Wellensittiche wollen nicht aus dem Käfig


Habe zwei süße Wellensittiche aufgenommen. Das war so vor ca. 10 Wochen.
Jedoch möchte keiner von beiden den Käfig verlassen. Der eine schaute mal kurz raus, worauf hin der andere gannnnzz laut kreischte, so das der andere unverzüglich wieder rein watschelte. Ich hab schon versucht mit einem lecker Salatblatt welches ich auf die Tür legte, um sie heraus zu locken aber es nutzt nichts.
Gibts auch Wellis die nicht ausserhalb des Käfigs fliegen wollen. Meine beiden "fliegen" im Käfig rofl


Zitat (Susanne-Angelika @ 29.12.2008 13:56:54)
Der eine schaute mal kurz raus, worauf hin der andere gannnnzz laut kreischte, so das der andere unverzüglich wieder rein watschelte.

:lol: Klingt bißchen nach nem Ehepaar, das 20 Jahre aufm Buckel hat :P

Hatte der Vogel im Käfig zufällig nen Nudelholz dabei? :hihi:

Jetzt mal Spaß beiseite...

Ich würde ihnen einfach noch mehr Zeit geben...Und vorallem Ruhe..

Also wenn du den Käfig aufmachst, sollte es im Zimmer ruhig sein..

Vielleicht mögen sie ja keinen Salat :hmm:

Stell doch mal den Fressnapf raus...in Sichtweise...aber eben außerhalb des Käfigs..

Meine zwei gehen auch fast nie mehr aus dem Käfig. Ich hab einen Papageienkäfig für meine zwei Wellis. Denk das reicht ihnen. Die TÜr steht den gazen Tag offen. Auch Leckerlies locken die nicht...


meiner will schon seit fast 10 Jahren nicht aus seinem Käfig :ph34r: , er scheint damit aber auch nicht unglücklich zu sein. Fliegen kann der gar nicht(wenn er denn mal versehentlich das Törchen trifft :P )- ok, "fliegen" an sich kann er schon, nur mit dem lenken klappt es gar nicht, er kann nur geradeaus. Und ich habe anfangs die Tür auch immer offen gelassen.

Scheint also so, als ob es unter den Wellis auch Stubenhocker gibt...


Hallo
Meine Schwester hatte auch mal Wellis,die anfangst nicht rauswollten.
In einem Wellibuch stand,dass sie oft sehr aensgtlich sind,wenn sie ihre Umwelt noch nicht kennen.

Uns wurde geraten so eine Art Rampe fuer die Wellis an der Kaefigtuer zu bauen.Im Zoohandel haben wir dann so eine Papageienleiter aus Holz an die Kaefigtuer gehangen und sie mit Leckerchen gelockt.

Nach ein paar Wochen und vieeel Geduld sind sie dann das erste mal raus aus dem Kaefig.

Sie haben wahrscheinlich einfach nur Angst. :blumen:

Lg Dara


Also eigentlich hätten die sich innerhalb von 10 Wochen schon mal raustrauen sollen und ihre Umgebung einigermaßen inspiziert haben.

Aber es gibt eben auch Wellis, die es im Käfig besser finden und trotzdem dankbar sind, wenn sie mal rauskommen.

Einfach immer wieder probieren.

@bine du hältst deine Zwei in nem Papageienkäfig :o Die Stäbe sind doch viel zu weit auseinander.


In der ersten Zeit habe ich den Wellensittich geschnappt und auf die Hand mit etwas Vogelfutter gesetzt. So frass er aus der Hand bzw. aus dem Futternapf.

So wurde er schnell handzahm. Wenn ich dann das Vogelbad auf den Käfig stelle und den Sittich dort abstelle, trinkt und badet er. Man kann auch sein Futter auf den Käfig stellen.

Labens


Ich hab mich (zunächst relativ unfreiwillig, aber nach und nach doch begeistert) eine ganze Zeit sehr intensiv mit Vögeln abgeben müssen, weil ich dafür bezahlt wurde.
Nein, ich bin nicht "laufen gegangen", wie es jeder ob dieses ersten Satzes vielleicht versteht.
Ich hatte es mit futterverschlingenden Krach-und Dreckmachern lange zu tun, mit denen man nicht schmusen kann (kommt ziemlich genau auf Männer - und eben Sittiche wie Papageien und Zuchtvögeln aller Art hin). Alles, was bunt ist und sich dicke tut.

Meine Erfahrung ist die, daß man den Biestern einfach nur Zeit geben muß... wie im richtigen Leben auch.
Das alltägliche Ausmisten und Futterbereiten wie Füttern, Ansprache und Ruhe regeln - wie auch im Eheleben- einiges.
Und die Vorlieben... so läßt sich der Vorgesetzte besser nicht blicken, wenn kaufwillige Kunden das Personal bei der Arbeit am Objekt aufschrecken und durcheinanderbringen.
Der Chef wird auf jeden Fall angekreischt und alle Flatterer sind im Aufruhr... wie im richtigen Leben - eben.

Am besten ist es, den Käfig einfach mal längere Zeit unbeobachtet offen zu lassen.
So bekommt man(n) "da drinnen" mit, daß es "da draußen" auch noch was im sicheren Rahmen - zu entdecken gibt und Neugier ist bei gesunden Tieren groß.
Sie trauen sich um alles in der Welt nicht?
Dann ist zuviel Unruhe drumherum da.

Dann hilft nur eins: Käfig zur selben Zeit wie immer saubermachen, alles wie gewohnt. Aaaaber... Futter gibt es nur draußen. Das ein paar Tage durchziehen.
Den üblichen Futtertrog mit Lieblingsfutter befüllen und in einigem Abstand zum Käfig draußen aufhängen.
Sie werden ihr Futter finden, von ganz allein. :)

Wie kluge und hungrige Männer eben auch.


Ich stelle jetzt mal eine laienhafte Frage:
Warum MUSS denn ein Kanari unbedingt aus dem Käfig raus? Wenn er sich da drinnen wohlfühlt und keine Anzeichen irgendwelcher Krankheiten zeigt?


Der Kanari kriegt das vielleicht gerade noch auf die Reihe, wenn die Voliere groß genug ist und er ein paar hopsende und kurzschwirrende Artgenossen hat.
Beim Sittich (einem ausgeprägten Flieger, der zudem ziemlich groß ist) sollte man schon regelmäßige Flugstunden ermöglichen oder es muß eine ausgedehnte Voliere sein.

Warum muß ein Vogel fliegen und schwirren können???

Er lebt davon.
Kann oder darf er das nicht, verkümmert seine Muskulatur, die ihm der liebe Gott zum eigentlichen Gebrauch nun mal hat wachsen lassen.
Es ist so, als ob man einem Menschen das Gehen und Laufen oder überhaupt die Bewegung verbieten würde und ihn nur noch einsperrt.
Die Muskeln, die nicht gebraucht werden, atrophieren, die Energie verkümmert, da nicht gebraucht, all das, was an Krallen und Schnabel nicht gewetzt werden kann, wächst weiter... die Psyche des Lebewesens leidet entsprechend mit.
Sowas wie "Fatalismus" wie wir Menschen kennen Tiere nicht. Die geben sich dann irgendwann ganz auf.

Der gleiche Gedanke ist relevant, wenn es darum geht: Warum soll man einen Schwarmvogel nie allein halten?
Sperrt man einen Menschen lange genug in Einzelhaft... ???! :glühbirne:


Im Schnabel wetzen bin ich auch gut... :pfeifen:

Also, vielen Dank für die Aufklärung, Bienchen! :blumen:


Schnaufilein, der Schnabel ist nicht alles... denk an die Krallen. :D

Also gehören in den Käfig nicht dünne Industriestängelchen, sondern möglichst naturbelassene Äste, die beidem gerecht werden.


Ich hab doch zu viel mit Vögeln zu tun gehabt, verdammt nochmal, und ich hoffe, wir kommen jetzt nicht noch auf Papageien.



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