Durstkugeln: taugen die was?


Als bekennender UnGärtner, der sich aber keine Plastikblumen aufs Fensterbrett stellen will, mal eine Frage:
Hat von euch jemand Gieß- oder Durstkugeln im Gebrauch und kann eine Empfehlung abgeben?
Bei einem Antigründäumling wie mir würden die Teile so manche Pflanze vor dem Ertrinken/Vertrocknen bewahren. :ph34r:


Für kleinere Pflanzen respektive Töpfe sind solche Durstkugeln was Feines, da haben sie nur einen einzigen Fehler: sie sind zerbrechlich...

Für große Pflanzkübel dagegen, die man im Sommer normalerweise auf Balkon oder Terrasse hat, sind die Dinger für meine Bedürfnisse zu klein. Wir haben einige Kübel mit Bougainvillea, Hibiscus etc. (ca. 30 Liter Töpfe), da nehm ich lieber richtig große Flaschen wenn ich im Voraus weiß, dass ich nicht täglich zum gießen komme. Das dürfen dann gern die 2-Liter-Limoflaschen aus dem Discounter sein. Sieht zwar nicht besonders hübsch aus, aber wenn ich eh nicht daheim bin, seh ich es ja auch nicht.

Für Kandidaten mit ausgeprägtem braunem Daumen sind Hydrokulturpflanzen auch ganz gut: da braucht man nur halbjährlich einen Spezialdünger reinkippen (im Kalender vermerken, wann's wieder fällig ist!), und wann man Wasser auffüllen muss sagt der Wasserstandsanzeiger.


Ich habe so eine Blumendurstkugel vor Jahren mal geschenkt bekommen - wunderschön anzusehen und wohl auch nicht billig... aber ehrlich, in Entzückensschreie bin ich bisher darüber noch nicht ausgebrochen.
Sicher, das Ding ist zweifellos dekorativ, aber bei empfindlicheren Sachen wie meinen Orchis z.B. unbrauchbar, die wollen individuell und nicht von einer Glaskugel versorgt werden und dürfen es sowieso nicht permanent feucht haben.
Kakteen - versteht sich von selbst, daß denen auch die durstbekugelten nassen Füße nicht bekommen.
Säufern wie Gummibaum oder Benjamin, Dieffenbachie, Bromelie und Efeutute jedoch frommt dieses Utensil - man macht bei denen zumindest nix falsch damit. :)

Es kommt halt auf die Blumen an, lieber Hami, welche Du hast und mit den Durstkugeln bestücken willst.
Einen Nachteil haben die Kugeln: man kriegt sie nicht wirklich sauber, da der Hals sehr eng ist und sich über die Zeit vom Wasser und der Erde, wo sie reingesteckt werden, innen Ablagerungen bilden können ... mit der Zeit fangen sie innen an, schmadderig auszusehen bei regelmäßiger Verwendung.

Fazit: Kaufen würde ich mir keine, aber die geschenkte steckt am Gummibaum und beide führen eine gedeihliche Koexistenz.
Die Kugel ist dankenswerterweise aus relativ blickdichtem Grünglas, so daß auch gewisse inwändige Pekigkeit nicht gleich auf den ersten Blick augenfällig wird.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 28.11.2009 16:06:01


Zitat (Hamlett @ 28.11.2009 14:30:53)
... Antigründäumling ...

Dieses Wort muss ich mir merken... :pfeifen: rofl

Ich hab mir diese Wasserspender aus Ton mit "Kabel" dran gekauft. Das Ende des "Kabels" kommt in ein Glas Wasser. Je nach Pflanze kann man da mehrere Spender in die Erde stecken. Das Glas stelle ich auf die Erde oder, habe ich auch schon gemacht, stecke eine Flasche beim Umtopfen gleich in die Erde rein.

In die Spender kommt Wasser, aber wenn man mal vergisst, Wasser in die Gläser nachzufüllen und die Enden des "Kabels" im trockenen liegen, dann ist auch der Spender sehr schnell innen trocken, d. h., dass, auch wenn man Wasser in die Gläser nachfüllt, der Wasserfluss gestört ist, kein Wasser mehr nachläuft. In diesem Fall muss man alle Spender des betreffenden Glases rausziehen, mit Wasser füllen und wieder in die Erde stecken.

Aber sonst eine echt feine Sache :D

Ich wollte vorhin in die Flasche des Dickblattgewächses (ist in einem Einkaufskorb, wenn man Wasser reingießt, kommt es gleich unten wieder raus, da ist dieser Wasserspender super, da passiert sowas nämlich nicht) Wasser gießen und fand die Flasche nicht mehr. Die ist richtig eingewaschen. Wenn ich mal kein Wasser mehr nachgießen kann, weiß ich, dass vor einiger Zeit die Flasche mal wieder komplett leer war und der Wasserfluß unterbrochen ist. Dann kann ich die eingewachsenen Spender auch noch suchen.


wenn ich jetzt ein Wort davon verstanden hätte.....

Also Bewässerungssysteme muß man auch bewässern, und Weidenkörbchen sind nur bedingt geeignete Pflanzgefässe?


Zitat (lucky ohne strike @ 28.11.2009 19:06:28)
wenn ich jetzt ein Wort davon verstanden hätte.....

Also Bewässerungssysteme muß man auch bewässern, und Weidenkörbchen sind nur bedingt geeignete Pflanzgefässe?

Ich wusste es doch: keiner versteht mich :heul:

Zitat (SissyJo @ 28.11.2009 20:37:36)
Ich wusste es doch: keiner versteht mich :heul:

stelle doch ein bild ein und schon ist es klar, ich habe es auch nicht kappiert :trösten: :wub:

Ich krieg die Internetseite hier nicht eingestellt :heul:

Wenn man unter ebay "Wasserspender" eingibt, findet man genau die, die ich meine, 10 Stück für 15,50 Euro. Bei BayWa hab ich die kürzlich auch gesehen. Ich habe meine von Plus. Auch die "Wasserspender aus Ton" weiter unten hatte ich schonmal, aber die lösten sich nach einiger Zeit von oben herab auf! Kein Witz. Vielleicht ist das Wasser bei uns hier zu hart.


Zitat (lucky ohne strike @ 28.11.2009 19:06:28)
wenn ich jetzt ein Wort davon verstanden hätte.....

Also Bewässerungssysteme muß man auch bewässern, und Weidenkörbchen sind nur bedingt geeignete Pflanzgefässe?

Ich mach den Erklärbär...

lucky, Du hast es richtiger verstanden, als Dir vermutlich im ersten Moment bewußt war. :yes:
Ganz genau das war gemeint.

Jedes Bewässerungssystem muß man natürlich irgendwie selbst bewässern :lol: sprich: speisen.
Nein, nicht füttern, sondern für den Wassernachschub , den das System weitergeben soll, sorgen.

Die Blumendurstkugel muß man auch nachfüllen, denn Pflanze und Erde "trinken sie aus" (und wenn sie trocken stehen, ziehen sie sich auch etwas in die Erde hinein, wo sie stecken, stimmt, Sissy Jo!).

Hier gibt es über die sogenannte "Urlaubsbewässerung" für Pflanzen auch prima was zu lesen. :)

Und last not least: Weidenkörbchen sind zwar sehr dekorativ, aber als Pflanzgefäße eher für Orchideen was, denn bei denen muß das Wasser nach dem Tauchbad oder Gießen sofort ablaufen - und alles muß umfassend wieder abtrocknen können.
So machen sie perfekten Sinn, nach dem Tauchen stellt man sie eine Weilchen auf ein paar alte Zeitungen und kann sie danach schön wieder aufhängen - nix kleckert mehr.

Für andere Pflanzen sind sie eher unpraktisch - man müßte schon häufig gießen, weil sie so schnell abtrocknen dann kleckert alles samt Erde wieder unten raus - logisch - und veranstaltet eine bildschöne Sauerei.


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