Chaos in der Wohnung meiner Freundin


Wirklich ein schwieriges Thema...
Eine gute Freundin von mir ist heillos überfordert den Haushalt zu bewältigen bzw. Struktur ins absolute Chaos zu bringen.
Nun ist sie endlich auf mich zugekommen ob ich ihr nicht helfen könnte da sie es selbst nicht mehr schafft. Das freut mich sehr da ich schon lange das Gefühl hatte die Familie ertrinkt im eigenen Chaos, ich wollte mich selbst aber nicht aufdrängen.
Das Problem ist das der Mann nicht gewillt ist mitzuhelfen oder sein Verhalten zu ändern, wenn er nach Hause kommt lässt er alles fallen wo er steht, die Kinder haben dieses Verhalten genauso angenommen was ja klar ist wenn sie es von der Erwachsenen nur so Vorgelebt bekommen.
Das Verhalten vom Mann verärgert mich sehr, sie geht genauso arbeiten und kümmert toll um die Kinder, kaum ist sie von Arbeit zu Hause hilft sie bei den Hausaufgaben, kocht, bringt die Kinder zum Sport usw. und nebenbei geht sie wieder zur Schule um sich weiterzubilden- also wirklich ein strammer Zeitplan.
Für den Haushalt bleibt da wirklich kaum noch Zeit und es wäre ja schon viel geholfen wenn jeder einen kleinen Teil beitragen würde aber wie gesagt,- ihr Mann sieht es nicht ein das dies genauso seine Aufgabe ist.
Nun frage ich mich ob meine Hilfe so überhaupt Sinn machen würde, ihr müsst euch vorstellen das nicht mal mehr die Haustür richtig zu öffnen ist da im Flur schon der ganze Boden mit Dingen voll liegt, es wird wirklich eine Putzaktion von mehreren Tagen erstmal alles zu entrümpeln und dann stünde eine komplette Reinigung der ganzen Wohnung an.
Wenn ich jedoch mithelfe und 2Wochen später geht das Chaos von vorn los wär ich schon sehr enttäuscht da ich auch Berufstätig bin und die Zeit auch knapp gesät ist.

Was würdet ihr in so einem Fall machen? Mithelfen oder lieber nicht? Wie gesagt, grundsätzlich wäre ich gerne bereit.

LG, mieze


Mithelfen würde ich erst mal nur unter der Bedingung, dass auch der Mann und evtl. die Kinder (weiß ja nicht wie alt die sind) mithelfen, vielleicht könnt ihr dann auch mal einen Plan aufstellen, wer welche Aufgaben übernimmt, dass deine Freundin arbeiten geht und auch alles andere an ihr hängen bleibt, geht ja nun mal echt gar nicht. :(

Warum lässt sich deine Freundin das Verhalten ihres Mannes eigentlich gefallen?

:verwirrt:


Ich kann´s auch nicht nachvollziehen warum sie sich das gefallen lässt, ich würd an ihrer Stelle alles was er so von sich fallen lässt wäschekorbweise einsammeln und vorm Bett abladen, da könnte er dann wenigstens nicht mehr wegschauen- da muss er hin.
Die Kinder könnten auf jeden Fall mithelfen, ich denk wenn wir mit ihnen reden, würden sie sich auch bereit erklären mitzumachen- sie sind meiner Meinung nach wohl erzogen und echt lieb.


Mithelfen??? Nur unter der Bedingung dass Mann und Kinder bei der Aktion und auch in Zukunft kräftig anfassen. Sollten sie nicht dazu bereit sein, schnapp dir deine Freundin und verreise mit ihr allein für wenigstens zwei Wochen, damit der liebende Ehemann und die süßen Kinderlein mal merken was Mama eigentlich alles tut.

Alternativ könntest du deiner Freundin auch raten mal eine Kur zu beantragen- für wenigstens drei oder vier Wochen. Je länger die Mama weg ist, desto besser! Eventuell sieht der Mann dann ein, dass sie Hilfe braucht. Entweder er lässt sich in Zukunft selbst dazu herab auch mal Hand anzulegen, oder er finanziert ihr eine Zugehfrau.


Wirklich sehr schwierig.
Ganz spontan: wenn meine Freundin mich um Hilfe bitten würde, würde ich gerne mithelfen. Denn ich glaube nicht, dass ich mich noch bei meiner Freundin im Haus wohlfühlen würde. Zusammen mit meiner Freundin würden wir entscheiden, was wichtig ist, und was nicht. Was nicht wichtig ist, wird in Müllsäcken gesteckt, in MEINEN Kofferraum des Fahrzeuges gesteckt und von mir auf den Müll bzw in den Kleidercontainer geworfen. Dann wird alles an seinen Platz geräumt und von oben bis unten gewienert.
Dann muss leider die Ansage von der Freundin an die Familie lauten: Leute, heute habe ich nicht gekocht, da ich heute den ganzen Tag damit verbracht habe, euren Mist zu entrümpeln und das Haus / Wohnung zu pflegen. So wie es jetzt ist, soll es bleiben. Alles, was ab sofort nicht auf seinem Platz ist, egal was es ist, oder wem es gehört, wird rigeros entsorgt, da es ja anscheinend nicht mehr gebraucht wird. Wenn euch eure Sachen also lieb und teuer sind, räumt sie in die dafür vorgesehene Plätze oder Schränke, bzw eure Zimmer. Was rumfliegt, fliegt in den Müll. Das gilt auch übrigens für dich, Göttergatte. So einen Saustall will ich hier nicht mehr haben. Das beinhaltet auch, dass ihr mich ein wenig bei der Arbeit unterstützt. Es spricht nichts dagegen, wo vier / fünf Menschen miteinander Leben, auch diese Menschen gemeinsam die Hausarbeit erledigen. (Kleine Arbeitsaufteilung wer macht was) Entweder ihr zieht mit mir an einem Strang, oder aber ich schaue mich nach einer gemütlicheren Bleibe um".
Ist zwar drastisch, hat aber bei einigen meiner Bekannten schon Wunder gewirkt. Auch bei mir. Mein Ältester musste die Erfahrung machen, als ich seinen heißgeliebten Game-Boy und andere Kleinkram in den Müll geworfen hatte. Mache ich heute immer noch so.
Wichtig ist, dass die Dame im Hause es auch ernst meint. Es nützt nix, wenn sie heute eine solche Ansprache macht, und nächste Woche fällt man wieder über den Pröll der Kinder und Göttergatten.

Viel Glück für deine Freundin


Ich würde auch erst mal mithelfen, denn je weiter der Berg anwächst um so weniger kann man sich dazu überwinden, sich mal durchzugraben... (kenn ich selber... wobeis bei mir so schlimm nicht ist, wohne ja allein und kann mich höchstens über meinen eigenen Dreck ärgern :P )

Aber danach musst du echt an deine Freundin appellieren, dass sie sich gewisse Dinge vornimmt und das auch durchzieht.
Mein Vorschlag wäre, z.B. alle Kleidung die der GöGa oder die Kinder gewaschen haben wollen muss auch im Wäschesack landen, alles was irgendwo sonst rumliegt, auch Spielzeug, offene Chipstüten usw., wird ihnen kommentarlos aufs Bett geworfen (nasse Handtücher sind da sehr effektiv! Aber es müssen definitiv die richtigen im richtigen Bett landen!), das nervt nämlich brutal, wenn man abends todmüde ins Bett möchte und erst mal den Müll runterräumen muss und evtl das Bett neu beziehen.

Ich glaube, nur mit Appell, dass die anderen bitte auch mithelfen sollen, erreicht man bei so eingefahrenen Mustern nichts, da muss man schon so unbequem werden, dass es die Schlamper von selbst einsehen, dass man seinen Dreck besser selbst wegräumt, bevor er irgendwo landet, wo man ihn nun gar nicht haben möchte...

Bearbeitet von SpookyAngie am 26.02.2009 10:16:57


Hallo zusammen,
mein Vorschlag wäre eine Putzhilfe. Vielleicht ein zwei Stunden die Woche.
Bei Weiterbildung (Selbstverwirklichung, was ich auch gemacht habe) ist eine aufgeräumte Wohnung da A und O.
Bin fest überzeugt, das wäre auch im Sinne des Partners wenn es eine Dauerlösung gibt.
Grüßle und viel Erfolg :wub:


Zitat (rosemk @ 26.02.2009 10:27:49)
mein Vorschlag wäre eine Putzhilfe. Vielleicht ein zwei Stunden die Woche.

Erstens dürfte das nicht ausreichen, zweitens ist das Grundproblem nicht damit gelöst und drittens kann sich das nicht jeder leisten.

Jeder muss mit anpacken, Kinder sind sogar verpflichtet im Haushalt mitzuhelfen, steht sogar im Gesetz.

Wenn jeder seine Sachen nicht einfach fallen lässt, gibt es auch nicht so viel aufzuräumen. Kinder lernen schon im Kindergarten, ihre Spielsachen wegzuräumen.
Eltern sollten schon von klein auf die Kinder dazu erziehen. Gut, ab einem gewissen Alter wird es schwieriger das durchzusetzen aber es funktioniert.

Alle ran damit die Wohnung bewohnbar ist und bleibt.

§ 1619 BGB Dienstleistungen in Haus und Geschäft

Das Kind ist, solange es dem elterlichen Hausstand angehört und von den Eltern erzogen oder unterhalten wird, verpflichtet, in einer seinen Kräften und seiner Lebensstellung entsprechenden Weise den Eltern in ihrem Hauswesen und Geschäft Dienste zu leisten.



Die Eiklagbarkeit mag problematisch werden, aber ich hab bei meiner Nichte gesehen, dass das Zitieren eben dieses Gesetzestextes zu Einsicht führte.
(Während der 3 Jahre ältere Neffe nur meinte "Dann müssen die Gesetzte eben geändert werden^^)


Zitat
§ 1619 BGB Dienstleistungen in Haus und Geschäft

Genau den meinte ich :daumenhoch:

Den gab ich meinen Kindern, als Sie meinten: Kinderarbeit sei verboten :lol:
Zitat

Während der 3 Jahre ältere Neffe nur meinte "Dann müssen die Gesetzte eben geändert werden


...wird dann wohl Politiker :)

Die Eltern sind aber auch nicht Sklaven, des Ehepartners bzw. der Kinder!

Also alle mit anpacken, dann ist das alles nicht so schlimm.

Zitat (Sparfuchs @ 26.02.2009 11:59:39)
Also alle mit anpacken, dann ist das alles nicht so schlimm.

Das ist uns schon klar... aber wie macht man es denen klar, die sich von der armen Frau den Hintern nachtragen lassen?

Kann mir nicht vorstellen, dass sich ein erwachsener Mann, ders wohl sein Leben lang so gewohnt war, einfach so umstellt und "unbequeme" Dinge wie Aufräumen plötzlich freiwillig nur durch gutes Zureden erledigt...
Er sollte doch jetzt schon tagtäglich sehen, dass die Wohnung immer mehr verkommt und selbst auf die Idee kommen, dass was getan werden muss, aber scheinbar ist das hier nicht der Fall... also mit Logik nicht beizukommen.

ich würde auch zur Putzhilfe tendieren.
Vor Jahren habe ich ähnliches durchexerziert, zwar hatten wir keinen Messiehaushalt aber es war nie wirklich top aufgeräumt und sauber.
Immer am Tag bevor die Perle kam räumten Kinder und GöGa wenigstens so weit auf das der Boder frei war und eine gewisse Ordnung erkennbar war. Schließlich wollte keiner das etwas kaputt ging oder weggeworfen wurde..... ;)

Ein Spruch ist mir noch gut im Ohr: Menno, was ist das ein Streß bevor die Putzfrau kommt!


Kaari


Obwohl ich ansonsten eine sehr soziale Einstellung habe würde ich in diesem Falle keinen Finger krumm machen.

Wie kann man es überhaupt zulassen, dass sich der Partner so entwickelt, dass er mich als "Putze" sieht. rofl

Da hat die Frau wohl selbst den Fehler gemacht - Familientherapie wäre hier sinnvoller.

Ich würde vielleicht noch helfen einen Plan zu erstellen - wer wann welche Aufgabe übernimmt aber putzen und mich danach über mich selbst ärgern - nein danke.

Das Genie beherrscht das Chaos


Zitat (nanamanan @ 26.02.2009 17:23:59)
Wie kann man es überhaupt zulassen, dass sich der Partner so entwickelt, dass er mich als "Putze" sieht. rofl

Da hat die Frau wohl selbst den Fehler gemacht - Familientherapie wäre hier sinnvoller.


Ich glaube ich würde meine Sachen packen und paar Tage wegfahren. Wenn Mann und Kinder die "Bude" aufgeräumt haben und es sauber ist können sie sich ja mal melden.

Ich finde es ist Erziehungssache. Bei Mann und Kindern! Wenn man natürlich alles selbst macht muss sich keiner wundern.

Unsere Kids waren auch mal im "Chaosalter". Wenn sie nicht aufgeräumt haben gabs kein Kino, kein Treffen mit Freunden, und auch mal kein Osternest (fragt nicht wie schnell damals die Kinderzimmer in Ordnung waren).

Mit einer Putzhilfe wird die Faulheit der Bande doch noch unterstützt. Dann hat man endlich jemand der den Dreck wegräumt. Außerdem kostet es Geld!

Deine Freundin soll eine Plan aufstellen was jeder in der Familie zu erledigen hat. Es kann ja wöchtenlich gewechselt werden. Und dabei auch den Mann nicht vergessen. Auch er kann und muss sich an der Hausarbeit beteiligen.

@ Renate,

da hast Du voll und ganz Recht.


Daher würde ich auch als Freundin hier definitiv nicht helfen. Dies ist ganz alleine Familiensache, d.h. Aufgabe der ganzen Familie.

Chaosalter kenne ich auch noch - ist auch mehr oder weniger normal - aber es sollte auch wieder vorbei gehen, jedenfalls die Hoffnung stirbt zuletzt.

Sei gegrüßt Renate :blumen:


Zitat (Renate54 @ 26.02.2009 18:55:30)
Ich glaube ich würde meine Sachen packen und paar Tage wegfahren.

Ein paar Tage werden nicht genügen, frau sollte überschlagen wie lang die Unterhosen, Socken und frisch gebügelten Hemden noch reichen und dann noch 'ne Woche draufschlagen... also wenigstens zwei, besser drei Wochen in der Versenkung verschwinden. Und nichts vorbereiten: keine vorgekochten Mahlzeiten im Tiefkühler, die Vorratsregale nicht auffüllen, den Inhalt der Wäschekiste nicht noch rasch waschen und bügeln etc. sodass Mann und Kinder selber dafür sorgen müssen dass Essen auf den Tisch kommt und saubere Wäsche im Schrank ist. Ein paar Tage sind gleich überbrückt, da trägt man die T-Shirts ausnahmsweise mal zwei Tage und ernährt sich vom Lieferservice oder TK-Menüs. Weh tun tut's frühestens nach zwei Wochen, wenn man im eigenen Müll zu ersticken droht.

Zitat
Mit einer Putzhilfe wird die Faulheit der Bande doch noch unterstützt. Dann hat man endlich jemand der den Dreck wegräumt. Außerdem kostet es Geld!

Sicher hat man dann jemanden, der den Dreck wegräumt, allerdings besteht zumindest die Hoffnung dass es Mann und Kindern peinlich ist wenn eine fremde Person sieht wie sie hausen. Die Putzfrau sollte also, wenn man eine einstellt, auch wöchentlich in die Kinderzimmer geschickt werden.

___

Mieze, wie schaut's inzwischen aus bei deiner Freundin?

Hallo Mieze,

bevor mir noch die Haare zu Berge stehen will ich halt auch
meine Meinung dazu äußern.


Du hast gefragt, ob wir/ich helfen würde und meine Antwort
ist ein ganz klares JA. Es ist deine Freundin, richtig? Sie hat
dich endlich um Hilfe gebeten, hm? Ich würde es tun, sogar
auf die Gefahr hin, dass es bald wieder so aussehen würde.....

Mir ist hier einiges nicht ganz klar, vielleicht verstehe ich das ja
auch falsch. Für mich:

- muss keiner dem anderen "zu Dienste" sein
- muss ich mir keinen Ehemann erziehen

Man sollte ein gesundes Miteinander anstreben. Kinder lernen
nur durchs Vorleben.

Mir stellt sich die Frage, wie es soweit kommen konnte.
Wenn die Haustüre gerade mal so aufgeht, sag mal,
kann man sich da wohl fühlen? Da ist es ja wohl mit Putzen
nicht mehr getan. Ich finde deine Hilfe hier sehr wichtig.

Nochmal, ja, ich würde meiner Freundin helfen. Den Rest
der Familie würde ich auf keinen Fall zur Hilfe zwingen - ganz klar nicht!!
Wenn Mann und Kinder nicht automatisch mithelfen liegt das Problem
nicht an der Reinlichkeit oder am Ordnungssinn der Familie.

Ich würde meiner Freundin lieber heute als morgen zur Seite stehen
und sie unterstützen - schaffe mit ihr eine Wohlfühlgemütlichkeit
und Ordnung, Mann und Kinder werden höchstwahrscheinlich in
Deckung gehen oder doch helfen? Macht kein so ein Aufhebens
um die ganze Sache. Darüber reden könnt ihr ihn gemütlicher
Atmosphäre danach immer noch.

Nun bin ich gespannt was du tun wirst. Eins ist vollkommen klar.
Ich wäre froh, in so einer Situation eine Freundin zu Seite zu haben.

Lieber Gruß
mum87


Darf ich mich mal ein bisschen :offtopic: aufregen?

Wie emanzipiert sind wir hier eigentlich alle, daß wir von "ihrer" Wohnung bzw. "ihrem" Haushalt sprechen?

Nein, ich glaube, daß "er" nicht gnädig "mithilft" sondern in seinem Haushalt und seiner Wohnung seinen Teil beiträgt....

Es ist nicht deine Freundin, die ihre Wohnung nicht im Griff hat, sondern das Paar. Es ist nämlich gar nicht ihre alleinige Aufgabe!

Ich halte es für fatal, wenn wir von eine Frau erwarten, daß sie alles hinbekomt (also Job und Haushalt) und darüber diskutieren, wie sie ihren Mann / die Kinder einspannen könnte....

In welcher Hinterwaldsgesellschaft leben wir denn, in der wir nur von einer Frau erwarten, daß sie das stemmt?

Auch wenn wir hier alle gute Tipps gegeben haben, ich glaube das allerwichtigste, ist es ihr klar zu machen, daß sie nicht "schuldig" oder "alleinverantwortlich" ist.

Irgendwie bin ich grade geistig bei den 70er jahre Werbungen, wo der Geist neben der Hausfrau steht, deren nicht 100% Weiss sind... "siehst du, jetzt hast du ein schlechtes Gewissen..."

grrrrrrr! :werwolfmädl:
Sorry ... das habe ich jetzt gebraucht..... ich tu's auch nicht wieder....

Ach ja, und zur Frage: Helfen würde ich ihr natürlich auch, damit hat das Paar ne Chance, wieder richtig anzufangen, und sich nicht per se überfordert zu fühlen... aber du hilfst nicht Ihr, sondern beiden!


Hallo Mieze,

mußte heute an dich und deine Freundin denken :wub:
Wie habt ihr das Putzproblem gelößt?

Grüßle Lissi


Hmm da hast du recht, das ist echt ein schwieriges Thema.
Ich kenne diese Situation echt sehr gut. Als meine Schwester nach einigen Jahren wieder ein Haus in Deutschland gekauft hat, hatte sie das selbe Problem... total überfordert und sie wurde immer trauriger und unglücklicher..
Ich hab ihr dann meine Hilfe angeboten und zusammen haben wir dann erstmals das ganze Haus gereinigt und alles tip top im Ordnung gebracht,
Ich würde sagen, hilf ihr ein wenig ... das braucht sie jetzt.


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Bearbeitet von Jeanette am 17.02.2010 13:13:18


Das Grundproblem ist, dass es sich der Mann zu einfach macht. Mich würde interessieren, was passiert wenn er nach Hause kommt und Deine Freundin für Ihn nicht gekocht hat (und stattdessen ein Zimmer auf Vordermann gebracht hat) .


Vielleicht sollten beide mal anpacken auch der mann um das chaos zu beseitigen und die wohnung auf vordermann bringen. am ende können ja beide kochen , macht doch sicher mehr spass. zu zweit aufräumen , kochen und essen.
ach und wenn es stauschwierigkeiten gibt in der wohnung muss eben ein neuer schrank her oder ein regal, so teuer sind die auch nicht , schnell mal zu ikea zum beispiel gefahren , regal eingepackt oder noch ander aufbewahrungsmöbel und schon ist wieder ordnung. man muss es sich doch nicht so schwer machen.


Zwei Dinge:

Ich würd erst mal helfen - für so ne Grundreinigung und Entrümpelung ist es schon gut, wenn mehr als zwei Hände anpacken und ein Freundin kann da nie schaden.

Das zweite - wie geht es dann weiter? Nach zwei Wochen wieder das gleiche Chaos? Und der Mann?

Ich kenn die Verhältnisse nicht, aber alles auf den Mann, die faule Socke :) , zu schieben, ist mir auch zu einfach. Wie arbeitet er? Wie sieht es bei deiner Freundin aus?
Du sagst, sie arbeitet genau so wie er und kümmert sich noch um die Kinder (wieviele und wie alt?) und hat dann keine Zeit mehr für den Haushalt. Ich denke, ein genauer Plan - ich bin so ein Planer - ist da von Nutzen. Der Plan setzt natürlich eine Analyse des Ist - Zustandes voraus. Wie steht es mit deiner Zeit - wie mit meiner Zeit? Wann hätten wir auch noch Zeit für Beziehung (oder funktionieren wir nur noch aneinander vorbei)?

Es sind so viele Fragen, die ich an die geschilderte Situation habe, so dass ich keinen anderen Rat geben kann, als erst mal zu helfen und dann die Lage zu analysieren. Zu fragen, nicht voreilig zu antworten. Meist ergibt sich die Antwort von selbst, wenn du die richtigen Fragen stellst - vorurteilsfrei ;) .


Ich würd, ehrlich gesagt, erst mal analysieren und dann den Großputz machen.

Ist der Mann ein Messie? da gibts ja verschiedene Stadien... und auch im Anfangsstadium kann das schwierig sein. Ist der Haushalt einfach schlecht organisiert? Dann muss man schauen - wer kann was zum Haushalt beitragen, und Mama hat die Oberhoheit, die auch drauf schaut, dass die Regeln eingehalten werden.

Ich würde erstmal ein ernstes Gespräch mit meinem Mann und den Kindern führen. Dann käme ein Let's-putz-Wochenende, bei dem alle mitmachen. Oder auch 2 oder 3...

Als Freundin wäre ich da vorsichtig, einzugreifen. Ich bin selber ein Haushaltschaot, und habe oft Hilfe von Oma, aber dadurch ändert sich mein Verhalten nicht im geringsten. Solange ein anderer ab und zu kommt, und das Chaos beseitigt, warum sich ändern?

Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen - ich hab n kleinen Sohn, bin im 5. Monat schwanger und wir bauen seit einigen Monaten ein Haus um. Da siehts in der "alten" kleinen Wohnung einfach etwas saumäßig aus. Wird sich hoffentlich nach dem Umzug ändern, wenn ich auch Stauraum habe, und fertig bin mit "Ausmisten". So, fertig mit Ausreden ^_^

Aber wie gesagt - Putzhilfe von außen (von der Freundin, meine ich jetzt) ist nicht immer die Lösung. Denk- oder Organisationshilfe von außen find ich da besser.

Ich bewundere die Leute, die die Disziplin und Motivation haben, Küche und Wäscheraum und den Rest der Wohnung immer tiptop zu halten... -_-

Gruß
Ribbit


Eine Freundin von mir hatte ein aehnliches Problem, war total ueberfordert und hatte schwere Depressionen. Sie konnte sich nicht zum Aufraeumen bringen, und in dem Chaos wurde sie immr ungluecklicher - einTeufelskreis!! Ich bin dann einfach mal aufgetaucht und habe wie eine Irre da einen Tag lang gewienert und alle schoen gemacht. Es war ein Anfang, denn als es mal so schoen war, wollte sie es auch nicht wieder zumuellen lassen und von da an ging's wieder.
Sie hat dann auch eine Kur gemacht gegen ihre Depressionen und die vielen psychosomatischen Probleme, die sie hatte, und eine der Bedingungen der Kur wr, dass man die ersten 2 oder 3 Wochen Null Kontakt nach drauissen hatte, also erstmal alle nervigen oder bedrohlichen Partner, Verwandten, "Freunde", alles erstmal weg und innerlich zur Ruhe kommen.
Dass Deine Freundin Dich um Hilfe gefrag hat, ist ein gutes Zeichen!! Sie weiss, dass sie's alleine nicht packt, sie gibt ihre Hilflosigkeit zu und vertrut Dir. Ich wuerde ruhig mal hingehn und mit ihr eine Putz-Orgie machen - entgegen der Meinung vieler hier gerne ohne Mann und Kinder, sicher kommen da einige Dinge zur Sprache, die ihre situatin noch besser erklaeren, dann kannst du oihr raten. Das Chaos ist nur ein symptom ihrer kaputten Welt, der Mann scheint das eigentliche Problem zu sein, und das kann/will sie vielleicht (noch) nicht zugeben. Kann ja noch werden, ich wuensch Euch viel Glueck!!
Mir scheint, dass sie "in ihrem Leben aufraeumen will" -- da kommt was in Bewegung, und nach allem, was Du beschriben hast, kann das nur positiv sein. Mag sein, dasss ihre Ehe nicht mehr von langer Dauer ist, aber sie hat ja Dich!!! Bist ihr eine gute Freundin, das ist viel wert!!!


Öhm... clingylimpet, ich finde es etwas gefährlich, hier aus der Ferne zu diagnostizieren, dass der Mann das eigentliche Problem sei, und ihre Ehe vielleicht nicht mehr lange halte. :blink:



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