Einschulung mit 5 1/4 Jahren?


Hallo Ihr Lieben,

meine Tochter hat vom Kiga die Info bekommen, dass unser Zwerg ein sogenanntes Kannkind ist. Keiner wusste erstmal, was es bedeutet.
Sie hat sich gestern im Kiga erkundigt und erfahren, dass der Kleine schon nächstes Jahr eingeschult werden könnte, da er geistig und körperlich soweit wäre.
Er wird dann im Mai 5 und soll demnach im Sept. schon in die Schule gehen!
Es stimmt schon, dass er sehr weit ist aber ich finde es einfach zu früh. Die Kindheit kann man ihm nie wieder geben.

Meine Tochter und der Schwiegersohn sind auch meiner Meinung, aber die Erzieherin hat es nicht verstanden oder wollte es nicht verstehen. Das Kind müsste doch gefördert werden und noch 1 Jahr im Kiga wäre einfach zu lange.

Was habt Ihr für Meinungen dazu? Hat jemand sein Kind oder Enkel, Nichten, Neffen... mit 5 in der Schule?

Muss noch ergänzen, dass unsere Tochter immer die jüngste in der Klasse war und ihr das nicht so gut gefiel.


Wenn die Bedingungen in der Schule vorhanden sind, sollen sie es machen. Paula wurde auch vorzeitig eingeschult allerdings mit knapp 6. Sie ist die Klassenbeste und wir wissen nun, dass sie hochbegabt ist und zwar auf allen Strecken.

Geht doch den sichersten Weg und meldet den kleinen Überflieger für einen schulpsychologischen Test an, dann sind Mama und Papa auf der sicheren Seite. Die Erzieherin hat recht, wenn er hochintelligent ist, schadet ihm das Jahr mehr, als es nutzt. Er ist mit 5 ein Kind und das wird er als Schulkind auch bleiben. Nutzt seine Chance!

Bearbeitet von Aquatouch am 06.06.2008 10:40:25


Nur weil das Kind mit 5 1/4 in die Schule "kann", "muss" es das noch lange nicht. Es gibt viele Faktoren die berücksichtigt werden müssen, mehr als nur Intelligenz und Körperlänge. Es kann durchaus sein, dass es noch so verspielt ist dass es dem Unterricht nicht täglich vier Stunden folgen kann (oder will), und mit 5 1/4 wäre es definitiv das Jüngste in der Klasse. Es werden auch heute noch Kinder zurückgestellt und mit knapp 7 Jahren eingeschult, der Altersunterschied fällt in der 11. Klasse nicht mehr so auf- wohl aber in der 1. Klasse.

Mein Sohn ist auch im Mai geboren, er wurde eingeschult mit 6 1/4 und war der zweitjüngste in der ersten Klasse. Lustig fand er das eher selten...

wenn deine Tochter und ihr Mann ihr Kind nicht "vorvorzeitig" einschulen wollen, dann kann die Erzieherin sich auf den Kopf stellen und La Paloma pfeifen, deine Tochter kennt ihr Kind sicher besser als es die Erzieherin tut. Man könnte sich allerdings mal erkundigen ob es im Kindergarten sowas wie "Frühförderung" gibt, dass die Kinder also stundenweise ein bisschen gefördert werden damit ihnen das letzte Kindergartenjahr nicht zu fad wird, oder fragen wie es mit Vorschule ist.


Hallo!

Wir hatten auch eine in der Klasse, die ein Jahr früher eingeschult wurde, und die hatte wirklich nicht das leichteste Leben...
auch wenn sie den Stoff gut kapiert hat und immer bei den Besten in der Klasse war, aber so wirklich Freunde hat "das Baby" nie gefunden, auch später im Gymmi nicht.
Lag nicht an ihr denk ich, aber bei manchen Sachen hat man immer gemerkt, dass sie doch jünger ist als alle anderen...

Ich denke dass grade die Grundschule da problematisch ist- wenn ein Kind da schon keinen Spaß hat, wird es auch später nicht gern in die Schule gehen.
Du hast schon recht, seine Kindheit kann ihm keiner mehr wiedergeben, und man kann ihm doch auch im Kiga, oder von Seiten der Eltern aus, ein bissl mehr 'Hirnfutter' anbieten.. Dann hat ers später in der Schule auch leichter, weil er nicht erst "lernen lernen" muss.
Aber ich halt von unserem Schulsystem eh nicht viel, gerade in pädagogischer Hinsicht...

my two cents,
Phoenixtear


Ich wäre froh, wenn meinem Kind sich später die Möglichkeit bietet, früher in die Schule zu dürfen! Ich war auch immer die jüngste, aber das hat mir nichts ausgemacht. "Schlimm" fand ich eher, dass ich immer noch unterfordert war und zum Schluss die Schule andauernd geschwänzt habe, um den "Stoff nachholen zu können" (dann war ja was zu tun). Als Kind bin ich sogar fast vom KiGa weggelaufen, weil ich zur Schule wollte :lol:

Andere Kinder werden zu spät bzw. falsch eingeschult. Die Tochter meiner Nachbarin ist zwar klug, aber stur (früh übt sich :D). Beim Kinderpsychologen der KiGa/Schule hat sich jedoch auf stur gestellt (und und und) und letztendlich wurde sie auf einer Lernbehindertenschule (!!!) geschickt! Naja...

Meine Meinung ist, wenn das Kind es auch möchte und "Potential" hat, soll es eingeschult werden!


Miss Tequila - supi Einstellung. So isses. Eine Unterforderung ist schlimmer, als eine Überforderung. Weil das Kind ja sehr intelligent ist, kann es sich dummes Zeug ausdenken. Wäre es schön, wenn der Kleine mit sechs Jahren in der 1. Klasse spazieren ginge oder ständig lärmte oder störte. Sicher nicht. Das kann man dann aber ganz schlecht wieder rückgängig machen. So ist es besser nach vorne zu schauen und anzupacken.


Ich würd das auf keinen Fall machen. Was hat denn das Kind später davon quasi ein Jahr jünger zu sein wie der Rest beim Abschluss. Ich finde das ist eine Entscheidung die wohl überlegt werden sollte. Ich bin blöderweise ein Oktoberkind und wurde somit quasi zu spät eingeschult. Aber was solls. Geschadet hats mir keinesfalls :)
Man kann das Kind ja auch zu Hause fördern, ihm Englische Kinderbücher vorlesen usw. usw. Aber 1 Jahr lang sollte man dem Kleinen die Kindheit schon noch lassen. Das Leben da "draußen" wird schwer genug :) Es gibt ganz viele Fördersachen für Eltern und die kann man auch wahrnehmen, selbst fremdsprachige Kinderhörbücher. Das fände ich sinnvoll. :) :blumen:


Seit wann ist denn die Kindheit mit der Einschulung vorbei. Wer sagt denn sowas. Ich fasse es echt nicht. Mein Kind ist noch voll und ganz Kind mit allem drum und dran. Hatte ihr einen Brief von der Zahnfee kommen lassen. Sie hat nicht einmal gezweifelt, dass es die nicht geben könnte. Sie ist Kind, wie man sich Kind nur wünschen kann. Nicht neunmalklug und kleinerwachsen sondern einfach nur aufgeweckt und wissbegierig. Bewegt sich gerne, fährt Rad, schwimmt, rollert und so weiter. Bastelt, malt. Wo bitte schön ist sie kein Kind mehr, obwohl frühzeitig eingeschult und hochbegabt.


In erster Linie hat es doch nicht mit dem Alter zu tun, sondern mit dem Entwicklungsstand des Kindes!!! Eltern müssen nicht die Kinder zuhause auch noch zusätzlich fördern, das macht man doch spielerisch (Memory spielen statt Moorhuhn abschießen :D ).

Ein weiteres Beispiel: mein Mann wuchs 3sprachig auf, ich bilingual. Dennoch waren wir keine neunmalkluge oder ernste Kinder! Wir hatten eine schöne Kindheit, viel Spass (auch heute noch *g*), unsere Autos und Puppen!

Die Kindheit ist keineswegs vorbei, wenn man eingeschult wird. Der "große Schock" kommt sowieso in der Pubertät (mal überspitzt gesagt). Außerdem merken Kinder sowieso sehr früh, wenn zuhause etwas nicht stimmt, unabhängig vom IQ und Alter!!!


Zitat (MissTequila @ 06.06.2008 12:28:23)
Außerdem merken Kinder sowieso sehr früh, wenn zuhause etwas nicht stimmt, unabhängig vom IQ und Alter!!!

Was hat das damit zutun? Verstehe ich nicht ganz.

Zitat (Renate54 @ 06.06.2008 12:37:45)
Was hat das damit zutun? Verstehe ich nicht ganz.

Passte nicht hin. :unsure:

Zitat (Mirantara @ 06.06.2008 11:37:37)
Das Leben da "draußen" wird schwer genug :)

Wegen diesem Zitat meinte ich das...

Zitat (Aquatouch @ 06.06.2008 11:49:52)
Seit wann ist denn die Kindheit mit der Einschulung vorbei. Wer sagt denn sowas. Ich fasse es echt nicht. Mein Kind ist noch voll und ganz Kind mit allem drum und dran. Hatte ihr einen Brief von der Zahnfee kommen lassen. Sie hat nicht einmal gezweifelt, dass es die nicht geben könnte. Sie ist Kind, wie man sich Kind nur wünschen kann. Nicht neunmalklug und kleinerwachsen sondern einfach nur aufgeweckt und wissbegierig. Bewegt sich gerne, fährt Rad, schwimmt, rollert und so weiter. Bastelt, malt. Wo bitte schön ist sie kein Kind mehr, obwohl frühzeitig eingeschult und hochbegabt.

Aquatouch das liegt aber auch bei den Eltern, ob sie ihr Kind noch Kind sein lassen.

Bei meinem Sohn wollten zwei (meiner Meinung nach) übertrieben ehrgeizige Mütter, dass die Grundschullehrerin bereits in der ersten Grundschulklasse die Kinder auf den Numerus Clausus hinwies. Diese beiden Kinder durften seit ihrer Einschulung nicht mehr mit anderen Kindern spielen, nur lernen, lernen, lernen. :(

Sie waren dann beide Außenseiter, zwar mit Supernoten, aber Kind durften sie nicht mehr sein :wallbash:

Ansonsten finde ich 5 1/4 auch recht früh, ich würde mir da nicht nur die Meinung von Fachleuten holen, sondern dann auch mal den Zwerg fragen. Vielleicht kommen ja alle seine Freunde nächstes Jahr zur Schule und er will auch unbedingt oder eben nicht. ;)

Die Kleine haben wir nicht gefragt. Sie hatte das Zeug dazu, das hat uns genügt. Und sie hat sich auf die Schule gefreut. Erst später haben wir es ihr gesagt. Und sie hat sich nicht die Bohne geärgert. Ging alles glatt.


Wenn sie sich auf die Schule gefreut hat, ist doch alles klar gewesen ;)


Ich weiß nur leider kaum noch, wie ich sie noch fördern soll. Die Schule unterstützt mich überhaupt nicht dabei.


Finde ich auch, eine schwierige Entscheidung :wacko:

Mein ältester Enkel kommt jetzt auch in die Schule, aber eigentlich hat er überhaupt keine Lust darauf. Er ist schon 6, aber in seiner Entwicklung überhaupt noch nicht soweit. Ist Langschläfer, kann überhaupt nicht still sitzen und hat Probleme sich auf etwas zu konzentrieren.
Alle haben sich entschlossen es mit einer "normalen" Grundschule zu versuchen - währenddem wiederum ich persönlich ihn auf eine Lernbehinderten oder wie die heute heißen, schicken würde.
Family denkt aber, er würde sich schon daran gewöhnen - ich denke allerdings das es ein verschenktes Jahr wird, in dem er nicht bestmöglich gefördert werden wird. Er spricht trotz Logopädie das G als D und ist in seiner Wortfindung noch im frühkindlichem Stadium.
Bin mal gespannt was draus wird.
Ich finde auch, das man darauf achten sollte, ob der kleine schon in die Schule möchte. Denk ich, ist schon die halbe Miete :blumen:

Tante Edit meint normal - nicht bormal rofl

Bearbeitet von Weissnix am 06.06.2008 21:06:34


@Renate 54

... bevor ich meine Meinung dazu schreibe, muss ich erst nochmal nachfragen:

Euer Enkel ist demnach grad erst vier Jahre alt geworden
und jetzt schon hat man sich Seitens des Kindergartens Gedanken darum gemacht,
dass er im September 2009 eingeschult werden soll, stimmt das so?


Wenn der Lütte so weit ist, und er möchte zur Schule,dann soll man ihn auf jeden Fall lassen.
Unsere Tochter kam mit 6 1/2 Jahren in die Schule.
Nach ca 5Wochen hatte sie keine Lust mehr nur zu malen.
Sie wollte rechnen,lesen und schreiben.
Probeweise durfte sie in die zweite Klasse und siehe da, sie blühte richtig auf.
Sie hat kein Problem damit die jüngste zu sein,eher die Anderen!!!
Jetzt ist sie 9Jahre alt und kommt im September aufs Gymnasium (Sie kann es gar nicht abwarten das es endlich los geht)

Ich bin der Meinung es liegt nicht immer am Alter wann ein Kind Eingeschult wird!!!
Kinder sind Gott sei Dank verschieden und passen nich alle in eine Schublade!!!


:hmm: :hmm: Wer in der Kita wohl so viel kenne hat um zu entscheiden wer so weit ist und wer nicht ? Die müssen ja wirklich gut ausgebildet sein.

Ich für mich denke das ein Kind mit 5 1/4 Jahren nicht so weit ist. Ich würde es auf garkeinen Fall machen.

Bearbeitet von Houseman am 06.06.2008 22:16:37


Mir erscheint das auch sehr sehr früh.
Ich würde es nur unter folgenden Voraussetzungen machen
1) Das Kind ist getestet und hochbegabt (also nicht nur normal aufgeweckt)
2) Das Kind hat hauptsächlich ältere Freunde
3) Das Kind möchte selbst in die Schule


Nun, dann erzähle ich mal unsere Geschichte :
Die beiden älteren Kinder wurden ganz normal mit 6,5 Jahren eingeschult.
Mein Jüngster war immer ein aufgewecktes Kerlchen, aber ein Juli- Kind.
Der Kindergarten drängte mich, ihn mit 6,0 Jahren einzuschulen....er sei verbal so weit entwickelt, so interessiert an allem, so weit den anderen vorraus.
Ich entgegnete, dass er das 3. Kind sei und natürlich seine älteren Geschwister nachahmte und daher wisse, wieviele bei dem Titanic Untergang verstorben wären ( als Beispiel- der große Bruder hatte dieses Thema, als Hobby ).
Ich erzählte dann der Erzieherin, wie ich mein Kind erlebe : Er weinte nach dem Kindergarten, wenn die Kinder aus seinem Vornamen Reime schmiedeten : "Mama ,ruf die anderen Mamas an, sie sollen das verbieten !"
Er spielte traumversunken Lego..., vergaß zur Toilette zu gehen- oder konnte nicht damit umgehen, wenn einer "besser" war als er.
Was ich damit sagen will : Mein Kind, ein helles Kerlchen war noch nicht psychisch reif für die Schule !
Dass Mitschüler Reime bilden aus dem Vornamen ist noch eine milde Art des Umgangs untereinander, er wäre mit seiner Sensibilität untergegangen.

Ich habe der Erzieherin gesagt, dass ich meinem Sohn ein Jahr im Kindergarten gönne, indem er der Älteste der Gruppe ist.Und so war es auch. Er ist in dem Jahr richtig gereift emotional. Hirnfutter habe ich besorgt, das war auch kein Thema bei zwei knapp älteren Geschwistern.
Dieses Kindergartenjahr hat ihm gut getan. Er war der "Chef", seine Erzieherinnen betrauten ihn mit verantwortungsvollen Aufgaben für die Gruppe.

Als er mit 7 Jahren dann in die Schule kam sagte mir mal seine Grundschullehrerin , dass sie am verzweifeln sei. Sie habe Kinder so , wie meinen, mit 7 Jahren, die nach "Futter" schreien- aber auch 5 jährige, die sich unter den Tisch legen und brüllen, weil sie ihren Willen nicht bekommen.
Sie verteufelte die Lockerung des Einschulungsdatums- bei 25 -30 Kindern sei den verschiedenen Entwicklungsstadien nicht bei zu kommen.

Heute ist mein Sohn immer noch einer der Ältesten in Klasse 9 des Gymnasiums.
Gut, ein paar Wiederholer gibts inzwischen.
Er genießt es immer noch, nicht zu den " Babys " zu gehören.

Ich würde es wieder so machen, habe aber auch keine hochintelligenten Kinder.
Nur "Normalos"-dass für hochintelligente Kinder zu wenig Förderung stattfindet- ab dem Kindergarten / Schule - steht außer Frage.

Ich habe aber auch den Verdacht, dass die Kindergärten ganz gerne die großen einschulungsreifen Kinder rauswerfen- werden sie doch immer schwieriger in ihren Ansprüchen und schwerer zu beschäftigen.
Das schreibe ich als gelernte Erzieherin. ;)


Zitat (Freesie @ 06.06.2008 22:37:49)

Ich habe aber auch den Verdacht, dass die Kindergärten ganz gerne die großen einschulungsreifen Kinder rauswerfen- werden sie doch immer schwieriger in ihren Ansprüchen und schwerer zu beschäftigen.
Das schreibe ich als gelernte Erzieherin. ;)

Ich habe eher den Verdacht, dass Erzieherinnen die Großen ganz gerne noch ein Jahr behalten. Dreijährige Neulinge sind bestimmt anstrengender als sechsjährige "Alte Hasen".

Aber zur Ausgangsfrage: Ich habe zwei (wirkliche) Kann-Kinder und habe den Großen früh eingeschult und tendiere beim Kleinen dazu. Aber Mai - Kinder sind eigentlich keine Kannkinder. Kannkinder sind die, die ab Sommer ( bisher überall? 30.6., in NRW jetzt 31.7. ) bis Jahresende 6 Jahre alt werden.

Bei einem Mai-Kind würde ich mir das sehr überlegen. Schulreife hat nicht nur mit kognitiven Fähigkeiten zu tun...

Wenn das Kind soweit ist, dann ab in die Schule. Es gibt genug Kinder (ich war auch so eines), die weite Teile des letzten Kindergartenjahres als langweilig empfinden - also wieso nicht zur Schule wechseln


Sag mir, woran man die Schulreife vorher wirklich feststellen kann! Wie schon erwähnt, das Thema ist mir nicht fremd. Und ich gehöre nicht zu den Müttern, die glauben, dass die Kindheit mit Einschulung schlagartig vorbei ist. Aber es ist ein Problem, wenn ein Kind 1 bis 1,5 Jahre jünger ist als alle anderen.

Bearbeitet von Klementine am 06.06.2008 23:18:23


Man sollte die Entscheidung nicht nur von der Intelligenz des Kindes abhängig machen.
Fragen, genauso wichtig: Wie ist das Kind im Umgang mit anderen Kindern/Erwachsenen, schüchtern, ängstlich, freundlich, aufgeschlossen ?
Der Klassenbeste ohne Freunde ist auch nicht der Wunsch der Eltern.

Und nicht zu vergessen, das Kind wird seine Freunde ja sicherlich in der Klasse finden. Dann wird es in der Freizeit später in Sachen reingezogen, die es vom Alter her noch gar nicht will/kann/soll... Kino, schminken, Disco usw.

Viel Erfolg bei der richtigen Entscheidung.


Ich finde es eben auch zu früh, auch wenn das Kind hochbegabt sein sollte. Die "Kindheit" ist in dem Sinne vorbei, da eben teilweise zu viel von den Kleinen verlangt wird. Nur darum meinte ich das :) Und ich kann aus Erfahrungen reden, dass jüngere bzw. sehr viel jüngere meist Probleme in der Schule haben werden. Meist Ausenseiter usw. Kinder sind nun mal recht fies, wenn irgendein Kind nicht in ihr "Schema" passt.


Das Kind ist ja nicht mal 5... das ist letzten Monat erst vier Jahre alt geworden wenn ich's richtig verstehe, und die Erzieherin meint es solle in 15 Monaten eingeschult werden.

Sicher gibt es hochintelligente Kinder und Überflieger, aber ich würde mich als Mutter nicht auf die Aussage einer einzelnen Erzieherin verlassen. Man kann eine zweite und "notfalls" auch eine dritte Meinung einholen, mit dem zuständigen Schulpsychologen und dem Kinderarzt sprechen und so weiter. Wenn dann wirklich rauskommt dass das Kind hochbegabt ist, dann kann man es ja entsprechend fördern, es gibt spezielle Schulen für Hochbegabte.


Zitat (Valentine @ 07.06.2008 09:34:23)
es gibt spezielle Schulen für Hochbegabte.

Die gibts aber in der weiteren Umgebung bei uns erst ab 10 und älter. Und dann nur Internat, denn der Weg ist einfach zu weit. Meine Kleine ist momentan fest entschlossen, solch ein Internat zu besuchen, damit sie auf ein Hochbegabtengymnasium gehen kann. Denn unser Gymnasium bietet nur etwas für Normalbegabte. Leider :(

also ich würde mir da zum jetzigen zeitpunkt gar keinen kopp drum machen.

abwarten bis nächstes jahr, sehen wie sich der bursche entwickelt und wenn er dann
wirklich anfängt sich im kindergarten zu langweilen,
eltern, ärzte und schule der meinung sind, das er schulreife hat, er da auch hin will,
dann nix wie hin... versuch macht kluch

mein sohn kommt dieses jahr zur schule, ist im mai 6 geworden, für ihn wäre es letztes jahr definitiv zu früh gewesen und jetzt nervt er seit wochen, wie oft er denn noch schlafen muss, bis er eeeendlich in die schule darf :rolleyes:

aber ich musste auch staunen, dass das der kindergarten überhaupt vorgeschlagen hat,
meine freundin hat einen verbissenen kampf mit schulbehörden, kindergarten und co ausgefochten, damit ihr sohn gehen "darf", da er erst am 10. juli 6 wird (stichtag hier ist der 30.6.)..


Zitat (Valentine @ 07.06.2008 09:34:23)
Das Kind ist ja nicht mal 5... das ist letzten Monat erst vier Jahre alt geworden wenn ich's richtig verstehe, und die Erzieherin meint es solle in 15 Monaten eingeschult werden.

Genau das habe ich auf Seite 1 auch schon in Frage gestellt.
- das Kind ist doch grad erst vier geworden, wenn ich`s richtig gelesen habe!

Ist die Aussage der Erzieherin nicht ein bisschen voreilig getroffen worden?

Zitat (missmocca @ 06.06.2008 21:29:46)
@Renate 54

... bevor ich meine Meinung dazu schreibe, muss ich erst nochmal nachfragen:

Euer Enkel ist demnach grad erst vier Jahre alt geworden
und jetzt schon hat man sich Seitens des Kindergartens Gedanken darum gemacht,
dass er im September 2009 eingeschult werden soll, stimmt das so?

Ja, er ist Mitte Mai 4 geworden. Er würde dann mit 5 1/4 in die Schule kommen.
Er ist sehr schüchtern muss ich noch dazu sagen. Also würde er sich als so junges Kind wahrscheinlich immer hinten angestellt fühlen. Meine Tochter ist im Mai damals 6 geworden und war immer die Jüngste in der Klasse!

Missmocca, ich finde die Entscheidung vom Kiga auch sehr früh!


Ich danke Euch erstmal allen. Morgen kommen die Kinder und ich werde es ihnen mal zu lesen geben.

Das Ergebnis bekommt ihr natürlich!

Liebe Grüße

Wenn er sehr schüchtern ist, dann sollte er noch nicht in die Schule gehen. Denn als Allerjüngster braucht er doch ein gehöriges Selbstbewusstsein. Die Eltern können ja viel für ihr Kind tun, was seine individuelle Förderung betrifft. Viel Vorlesen, Malen, Rätseln und viele Aktivitäten an der frischen Luft. So sollte es mit dem normalen Schulbesuch klappen. Dann ist er ja immer noch sehr jung. Fast unverantwortlich finde ich nun die Empfehlung der Kindergärtnerin.


Da ich meinen Kindern abgesagt habe für heut habe ich meiner Tochter den Link geschickt. Sie bedankten sich ganz herzlich bei Euch allen!

Sie haben beschlossen nun erstmal noch ein Jahr Kiga abzuwarten und dann zu schauen. Aber 5 1/4 ist ihnen nach wie vor zu zeitig. Wenn er mit 6 reinkommt gehört er schon mit zu den jungen Kindern in der Klasse.

@ Aqua

Vorlesen, Malen, Basteln, Memori, Puzzle, Geduldsspiele .... gehören bei ihm zum täglichen Tagesablauf. Und er ist bei Wind und Wetter an der Luft, geht 2x die Woche zum Schwimmen ......! Fernsehen ist ein Fremdwort für ihn und er fragt auch nicht danach. Nichtmal mehr das Sandmännchen interessiert mehr. Vorlesen ist für ihn da viel schöner.

Meine Tochter hat sich am Freitag einen Termin bei der Leiterin des Kiga für nächste Woche geholt und will das ansprechen. Außerdem hat sie nächste Woche Kinderarzttermin und will mit dem Arzt auch darüber reden.


Ich weiss was du damit sagen willst das dann die Kindheit vorbei ist :trösten: denn es lastet ein Druck auf den Kindern, sei es mit den Probearbeiten oder mit den Hausaufgaben :huh: Ich habe selbst drei erwachsene Kinder und würde auch ein Kind nicht so jung einschulen lassen, es sei denn es wäre hochbegabt :blumen: dann sollte man es fördern :wub:


Was Eltern gerne möchten, muß Kind ausbaden.
Es gibt viele Fälle wo Eltern besonders schlau sind. Und wenn es nicht klappt hat die Schule oder im schlimmsten Fall das Kind versagt.

Wie wäre es denn wenn man mal mit der Schulleitung über dieses Thema spricht. Ich denke das die da mehr Erfahrungen haben als eine Kiga Leiterin oder Kinderarzt..


Unser Ältester, ein Juli-Kind, wurde direkt nach seinem 6sten Geburtstag eingeschult! Er war intellektuell, sozial, körperlich... so weit und eine entscheidende Rolle spielte auch, dass sein gesamter Freundeskreis eingeschult wurde. Er fing bereits an zu lesen, rechnete im Zahlenraum bis 100... Er ist nicht hochbegabt, denke ich, aber wen wir ihn noch ein Jahr zu Hause gehalten und ihn evtl. dort, wie so oft hier erwähnt gefördert hätten, dann hätte er locker sofort in die zweite Klasse gehen können und ich denke, so etwas ist in keinster Weise sinnvoll, da bekommt man ja nie mehr Anschluss und das ganze Schuldrumherum des 1sten Jahres hätte er dann auch verpasst! Ich bin selber Lehrerin und weiss wie viele Probleme auftauchen können, so oder so!
Also, wir sind mit unserer Entscheidung bis jetzt sehr zufrieden. Ein schüchternes Mai-Kind allerdings ein Jahr früher einzuschulen ist wirklich sehr früh! Da würde ich auch, ohne Druck für das Kind... evtl. auch auf Hochbegabung testen lassen, falls sich da Andeutungen machen! Aber die soziale Kompetenz und die körperliche Kraft und Reife sind für die Einschulung sehr entscheidend und sollten nicht außer Acht gelassen werden.
Eine schwierige Entscheidung, die man immer wieder überdenken und leider auch ständig rechtfertigen muss! Ich beneide euch nicht, in diese Situation gekommen zu sein! Wenn ihr euer Kind bis zu der Bemerkung der Erzieherin für "normal" gehalten habt, dann lasst ihm Zeit, wartet die Schuluntersuchungen ab, fragt den Kinderarzt, der das Kind gut kennt...
Viel Glück! Und freut euch an eurem Sonnenschein! :rolleyes:


Ich habe jetz alles durchgelesen und wundere mich sehr, wieso die Erzieherin jetzt schon mit so einem Vorschlag kommt? Endet da nächste Woche eine Anmeldefrist oder was? Oder - böse gedacht - muss sie planen, wieviel Plätze sie 2009 frei hat und sie versucht, loszuwerden, was geht? Kommt mir schon sehr komisch vor.

Ich denke auch, es kommt bei der Einschulung nicht nur auf die Auffassungsgabe an, sondern auch auf das Selbstbewußtsein und - ganz profan - die körperliche Verfassung, seine Büchertasche selber zu tragen. Denn wenn dann Mama jeden Tag mit in die Schule rennt, weil der Ranzen auf dem Rücken den Kleinen umkippen läßt, ist er bei den Klassenkameraden bestimmt gleich der "Renner".


Zitat (Bazillus09 @ 11.06.2008 12:26:40)
Oder - böse gedacht - muss sie planen, wieviel Plätze sie 2009 frei hat und sie versucht, loszuwerden, was geht? Kommt mir schon sehr komisch vor.


Uns auch!

Das Gespräch mit der Leiterin des Kiga verlief ganz ordentlich. Sie fand es von ihrer Kollegin sehr voreilig und die Aussage hat sie (angeblich) betroffen gemacht.
Sie sagte auch, in dem Alter schon so eine Entscheidung zu treffen wäre unverantwortlich. Sie meinte auch, der Kleine wäre zwar geistig durchaus in der Lage, aber es wäre eindeutig zu früh mit 5 1/4 einzuschulen.

Es bleibt dabei, der Kleine kommt 2010 mit 6 1/4 in die Schule.
Und die Entscheidung meiner Kinder finde ich voll in Ordnung.

Unser anderer Enkel kommt dieses Jahr in die Schule und wird auch ein sehr junges Kind sein, er wird Ende Juli erst 6. Aber er kann sich durchsetzen und seine Kindergartenfreunde sind alle mit in der Klasse. Da sehe ich das schon ganz anders. Er hat sicher keine Probleme.

Nochmals D A N K E für Eure Meinungen zum Thema! :blumen:

Na prima, alles wird gut. Manchmal nimmt man die Worte einzelner Leute wirklich zu ernst... :blink:


Zitat (Renate54 @ 11.06.2008 12:41:37)


Es bleibt dabei, der Kleine kommt 2010 mit 6 1/4 in die Schule.
Und die Entscheidung meiner Kinder finde ich voll in Ordnung.

Unser anderer Enkel kommt dieses Jahr in die Schule und wird auch ein sehr junges Kind sein, er wird Ende Juli erst 6. Aber er kann sich durchsetzen und seine Kindergartenfreunde sind alle mit in der Klasse. Da sehe ich das schon ganz anders. Er hat sicher keine Probleme.

Nochmals D A N K E für Eure Meinungen zum Thema!  :blumen:


Bei uns gibt es in vielen Grundschulen so genannte Eingangsklassen in denen

die Vorschule und die erste Klasse zusammen gefasst werden. Dort geht man noch

sehr spielerisch mit den Kindern um und die Gruppen sind nicht so groß.

Ich finde ,wenn sich ein Kind im Kindergarten langweilt oder in vielem schon recht weit

ist,könnte so ein Schulstart mit 5 1/2 bis 6 Jahren ganz interessant sein.

Wenn Euer älterer Enkel nun in die Schule kommt ,wird der Kleinere sicher bald in

die Schule wollen,weil er auch "groß " sein will.

Vielleicht sieht man dann im Laufe der Zeit besser ,was für ihn passt.

Geschwisterkinder profitieren oft von den älteren Geschwistern.

Bearbeitet von Pinguin21 am 11.06.2008 17:43:00

Zitat (Renate54 @ 11.06.2008 12:41:37)
Es bleibt dabei, der Kleine kommt 2010 mit 6 1/4 in die Schule.

:applaus: Prima. So ist es sicher besser. Aber ein Test wäre sicher auch nicht von Nachteil.

Der wird auch gemacht, aber dieses Jahr noch nicht. Kurz vor der Schule hat die Kigaleiterin vorgeschlagen. Das finde ich völlig ok.

Heute Nachmittag war die Tochter mit ihm beim Kinderarzt, der den Zwerg seit Geburt kennt und hat ihn darauf angesprochen. Sein Rat war auch nicht zu früh in die Schule aber zu Hause fördern. Das wird ja eh schon gemacht.


Hallo -

ich bin heute abend durch Zufall hier bei Ihrem Beitrag und diesem Form gelandet.
Entgegen der meisten abgegebenen Kommentare zu Ihrem Fall möchte ich in die andere Richtung Mut machen: Unsrer Tochter war auch schon vom Kleinkindalter an irgendwie immer anders oder auch weiter als die anderen. Für sie war dann letztlich als im Oktober 2002 geborenes Kind die Einschulung 2007 - also mir knapp 5 Jahren- in NRW gepalnt. Durch einen dann relativ kurzfristig beruflich bedingten Umzug nach Bayern haben wir dies hier zurückgestellt, da man ja auch immer schon gehört hatte, daß Bayern besonders anspruchsvoll ist. Was soll ich sagen? Unsere Tochter hat nur noch gelitten, so daß wir auch hier dann den ( im GGs. zu NRW deutlich komplizierteren )Einschulungsparcour noch kurzfristig letztes Jahr im Juli gegangen sind. Seitens zweier Schulpsychologen dann letztlich befürwortet, ist unsere Tochter am 11.9.2007 ind den bayersichen Schulaltag gestartet - da war sie formal dann noch 3 Wochen 4 Jahre alt.

Nun ist das erste Schuljahr fast zu Ende, und obwohl es nicht immer leicht war , würden wir es jederzeit wieder tun : Die Probleme, die da sind, wären ein Jahr später noch gravierender. Man kann wohl halt nicht immer nur pauschal über Kindheit sprechen - wir glauben inzwischen, daß diese durchaus für jedes Kind anders erfüllt verlaufen kann. Dann wenn´s z.B. mal mit den Hausis und Tests besonders happig ist (denn Bayern ist wirklich härter als ich vor 30 Jahren! NRW erlebt habe) und ich innerlich die Entscheidung in Frage stelle, erklärt mir unsere Tochter unaufgefordert, daß sie glücklich in der Schule ist! :pfeifen:

Natürlich muß jeder für sein Kind die Entscheidung ganz genau überdenken und kann nur die- im Moment beste- Entscheidung treffen (klüger ist man hinterher ja allemal) - aber, wir sind bisher froh im Sinne unserer Tochter mutig gewesen zu sein - vielleicht kann dieser Beitrag ja auch dem ein oder anderen Mut machen... B)


Ich bin und bleibe ein Vetoist des vorzeitigen Einschulens.
Sicher gibt es immer wieder hochbegabte Kinder, die (zumindest vordergründig) sichtbar nach "Input" brüllen, anders sind als andere... aber sie müssen ihre Kindheit haben, solange es möglich ist.
Schafft man sie zu zeitig in die Schule, macht man sie leichter damit kaputt, als man denkt: sie mögen zwar durch unglaubliche Fähigkeiten bestechen, aber würden so zu frühzeitig verheizt; sollen sie doch mit den anderen mithalten, die schon älter sind.
Und sich so eher im Leben gegen diese Großen in allen Bereichen behaupten müssen.
Sowas zeitigt irgendwann doch Folgen.

Die größeren sehen sie dann nämlich beizeiten leicht als "Streber" an, die Kleinen wollen es zu schnell allen recht machen und lernen so, immer schneller laufen zu müssen, Leistung zu bringen... viel bleibt dabei auf der Strecke. :(
Förderung im Kindergarten und zu Hause auf eine durchdachte Art kann man immer bewerkstelligen.
Ein früheres Einschulen ist nicht für jedes Kind der Weisheit letzter Schluß.

Mir fällt da der alte Reiterspruch ein, ein auch noch so talentiertes Pferd nicht vor dem 3. Jahr einzureiten. Sonst nimmt es Schaden: an Körper und Seele. Es zeigt sich nicht gleich, sondern oft erst später. ;)

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 08.07.2008 02:23:57


Zitat (Klementine @ 06.06.2008 23:12:39)
Sag mir, woran man die Schulreife vorher wirklich feststellen kann! Wie schon erwähnt, das Thema ist mir nicht fremd. Und ich gehöre nicht zu den Müttern, die glauben, dass die Kindheit mit Einschulung schlagartig vorbei ist. Aber es ist ein Problem, wenn ein Kind 1 bis 1,5 Jahre jünger ist als alle anderen.

Nun möchte ich auch mal "meinen Senf" dazu geben. Meine Jüngste ist so eine, die über ein Jahr jünger ist als die Ältesten. Sie wollte unbedingt in die Schule, weil ihre Kindergartenfreundinnen auch gegangen sind. Sie hatte die Schulreife praktisch in jeder Beziehung: Sozialverhalten, still sitzen können, massig Aufmerksamkeit, Lernwille ... usw.
Es gibt an und für sich nicht das Problem, weil ein Kind jünger ist, sondern weil die anderen Kinder (durch häusliches "Vorleben") geprägt sind und Vorurteile bilden. Meine große"Kleine" wechselt jetzt zum Gymnasium und hat ihre Sache (bis jetzt...) einfach nur gut gemacht.
Ich will damit sagen, der Altersunterschied an sich ist es nicht, der Probleme schafft. Probleme werden von Eltern älterer Kinder herbeigeredet. Warum??? Keine Ahnung; vielleicht, weil es ihnen nicht gefällt, dass ihr eigenes Kind dadurch schon soo alt wirkt, weil sie Angst haben, ihr eigenes Kind könnte die Leistung vielleicht nicht bringen... oder, oder, oder. Und diese Bedenken/Meinungen übertragen die Eltern bewusst oder unbewusst auf ihre Kinder. Der Haken an diesen Vorurteilen ist folgender:

Ein Vorurteil zu beseitigen ist schwerer, als Creme in eine Tube zurückzufüllen.

Du redest von den normalen Kann-Kindern. Hier sprechen wir von einem Mai-Kind, das mit gerade mal fünf und nicht mit fast sechs eingeschult werden soll.

Das Kind ist nicht ein Jahr jünger als die Ältesten, sondern ein Jahr jünger als die Jüngsten! Und 1,5 - 2 Jahre jünger als die Ältesten. Das sollte man sich wirklich überlegen.

Aber die Entscheidung ist ja wohl längst getroffen, richtig wie ich aus der Ferne ohne das Kind zu kennen, finde.

Bearbeitet von Klementine am 09.07.2008 22:57:44


Auch meine Paula ist ein Jahr jünger als die ältesten Schüler, die jetzt 10 werden und sie erst neun. Und sie war mit ihren knapp sechs Jahren schulreif in jeder Hinsicht. Sorry Aquarius, Dein Posting hört sich schrecklich leistungsorientiert an. Niemand merkte damals, dass Paula noch ein Jahr in den Kindergarten gehen könnte. So fühlte sich auch niemand indirekt angegriffen oder so. Schade ist letztendlich nur, dass mein Kind nicht ausgelastet und gefördert wird. Ich bin schon froh, dass sie endlich gern zur Schule geht. Das war in den beiden ersten Schuljahren ganz anders. Unterforderung ist ähnlich schlimm wie Überforderung. Leider hat Sachsen-Anhalt kein "Herz" für hochbegabte Kinder. So fördere ich mein Kind mit Büchern, CDs eben so gut ich kann selbst.

Wenn ich einmal Edit bemüht habe, kann ich noch folgendes anfügen:

Vorurteilen kann ich mit Argumenten begegnen, Creme krieg ich nicht wieder in die Tube zurück. So hat jeder seine Talente.

Bearbeitet von Aquatouch am 09.07.2008 23:13:18


Hast du dir nicht blöde Sprüche anhören müssen? Entsetzte Schreie wie: Wieso tust du deinem Kind DAS an? Ich hab das nun zweimal durch und hab mir da einiges anhören müssen. Einer Bekannten hab ich letztens geantwortet, dass mein Kind einfach nur in die Schule und nicht nach Guantanamo kommt...

Von daher kann ich Aquarius schon verstehen.

Ich seh die frühe Einschulung übrigens seit der weiterführenden Schule kritischer. Da wird dann schon viel erwartet. Und ich hab seitdem erst manchmal den Gedanken, dass es jetzt vielleicht doch besser wäre, er wäre ein Jahr älter bzw. reifer. (Wobei die Schulleistungen o. k. sind und er wahrscheinlich in der GS vor Langeweile gestorben wäre - also auch nicht die wirkliche Alternative :D .)


Zitat (Klementine @ 09.07.2008 23:26:34)
Hast du dir nicht blöde Sprüche anhören müssen? Entsetzte Schreie wie: Wieso tust du deinem Kind DAS an? Ich hab das nun zweimal durch und hab mir da einiges anhören müssen. Einer Bekannten hab ich letztens geantwortet, dass mein Kind einfach nur in die Schule und nicht nach Guantanamo kommt...


Nicht ganz so krass. Aber dass die Kindheit vorbei sei u.ä.

Gehts noch? Wieso soll mit sechs die Kindheit vorbei sein. Das Kind knüpft doch keine Teppiche oder haut Steine!? Es ist gut behütet und darf trotzdem selbstständig aber auch richtig kindlich sein. Wir haben es ihr erst später gesagt, dass sie noch gar nicht eingeschult werden müsste :D Hatten auch Angst, dass sie Höhe bekommt. Aber sie versteckt die Intelligenz oft vor ihren Freunden und kommt dort ziemlich normal rüber. In der Schule gibt sie allerdings ihr Bestes und hat nur sehr gute Zensuren. Muss aber keinen Strich dafür zu Hause tun. Denke mal, dass es deshalb im Gymmi gut klappen wird.

Bearbeitet von Aquatouch am 09.07.2008 23:42:35


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