Gefüllter Schweinebraten: ....Bratzeit.....


Hallo zusammen.

Erstmal vorweg, mein Schwiegervater hat morgen Geburtstag und meine
Schwiegermutter kam eben bei mir an, ob ich ihr den Braten fertigmachen
kann. ...Natürlich...

So, sie hat mir einen Schweinebraten gegeben mit Zwiebel-Mettfüllung 4,5 kg schwer.
(extra beim Metzger in der Größe bestellt.)
Erstens, passt der in der Länge nicht aufs Backblech.
Zweitens, wie lange muß das Ding braten, schmoren oder....

Wenn ich den durchschneide, läuft da nichts aus? Wie kann ich die Schnittfläche
"versiegeln" (was besseres ist mir nicht eingefallen).
Also, in der Größe habe ich noch nie einen Braten gemacht.
Möchte das aber perfekt zubereiten.

Gibt mir doch bitte Tipps.

Ich danke Euch. :blumen:


Also wenn du das gute Stück durchschneiden MUSST würde ich die einzelnen Stücke fest in Alu-Folie einwickeln, dann kann auch nichts "auslaufen" und sie bleiben saftig. Dann kannst du sie auch ruhig länger garen, ohne dass etwas trocken wird.
Nun kenn ich natürlich weder Braten noch Ofen, aber ich würde mal tippen, 200 Grad und 1,5 Stunden (mindestens) würd ich schon geben. Die letzte halbe Stunde dann die Folie aufmachen, damit er noch schön braun wird. Evtl. übergrillen, falls möglich?
Ich nehme mal an, dass anbraten vorher wg. der Größe auch ausfällt?
Vielleicht hast du ein Bratenthermometer oder kannst noch eins irgendwoher besorgen? Damit kann man den Garpunkt super bestimmen.
Viel Glück mit deinem "halben Schwein auf Toast"! Das klappt schon! :sabber:


Mit was ist der Braten gefüllt???

Was für ein Fleisch:Bauch,Kamm oder Kotlett???


Wurst, zu sehr Geburtstag gefeiert? :pfeifen:


Steht doch da! Zwiebel-Mettfüllung (ich würde wahrscheinlich Hackepeter sagen).
Aber hast ja Recht. Von der Fleischart steht nichts da.


Hört sich für mich nach Nacken- oder Rollbraten an. Du musst pro Kilo eine Stunde Bratzeit rechnen. Das Fleisch würde ich vorher rundherum scharf anbraten, also auch die Schnittstellen, dann sollte da auch nichts auslaufen. Eine Zwiebel/Mettfüllung ist ja von der Konsistenz her auch ziemlich fest, sodass du in dieser Hinsicht eigentlich nichts zu befürchten hast. Ich würde 170Grad Ober/Unterhitze einstellen und den Braten, bzw. die beiden Bratenstücke 2 Stunden im Ofen lassen. Bratenthermometer ist sicher nicht verkehrt.

Bearbeitet von Rausg'schmeckte am 20.02.2008 17:04:47


Kann ich nicht sehen, was für ein Fleisch. Ist schon fix und fertig gewickelt und
gewürzt. ...Nur passt der nicht in die Fleischpfanne vom Backofen.
Blech ist Innenmaß 37 cm, Braten ist 45 cm lang und 15 cm breit.
Passt auch nicht diagonal. (Schwiegermutter ist immer lustig, was sie nicht
hinbekommt, muß ich machen). Möchte mich aber nicht blamieren.

Also,... durchschneiden....?

Wegen Fleischsorte kann ich si ja mal fragen.


Zitat (Renate54 @ 20.02.2008 17:00:28)
Wurst, zu sehr Geburtstag gefeiert? :pfeifen:


Steht doch da! Zwiebel-Mettfüllung (ich würde wahrscheinlich Hackepeter sagen).
Aber hast ja Recht. Von der Fleischart steht nichts da.


Renate54:ich doch nicht! ;)

Rausg'schmeckte:so würde ich es auch machen!

Eine Alternative wäre noch im Bratschlauch! ;)

Hab noch mal nachgefragt wegen Fleischsorte.
....Weiß ich nicht sagt sie...habe das so bestellt.

Aber jetzt noch lustiger... Gibt mir noch einen 1,5 kg gefüllten Rollbraten da ist
Bratwurst, Zwiebeln und Käse drin. Soll ich auch noch machen.
ok... kein Problem..... Nur, wer soll das essen?
Wir sind nur 10 Personen. Zum Fleisch gibt es auch noch Sahnekartoffeln.

Ich glaub da essen wir 3 Tage von.

Aber wenn sie es meint. Die hat immer Angst, daß keiner satt wird.

Ich berichte morgen abend mal, wie es war.

Danke erstmals. :blumen:


mal sehen, klingt wie kottlett ohne knochen.
wenn du es scharf anbratest müste er eingehen.ich glaube 40% also sind es nur noch 70 / 60 % übrig. so müstest du ihn erst richtig reinquetschen dann wird er kleiner.
oder wurst, was sagst du dazu? müßte doch hinkommen, meine rechnung?
sag was.


Würde mein Fleisch beim Anbraten um 40% eingehen, würde ich meinen Metzger verklagen ;)


Zitat (Rausg'schmeckte @ 20.02.2008 22:26:07)
Würde mein Fleisch beim Anbraten um 40% eingehen, würde ich meinen Metzger verklagen ;)

Genau Rausg'schmeckte :lol:

Es geht darum das Bauch länger braucht als Kamm/Hals und das wiederrum länger als Kotlett,eine Rolle spielt auch der Durchmesser des Bratens! ;)

Zitat (Rausg'schmeckte @ 20.02.2008 22:26:07)
Würde mein Fleisch beim Anbraten um 40% eingehen, würde ich meinen Metzger verklagen ;)

Ich auch. Das zeugt doch davon, dass mit Wasser nicht gespart wurde. :angry:

Zitat (silberpudel @ 20.02.2008 18:51:20)
Ich glaub da essen wir 3 Tage von.


Kenn ich irgendwo her. Wenn wir früher bei meinen Eltern oder den Schwiegereltern waren wurde immer noch eingepackt, damit wir ja nicht verhungen. :D Da wurde meist das doppelte gekocht und gebacken, damit ja keiner sagen konnte, es gab nicht genügend.

jetzt bin ich aber platt

das kann der fleischer nicht beeinflussen.

bei rind sind es 30%
bei schwein 40%

DA IM FLEISCH NUN MAL AUCH WASSER IST.

würde mal empfehlen, das du ein stück fleisch nimmst und es vor dem braten wiegst, dann noch mal nach dem braten.
mal sehen ob dein fleischer deinen anwalt vor die türe setzt.
nur wenn es noch mehr ist was fehlt, dann könnt ihr es mit dem anwalt machen.

Bearbeitet von gitti2810 am 21.02.2008 19:14:02


Kauf mal ein Stück Fleisch beim Metzger und brate das. Da habe ich noch fast die gleiche Größe in der Pfanne, wenn es fertig ist. Und dieses Fleisch wird auch sofort braun, da nicht erst eine Menge Flüssigkeit austritt.

Kauf mal die gleiche Menge Fleisch im Supermarkt, wo das Kilo 3.00 € kostet. Da muss man fast das doppelte kaufen, damit alle satt werden.

Beim Metzger bezahle ich aber auch über das doppelte dafür. Aber das ist mir die Qualität wert, und lieber essen wir einmal weniger Fleisch. Und da brauche ich auch keinen Anwalt, da ich einen Metzger meines Vertrauens habe, der auch noch selbst schlachtet.

Bearbeitet von Renate54 am 21.02.2008 19:21:30


Gitti, der Wasserverlust bei gutem Fleisch liegt bei ca. 15-20%. Wenn das, was du in Pfanne oder Ofen hast, mehr schrumpft, dann kannst du es guten Gewissens deinem Metzger um die Ohren hauen, wenn du ihn schon nicht verklagen willst ;). Bei billigem Supermarktfleisch ist ein höherer Wasserverlust fast normal, bei Metzgerfleisch, das ja entsprechend mehr kostet, sollte sowas nicht passieren. Die schlechtere Qualität kommt meist vom Streß, dem die Tiere bei Transport und Massenschlachtung ausgesetzt sind. Auch minderwertiges Futter trägt mit dazu bei. Eben diese Dinge sollte man bei einem guten Metzger aber ausschließen können.


gegoogelte ergebnisse
da steht eigendlich auf jeder seite, in etwa, was ich sagte

doch das, was ich wußte, ist was man mir mal beigebracht hatt.

und wenn ich in ein paar tagen mein wildschwein bekomme.
weder ich das gleiche(nicht das selbe) wieder sehen.

Bearbeitet von gitti2810 am 21.02.2008 19:44:16

So: hier kommt der Bericht!

Fleisch habe ich bei ihr im Backofen fertiggemacht, denn ihr Bratblech ist größer.
Brauchte den großen Braten nicht halbieren.
Vor dem Braten war er 45 cm lang nach Ende der Bratzeit 43 cm lang.

Kann man nicht meckern.
Übrigens kommt das Fleisch von einem Schlachter (Metzger) der alles private
Schlachttiere kauft. Ist bei uns nur dieser Bekannte Mann vom Fach. Der macht
auch nicht so viel verschiedene Sorten (ob Wurst usw.) Teurer ist er, aber was man
da kauft schmeckt jedenfalls noch. Wir holen unsere Sachen auch lieber da, als im
Supermarkt. Für 2 Personen ist es ja erträglich.

So, den Braten hatte ich 3 Std. im Ofen.
Übrig war eine Scheibe (bei 10 Personen).
Den kleinen 1,5 kg Braten hat Schwiegermutter mir mitgegeben für Morgen.

War alles super lecker.

Und danke, daß Ihr mir einige Tipps gegeben habt. :blumen: :blumen: :blumen:


Mal zurück zum Braten: Ich würde den Braten (oder auch beide) erst rundherum kurz anbraten und dann schön langsam im Ofen bei 150° Umluft garen. Wird wunderbar zart.


Viele Billig-Metzger aus dem Supermarkt werfen das Fleisch in eine Zentrifuge. Da kommt Eis dazu. Das MUSS sein, bei bestimmten Würsten, bei Kassler. Aber nicht beim Schweinebraten oder bei Schnitztel - Kotelett-Fleisch. Da sind bei 500 Gramm mal eben 100 Gramm Wasser drin - das verdampft dann und der Braten wird klitzeklein und Zäh. Ein guter Metzger macht das nicht. Dafür kostet das Fleisch eben mehr, ist aber im Endeffekt billiger.

Dann noch etwas: Bratenfleisch muss von allen Seiten gut angebraten werden. Ein gutes Fett, dass heiß genug wird, etwas Aufmerksamkeit, und schon schließen sich die äußeren Poren des Fleisches sehr rasch - der Saft bleibt im Fleisch.

Im Backofen spielt die Temparatur eher eine untergeordnete Rolle. Manche bruzzeln ihren Braten bei 80 Grad viele Stunden - das ist die schonendste Methode, den Geschmack zu erhalten. 160 Grad sind auch in Ordnung - dann muss man gut aufpassen und sehr oft das Fleisch mit Bratensaft oder Fett übergießen. 200 - 250 Grad sind dann zum Bräunen richtig, allerdings nur die letzten 20 Minuten.

Die Bratzeit hängt sehr von der Menge und der Höhe des Bratens ab - auch von der Fleischqualität. Grob sagt man, pro Kilo eine Stunde. Oder pro Zentimeter Höhe 10 Minuten.

Es gibt auch Thermometer speziell für Bratenfleisch. Da heißt es, wenn das Fleisch eine "Kerntemparatur" von 80 Grad hat, ist es in Ordnung. Also in der Mitte.

Ich denke aber, wichtiger als spezielle Thermometer und andere Hilfsmittel sind ein gutes Gefühl und Zeit. Lieber etwas kühler und längere Zeit im Backofen als zu heiß und zu kurz.


Gruß

Abraxas