihr eingegangen ist.
Wenn du schreibst, dass sie bald verreist, dann schicke den Brief, trotzdem, dass sie in deinem Haus wohnt, per Post als Einwurfeinschreiben rechtzeitig ab oder gebe ihn ihr vorher noch persönlich und lasse dir eine Bestätigung unterschreiben, denn, wenn sie so verlogen ist, streitet sie vielleicht noch ab, die Kündigung überhaupt erhalten zu haben.

Ziehe auf jeden Fall aus, denn mit Schimmel ist nicht zu spaßen.

Alles Gute für deine Wohnungssuche und auch für deine Mutti!


ich würde dann aber kein Einwurfeinschreiben nehmen, sondern eines mit Rückschein, nur dieses wird auch korrekt dokumentiert und Du bekommst ein Dokument zurück... ein Einwurf-E. wird nur in den Briefkasten geworfen...


Wenn sie nicht da ist, kann sie den Brief nicht in Empfang nehmen. Und wenn der dann ewig auf der Post liegt und nicht abgeholt wird, geht er nach einer gewissen Zeit zurück an den Absender, denke ich mal.
Da müsste man sich mal genau auf der Poststelle befragen.

Den Einwurfeinschreibebrief unterzeichnet der Postbote und es ist nachvollziehbar über die Post, wann er zugestellt wurde.

Aber du hast recht, Binefant, dazu muss man sich vorher richtig kundig machen.
Und ob die Damen auf den Poststellen das so genau wissen, ist auch noch die Frage, denn richtige Postämter gibt es ja kaum noch. Bei uns jedenfalls wird es nur so "nebenbei" im Getränekshop mit gemacht. Aber, als ich letztens mal eine Frage hatte, hat die Dame eine Service-Nummer angerufen und sich dort selber erst mal befragt.

Der sicherste Weg wird schon der sein: persönlich übergeben und auf der eigenen Kopie von ihr den Erhalt bestätigen lassen!

Bearbeitet von Dora am 23.08.2013 08:36:37


Zitat (Binefant @ 23.08.2013 08:25:55)
ich würde dann aber kein Einwurfeinschreiben nehmen, sondern eines mit Rückschein, nur dieses wird auch korrekt dokumentiert und Du bekommst ein Dokument zurück... ein Einwurf-E. wird nur in den Briefkasten geworfen...

Da muss ich Dir widersprechen @Binefant: Das Fiese an einem Einwurfeinschreiben ist das Detail, dass der Brief mit dem Einwurf - rein rechtlich gesehen - als zugestellt gilt.

Damit hat der Empfänger keine Chance, eine Unterschrift für ein reguläres Einschreiben mit Rückschein zu verweigern oder die Abholung bei der Post zu verbummeln und dann zu behaupten, er hätte es nicht erhalten. Das wird einfach in dessen Briefkasten versenkt. Er kann die Zustellung nicht verhindern. Das ist der Knackpunkt. Deshalb isses ja so fies. :pfeifen:

Der Absender hat durchaus etwas Schriftliches in der Hand: Nämlich den Einlieferungsbeleg von der Post. Die Post wird sich nämlich nicht unterstellen lassen, sie habe schlampig gearbeitet, falls die Vermieterin darauf bestehen sollte, dass sie das Schreiben nicht erhalten hätte. ;)

Davon abgesehen würde ich die Sache - wenn möglich - ganz anders regeln. Ich würde den Brief persönlich in die Hand drücken und mindestens ein bis zwei Zeugen mitnehmen, die weder verwandt noch verschwägert mit mir sind. Hilfsbereite Kommilitonen eignen sich dafür prima. Selbst wenn die Vermieterin den Empfang nicht quittiert, hätte ich dann wenigstens Zeugen. Selbstverständlich würde ich dann noch ein kleines Protokoll über die Übergabe anfertigen, die ich mir auch gleich von meinen Zeugen unterschreiben lassen würde.

Dann stünde im Härtefall Aussage gegen Aussage. Doch das täte es sowieso. Und immerhin wäre ich vorbereitet. Und hätte außerdem noch eine versierte Juristin an meiner Seite.

@Momo: Lasse Dich nicht bange machen. Dich zu verunsichern gehört offensichtlich zur Taktik Deiner Vermieterin. Jetzt, wo sie ihre Felle schwimmen sieht. Lasse alle ihre ominösen Argumente zum rechten Ohr rein, schicke sie durch den Wortbeschleuniger und lasse sie zum linken Ohr wieder hinaus.

A propos: Wie lief denn die Wohnungsbesichtigung gestern abend? Ist schon Land in Sicht? Ich drücke Dir die Daumen und die großen Fußzehen und alles, was sich sonst noch glückbringend drücken lässt. :wub:

Grüßle,

Egeria

Meine Cousine hat mir geraten die Küdndigung mit Zeugen in den Briefkasten zu werfen. (Die Zeugen sollten auch sehen, wie ich die Künsigung in den Umschlag stecke...)

Die Besichtigung ist heute um 17:30 (gestern hatte es niucht mehr geklappt. Ich habe mir eine andere Wohnung angeschaut. Die war aber nicht geeignet.)


Prima @Momo, es geht voran. :wub:

Den wichtigsten Schritt hast Du ja bereits getan: Du hast um Hilfe und Beistand gefragt. Sicherlich musst Du Deine Angelegenheiten selbst richten. Doch "with a little help from some friends" (Joe Cocker) isses einfacher.

Grüßle und viel Erfolg,

Egeria


Ich habe eine Wohnung!!!!!!!!!!!! :)
Jetzt muss ich noch eine ganze Menge klären, habe also viel zu tun!!"

DANKE EUCH ALLEN!


Na das ging aber schnell. Glückwunsch! :blumen:


Glückwunsch und alles Gute :blumen: :blumen:


Herzlichen Glückwunsch!!!


Prima :daumenhoch: alles Gute für die neue Wohnung...du schaffst das :blumen:


Von mir auch herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft :blumen: :blumen:


Herzlichen Glückwunsch :blumen:


Kleine Wunder und Glücksachen gibt es immer wieder! :applaus: :applaus:

Aber nun gilt es, Fehler zu vermeiden!

Deine versierte Kusine guckt sicher in den Miertvertrag,bevor du unterschreibst.

Merke: ES ist deine Wohnung, und kein Vermieter hat das Recht, einfach so reinzukommen. Bei Verdacht: Schloss auswechseln... ;)

FEhler machen ist zwar bedauerlich, aber nicht daraus zu lernen ist schlimm. :blumen:


Als meine Tochter noch in der Berufsausbildung, dann außerhalb gearbeitet und später studiert hat, hat bei allen 3 Wohnungen der Eigentümer einen Schlüssel gehabt.

Das war für meine Tochter immer ein komisches Gefühl, der Gedanke, dass eigentlich zu jeder Zeit jemand in die Wohnung kann.

Bei ihrer Studentenwohnung hatte sie manchmal den Eindruck, dass der Eigentümer in ihrer Abwesenheit in der Wohnung war.


Der Vermieter kann nicht verbieten, dass das Schloss der Mietwohnung ausgetauscht wird. (Würde ich unbedingt von Anfang an machen - es könnte ja auch sein, dass der Vormieter noch einen Schlüssel behalten hat.) Er sollte nur darüber informiert werden, bei welcher Vertrauensperson der Mieter einen Schlüssel für Notfälle hinterlegt hat.


@Momo87

freut mich, das es so schnell mit der Wohnung geklappt hat :blumen:

Wenn du mit 3-monatiger Kündigungsfrist kündigst, verzichte nicht auf die Mietminderung ... schließlich musst du noch Miete zahlen ... (für 2 Wohnungen!)
..... würde ich sofort tun, in einem extra Schreiben !!!
einen Gutachter brauchst du nicht, Fotos machen und Berichte von Zeugen schriftlich festhalten und unterschreiben lassen, auch Zeugen erinnern sich später oft nicht mehr ... :pfeifen:
evtl. den Vormieter ausfindig machen, er hatte vermutlich das gleiche Schimmel-und Vermieterin-Problem ... :pfeifen:
ist nur nötig, wenn die Vermieterin vor Gericht zieht .... das wird sie aber eher bleiben lassen ..... :sarkastisch: sie hat schlechte Karten ... :sarkastisch:

Wichtig: das muss im Schreiben stehen ..
14 Tage Zeit für Schimmel-Beseitigung geben ... Datum angeben!
wie viel Minderung in % und den Betrag angeben !! der dann von der Miete abgezogen wird.
deine Cousine wird das wissen ... es gibt dafür Tabellen bzw. Richtwerte.

dein Umzug kommt noch teuer genug .... :wub: :blumen:

Bearbeitet von Lichtfeder am 24.08.2013 20:13:14


Ich versuche mich friedlich mit meiner Vermieterin zu einigen. Ich habe gerade noch einen wohlgemeinten Brief bei ihr eingeworfen. Gekündigt habe ich schon. Es ist ein schönes Gefühl, dass ihr euch für mich freut! :blumen:
Viele Grüße
Momo

PS: Ich habe wirklich tolle Eltern. Mein Papa hat sofort ja gesagt. Meine Mutter hat mir gesagt, dass ihr meine Wohnung nie wirklich gefallen hat! :wub: Mein Opa hat zum Glück Geld speziell für mein Studium hinterlassen. DAvon kaufen sie mir sogar noch eine neue WAMA!
PS2: Bitte habt Verstädnis, dass ich mich nicht weiter über meine "rechtlichen" Schritte äußere. Das Forum ist doch irgendwie öffentlich...

Bearbeitet von Momo87 am 24.08.2013 20:22:43


Zitat (Momo87 @ 24.08.2013 20:18:25)
PS2: Bitte habt Verstädnis, dass ich mich nicht weiter über meine "rechtlichen" Schritte äußere. Das Forum ist doch irgendwie öffentlich...

Das ist vollkommen richtig. Du kannst nie wissen, wer hier alles mitliest.

Wichtig ist sowieso erstmal, dass du die Höhle gekündigt und eine neue Wohnung hast. Weiterhin viel Erfolg! :blumen:

Kein Thema, meine liebe @Momo :wub:

Hauptsache ist, dass Du endlich die Kurve gegriegt hast und diese Müffelbude umgehend verlässt. Auch in Deinem eigenen Interesse.

Wie Du da flauschig rauskommst, wird Dir Deine versierte Cousine anweisen. Du glaubst gar nicht, wie fies Juristen werden können. Das Deutsche Recht hat durchaus so seine Möglichkeiten.

Ich freue mich für Dich. Und ich beglückwünsche Dich.

Grüßle,

Egeria



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