Armer Kater: Kater scheint ein neues zu Hause zu such


Hallo, alle miteinander,
habe seit ca. 2 Jahren Probleme mit einem Kater aus der Nachbarschaft. Er kommt mehr oder weniger regelmässig zu uns in den Garten und möchte aber auch zu uns ins Haus. Da meine beiden Katzen schon mehrfach verletzt wurden und auch operiert werden mussten, geht dies leider nicht. Wie ich mittlerweile weiss, gehört er einer Nachbarin in der Strasse hinter uns. Habe Kater im letzten Nov. vom Katzenschutzbund einfangen lassen, da er sehr dünn geworden war und bei uns auch immer zudringlicher wurde. Ging mir mit Krallen an die Beine, wenn ich auf unsere Terasse ging etc. Hierbei stellte sich dann eben heraus, dass er gechipt ist und also einen Eigentümer hat. Die Dame ( mit 3 Kindern im Alter von ca. 11 bis 17 Jahren ) ist auch nicht bereit, ihn offiziell mit Vertrag und Schutzgebühr abzugeben. "Der Kater bekommt alles was er braucht, liegt abends bei ihr auf der Couch und wenn er sich nicht so verhält, wie sie dies möchte, zeigt sie ihm, wer der Herr im Haus ist!" Mir hat sie geraten ihn mit dem Besenstiel zu verjagen.
Schwierig sind immer die Monate, in denen wir die Terassentür offen haben, dann kommt er rein, geht an die Futternäpfe und will auch drin bleiben. Ich würde ihn auch behalten, aber meine Katzen kommen mit ihm nicht klar. Er lässt sich auch nur schwer anfassen, kratzt, faucht, beisst etc. Die Familie kann ihn auch nicht anfassen. Haben noch nicht einmal einen Katzenkorb um ihn z. B. zum Tierarzt zu transportieren. Impfen etc. glaube ich nicht. Hatte im Winter eine üble Wunde am Schwanz, habe dann angerufen und darauf hingewiesen, aus dem Hintergrund eine Stimme " ist das wieder die blöde Kuh wg. des Katers ? " Mit dem Veterinäramt stehe ich auch in Kontakt seit April 2008, sie wollen mal gucken. Jetzt kommt bald wieder der Winter und dann? Habt ihr vllt. noch eine gute Idee???
Vielen herzlichen Dank im Voraus!
Ein ratloser Hunter


Guckt denn das Veterinäramt nur, oder drohen die ihr mal ne Geldstrafe an?
Ich hab`zwar keine Ahnung von Katzen, aber nach Deiner Schilderung sagt mir mein logischer Menschenverstand, der Kater wird nicht so behandelt wie es ihm zu steht.
Wenn das Veterinäramt nur guckt und nichts tut, dann schau doch mal, ob es bei Dir Tierschützer gibt, mit denen Du mal darüber reden kannst.

@ chucko, das Veterinäramt guckt erst mal nur ( seit April 08 ), bisher noch nichts definitives herausgekommen, trotz mehrfacher Nachfrage. Mit dem Katzenschutzbund habe ich auch reglmässigen Kontakt. Bei Tieren handelt es sich wohl immer noch um " eine Sache " . Sie können, bevor nicht wirklich etwas passiert ist " nicht eingreifen! Man kann zwar rein theoretisch den Chip entfernen lassen, aber das geht nur mit TA, machen die aber nicht so! Kann ja auch jeder kommen und sagen, dem Tier geht es nicht gut. Es ist wirklich traurig! Wenn ich ihn wenigstens woanders hin vermitteln könnte, geht aber auch nicht, da er ja eine Eigentümerin hat! Der hübsche Kerl sucht nur ein neues zu Hause, der schreit regelrecht nach Liebe! Sorry, musste mal raus.
LG Hunter


Hallo Hunter,
können die Ämter oder Vereine vielleicht den Impfstatus prüfen.
Das muß doch die Besitzerin nachweisen können.
So kann doch von wegen der Gesundheit vorgebeugt werden.

Etwas ähnliches habe ich auch mal von der Züchterin unsers Goldis gehört.
Ist zwar ein Hund aber es liefe ähnlich.
Eine Schwester von unserem Chuck ist in eine Familie mit 3 Kindern gekommen.
Alles okay, den Golden sind ja prima Familienhunde.
Die Kinder waren damals im Alter von 2-6 Jahren und hatten natürlich keine Ahnung. Die haben mit dem Hund gemacht was sie wollten, ohne das die Eltern eingeschritten sind ( z.B. den Po der Hundin als Bleianspitzer benutzt u.ä. ).
Die Züchterin hat über den Verein, den VDH und den Tierschutz versucht die Hündin dort rauszuholen. Doch leider ohne Erfolg. Ihr wurde gesagt, man kann den Hund nur dort rausholen, wenn etwas offensichtlich nachweisbar ist.
"Leider" waren bei der Hündin keine äußeren Spuren zu erkennen.
Sie hatte "nur" einen Knacks weg :(

So ähnlich wird es mit der Katze aus Deiner Nachbarschaft auch sein.
So lange, wie man offensichtlich nichts nachweisen kann, wird da nichts passieren.
Durch die Impfkontrolle kann man schon etwas zum Schutz tun.
Wenn die Katze sehr abgemagert und das Fell vielleicht auch nicht mehr so ist wie es sein sollte, vielleicht hast Du dann eine Chance.

Hallo Hunter,

Du schreibst, dass Deine Katzen schon verletzt wurden. Geschah das durch diesen Kater?

VG Dad


Das scheint ein recht rabiater Kater zu sein. Mir scheint, dass er nicht kastriert ist. Dann wundert mich nicht, wenn er abgemagert ist und Deinen Katzen gehörig "auf den Geist geht". Wenn Katzen kastriert sind, unterscheiden Kater folgendermaßen: Dieses Tier riecht nicht nach Kater, also muss es eine Kätzin sein, und die ist für Kater wie Freiwild. (erklärte mir mal eine Katzenliebhaberin, als ich mich wunderte, warum unserem kastrierten Kater immer nichtkastrierte Kater nachstellten).

Du kannst dem Kater nicht helfen. Wenn er Liebe suchen würde, wäre er nicht so böse Euch gegenüber. Das Wichtigste ist, das Katzenfutter nicht offen rumstehen zu lassen. Und Ihr müsst die Katze im Interesse Deiner eigenen Katzen, die eindeutig mehr Rechte haben, den Kater aus dem Haus jagen. Das mag hart klingen, aber eine Katze, die Hilfe sucht, ist nicht so böse und beißt einem Menschen ins Bein!!!


@ chucko, vielen Dank für den Tipp mit der Impfstatusprüfung, werde heute noch mal beim Veterinäramt anrufen!
Ansonsten ist es so, dass der Kater definitiv kastriert ist - hatte ihn ja vom Katzenschutzbund einfangen lassen, hier wurde dies überprüft!
Ich denke schon, dass er liebe sucht, aber aufgrunddessen, dass er wohl eine schwierige Zeit hinter sich hat - Hänseleien durch Kinder und wahrscheinlich auch Erwachsene - reagiert er eben so. Wenn er in ein gutes ruhiges zu Hause käme, als Einzeltier, würde sich dies wahrscheinlich ändern. Dies ist mit ein Grund, dass er eben leider nicht zu uns kann. Das Futter lasse ich nicht draussen stehen, steht bei uns in der Küche. Es passiert halt schon mal bei schönem Wetter, dass die Terassentür offen steht und er dann hereinspaziert! Kann ja auch im EG schon kaum noch lüften morgens, den Trick hat er auch schon raus. Die Verletzungen meiner Katzen stammen vermutlich von diesem Kater, kann ich aber natürlich nicht definitiv nachweisen.
Herzlichen Dank, dass ihr euch auch Gedanken gemacht habt.
LG
Hunter


Ich fürchte, Du kannst da garnichts machen. Umso toller finde ich, dass Du Dich bereits eingesetzt hast und das Vet-Amt schonmal aufmerksam geworden ist. Das kann ja schonmal nicht schaden.

Ansonsten ist es halt leider nicht verboten, eine Tier nicht zu impfen, und auch die schlechte Fütterung muss erst nachgewiesen werden, und das ist schwer. Dass der Kater irgendwo anders Anschluß sucht, wenn es zu Hause für ihn so gruselig ist, ist verständlich und auch, dass er nach seinen üblen Erfahrungen sich mal vorsorglich rauhbeinig zeigt. Wegnehmen kann man ihn tragischerweise der Besitzerin trotzdem nicht.

Das Vet-Amt sieht leider sehr vieles, ziemlich schreckliches und ist entsprechend abgehärtet. Bei Kleintieren ist das noch mässig, bei Großvieh, was nur sehr umständlich woanders untergebracht werden kann, wenn die Haltung nicht stimmt, ist das meist sehr tragisch. Ich kenn da diverse üble Fälle. Zunächst werden aber auch dem Halter Auflagen gemacht, die er erfüllen muss und die kontrolliert werden, Fristen werden gesetzt. All das dauert. Wenn er dann so dämlich war, in alte schlechte Verhaltensmuster zurück zu fallen, kann man ihm ein Tierhalterverbot aussprechen. Das nutzt aber garnichts, wenn er daraufhin die Tiere an seine Frau/ Mutter/ Schwester/ Bruder etc. überschreibt. Kommt immer wieder vor, ist das reinste Trauerspiel. Manchmal bringt es was, die Presse einzuschalten, um Druck zu machen. Dafür muss der Tierschutzfall dann allerdings schon sehr brisant sein, denn die wollen ja auch "sensationelle" Bilder. Ein magerer Kater zählt vermutlich nicht dazu.....


ja Schnegge, so ist es leider, dass Vet.-Amt hat keine Handhabe den Impfstatus etc. zu überprüfen. Sie könnten wirklich nur freundlicherweise mal einen " Hausbesuch " machen und gucken, mehr auch nicht. Elvis sieht ja auch nicht so furchtbar aus, wird wohl auch teilweise gefüttert. Das Problem ist einfach, er ist ein Grenzfall und sucht woanders Anschluss, den wir ihm leider, leider nicht geben können. Aber ich bleibe dran.
Es gibt mit Sicherheit auch schlimmere Tier-Notfälle, war kürzlich leider mal wieder auf der Galopprennbahn und habe mich mit dem Thema beschäftigt, was nach der aktuellen Laufbahn mit den Galoppern passiert. Traurig - aber nicht dieses Thema
Danke an alle für eure Ideen.
Hunter


Zitat (Chucko @ 08.09.2008 17:53:11)

Eine Schwester von unserem Chuck ist in eine Familie mit 3 Kindern gekommen.
Alles okay, den Golden sind ja prima Familienhunde.
Die Kinder waren damals im Alter von 2-6 Jahren und hatten natürlich keine Ahnung. Die haben mit dem Hund gemacht was sie wollten, ohne das die Eltern eingeschritten sind ( z.B. den Po der Hundin als Bleianspitzer benutzt u.ä. ).
Die Züchterin hat über den Verein, den VDH und den Tierschutz versucht die Hündin dort rauszuholen. Doch leider ohne Erfolg. Ihr wurde gesagt, man kann den Hund nur dort rausholen, wenn etwas offensichtlich nachweisbar ist.
"Leider" waren bei der Hündin keine äußeren Spuren zu erkennen.
Sie hatte "nur" einen Knacks weg  :(


Wenn ich sowas lese, ist bei mir nur noch ALARM! Dann möchte ich in so einem Amt sitzen und irgendwelche wirklichen Befugnisse haben. :labern:

Verdammtnochmal, wie oft muß man das noch schreiben oder sagen, daß man auch seinem Nachwuchs, wenn man schon welchen in diese Welt setzt, Achtung vor anderem Leben beibringen muß?!!! Das kommt nicht von allein, das wird anerzogen.
Ansonsten lernen Hund und Katze (und auch andere Tiere) eben alsbald, den Spieß umzudrehen, da auch sie ein Gedächtnis / Merkfähigkeit und Gefühle haben!!!
Sie wehren sich dann irgendwann gegen das, was sie einst quälte. Ohen Ansehen der Person.
Und DANN sagt die Gerichtsbarkeit: So ein böses Tier, das muß weg! Das böse, böse Tier, der arme, arme Mensch...


... es reicht mir manchmal. :kotz:

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 10.09.2008 04:17:14

Zitat (SissyJo @ 08.09.2008 21:31:47)


Du kannst dem Kater nicht helfen. Wenn er Liebe suchen würde, wäre er nicht so böse Euch gegenüber. Das Wichtigste ist, das Katzenfutter nicht offen rumstehen zu lassen. Und Ihr müsst die Katze im Interesse Deiner eigenen Katzen, die eindeutig mehr Rechte haben, den Kater aus dem Haus jagen. Das mag hart klingen, aber eine Katze, die Hilfe sucht, ist nicht so böse und beißt einem Menschen ins Bein!!!

Hi!


Das sehe ich nicht so!

Hunter hat ja geschrieben, das der Kater nicht immer gut behandelt wird und Hunter wurde auch geraten (von der Besitzerin) mit dem Besenstiel auf den Kater "loszugehen".

Na stell dir doch mal vor, du würdest mit dem Besenstiel verjagt werden und dir wird warscheinlich auch anderweitig wehgetan.
Du bekommst zusätzlich noch unregelmäßig zu fressen, sodas du nie weißt, ob du morgen Hunger leiden musst, oder nicht....

Wie würdest DU dich verhalten? Hättest du noch irgendein vertrauen in die Menschen? Ich würde einfach (wenn ich nen Kater wäre) alles dafür tun, das ich an fressen komme.... Wer mir im weg steht, muss halt angegriffen werden. Egal, ob er mir gutes oder böses will. Das kann er warscheinlich gar nciht unterscheiden.


Also ich verstehe den Kater irgendwie, ich würde mich nicht anders verhalten...
Ich denke, wenn er merkt, das man ihm nichts böses will, würde er auch ein Stück weit wieder vertrauen bekommen.


Und ich finde es eine riesen sauerei, das die Ämter immer erst dann helfen, wenn was passiert ist! Das ist nicht nur im Tierbereich so sondern auch bei uns Menschen!!!
:labern:


LG

Kuschelmaus

Ja, Kuschelmaus, das ist das große Problem, es muss erst etwas gravierendes passiert sein, bevor eingeschritten wird. Bei Menschen ist man dann natürlich immer ganz besonders entsetzt, keiner hat meistens etwas mitbekommen oder gesehen. Bei Tieren ist es leider noch schwieriger, dazu kommt, dass wir in einer absoluten Wegwerfgesellschaft leben. Hatten vor 8 Jahren einen Kater bei uns, da waren die Leute ausgezogen, hatten das Tier vorher nur in der Wohnung gehalten, deshalb kannte es keiner. Sind dann weggezogen und Kater landete auf der Straße. Ist leider so. Mein Problemkaterchen, Elvis, wäre bestimmt noch hinzubekommen, nur bräuchte er eben einen guten ruhigen Platz wo er wieder eine positive Beziehung zum Menschen aufbauen kann. Aber ich bleibe dran. Wenn es etwas neues gibt, melde ich mich wieder.
LG Hunter



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