Dörrautomaten: Worauf muss ich achten?


Hallo!

Die Erntezeit hat mir gezeigt, dass es sich lohnen würde, ein Dörrgerät anzuschaffen, da das Trocknen Backofen doch auf Dauer recht leidig ist. (in meinem Fall geht es vor allem um Pilze, Chilis, Äpfel, Tomaten, ggf anderes Obst)

Nun habe ich aber gesehen, dass es sehr große preisliche Unterschiede bei den Geräten gibt. Zudem schreiben sich einige Hersteller auf die Kappe, dass ihre Geräte besonders leise sind, woraus ich schließe, dass es wohl auch sehr laute gibt.

Leider habe ich hier in den Elektromärkten schon geschaut, dort gibt es keine entsprechenden Geräte, oder die Auswahl ist sehr begrenzt. Ich müsste sie im Internet bestellen. So ist es kaum möglich, sie einmal richtig anzuschauen, anzufassen und auszuprobieren.

Habt ihr besondere Tipps, worauf ich beim Kauf achten sollte? Macht der Preis tatsächlich einen Unterschied? Taugen die billigen nichts oder kann man für den Gelegenheitsgebrauch ruhig auch darauf zurückgreifen?
Oft sind die billigen kleinere Geräte, die wiederum in einer kleinen Küche leichter unterzubringen sind, als echte Profigeräte.

Lange läuft so ein Gerät eigentlich im Durchschnitt? Lohnt sich die Anschaffung überhaupt im Vergleich zum Backofen (da dauert es manchmal Stunden auf der niedrigsten Stufe)? Geht es schneller und unkomplizierter?

Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Viele Grüße
Schelmin


Hallo Schelmin, ich möchte mir auch einen Dörrapparat anschaffen, deshalb kommt Deine Anfrage wie gerufen; hoffentlich antworten ganz viele mit ganz tollen Tipps.

Ich lass ich mir einen von meinem Schatz zu Weihnachten schenken, der kennt sich bestimmt mit technischen Details im Internet aus. Falls Du bis dahin noch keine Entscheidung getroffen hast, werde ich berichten.


1. kommts drauf an, wieviel Du immer verarbeiten willst. Wenn Du das nur ab und zu mal... dann reicht auch ein günstiges Gerät. Wenn Du regelmäßig und viel machst, würd ich mir auch mal Halb-Profigeräte ansehen.

2. kommts drauf an, wie hoch Dein Budget ist.

Ich selbst hab den Rommelsbacher, und bin mit 4 Etagen (man kann bis zu 6) ganz gut zufrieden. Baugleich mit dem ist der von der Firma Bielmeier. Der wäre auch etwas günstiger. Das gute an dieser Art Gerät sind die 3 Temperaturstufen, und ich find es auch gut, daß die einzelnen Etagen nicht aus nem Netz bestehen, sondern fest sind. Bei Netzen hätt ich immer die Angst, daß es mal zerreißt. Außerdem kann man bei Netzen kein Fruchtleder herstellen *schleck*
Allerdings haben Netze den Vorteil, daß die Luft leichter ans Dörrgut kommt, und es schneller geht.

Wenn Du mehr machen und ausgeben willst kannst Dir auch mal den Excalibur ansehen.

Die Dauer hängt natürlich immer ganz davon ab, wieviel Wasser im Dörrgut vorhanden ist. Bei ner Wassermelone dauerts wirklich ewig, dafür gehen Pilze und Kräuter wesentlich schneller.

Bearbeitet von Wyvern am 21.10.2013 13:47:59


Schelmin, ich weiß nur, dass Ribbit sich vor einiger Zeit, einen zugelegt hat.

HIER kannste noch mal nachlesen. :)


Danke schon mal für die Tipps.

Hm, Budget... es soll schon was taugen, aber allzuviel auszugeben, wäre sicher auch Unsinn.
Wir würden es eher gelegentlich benutzen, vielleicht einmal im Monat. Im Herbst zur Erntezeit wahrscheinlich am ausgiebigsten.

Als plötzlich das Thema Lärm/bzw extra leise angesprochen wurde, musste ich an meine Eismaschine denken, die ich kaum benutze, weil sie 45 Minuten lang ohrenbetäubend vor sich hinkreischt. Sowas könnte ich nicht brauchen.

Wassermelone trocknen? :o

Nein, wie gesagt, es wäre eher für Chilis, Paprika, Äpfel, Kräuter, Pilze, Tomaten (ohne Kerngematsche). Bananen/Kokoschips, falls das auch geht.
Im Backofen ist das schon eine ziemliche Energieverschwendung, da es stundenlang auf kleinster Stufe bei offener Tür vor sich hintrocknet.
Trocknen an der Luft bringt es auch nicht. Außerdem steht der Kram ewig herum und nimmt Platz weg.


Dann empfehle ich den Rommelsbacher/Bielmeier. (je nachdem wer grad günstiger ist) http://www.amazon.de/ROMMELSBACHER-DA-750-...t/dp/B0002HOOIK
Der braucht weniger Strom als der Ofen, und wenn man sich noch 2 Etagen dazu kauft, kann man auch ne vernünftige Menge verarbeiten.
Ich sag aber gleich dazu: Das Gerät ist auch schon ein ganz schöner Kasten. Man sollte schon den Platz haben, um das bei Nichtgebrauch zu verstauen.

Bearbeitet von Wyvern am 21.10.2013 21:35:09


Wir haben uns nun für den von Bielmeier entschieden. Bin mal gespannt, noch haben wir ihn nicht ausprobiert. Er kam heute erst bei uns an.
Laut Amazon-Rezension passen auch die Aufsätze von dem Rommelsbacher dazu (was kein Wunder ist, wenn sie baugleich sind). Die sind beim Nachkaufen im Gegesatz zu dem Gerät billiger, als die von Bielmeier.
Kann das jemand von euch bestätigen?

Zitat
Das Gerät ist auch schon ein ganz schöner Kasten. Man sollte schon den Platz haben, um das bei Nichtgebrauch zu verstauen.

Puh, ja, als der Paketmann heute kam, hab ich ganz schön geguckt. Ich kannte zwar die Maße, aber wenn man es vor sich sieht...
Er wird schon seinen Platz finden.

meiner ist von ebay- britische firma und vergleichsweise billiges imitat (immernoch 200+) mit verschiedenen etagen, timer, temperatureinstellung.. riesig, ja- steht auf dem kühlschrank :)


Stimmt, auf dem Kühlschrank, das ist ein guter Tipp. Dort ist er aus den Füßen, bleibt aber trotzdem griffbereit. Im Moment lagern wir dort unsere Küchenrollenvorräte, aber für die lässt sich sicher leichter ein anderer Platz finden.


Ja, die Etagen vom Rommelsbacher passen auch auf den Bielmeier. Allerdings sollte man nicht mehr als 6 übereinander stapeln, sonst reicht die Leistung des Geräts nimmer aus um alles richtig zu erreichen.
Wobei ich mir da auch vorstellen könnte, daß es da ne gewisse Toleranz gibt, und vielleicht auch 7 oder 8 gehen könnte. Beschwören würd ich das allerdings nicht.


Ich schaue sowieso erstmal, ob die vier Etagen nicht ausreichen. Bislang hatten wir auch nicht mehr Spielraum, als 2-3 Backbleche, und es ging.
Allerdings kommt man mit den neuen Möglichkeiten vielleicht auf ganz neue Ideen, über die man zu "Backofen-Zeiten" nie nachgedacht hat. Und dann wird's knapp.



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