Arbeitsbedingungen bei den Discountern: hat jemand Erfahrungen gemacht ?


Ich hatte vor, mich bei einem Discounter zu bewerben.
Habe aber, nachdem ich gestern Abend den Tatort " Kassensturz "und dann noch die Diskussionsrunde mit Ann Will gesehen habe,
keinen Mut mehr :heul:

Aber wo soll man mit einem kleinen Einkommen denn sonst kaufen ???? :huh: :blink:

Bearbeitet von Kate am 02.02.2009 12:18:52


Zitat (Kate @ 02.02.2009 12:17:36)
Aber wo soll man mit einem kleinen Einkommen denn sonst kaufen ???? :huh:  :blink:

Ich glaub, es ging nicht uuunbedingt in die Richtung, dass man die Discounter allgemein boykottieren soll (funktioniert eh nicht, dass da eine kritische Masse erreicht wird, denke ich), aber dass sich die Bedingungen dort verbessern müssten....

Ich habe den "Tatort" & auch Anne Will (was ich fast nie ansehe, aber das Thema interessierte mich) gestern auch gesehen, aber habe selbst keine Erfahrung, weil ich noch nie überhaupt im Einzelhandel gearbeitet habe, hab aber mal von einer Freundin gehört (die aber nicht in einem Discounter arbeitet, aber auch bei einer eher niedrigpreisigeren Einzelhandelskette), dass es schon teilweise echt hart zugeht....so vom Stress her.....& gestern in dem Tatort fand ich das auch echt schlimm, wie die Angestellten dort behandelt wurden & scheinbar ist das zumindest wohl teilweise schon Realität.
Mir ist nur mal aufgefallen in einem Discounter, in den ich schon ab&zu gehe, dass man da ziemlich oft, andere Kassierer sieht & da hängt immer ein Schild, dass da Leute gesucht werden, scheint also schon, als ob da keiner oder nur wenige länger blieben...aus welchen Gründen auch immer...

Versuchen kannst du es ja, du hast ja in dem Sinne nichts zu verlieren (klar den Job, aber im Moment suchst du ja überhaupt erstmal einen), wenns wirklich so schlimm sein sollte, lässt du es eben wieder & suchst etwas anderes. Ist best. auch nicht überall gleich....

Bearbeitet von Aha am 02.02.2009 13:49:59

Zitat (Kate Erstellt am 02.02.2009 12:17:36 )
Ich hatte vor, mich bei einem Discounter zu bewerben.
Habe aber, nachdem ich gestern Abend den Tatort " Kassensturz ...


Na, so wie das aussieht, sind ja alle mit unseren Discountern sehr zu frieden :huh:
:hmm:

Ich hab bei dem Discounter mit dem lachenden T-Shirt gearbeitet. Ist aber auch schon eine ganze Ecke her. Ich bin total ausgebeutet worden, musste für das wenige Geld wirklich richtig ackern und hatte als ungelernte Aushilfskraft teilweise die ganze Verantwortung für Kasse usw.

Das Schlimmste an das ich mich erinnern kann ist Jeansknöpfe zumachen. Stundenlang. Danach waren meine Finger fast blutig. Dagegen war Kasse noch erträglich, aber die Kunden ... je billiger die Ware, desto mehr haben sie sich wie Despoten aufgeführt und wehe da stimmte, nach ihrer Meinung, mal was mit dem Kassenzettel nicht.

Seid immer lieb zu euren Discounterkassierern, sie haben es nicht leicht :(


Zitat (witch_abroad @ 03.02.2009 11:31:57)
... musste für das wenige Geld wirklich richtig ackern...

Tja, ich habe auch immer das Gefühl, dass die Discounter sich mit ihren gering bezahlten Angestellten die eigene Kunschaft sichern wollen...

Ich hatte aushilfsweise mal bei Müller-Drogerie gearbeitet. Natürlich war das Geld da auch nicht üppig, aber die Atmosphäre war in Ordnung.
Mich hat nur gestört, dass man im Winter praktisch kein Tageslicht mehr sieht, man fährt im Dunkeln hin, das Geschäft hatte - außer im Pausenraum - keine Fenster, und im Dunkeln fährt man wieder heim...

Ich habe nicht den Eindruck, daß in unseren Lebensmitteldiscountern die Mitabeiter oft wechseln. Das Gros ist schon über viele Jahre dort beschäftigt. Woran kann das liegen?
Nur bei Sch++++er sieht man immer wieder neue Gesichter.


Zitat (witch_abroad @ 03.02.2009 11:31:57)
Seid immer lieb zu euren Discounterkassierern, sie haben es nicht leicht :(

Vielleicht könnte man ja damit mal anfangen !!
Ich habe beobachtet, das viele Kunden in den Regalen rumwühlen und eine riesige Unordnung hinterlassen und die Verkäuferinnen , die so wie so keine Zeit haben , alles wieder aufräumen müssen.
Das wäre doch schon mal eine Erleichterung.
Aber ich denke mal, dass dies den meisten Kunden egal ist ist. :angry:

Zitat (witch_abroad @ 03.02.2009 11:31:57)
Ich hab bei dem Discounter mit dem lachenden T-Shirt gearbeitet. Ist aber auch schon eine ganze Ecke her. Ich bin total ausgebeutet worden, musste für das wenige Geld wirklich richtig ackern und hatte als ungelernte Aushilfskraft teilweise die ganze Verantwortung für Kasse usw.

Das Schlimmste an das ich mich erinnern kann ist Jeansknöpfe zumachen. Stundenlang. Danach waren meine Finger fast blutig. Dagegen war Kasse noch erträglich, aber die Kunden ... je billiger die Ware, desto mehr haben sie sich wie Despoten aufgeführt und wehe da stimmte, nach ihrer Meinung, mal was mit dem Kassenzettel nicht.

Seid immer lieb zu euren Discounterkassierern, sie haben es nicht leicht :(

Es ist schon bewundernswert und wahrscheinlich auch gesundheitsgefährdent länger wie 15 Minuten in so einem Laden zu sein.
Spätestens dann habe ich Kopfschmerzen und muß gehen.

Ich bin immer freundlich zu den Kassiererinnen, Verkäuferinnen usw. Genausogut könnte ich an ihrer Stelle sein und da wäre ich auch froh, würde ich nett behandelt und als Mensch angesehen werden, nicht als Dienstbote, der hinter einem her zu räumen hat.
Da breche ich mir doch keinen Zacken aus der Krone!
:blumen:


Wies in den Wald reinschreit, so hallts auch wieder raus.

Wenn ich etwas suche und nachfragen muss, oder an der Kasse bedient werde und die Berater/Kassierer/-innen sind nett und höflich, dann brech ich mir keinen Zacken aus der Krone und bin genauso freundlich... Wenn die aber schon abweisend sind, warum sollt ich dann lieb sein und höflich? Womöglich mit einem lächeln auf den Lippen? Pustekuchen, dann kann ich auch die kalte Schulter zeigen!!!

Oder subtil durch den Laden rufen: "Ein FREUNDLICHER Mitarbeiter bitte in die Gemüseabteilung!" Ist auch schon mal vorgekommen... :pfeifen:


Zitat
Ich hab bei dem Discounter mit dem lachenden T-Shirt gearbeitet. Ist aber auch schon eine ganze Ecke her. Ich bin total ausgebeutet worden, musste für das wenige Geld wirklich richtig ackern und hatte als ungelernte Aushilfskraft teilweise die ganze Verantwortung für Kasse usw.

So wurde mir das auch von jemanden geschildert, mit der ich mal zusammen gearbeitet habe. Die war da auch beschäftigt gewesen. Da kriegt man schon ein komisches Gefühl im Magen. Man bemüht sich um eine Stelle und muss noch Angst haben, ausgebeutet zu werden. Man hat quasi keine Wahl, entweder man lässt sich kaputt machen, oder man ist arbeitslos. Manchmal fällt es einem schwer, optimistisch zu bleiben.

Ich habe mal beim Dicounter gearbeitet und das über 3 1/2 Jahre!

Anfangs war ich nur Kassiererin.
Überstunden (2-3 pro Woche) waren normal, aber bezahlt wurden die nicht. Pause hieß, mal für so 20 Minuten im Personalbüro sitzen, Pausenraum gab es nicht.

Dann wurde mir die Marktleitung angeboten. Ich nahm dummerweise an.
Da ging es los: morgens um 6 Uhr als Erste da sein und abends um 20 Uhr (da waren die Öffnungszeiten noch bis 18:30 Uhr) frühestens raus.
Samstags war ich (13 Uhr Laden zu) so gegen 18 Uhr draussen.
Auch war es normal, einen Tag in der woche auch mal ganz allein zu arbeiten. Ja, dann war nichts mit Pause.

Ich habe mich wie eine Doofe ausnehmen lassen!
Damals dachte ich, soooo viel Geld (3000.-DM brutto) verdienen, da kann ich nicht meckern.
Aber im Vergleich zu anderen Jobs war das Peanuts.
Ich bin dann da raus, konnte die körperlich schwere Arbeit nicht mehr leisten (z.B. Europalette voll mit H-Milch mal so von hier nach da schieben ->sau-schwer!).
Ausserdem war ich zu ehrlich, hab nicht genug abgeschrieben und konnte somit die Quote nicht mehr halten.
Dazu kam noch die armen Leute, die kaum was zu Essen hatten (zu DM-Zeiten!) und noch geklaut haben. Die noch anzuzeigen war echt sch...

Dort Arbeiten wäre nicht mehr für mich drin. Einfach mal selbst testen, aber auch sofort, wenn es wirklich nichts ist KÜNDIGEN.


Zitat (Zappelhuhn @ 03.02.2009 11:54:11)
Ich habe nicht den Eindruck, daß in unseren Lebensmitteldiscountern die Mitabeiter oft wechseln. Das Gros ist schon über viele Jahre dort beschäftigt. Woran kann das liegen?
Nur bei Sch++++er sieht man immer wieder neue Gesichter.

Stimmt, ich bin seit Jahren A..i shopperin und bei uns gibt es Gesichter, die siehst du jahrelang!

A..i ist auch bekannt dafür, dass sie gut bezahlen und ich hoffe, es ist nicht nur ein Gerücht. Ich werden auf jeden Fall bei der nächsten Gelegenheit die Mitarbeiterinnen mal fragen, was sie zum Tatort meinen und ob die Arbeitsbedingungen auf sie zutreffen!

Für mich war der Krimi auf L..l gemünzt - Videoüberwachung, Verhinderung von Betriebsräten.

Hallo,

ich arbeite seit fast 13 Jahren bei einem Discounter. Der Tatort von Sontag zeigt zu 95% die Situation in einigen Läden.
Die Bezahlung ist nicht schlecht, aber die Arbeitsbedingungen sind unmenschlich! Viele meiner Kolleginnen fangen morgens 6 Uhr an und schließen abends um 22 Uhr den Laden zu, bezahlt werden aber max. 10 Stunden. Das Wort Pause ist ein Fremdwort.
Im Einzelhandel gibt es die meisten gescheiterten Ehen und die Frauen sind ab 50 körperlich kaputt!!!!
Natürlich war es im Tatort alles überspitzt, aber Spindkontrollen, Testkäufe, Taschen- und Spätkontrollen sind an der Tagesordnung. Das ist ja auch okay, aber es gibt noch andere Maschenschaften........................

Trotzdem arbeite ich gerne an der Kasse, da ich den Kontakt zum Publikum, zu "meinen Kunden" liebe!

LG mAUSw


Wie aus ich unbestätiger Quelle erfahren habe, tragen alle Schlecker-Mitarbeiterinnen Windeln.

Bedingt dadurch, dass oft nur eine Mitarbeiterin, die Filialleiterin ist, und es oft keine weitere Mitarbeiter gibt, haben sie viele Freunde.

Diese Freunde überfallen in schöner Regelmäßigkeit die Märkte, weil dort ganz einfach Beute zu machen ist.

Die Mitarbeiterinnen werden intensiv geschult, wie man mit Ladendieben umgehen muss.
Deswegen kommen dort regelmässig Detektive und klauen dort wie die Raben. Danach wird die Mitarbeiterin abgemahnt.

Wie gesagt, das ist ein Gerücht.

Bei meinem gestrigen Besuch bei Plus konnte ich mich kurz mit der Kassiererin unterhalten, da sie ja die Waren einscannte:

Ich: Sie haben ja Glück, dass hier 2 Mitarbeiter sind, da brauchen sie keine Windeln tragen.
Sie: Wär manchmal nicht schlecht, meistens rase ich schnell auf die Toilette.
Ich: Da haben sie es ja besser als bei dem Drogeriemarkt.
Sie: Ja
Ich: Jetzt haben wir ja endlich Vollbeschäftigung und die Märkte beschäftigt Putzfrauen, und sie müssen nicht auch noch abends auf dem kriechen und putzen.
Sie: Ne putzen müssen wir hier auch noch, unsere Arbeitszeit beginnt um 7.00 Uhr und endet um 20 Uhr.

Dann war sie mit dem einscannen fertig, und die Unterhaltung beendet.

Ich wollte sie noch fragen:
Wissen Sie, wie der Markt doppelt und dreifach Umsatz macht?
Meine Antwort wäre gewesen, sagen Sie ihrem Arbeitgeber, er soll 1 Kraft mehr einstellen. Hinter mir standen nämlich zwischenzeitlich 20 wartende Personen.

Labens


Jaaaa.... das finde ich auch immer toll bei unserem Netto... der hat (hätte) FÜNF Kassen, und Samstag vormittags - wenn wirlich ALLE beim Einkaufen sind - sind gerade mal ZWEI davon offen - Schlangenbildung bis hinter zur Wursttheke... da überleg ichs mir doppelt, ob ich dort einkaufe oder lieber in den Nachbarort zum Kaufland fahre, die von ihren zehn (oder mehr) Kassen meistens acht, wenn nicht alle, besetzt haben... (die etwas längere Fahrzeit hole ich durch weniger Wartezeit an der Kasse locker rein!) Außerdem bekomme ich dort wirklich alles - beim Netto wenn mal ein Regal leer ist - Pech gehabt! Selbst wenn noch was im Lager wäre, leider hat keiner Zeit da mal nachzufüllen, und wenn man fragt, wann wieder diese Ware kommt, wird man pampig angeredet "Des is halt ausgegangen, müssens halt morgen mal schauen, vielleicht ist dann wieder was da" (will heißen, vielleicht hatte bis dahin jemand Zeit, die Regale aufzufüllen). Hab den Spruch auch schon gehört und ne Stunde später war meine Mama dort und hat genau das bekommen, was vorher "ausgegangen" war... (???)
Ich versteh ja, dass die Leute dort Samstags Stress haben - aber muss man deswegen pampig werden? Ich kann auch nichts dafür, dass das Regal leer ist... sorry, dass ich genau das Produkt kaufen möchte, das nicht da ist... :wallbash:
Hab halt auch nciht die Zeit, jeden Tag hinzufahren, und zu gucken, ob jemand die Muse hatte, mal wieder aufzufüllen. Das sollte doch möglich sein, dass die Angestellten halbwegs wissen, was auf Lager ist bzw. wann neue Lieferungen kommen. z.B. "Tut mir leid, Produkt XY ist leider ausgegangen, aber Dienstag kommt die neue Lieferung, dann haben wir es wahrscheinlich Mittwoch wieder im Laden". Dann weiß ich Bescheid, komme Mittwochs nochmal und bekomme ohne mich zu ärgern, das was ich brauche...


Da muss ich jetzt mal kurz widersprechen:

Zumindest in den Filialen der "großen" Discounter wird täglich Ware bestellt und täglich geliefert. Nur wird (bei Lieferschwierigkeiten ab Zentrallager) bei weitem nicht immer alles so geliefert, wie es bestellt wurde (oder in der gewünschten Menge etc...), die Aussage "ich weiß nicht, ob es morgen kommt" ist also durchaus nicht unbedingt eine Ausrede. Und um alles noch interessanter zu gestalten, gibt es teilweise ja auch noch diese gemischten Kartons mit verschiedenen Sachen drin. Beispiel Fertig-Aufback-Baguettebrötchen (diese Vierer/Sechserpäckchen). Die liegen (zumindest bei Lidl) gemischt im Karton: ganz viele von diesen normalen hellen, die nach Industrie, aber nicht nach Baguette schmecken, und ein paar von der Vollkornvariante, die für ein Aufbackbrötchen eigentlich recht lecker sind. Natürlich hat man nur dann Glück, Vollkorn zu bekommen, wenn man morgens kommt und ein frischer Karton da steht. Aber sollen die Mitarbeiter deshalb immer täglich neue Kartons bestellen und irgendwann in den Weizenbrötchen ersticken? (Noch besser wäre es natürlich, die Dinger getrennt bestellbar zu machen, aber da kam das Zentrallager wohl noch nicht drauf :) )

Ansonsten bestätigte mir eine mir gut bekannte Lidl-Mitarbeiterin, dass die Arbeitsbedingungen in hohem Maße von den direkten Vorgesetzten abhängen. Sind die in Ordnung, lässt sich auch beim "bösen Lidl" gut arbeiten, sind die unausstehlich, macht auch die Arbeit kaum Spaß. Und die Bezahlung pro Stunde ist nun wirklich nicht schlecht (und in der fraglichen Filiale darf auch jede/r "alles" machen, es muss also keiner den ganzen Tag nur Ware abpacken, sondern geht zwischendurch an die Kasse etc.)


Mag sein, aber der Ton macht trotzdem die Musik.
Außerdem kann ich als Kunde auch nichts dafür, dass die Logistik im Lager unfähig ist, genau das zu liefern, was gebraucht wird... Das ist doch keine Entschuldigung!


Zitat (Schwaller @ 03.02.2009 19:57:20)
Oder subtil durch den Laden rufen: "Ein FREUNDLICHER Mitarbeiter bitte in die Gemüseabteilung!" Ist auch schon mal vorgekommen... :pfeifen:

Da ich schon aushilfsweise bei All...f an der Kasse gesessen habe,
Kann ich ein Buch über nervende, arrogante Kunden schreiben.

Ich habe genug Frauen kennengelernt, die kurz vor einem bourn Out standen.

Überarbeitung, der Haushalt muss gemacht werden ( kochen, einkaufen, Kinder,
waschen ) teilweise waren Männer arbeitslos. Der Mann meiner Freundin war noch nicht mal in der Lage, die Kinder vom Kindergarten abzuholen. <_<

Wenn ein Mann von der Arbeit kommt, fragt er :" Schatz was gibt es zu essen ") :sabber:

Wenn eine Frau von der Arbeit kommt, fragt er :" Schatz, was machst Du zu essen ") :(

Dann kommen gedankenlose Kunden, schmeißen oft vieles durcheinander,l
lassen Ware fallen, lassen oft ihren eigenen Frust an dem Personal aus, :labern:
weil sie z,B. Samstags den ganzen Tag Zeit haben zum Bummeln und Essen gehen,
dann aber muss beim Discounter alles hoppla hopp gehen. :wallbash:

Da kann einem das Lächeln im Gesicht gefrieren.

Zitat
SpookyAngie Erstellt am 05.02.2009 08:51:05
  Mag sein, aber der Ton macht trotzdem die Musik.
Außerdem kann ich als Kunde auch nichts dafür, dass die Logistik im Lager unfähig ist, genau das zu liefern, was gebraucht wird... Das ist doch keine Entschuldigung! 
:o

Es könnte so einfach sein! Freundlichkeit und etwas Respekt, ab und zu ein Lächeln auf dem Gesicht - das reicht oft schon, um beide Seiten zufriedener zu machen!
Wir sollten das alle mal versuchen, egal auf welcher Seite wir stehen! :trösten:

LG mAUSw


Ich habe einen Sommer bei R**l an der Kasse gearbeitet. Zwar nicht wirklich Discounter, aber auch hier hab ich einiges mitbekommen.
Natürlich wird einem am Anfang eingebläut nett zu sein und blabla. Ist euch schon mal aufgefallen, dass Kassiererinnen meist nicht Gesicht zu Gesicht sitzen? auch wenn eine Kasse frei gewesen wäre um sich anzusehen wurde man an eine andere gesetzt. Nur damit man sich nicht unterhalten konnte! Auch wenn es morgens war und noch kein Kunde an der Kasse war! Dann war es so, dass vielen Festen Mitarbeitern Urlaub aufgebrummt wurde, teilweise glaube ich sogar unbezahlt, damit die billigen Ferienarbeiter dort arbeiten können! Die Pausen war meist eher unregelmäßig. Einmal musste ich so dringend aufs Klo, dass ich eine andere gebeten hatte auf meine Kasse acht zu geben und bin auf Toilette geflitzt. Gott sei Dank hat mich niemand erwischt. Aber ich hatte schon 3h vorher gesagt, dass ich gerne abgelöst werden würde, da ich auf Toilette muss. Da ist nix passiert.
Ich war immer sehr nett zu den Kunden und diese auch zu mir. Das hat am meisten Spaß gemacht. Kam mal ein schlecht gelaunter hat mir das au nix ausgemacht. Aber viele an der Kasse sind wirklich unfreundlich und lächeln nicht mal. Das finde ich persönlich nicht sehr ansprechend. Auch wenn man da den ganzen Tag sitzt. Kann der Kunde nix dafür.
Sodele, das sind so meine Erfahrungen.


Ich muss sagen, ich bin meist erstaunt, wie freundlich und gutgelaunt die Kassiererinnen sind, ob bei dm, real, rewe...

Ok, manchmal beschweren sie sich, wenn zu sehr geheizt ist, und sie in den Plastikkitteln schwitzen und schmoren. Aber das darf man ja ;)

Wenn ich mal vergesse, ne Tasche aus dem Einkaufswagen zu heben, entschuldigen sie sich noch dafür, dass sie drunterschauen müssen. Weil eben manchmal Test"käufer" kommen, und sie dann die Dummen wären, wenn sie nicht kontrolliert hätten.

In unserem rewe sitzen auch schon ewig die gleichen Leute. Die kenn ich schon alle, vielleicht sind sie auch deshalb so freundlich. Oder weil ich immer meinen kleinen Süßen dabeihabe :wub:

Gruß
Ribbit


Zitat (Ribbit @ 05.02.2009 15:25:13)
Ok, manchmal beschweren sie sich, wenn zu sehr geheizt ist, und sie in den Plastikkitteln schwitzen und schmoren. Aber das darf man ja ;)

Bei denen wird wenigstens geheizt :wacko: Bei uns ist es teilweise nur 11 Grad "warm". Besonders nach nem frostigen Wochenende.
Und unsere Arbeitskleidung ist sowas von zum :kotz: dass sie weder wärmt noch atmet :angry:

Zitat (mAUSw @ 05.02.2009 14:23:32)
Es könnte so einfach sein! Freundlichkeit und etwas Respekt, ab und zu ein Lächeln auf dem Gesicht - das reicht oft schon, um beide Seiten zufriedener zu machen!
Wir sollten das alle mal versuchen, egal auf welcher Seite wir stehen!  :trösten:

LG mAUSw

Das ist doch eine Selbstverständlichkeit!

Ist denn hier keine A..i - angestellte unterwegs? Deren Meinung würde mich brennend interessieren.

Zitat (Kate @ 05.02.2009 10:17:29)
:o

Was wills du damit sagen?

Ich meine, wenn was falsch läuft kann der Verkäufer wirklich nix dafür, aber er kann freundlich auf meine freundliche Nachfrage reagieren und Misstände und Beschwerden bei der Filialleitung melden, damit dem abgeholfen wird...
Das nennt sich dann Kundenservice. Denn wenn ich in einem Geschäft nie das bekomme, was ich brauche, weil es morgens immer schon ausverkauft ist und ich erst abends Zeit einzukaufen habe, dann werde ich mir ein anderes Geschäft suchen, wo ich bekomme, was ich möchte. Ob das im Sinne des "ausverkauften" Geschäfts ist, dass es durch solche Misswirtschaft (das Beispiel mit den Brötchen) Kunden verliert???

Ich bin eingefleischter A..i-Fan. Das Personal ist immer freundlich und sehr hilfsbereit. Wenn ich beispielsweise einen Aktionsartikel, den ich kaufen möchte, nicht mehr in meiner Größe in der Gitterbox finde, muss ich nur nen kurzen Moment warten und den/die nächste vorbeiwuselnde Angestellte/n freundlich fragen, ob noch was davon am Lager ist. In der Regel ist es so, dass ich einen Augenblick warten muss und dann wird mir ein ganzer Karton - nicht nur das eine Stück, wonach ich gefragt habe - davon aus dem Lager geholt und präsentiert, aus dem ich mir das, was ich haben will, rauspicken darf. Der Rest wandert in die Gitterbox im Verkaufsraum. Das ist keine einmalige Erfahrung, die machen das immer so. Außerdem haben die den Kassenbetrieb voll im Griff. Sobald sich an einer Kasse mehr als sieben oder acht Kunden stapeln, ruft eine/r der Kassierer/innen der Kundschaft zu, sie möge bitte auch an der nächsten Kasse auflegen. Dann dauert es meist keine fünf Minuten, bis eine zusätzliche Kasse auf ist. In meiner Stadt gibt es mehrere A..i-Märkte, in denen ich abwechselnd einkaufen gehe. Dort sehe ich schon seit Jahren stets die gleichen Gesichter - man kennt sich und grüßt immer freundlich - und natürlich auch öfters mal ein Neues. Meiner Beobachtung nach rollieren die Mitarbeiter in allen Filialen. So wie ich den Eindruck habe, ist das Arbeitsklima in den diversen Filialen, die ich regelmäßig frequentiere, ausgezeichnet. Dass die Bezahlung dort schon immer überdurchschnittlich ist, konnte man bereits vor vielen Jahren in einem ausführlichen Bericht des Magazins Stern detailliert nachlesen.

Eine ganz andere Beobachtung machte ich vor geraumer Zeit bei P..s. Ich stand an der Kasse, hinter mir eine nette ältere Dame in der superlangen Schlange. Mit der hatte ich mich sehr angenehm unterhalten. Sie war etwas gebrechlich und mit nem Rollator unterwegs. Sie wollte aus dem Aktionsangebot zwei gleichfarbige Spannbetttücher kaufen, hatte aber nur noch eines erwischt. Ich riet ihr, doch mal den Kassierer danach zu fragen, was sie dann auch mutig tat. Jedoch auf dem Ohr war der Mann taub und reagierte überhaupt nicht darauf. Da ich so etwas nicht korrekt finde, mischte ich mich höflich aber bestimmt ein. Erst nachdem ich schon das zweite oder dritte Mal für die ältere Dame nachgefragt hatte, bequemte sich der Kassierer, einen anderen Kollegen darum zu bitten, mal im Lager nachzusehen. Was draus geworden ist, weiß ich leider nicht.

Auch bei P...y gehe ich ab und an mal einkaufen. Die Mitarbeiter habe ich in bester Erinnerung. Da wollte ich auch mal ein Aktionsangebot kaufen, konnte es in dem kleinen, vollgestellten und zugepackten Laden aber nicht finden. Also fragte ich bei der Kassiererin freundlich nach, ob das Angebot in der Lieferung mitgekommen sei. Die wusste es nicht, bat mich aber, nen Moment zu warten und rief eine Kollegin bei, die mich dann etwa fünf bis zehn Minuten später direkt vors Regal stellte. Alleine hätte ich das Angebot nicht gefunden. So macht man Umsatz und lädt die Kunden zum wiederkommen ein.

Fazit: Da jeder für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss - Arbeit schändet schließlich nicht (Zitat aus "Geschichten aus dem Wienerwald" von Horváth) - ist es doch das Mindeste, dass ich als Kunde dem Angestellten des Ladens genauso begegne, wie ich behandelt werden will, nämlich freundlich und mit Respekt.

Grüßle,

ilwedritscheline


Bei uns neben der Firma hat vor zwei Monaten ein Netto-Markt aufgemacht.

Die Kassiererininnen tragen an ihrer Bluse so einen Anstecker. Da steht drauf: "Ich bin freundlich".

Den ersten Joke, den ich mir erlaubt habe, war zu so einer ganz Süßen zu sagen: "Ich auch". Und schon durften die anderen Kunden warten, weil ich mal eben ein wenig "Smalltalk" gemacht habe.

Auch im Edeka, Rewe oder Real, wo ich einkaufe, habe ich immer für die Leute an der Kasse ein freundliches Wort übrig.

Ich denke auc, wenn sich die Kunden mal in die Situation der Kassiererinnen versetzen würden, würde deren Arbeit ein ganz klein wenig erträglicher.

klar, bei Schlecker, Aldi, Lidl & Co. herrscht schon Streß. Die niedrigen Preise erkauft man sich halt mit zu wenig Personal.

Man liest und hört halt immer wieder, wie die Herren Schwarz, Albrecht und Schlecker ihr Personal behandeln.

Es gäbe ja jetzt für den Kunden die Alternative, eben nicht dort einzukaufen. Das tut aber niemand. Und so denke ich, gibt es nur die Möglichkeit, sich selbst nett gegenüber dem Personal zu verhalten. Dann wird man als Kunde auch besser behandelt, als wenn man die Kassierer überhaupt nicht sieht.

Also, Leute, seid nett zu den Leuten.

so bin ich in meinem Job auch. Und das erspart jede Menge Streß.........



Gruß

Abraxas


Ich arbeite ab Anfang März bei EDE.. - allerdings in einem Großmarkt an der Kasse. Ich denke, da ist es nicht sooo stressig wie bei einem "normalen" Discounter, schliesslich kommen weniger Kunden. Hatte letzte Woche drei Probearbeitstage bei dem Burgerhersteller mit dem großen M - anstrengender kannn es an der Kasse auch nicht sein. 5h ohne Pause in gebückter Haltung, ein tierischer Krach und dann wurde man auch noch von dem Schichtleiter unter die Lupe genommen. Sobald man mal 10 Sekunden gestanden hat, wurde man gleich gefragt, ob man denn nichts zu tun hätte. Ich hatte abends tierische Rückenschmerzen, Pfeiffen in den Ohren und verbrannte Finger und das für 6,48 € die Stunde. Bin heilfroh, dass ich was anderes gefunden habe.


Zitat (Abraxas3344 @ 09.02.2009 17:59:59)

Es gäbe ja jetzt für den Kunden die Alternative, eben nicht dort einzukaufen. Das tut aber niemand. Und so denke ich, gibt es nur die Möglichkeit, sich selbst nett gegenüber dem Personal zu verhalten. Dann wird man als Kunde auch besser behandelt, als wenn man die Kassierer überhaupt nicht sieht.

Also, Leute, seid nett zu den Leuten.

so bin ich in meinem Job auch. Und das erspart jede Menge Streß.........



Gruß

Abraxas

:daumenhoch: rischtisch!

Zitat (SpookyAngie @ 05.02.2009 08:51:05)
Außerdem kann ich als Kunde auch nichts dafür, dass die Logistik im Lager unfähig ist, genau das zu liefern, was gebraucht wird... Das ist doch keine Entschuldigung!

Nein, aber eine Erklärung. Wieso sollten Dich die Supermarktmitarbeiter um Entschuldigung für etwas bitten, wofür sie nichts können? Das ist halt ein Nebenaspekt des Umstandes, dass bei Discountern, wo immer möglich, Kosten eingespart werden. Magst Du nicht? Dann kauf bei Edeka etc. ein, da kosten die Dinge ein paar Cent mehr, dafür kannst Du auch entsprechende Ansprüche an den Laden stellen :)

So, ich hatte jetzt die Möglichkeit mit einer langjährigen Mitarbeiterin bei A..i zu sprechen.

Mein Eindruck war richtig. Sie haben viel zu tun, werden aber nicht auf max. superduper Leistung gezwungen. In unserem Regionalbezirk setzt der Leiter auf Kundenzufriedenheit, es gibt aber wohl auch andere Bezirke in denen es auch vorwiegend um Zahlen geht. Und Überwachung wie im Film gibt es und gab es nie.

Zur Bezahlung wollte ich nicht fragen, das war mir dann doch zu persönlich.

Mein Fazit, ich gehe weiterhin ohne Gewissensbisse dort einkaufen und freue mich, freundliche, vertraute Gesichter im Markt anzutreffen.


Also bei Aldi würde ich jederzeit anfangen.
Die Freundin eines Bekannten hat jetzt dort angefangen:
18 ! Std-Woche = 1.900,00 € !
Sowas muß man erst mal finden!
Und die Überstunden werden auch bezahlt, dazu gibts Urlaubs-und Weihnachtsgeld.


Zitat (Tamora @ 12.02.2009 09:27:21)
18 ! Std-Woche = 1.900,00 € !

Brutto nehm ich an, sonst müsst ich da mal anfragen was die für 40Std/Woche Zahlen!!!
Als was Arbeitet die dort? Da gibbet bestimmt auch Lohnstaffelungen!
Da wird das Alter, die Ausbildung und der Posten sicher eine große Rolle spielen!

Zitat (Tamora @ 12.02.2009 09:27:21)
Also bei Aldi würde ich jederzeit anfangen.
Die Freundin eines Bekannten hat jetzt dort angefangen:
18 ! Std-Woche = 1.900,00 € !
Sowas muß man erst mal finden!
Und die Überstunden werden auch bezahlt, dazu gibts Urlaubs-und Weihnachtsgeld.

Das glaub ich nie und nimmer! Das wären ca. knapp 27 Euro pro Stunde!!

Bei 6Tagen = 3 Stunden Arbeit pro Tag!!!


Ich bewerb mich sofort beim Aldi!!!!!

Bei einem Aldi bei uns in der Nähe suchten sie vor einiger Zeit Teilzeitkräfte, da war ein Stundenlohn von 12 Euro angegeben.

Das halte ich auch für realistisch. :)


Zitat (wollmaus @ 12.02.2009 15:21:41)
Das glaub ich nie und nimmer!

Das ist Dir unbenommen.
Ich wüßte allerdings keinen einzigen Grund, warum sie es erzählen sollte, wenn es nicht stimmt.
Was ich allerdings mit eigenen Augen vor ca. 2 Jahren gesehen habe, war eine Stellenanzeige im Aldi: 38,5 Std. Woche für 3.600,00 €.
Damals habe ich nämlich ernsthaft überlegt, zu kündigen und mich dort zu bewerben!

(Beide Angaben sind natürlich brutto, aber ich denke, das ist klar.)

Zitat (Tamora @ 19.02.2009 14:37:48)
Das ist Dir unbenommen.
Ich wüßte allerdings keinen einzigen Grund, warum sie es erzählen sollte, wenn es nicht stimmt.
Was ich allerdings mit eigenen Augen vor ca. 2 Jahren gesehen habe, war eine Stellenanzeige im Aldi: 38,5 Std. Woche für 3.600,00 €.
Damals habe ich nämlich ernsthaft überlegt, zu kündigen und mich dort zu bewerben!

(Beide Angaben sind natürlich brutto, aber ich denke, das ist klar.)

Na kommt auch drauf an, was es für eine Stellung war.

Filialleiter wäre ja denkbar, aber ob eine einfache Verkiäuferin soviel verdient????


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