Sport ist Mord?


Nach dem Tod zweier Extrem-Bergläufer prüft nun Staatsanwalt :o

Eigentlich hätte der Veranstalter abbrechen müssen,meine Meinung! ;)
Denn es war schon Tage vorher Schlechtes Wetter angekündigt.
Tödliche Erschöpfung nach Schneesturm am Gipfel

Bearbeitet von wurst am 15.07.2008 16:53:32


Zitat (wurst @ 15.07.2008 16:45:38)
Nach dem Tod zweier Extrem-Bergläufer prüft nun Staatsanwalt :o

Eigentlich hätte der Veranstalter abbrechen müssen,meine Meinung! ;)

Tödliche Erschöpfung nach Schneesturm am Gipfel

+ Die Läufer wurden am Start auf das Wetter hingewiesen: "Zieht Euch warm an"
http://www.welt.de/vermischtes/article2215...rnhinweise.html

+ Der Veranstalter hat abbrechen lassen. Jeder Läufer hätte für sich selbst abbrechen können. Auf dem Weg nach oben sind 2 Hütten.

+ In den Bergen muss man immer mit Wetterumschwung rechnen. Wer dies nicht tut ist schlecht vorbereitet.


Wer sich in Gefahr begibt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn dann mal was schief geht.

* Im Jahre 2007 hat der Veranstalter vorzeitig abgebrochen und wurde von mehreren Läufern deswegen verklagt...

* Beide Läufer waren erfahrene Läufer, die sich und Ihren Körper hätten kennen müssen

* auch erfahrene Läufer haben, trotz Kälte, nicht abgebrochen und erst hinterher festgestellt, daß sie unterkühlt waren

* selbst die Bergrettung hat offensichtlich einige Läufer, die nicht mehr so gut aussahen, einfach weiterlaufen lassen

* Helfer am Start haben auf passende Bekleidung hingewiesen



Ich finde, man kann hier nicht nur dem Veranstalter alleine die Schuld in die Schuhe schieben, hier treffen viele unglückliche Umstände zusammen. Mir tun die Angehörigen der verstorbenen Sportler leid, eine Schuldzuweisung hilft denen auch nicht!


Die Bergwacht hat gar keine Handhabe, Läufer am Weiterlaufen zu hindern, da sie keine Polizeibehörde ist. Wenn fanatische Läufer ihr Hirn ins Klo schmeißen und trotz Warnung selbst in der dicksten Tinte nicht schlau werden, dann fällt mir nichts mehr ein. In Laufschuhen, Shorts und Trägerhemd geht man nicht ins Hochgebirge, selbst bei schönem Wetter nicht. Wenigstens im Rucksack Wetterkleidung dabei zu haben, ist zwar eine Bürde, die auf den Schultern drückt, aber im Zweifelsfall Leben rettet.

Die Bergwacht wird schon helfen... Na prima, dann dürfen die Kameraden dort und die Hubschrauberpiloten des ADAC ihr Leben riskieren wegen Vorfällen, die eigentlich vermeidbar wären. Ich hoffe nur, die von der Bergwacht und vom ADAC geretteten Leute müssen den Einsatz auf Heller und Pfennig bezahlen, offenbar geht es gar nicht anders als über den Geldbeutel, die Leute zu disziplinieren und ihnen eventuell, aber nur eventuell :labern: etwas gesunden Menschenverstand wiederzugeben.


Zitat (SCHNAUF @ 15.07.2008 17:38:45)
In Laufschuhen, Shorts und Trägerhemd geht man nicht ins Hochgebirge, selbst bei schönem Wetter nicht. Wenigstens im Rucksack Wetterkleidung dabei zu haben, ist zwar eine Bürde, die auf den Schultern drückt, aber im Zweifelsfall Leben rettet.


angemessene Kleidung ja und wenn nicht, rechtzeitig aufhören ist auch völlig Ok.

aber bei einem Lauf, wo es auf die Zeit ankommt mit Rucksack? :o :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Zitat (tante ju @ 15.07.2008 17:45:27)
angemessene Kleidung ja und wenn nicht, rechtzeitig aufhören ist auch völlig Ok.

aber bei einem Lauf, wo es auf die Zeit ankommt mit Rucksack? :o :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Ich glaube, das ist immer noch die bessere Alternative als im Leichensack ins Tal geflogen zu werden. Es gibt Wüstenrennen, wo die Ausrüstung vorgeschrieben ist und vor Rennbeginn vorgewiesen werden muss. Warum nicht auch bei diesem Bergrennen? Dann hätten alle Starter einen Rucksack zu schleppen, und alle hätten im Falle des Falles auch Wetterkleidung dabei.

Stimmt, die Bergwacht ist nicht die Polizeibehörde, allerdings werden bei "normalen" Laufwettkämpfen auch "fertige" Läufer durch Sanitäter aus dem Wettkampf genommen. Dies ist also durchaus eine übliche Vorgehensweise, wenn man auch bedenkt, daß manch ein Läufer im Stadium einer Unterkühlung (wie hier im Rennen) oder z.B. einer Dehydration bei anderen Rennen nicht mehr in der Lage ist, selbstständig zu entscheiden!

Es sind auch Läufer, die durchaus einigermaßen wetterangepasst gekleidet waren, vor Unterkühlung und Erschöpfung vorher ausgestiegen, dies nur einmal nebenbei. Einige haben auch erst hinterher gemerkt, wie schlimm es wirklich um sie stand.

Wie gesagt, ich nehme den Veranstalter nicht in Schutz, ich nehme auch die angetretenen Läufer nicht in Schutz, ich finde es nur tragisch, daß zwei Menschen ums Leben gekommen sind.

Hier zum Beispiel ein Interview mit einer Teilnehmerin.


Zitat (tom-kuehn @ 15.07.2008 16:54:41)
+ Die Läufer wurden am Start auf das Wetter hingewiesen: "Zieht Euch warm an"
http://www.welt.de/vermischtes/article2215...rnhinweise.html

+ Der Veranstalter hat abbrechen lassen. Jeder Läufer hätte für sich selbst abbrechen können. Auf dem Weg nach oben sind 2 Hütten.

+ In den Bergen muss man immer mit Wetterumschwung rechnen. Wer dies nicht tut ist schlecht vorbereitet.


Wer sich in Gefahr begibt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn dann mal was schief geht.

Ich bin voll und ganz Deiner Meinung!!!! :daumenhoch:

1. Wer "zwingt" die Läufer, an so einem Wettbewerb teilzunehmen??

2. Einige haben diesen Lauf nicht zum ersten Mal gemacht!!!

3. Wo bleibt bei diesen "Sportlern" die Verantwortung nicht nur über ihre Gesund-
heit, sondern auch gegenüber ihren Familien??

4. Waren die beiden Männer, die Verstorben sind, über 40 Jahre alt. Bei dem Alter
sollte man doch das Wort "Verantwortung" in sein Gehirn eingebrannt haben!!


Fazit für mich: Ich habe kein Mitleid mit Sportlern, die ihren "Kick" brauchen!!

In meinen Augen hat der Veranstalter keine Schuld. Schuld liegt bei den Sportlern, die es verlernt haben, welche Gefahren sie sich ihrem "Extremsport" aussetzen!!

Ich bin sogar dafür, daß keine Versicherung diese Menschen versichern sollten!!

Wie heisst es so schön: WER SICH IN GEFAHR BEGIBT, KOMMT DARIN UM!!!!

Der Veranstalter hätte sicher deutlicher aufs Risiko hinweisen können/abbrechen können/ne Gulaschkanone neben dem Hauptfeld her fahren lassen...

Aber letzten Endes trägt jeder sein Risiko selbst. Das ist das extremste Rennen in Europa (angeblich) und man weiß, dass es selbst bei schönstem Wetter aufm Berg auch mal kalt werden kann.

*schulterzuck*


Zitat (Cambria @ 15.07.2008 19:28:30)
Der Veranstalter hätte sicher deutlicher aufs Risiko hinweisen können/abbrechen können/ne Gulaschkanone neben dem Hauptfeld her fahren lassen...

Aber letzten Endes trägt jeder sein Risiko selbst. Das ist das extremste Rennen in Europa (angeblich) und man weiß, dass es selbst bei schönstem Wetter aufm Berg auch mal kalt werden kann.

*schulterzuck*

Eine "Gulaschkanone" nebenherfahren zu lassen ist unmöglich, da der Lauf ja auf die Zugspitze ging. :(

Aber, Du hast Recht!!! Letzten Endes trägt jeder sein Risiko selbst!!!!!!

Bearbeitet von wollmaus am 15.07.2008 19:33:48

Zitat (wollmaus @ 15.07.2008 19:32:06)
Eine "Gulaschkanone" nebenherfahren zu lassen ist unmöglich, da der Lauf ja auf die Zugspitze ging. :(

Nächstes mal halte ich ein Ironie-Schild hoch :blumen: Nicht übel nehmen ;)

Als ich gestern früh den allerersten Pressebericht dazu gelesen habe, war spontan mein allererster Gedanke:
"Wie kann man nur..."
(zugegeben im ersten Moment erstmal nur auf den Veranstalter bezogen)

Und jetzt, zur Stunde, nachdem es *nochganzviermal* ausführlichere und alternative Berichterstattung zu diesem schlimmen Ereignis zu lesen gab, denke ich immer noch, allerdings mit anderer Gewichtung:
"Wie kann man nur..."


Egal, ob nun die Läufer oder der Veranstalter "verantwortungslos" reagiert haben, mir tun die Toten leid! :(


ich finde sowas nur erstaunlich
dass das sehr sportlichen männern passiert ist


Selbst der durchtrainierteste Körper kann schlappmachen. Man kann vielleicht länger durchhalten als ein untranierter, aber bei solchen Bedingungen kommt der stärkste Mann oder die stärkste Frau schnell an ihre Grenzen. Gerade auch wegen der dünnen Kleidung. Der Temperatursturz, der Stress, der Kraftaufwand - nicht zu vergessen die Todesangst - wie soll ein Körper das verkraften? Was ich allerdings noch zu dem Spruch "Sport ist Mord" anmerken möchte: "Extremsport finde ich ziemlich mörderisch, da tut man sich keinen Gefallen mit. Wer Sport in einem gesunden Maß betreibt, der ist auf der richtigen Seite. Zuviel Sport ist in meinen Augen genauso gefährlich wie pure Faulheit.



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