Selbstgebackenes Fladenbrot: schon lecker, aber...


Halloho!

Heute gabs mal wieder selbstgebackenes Fladenbrot. Je öfter ich das backe, desto besser schmeckt es. So langsam kriege ich die Mengen für Salz und Zucker raus.

Eins krieg ich aber nicht hin: Die Konsistenz, wie sie ein gekauftes Fladebrot hat. So schön fluffig mit großen Luftblasen drin und es schmeckt, auch wenn es ganz frisch ist, leicht zäh.
Meins hat immer die Konstistenz von Brot, so feinporig und zu fest.

Wie krieg ich es hin, daß mein Fladenbrot großporig wird und sich beim druafbeißen anfühlt, wie ein gekauftes?

Ach ja, Rezept könnte noch ganz hilfreich sein:
500gr Mehl, 1tl Zucker, knapp 1EL Salz, 300ml Wasser (lauwarm), 50 ml Olivenöl, 1 Tüte Trockenhefe
alles zusammenkneten, gehen lassen, nochmal kneten, aufs Backblech, ab in den kalten Ofen, und dort, wenn er 225° erreicht hat noch ca. 15-20 min.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir helfen könnt!

Lieber Gruß

knuffelzacht


Kollegin Edit sagt, daß sie noch eine Schale mit Wasser mit in den Ofen stellt.

Bearbeitet von knuffelzacht am 16.08.2009 18:21:23


für das Fladenbrot wie du es aus dem Geschäft kennst fehlt mit noch die Zitronensäure...sonst fällt mir auf das ich Fladenbrotteig wenigstens ein paar Stunden(lieber noch über Nacht) im Kühlschrank ruhen lasse...


Zitronensäure? Hab ich noch nie gehört. Kommt die einfach mit den Zutaten in den Teig? Und wieviel davon? Und ist es die, die es in den kleinen gelben Flaschen in jedem Supermarkt zu kaufen gibt?

Wenn der Teig über Nacht im Kühlschrank lagert, nimmt das nicht die Hefe übel? Ich dachte, die hat es, wenn sie einmal angefangen hat zu arbeiten, gerne schön warm und mag es nicht, wenn sie friert. Hat mir zumindest meine Oma mal gesagt, nachdem ich einen auf die Finger gekriegt habe, weil ich in den Ofen mit dem gehenden Hefeteig geguckt habe.

Ich bin nicht die große Bäckerin und hab gerade ein großés Fragezeichen auf der Stirn stehen. :unsure:


Zitat (knuffelzacht @ 16.08.2009 18:46:31)
..Und ist es die, die es in den kleinen gelben Flaschen in jedem Supermarkt zu kaufen gibt? ...

Nee, das ist ja Zitronensaft.
Zitronensäure ist krümelig, weil kristalin, und es gibt sie in kleinen Tütchen bei den Backzutaten.

an deine Menge würde ich so 2 Teelöffel vom Saft einer frischen Zitrone machen...

und nachdem der Teig ein zweites mal nach dem zweiten gehen durchgewalkt wurde kommt er bei mir in den Kühlschrank...bleibt da für wenigstens ein paar Stunden umd danach wenn er wieder ins Warme kommt um so besser zu gehen und beim Backen blasen zu schlagen...


Ne, man kann Hefeteig auch problemlos im Kühlschrank gehen lassen, über Nacht. Wie das ist, wenn man ihn erst warmstellt, und dann kalt... :unsure: weiß ich allerdings nicht. Ich würd das nicht ausprobieren, dann lieber "nur kalt" gehen lassen.

Was ich am Rezept schwierig finde: den Teig in den kalten Ofen schieben, und wenn der Ofen 225 Grad hat, noch x min drin lassen. Je nach Ofen dauert das doch ganz unterschiedlich? Mein neuer Backofen ist ratzfatz auf 200 Grad, mein alter hat ewig gebraucht. Macht das dem Teig nix?

Ich glaube, die Backdauer und Temperatur beeinflusst doch auch, wie blasig oder fluffig das Brot wird?

:blumen:

p.s. bei mir geht grad garkein Hefeteig auf :labern: weder mit frischer noch mit Trockenhefe. Kann es sein, dass ich zuviel Flüssigkeit dazukippe?? nur so am Rande gefragt... :pfeifen:


Nein Ribbit, es liegt im Moment an was anderem.
Du wirst im September bestimmt wieder einen fluffigen Hefeteig herstellen können.
Ist ne alte Eifelsaga. Hat bei meiner ganzen Damensippe nie geklappt .

Du Knuffelzacht, warum nimmst du keine frische Hefe?


Zitat (Ribbit @ 16.08.2009 18:52:43)
p.s. bei mir geht grad garkein Hefeteig auf :labern: weder mit frischer noch mit Trockenhefe. Kann es sein, dass ich zuviel Flüssigkeit dazukippe?? nur so am Rande gefragt... :pfeifen:

hallo Ribbit, das liegt sicher an deinen Hormonhaushalt(PH wert der Haut)...Frau soll ja auch keinen Hefekuchen backen wenn sie ihre Regel hat

Zitat (Nachi @ 16.08.2009 18:51:16)


und nachdem der Teig ein zweites mal nach dem zweiten gehen durchgewalkt wurde kommt er bei mir in den Kühlschrank...bleibt da für wenigstens ein paar Stunden umd danach wenn er wieder ins Warme kommt um so besser zu gehen und beim Backen blasen zu schlagen...

Das teste ich! Wenn du es immer so machst, muß es ja funktionieren.
Und Zitronensaft... na, im Sommer hab ich immer Zitronen da, ansonsten tuts ja wohl auch die im kleinen gelben Fläschchen. Danke für die Tipps! Beim nächsten Fladenbrot versuche ich das. Also übernächste Woche, wenn ich ausm paar-Tage-Urlaub wieder da bin.

@Schnauf: Du meinst die, die es u. a. vom Dottore gibt zur Einmachzeit? Die ist mir bewußt noch nie aufgefallen, weil ich Zitronensäure immer in 500-gr-Paketen kaufe und die dann zum Entkalken und Putzen nehme. Die ist aber bestimmt nicht Lebensmitteltauglich, oder? ;)

Zitat (Eifelgold @ 16.08.2009 18:58:10)


Du Knuffelzacht, warum nimmst du keine frische Hefe?

Ich trau mich nicht dran *schäm*

Ihr Lieben.. :lol: ich glaub das Hefeteigproblem hatte ich schon vor der Schwangerschaft... :pfeifen: aber schön, dass ich jetzt ne Ausrede habe. Ich versuchs also im September wieder mit Hefezopf, Pizza und auch Fladenbrot (das wär dann ne Premiere).

:blumen:


Zitat (Nachi @ 16.08.2009 18:59:31)
.Frau soll ja auch keinen Hefekuchen backen wenn sie ihre Regel hat

Ist das mit dem schnell säuernden Eintopf während der Regel dann auch kein Ammenmärchen???

Zitat (knuffelzacht @ 16.08.2009 19:06:04)
Ist das mit dem schnell säuernden Eintopf während der Regel dann auch kein Ammenmärchen???

also eine Frau mit der Regel wird auch beim Wursten und ähnlichen aus der Wurstküche verbannt...und das seit Jahrzehnten...also das stimmt schon....

Zitat (Nachi @ 16.08.2009 19:08:35)
also eine Frau mit der Regel wird auch beim Wursten und ähnlichen aus der Wurstküche verbannt...und das seit Jahrzehnten...also das stimmt schon....

oh je... dann muß ich, wenn ich nächste Woche zu meiner Freundin nach Berlin fahre wohl Abbitte leisten... :wub:

Meine Eifeltanten konnten nicht in der Schwangerschaft nen Hefeteig zaubern.
Während der Periodenzeit gingen bei denen nicht die Einmachgläser zu. Das mussten andere Familienangehörigen übernehmen.
Ich würde auch an Ammenmärchen glauben, wenn die Damen es mir nicht selbst erzählt hätten. Vielleicht liegt es ja am Landstrich? :pfeifen:

Ich kann dubioserweise keine Trockenhefe verwenden. Das wird ein einziger Klump. Ich kann aber nicht sagen ob ich damals schwanger war, oder den einwöchigen Beweis hatte, dass ich nicht schwanger war.
Bei mir funktioniert nur Frische Hefe.


Oder versuchs mal mit einen Vorteig ;)

Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe da hineinbröckeln, mit 1 TL Zucker, der Hälfte des lauwarmen Wassers und einem Viertel des Mehls zu einem Vorteig rühren. Die Schüssel mit einem Tuch bedecken und den Teig an einem warmen Platz 15-30 Minuten gehen lassen bis es sich verdoppelt hat. Anschließend mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten.
Werden locker und luftig:
Türkisches Fladenbrot
Aufgeplustertes Fladenbrot - Aisch Baladi :rolleyes:


Genauso mache ich das auch.
Klappt immer.


Zitat (knuffelzacht @ 16.08.2009 19:00:47)


@Schnauf: Du meinst die, die es u. a. vom Dottore gibt zur Einmachzeit? Die ist mir bewußt noch nie aufgefallen

Die Zitronensäure, die von Schnauf und Nachi gemeint ist,
ist extra "zur Verwendung in Lebensmitteln", hab ich grad abgeschrieben.

Kommt bei mir immer in den Holunder- oder Brombeergelee,
damit werden die etwas fester und bleiben besser auf den Brötchen. :D

Zitat (knuffelzacht @ 16.08.2009 18:20:41)
500gr Mehl, 1tl Zucker, knapp 1EL Salz, 300ml Wasser (lauwarm), 50 ml Olivenöl, 1 Tüte Trockenhefe

Ich würd sagen, das ist ein bisschen viel Salz. Probier mal nur einen Teelöffel Salz. Den Backofen während des Knetens auf ca. 50 °C aufheizen. Teig auf's Backbleich geben, in den Ofen schieben, Ofen ausschalten. Halbe Stunde oder so warten, dann hochheizen und backen. Der Teig muss schon Zeit bekommen zum Gehen ;)

Ach ja, und in meinem türkischen Kochbuch steht, dass der Teig sich anfühlen soll "wie ein Ohrläppchen", also er muss relativ weich sein. ist er zu fest, dann geht er nicht g'scheit auf.

Bearbeitet von Valentine am 16.08.2009 22:22:29

Zitat (Eifelgold @ 16.08.2009 19:25:24)
Vielleicht liegt es ja am Landstrich?  :pfeifen:

Wer weiß, wie heisst es in Köln:
"Eifel? Da is doch eh jeder dreifach mit jedem verwandt!"
*duckundweg* :D :wacko: :pfeifen:

Aus den ganzen Posts lese ich jedenfalls heraus, dass Männer die "besseren" Suppenköche, Hefeteigbäcker und Einmachglasbefüller sind :pfeifen:

Bearbeitet von Bierle am 16.08.2009 22:21:41

Bierle, du verhunzt... ;)


Zitat (knuffelzacht @ 16.08.2009 18:20:41)

500gr Mehl, 1tl Zucker, knapp 1EL Salz, 300ml Wasser (lauwarm), 50 ml Olivenöl, 1 Tüte Trockenhefe

ich mache immer nur mein flbrot so 1kg mehl, 1tl zucker, 2tl salz, 750ml warmes wasser, 1pck hefe.

diese konsistens ist sehr fluffig, jedoch geht der teig dann sehr breit von selber.

wenn ich jedoch weniger wasser nehme, dann ist es wie bei dir nicht ganz so großporig, aber sehr lecker.
ihr seit übrigens die ersten denen ich dieses rezeppt verraten habe.
olivenöl zum bestreichen, nix in den teig. dadurch ist es koscher. (wenn man das so schreibt)

schüssel wasser im ofen.

ich denke jetzt mal nicht das ich noch schreiben muß wie der teig zusammen gemengt werden muß.

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alle die noch ihre tage und schwangerschaften sorgen haben ein kleiner tipp von mir, es gibt doch gummihandschuhe, damit kann dem teig nichts passieren.

Bearbeitet von gitti2810 am 16.08.2009 22:39:58

Zitat (gitti2810 @ 16.08.2009 22:37:02)
olivenöl zum bestreichen, nix in den teig. dadurch ist es koscher. (wenn man das so schreibt)

Man schreibt schon "koscher", aber ich hab grad den Eindruck du meinst damit was anderes als das, was das Wort eigentlich bedeutet (nämlich den jüdischen Speisevorschriften entsprechend). Was willst du eigentlich ausdrücken?

Zitat (Valentine @ 16.08.2009 23:28:42)
Man schreibt schon "koscher", aber ich hab grad den Eindruck du meinst damit was anderes als das, was das Wort eigentlich bedeutet (nämlich den jüdischen Speisevorschriften entsprechend). Was willst du eigentlich ausdrücken?

nein genau das wollte ich damit auch sagen, valentine. :)

ich schrieb es weil alle fett ins brot reinmachen, aber gerade im fladenbrot ja kein fett drinnen sein sollte.
so das es eben auch koscher ist.

vielleicht meint sie krosser? :keineahnung:


Zitat (gitti2810 @ 17.08.2009 00:02:14)
ich schrieb es weil alle fett ins brot reinmachen, aber gerade im fladenbrot ja kein fett drinnen sein sollte.
so das es eben auch koscher ist.

hmm, so langs kein schweineschmalz ist, ists doch kein problem, oder?

unser bäcker hier backt die brezeln auch nur mit butter, weil er auch viel an moslems verkauft. schade eigentlich, denn mit schweineschmalz schmeckts schon besser - auch der pizzateig *schlabber* :sabber:

ich weiß bloß das dieses brot, mir schon beinahe aus der hand gef...sen wird.
alle wollten schon das rezept haben.
aber euch habe ich es das erste mal geschrieben.

meine zicke hatte es mal in die schule mitgenommen, (von unserer großen, meiner enkelin) da war es ganz wichtig, weil es viele schüler sonnst nicht hätten essen dürfen.


Zitat (gitti2810 @ 17.08.2009 00:02:14)
nein genau das wollte ich damit auch sagen, valentine. :)

ich schrieb es weil alle fett ins brot reinmachen, aber gerade im fladenbrot ja kein fett drinnen sein sollte.
so das es eben auch koscher ist.

Gitti, ich weiß nicht ob du dich schon mal mit jüdischen Speisegesetzen auseinandergesetzt hast. Eine davon ist zum Beispiel, dass man Milchprodukte und Fleisch nicht gleichzeitig auf den Tisch bringen und verzehren soll. Rinderbraten mit Sahnesoße oder Toast Hawaii sind also nicht koscher.

Öl oder Margarine dagegen sind pflanzlich, genau wie Mehl, Zucker, Kräuter... und pflanzliche Lebensmittel sind durch die Bank neutral. Ein mit Öl oder Margarine zubereitetes Brot oder ein Kuchen mit Öl oder Margarine ist also neutral, egal ob das Öl im oder auf dem Teig ist. Nur Butter dürfte nicht mit rein, denn dann wäre das Brot oder der Kuchen milchig. Ein solches Brot dürfte dann nicht zusammen mit irgendwelchem Fleisch gegessen werden.

Und was Butter vs. Schweineschmalz angeht: das betrifft nicht die jüdische Küche (die würden weder Butter noch Schmalz verwenden, eben damit das Brot neutral ist und sowohl mit Käse als auch mit Fleisch gegessen werden könnte, natürlich mit dem vorgeschriebenen Zeitabstand) sondern die muslimischen Vorschrift, dass Schweinefleisch "haram" (also verboten) ist.

Gitti, nimmst du frische Hefe? Ich hab die Zutatenmengen an meine Bedürfnisse angepaßt. Das "Original-Rezept" (irgendwo ausm Internet, keine Ahnung mehr von wo genau) war auch mit 1 kg Mehl und 1 Tüte Trockenhefe und ansonsten genau das, was du aufgeschrieben hast. Aber das ist viel zu wenig Hefe für die Menge Mehl.

@Bierle: Klar sind Männer die besseren (Ein-)Köche und Bäcker. Liegt aber wohl daran, daß sie meist "dürfen", während die meisten Frauen "müssen". :P

Ich denke mal, ich mach mich nächste Woche nochmal dran, Fladenbrot zu backen. Mit Kühlung, weniger Salz und mal wieder Trockenhefe. Erst, wenns dann auch noch nciht klappt, versuche ich mal Frischhefe. Wenn ich auch der Meinung bin, daß sie kompliziert ist. :wacko:


Knuffelchen, Frischhefe ist nicht viel komplizierter als Trockenhefe, sie ist nur nicht so lange lagerfähig. Für "auf die Schnelle" hab ich immer gern ein paar Tüten Trockenhefe im Haus. (Für Brot genügt übrigens wirklich eine Tüte pro Kilo Mehl).

Frischhefe verarbeite ich so, wie ich es in der Schule bereits gelernt habe: Mehl und sonstige trockene Zutaten in die Rührschüssel. Hefewürfel in eine Tasse, ein Teelöffel Zucker dazu. Kräftig mit einer Gabel zerbröseln und umrühren. Klingt komisch, einen Würfel zu rühren, aber es funktioniert: die Hefe wird in Verbindung mit dem Zucker flüssig! Milch, Wasser oder was sonst an Flüssigkeit gefordert ist mit der Hefe verrühren, alles in die Mehlmischung kippen, verkneten. Ein Fladenbrot kann man jetzt schon formen und dann mit einem Geschirrtuch abdecken (oder in den vorgewärmten Backofen packen) und gehen lassen.

Für Hefekuchen, Hefezopf etc., wo viel Butter/Margarine, Nüsse, Mandeln, Rosinen und so weiter drin sind braucht man einen Würfel pro Pfund Mehl, bei Brot genügt ein Würfel pro Kilogramm Mehl.


Zitat (gitti2810 @ 17.08.2009 00:02:14)
nein genau das wollte ich damit auch sagen, valentine. :)

ich schrieb es weil alle fett ins brot reinmachen, aber gerade im fladenbrot ja kein fett drinnen sein sollte.
so das es eben auch koscher ist.

es dürfte ruhig öl im brot sein. dadurch wäre es nicht unkoscher.

es gibt jedoch ein brot, dessen herstellung von einem gelehrten arg penibel überwacht wird. das sind die matzen, kleine, dünne fladen.

sie sind ein wenig wie weicheres knäckebrot. für das pessach-fest ist es sehr wichtig. doch man isst es auch an anderen tagen.

es muss in 18 minuten hergestellt worden sein. von der sekunde an, in der der teig zubereitet wird bis es den ofen verlässt. denn nach dieser zeit beginnt die gärung. es wäre gesäuert. und damit nicht mehr koscher für das pessach-fest.

Zitat (seidenloeckchen @ 19.08.2009 22:15:19)
es muss in 18 minuten hergestellt worden sein. von der sekunde an, in der der teig zubereitet wird bis es den ofen verlässt. denn nach dieser zeit beginnt die gärung. es wäre gesäuert. und damit nicht mehr koscher für das pessach-fest.

ok dann habe ich wohl doch übertrieben :o
aber das wort ist bei meiner tochter in der schule gesagt worden und da ich es nicht besser wuste habe ich es auch weitergesagt. :(

aber ich habe es zum schulanfang gestern gemacht, 3 stück von einen kilo mehl.
die sind alle.

ich könnte mir vorstellen, wenn ich es noch weicher machen würde das ich das dann damit schaffen könnte.

danke seidenlöckchen, nun weiß ich genau bescheid. :wub: :blumen:

Also, "koscher" bedeutet, dss da keine Zutaten drin sind, die gegen die juedischen Ess-Vorschriften verstossen. wie Schwein, schuppenloses Meeresgetier, Muscheln etc.
Aber in der Tora , der Matzo (oder Matzenbrot auf deutsch), das ist Brot dass ohne aufgehen (also ohne Hefe) gebacken werden musste, aus Zeitmangel, als die Juden fliehen mussten. Dhaer gings nicht auf und uwrde Fladenbrot.
Das ist aber nicht "koscherer" als Brot mit Hefe, nur wird es als Erinnerung an diese Flucht ohne Hefe gebacken und am Sabbat gegessen, um an diese Flucht zu erinnern. ist ne Tradition. Heisst nicht, dss Juden kein Brot mit Hefe essen duerfen...
Brezeln, Bagels, das sind alles Gebaecke, die im Judentum ihren Anfng hatten, Und alle mit Hefe.


es geht nicht um hefe. oder brot im allgemeinen. sondern nur um matzen. auch gläubige juden verspeisen nahrungsmittel mit hefe.

dieses brot darf nicht gären. dann wäre es unkoscher. doch es wird nicht immer gegessen. für die meisten ist es kein alltägliches nahrungsmittel.

koscher bedeutet nicht nur, dass darin nichts enthalten sein darf, was nicht den speisegesetzen folgt. auch die geräte zum zubereiten müssen koscher sein. das besteck, die teller und alles andere.

die strenggläubigen jüdischen gäste bei meiner hochzeit sorgten selbst für koscheres geschirr und besteck. und machten auch die hochzeitstorte. da jeder gast etwas davon essen sollte. und wir nicht zwei haben wollten. :hihi:



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