Frustabbau, Streß- und Krisenbewältigung: Eure Methoden


Wie geht ihr mit Schicksalsschlägen um, wie überwindet ihr persönliche Krisen? Was gibt euch die Kraft, jeden morgen wieder aufzustehen, obwohl der eigene Himmel eher grau-schwarz als blau aussieht? Ich meine nicht nur richtig schlimme Erlebnisse, die es zu überwinden gilt, sondern vielleicht auch den täglichen Alltagsfrust, der einen nicht mehr loslässt. Hier mal meine Methoden...

Zum Sonnenaufgang aufstehen, in die Felder fahren und barfuß über taunasse Wiesen laufen.

In den Wald rennen und einfach den ganzen Frust rausschreien (und hoffen, dass es niemand mitkriegt ;)).

Wenn der Wald zu weit weg ist, einfach mal in ein brüllen.

Eine Schranktür dran glauben lassen (mit Macht dagegen treten bis der große Onkel sich blau verfärbt ;)).

Sich wieder auf die einfachen Dinge besinnen, dabei helfen mir 2 Bücher: Der kleine Prinz und The Tao of Pooh (Taoismus erklärt am Beispiel von Winnie the Pooh).

Opernmusik RICHTIG laut aufdrehen.

Versuchen, alles auszublenden und meinem Sohn beim unbeschwerten Spielen zusehen.

Zum Bäcker gehen und ein großes Stück Schwarzwälder Kirschtorte kaufen und zuhause genüsslich und ohne schlechtes Gewissen verdrücken.

Einen extra-traurigen Film ansehen und den Tränen freien Lauf lassen, so richtig von Herzen heulen.


tagsueber: vor's internet und surfen
abends: gemuetlich im bett diese drombuschs gucken , herrlich :wub:
cutie


Ich hab zur Zeit öfters mit Depriphasen zu kämpfen. Was mir immer hilft ist Ablenkung.

Sich irgendetwas suchen und sich damit beschäftigen (Ein Buch, ein PC Spiel, ein Gespräch mit Freunden etc.) auch wenn man absolut keine Lust darauf hat. Hilft mir einfach, von den depressiven Gedanken loszukommen.

Ansonsten find ich Rausg'schmecktes Tipps sehr gut.

Schreien ist immer prima und einfach drauf losheulen hilft auch.

Bloß nicht zurückziehen und vor sich hingammeln.


@Rausgschmeckte: sehr schöner Thread - DANKE :blumenstrauss:

Meine "Überlebensmechanismen" sind:

- raus, raus, raus in die Natur
- MUSIK (hören und machen)
- allein sein (egal wo), also Rückzug
- zwischendurch immer wieder mal ein kleiner kurzer "Tapetenwechsel"
- Lesen von Büchern, die mich sehr motivieren (notfalls auch zum xten Mal)
- Bilder angucken von sehr schönen und glücklichen Momenten und mich an diese sehr lebhaft erinnern

:blumen:


so lange joggen bis alles weh tut und die lunge nur noch brennt..... funktioniert immer wieder!


Zitat
Was gibt euch die Kraft, jeden morgen wieder aufzustehen, obwohl der eigene Himmel eher grau-schwarz als blau aussieht?

ich kann nur kurz was sagen zu dieser frage:

also frust kenn ich eh nicht und kraft zum aufstehen das sind mal die katzen die ihr fressen wollen und meine kaffeemaschine. ich mag jetzt schon nicht mehr warten bis es morgen ist :sabber: :sabber:

Na, das sind aber Riesenunterschiede.
Also bei echten Schicksalsschlägen ist schon lange Trauerarbeit angesagt - meist über mehrere Jahre. Mal zurückziehen und heulen wie ein Schlosshund, mal die ganze Trauer durch Hyperaktivität rausschleudern.

Bei normalem Alltagsfrust hilft:
Musik (auch gern mal Mozart), Kochen (das Schnippeln, Rühren, Garen lenkt ab und macht so schön den Kopf frei), Tanzen (shake your body), mit der Katze schmusen (Katzenschnurren beruhigt ungemein), Shopping, Eis oder Schoggi essen, Kino/Theater , Atemübungen, Augen schließen und die Gedanken schweifen lassen....


Rausg´schmeckte, der Fred ist ne super Idee, deine Tipps sind auch schon gut.

Bisher hab ich bei Frust meistens gefressen -ganz ehrlich :heul: , damit ist jetzt Schluß.
Was mir hilft, ist Gartenarbeit, mit meiner Katze schmusen, ja oder laute Musik.

Und wenn man ne gute Freundin hat, bei der man mal den ganzen Mist abladen kann, einfach so, dann gehts einem / mir danach auch wieder besser.

Tante Edit meint, bei fm kann ich mich auch super ablenken..... :pfeifen:

Bearbeitet von Sunday am 17.07.2007 23:22:58


Zitat (Rheinfee @ 17.07.2007 23:03:57)
Na, das sind aber Riesenunterschiede.
Also bei echten Schicksalsschlägen ist schon lange Trauerarbeit angesagt - meist über mehrere Jahre. Mal zurückziehen und heulen wie ein Schlosshund, mal die ganze Trauer durch Hyperaktivität rausschleudern.


Ein Schicksalsschlag muss ja nicht mit dem Tod eines Menschen zusammenhängen, das kann auch der Verlust des Arbeitsplatzes mit den eventuellen Folgeerscheinungen sein. Wenn man plötzlich vor dem Nichts steht, die Schulden für's Haus z.B. nicht mehr zahlen kann, eine Zwangsversteigerung vor der Tür steht.. etc. Oder auch die Trennung vom Partner, die einem plötzlich den Boden unter den Füßen wegzieht.

Ich selber sehe da auch gar keine so großen Unterschiede, die Methoden, den Tag zu bewältigen, sind sich doch meist recht ähnlich, nur dass bei "normalem Alltagsfrust" eben meist eine "Einmaltherapie" reicht, jedenfalls bis zum nächsten Anfall. Während man bei langwierigen Geschichten sicher nicht durch eine Urschreitherapie erstmal geheilt ist. Aber es geht in beiden Fällen darum, erstmal den Tag rumzukriegen.

Ich kann mit solchen Gefühlen leider gar nicht umgehen. :(

Daher hoffe ich immer, dass ich solchen Situationen aus dem Weg gehen kann. Sollte ich dennoch mit unangenehmen Sachen konfrontiert werden, falle ich immer in ein "Loch". Für mich ist es verdammt schwierig da wieder rauszukommen. Denn meistens rede ich nicht über meine Gefühle und fress sie einfach in mich rein.

Frust mit Alkohol zu bekämpfen ist zwar nicht der richtige Weg und auch keine Lösung, trotzdem habe ich das schon oft gemacht. Ich bin auch sehr anfällig, was Probleme anderer betrifft. Da leide ich regelmäßig mit. :(

Ich weiß auch nicht ob ich zu sensibel bin, aber manche Sachen bringen mich echt aus dem Konzept.


Zitat (Rausg'schmeckte @ 17.07.2007 23:30:32)
Aber es geht in beiden Fällen darum, erstmal den Tag rumzukriegen.

Das ist genau der Punkt... :mellow:

Man muss individuelle - eben seine ganz eigenen - Strategien kennen und einsetzen können, um ein ganz banales oder schlimmstenfalls auch ein ganz existentielles Problem bewältigen zu können.

Dazu muss man in erster Linie (lernen) können, auf sich selbst und seinen Körper zu hören und darauf, was er einem sagt, was er in diesem Moment braucht, um (möglichst gut) weiter (und über-)leben zu können.

Was für den einen gut ist, muss für den anderen nicht zwingend genau so gut sein.
Jeder Mensch muss sich in solchen Situationen selbst "finden und heilen".

:blumen:

Bei kleineren Krisen muss ich erstmal allein sein. ;)
Wenn ich Frust habe,ist das erste was ich mache...Kaspermucke an.
Hass und Gewalt...und schön laut mitgröhlen.
Ärgert mich etwas so extrem wie im Moment einige Sachen auf Arbeit,texte ich Madame oder meinen besten Kumpel zu,damit es raus kann.
Das würden die auch andersrum machen,also habe ich da überhaupt keine Skrupel.


Ein (vorsichtiges...) Hallo...

...ich schätze mal, dieser Fred wird ein Selbstläufer und immer wieder vorne stehen... ... ... Gerade dieses Thema ist in der heutigen Zeit so etwas von vielfältig und die anstehenden Probleme der Menschen werden immer mehr...

Ergo muß "Problembewältigung" her... ... ...der eine so, der andere eben so...

Ist es hier sehr vermessen zu sagen, das ich persönlich mich erst einmal ganz in Ruhe zurücklehne, versuche eine Nacht darüber zu schlafen und das dann "Anstehende" anfange anzugehen??? (...klappt natürlich nicht immer...)

Von massiven Posttraumatischen Belastungsreaktionen bis hin zu spontanem "Schmerzempfinden" habe ich hier ja schon gelesen... ... ... und ICH weiß das ich mir mit meiner Aussage auch mal wieder nicht unbedingt Freunde mache, aber persönliche Vorgehensweise von mir:

IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT... ... ...

Das "Für" und "Wieder" wird vielleicht auch mal schriftlich fixiert und dann "bearbeitet"... ... ...

Grisu...


Ich habe immer alles in mich reingefressen, merke aber, das ist nicht gut! :ph34r: Leider kann ich nur sehr schlecht über meine persönlichen Gefühle reden, wüßte auch nicht wirklich, mit wem (stimmt nicht mehr so ganz :blumen:), meine Family hat selbst genug um die Ohren. Persönliche Schicksalsschläge werfen mich total aus der Bahn, da kommt auch mehr wieder hoch, als für mich gut ist :( . Meist ziehe ich mich dann total zurück, vergrabe mich, bis das schlimmste vorbei ist (was aber nicht heißt, daß ich z.B. nicht zur Arbeit gehen würde).

Alltagsstreß, Frusttage oder ähnliches werde ich meist wieder los, in dem ich mich entweder nach Feierabend vor den Fernseher hocke, Bücher lese bis zum abwinken, spazieren gehe (notfalls auch mitten in der Nacht).

Zitat
so lange joggen bis alles weh tut und die lunge nur noch brennt..... funktioniert immer wieder!

Das habe ich, seit ich mit dem Laufen angefangen habe, auch mehrfach gemacht, es hilft wirklich, auch wenn ich danach schon mal fast 'nen Notarzt gebraucht hätte... :ph34r:

Was auch hilft zur Streß- und Krisenbewältigung, einfach mal den Vega einladen. :) ;)


Wenn ich Frust habe packe ich mir mein Fahrrad und fahre drauf los-durch dem Wald oder zum See.......lasse da die Seele baumeln.

Ansonsten hilft mir bei Frust auch mal wieder in Lieblingsbüchern zu schmöckern ,eine schöne lustige Komödie auf DVD, ein Anruf bei einer Freundin.......

Ich muss aber sagen ,-ich habe selten Frust-und kann falls ich welchen habe damit Heutzutage besser mit umgehen als noch vor ein paar Jahren-lach ein gutes muss das älter werden ja auch haben!!-Ich sehe vieles viel gelassener und rege mich nicht so schnell auf.


Es kommt bei mir immer darauf an, aus welchen Gründen ich gefrustet bin. Von daher gibt es dann auch unterschiedliche Dinge, die ich dann mache:

- tanzen bis der Doc kommt
- Unkraut zupfen oder Ähnliches
- im Garten sitzen, die Vögel beobachten und dabei ein / zwei Glas Wein trinken (manchmal auch mehr) :pfeifen:
- ins Bett verkriechen und schlafen
- mit einer Vertrauensperson reden


Beten! Baut bei mir Frust ab.

Platz 2: Autogenes Training, Haut die Stresshormone aus dem Körper, und hilft beim Einschlafen.

Platz 3: Im Fitnessstudio auspowern, sei's ne Stunde Crosstrainer, oder'n Powerkurs, so wie Spinning oder Tae Bo, je nach Wetter auch draussen Fahrradfahren. Vertreibt die Aggressionen.


Zitat (VincentVega @ 18.07.2007 10:54:07)
Was auch hilft zur Streß- und Krisenbewältigung, einfach mal den Vega einladen. :) ;)

...sollte man dann nicht erst einmal "den" "Streß- und Krisenauslöser" lokalisiert haben???... ... ... :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

... ... ...

Grisu... :D

Qi Gong, PMR und Sport

:smoke:

Zitat (VincentVega @ 18.07.2007 10:54:07)
Was auch hilft zur Streß- und Krisenbewältigung, einfach mal den Vega einladen. :) ;)

Ich glaube das hilft eher aus einem entspannten Zustand in einen gestressten zu kommen :ph34r: :pfeifen: :D

Aso, damit ich noch was zum Thema beitrage

Ich gehöre zu den Leuten, die dann laut vor sich hin fluchen, sämtliche Türen knallen lassen, und öfters mal (während dem rumtuttern) kreischen :schrei:

Erst gestern wieder beim Kartoffelsalat machen... Meine Fresse, was mußten sich die armen Kartoffeln alles anhören B)

Aja, und gegen Frust hilft auch immer Dr. Schokoladentafel

Bearbeitet von Mellly am 18.07.2007 17:53:40

Super Thema, danke!

Bei Schicksalschlägen frage ich mich schon manchmal, warum muss ich immer stark sein? Warum immer für andere dasein, manchmal bis an die Grenze.
Leider erkenne ich selbst diese Grenze nicht und lieg dann auch mal auch der Sch...e (entschuldigung, aber es ist so).
Für private Schicksalschläge (Tod eines Angehörigen oder Freundes) brauche ich vedammt lange um damit fertig zu werden. Wer mich kennt, würde es aber nicht mal bemerken. Außer meiner Familie, die wissen wie es um mich steht.
Auch im Moment habe ich den Tod eines Bekannten noch nicht ganz verarbeitet, obwohl es zu erwarten war. Ich konnte mich nicht mehr von ihm selbst verabschieden, denn es ging so verdammt schnell. Und das macht mir noch zu schaffen. Obwohl es mir schon besser geht, da ich zur Beerdigung fahren konnte.

Mit Frust kann ich besser umgehen. Wenn es mal im privaten Bereich ist, dann lasse ich mal nen Brüller los, dann gehst mir besser. Dann wissen meine Lieben, was die Uhr geschlagen hat. Allerdings sollte man mich dann möglichst in Ruhe lassen. Oder ich nehme unseren Hund und drehe eine Runde durch die Weinberge.

Im Geschäft kommt es eigentlich selten vor. Aber wenn, dann laufe ich die 3 Etagen in die Cafeteria (nicht mit dem Fahrstuhl) und gönne mir einen Cappuchino. Aber den genieße ich dann in aller Ruhe und lass Arbeiit Arbeit sein. Bei schönem Wetter setze ich mich da auch mal 10 Minuten in den Innenhof und schalte ab. Das tut mir gut und ich werde wieder ruhiger. Möchte mich natürlich mit meiner Chefin nicht gerade anlegen. Danach kann man mit mir wieder reden.

Aber ich habe eine ganz ganz tolle Freundin. Die kann ich auch nachts anrufen und wir können quatschen bis uns der Schnabel weh tut. Das hilft mir unheimlich. Bei ihr weiß ich auch, es bleibt alles bei ihr und wird nicht weiter erzählt.
Dabei kann ich auch Frust abbauen. Ins Schlafzimmer gehen, aufs Bett legen und stundenlang mir ihr telefonieren. Tut bei Frust einfach gut.

Aber auch mit meinem Mann und den Kindern kann ich reden.
Frust hält bei mir und meiner Fam. nicht lange an.
Es gibt wichtigers als sich das Leben schwer zu machen.


Mit Schiksalsschlägen kann ich nicht umgehen. Ich verdränge das immer so sehr, dass ich es vergesse. Ja, ich kann das. Werde dann zu einem Hyperaktiven Menschen, der 24/7 unterwegs ist, mit Freunden Party macht usw. . Bloß nicht dran denken.

Frust, ja Frust habe ich eher selten bis nie. Da ich ein sehr direkter Mensch bin, glaube ich kann sich bei mir nie wirklich was anstauen.

:blumen:


Renate beschreibt den Unterschied zwischen Schicksalschlägen und Frust genau. Schicksalsschläge kann man nicht verdrängen, Todesfälle schon mal gar nicht. Da ist harte Trauerarbeit angesagt und die erlebt jeder Mensch anders udn das über einen sehr langen Zeitraum.
Bei Frust oder großem Ärger helfen Eure Vorschläge von Verdrängen oder gesteigerter Aktivität sicherlich.


Bei Frust schließe ich mich Janice an. Ich steige aufs Fahrrad und fahre los (werde ich gleich machen).


Bei Schicksalsschlägen kann ich gut reden. Ich habe viele gute Freunde, auf die ich mich verlassen kann.


Bei wirklich harten Schicksalsschlägen helfen bei mir nur Gespräche mit meinem Partner, Schwestern oder meiner langjährigen Freundin. Ich bin so froh, daß ich diese lieben Menschen habe, und wünsche jedem hier jemanden, der in der Not da ist und Kraft geben kann. Auch eine Therapie hat mir mal sehr geholfen, als ich meine Mutter vor einigen Jahren verlor. Leider schämen sich viele Leute, eine Therapie zu machen, weil sie Angst haben, als "verrückt" zu gelten. Dabei geht man ja auch zum Arzt, wenn man irgendwelche körperlichen Beschwerden hat.

Für den Alltagsfrust habe ich folgende Strategien entwickelt:
-Einfach mal ein Glas an die Wand schmeißen und den Anblick und das Geräusch der klirrenden Scherben genießen.
-ganz laut ABBA hören, macht mich immer irgendwie glücklich
-richtig ordinär fluchen (wenn meine Kinder nicht in der Nähe sind)
-mit meinen Mädels schmusen
-laufen gehen


Es steht ganz klar außer Frage, dass es zwischen "Alltagsfrust" und echten Schicksalsschlägen einen Riesen-Unterschied gibt. :huh:
Aber ich denke schon, dass auch der individuelle Verdrängungsmechanismus in beiden Fällen helfen kann.
Verdrängen kann doch auch bedeuten, ganz bestimmte schreckliche Dinge "auszublenden", die einen (wenn man es nicht täte) verfolgen (würden).
In manchen Fällen funktioniert das aber mit dem Verdrängen auf Dauer nicht und wird "ungesund" für den Betroffenen. Dann hilft nur eine aktive Aufarbeitung, ggf. auch mit professioneller Hilfe. Mir ist zB eine Frau bekannt, die vor vielen Jahren bei einem grausigen Unfall ihren gerade volljährigen Sohn verloren hat. Sie hat das nach außen hin geradezu meisterhaft auf "ihre" Weise verdrängt. Allerdings wage ich nicht zu beurteilen, ob es nicht vielleicht besser gewesen wäre, offensiv an der Trauer zu arbeiten :unsure:


P.S.: Bei meinen "Strategien" oben hab ich was ganz wichtiges vergessen: :ph34r:
- meine beste Freundin hören, sehen, fühlen, erleben :wub:
- Sporteln (tut mir saumäßig gut, grad wenn ich bissl in Aggro-Stimmung bin) :D


Hallo,

ich stelle mir gerade die selbe Frage und will in mir einige Dinge wecken, die ich zu lange vernachlässigt habe:
Zeit für mich,,was tut mir gut??,,lesen,,mal ins Kino gehen,,mal wieder Musik hören,,mich hinzusetzen und wieder mal kreativ sein,, und vielleicht auch ganz wichtig: was oder wer tut mir nicht gut??!!

gutes Thema!

Bis bald, Käthingo


Vor ca. 10 Monaten habe ich ähnlichen Tread eröffnet. https://forum.frag-mutti.de/index.php?showt...=0#entry494104

Ich habe leider keinen Weg gefunden meine Probleme zu lösen, obwohl ich einiges unternommen habe.

Mein Gesundheitszustand ist trotz ärztlichen Behandlung nicht viel besser geworden.....und die familiären Probleme machen mir weiterhin zu schaffen.

Mir hätte geholfen wenn ich mit jemandem über das, was mich belastet reden könnte.

Mit meinem Mann (wir sind 33 Jahre verheiratet) kann ich nicht reden. Er ist ein Teil meiner Probleme.
Bleiben nur meine Tochter und meine Freundin.

Das Meiste bespreche ich mit meiner Tochter, aber manchmal habe ich das Gefühl ihr damit zu Last zu fallen, also lasse ich es lieber. Das gilt auch für meine Freundin. Sie hat selbst Probleme, da will ich ihr noch nicht von meinen erzählen.

Also fresse ich alles in mich hinein und versuche so gut es geht alleine zurecht zu kommen,

Die Zukunft sieht für mich in fast jeder Beziehung nicht besonders rosig aus.

Ich danke euch, dass ihr mir zugehört habt!

Bearbeitet von Amber am 31.07.2007 12:22:36


Bei Alltagsfrust hilft mir (ist sehr unterschiedlich) ein Buch lesen und richtig darin zu 'verschwinden' oder mit meinen Sitzballern sporteln und danach quatschen oder mal richtig ausheulen oder auch Schokolade, süße Stückchen o.ä.

Bei Schicksalsschlägen ... hmmm ... am ehesten wohl Mutter (jetzt nicht mehr :( ), Schwester, Freundin schnappen und reden, reden, reden. Und wenn es x-mal dasselbe ist, was ich von mir gebe, irgendwie hilft es. Zumindest ein bisschen. Und auch ab und zu den ganzen Frust, die Trauer und Hoffnungslosigkeit, Ängste rausschreien oder -heulen.
Ändert zwar nichts an der Lage (Verstorbene Person bleibt tot, Arbeitsplatz ist weg etc. ), aber wenigstens kriege ich keine Magengeschwüre.


Bei normalem Alltagsfrust hilft mir Musik immer ganz gut. Meistens höre ich dann Lieder, die meine momentane Stimmung noch verstärken (also bei Traurigkeit noch traurigere Lieder). Das endet dann meistens damit, dass ich mir in meiner übersteigerten Emotion lächerlich vorkomme und ich mich dann wieder "zusammenreißen" kann.

Oder ich mache Sport. Damit habe ich zwar erst vor einem Halben Jahr angefangen, aber es hat von Anfang an geholfen.

Oder ich setz mich auf meine Wohnzimmertreppe ans Fenster, rufe meine beste Freundin an und rauch mit ihr zusammen ein Kippchen (jaja, ich weiß... ist nicht grade der gesündeste Weg des Frustabbaus...) und rede über das, was mich grade bewegt.

Aber allen "ErsteHilfeMaßnahmen" muss immer eine aktive Phase folgen, in der ich dem Grund für den Stress zu Leibe rücke.


Also bei Frust, wenn ich Zuhause bin, wird Musik angemacht, sich aufs Bett geschmissen und erst mal eine geraucht. Überhaupt sind Zigaretten bei mir Frustabbau, egal was passiert ich hock mich dann hin rauch eine und reg mich meistens dabei tierisch auf. Meistens hab ich mich dann aber auch beruhigt, wenn sie niedergebrannt ist. Meine Lunge wirds mir bestimmt danken XD



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