Nötigung durch LKW


Was hättet ihr denn gemacht???

Ich bin sowas von fertig mit den Nerven, aber natürlich superglücklich, dass ich alles heile überstanden habe.
Auf meinen Arbeitsweg hat mich doch glatt ein LKW mit Anhänger genötigt, halb überholt und von der Fahrbahn gedrängt! Also, wenn es kein Standstreifen gäbe, hätte ich zwischen dem LKW und Leitplanke gehangen und wahrscheinlich noch zu Mus gequetscht worden. Welche Firma es war, spielt jetzt keine Rolle. Ich musste von der 3spurigen Autobahn auf die andere wechseln (also an einem AB-Kreuz). Ich hätte ganz rechts gemusst. Und viele LKWs (oder halt auch PKWs) wechseln dann von rechts in die Mitte, weil sie auf der AB bleiben wollen. Also, Augen auf!!
Nun, heute war schon recht viel Verkehr. Mein Vordermann wollte auch auf die rechte Spur, aber es war noch nicht mal Platz für einen Smart zwischen den LKWs (heute war es wirklich supereng). Dann konnte mein Vordermann noch vor einem LKW rein und ich hinter diesem gleichen, weil zwischen mir und dem hinteren LKW dann noch Platz war für mind. 3 Kombis (!! selten, ne). Wir fuhren alle so um 100 km/h. Plötzlich holt mein Hintermann auf, macht andauernd Lichthupe, ich sah die Reifen und das Nummernschild nicht mehr und zum Schluss auch nicht mehr die Scheinwerfer!! Dann setze er an zum Überholen, wollte dann aber hinter meinem vorderen LKW einscheren, aber da war mittlerweile nur noch Platz für einen Smart und er drängte mich von meiner Fahrbahn. Aber hallo!!! Dann überlegte sich dieser LKW-Fahrer es sich - sozusagen- und fuhr auf die linke Spur, die zur anderen AB führt und überholte meinen vorderen LKW und den PKW mit mind. 120 km/h in der Kurve rein in die Baustelle.

Habt ihr auch schon mal sowas Wahnsinniges erlebt??? Ich kann wirklich von Glück reden, dass ich einen Schutzengel hatte!! Via meiner Freisprechanlage und mit blanken Nerven rief ich die Polizei an. Eben habe ich online eine Anzeige erstattet.

Was meint ihr? War ich zu voreilig? Oder habe ich genau das richtige getan??? Nun, ich werde mindestens einmal täglich genötigt, wenn man schon täglich 140 km fahren muss und mein Vordermann auch nicht schneller fährt...Dabei mache ich ja sowieso schon einen Riesenbogen um LKWs...Naja, ich bin immer noch total fertig....Danke fürs geduldige Lesen ;-)


Zitat (MissTequila @ 10.06.2008 10:05:44)
Was meint ihr? War ich zu voreilig? Oder habe ich genau das richtige getan???

Nein, Du hast alles richtig gemacht. Ist jedenfalls meine Meinung
:trösten: :trösten:

Du zweifelst?????

Würde das nur jeder machen, vielleicht würde es dann auf den Bahnen wenigstens etwas besser zugehen!
Von mir bekommst Du :applaus: und :daumenhoch:


Zitat (Tamora @ 10.06.2008 11:43:49)
Du zweifelst?????


Ja schon... ich weiß nicht. Es ist schon das 4. mal innerhalb von 2 Jahren, dass ich bei der Polizei "gemeldet" bin (bzw. wir zusammen).
Einmal auch wegen Nötigung, einmal wegen einer Schlägerei im (!!!! Autofahrer stieg aus, schlug meinen Mann während der Fahrt durchs Autofenster zusammen) und einmal gab es einen "Beinahunfall" (Auto vom Verursacher war Schrott und die Leitplanke war hinüber) (mehr darüber auf "Anfrage" ;-)) und jetzt das... Ich komme mir langsam vor, als wäre ich zu mimosenhaft, aber mein Leben war doch in Gefahr!

Gerade habe ich von meinem Mann erfahren, dass diese "gelbe" Firma, für die auch der Thommy und Bruder wirbt, bestimmte Zeiten einhalten muss, und zwar auf biegen und brechen, komme was wolle!!! Unglaublich oder??

Ich komme mir langsam vor, als wär ich in einem amerikanischen Thriller, wenn ich alle Vorfälle aufliste :ph34r:

LKW-Fahrer stehen immer unter Zeitdruck! Aber das ist kein Grund andere Verkehrteilnehmer zu gefährden! Komme selbst aus der Branche und weiß was da oft abgeht!

Du hast genau richtig gehandelt! Die Fahrer müssen lernen, dass Sie nicht die Herrscher der Straßen sind, und wenn Sie es so nicht kapieren, dann halt auf die Harte Tour!

Und es steht sicher fest, dass man solche Fahrer immer zweimal sieht.

Das erste Mal wenn Sie einen Überholen, und das zweite mal, wenn Sie in einen Unfall verwickelt sind.

P.S.: Üblich ist ein Zeitfenster in dem die Fahrer ankommen müssen! Was aber normal so gestrickt ist, dass man das mit normalem Fahrverhalten erreichen kann!

Bearbeitet von Stierfrau82 am 10.06.2008 12:02:31


Zitat (Stierfrau82 @ 10.06.2008 11:59:03)
Und es steht sicher fest, dass die man solche Fahrer immer zweimal sieht.

Das erste Mal wenn Sie einen Überholen, und das zweite mal, wenn Sie in einen Unfall verwickelt sind.

Nee bitte nicht!!!! Das hat mir gereicht!!! Ich möchte heute noch heil nach Hause kommen und den Rowdy nicht mehr sehen!!!!

Du hast das vollkommen richtig gemacht, warum solltest Du Dir diese gefährliche Situation gefallen lassen????
Jemand, der beim Fahren neu und/oder unsicher ist, hätte vielleicht dadurch einen ganz schlimmen Unfall gebaut, und das nur wegen eines solchen Vollidioten!

Und sich verprügeln lassen, das geht ja schonmal gar nicht.


Hey, du hast genau richtig gehandelt!
Klar stehen LKW-Fahrer unter Zeitdruck, aber das rechtfertigt nicht, dass sie andere in GEfahr bringen.
Mach dir keine Gedanken - Sei froh dass alles so glimpflich abgegangen ist, und ich drück dir die Daumen, dass Du nie wieder in so eine Situation kommst (denn offensichtlich hattest du für dein Leben schon genug davon).

Bearbeitet von Phoenixtear am 10.06.2008 12:04:08


Zitat (MissTequila @ 10.06.2008 12:01:05)
Nee bitte nicht!!!! Das hat mir gereicht!!! Ich möchte heute noch heil nach Hause kommen und den Rowdy nicht mehr sehen!!!!

Nein denke nicht dass du den noch mal siehst, der sollte ja sein Ziel erreicht haben, heute Abend!

Aber solche Fahrer stehen, dann immer in der Zeitung und haben Unfälle mit Massenkarambolagen (schreibt mann das so) ausgelöst!

Bearbeitet von Stierfrau82 am 10.06.2008 12:08:07

Hallo ihr Lieben!
Danke, das hat mich doch was aufgebaut!
Ich bin nur halt immer noch durch den Wind (seit 7 Uhr morgens nach diesem Erlebnis) und krieg irgendwie den Kopf nicht frei. Dabei dauerte es nur weniger als 1 Minute, aber es war ein Kampf!!!!
Hoffentlich kann ich es so schnell wie möglich v.a. nach einer ruhigen, traumlosen Nacht vergessen!!! Ich wünsche das echt niemanden, in so einer Situation zu sein!!

Danke nochmal :blumen: (smilie mit Küsschen gibbet hier nicht?! *g*)


P.S. ja genau, Massenkarambolagen!!! ich hör ja schon kein Radio mehr...


Zitat (MissTequila @ 10.06.2008 12:09:56)

Danke, das hat mich doch was aufgebaut!

das machen wir doch immer gerne!

Aber hab keine Angst mehr beim Autofahren, dabei macht man mehr Fehler!

Ruhig bleiben und du schaffst das schon! :trösten:

MissTequila - du hast das vollkommen richtig gemacht :daumenhoch:

Ich hätte wahrscheinlich erst einmal gar nicht reagieren können.


Zum Glück gibt es auch noch andere Brummi-Fahrer, die vernünftig fahren.


Ein Fahrer, egal was er fährt, hat sich an die Verkehrsordung zu halten, andere
bedrängen, nötigen, oder sonstirgendwie zu gefährden geht garnicht. :angry:

Zeitdruck ist überhaupt kein Argument, andere in Gefahr zu bringen. :angry:

Grundsätzlich gilt immer Paragraph 1 der Verkehrsordnung, sollten wir alle kennen.

@ Miss Tequila, es ist richtig, solche Rüpel anzuzeigen.

Gruß

Sebring.


Zitat (Sebring @ 10.06.2008 13:44:08)
Ein Fahrer, egal was er fährt, hat sich an die Verkehrsordung zu halten, andere
bedrängen, nötigen, oder sonstirgendwie zu gefährden geht garnicht. :angry:


Ja da hast Du vollkommen Recht! Aber bei einem LKW bist Du erst einmal schneller "eingeschüchtert"... andere Fahrer habe ich ja auch bereits "kennen gelernt"...

Es gibt soviele Regeln und Gesetze! Wer hält sich dran? Die Klugen, die aber letztendlich "die Dummen" sind. Außerdem sind die Strafen viel zu niedrig! Naja, was willst Du als Otto Normalverbraucher machen? Der einzige Weg ist halt, eine Anzeige zu erstatten, obwohl man schon gerne mal Selbstjustiz betreiben will...

So, ich habe mich momentan wieder ein bisschen beruhigt ^_^

Du hast vollkommen richtig gehandelt.Wenn ich mit meinem Mann mitfahre
im LKW,hat er schon ein paarmal vor den "gelben jungs" gewarnt.
Die fahren wie die Henker.Ist allgemein bekannt.


Sofern Deine Anzeige verfolgt wird:

Könnte es Aussage gegen Aussage stehen. Und wie so etwas ausgeht, kann man sich vorstellen - es verläuft womöglich ins nichts.

Trotzdem finde ich es wichtig, dass so ein Verhalten zur Anzeige gebracht wird.

Gut, dass Du das gemacht hast.

Wenn sich mehrfach Anzeigen in dieser Richtung häufen, ist allein durch die Vielzahl der Hinweise auf bestimmte Kennzeichen die Chance größer, so einen Verkehrsrabauken zu entlarven.

In der Sache habe ich noch immer die Geschichte im Sinn, wo eine Mutter mit ihrem Kleinkind anscheinend durch einen übergeknallten Dichtauffahrer auf einer Autobahn so irritiert wurde, dass ein tragischer Unfall passierte.

Ein Kollege meldet üble Verkehrsmobbingfälle grundsätzlich. Wie eben geschrieben: viele Hinweise - vielleicht Erfolg.

Grüßle Daddel, und erhol' Dich gut davon. :blumen:


Vor LKWs habe ich richtig Angst seit mich mal an der Ampel einer übersehen hat und mein Auto gegen den hohen Bordstein gequetscht hat. Ich musste praktisch miterleben wie meine Fahrerseite immer enger wurde und ich konnte mich nur noch zur rechten Türe rausretten. Hinten links hatte kurz zuvor noch mein Kind gesessen. Von dem Kindersitz war nur noch Matsch übrig.
Das ganze geschah übrigens an der roten Ampel. Ich stand die ganze Zeit rechts neben dem Laster und wartete auf grün.
Wo haben die eigentlich ihre Augen? :huh:


Hallo, Miss Tequila.

Ich verdiene mein Geld seit über dreißig (!) Jahren damit, dass ich mit Autos von A nach B fahre. Seit 27 Jahren fahre ich Taxi.

Und ich habe absolute Hochachtung vor dir! Wenn nur alle so reagieren würden und solch gewissenlose potentielle Mörder zur Anzeige bringen würden, wären unsere Strassen viel sicherer.

Mein Chef und guter Freund hat durch solch einen Verbrecher auf zehn oder mehr Rädern seine Gesundheit verloren. Er fuhr vor zwei Jahren auf der BAB 7 Richtung Hannover (wir wohnen bei Kassel). Die Fahrbahn war dreispurig, Chefchen fuhr ganz links (nachts) auf der sonst vollkommen freien Autobahn. Ein LKW-Fahrer zog ganz plötzlich von ganz rechts nach ganz links, drückte ihn in die Leitplanke und schleifte ihn 45 (!) Meter mit. Resultat: ein gerissener Gurt (!), 7 Rippenbrüche, gequetschte Lunge, gerissene Bauchspeicheldrüse, gequetschte Leber. 42 Tage Koma! Die Leber hat sich nicht mehr erholt - Transplantation. Der Mann ist heute 46 Jahre alt.

Der Richter verurteilte den LKW-Fahrer zu 30 Tagessätzen zu je 25 Euro. Ich hätte nicht Richter sein dürfen. Ich hätte dem Fahrer mal eben vier Jahre Zeit zum Überlegen gegeben, hinter Gittern. Und für alle Zeit die Fähigkeit abgesprochen, jemals wieder ein Fahrzeug zu führen.

Ich fahre bestimmt nicht besser als hunderttausend andere Kraftfahrer, trotz inzwischen mehr als zwei Millionen Kilometern auf den Strassen unseres Landes.

Aber ich denke, man sollte sich bewusst sein, dass man jederzeit mit einem 40-Tonner (oder auch einem kleineren Auto) Menschen gefährden kann. Zeitdruck ist für mich keine Ausrede. Ich wäre lieber arbeitslos, als mich von irgendwelchen Spediteuren dazu nötigen zu lassen, über die erlaubte Zeit oder die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu fahren.

Vor vier Wochen habe ich einen 7,5 to -LKW, also einen "Bonsai-Truck" wegen Umzugs meiner Freundin über die A 42, A43 und A1 gefahren. Mit höchstens 85 km/h. Ergebnis: ich bin überholt worden, bedrängt, einer hat vor mir so scharf eingeschert, dass ich sogar eine Vollbremsung machen musste. Zum Glück hatte ich ne Zeugin neben mir sitzen. Anzeige. Mal sehen, was draus wird.

Vorige Woche, BAB 44, Dortmund, Richtung Kassel:

Ich fahre mit meinem Fiesta mit 160 hinter einem PKW auf der Linken hinterher. 200 Meter Sicherheitsabstand. Zwei LKWs im Überholverbot auf der Rechten. Der erste PKW vorbei. Irgendwie hatte ich das Kennzeichen im Kopf. Plötzlich schert der hintere Laster aus auf die Linke. Kann sich jemand vorstellen, was das für ein Gefühl ist? Abstand 200 Meter. Ausreichend. Dazwischen drängt sich nun ein 40-Tonner mit knapp 90.....

.... Vollbremsung von mir. Hupe, Lichthupe. Meine Reifen qualmen. Einen ganzen Meter hinter dem Rowdy habe ich endlich auch nur noch 90 drauf. Puuuhhh...... das ist nochmal gut gegangen. Handy raus. Es war mir egal, ob es erlaubt ist oder nicht. 110 angerufen. Ich bin hinter dem Laster geblieben. Noch keine fünf Minuten später Blaulicht hinter mir. Auf dem nächsten Parkplatz angehalten. Zeugenkennzeichen durchgegeben. Der Trucker ist wenigstens erst mal drei Monate Fußgänger.

Trotz dreißig Jahren Berufsfahren habe ich absolut kein Verständnis für gewissenlose LKW-Fahrer.

So etwas gehört einfach nicht auf die Strasse. Und darum bin ich froh über jeden Verkehrsteilnehmer, der den Schneid hat, solche Situationen zur Anzeige zu bringen.

Gruß

Abraxas


...Anzeigen und aus die Maus; wird eh viel zu wenig gemacht, denn JEDER LKW, der die rechte Spur verläßt und zum (juristischen) Vorbeifahren ansetzt macht sich zumindest einer Ordnungswidrigkeit strafbar... ... ...dann gelten da noch bei gewissen Geschwindigkeiten besondere Regeln für Fahrzeugführer von Fahrzeugen über 3,5 t... ... ...

Grisu..., schützt die LKW- Fahrer vor sich selber und zeigt an, die meisten wissen gar nicht was sie tun, ..., nicht umsonst wird in den Medien immer wieder auf einen "LKW- Unfall" hingewiesen... ... ...


Zitat (Abraxas3344 @ 10.06.2008 20:01:13)

.........Ich fahre mit meinem Fiesta mit 160 hinter einem PKW auf der Linken hinterher. .............

Rabe, Rabe, jetzt muss ich doch meine Beamtenmentalität abschütteln :hihi: und feststellen, dass du dich ja zum "Raser" entwickelst... ;) :pfeifen:

Zitat (obelix @ 10.06.2008 21:12:39)
Rabe, Rabe, jetzt muss ich doch meine Beamtenmentalität abschütteln :hihi: und feststellen, dass du dich ja zum "Raser" entwickelst... ;) :pfeifen:

Der Rabe hatte vergessen zusagen, das es 5Kilometer bergab ging."grins" ;)

Gruß

Sebring.

Und Rückenwind hatte er bestimmt auch noch.
Die BAB 44........ hmm, gibt's da nicht jeeede Menge Blitzer? :o


Wenn die bergauf stehen,kann dem Raben nix passieren?"grins" rofl

Gruß

Sebring.


So, nochmal was ernstes zum Thema, von wem bitteschön, lernen die neuen LKW Fahrer denn noch was ?

Früher mußte man erstmal in den Nahverkehr einer Spedition, wenn du dann
Glück hattest sagte irgendwann mal ein alter Fahrer, den nehme ich mal mit,
bei den alten Kutschern haste dann fair Fahren gelernt, auch deinen Kollegen zu helfen bei Pannen, nicht die Füße abfahen wie heute.
Hast du das nicht bald begriffen, wars vorbei, durftest dann wieder in den Nahverkehr,oder dir nen neuen Job suchen.

Könnte noch lange alles aufzählen was nötig war um in einer Spedition bestehen
zu können, währ aber zu viel schreiberei nötig. :pfeifen:

Gruß

Sebring.


@grisu: ich denke, die meisten LKW-Fahrer wissen sehr wohl was sie tun, dass aber die kleine Minderheit, die kopflos fährt, besonders stark auffällt, erlebe ich auch gelegentlich

@sebring: mit den neuen europaweiten Qualifikationsmaßnahmen wird es wohl wieder etwas besser werden :)

Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: wenn MissTequila wirklich so oft, wie sie schreibt, in derartige Grenzsituationen gerät, liegt es vielleicht doch auch ein klitzekleines bisschen an beiden Seiten. Spätestens wenn es zu einer Schlägerei kommt (ok, das war jetzt wohl ihr Mann), sind so gut wie immer beide Seiten beteiligt.


Zitat (tigermuecke @ 11.06.2008 17:36:35)
Auch wenn ich mich jetzt unbeliebt mache: wenn MissTequila wirklich so oft, wie sie schreibt, in derartige Grenzsituationen gerät, liegt es vielleicht doch auch ein klitzekleines bisschen an beiden Seiten. Spätestens wenn es zu einer Schlägerei kommt (ok, das war jetzt wohl ihr Mann), sind so gut wie immer beide Seiten beteiligt.

Guten Morgen!

Ich nehme Deine Aussage nicht persönlich, da ich weiß, dass ich im Recht bin.
Genau wie Du möchte ich mich ebenfalls nicht unbeliebt machen, aber es hängt wirklich davon ab, wo man wohnt!

Im südlichen Teil von Deutschland hast Du die Ruhe weg und kannst super entspannt fahren. Natürlich gibt es auch hier welche, die ab und an drängeln, aber das hat so ein Seltenheitswert, dass ich sozusagen wegen den entspannten Autofahrern gerne nach Süddeutschland umziehen würde.

Seitdem ich jetzt in dieser Umgebung bin, musst man echt superstarke Nerven haben und sich nicht von solchen Assifahrer anstecken zu lassen! Ich bin keine Gelegenheitsfahrerin, denn pro Quartal lege ich 15.000 km zurück und das in ganz Deutschland!

Dieser Schlägertyp: Vor uns war einer, der tuckelte. Es war in der 30iger Zone. Rechts und links parkten Autos am Rand. Supersaueng. Wir hinterher getuckelt mit Abstand. Dann bremste der Vordermann, wir dann auch, um Gegenverkehr durchzulassen. In dem Moment musste unser Hintermann schnell ausgestiegen sein, da wir ja schon anfuhren, und haut meinem Mann inne Fresse. Der Polizei erzählte er "üsch bin inne freiwilligen Feuerwehr und habe einen Notfall". Was sagst Du nun?

Der morgendliche Berufsverkehr (teils auch nachmittags, aber ich mach soviele Überstunden...): wie oft sehe ich Unfälle oder höre davon im Radio? Mindestens 2 mal täglich, davon eins immer in einer Baustelle. Wenn ich nicht so tough wäre, wie einige schon geschrieben haben (danke ;-P) dann hätte ich auch schon längst mehrere Unfälle hinter mir gehabt...

Naja.... ich habe die letzten Nächte gut geschlafen und alles wird gut :D

P.S. Süddeutschland hat natürlich auch andere schöne Sachen zu bieten (falls sich jmd hier auf dem Schlips getreten fühlt....:-))

Bearbeitet von MissTequila am 12.06.2008 06:05:10

Zitat (Daddel @ 10.06.2008 18:10:06)
Sofern Deine Anzeige verfolgt wird:

Könnte es Aussage gegen Aussage stehen. Und wie so etwas ausgeht, kann man sich vorstellen - es verläuft womöglich ins nichts.


ach, ich habe noch was vergessen; der morgendliche Kaffee fehlte vorhin ;-P

Ja, ich denke schon, dass es Aussage gegen Aussage stehen wird. Aber habt ihr nicht hinterm Tacho son Schreiber, so dass man ablesen kann, wann du wie schnell und wie lange gefahren bist??
Oder habe ich etwa wieder zuviele Krimis geguckt :lol: ??

Man muss sich manchmal echt wundern, das nicht mehr passiert auf unseren Straßen.

Was die Bußgelder angeht, die sollen ja drastisch erhöht werden.

Vielleicht bräuchte man auch so etwas, wie autom. Abstandshalter bei LKW´s (obwohl,bei PKW´s könnte es manchmal auch nicht schaden).


Zitat
Der Polizei erzählte er "üsch bin inne freiwilligen Feuerwehr und habe einen Notfall". Was sagst Du nun?

Da sagt man, daß man auch dann nicht das Recht auf Körperverletzung bei anderen hat. In der Feuerwehr lernt man, daß man sich auf dem Weg zur Feuerwache auch bei Alarmierung strikt an die StVo zu halten hat - egal wie sehr es brennt. Dem Brandort nutzt es nämlich nichts, wenn der Feuerwehrmann auf dem Weg zur Wache verunglückt.

Sogar Feuerwehrautos, die mit Sonderrechten (Blaulicht UND Sirene) fahren bekommen bei nem Unfall Mitschuld.

MissTequila:

Wie gesagt, war keinesfalls persönlich gemeint - und da seid ihr ja wohl wirklich an einen Typen geraten, der zwar vermutlich Hirnbesitzer, aber nicht Hirnbenutzer ist. Das ist ja absolut übel. Ich weiß nun auch nicht wirklich, ob ich es gut finden soll, das derart 'ausgeglichene' Menschen bei der Feuerwehr (sofern seine "Begründung" wirklich wahr war) für unsere Sicherheit sorgen sollen... Ich musste bei der ersten Schilderung der Geschichte nur spontan an mehrere Bekannte denken, die auch ständig in Konflikte geraten - nur dass es mich bei denen wirklich nicht wundert :pfeifen:

Über ein Nord-Süd-Gefälle habe ich noch nie nachgedacht, ich habe ohnehin den Vorteil, dass ich die meisten Strecken als Busfahrer zurücklege (man hat einfach einen besseren Überblick auf der Straße, ich muss mich im smart, wenn ich gelegentlich mal privat unterwegs bin, auch umgewöhnen) - was mir aber immer wieder scheint, ist, dass diese enorme Aggression auf den Straßen in Deutschland (auch im Süden) stärker ist als in den anderen Ländern, in denen ich schon fuhr (B, A, CH, NL, LUX, CZ, PL, I) - die schaffen das selbst in belebten Großstädten, recht gelassen unterwegs zu sein. Da wird zwar schneller mal gehupt, aber das Gesamtklima ist selbst in verkehrsbelasteten Städten wie Brüssel oder Paris deutlich entspannter als in solchen Möchtegerngroßstädten wie Stuttgart.


@Abraxas:
Natürlich bin ich mir bewusst, dass es sowohl bei den privaten wie den Berufsfahrern jeweils eine Mehrheit gibt, die gut fährt, und eine Minderheit, die das nicht tut. Dass bei einem LKW-Unfall tendenziell mehr passiert als beim reinen PKW-Unfall, liegt wohl wegen des Massenunterschiedes auf der Hand. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass, wenn man die immense Anzahl der LKW auf deutschen Straßen berücksichtigt (und die hohe Kilometerleistung dieser vielen LKW zusammen), das statistische Unfallrisiko bei den LKW ein sehr geringes ist - soo schlecht können die Fahrer in ihrer Gesamtheit also nicht sein.
Ich verstehe gut, dass Dich der Unfall Deines Kollegen perönlich mitnimmt, das kam in einem anderen Thread auch schon mal deutlich durch, und über die Frage, ob Urteile und Strafen in Deutschland gerecht oder zu mild sind, könnte man sicher ganze Bücher füllen. Aber von "Mördern mit zehn oder mehr Rädern" zu sprechen, finde ich doch etwas heftig - schließlich hört sich das so an, als würdest Du einem ganzen Berufsstand unterstellen, absichtlich zu töten. Nicht, dass ich nicht glaube, dass es einzelne gibt, auf die diese harte Bezeichnung zutrifft, aber doch sicher nicht auf die Mehrheit (ist wohl mit allen Gruppenvorurteilen/pauschalisierungen so. Es soll ja inzwischen sogar heterosexuelle Frisöre geben - und neulich las ich ganz überraschend sogar von einem Taxifahrer, der sich an rote Ampeln hielt und beim Wechselgeld nicht betrog ;) )

Nur mein Senf dazu...


Zu dem schlagenden FFWler sage ich nur sowas gehört aus der FFW verbannt. Sowas geht garnicht.

Kann diese einsatzgeilen Kollegen eh nicht ab.


Zitat (Wyvern @ 12.06.2008 11:19:27)
Da sagt man, daß man auch dann nicht das Recht auf Körperverletzung bei anderen hat. In der Feuerwehr lernt man, daß man sich auf dem Weg zur Feuerwache auch bei Alarmierung strikt an die StVo zu halten hat - egal wie sehr es brennt. Dem Brandort nutzt es nämlich nichts, wenn der Feuerwehrmann auf dem Weg zur Wache verunglückt.

Sogar Feuerwehrautos, die mit Sonderrechten (Blaulicht UND Sirene) fahren bekommen bei nem Unfall Mitschuld.

...unterschreibe ich blind; ANKOMMEN ist wichtig, und NICHT schnell ankommen!!!...

Grisu... ... ... :blumen:

Nur mal für die Schlaumeier des Forums, auch für einen Admin, der als Kind in den Zaubertrank gefallen ist:


Fiesta, gebaut von Ford, Baureihe GFJ: Die Höchstgeschwindigkeit des Modells mit 37 kw/50 PSvon 143km/h erreicht dieses Modell im vierten Gang. Der Tacho geht maximal 7 % vor. Folgerichtig sind bei Höchstdrehzahl von 5600 upm im fünften Gang THEORETISCH etwa 184 kn/h möglich.

MEIN Bobberle verfügt nach Herztransplantation von 1100 auf 1300 ccm über 44kw/60 PS. Es läuft also mit guter Laune und optimalen BAB-Bedingungen gut 180. Nach Tacho. Das sind echte 165. Die reichen mir vollkommen. Und es ist immer wieder ein kleines Erlebnis, den Benzinverbrauch zu messen. Bei durchschnittlicher Fahrweise brauht Bobberle mal eben 5,6 Literchen. Wenn ich wollte, könnt ich den Verbrauch senken auf fünf Liter.

Das soll mir mal EINER nachmachen, mit nem ACHTZEHN Jahre alten Auto! Wer mir nicht glaubt, dem kann ich sagen: Es gibt Zeugen dafür.


Gruß

Abraxas


so, ich bin ja grad mal eine halbe Stunde wieder zuhause (hatte heute Aussendienst...) und da war ne Nachricht auf dem AB und sie lautet:

"Ja *nuschel nuschel* Anzeige *nuschel nuschel" bitte rufen Sie unter der Nummer *nuschel nuschel" zurück. Wiederhören"

Ich hab gaaar nix verstanden. Das Wort Anzeige habe ich noch so eben verstanden, also kann es sich nur um diese Nötigung handeln...hoffentlich ruft morgen jmd anders an, der die Zähne auseinander nehmen kann tztztztz

Bin mal gespannt, was jetzt heruaskommt....


Da kanst Du ja mal gespannt sein!
Nur schon das Erwähnen des Zeitdruckes, dem die Brummifahrer unterlegen sind, finde ich eine Frechheit. Deine Anzeige war absolut richtig!
Wenn nur mehr Leute die Geistesgegenwart hätten so zu reagieren....
Allerdings tue ich mich mit der grossen Freiheit auf deutschen Strassen etwas schwer.
Für mich als Schweizerin seid ihr oft ganz schön schnell unterwegs :rolleyes:


Also oben wurde was von automatischen Abstandhaltern geschrieben:
Die gibt es in den neuen LKWs schon. Also zumindest im neuen MAN TGA/TGX und seinem Vorgänger. Also schon einige Jahre. Muss der Fahrer eben nur selbst anschalten. Abstände sind vorgegeben, je nach geschwindigkeit.

Auf der ersten Seite hab ich außerdem gelesen, dass Kraftfahrer nen ZeitFENSTER haben. Nunja... Es gibt durchaus auch feste Termine und wenn man da nicht zu dem bestimmten Zeitpunkt spätestens da ist, dann hat man eben die Arschkarte und seinen Job los.

Über einen Kamm scheren kann man Kraftfahrer auf keinen Fall und jeder, der schon selbst gefahren ist, weiß unter welchem Druck man steht. Ich weiß wovon ich rede (auch wenn ich erst 22 bin...). Aber das habt ihr ja selbst schon geschrieben (Also das nicht alle Verkehrsrowdys sind)

Tigermuecke schreibt auch von den europaweiten Qualifikationsmaßnahmen.... Dazu kann ich nur sagen, dass dadurch wieder jede Menge Leute auf der Straße sitzen. Was wird dann aus denen, die zwar keine BERUFSKRAFTFAHRER sind, aber schon seit Jahren aufn Bock sitzen (unfallfrei, keine großen Verwarnungen) und sich "nur" Kraftfahrer nennen dürfen? DAS verrät einem nämlich auch keiner. Diese Leute bekommen dann keine Arbeit mehr und dann wundert sich jemand, weshalb in D die AL-Quote so hoch ist?! Nur weil man für jeden Sch.eiß hier was aufn Papier braucht, bevor man überhaupt mal angehört bzw. getestet wird!

Speziell zu den "Helden in Gelb" kann ich nur sagen, dass vor denen des öfteren gewarnt wird. Man kann auch sie nicht alle über einen Kamm scheren, aber es fällt schon auf... Auch den anderen Brummifahrern.

Ich hab mich jetz einfach mal gefühlt, als müsste ich hier antworten. Ich hab ne besondere Beziehung zu dem Beruf und hab selbst den CE-Schein und hab ihn auch schon genutzt.

Ach und nochwas, bevor ichs vergesse:
Bevor man immer nur auf die Brummifahrer schimpft, sollte man sich selbst mal an die Nase fassen (Das ist jetzt NICHT auf MissTequila bezogen, sie hat vollkommen richtig gehandelt!).
Es gibt nämlich genügend PKW-Fahrer, die nicht wissen, wie man ordnungsgemäß fährt. Mir kommt schon die Galle hoch, wenn se mit ihren neuen MBs auf der rechten Spur mit 70 fahren und sich dann erschrecken, wenn nen LKW überholt oder wenn so mancher wieder nicht ausn Keks kommt, wenn er auf die Bahn auffahren will und es einfach nicht schafft, mal aufs Gaspedal zu treten, um vielleicht noch vorm LKW rauszukommen, der von hinten kommt. Ne also bei manchen PKW-Fahrern denkt man auch, dass se ihren Verstand zuhaus im Teetässchen vergessen haben...

Tja, jede "Fahrergruppe" hat so ihre Pappenheimer...


Zitat (wuusaa @ 26.06.2008 22:05:21)
Tigermuecke schreibt auch von den europaweiten Qualifikationsmaßnahmen.... Dazu kann ich nur sagen, dass dadurch wieder jede Menge Leute auf der Straße sitzen. Was wird dann aus denen, die zwar keine BERUFSKRAFTFAHRER sind, aber schon seit Jahren aufn Bock sitzen (unfallfrei, keine großen Verwarnungen) und sich "nur" Kraftfahrer nennen dürfen? DAS verrät einem nämlich auch keiner. Diese Leute bekommen dann keine Arbeit mehr und dann wundert sich jemand, weshalb in D die AL-Quote so hoch ist?! Nur weil man für jeden Sch.eiß hier was aufn Papier braucht, bevor man überhaupt mal angehört bzw. getestet wird!

Aalso: ich bin zwar kein LKW-, sondern ein Omnibusfahrer, aber die Rahmenvorschriften sind nahezu identisch.

Berufsneulinge müssen - neben der Fahrschulausbildung - eine relativ hohe Anzahl Unterrichtsstunden in diesen berufsqualifizierenden Maßnahmen nehmen - die genaue Stundenzahl ist mir leider nicht bekannt.

Für alle, die ihren Führerschein schon haben (also auch so wie mich), müssen jeweils bei Führerscheinverlängerung (also alle fünf Jahre) neben den ganzen ärztlichen Untersuchungen auch die Besuche bei fünf jeweils mindestens siebenstündigen Fortbildungsmaßnahmen verschiedener Themenbereiche nachgewiesen werden. So wird das, was man sich an "guten" Kenntnissen in der Praxis hoffentlich angeeignet hat, auch theoretisch untermauert. Für Busfahrer gibt es da beispielsweise das ganze rechtliche Wissen um die Lenkzeit- und Sozialvorschriften, Verhalten im Umgang mit einfachen und schwierigen Fahrgästen und in Stresssituationen, wirtschaftliches und komfortables Fahren und und und... Das, was ich bislang mitgemacht habe, war meines Erachtens auch wirklich gut.

Somit müssten, falls kein Schindluder getrieben wird, spätestens in fünf Jahren alle europäischen Kraftfahrer (zumindest FS-Klassen C und D und Unterklassen) in der einen oder anderen Form qualifiziert sein.

wussaa du sprichst mir aus der Seele.Mein Mann hat auch gesagt er schmeißt hin
wenn diese "Qulifikationsmaßnahmen" wirklich kommen.
Das Ding soll 700 -1000 Euro kosten - wer kann das denn ?
Ich nicht! Das wars dann - er hatte noch keinen Unfall mit dem LKW und
war europaweit unterwegs. Dieser Untersuchungskram alle 5 Jahre hat schon
300 Euro verschlungen.Die Fahrerkarte war da mit 42 Euro noch direkt
billig.
LKW Fahrer sind nicht nur "Ausgeburt alles Bösen" dieser Welt ,sondern auch noch
die Melkkühe der Nation.
Tut mir leid ,daß mußte mal raus.Klar ,wird jetzt jeder auf mich schimpfen,
aber fahrt nur mal mit im LKW ,da könnt ihr mal PKW Fahrkünstler sehen.
Das wäre mal eine Vorgabe,alle Fahrschüler für PKW müßen mal im LKW
mitfahren,nur das sie mal sehen wie sich ein solches Gefährt überhaupt
verhält,welchen Wendekreis es hat ,wie er ausschert.
Da gibt es Unterschiede zwischen Hängerzug und Sattelschlepper.
Wie oft mußten wir schon Fußgänger,Radfahrer oder selbst PKW aus dem
Schwenkbereich jagen und viele motzen oder werden aggressiv.
Da hilft nur Motor aus und warten.Irgendwann geben sie schon nach.
Normalerweise antworte ich bei solchen Themen nie.Da wir eh immer an allem
Schuld sind und das auch gewohnt sind,aber manchmal ist es auch echt zu viel
und man soll ruhig mal die andere Seite hören.
Mein Göga mußte ja auch den Busführerschein machen,bei der Umschulung.
Obwohl er nicht wollte.Da war seine eine Fahrstunde gleich auch seine
Prüfungsstunde - wirklich eine fundierte Ausbildung !


Nee, ich hab meinen Busführerschein alleine (ohne LKW-FS) gemacht, und da war die Ausbildung schon gar nicht schlecht - wobei ich die Inhalte, die mir bislang in der Quali vermittelt wurden, wirklich o.k. fand - über die Kosten kann man natürlich lang und breit reden, gerade heute, wo man den Leuten am besten ja noch Geld bringen sollte für die Ehre, sie chauffieren zu dürfen :labern:

Ansonsten stimme ich Dir, Trucker-Ute, voll zu. Sicher gibt es einen großen Anteil an sehr guten PKW-Fahrern, und sicher gibt es auch einen Haufen Idioten unter den beruflichen Lenkern - aber auf die esamtzahlen betrachtet, fühle ich mich von der Familie auf dem Weg in den Urlaub deutlich stärker gefährdet als von der absoluten Mehrzahl der Trucker - denn die wissen, was sie tun.

Man soll sich doch auch bitte mal überlegen, wer die Autobahn wie oft und wofür benutzt (und wer für die Nutzung bezahlt: da die allerwenigsten Privatleute einen LKW über 12 Tonnen fahren dürften, wohl zu 100% die Berufsfahrer bzw. deren Unternehmer) - ich komme da für mich persönlich zu einem ganz klaren Schluss: die Autobahn ist zunächst einmal Deutschlands größter Arbeitsplatz. Dann kommt lange nichts - und dann bin ich mit meiner Privatschaukel auch noch dort. Punkt. Die Mädels und Jungs auf dem Bock haben einen harten Job, den sie für uns alle machen - der immer stärkere Wahn, unbedingt Dinge haben zu müssen, die von fern hergebracht werden, trägt zu immer mehr Verkehr auf den Straßen bei (nein nein, ich will niemandem seine Ananas oder Banane vermiesen - aber wieso ich in Baden-Württemberg in der Erdbeersaison in manchen Läden spanische Erdbeeren sehe, verschließt sich mir absolut. Auch wozu ich zu Weihnachten "frischen" eingeflogenen/hergefahrenen Spargel essen soll, wenn ich im Frühling wirklich frischen Spargel vor der Haustüre bekomme). Und aus diesem Hintergrund finde ich, man sollte den Leuten ihre Arbeit nicht unnötig schwer machen. Klar ärgert mich ein Elefantenrennen vor mir mit einer Differenzgeschwindigkeit der Beteiligten von 2 km/h auch, aber mal ehrlich: wie oft kommt das vor? Auch wenn die meisten Lkw-Überholvorgänge subjektiv als "zu langsam" von den Hinterherfahrenden empfunden werden, wirklich lange dauern die wenigsten (einfach mal auf die Uhr gucken: das, was einem so ewig vorkommt, dauert selten länger als 30 Sekunden, so gut wie nie eine Minute). Und wenn mir als Privatfahrer die Autobahnfahrten wirklich derart zuwider sind, könnte ich ja beispielsweise auch darüber nachdenken, auf Kurz- und Mittelstrecken andere Straßen zu benutzen bzw. auf Fernstrecken auf den Zug auszuweichen - oder vielleicht das ein oder ander gelassener sehen, das reduziert den Stress auch schon ungemein.

Bearbeitet von tigermuecke am 28.06.2008 14:54:21


Danke Trucker-Ute, du nimmst mir sozusagen die Worte aus dem Mund. Schön, dass es noch Leute gibt die das verstehen...

Schade nur, dass viele Leute in D sich diesen Bürokratie-Sch.eiß verinnerlicht haben und so nen Müll auch noch gut finden, ohne sich näher mit der Materie zu beschäftigen bzw. nicht mehr als die Theorie wissen.

Wenn wir jetzt zusätzlich zB alle 5 Jahre auch noch Fahrstunden machen müssen, wer bezahlt uns dann die Tage? Die Zeit? KEINER! Das ist einfach nur totaler Schwachsinn! Wenn das wirklich denen ihr Ernst ist, dann sage ich: Dann muss aber auch JEDER zur Auffrischung vom PKW-Schein, denn jeder LKW-Fahrer kennt seinen LKW besser als der PKW-Fahrer seinen PKW, denn der sitzt nicht so lange aufn Bock!

Allein schon wieder am Wochenende die Meldung: Deutschlandweites Überholverbot für LKW! :wallbash: :wallbash: :wallbash: Ich weiß einfach nicht mehr, was ich sagen soll... Das macht mich einfach nur rasend vor Wut, weil mich diese Theoretiker-Idioten einfach nur :kotz: :labern:


Zitat (wuusaa @ 30.06.2008 18:49:50)


Allein schon wieder am Wochenende die Meldung: Deutschlandweites Überholverbot für LKW! :wallbash: :wallbash: :wallbash: Ich weiß einfach nicht mehr, was ich sagen soll... Das macht mich einfach nur rasend vor Wut, weil mich diese Theoretiker-Idioten einfach nur :kotz: :labern:

Hallo @Wuusaa...

ich beziehe mich jetzt mal auf Deinen Satz im Avatar bzw. Profil:

Wenn ein generelles Überholverbot für LKW käme, würde es doch nicht nur den PKW- Verkehr eindeutig besser fliessen lassen, sondern käme auch den LKW- Fahrern zugute.
Jeder Disponent muss doch dann bei der Routenkalkulation berechnen, dass der eigentliche Geschwindigkeitsfaktor von ungesetzlichen 88/ 90 km/h einfach auf gesetzliche 60 km/ h im Durchschnitt gesenkt und mit beachtet werden muss...

Ist diese Frage mit der implizierten Antwort so in Ordnung für Dich???

Fazit: Der Druck ist vom Fahrer eines LKW genommen, da er ja nicht "überholen" (was gesetzlich ja nicht der Fall ist, sondern einfach nur Nötigung; siehe §5 StVO) konnte...

Also her mit dem Überholverbot...

Grisu...

Im Prinzip schon, Grisu. Nur dass das Nervenkostüm der LKW-Fahrer wohl mit der Zeit verschwindend gering wird, die Beförderungszeiten von Lebensmitteln und anderen verderblichen Waren wären viel länger und es würde alles teurer werden, weil man für eine Tour jetzt schon 2 Fahrer braucht und die müssten ja auch bezahlt werden oder werden die den Fuhrunternehmen kostenlos vor die Nase gesetzt?

Übrigens ist das neue Arbeitszeitgesetz auch draußen. Demnach dürfen auch LKW-Fahrer nur noch 48 Stunden/ Woche arbeiten. Wer macht den Rest bzw. wer bezahlt diejenigen dann? Du siehst, man kann das immer in verschiedene Richtungen ausrollen...


Zitat (wuusaa @ 04.07.2008 12:51:42)
die Beförderungszeiten von Lebensmitteln und anderen verderblichen Waren wären viel länger

Wäre das so?

Beispiel A1, HB-HH:
Ein LKW der 85 fährt wird von einem anderen LKW mit 87 überholt. Trotz schon eingerichtetem Überholverbot. Dauer des Überholvorgangs: Mehrere Kilometer und gefühlte 6 Stunden.
Folge: Es bildet sich ein Stau da der Rest der auf der linken Spur fährt von 120 auf 87 abbremsen muss. Bei ausreichend Verkehr führt das dazu, dass irgendwo weit hinten jemand so weit herunterbremst bis er steht. Das ganze löst sich irgendwann wieder auf und der LKW befindet sich nun vor dem überholten. Zeitgewinn für ihn: geschätzte 10 Sekunden bis er hinter dem nächsten LKW hängt der 85 fährt.
Ab jetzt fängt das Spiel von vorne an für weitere 10 Sekunden Zeitgewinn. Dafür hat sich ein Stau gebildet, Reisezeiten für Berufstätige haben sich erhöht, und zwar um deutlich mehr als 10 Sekunden, jeder Stau birgt die Gefahr von Auffahrunfällen, diese führen eventuell zu Staus auf der Gegenfahrbahn und damit zu einer nächsten potentiellen Unfallquelle und das alles für einen Zeitgewinn des LKWs von etwa 10 Sekunden. Das soll ökonomisch sein?

Also bitte: Definiere mal "viel länger" in Hinblick auf vermeidbare Behinderungen die es mit einem Überholverbot gar nicht gäbe.

@ wuusaa Nicht 48 Stunden Arbeitszeit, sondern 56 Stunden LENKZEIT. Nachzulesen auf der BAG Seite.


Hoch lebe die Theorie und wie gehabt.... Böse ,böse LKW- Fahrer.
Schütz sie- vor sich selbst ! :pfeifen:


@Trucker-Ute:

es sind erstaunlicherweise nur Trucker (jeder Herkunft) hier in Deutschland, die angeblich nicht wissen, was sie tun und die sich am besten noch dafür entschuldigen sollten, dass sie den Leuten ihr italienisches Wasser, ihren spanischen Rotwein und ihre marokkanischen Tomaten in die Supermärkte bringen. In unseren Nachbarländern sind die Lkw-Fahrer doch deutlich angesehener und das "Zusammenleben" auf den Straßen klappt i.d.R. auch besser (aber woanders fährt man auch Auto, um irgendwo hinzukommen, in Deutschland fährt man vor allem, weil man das Recht dazu hat...)

Aber die Pkw-Fahrer sind hierzulande ja gottlob allesamt viel kompetenter... die zwei Fahrräder und das Sofa, die ich gestern auf der rechten Spur bzw. dem Pannenstreifen einer Autobahn liegen sah (im Falle des Sofas sogar noch mit daran befestigtem Dachgepäckträger) sind sicher von einem Lkw gefallen... Und der Auffahrunfall zweier Pkw auf der linken Spur einer Baustelle geht wahrscheinlich auch auf deren Konto (ich vermute mal, dass der Trucker geraucht hat, worüber der nebenher fahrende Pkw-Fahrer so erschrak, dass ihm sein Mobiltelefon in den Kaffeebecher zwischen den Schenkeln gefallen ist, was dann zur Verbrühung mit schreckbedingtem Unfall führte :pfeifen:).

Ist doch schön, wenn man für alles einen Sündenbock hat


(sollte wer Ironie in Teilen dieses Postings finden, darf er/sie sie gerne behalten)


:applaus: :daumenhoch:

Weißt du, was der meist gesagteste Spruch ist ,den wir hören,wenn wir
geschnitten oder in den Schwenkbereich gefahren wird ?

"OCH; ICH HABE DICH GAR NICHT GESEHEN !" rofl

Ein kanariengelber Sattelschlepper ist doch echt leicht zu übersehen,wie
Bibo in der Sesamstr..
Ich bin für einen Sehtest für alle.


Bei allem Spaß,darf man eins nicht vergessen,niemand - wirklich niemand
steigt in oder auf seinen fahrbaren Untersatz um jemanden zu behindern,
zu verletzten oder gar zu töten.
Spinner gibt es überall und über "Geisterfahrer" die Selbstmord begehen
wollen,brauchen wir gar nicht erst zureden..
Ich habe immer den Eindruck ,viele denken ein LKW - Fahrer setzt sich
morgens oder abend auf den Bock und denk sich :Och ,wenn bring ich
heute mal um ?"
Tatsache ist ,auch der LKW Fahre will bloß heil und gesund ankommen
und niemanden verletzten. Denkt mal drüber nach.
Hierzulande wurde den LKW Fahrern abgeraten zu streiken wie ihre ausländischen
Kollegen.Bis eine Veränderung käme würde das so und so viele Arbeitsplätze
kosten und bla,bla...
Aber ehrlich gesagt ,man sollte einfach den Schlüssel abziehen,die Karre stehenlassen
und gut .Man brauch ja keine LKW Fahrer. :pfeifen:


Zitat (wuusaa @ 26.06.2008 22:05:21)
Also oben wurde was von automatischen Abstandhaltern geschrieben:
Die gibt es in den neuen LKWs schon. Also zumindest im neuen MAN TGA/TGX und seinem Vorgänger. Also schon einige Jahre. Muss der Fahrer eben nur selbst anschalten. Abstände sind vorgegeben, je nach geschwindigkeit.


Die Erfindung ist ja toll. Aber auch nur, wenn man bloss nicht sowas aussuchen könnte: "och heute bin ich nett, ich schalte mal den Abstandhalter ein." "och nö, heute bleibt der aus"....

Ich bin dafür, dass Freisprechanlagen für alle PKW-Fahrer Pflicht werden. Denn die meisten kriegen ja schon beim Autokauf alles möglich schon eingebaut, z.b. Navi. Es ist so bequem, eine Freisprechanlage zu haben. Es gibt auch (habe ich im letzten Italienurlaub gesehen) diese "im-ohr-handys", die sehe ich hierzulande selten.
Also, wer unbedingt auf der linken Spur bei 150 km/h noch telefonieren will, dann so (natürlich am besten gar nicht....). Achja, Navi hin oder her. Diese riesigen Bildschirme mitten auf der Scheibe sind ja total bescheuert. Es genügt doch die Akustik, oder nicht?!

Achja; im Moment habe ich nichts mehr gehört, wegen der Anzeige, da Urlaubszeit ist. Aha... ich halte euch schon auf dem laufenden ;)

Na ja, da ich grundsätzlich beim Fahren nicht telefoniere, wäre ich nicht so begeistert darüber, für eine Freisprechanlage zahlen zu müssen, die ich nie nutzen würde, nur weil sie Pflicht wäre. Ich denke, dass die Ablenkung durch die Konzentration auf das Telefonat deutlich größer ist als durch die Tatsache, dass man etwas in der Hand hält. Sonst dürfte man auch nicht während der Fahrt am Autoradio rumfingern, rauchen, Wasser trinken, essen, und und und...

Navi-Bildschirme im Sichtfeld sind teilweise wirklich lästig. Insbesondere nachts kann man viele Modelle auch einfach nicht dunkel genug stellen. Im Bus habe ich da den Vorteil, dass ich das Navi bequem links an die Seitenscheibe bappen kann, da kann ich draufschauen, wenn ich es will, aber es hängt mir nicht vor den Augen rum. Zumindest bei meiner Billig-Yakumo-Pfadfinderin ist nämlich der Blick auf den Bildschirm absolute Pflicht, die Sprachausgaben sind leider sehr unzuverlässig (da wird aus links schon mal rechts, aus der Fahrt über zwei verschiedene Bundesstraßen und eine Autobahn lapidar "dem Straßenverlauf sehr lange folgen".


...die kinetische Energie eines Aufpralls wird nicht linear gemessen oder breitet sich linear aus, sondern mit dem Exponenten.

Bei so um die 40.000 kg (40 Tonnen) ist das bei NUR 5 km/h mehr so eine enorme Energie, die aus der kinetischen in die ruhende übergeführt werden muß, dass ein menschlicher Körper, egal ob im Führerhaus oder in dem Fahrzeug davor, """ein Problem hat"""...

Überholverbot und absolute Kontrolle von LKWs (von mir aus ab 3,5 t...) ...

Schützt die Fahrer einfach vor sich selber, denn sie wissen nicht was sie tun...

Grisu...

PS.: Der polytraumatisierte Fahrer eines Kleintransporters (7,49t) auf der A1 im Raume Köln hat übrigens letzte Woche überlebt; W I R waren schnell genug bei IHM!!! GLÜCK für ihn und die anderen, die er mitgerissen hat... ... ..., das A... ... ...



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