Ärger mit der Stromrechnung: Zähler defekt, Anbieter uneinsichtig


Wir haben ein ganz großes Problem.

Ein Bekannter hat am Wochenende seine Stromrechnung bekommen und ist bald aus allen Wolken gefallen. Er soll weit über 1000 Euro nachzahlen.
Er hat eine kleine Wohnung und lebt von irgendwie Krankenrente oder Sozialhilfe irgendwie sowas.
In der Wohnung hat er einen Fernseher, einen Computer (kein Inet, keine Dauerbenutzung), , ein Handyladegerät und einen und so eine "Nachtspeicherofenheizung".
Wir haben nach der Rechnung gemeinsam einen Blick auf den Zähler geworfen. Zuvor haben wir alle Elektrogeräte ausgeschalten und rausgezogen und dann nur den angestellt. Der Zähler raste! Es handelt sich eindeutig um einen handelsüblichen Toaster und kein Starkstromgerät. Je größer das Gerät, desto rasanter die Rundenzahl des Zählers.
Der Stromanbieter weigert sich jedoch, den Zähler zu überprüfen.
Angeblich wären die Nachtspeicheröfen daran schuld, aber die sind seit Monaten ausgeschalten.

Das Sozialamt will zahlen, weil der Anbieter sagt es wäre in Ordnung, und sich den Betrag bei ihm dann wiederholen.
Wie kriegen wir es hin, dass der Zähler überprüft wird? Der Anbieter weigert sich. Sein Vorschlag war, dass mein Bekannter einen Elektriker beauftragt. Ungläubig, weil er glaube, dass er das gar nicht dürfe, hat er das versucht und der Elektriker hat sich versperrt. Er dürfe gar nicht, weil der Elektriker vom Anbieter beauftragt werden muss.

Was können wir machen?

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Schau erstmal damit:
http://www.conrad.de/Elektronik-Messtechni...achung_cost.sap
ob du vielleicht den Übeltäter aufspüren kannst.


So einfach ist das nicht. Ein Elektriker darf nicht einfach an den Zähler ran. Da ist sicher auch ne Plombe dran, oder?

Wenn dann brauchst Du einen unabhängigen Gutachter.

Wie alt ist denn der Zähler? Die müssen nämlich regelmäßig ausgetauscht/erneuert werden - ich glaube alle 4 Jahre oder so...

Bearbeitet von scrachy am 24.07.2008 12:43:08


Als Übeltäter haben wir gerade den Kühlschrank ausgemacht.

Nach Beobachtung braucht er pro zwei Minuten 0,1 kWh.

Den Kühlschrank (Baujahr ca. 2000/2001) gibts seit Januar in dieser Wohnung, die Stromrechnung geht bis Mai und liegt bei ca. 15000 kWh.


Zitat (Maanmeisje @ 24.07.2008 12:43:26)
Als Übeltäter haben wir gerade den Kühlschrank ausgemacht.

Nach Beobachtung braucht er pro zwei Minuten 0,1 kWh.

Den Kühlschrank (Baujahr ca. 2000/2001) gibts seit Januar in dieser Wohnung, die Stromrechnung geht bis Mai und liegt bei ca. 15000 kWh.

Nun gut. Aber der Kompressor des Kühlschrankes läuft ja nicht die ganze Zeit. Da musst Du erst mal den Mittelwert berechnen.

Aber bei 15.000 KW ist irgendwas faul. Ich habe einen Verbrauch von ca. 1200 - 1400 KW. Heize allerdings mit Gas. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die Nachtspeicheröfen fast 14.000 KW im Jahr verbrauchen. :o :o :o

Zitat
Nach Beobachtung braucht er pro zwei Minuten 0,1 kWh.


0,1kWh * 30 Minuten * 24 Stunden * 150 Tage = 10.800 kWh

Wäre also angebracht, sich beim Anbieter zu entschuldigen ;)

Zitat (tom-kuehn @ 24.07.2008 12:48:55)

0,1kWh * 30 Minuten * 24 Stunden * 150 Tage = 10.800 kWh

Wäre also angebracht, sich beim Anbieter zu entschuldigen ;)

Nein, wie gesagt. So kannst Du ja nicht rechnen. Mein Kühlschrank läuft vielleicht ne halbe Stunde am Tag. Kein Kühlschrank läuft rund um die Uhr :nene:

Haben für den Kühlschrank gerade einen Verbrauch (1. Januar bis 5. Mai) von glatt 9000 kWh ausgerechnet. Dabei Tag-und-Nacht-Stromzähler nicht berücksichtigt, da gibts wohl einen Unterschied.

Was machen wir jetzt? Kriegen wir das Amt irgendwie dazu, das Kühlschrankmonster zu ersetzen? Es läuft nur auf eins und frisst trotzdem so viel.


Die rechtliche Grundlage findet sich in "Verordnung zum Erlass von Regelungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung im Energiebereich", z.B. hier:
GVV
als pdf-File zum Downloaden.

In $8 (Messeinrichungen) ist eindeutig festgelegt, daß der Versorger auf Verlangen des Kunden die Meßeinrichtung zur Verbrauchserfassung überprüfen lassen muß.

Beruft euch auf diese Verordnung. Wenn sich der Versorger weiterhin weigert, Meldung an das zuständige Eichamt von deinem Wohnort.

Alles aus Beweisgründen nur in Schriftform machen, damit ihr im Fall des Falles den Nachweis führen könnt.


Zitat (scrachy @ 24.07.2008 12:52:11)
Nein, wie gesagt. So kannst Du ja nicht rechnen. Mein Kühlschrank läuft vielleicht ne halbe Stunde am Tag. Kein Kühlschrank läuft rund um die Uhr :nene:

Haben die Stoppuhr mitlaufen lassen. Jetzt sind es 1kWh pro Stunde für den Kühlschrank.
Das klingt etwas besser.

Dazu Nachtspeicheröfen und Durchlauferhitzer. Das müsste jetzt hinhauen, oder?

Zitat (Maanmeisje @ 24.07.2008 13:04:04)
Haben die Stoppuhr mitlaufen lassen. Jetzt sind es 1kWh pro Stunde für den Kühlschrank.
Das klingt etwas besser.

Dazu Nachtspeicheröfen und Durchlauferhitzer. Das müsste jetzt hinhauen, oder?

Na also. Bei einer Stunde täglich währen das 365 KW im Jahr. Das kann schon sein. Trotzdem sind knapp 14000 KW für die NSÖ extrem viel. Weiß aber nicht ob das sein kann, da ich wie gesagt mit Gas heize.

Aber ich habe auch bloß einen Gasverbrauch von etwa 5500 KW im Jahr. Also zusammen mit Strom nicht mal 7000 KW.

Würde echt mal vermuten, dass an der Rechnung bei euch irgendwas nicht stimmt.

Nicht eine kWh pro Tag, sondern pro Stunde. Er läuft munter weiter.

Habe jetzt erst mal die Telefonverbindung zu ihm unterbrochen.

Also irgendwie herrscht jetzt etwas Ratlosigkeit. Das Sozialamt hat sich vom Stromanbieter überzeugen lassen, dass alles in Ordnung wäre.
Obwohl die auch nicht erklären können, die der Abschlag von 50 Euro auf 215 Euro hochschnellt. Irgendwie machen die es sich ganz schön leicht.

Gibt es irgendwelche Stellen, wo man sich Hilfe holen kann?


Ich geb's auf... -_-


Zitat (scrachy @ 24.07.2008 13:21:56)
Ich geb's auf... -_-

Mach dir nichts drauss, Mathematik liegt vielen nicht. Da liegst Du voll im Trend.

Zitat (tom-kuehn @ 24.07.2008 13:26:22)
Mach dir nichts drauss, Mathematik liegt vielen nicht. Da liegst Du voll im Trend.

Ohje. Bist Du also auch einer von denen deren Kühlschränke rund um die Uhr laufen - Du armer. Was hast Du ausgerechnet? 10800 KW in einem halben Jahr? Also 21600 im Jahr? :o

Du Armer...

rofl rofl rofl

1 Jahr = 365 Tage = 8760 Stunden. (Schaltjahre: 366 Tage = 8784 Stunden)

Das wären dann 8760 KWh pro Jahr, wenn das Gerät pro Stunde 1000 Watt zieht und ständig läuft. Das find ich schon etwas heftig- es gibt durchaus Kühlschränke, die pro Jahr nur wenige hundert KWh verbrauchen!

Frage- geht die Kühlschrankbeleuchtung auch aus, wenn man die Tür schließt?

Bearbeitet von Valentine am 24.07.2008 13:44:49


:o 1000 Watt braucht kein Kühlschrank, eher ein Kühlhaus..
Ich würde mal bei dem Energieversorger anrufen und bitten das ein Energieberater sich mal in der Wohnung umschaut um Spartipps geben zu können.
Mein Energieversorger bieter sowas kostenlos an und dann kommt einer vorbei mit messgeräten :blumen: Fragen kostet ja nix oder?


So ein Zufall

Hat jemand gestern abend zuuuuufällig auf Sat1 Akte gesehen?
"Spinnende Stromzähler" ....
http://www.sat1.de/ratgeber_magazine/akte/.../content/33107/
Vielleicht sollte Dein Bekannter sich mal an die Redaktion wenden...
Kann ja nicht schaden, oder?


ups - sch... Rechtschreibung

Bearbeitet von bödefeld am 24.07.2008 13:56:26


Ich würde den Fehler in der Ansteuerung für den Nachtspeicherofen suchen. Der wird über einen Puls zu Nachtzeiten vom Versorger zum Aufladen freigegeben. Wenn die Steuerung defekt ist, kann es vorkommen, daß die Aufheizung nicht wie im vorprogrammierten Rahmen erfolgt, daß z.B. zu Tagzeiten im Hochtarifbereich aufgeladen wird (im vorliegende Fall wohl nicht, ca. 1000 EUR für 15000 kWh -> 7-10 ct/kWh spricht für Verbrauch im NT) oder daß aufgeladen wird, obwohl die klimatischen Verhältnisse dagegensprechen.
Möglicherweise ist der Versorger (mit)verantwortlich für Defekte in der Steuertechnik (Impulsreceiver könnte Eigentum vom Versorgungsunternehmen sein und damit auch in dessen Verantwortungsbereich liegen). Das würde auch erklären, warum sich gegen eine Überprüfung quergestellt wird.
Evtl. bestehen auch Ersatzansprüche gegen den Vermieter, wenn es sich nicht um Wohneigentum handelt.

Sozialamt hat von technischen Dingen natürlich keine Ahnung. Um sich Arbeit vom Hals zu halten, wird geglaubt, was denen in Kram paßt. Typisches Staatdienerverhalten. :(


Zitat (bödefeld @ 24.07.2008 13:55:33)
http://www.sat1.de/ratgeber_magazine/akte/.../content/33107/

Mein jetztiger Zähler spinnt auch. Ist mir aber ganz recht. Unter einer Gesamtleistung von ca. 6 W läuft der erst gar nicht an. :)

Zitat (Maanmeisje @ 24.07.2008 12:43:26)
Als Übeltäter haben wir gerade den Kühlschrank ausgemacht.

Nach Beobachtung braucht er pro zwei Minuten 0,1 kWh.

Den Kühlschrank (Baujahr ca. 2000/2001) gibts seit Januar in dieser Wohnung, die Stromrechnung geht bis Mai und liegt bei ca. 15000 kWh.

pro zwei Minuten 0,1 kWh - das ist effektiv zu viel.

Ein Kühlschrank braucht normalerweise, je nach Größe, Alter und Ausstattung zwischen 0,3 und 1kWh am Tag.

Sollte deine Beobachtung stimmen, was ich mir kaum vorstellen kann, währe der Kühlschrank ein Mega-Strom-Fresser. :(

Nachtspeicherheizungen verbrauchen auch sehr viel Strom, auch da kann ein Fehler liegen.

Ja, Stromzähler können falsch gehen, erst diese Woche einen Bericht darüber gesehen.
Und Abgestritten wird immer.

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Zitat (Mosaik @ 24.07.2008 13:56:12)
Ich würde den Fehler in der Ansteuerung für den Nachtspeicherofen suchen. Der wird über einen Puls zu Nachtzeiten vom Versorger zum Aufladen freigegeben. Wenn die Steuerung defekt ist, kann es vorkommen, daß die Aufheizung nicht wie im vorprogrammierten Rahmen erfolgt, daß z.B. zu Tagzeiten im Hochtarifbereich aufgeladen wird (im vorliegende Fall wohl nicht, ca. 1000 EUR für 15000 kWh -> 7-10 ct/kWh spricht für Verbrauch im NT) oder daß aufgeladen wird, obwohl die klimatischen Verhältnisse dagegensprechen.
Möglicherweise ist der Versorger (mit)verantwortlich für Defekte in der Steuertechnik (Impulsreceiver könnte Eigentum vom Versorgungsunternehmen sein und damit auch in dessen Verantwortungsbereich liegen). Das würde auch erklären, warum sich gegen eine Überprüfung quergestellt wird.
Evtl. bestehen auch Ersatzansprüche gegen den Vermieter, wenn es sich nicht um Wohneigentum handelt.

Sozialamt hat von technischen Dingen natürlich keine Ahnung. Um sich Arbeit vom Hals zu halten, wird geglaubt, was denen in Kram paßt. Typisches Staatdienerverhalten. :(

Das könnte möglich sein :daumenhoch:

Ich leite das alles weiter. Wir stehen über Handy in Kontakt.

Das mit dem Zähler ist wirklich so. Als wir am Wochenende dort waren, haben wir es live gesehen. Alles Stecker rausziehen (vier Mann haben kontrolliert, es war alles aus) und dann nur den Toaster eingesteckt. Es ist unglaublich.

Ich tippe mal darauf, dass eine Kombination von Problemen vorliegt.


Reamonn, wer ist dein Stromversorger? Wir haben es hier mit Eon zu tun.


Stadtwerke Pinneberg ;)
Aber auch Eon müßte Energieberater haben :blumen:


Bitte auch mal auf das Eichdatum des Zählers schauen. Für die Stromzähler gilt eine eichfrist von 16 jahren. Das Eichjahr steht auf dem Zähler. Normalerweise muss der Zähler so lange normal laufen, was er normalerweise auch tut.

Zum Überprüfen des Stromverbrauchs leihen viele Stromanbieter auch Meßgeräte aus, mit denen man den Stromverbrauch einzelner Geräte überprüfen kann. Das wäre sicher auch eine Möglichkeit.

Wie alt sind denn die Nachtspeicheröfen? Ich habe auch mal in einer Wohnung mit solchen Öfen gewohnt, und habe jedes Jahr mehr an Strom bezahlt!

Wegen dem Zähler kann eine Prüfung des Zählers verlangt werden. Der wird dann an eine unabhängige Stelle geschickt zur Überprüfung. Wenn er allerdings in Ordnung ist, muss die Überprüfung vom Kunden bezahlt werden. Wenn er defekt ist, zahlt's der Stromanbieter.


@maanmeisje:

Wie sieht es denn mit der Warmwasserversorgung aus? Läuft die vielleicht auch über den Zähler.
Ich hätte bei einer Stromvorauszahlung von nur 50 Euro/Monat bei einer Wohnung mit Nachtspeicherheizung allerdings doch gestutzt und mit dem Anbieter einen höheren Abschlag vereinbart.


Neuste Erkenntnis: Die Bereitung von einem Toast (normale Bräune) in einem Toaster verbraucht 8kWh Strom!

Viel Neues kann ich nicht berichten.
Die Telefonrechnung für Gespräche mit Amt und Anbieter beträgt jetzt ca. 9 Euro (pro Gespräch 29 Cent, wird immer fein notiert) und heraus ist noch immer nichts gekommen.

Der Stromzähler ist wohl vor einem Jahr ausgetauscht worden.

Wasser ist über Durchlauferhitzer. Alter der Nachtspeicheröfen frage ich nach.

Er wohnt schon sein ganzes Leben dort. Die Wohnung gehörte zuvor seinem Großvater und es gab nie Ärger mit der Rechnung. Technik (bis auf diesen speziellen Kühlschrank) war ja die gleiche und es lief wohl schon mehrere Jahre ganz normal ab.
Der neue Vermieter muss wohl ein total Netter sein, der ihm wirklich zu helfen versucht.

Habe ihm die Tipps von hier weitergegeben. Er will auch dran bleiben. Ansonsten müsste er mit seinen beiden Pflegepelztigern ab nächstes Jahr mit monatlich 100 Euro auskommen, weil der Rest für Strom drauf gehen. Und das ist wohl kaum akzeptabel.

Das Problem ist, dass diese Überprüfung wohl im Voraus gezahlt werden müsste, weil sich der Anbieter sperrt. Und wenn ich das richtig verstanden habe, kann er diesen Betrag einfach nicht vorstrecken.


Zitat (Maanmeisje @ 29.07.2008 11:35:46)
Neuste Erkenntnis: Die Bereitung von einem Toast (normale Bräune) in einem Toaster verbraucht 8kWh Strom!

Das gibt es nicht! :o

Bei 1kwh verbrauchst du eine stunde lang 1000w. :schlaumeier:

Zitat (wurst @ 29.07.2008 11:44:12)
Das gibt es nicht! :o

Bei 1kwh verbrauchst du eine stunde lang 1000w. :schlaumeier:

Zitat des Toasterbesitzers: Wollen wir eine Wette abschließen?

Unter dem Toaster steht, dass er 740W hat. Er dachte auch, dass wäre der Verbrauch, wenn er eine Stunde lang durchgehend angestellt ist.
Aber laut Stromzähler braucht er pro Toast wirklich 8kW.

Ich finde, wir sollten das mal filmen.... Theorie ist, dass eventuell ein Stargate am Toaster angeschlossen ist.

Achttausend Watt für einen einzigen Toast- bzw. für einen Toastvorgang, bei dem man ja wenigstens zwei Scheiben einlegen kann... das würde bei uns schon pro Frühstück mit mindestens 32.000 Watt zu Buche schlagen, Junior kann derzeit reinhauen als hätte er einen Bandwurm, den er noch mit verköstigen muss, und mein Mann und ich essen auch gern wenigstens eine oder zwei Scheiben Toast. Da wäre es fast billiger, den Toast im (unter'm ) zu machen oder eine Grillpfanne auf den Herd zu stellen??


Holt Euch doch erstmal ein Energiekosten-Prüfgerät, bevor Ihr den Zähler überprüfen last und dann noch bezahlen müßt.
Entweder verleiht Euer Anbieter welche oder in jedem guten Elektroladen gibt es auch welche.

Nachtspeicher verbrauchen sehr viel Strom.
Wenn er beim Kauf des Kühlschranks auf die Energieklasse geachtet hat, dann wird das nicht der Energiefresser sein.

Habt Ihr schon mal überprüft, ob die Möglichkeit eines Fremdabnehmers besteht?
Stromdiebstahl gibt es häufiger als man denkt.

Zitat (Maanmeisje @ 29.07.2008 11:35:46)
Der Stromzähler ist wohl vor einem Jahr ausgetauscht worden.
Der kann trotzdem defekt sein, war evtl. schon vor Einbau kaputt. Ich hatte mal einen nagelneuen Warmwasserzähler mit Eichmarke eingebaut gekriegt, das zählte überhaupt nicht. ;)

Zitat (Maanmeisje @ 29.07.2008 11:35:46)
Der neue Vermieter muss wohl ein total Netter sein, der ihm wirklich zu helfen versucht.
Nimm doch mal den Toaster als Referenzgerät, in einer Nachbarwohnung einstecken, alle anderen Verbrauchsgeräte abklemmen und dann eine Runde toasten mit gleichzeitiger Energiebestimmung. So kannst du ohne großen zusätzlichen Einsatz an Geräten einen Faktor (Verbrauch Nachbarwohnung/Verbrauch Heimatwohnung) ermitteln. Faktor mal dem Verbrauch aus der strittigen Rechnung gibt einen Anhaltspunkt für den wirklichen Verbrauch. Vielleicht schaffst du es auf der Grundlage, den Lieferanten zu überzeugen, daß der Zähler defekt sein muß.

Zitat (Maanmeisje @ 29.07.2008 11:35:46)
Das Problem ist, dass diese Überprüfung wohl im Voraus gezahlt werden müsste, weil sich der Anbieter sperrt. Und wenn ich das richtig verstanden habe, kann er diesen Betrag einfach nicht vorstrecken.
Der Anbieter darf sich nicht sperren, sonst beim Eichamt anschwärzen.

Ein Vergeich der Verbrauchswerte mit alten Rechnung, die hoffentlich noch greifbar sind, könnte auch helfen, das Problem einzugrenzen. Nachspeicherofen müßte auf NT gezählt werden. Den Zähler mal zu Tag- und Nachtzeiten begutachten, ob bei Nacht auf NT umgeschaltet ist.
Eine weitere Möglichkeit wäre, sich hinter den verplombten Zähler einen eigenen einbauen (lassen). Gebraucht gibts die - zwar nicht mehr beglaubigt - recht billig zu erwerben, für den vorliegenden Zweck reicht die Genauigkeit dieser ausgemusteren Meßgeräte noch locker.

Zitat (Maanmeisje @ 29.07.2008 16:00:08)
Aber laut Stromzähler braucht er pro Toast wirklich 8kW.

8 kWh (! Energie, 8 kW ist Leistung)
Bist du dir sicher, daß das Komma am Zähler beim Ablesen nicht übersehen wurde?

Mal angenommen, ein Toastvorgang nimmt 10 min in Anspruch.

E : Energie
P : Leistung
U : Spannung
I : Stromstärke
t : Zeit

E = P * t
E = U * I * t

I = E / (U * t) = 8 kWh / (220 V * 0,167 h) = 218 A

Mit ca. :) 200 A :) müßte die Steckdose abgesichert sein, damit getostet werden kann. Normalerweise sind die Leitungen auf 16 A ausgelegt und auch so abgesichert.

Ich fahre Freitag zu ihm.
Werde die Kamera mitnehmen und das Toasterphänomen aufnehmen. Ich habe beim letzten Mal nur gesehen, dass der Zähler rast, wenn der Toaster allein an und alles andere rausgezogen ist.
Und eben auch beim Kühlschrank.
Oder eben wenn nur der Wasserhahn angemacht wird.
Alles weitere wird sich dann zeigen. Er will am ersten in die Stadt und wegen den Messgeräten fragen.
Berichte dann, wie es weiter geht.


Zitat (Maanmeisje @ 30.07.2008 19:35:55)
Werde die Kamera mitnehmen und das Toasterphänomen aufnehmen. Ich habe beim letzten Mal nur gesehen, dass der Zähler rast, wenn der Toaster allein an und alles andere rausgezogen ist.

... und was macht der Zähler, wenn definitiv alles ausgeschaltet ist- kein Licht an, Kühlschrank, Toaster etc. ausgestöpselt?


Zitat
Oder eben wenn nur der Wasserhahn angemacht wird.


Das verwirrt mich. Läuft das Wasser auch über den Stromzähler?? Normalerweise gibt's dafür Wasseruhren.

Zitat (Valentine @ 30.07.2008 19:41:16)

Das verwirrt mich. Läuft das Wasser auch über den Stromzähler?? Normalerweise gibt's dafür Wasseruhren.

Durchlauferhitzer :augenzwinkern:

Ich dachte primär mal an Wasser an sich, so wie's vom Wasserwerk kommt...


Zitat (Valentine @ 30.07.2008 19:46:09)
Ich dachte primär mal an Wasser an sich, so wie's vom Wasserwerk kommt...

Ja, ist bissle missverständlich ausgedrückt...

Aber sie hat hier auch schon mal was von DL-Erhitzern geschrieben, ich denke das ist auch gemeint. (Also beim aufdrehen des Warmwassers)

Neuer Stand vom Wochenende:

Zumindest sind diese Testgeräte jetzt versprochen. Und die sollen auch schnell da sein. Also vielleicht morgen... oder Donnerstag... oder nächste Woche. Die von der Stromfirma waren sich da nicht so sicher. Aber es sollen welche kommen. Immerhin etwas.


Neuer Stand: der Anbieter veralbert ihn weiter. Die Geräte hat er immer noch nicht bekommen. Folgendes Gespräch hat sich abgespielt:

Anbieter: Die Testgeräte können wir im Moment nicht stellen, die haben wir im Augenblick nicht.
Kunde: Gibt es eine Warteliste?
Anbieter: Ja. Sind Sie denn unzufrieden mit uns?
Kunde: Wollen Sie eine höfliche oder eine ehrliche Antwort haben?
Anbieter: Eine ehrliche Antwort.
Kunde: Ja.
Anbieter: Was wäre die höfliche gewesen?
Kunde: Geringfügig.
Anbieter: Ich schreibe Sie auf die Liste. Warum sind Sie denn unzufrieden?
Kunde: Ich soll 16000 kWh Strom verbraucht haben.
Anbieter: Nun, für ein Haus kommt das hin.
Kunde: Ich habe eine Wohnung und wohne allein.
Anbieter: Oh... ahm... wer zahlt denn das?
Kunde: Das muss ich zahlen.
Anbieter: Was haben Sie denn für einen Beruf?
Kunde: Ich lebe von Sozialhilfe.
Anbieter: Oh... ich schreibe Sie auf die Liste.


Das war vor knapp einer Woche. Mein Bekannter will morgen mal wieder anrufen. Der Stromzähler rast inzwischen weiter.


Ist echt krass, die Sache. Ich drück mal die Daumen, daß das Dingens auch wirklich im A*** ist, und diese Testgeräte das auch beweisen.


Darf man erfahren, wer dieser unfähige Energieversorger ist?

Ich hab ja schon einiges erlebt, das ist aber echt die Krönung. Zählertausch ist eine Sache von 5 min, wenn man mal die Anfahrtszeit unberücksichtigt läßt. So eine Kleinigkeit kann man mit einplanen, wenn man in der näheren Umgebung vorbeifährt. ;)


Ich hoffe, dass darf ich das hier überhaupt posten.

Eon in Nienburg/Weser.

Gibt übrigens noch immer nichts neues. Keine Testgeräte, keine Überprüfungen, kein Entgegenkommen.


Ich würde jetzt zur Verbraucherberatung, oder AkteX (Sat1) oder Wieso (ZDF). gehen.
Das ist ja unheimlich, wenn ein Toast schon so teuer ist.......


Whow, es gibt endlich einen Termin. Am Montag, dem 8. September sollen die Prüfgeräte kommen.
Ich bin ja gespannt wie ein Flitzebogen, ob sie das hinbekommen.


Da würde ich sofort gucken, ob gültige Eichmarken drauf sind. ;)

Ansonsten eskalieren lassen, daß die Sache vor Gericht kommt. Es dürfte für die Firma schwierig werden, eine Erklärung zu finden, wieso dem Kunden sein Recht auf eine korrekt überprüfte Meßeinrichtung verweigert wurde.



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