T 61: Ein qualvoller Tod


Es ist vielleicht schockierend,aber ich halte dieses Thema für absolut wichtig!

Viele von uns waren schon in der Situation,sein Tier euthanasieren zu lassen.
Wir denken dabei an einen schmerzfreien Tod,ein sanftes Entschlafen.
Was aber leider nicht immer der Fall ist.
Viele Tierärzte wählen immer noch die qualvolle , aber kostengünstigere
Methode um ein Tier einzuschläfern - nämlich T61
Niemand ahnt was für Qualen ein Tier dabei erduldet ,bevor es endlich stirbt.

Stellt euch mal vor jemand wollte euch umbringen.Er injiziert euch ein Mittel
(laut Beipackzettel soll es direkt ins Herz injiziert werden) .
Kurz danach werdet ihr nicht mehr atmen können.Dazu kommen
fürchterliche Krämpfe und Schmerzen.
Doch niemand wird es euch ansehen.Weil ihr komplett gelähmt seit und
ihr euer Entsetzen nicht äußern könnt.
Keiner hört euch schreien - außer die Dosis war zu gering - weil auch die
Atemmuskulatur gelähmt ist.
Niemand ahnt etwas von eurem Todeskampf,denn alles sieht friedlich aus.
Das ist alles andere als ein sanftes Einschlafen,wie etwa bei einer
Überdosierung eines Narkosemittels.
Es ist ein erbärmliches krepieren ,bis endlich das Herz zu schlagen aufhört.
Aber dafür ist es schön günstig :labern:

Bitte achtet darauf ,welches Mittel der TA eurem Tier spritzt.Fragt nach und
laßt euch nichts einreden.Viele TA wissen selbst nicht Bescheid oder wollen
es nicht wahr haben.
Achtet darauf,daß 10 min. vorher ein Narkosemittel gespritzt wird und euer
Liebling wirklich vollkommen "weggetreten" ist.
Falls es dann wirklich noch nötig ist - soll er erst dann T61 spritzen.

Quelle:www.tigerfreund.de


Habe vor ca. 10 Jahren eine meiner Katzen einschläfern lassen müssen und der TA hat schon damals zunächst eine "Schlafspritze" gegeben und mir immer genau erklärt, was er tut , warum und hat da auch begründet: eben mit Krämpfen und Qualen für das Tier wenn man´s anders machen würde.

Ich konnte meine Katze beim Einschlafen streicheln und auch bei der endgültigen Euthanasiespritze durfte/konnte ich anwesend sein.
Das Schlimmste für mich war, das ich sie nicht mítnehmen durfte um sie zu begraben, wir wohnten in einem Wasserschutzgebiet und Tierfriedhöfe gab´s da bei uns in der Gegend leider noch nicht .....

Remix


Erschütternd daran ist ja,das viel Zoos oder auch im Zirkus dieses Mittel
benutzt wird,ohne vorherige Narkosespritze.
Auch auf vielen Bauernhöfen.Ein ehemaliger Nachbar von mir - Schweinezüchter_
hat dieses Mittel so rumliegen und injiziert es selbst.
Er bot mir damals sogar an meinen Hund einzuschläfern.Zum Glück habe ich
abgelehnt.


Ähm... dieses Medikament darf nur von Tierärzten verwendet werden, hat dein Schweinezüchter Tiermedizin studiert und ist er approbierter Tierarzt? Wenn nein, wer hat ihm das Zeug in die Hand gegeben? Das Veterinäramt würde sich sicherlich sehr dafür interessieren...

Abgesehen davon, wenn er Schweine züchtet, dann doch sicher zum Verzehr. Bei Schlachttieren darf Embutramid nicht verwendet werden!

Übrigens, diese entsetzlichen Todeskämpfe sind meiner Meinung nach nicht auf das Medikament an sich zurückzuführen sondern auf den Anwender. Will heißen, wenn es wirklich intracardial oder intravenös appliziert wird, dann wirkt es sofort, nur wenn es zu gering dosiert wird oder der Tierarzt nicht direkt ins Herz bzw. in die Vene trifft, kann es zu einem bis zu stundenlangen, qualvollen Todeskampf kommen. (Sinnvollerweise bekommen die Tiere vorher aber trotzdem ein Narkosemittel gespritzt. Kleintiere wie Maus, Meerschweinchen und dergleichen sterben meist schon daran, wenn es überdosiert wird... die schlafen davon ein und gleiten dann einfach ruhig hinüber)


Das ist ja das Problem.Das sind offene Geheimnisse.
Wo er das her hat weiß ich nicht.War damals auch nur geschockt.
Es gibt eine Menge schwarzer Schafe bei den TA.Bin an ein Exemplar
geraten,daß eine total verdreckte Praxis hatte,meinem Hund eine Spritze
setzten wollte ohne ihn vorher untersucht zu haben.Und dieser Typ ist
in einer renomierten Fleischfabrik der zuständige Vetärinär.
Ich sage ja auch nicht,daß alle es so machen,ich möchte nur das ihr darauf achtet.
Wie und was gespritzt wird ,auch wenn der Schmerz über den Verlust noch
so groß ist.


Hallo,

meine Schäferhündin hatte Arthrose - bekam Medikamente (so Metacam, Piroxicam); und mein (Haus-)Tierarzt sagte mir bereits, dass diese Präparate nicht gut für die Organe seien.
Wenn ich im Wartezimmer aufgerufen wurde, war ich froh, wenn er selbst den Hund behandelte; seine Frau hatte mir schon früher empfohlen, das Tier ein-
schläfern zu lassen.

Dann kam, was vorausgesagt wurde: Der Hund hat sich übergeben, hinten kam alles raus - fürchterlicher Anblick - die ganze Nacht kein Auge zugemacht.
Sonntagmorgen zum tierärztlichen Notdienst, um zu tun, was getan werden musste.

Der Tierarzt rasiert das Fell an der Vorderlaufvene weg - setzt die Spritze an - das Tier schreit erbärmlich.
Weil es für mich bereits die 2. Euthanasie war, bei der ich anwesend war, fragte
ich (mir selbst liefen schon die Tränen), wann denn die Narkose zu wirken beginne?

Ich bekam sinngemäß zur Antwort: "Eine Narkose würde das Leiden nur verschlimmern".
Übrigens, die 1. Spritze führte nicht zum Tode - er musste dann noch einmal nachsetzen.

Ich hatte vor 2 Monaten mal die Gelegenheit, meinen (Haus-) Tierarzt auf diese Methode anzusprechen.
Es handele sich um ein -auch unter Tierärzten- wohl umstrittenes Verfahren.
Er selbst würde es niemals anwenden und erwähnte auch noch was von Hinrichtungsverfahren in den USA.
Das Problem sei einfach, dass man das Tier nicht so fixieren könne, dass diese Spritze direkt in die Vene gegeben werden könne.

Der_Westfale

Edit: das ganze war vor 11 Jahren

Bearbeitet von Der_Westfale am 20.06.2008 10:46:08


Ich bin entsetzt über das was Ihr da beschreibt, mein kater ist
15 jahr und ich habe Angst vor diesem tag!!!!
Es ist ja gräßlich !!!!!!


Zitat (Gerlii @ 20.06.2008 10:56:58)
Ich bin entsetzt über das was Ihr da beschreibt, mein kater ist
15 jahr und ich habe Angst vor diesem tag!!!!
Es ist ja gräßlich !!!!!!

Mir gehts auch so. Mein Kater ist nämlich genauso alt. Aber solange ist denen gut geht, denken wir doch an sowas nicht. Und sollte es mal in einigen Jahren soweit sein, sind wir nun aufgeklärter und können dementsprechend auftreten und handeln. :blumen:

Zitat (Gerlii @ 20.06.2008 10:56:58)
... und ich habe Angst vor diesem tag!!!!

Die hatte ich auch, und zurecht!


Aber wenn du Dein Tier liebst dann wagst du diesen Schritt, fällt er auch noch so schwer.



Wenn ich das hier lese, habe ich wohl den richtigen TA gewählt - unsere Katze ist gestern abend auf meinem Arm eingeschlafen.

Bearbeitet von bödefeld am 20.06.2008 11:07:49

Als ich meinen Kater einschläfern lassen musste war er auch schon in Narkose- denn die Ärzte konnten seinen Tumor in der OP leider nicht entfernen. Und dann bekam er die Spritze...

Aber das es tatsächlich so grauselig zugehen kann wusste ich gar nicht. Mal meinen Tierarzt auf das Thema ansprechen...


Unser Kätzchen Luna (siehe Avatar) wurde auch mit T61 eingeschläfert, aber zuvor bekam sie eine Narkose sodas sie vorher schopn weggetreten war, es war schlimm wir haben sie bis zum schluß gestreichelt und ihr zugeredet.
Ich hab zum glück schon zuvor von T61 gelesen, wenn die TÄ das Mittel genommen hätte ohne narkose, hätte ich sie sofort darauf hingewiesen oder wäre mit Luna wieder wegegangen.


Ich kenne gar keinen TA mehr, der das noch einsetzt.
Die nehmen alle Eutha 77 oder sie dosieren das Narkosemittel einfach deutlich über, das Tier schläft dann ein und gleitet sanft und schnell in den Tod über. Grade bei sehr geschwächten Tieren ist das sinnvoll.

Aber solangs immer noch solche "Viehdoktoren" gibt ist es wohl wichtig darauf hinzuweisen!


Ich kann mir nur schwer vorstellen, das ein Kleintierarzt auf diese Weise tötet.
Hier zumindest würde das jedenfalls SEEEHR schnell die Runde machen und er wäre schnell viele seiner Patienten los.


Bine


Danke,das ihr diesen Thread gelesen habt!
Egal ob es einige wahr haben wollen oder nicht .Mir war es wichtig,darauf
hinzuweisen.
Für mich war es wichtig darüber zu erfahren.Ich werde in Zukunft mehr
nachfragen und ggf. auch den Arzt wechseln.Mundpropaganda hilft meinem
Tier nicht weiter.Und soviel Fachwissen habe ich nicht,aber ich kann mich
informieren.Und mehr wollte ich damit auch nicht.
Achtet darauf was mit eurem Tier gemacht wird,wie mit ihm umgegangen
wird und was gespritzt ,bzw. verordnet wird.


Utchen, eben lese ich das...
Sicher ist sich nicht jeder einzelne, der sein Tier auf dem letzten Gang begleiten muß, exakt darüber im Klaren, WAS nun genau und in welcher Dosierung wann gespritzt wird, die meisten sind auch viel zu traurig und nervös, um ihren Vet in dem Moment zu fragen: sie denken an ihr Tier und reißen sich ansonsten aufs Äußerste zusammen.

Grundsätzlich hat jeder Tierbesitzer das Recht, den Tierarzt um das verwendete Mittel vorher zu befragen- und auch en detail über den Vorgang.
Ein vernünftiger TA wird den Besitzer sachlich und verständlich aufklären. :)


Und: die intrakardiale Injektion des Euthanasiemittels ohne vorherige Betäubung widerspricht dem Tieräztlichen Ethos und gilt als absolut inhuman: so darf das Einschläfern schon lange nicht mehr durchgeführt werden.

Eutha 77 mit Vornarkose oder die Überdosierung eines normalen Narkotikums kenne ich auch als gängige Praxis. :)


Da wird mir beim lesen schon schlecht. Hoffentlich bleibt unsere Romy noch ewig gesund und bei uns


Hallo, das ist aber hier ganz traurig. Denke, so wie der Tierarzt sich zu Lebzeiten dem Tier und Halter gegenüber verhält, so wird er das wohl auch tun, wenn das Tier erlöst werden muss. Habe bei meinem TA bisher nur gute Erfahrungen bei Beratung, Prophylaxe und auch weiterer Betreuung gemacht ( kater hatte erst Grauen Star und dann Glaukom ). Meine Kätzin hat erst Narkose bekommen und ist wirklich dann auch sehr schnell " weggewesen ". Liegt jetzt im Garten. Ist aber immer gut zu wissen, welche schlimmen Methoden es doch noch gibt.


Beim nochmaligen Lesen des Freds fällt mir noch ein, daß es mit dem Einschläfern eines Tieres nicht unbedingt furchtbar zugehen muß:

Auf meinem Schoß sind in meinem Leben bisher 3 Schäferhunde (in allen Fällen Krebs), einige Kaninchen und eine Katze eingeschlafen.
Geschrei, Angst und Qual habe ich in keinem der Fälle erlebt.

Das Wichtigste ist, daß unser vierbeiniger Kumpel nicht unter Streß steht und man die Entscheidung (so es denn möglich ist) so rechtzeitig trifft, ehe Krankheit und Alter soweit fortgeschritten sind, daß sie dem Tier ihre größtmöglichen Qualen aufbürden.

Man selbst muß -und das ist das Schwerste daran- seinem Tier Ruhe und Ausgeglichenheit vermitteln, sodaß das Gang zum Tierarzt wie eine Routinesache (Zahnsteinentfernen, Impfung etc.) wirkt. Es läßt dann leichter los, schläft friedlicher hinüber und die Medikamente wirken effizienter.
Das als Erfahrungswert am Rande, der nicht unbedacht bleiben sollte. :)

Je schwerer wir loslassen können, um so schwerer machen wir es unserem Tier.


Also das was die Bi(e)ne hier schreibt ist das schönste und zugleich traurigste, das schwerste aber auch wahrste (schreibt man das so?) was ich in diesem zusammenhang je gelesen habe.

Ich musste vor kurzem auch unseren Kater einschläfern lassen (HCM)- sie hat uns über 15 Jahre lang begleitet und es ist uns wirklich nicht leichtgefallen.
Aber - so unser Gedankengang - der Dicke hat 15 Jahre lang ein so schönes Leben gehabt, und uns auch soviel Freude bereitet, da soll er nun, wo es "zu Ende geht" nicht leiden!
Und so schwer wie es mir auch gefallen ist, er ist auf meinem Arm eingeschlafen.



@Die Bi(e)ne: 3 Hund, eine Katze und einige Kanninche - Wie stehst Du das durch?


Ich musste bisher 3 Hunde einschläfern lassen - nur so grausam, wie oben geschrieben, war´s nur bei meiner Schäferhündin - und wie geschrieben, bei einem Tierärztlichen Notdienst.

Und auf der Bestätigung für die Stadtverwaltung stand auch noch: "schmerzlos eingeschläfert".

Die Schreie dieses Tieres höre ich heute noch - nach 11 Jahren.

Wenn meine Hündin in ein paar Jahren so weit ist, hoffe ich, dass mein Dr. Robl noch praktiziert.

Der behandelt meine Tiere schon seit fast 30 Jahren.

Wenn doch mal ein anderer Arzt, werde ich definitiv verlangen, dass eine Narkose gesetzt wird.

Aber, vielleicht stirbt Bonny ja auch eines natürlichen Todes - dann würde mir das erspart bleiben.



traurige Grüße

Der_westfale


@bödefeld: Danke. :wub:

Die 3 Hunde (die erste lief uns zu, da war ich 10 und wünschte mir sehlichst einen Hund), die Hasen und der Kater haben mein Leben als unsere eigenen Hausgenossen begleitet: deshalb habe ich mich im Rahmen dieser Diskussion hier darauf beschränkt.

Wie man das aushält? Man muß es. Sonst sollte man besser nicht mit einem Tier anfangen. Das brachten mir meine Eltern so bei und so ist es heute meine Überzeugung.

Es ist hammer-hammerhart. Loslassen ist immer das Schwerste, ob zum ersten oder 5. Mal, ob nach langer (oder leider viel zu kurzer) Zeit. Daran gewöhnen kann man sich nie, man muß einfach die Vernunft auf Vollast fahren: sonst hält man es nicht aus, und tut dem Tier doch keinen Gefallen.
DAS muß man sich eisern vorhalten.
Die Tränenströme fließen danach, wenn Zeit dazu ist.

Ich habe später beim TA mit ausgeholfen, mich früher überall, wo Haus-und Hoftiere waren, herumgetrieben: da sieht man den Tod zwangsläufig und hat viel Zeit, sich mit Sinn und Unsinn dessen auseinanderzusetzen. Ohne ein Tier an meiner Seite oder in unserer Familie geht es nicht.

Dr Mensch ist mit Verstand gesegnet, zu handeln und zu denken. Das Tier gibt seine Freundschaft und sein Leben in unsere Hände: auch zu allerletzt.
Deshalb ist es unsere Verantwortung, die Nerven zu behalten und rechtzeitig zu sehen, wo wir nicht mehr anders helfen können.

Hat es der TA (oder wer immer) einmal falsch gemacht... die Schreie eines (wodurch immer gequälten und gemeuchelten Tieres werden wir unser Leben lang nicht mehr los, wie auch das Schuldbewußtsein, irgendwie versagt zu haben.
So zumindest geht es mir.
Man träumt noch Jahre später davon, falsch, nicht oder zu spät geholfen zu haben.


Übrigens habe ich HIER für den fachlich Interessierten noch etwas zum Nachlesen über das angesprochene Mittel T 61 gefunden.


Vielleicht ein bißchen :offtopic: ,aber habt ihr mal den Bericht gesehen,
es ist schon länger her,wo eine Frau immer ältere Hunde aufnimmt
und die bis zum Tod pflegt.
Sie bereitet sich und die Tiere immer darauf vor,läßt Gedichte schreiben,
Bilder der Hunde malen und beerdigt sie immer auf dem Tierfriedhof.
Und es fällt ihr immer schwer .Sie liebt die Hunde wirklich.
Ich bewundere diese Frau. Gibt alten Tieren ein zuhause.
Sorgt für sie,pflegt sie und trauert um sie.
Das wäre zu viel für mich.Ehrlich.


Weißt Du, ich habe vielen alten Tieren ein Zuhause gegeben. Und sie bis zum Schluß begleitet. :)
Oft ohne Gedichte und Singsang. Ich war bloß dabei. Aber sie waren nicht allein.


Das hat mich geschockt. .

Ich habe nie nach dem Sinn der Narkose vorher gefragt, dachte immer, es sei, damit das Tier die Spritze, die ja ins Herz muß, nicht spürt.... Meine Güte, wie naiv...


knuffelzacht

Bearbeitet von knuffelzacht am 25.06.2008 07:31:19


Ich mußte vor knapp drei Wochen auch meine 10jährige Schäferhund-Labrador-Hündin einschläfern lassen. Bei ihr wurde ein überdosiertes Narkosemittel gespritzt und sie ist ganz ruhig und friedlich in meinen Armen eingeschlafen. Das war ich meinem Tier schuldig, ich hatte sie vom ersten Tag an da sie von meiner Schäferhündin abstammte.

Nun liegt sie bei uns im Garten begraben und wann immer wir wollen können wir das Grab besuchen. Das ist mir für meinen 8jährigen Sohn besonders wichtig gewesen.

Ein friedliches einschlafen hat jedes Tier verdient und sei es noch so klein.


Zitat (Die Bi(e)ne @ 25.06.2008 04:10:34)
Ich war bloß dabei. Aber sie waren nicht allein.

Dabeisein, den oftmals jahrelangen Gefährten nicht alleine lassen.

Das ist (glaube ich zumindest) das wichtigste für das Tier - und eine schlimme Sache für wohl jeden Besitzer.

Ich finde auch, dabei sein und im Arm halten ist das Wichtigste.
Wenn irgendwie möglich, habe ich sie zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung gehen lassen.

Aber es ist jedesmal aufs Neue wieder hart und verdammt schwer. Daran gewöhnen werde ich mich wohl nie.


Bine


Ich konnte bei meinem Hund nicht dabei sein. Ich war nicht zu Hause, als es akut wurde.
Es zerreisst mich noch heute, dass ich ihn nicht begleiten durfte :heul:
Ich denke, dass "halten" ist auch ein wichtiger Teil des "Abschiednehmens" ist.

Ich konnte nur zu einem Bild Lebewohl sagen und zu meinen Erinnerungen, denn auch der Leib musste beim Vet bleiben.
Ich hoffe hoffe hoffe, nach diesen gruseligem Thema, dass mein Gio nicht noch mehr leiden musste und betäubt wurde. Ich werde nicht nachfragen. Das könnte ich nicht ertragen .


Insidias :trösten: :trösten: sowas ist schlimm, ich kann es Dir gut nachfühlen.
Aber sei damit getröstet, daß der Hund in seiner vertrauten Umgebung, mit seinen vertrauten Leuten drumherum einschlafen durfte. Du wurdest ganz gewiß würdig vertreten. :wub:

Mein härtestes Abschiednehmen war das von meiner ersten "richtig eigenen" Schäferhündin Aysha. Ich liebte sie fast wie mein Kind und habe schrecklich und furchtbar lange getrauert- die letzte Runde, das Einschlafen danach... ihr erster Zusammenbruch und das Wissen: es geht nicht mehr lange gut: wir teilten alles und wußten beide, was kommt. Solange es gutgeht... aber die Zeit it gezählt.
Weder Kind noch Mann konnten mich wirklich trösten und das Schlimmste war, Ayshas Leib zurücklassen zu müssen.
Es war schlimmer, als das Einsetzen der Wirkung der Medikamente zu sehen, es war schlimmer als das Starkbleibenmüssen und es war schlimmer, als das ruhige endgültige Nachlassen der Herztätigkeit, was ich selbst mittels Sthetoskop kontrollieren durfte.
Diese Endgültigkeit- und dann Halsband und Leine abzunehmen und meinen Hund dort liegen sehen zu müssen- ohne ihm ein Grab im Garten zurechtmachen zu können.

Vor lauter Tränen sah ich die Straße und den Weg nicht mehr, war froh, daß mein Mann mich abholen kam. zuhause warf ich mich aufs Bett und war nicht mehr ansprechbar. Kind brachte eine Tasse Tee. :wub:
Davor hatte ich den Tod schon so oft gesehen: Einschläfern, Schießen... Pferde, Hunde, Katzen, Schweine, Rinder ... ich glaubte wirklich, der Sache gewachsen zu sein. Trotzdem berührte mich diese Sache vollkommen anders.
Vermutlich des Zurücklassens wegen.
Zwar ist es nur der "entseelte Leib", wie es auch unsere damalige Tierärztin mir zu bedenken gab, aber meinem Hund kein Grab bei uns mit Blümchen drauf schaffen zu können, war schlimm.
Mietwohnungsschicksalim Block.

Heute haben wir ein Haus, die 2. Schäferdame schläft gemütlich neben einem Hasen unter Christrosen und Seidelbast. Ein schöner großer Findling ohne Schriftzug läßt erinnern und bedenken. Irgendwie ist es danach einfacher gewesen: Hund und Hase durften zu Hause einschlafen und haben ihren Platz im Garten.
Gegangen sind sie alle völlig friedlich und sogar entspannt. :) sie hatten alle keine Angst vorm Doc mit der Spritze: ich war doch dabei.


Kann es dir sehr gut nachfühlen Bi(e)ne.
Balus Vorgänger wollte,bzw.mußte ich auch bei der Tierärztin lassen.
Er hatte einen Knochentumor und da er durch seine Autoimmunkrankheit
schon gesundheitlich angegriffen war,gab es keine Hoffnung.
Da meine Vermieterin ein wenig komisch war,fragte ich ob ich den Hund dalassen
kann. Ja, das ginge ich bräuchte nur 56 Euro mitbringen,da sie extra den
Entsorgungsbetrieb anrufen müsse.War ich irgendwie schon bedient.
Ich bin dann mit meinen Jungs und dem armen Clochard zum TA.
Die erklärte mir alles,was sie macht und eutanisierte ihn im Kofferraum
unseres Autos.Ich war bei ihm ,streichelte ihn bis zum letzten Atemzug.
Dann erschien die Ärztin - mit einer grünen Mülltonne.
Und verlangte doch tatsächlich,daß meine Jungs unseren Liebling dareinwerfen.
Das war zuviel.Ihr könnt mich jetzt naiv nennen,aber ich denke das kann man
auch würdiger machen für den Hund und auch für den Besitzer.
Ich hab gesagt"Der Hund bleibt wo er ist.Ich nehm ihn doch mit"
Daheim hab ich unter Tränen im Garten ein Loch gebuddelt und ihn begraben.
War mir egal was meine Vermieterin sagte oder nicht.
Das hatte dieser tolle Hund nämlich nicht verdient.Er war ein "ausgemusterter"
Rettungshund und hat viele Menschenleben gerettet.
Unser erster Hund Rocko starb an einem besonders aggressiven Blutkrebs,er dürfte
daheim einschlafen und wurde im Garten meiner Mutter begraben.
Dort liegen auch unsere Katzen,Vögel,Meerschweinchen und Kaninchen.
Das war besonders schlimm für uns und alle sagten :"Wenn ihr im nächsten halben
Jahr keinen Hund habt,bekommt ihr niemehr einen."
Hat dann fast 1 1/2 Jahre gedauert,bis Clochard kam,den hatten wir nur 1 Jahr
,aber Balu kam schon 4 Tage danach.Und ich hoffe das er "ewig" lebt. :wub:



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