Flieder: Wer kennt Rezepte?


Hallo ich suche Rezepte mit Flieder! Also diese toll duftenden lila Blüten. Da in den meisten Rezepten Holunder gemeint ist konnte ich noch nichts passendes finden! Hoffe jetzt mal ihr habt paar Rezepte auf Lager!
Danke


Zu Flieder muss ich passen. Kann man den überhaupt essen?


Zitat (Valentine @ 02.05.2009 10:26:56)
Zu Flieder muss ich passen. Kann man den überhaupt essen?

:yes::yes::yes:
Wir haben als Kinder immer die einzelnen Blüten unten an der Spitze ausgesaugt,versucht es mal ist sehr Süß :sabber:

Schau mal hier ;)Da :rolleyes: Fliederblüten-Sirup

Bearbeitet von wurst am 02.05.2009 10:51:02


Zitat (wurst @ 02.05.2009 11:14:44)
Nachtrag! ;)

Hallo zusammen.Ich weiß das man aus diesem Forum noch vieles lernen kann,aber das man Flieder essen kann das habe ich noch nicht gewußt.Ich werde auf alle Fälle einmal den Fliederblüten-Sirup ausprobieren.Danke an alle, die dieses Forum mit ihren Beiträgen so gut füllen.bienerli.

Vielen Dank an euch!
Ich probiere den Sirup auf alle Fälle aus!

Kraeuterhexe1000


Aha... danke, das wusste ich nicht dass Flieder genießbar ist.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle aber mal anmerken, dass es sowohl den "echten" Flieder (Syringa) gibt und die Buddleja davidii, die mancherorts auch "Sommerflieder" oder "Schmetterlingsflieder" genannt wird. Keine Ahnung ob eine Verwechslung der beiden gefährlich werden könnte... Ach ja, und Holunderblüten, aus denen man einen feinen Sirup kochen oder Hollerkücherl backen kann, nennt man teilweise auch "Fliederblüten", die Holunderbeeren kennt man gebietsweise als Fliederbeeren.


Liebes Valentinchen, wie Du schon sagst:
"Flieder" wird mancherorts auch der Holunder genannt (zumindest hier bei uns in Norddeutschland).
Da ist mit "Fliederblütentee" oder "Fliedersaft" verarbeitete Holunderblüte gemeint. "Fliederblütentee" bekam z.B. literarisch durch Hans Christian Andersens "Fliedermütterchen" Unsterblichkeit.
Holunder (Sambucus) gilt als fiebersenkend und schweißtreibend (deshalb gutes Erkältungsmittel).
Unseren nordischen Fliederbeersaft oder Fliederbeersirup (Fliederbeergelee - whatever) kocht man mit viel Zucker aus den reifen Holunderbeeren (September/Oktober, am besten nach dem ersten Frost, wenn die Vögel noch was an den Sträuchern gelassen haben ;) ).
Es gibt auch noch das Rezept der "Fliederküchel", die hat meine Mutter früher gemacht:

Man rührt einen nicht zu dicken Pfannkuchenteig an, da hinein stippt man die frisch geschnittenen Blütendolden des Holunders und fritiert sie in heißem Sonnenblumenöl.
Am Stiel der Dolde hält man sie fest, bis sie ausgebacken sind:
Gleich ganz frisch essen (die ausgebackenen Blüten bis zum Stiel). Evtl. ein wenig in Puderzucker stippen.

Für den Winter macht man den Fliederbeersaft (er muß sehr süß sein) heiß, dann wärmt er selbst bei Windstärke 12 (und ohne Zuschläge) durch. Man kann das Ganze weniger kinderverträglich mit braunem Rum oder einem Amaretto hinein noch toppen.... aber vorsicht! :D

Mein Erkältungsmittel Nr 1 ist Fliederbeersuppe (oder Holundersuppe): Saft erhitzen, mit ein kleinwenig Puddingpulver + Zucker + wer mag eine Prise Zimt binden, Apfel, Birne, Kirschen (was man an Obst so da hat) mit hineingeben und alles knapp an den Siedepunkt bringen. Etwas ziehen lassen.
Da hinein brocken wir Zwieback. Das hilft nicht nur, sondern wärmt und scmeckt auch noch! :sabber:
Süßen tut man mit Honig oder braunem Zucker.

So toll, wie der eigentliche Flieder (Syringa) auch duftet... essen würde ich den nicht unbedingt, die Pflanze ist nicht ungiftig. Obwohl es natürlich Rezepte gibt... auch mit gebackenen Robinien- oder Goldregenblüten, habe ich gehört.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 03.05.2009 05:24:53


Bi(e)ne da hast du noch einiges vergessen:Klick! ;)

Aber echter Flieder scheint wirklich mehr Arznei als Nahrungsmittel zu sein!



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