Transsexualität: Wie geht Ihr damit um?


Sohn/Tochter lebt in einem anderen Körper. Sohn möchte lieber Mädchen sein , und Mädchen möchte lieber Sohn sein. Wie steht Ihr dazu?


Ganz einfach =Leben und Leben lassen.

Es ist bestimmt sehr schwer für die Menschen im falschen Körper geboren worden zu sein.

Sicher ist es für den Eltern ebenfalls nicht leicht damit um zu gehen.

Bearbeitet von janice am 28.09.2007 23:13:13


Wollmaus,da kann man so nix zu sagen
man muß in der Situation sein


Zitat (Karmuffel @ 28.09.2007 23:14:01)
Wollmaus,da kann man so nix zu sagen
man muß in der Situation sein

Ja,das stimmt natürlich.

Aber eins weiss ich =Ich würde meine Kids in dem Fall unterstützen-und nicht fallen lassen.

Meine Meinung dazu ist: Wir haben nur ein Leben, und daraus sollten wir einfach das Beste machen. Wenn ich dann auf längere Sicht registriere, daß ich mich in einem männlichen Körper wohler fühle, muß ich eben was ändern. Da gibt es die "große" oder die "kleine" Lösung: Ich kann entweder in die Vollen gehen und beantragen, mich operativ in das jeweilig andere Geschlecht umwandeln zu lassen, was einen Riesenwust an psychologischen und juristischen Gutachten nach sich zöge, oder ich "experimentiere" erst einmal ein wenig mit Hormonen, Frisur, Schminke, etc...und dann kann ich immer noch weitersehen...
Je später der Abend, desto heikler die Themen; aber ich finde es klasse, daß genau solche Probleme heute offen angesprochen werden können, anstatt sie zu tabuisieren.


Ich denke,ich auch Janice

Bearbeitet von Karmuffel am 28.09.2007 23:25:45


Ich kann mich da nur anschliessen.
Solche Menschen sollte man akzeptieren und unterstuetzen.
Leider ist unsere Gesellschaft nicht gerade die beste,um sich so auszuleben.
In anderen Laendern wird ganz anders mit dem Thema umgegangen.
Heutzutage kapieren die Leute leider immernochnicht,dass auch Transsexuelle Menschen mit Gefuehlen sind,sonder sie gehoeren Abschaum der Gesellschaft.
Ich denke fuer einen Menschen der sich in seinem Koerper nicht wohlfuehlt,muss es grausam sein....


Leben und leben lassen. Jeder kann froh sein, wenn er mit sich selbst im reinen ist.

Ich bin da völlig vorurteilsfrei.


Gerade wenn das eigene Kind "betroffen" ist, sollte man doch zu ihm stehen!!

Es ist und bleibt das eigene Kind.

Ich habe schon einige Reportagen darüber gesehen und auch in meinem Psychiatrie-Lehrbuch steht nen Artikel darüber.

Die Betroffenen haben einen enormen Leidensdruck. Erstens die Frage "wer bin ich?" Für unsereins ist es klar, man ist entweder Junge oder Mädchen, auch wenn man sich eher untypisch für sein Geschlecht verhält (in den Augen der Gesellschaft), also Junge mag Handarbeit lieber als Werkunterricht, Mädchen spielt lieber Fußball als Ballett (das war jetzt mal fürs Beispiel plakativ gewählt) weiß man dennoch genau, ob man Junge oder Mädchen ist. Zweitens; die fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft, das ewige Verstecken und Verstellen.

Man muß übrigens unterscheiden. Transsexualität oder auch Störung der Geschlechtsidentität ist etwas anderes als Fetischismus (Frauenkleider tragen z.B.um sich sexuell zu erregen als Mann) und auch was anderes als Transvestitismus. Es hat auch nichts mit Intersexualität zu tun. Das alles wird manchmal gerne in einen Topf geschmissen.

Diese "Störung" betrifft die Kernidentität als Mann oder Frau und ist somit in allen Lebenslagen präsent. Die Schwierigkeiten gehen also weit über den Bereich des Geschlechtsverkehrs hinaus. Ein oft gehörtes Zitat bei diesen Reportagen ist ja "man lebt wie im falschen Körper" oder "die Natur hat da einfach was falsch gemacht"

Mittlerweile ist ja auch die plastische Chirurgie auf diesem Gebiet enorm weitergekommen. Ich denke, das größte Problem ist die Inakzeptanz, die teilweise die Betroffenen auch dann noch spüren, wenn sie bereits "im richtigen Körper" leben. Für viele ist ja Transsexualität ne perverse Neigung oder sonst irgendwas. Selbst wenn so eine OP geglückt ist, geht das Versteckspiel um die Vergangenheit ja weiter aus Angst später doch noch ausgegrenzt zu werden, wenn es jemand mitbekommt.

Das ist nen harter und langer Weg, den die Betroffenen aufsich nehmen müssen. psychotherapeutische Begleitung, Alltagstests mit der neuen Geschlechterrolle, Hormonbehandlung, Transformationsoperation....

Selbst wenn alles erfolgreich abgelaufen ist, ist das keine Garantie dafür, daß sich die betreffende Person dann vollkommen frei, und "im richtigen Geschlecht angekommen" fühlt.

Wie sollte man also dazu stehen, wenn Sohn/Tochter betroffen ist? Eigentlich sollte sich diese Frage doch gar nicht stellen? Es ist Sohn und/oder Tochter und da sollte die Familie und der Freundeskreis doch 100% hinter stehen und unterstützen wo es nur geht. Die Realität sieht da sicherlich grauer aus....

Bearbeitet von Mellly am 28.09.2007 23:44:37


@ Mellly:
Ich bewundere Dich dafür, daß Du immer die richtigen Worte findest und das Du das so treffend ausdrücken kannst!!!

Ich möchte noch hinzufügen, daß transsexuelle Menschen wesentlich weniger Probleme mit ihrer Identität haben, wenn sie wissen, daß der enge Familien/Freundeskreis hinter ihnen steht..also immer das Wissen vermittelt: DU BIST NICHT FALSCH!
Egal, welche "Macken" ein Mensch hat, mit eben diesem Wissen kann er sich der Zukunft stellen, und hält auch stärkerem Gegenwind stand!


Zitat
Sohn/Tochter lebt in einem anderen Körper. Sohn möchte lieber Mädchen sein , und Mädchen möchte lieber Sohn sein. Wie steht Ihr dazu?

Ich habe nur zwei Möglichkeiten,ob es mir passt oder nicht.
Entweder unterstütze ich mein Kind und lerne damit zu leben,wenn ich nicht schon vorher sehr offen damit umgegangen bin oder ich werde mein Kind verlieren...denn es wird sich nicht dadurch ändern,das sich die Eltern von ihm enttäuscht zurückziehen.Es wird sich woanders die nötige Unterstützung holen oder,was noch schlimmer wäre,ohne Rückhalt zerbrechen.
Zitat (janice)
Sicher ist es für den Eltern ebenfalls nicht leicht damit um zu gehen.

Nein,sicher nicht....

wolle und karmuffel:
ihr solltet heute oprah gucken,genau das thema wird besprochen :blumen:
vg cutie


Zitat (wollmaus @ 28.09.2007 23:06:27)
Sohn/Tochter lebt in einem anderen Körper. Sohn möchte lieber Mädchen sein , und Mädchen möchte lieber Sohn sein. Wie steht Ihr dazu?

Deshalb ist und bleibt es doch weiter mein Sohn/Tochter. Sicher mag es schwer sein, damit richtig umzugehen, aber ich denke, dass kann man lernen und deshalb hätte ich mein Kind garantiert nicht weniger lieb. Und wenn mir was dran gelegen ist, dass er/sie glücklich im Leben wird, dann sollte man das Kind auch dann bzw. gerade dann unterstützen.

Ich steig nicht dahinter warum man mit nem Transsexuellen überhaupt n Problem haben kann. Klaro, man kann sich Sorgen machen wenn einer ne Umwandlung will, so ne OP ist nicht von Pappe und die Medikamente auch nicht.
Aber alles andere ist meiner Meinung nach egoistisch.
"Was sollen die Verwandten und die Nachbarn sagen?" Geht die nix an, aber wenn die Fragen haben, raus damit, wenns denen nicht passt, scheiß drauf, auf die kann man dann verzichten.
"Dann krieg ich ja keine Enkel!" Gibts neuerdings Ansprüche drauf, Enkel zu kriegen? Gibt genug, die nicht transsexuell sind und trotzdem keine Kids wollen oder kriegen können.

Ist doch kein Verbrechen oder sowas, transsexuell zu sein, darum gibts auch keinen Grund, nicht zu seinen Kids zu stehen. Ich wär sowas von froh wenn ich betroffene Kids hätte, die den Mut haben dazuzustehen und das auch nicht verheimlichen, im Gegenteil, ich glaub ich wär derbe stolz wenn die damit zu mir kommen und sich mir anvertrauen und meine Hilfe und Unterstützung suchen.


Wenn einer meiner Jungs Transsexuell wäre, hätte ich überhaupt kein Problem mit dieser Tatsache, egal was Andere denken. Was Andere denken ist mir eh egal, die, die mir wichtig sind, stehen zu mir, egal in welcher Situation und Sache.


Ich glaube nicht, daß es den Eltern keine Probleme bereitet wenn ein Kind transsexuell ist. In meinem Bekanntenkreis sind Eltern deren Tochter sich für die große Lösung entschieden hat und nun ein verheirateter junger Mann ist. Es war ein wahnsinnig langer Leidensweg auf dem die Eltern (sie) ihn unterstützt haben. Sie haben immer zu ihm gehalten und trotzdem war es für beide Elternteile nicht ohne Probleme. Meine Bekannte musste sogar psychologische Hilfe in Anspruch nehmen weil sie alles nicht so leicht verkraftet hat. Trotzdem, sie haben immer zu ihrem Kind gehalten und sind auch in Zukunft immer für ihn da.


Zitat (janice @ 28.09.2007 23:21:52)


Aber eins weiss ich =Ich würde meine Kids in dem Fall unterstützen-und nicht fallen lassen.

seh ich genauso,

gg nicht :(

Ich denke mal das es schon ein merkwürdiges Gefühl wäre wenn meine Tochter zu mir kommen würde mit dem Wunsch ein Mann zu werden.
Aber ich würde sie auf jeden Fall unterstützen damit sie sich wohl fühlt.
Ich habe auch keine Vorurteile gegnüber den Betroffenen.Letztendlich muß man sich in seiner eigenen Haut wohl fühlen.Ich würde selbst auch Verständnis erwarten wenn ich in so einer Situation wäre.(Obwohl ich mich in meiner eigenen Haut sehr wohl fühle).Ich finde es gut, daß es mittlerweile die Möglichkeit gibt sich umoperieren zu lassen


Danke für Euer positives Denken über dieses Thema!!!! :wub:

Wie Ihr unschwer erkennen könnt, bin ich 61.Ich habe dieses Thema bewußt hier reingesetzt, weil ich immer noch feststellen muß, daß Frauen wie Männer in meinem Alter immer noch auf der Schiene leben: Soetwas ist pervers und darf es nicht geben!!!

Ich habe vor Kurzem im Fersehen einen Bericht gesehen über eine Frau, die als Zwitter geboren ist, und, da die Eltern einen Jungen haben wollten, dementsprechend operiert wurde!! Sie hatte erst als Erwachsene die Chance, sich umoperieren zu lassen, weil sie sich immer als Frau gefühlt hatte.

Es sollten mehr Menschen lernen, so zu Denken, wie Ihr es tut!! :blumenstrauss:


Davon habe ich auch schon gehört. Meist wurden die Babys gleich nach der Geburt zum Mädchen gemacht, weil es halt einfacher ist. Als die Betroffenen älter wurden, haben sie sich dann immer falsch im eigenen Körper gefühlt, und wußten teilweise nicht einmal, warum.
Heute ist es in der Medizin und vor allen Dingen in der Psychologie weitläufig bekannt, daß man erst einmal abwarten sollte, bis man sicher ist, welches Gschlecht sich "richtig" anfühlt. Trotzdem entscheiden sich immer noch Eltern für die "einfache Methode", um Ihrem Kind die Andersartigkeit zu ersparen, ohne richtig aufgeklärt zu sein,was sie ihrem Kind langfristig damit antun.


Wollmaus :blumen: , ist das jetzt ein Thema, das Du gerne mal diskutieren wolltest, oder betrifft es Dich? Wenn ja, gleich mit zweien? Oder allgemein? Wenn betroffen, wie alt wären denn dann das oder die Kinder? Und wie äußert sich das?


Zwittertum bzw. Intersexualität, also das Vorhandensein von männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen ist von Transsexualität zu unterscheiden. Aber bei dem geschilderten Beispiel ist das Ergebnis ähnlich. Die als Baby umoperierten Betroffenen können sich auch wie Transsexuelle fühlen, wenn sich eben die Eltern für das "falsche" Geschlecht entschieden haben. Traurig, denn damit haben die Eltern nichts weiter bewirkt, als die eigene Zufriedenheit, "man hätte doch jetzt eindeutig ein Mädchen oder eindeutig einen Jungen" Das Kind muß später evtl diese Entscheidung allein tragen, wenn es sich dann doch mehr als das andere Geschlecht fühlt...


Zitat (Mellly @ 29.09.2007 19:15:04)
Zwittertum bzw. Intersexualität, also das Vorhandensein von männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen ist von Transsexualität zu unterscheiden. Aber bei dem geschilderten Beispiel ist das Ergebnis ähnlich. Die als Baby umoperierten Betroffenen können sich auch wie Transsexuelle fühlen, wenn sich eben die Eltern für das "falsche" Geschlecht entschieden haben. Traurig, denn damit haben die Eltern nichts weiter bewirkt, als die eigene Zufriedenheit, "man hätte doch jetzt eindeutig ein Mädchen oder eindeutig einen Jungen" Das Kind muß später evtl diese Entscheidung allein tragen, wenn es sich dann doch mehr als das andere Geschlecht fühlt...

Melly
Du bist Klasse!!! :wub:
Du beschreibst es so, wie ich es ausdrücken möchte. :wub: Aber, was ich nicht begreife, warum finde ich es OK und andere in meinem Alter nicht??? Das macht mich nachdenklich!!!! :(

Zitat (wollmaus @ 29.09.2007 19:35:48)
Zitat (Mellly @ 29.09.2007 19:15:04)
Zwittertum bzw. Intersexualität, also das Vorhandensein von männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen ist von Transsexualität zu unterscheiden. Aber bei dem geschilderten Beispiel ist das Ergebnis ähnlich. Die als Baby umoperierten Betroffenen können sich auch wie Transsexuelle fühlen, wenn sich eben die Eltern für das "falsche" Geschlecht entschieden haben. Traurig, denn damit haben die Eltern nichts weiter bewirkt, als die eigene Zufriedenheit, "man hätte doch jetzt eindeutig ein Mädchen oder eindeutig einen Jungen" Das Kind muß später evtl diese Entscheidung allein tragen, wenn es sich dann doch mehr als das andere Geschlecht fühlt...

Melly
Du bist Klasse!!! :wub:
Du beschreibst es so, wie ich es ausdrücken möchte. :wub: Aber, was ich nicht begreife, warum finde ich es OK und andere in meinem Alter nicht??? Das macht mich nachdenklich!!!! :(

Tja, die Menschen sind halt verschieden und haben verschiedene Werte- und Moralvorstellungen. Bei einigen sitzen diese eben fester als bei anderen. Es ist noch gar nicht so lange her, da galt fast alles außer "der Missionarsstellung im Dunkeln und nur zum Kindermachen und bloß keinen Spaß dabei haben" als Perversion und Abartigkeit.

Aber ich will mich doch nochmal auf die Seite betroffener Eltern schlagen. Ich glaube man darf als Außenstehender nicht so einfach und so schnell das Richtbeil schlagen. Nur weil Eltern entschieden haben ihr Baby, was als intersexuell geboren wurde, einer Transformationsoperation zu unterziehen, heißt das nicht, sie seien Rabeneltern oder ähnliches.

Ich meine, alle Eltern wünschen sich doch ein gesundes und "normales" (was immer das heißt im Einzelfall) Baby ohne Mibildungen etc etc. Ich denke jeder versteht, daß dies nicht egoistisch ist. Dieser Wunsch ist doch eigentlich nur natürlich.

So, nur stellt der Arzt fest "Es hat 5 Zehen, 5 Finger, 2 Augen etc" es scheint also gesund. Und dann: "Naja, und irgendwie ist da was zu viel, was da nicht hingehört oder es fehlt was, was aber da sein sollte; Ihr Kind ist intersexuell!!!" Bumm!! Und schon werden die Eltern auf den Boden der harten Realität knallen. "Mein Kind ist anders" Aufeinmal ist alles anders. Du fällst aus deinem Traumschloss zurück in die Realität, zurück in die Gesellschaft, die nicht sagt: "ach wie süß, was ist es denn? Ein Mädchen? Ahhh, ganz die Mutter" Oder: "Ach, das ist ja ein goldiges Kind, ein Junge? Ganz der Papa".

Nein, diese Sprüche wirst du nicht hören. Wenn du Glück hast, kommt nur ein peinlich-berührtes "Ach..." Wenn du Pech hast, wechseln andere Eltern mit "normalen Kindern" die Straßenseite. Wahrscheinlich wünschst du dir heimlich, daß statt dem "Pimmel, doch einfach nur ein 6. Finger hätte wachsen können. Abschneiden und gut..." Die Narbe hätte Mädchen später stolz zeigen können. "Sie ist eben was besonderes, aber normal, so, mit dem Pimmel, ist sie abnormal" Ja, das ist wohl die Strafe für das Rauchen in der Schwangerschaft oder das eine Glas Sekt zum Anstossen. Oder waren es die Aspirin? Oder der anfängliche Gedanke an einen Abbruch?

Diese Gedanken werden junge Eltern quälen...Die Frage nach dem Warum. Und dann noch die Frage: "Was wird? Was tun?"

Eltern fällen seit dem ersten Atemzug ihres Kindes Entscheidungen, die das spätere Leben beeinflussen werden. Eltern treffen immernoch Entscheidungen für das Kind, wenn es älter wird. Dazu sind Eltern da. Sie müssen Entscheidungen treffen für ihr Kind, was selbst im Leben noch nicht klar kommt. Und im Hinterkopf immer die Frage: "War das richtig?"

So, nun stellt euch diese Eltern vor. Ärzte reden auf sie ein, Verwandte, Bekannte, Fremde. Alle sagen, diese OP wird das Beste sein, ihr werdet schon sehen.

Und als Eltern will man richtig und im Sinne des Kindes handeln. Deswegen holt man einen Arzt nach dem anderen dazu. Man informiert sich bei Psychologen, bei Erziehern etc etc...

Aber die Entscheidung muß man allein treffen..

Warum sollte man dann gleich Eltern mit Mißmut strafen, die mit bestem Wissen und Gewissen zum Wohle ihres Kindes handeln wollten und weil sie Experten vertrauen. Wenn es heißt: "Diese OP ist das beste für ihr Kind"

Nein, wir sollten wirklich nicht die Eltern zum Schafott führen, wenn sie für ihr Kind da sind und es unterstützen auch wenn es klar wird, daß diese OP im Babyalter nicht das Beste war...

von Tim zu Kim?

dieses Thema gabs mal bei SternTV

Zitat (lucky ohne strike @ 29.09.2007 19:14:27)
Wollmaus :blumen: , ist das jetzt ein Thema, das Du gerne mal diskutieren wolltest, oder betrifft es Dich? Wenn ja, gleich mit zweien? Oder allgemein? Wenn betroffen, wie alt wären denn dann das oder die Kinder? Und wie äußert sich das?

jetzt weiß ich's immer noch nicht...

Zitat (Mellly @ 29.09.2007 20:13:56)


Nein, wir sollten wirklich nicht die Eltern zum Schafott führen, wenn sie für ihr Kind da sind und es unterstützen auch wenn es klar wird, daß diese OP im Babyalter nicht das Beste war...

Richtig! :daumenhoch:
Und genau deshalb sollten betroffene Eltern auch von vornherein von Ärzten und Psychologen richtig informiert werden

Zitat (Heiabutzi @ 29.09.2007 22:21:56)
Zitat (Mellly @ 29.09.2007 20:13:56)


Nein, wir sollten wirklich nicht die Eltern zum Schafott führen, wenn sie für ihr Kind da sind und es unterstützen auch wenn es klar wird, daß diese OP im Babyalter nicht das Beste war...

Richtig! :daumenhoch:
Und genau deshalb sollten betroffene Eltern auch von vornherein von Ärzten und Psychologen richtig informiert werden

Naja, die haben vielleicht auch abgewogen und waren der Meinung, daß dieser Schritt also die frühzeitige OP das "geringere Übel" wären...

Ich stelle es mir auch nicht gerade einfach vor, ein Kind mit beiden Geschlechtsmerkmalen zu erziehen? Wie soll man sich da als Elternteil verhalten, um das Kind nicht doch schon frühzeitgi in eine Rolle zu drängen wo es eigentlich gar nicht hin will. Es hätte auch genauso so gut kommen können, daß ein Kind seinen Eltern später vorhält, warum sie es nicht schon gleich als Baby umoperiert haben lassen, so daß es dem Spott nicht ausgesetzt gewesen wäre.

Ich will halt einfach nur sagen, daß es da sicher keine eindeutig richtige Lösung gibt. Wo man als Außenstehender sagt: "Jawoll, so hast du/habt ihr richtig gehandelt"

Ich hab meinen Eltern auch lange Sorge bereitet....

Schon als Kleinkind stand für mich persönlich fest: daß ich ein Mädchen bin ist ein großer Fehler - da ist wohl irgendwas schiefgelaufen.

Mit Puppen hab ich nie gespielt - Autos, Handwerkliches hat mich interessiert.
Gummitwist, puppenkleidung nähen ? Bäh, Weiberkram.

Ich bin lieber mit den Jungs losgezogen, hab Baumhäuser gebaut, im Dreck gepielt, gerauft...

Das schlimmste war für mich wenn ich als Mädchen "verkleidet" wurde- Kleid, Zöpfe - ich fühlte mich schlecklich - in dem Aufzug gabs regelmäßig Streß weil diese unpraktische Kleidung eben dem Bäumeklettern etc nicht gewachsen war.

Mir wurde immer angedroht: Mädchen bekommen mal ein Kind - das ist natürlich - wirst schon sehn wenn Du größer bist.
Schon mit 6 Jahren hab ich meiner Mutter gesagt daß ich Kinder nicht ausstehen kann ud wenn ich das schon nicht vermeiden kann (schien ja unumgänglich zu sein) dann heißt das Kind so wie etwas was ich mit der verhaßten Frauenrolle in Verbindung brachte: Nähmaschine.
Als Kind und auch als Jugendlicher hätte ich sofort mein Geschlecht umwandeln lassen um aus der verhaßten Frauenrolle die mir zugedacht war zu entfliehen.

Auch in der Pubertät änderte sich mein Einstellung nicht - mit Mädchen hatte ich nix am Hut - Mode, Jungs und ähnliche Mädchenthemen interessierten mich nicht.
Mit den Jungs konnte ich über Comupter reden (hatte mir damals einen Computer von meinem gesammelten Ersparten gekauft).
Das Thema Sexualität wurde angesprochen - man wurde aufgeklärt.
Da erkannnte ich daß ich wohl doch nicht echt transexuell bin - ich bin zwar wie ein Junge, aber Mädchen gegenüber hingezogen gühle ich mich überhaupt nicht.
Ich hab dann beschlossen: ein "schwuler Junge" zu sein ;)

Inzwischen bin ich glücklich verheiratet (mit meinem Mann) - fühle mich auch mit meinem Körper eigentlich wohl weil ich gelernt habe daß ich auch "anders" sein darf als Frau- ich habe kein Interesse an Mode, arbeite in einem Männerjob, meine sonstigen Hobbies sind auch alles "Mnnerhobbies".

Hätte damals jmd mich zum Mann umgemodelt, dann wäre ich nicht glücklich geworden - denn mitFrauen hab ich nunmal nix am Hut - dann wäre ich eine Frau im männlichen Körper die auf Männer steht.

Grad bei Kindern ist der Wunsch nicht unbedingt "echt" das Geschlecht zu wechseln - es wird wie das Kindkriegen einfach "hingenommen" (wenn Du ein Junge sein willst, mußt Du auch wie ein Junge aussehen).
Es ist also m.E. wichtig daß Psychologen das Kind, den Jugendlichen begleiten - ob die Weigerung des Geschlchts nicht einfach der Rolle entspricht die man nicht einnehmen möchte - man hat einfach andere Interessen als normal fürs Geschlcht üblich, ist aber dennoch später glücklich verheiratet wenn man als Frau zur elt kam und als Kind als "Frau" unglücklich war.

Ein Kind, Jugendlicher der sein Geschlcht wirklich ha0t - nicht nur wegen der "Rolle" damits zum "Bild" paßt, der auch dann als Jugendlicher sich zum eigenen Geschlcht hingezogen fühlt, für den ist die Umwandlung etwas.

Ich bin noch heute stinksauer auf meine Eltern daß ich z.B. kein Kettcar bekommen habe (ist nur was für Jungs und war nicht aus Geldmangel tabu)


Ich bin also nicht echt transexuell obwohl ich dies lange Zeit dachte...

Wenn ein Junge also gerne mitPuppen spielt, gerne auch Mädchenkleider anzieht, oder ein Mädel sich wie ein Junge benimmt, heißt das noch lange nicht daß das Kind transsexuell ist - vielleicht ist es einfach "anders" und kann aber später dann als normaler Mann, Frau leben und Partnerschaft haben auch wenn er/sie auch als Erwachsener keine sonstigen Interessen hat die seinem Geschlecht eigentlich entsprechen sollten laut Gesellschaft.

Wenn er oder sie wirklich transsexuell ist: es ist Euer Kind - unterstützt es...


Hmmmm ich kenne selber einige Transen und ich seh nichts dabei. Ist das ein Mann in Frauenkleidern, der lieber eine Frau sein will: Who cares, wenn er damit glücklich ist warum nicht. WELCHES Recht hat man als einziger eigentlich einen Menschen nach so etwas zu verurteilen, da kann man seine Zeit auch sinnvoller gestalten. Leider denken nicht sehr viele Leute so und deswegen ist es für sie nicht immer einfach...


Ich habe eine Sendung dazu gesehen, war wirklich interessant. Am besten nichts überstürzen und erst einmal beobachten. Jeder sollte so leben, wie er sich am besten fühlt.

Transsexualität kann zu sozialen Problemen führen, es gibt einfach viel zu viele Idioten auf dieser Welt ..


Zitat (Draku @ 30.09.2007 05:55:04)
Da erkannnte ich daß ich wohl doch nicht echt transexuell bin - ich bin zwar wie ein Junge, aber Mädchen gegenüber hingezogen gühle ich mich überhaupt nicht.
Ich hab dann beschlossen: ein "schwuler Junge" zu sein ;)

Hätte damals jmd mich zum Mann umgemodelt, dann wäre ich nicht glücklich geworden - denn mitFrauen hab ich nunmal nix am Hut - dann wäre ich eine Frau im männlichen Körper die auf Männer steht.

Transsexualität hat nicht automatisch was mit der Ausrichtung zu tun. Gibt viele Kerle, die glauben die haben den falschen Körper und wollen ne Frau sein, aber die mit Männern nix anfangen können und sich in Frauen verknallen. Aus der Sicht von anderen sind die hetero. Bist n Mann und stehst auf Frauen, also hetero.

Fahren die auf Kerle ab, sind die aus Sicht der anderen schwul, für sich selber sind die hetero, weil die ja "bloß" nen männlichen Körper haben und alles andere weiblich ist. Sind zwei Paar Schuhe, ab und an kommt eben beides zusammen.
Darum find ich das auch so bekloppt, wie das z. B. im Iran geregelt wird: Homosexualität unter Männern (also nicht die Ausrichtung selber, sondern Sex zwischen zwei Männern) ist verboten, ich glaub da steht immer noch die Todesstrafe drauf.
Dagegen sind Geschlechtsumwandlungen von Schwulen erlaubt und sogar erwünscht, ich glaub das wird sogar gefördert und unterstützt. Bloß so kann dann n schwuler Mann (der dann eben zur Frau umoperiert wird) gefahrlos Sex mit nem Kerl haben. Ist dann also ne Geschlechtsumwandlung als Mittel zum Zweck und nicht, weil da was angeglichen werden soll und sich n Mann als Frau fühlt.

Zitat (lucky ohne strike @ 29.09.2007 20:49:10)
Zitat (lucky ohne strike @ 29.09.2007 19:14:27)
Wollmaus :blumen: , ist das jetzt ein Thema, das Du gerne mal diskutieren wolltest, oder betrifft es Dich? Wenn ja, gleich mit zweien? Oder allgemein? Wenn betroffen, wie alt wären denn dann das oder die Kinder? Und wie äußert sich das?

jetzt weiß ich's immer noch nicht...

Nein. Es betrifft mich nicht. Ich hatte einen Film darüber gesehen, und wollte das Thema hier reinsetzen, um las zu sehen, wie allgemein darüber gedacht wird.

Schupps!

12-Jährige will Junge sein:Klick mich!

Ich denke in Deutschland wäre das nicht gegangen! :pfeifen::pfeifen::pfeifen:

Zitat (wurst @ 26.05.2008 09:07:10)
Ich denke in Deutschland wäre das nicht gegangen! :pfeifen:  :pfeifen:  :pfeifen:

da wär ich mir nicht so sicher... :rolleyes::schlaumeier:Kim

Bearbeitet von Nayka am 26.05.2008 11:35:24


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