Ein eigenes Pferd kaufen


Hey, ich bin jetzt gerade 17Jahre alt geworden und hätte wirklich sehr gerne ein eigenes Pferd. Ich bin eine erfahrene Reiterin,die nun seit 7 Jahren kontinuierlich dabei ist. Ich bin 5Jahre lang im Schulbetrieb geritten und hatte 3mal die Woche Unterricht und war auch sonst sehr oft im Stall.Nebenher hatte ich auch noch ein Rentnerpferd um das ich mich 1Jahr lang gekümmert hab, bis es dann in ein Pensionsstall gekommen ist.Danach hab ich mich um ein sehr schwieriges Schulpferd gekümmert,auch als es gelahmt hat und ich es immer wieder aufbauen musste. Vor etwa 1 1/2 Jahren bin ich dann ein Pferd von einem Trainer geritten und hab ihm geholfen es mit auszubilden. Dieses Pferd ist mir wahnsinnig ans Herz gewachsen und ich bin es 4xpro woche geritten und in den Ferien jeden Tag. Ich habe wahnsinnig viel Erfahrung mit diesem Pferd gesammelt und bin auch auf Turniere gegangen.Letztenendes wurde es dann verkauft,was mich persönlich sehr schwer getroffen hat.Seit diesem Zeitpunkt wünsche ich mir ein eigenes Pferd und ich hatte im Prinzip 1Jahr lang Zeit mir zu überlegen,ob ich das auch wirklich möchte. Mir ist bewusst,was für eine finanzielle Verantwortung das ist und ich würde auf jeden Fall auch was dazu beisteuern.Mein Vater würde mich unterstützen wobei meine Mutter nicht wirklich davon überzeugt ist.Jetzt wollte ich gerne mal hören,was hier so darüber gesagt wird oder welche Meinungen geäußert werden.
Vielen Dank schon mal im Voraus.


Also ich persönlich halte nicht viel davon.

Wir hatten hier vor einiger Zeit mal einen Fred, da wollte eine vierzehnjährige (oder sowas) unbedingt ein eigenes Pferd. Dass die hier nicht auf viel Gegenliebe stieß, kann man sich vorstellen.
Natürlich kann man keine 14-jährige mit einer 17-jährigen vergleichen :rolleyes: , aber trotzdem ist es ähnlich.

Wie ich das verstehe, ruht die finanzielle Verantwortung auf deinen Eltern. Du sagst, du willst etwas beisteuern. Wo nimmst du das Geld her? Hast du dann noch Zeit für einen Nebenjob?
Gehst du noch zur Schule? Was wird nach der Schule sein? Ausbildung, Studium? Das ist noch zeitaufwändiger als die Schule. Und bringt auch nicht unbedingt Geld ein.

Du schreibst, deine Mutter sei noch nicht ganz überzeugt... es ist unwahrscheinlich, dass du sie überzeugen wirst, s.o.
Sowas klappt m.E. nur, wenn beide Eltern sich für sowas interessieren oder wenigstens eins und voll und ganz hinter dir stehen.

Es ist schon mal positiv, dass du viele Erfahrungen hast und das seit sieben Jahren durchziehst, das erhöht die Chance, dass du es auch in sieben Jahren und nochmal sieben Jahren immer noch interessant findest.

Naja, meine persönliche Meinung. Mit 17 kann noch so unglaublich viel passieren, da sollte man sich nicht unbedingt so was aufwändiges und teures wie ein Pferd zulegen.


vielen dank erstmal :)
ja ich gehe im Moment noch zur schule und in zwei jahren schreibe ich Abitur. Darüber habe ich mir auch schon einmal Gedanken gemacht. Was nach der Schule ist etc. Ich persönliche möchte eigentlich nicht studieren und mir ist natürlich bewusst,dass man mit Pferden nicht viel Geld verdienen kann.Jedoch steuer ich im Moment auf den Trainerschein C zu. Das heißt,dass ich selber Unterricht geben kann und somit dann auch das Pferd mitfinanzieren möchte,wenn ich eh schon im Stall bin. Wenn ich zum Beispiel eine Woche jeden Tag Unterricht in meinem Stall geben würde,bekäme ich so um die 150Euro. Unteranderem habe ich auch Angebote von Privatbesitzern bekommen,die wollen,dass ich mich um ihre Pferde kümmer und dafür auch noch Geld bekomme. Natürlich würde sich dann die Frage stellen,ob ich dann überhaupt noch Lust habe mein eigenes zu reiten. Ich bin mir eigentlich sicher,dass ich das noch hätte,denn ich habe mich früher um wahnsinnig viele Pferde gekümmert und hatte auch noch immer Lust meinen Liebling von den Schulpferden zu reiten.


also das vernünftigste wäre natürlich, noch bis nach dem Abi zu warten und dann erstmal zu sehen, wo du landest... wenn du wirklich was mit Pferden machen willst (Ausbildung zur Pferdewirtin oder so), dann ist es normalerweise kein Problem, sein eigenes Pferd da mit hinzunehmen, kenne einige, bei denen das so klappt. Wenn du allerdings doch studieren willst oder ne andere Ausbildung machen könnte es schon schwierig werden... Wenns finanziell möglich ist und deine Eltern unter Umständen auch bereit wären, das Pferd allein zu finanzieren, falls es auch irgendwelchen Gründen mal nicht klappen sollte, dass du selbst was dazuverdienst (die ganzen Jobs die du ansprichst, sind nunmal keine Festanstellungen - sprich, wenn du vom Pferd fliegst, dir beide beine brichst und mehrere Woche nicht arbeitest, kommt auch mehrere Wochen kein Geld), spricht aus meiner Sicht nix dagegen. Mit 17 kann man durchaus reif genug sein für sowas und sich selbst gut genug kennen, um nicht plötzlich das Interesse zu verlieren, weil man sich z.b. verliebt oder so. Ich kenn dich persönlich nicht, aber du machst das jetzt schon so lange, das wirkt auf mich nicht nach einer "ich hab in der Wendy gelesen, dass Pferde toll sind und jetzt muss ich eins haben"-Phase. Nur wie gesagt, deine Eltern müssen voll dahinter stehen.


Puuuuh... also, wenn der finanzielle Background stimmt und wenigstens ein Elternteil die Aktion unterstützt, dann macht's das schon mal leichter. Wir hatten hier schon ein paar Mäuse von 13, 14, 15 Jahren die unbedingt von uns Argumente haben wollten um beide Eltern zum Kauf eines Pferdes zu überreden. Meine Meinung: Eltern kann man nicht überreden, man kann nur versuchen sie zu überzeugen.

Die Finanzierung hast du dir offensichtlich schon halbwegs durchdacht. Nur was machst du, wenn das Pferd ernsthaft krank wird und eine aufwändige tierärztliche Behandlung benötigt? So ein Tier kann schnell zur lebenden Spardose mutieren!

Dir ist sicher auch klar, dass du, wenn du dir ein Tier zulegst, für viele Jahre die Verantwortung hast. Was, wenn du deine Prioritäten irgendwann mal anders setzt, einen Partner hast, eine Ausbildung machst (Studium, Lehre oder was auch immer)? Das Pferd hat immer Bedürfnisse und braucht dich. Du kannst es dann schlecht wie einen Wanderpokal weitergeben...


hier geht es einige Seiten lang um eigene Pferde.

Bearbeitet von Valentine am 26.02.2010 17:03:50


Zitat (Valentine @ 26.02.2010 16:52:57)


Dir ist sicher auch klar, dass du, wenn du dir ein Tier zulegst, für viele Jahre die Verantwortung hast. Was, wenn du deine Prioritäten irgendwann mal anders setzt, einen Partner hast, eine Ausbildung machst (Studium, Lehre oder was auch immer)? Das Pferd hat immer Bedürfnisse und braucht dich. Du kannst es dann schlecht wie einen Wanderpokal weitergeben...

Das ist definitiv richtig, und man darf natürlich nicht das Interesse verlieren, aber wenn man mal ne Weile nicht jeden Tag zeit hat, kann man auch eines der 14jährigen Mädels, die ihre Eltern nicht überzeugt haben, zur Pflege engagieren, da haben alle was davon. Also man muss für ein eigenes Pferd nicht 20 jahre lang 24/7 Zeit haben, damit es dem Pferd gut geht..

... ich würd mir auch gern ein Pferd kaufen wollen, aber leider hab ich nur kleine Geld- und Gefrierschränke... :pfeifen: :pfeifen: :pfeifen:

Bearbeitet von Ludwig am 26.02.2010 17:15:57


Ja es wäre natürlich sinnvoller bis nach dem Abi zu warten. Jedoch habe ich einen relativen Druck,der von der Schule ausgeht und ich für mich persönlich brauch natürlich auch meinen Ausgleich. Meine Mutter meinte dazu auch schon einmal,dass ich mir für den Ausgleich auch eine RB besorgen könnte. Natürlich hätte ich die Möglichkeit dazu , doch man baut einfach eine andere Beziehung zu dem Pferd auf, als wenn es das eigene wäre. Und dazu hat man kaum Entscheidungsfreiheit. Das mit dem Verletzten stimmt natürlich. Ich hatte so eine Situation letztes Jahr, wo ich mir bei einem Pferdesturz das Wadenbein gebrochen hatte. Ich habe über die Jahre hinweg Geld angespart für Fälle wie diese,wenn ich nicht mitfinanzieren kann ( wobei des für meine Eltern kein Problem ansich wäre das einige Monate auch alleine zu finanzieren. Wie gesagt mein Vater unterstützt mich in dieser Sache) Nein,eine Phase ist es bestimmt nicht (: Ich kenne viele, die das Interesse verlieren oder aus Laune heraus ein Pferd wollen. Ich habe mir das sehr gut und gründlich überlegt und habe nie den Spaß dabei verloren, auch als ich mich 2 Monate um ein Pferd gekümmert hab,das gelahmt hat,dann in der Klinik stand etc.
Dass ich mein Pferd für die nächsten Jahre habe dessen bin ich mir auch bewusst. Ich habe vor, nach dem Abitur eben wie gesagt etwas mit Pferden zu machen. Ich hätte auch die Möglichkeit nach dem Abitur mit dem Pferd zu einem Trainer zu gehen und eine Ausbildung zu absolvieren.


Die Freundin meiner Tochter hat ein Pony, ihre Mama hat auch eins. Mann o Mann, jeden Tag in den Stall, füttern u.s.w, aber das weißt Du ja.

Meine Nachbarin reitet seit Jahren, früher sogar auf Turnieren. Letzlich haben wir übr dieses Thema gesprochen. Sie sagte mir dann, dass sie gerne wieder ein eigenes Pferd hätte und das Geld zum Kauf so wie zum Unterhalt da ist. Aaaaaaaber, das Pferd darf nicht krank werden, denn da kommt sehr schnell sehr viel zusammen.

Ich kann schon verstehen, dass Du gerne eine eigenes Pferd hättest, aber in deiner jetzigen Situation würde ich da die Finger von lassen.
Es gibt doch immer Pferdebesitzer die eigentlich kaum Zeit für ihr Tier haben. Wäre so eine Pflege nichts für dich?


Also wenn das finanzielle wirklich gesichert ist - mir klingt das sehr vernünftig was du da sagst :)


Hallo Sissii, ich bin 27 und mein Traum war es auch immer, ein eigenes Pferd zu BESITZEN. Ich habe mit 6 Jahren angefangen mit Voltigieren und mit 11 habe ich das Reiten angefangen. Mein Traum hing an meinen Wänden, als Kind und als Teenie. Die Poster von den 4 beinigen Schönheiten ließen mich immer im Glauben, irgendwann hast du dein Pferd....Meine Eltern haben mir das immer ausgeredet, es ist zu teuer, wo willst du das hinstellen usw.
Mit 21 bin ich nach Österreich gezogen, zu meinem Freund und habe hier neue nette Leute kennengelernt, unter anderem habe ich eine Freundin, die schon lange ein Pferd hat und durch sie bin ich dann auch wieder zum Reiten gekommen. Schließlich hat sie mich auch dazu bewegt, meinen Traum wahr zu machen. Eigentlich wollte ich immer einen Friesen haben, schließlich ist es aber ein Isländer-Shetlandpony Mix geworden.....
Jetzt steht er da, auf der Koppel an unserem Haus und ich bin so froh, dass ich ihn habe. Zwar gehört uns die Koppel nicht, aber ich zahle auch nicht viel Miete, dafür muss ich alles selber machen. Ausmisten, Füttern, Zäune reparieren usw. Das geht auch schön ins Geld. Hinzu kommt der Tierarzt mit Impfungen und Untersuchungen, der Hufschmied und vergiss die Versicherungen nicht. Egal, ob das Pferd privat irgendwo steht oder ob du es in einem Reitstall unterstellst, es geht tief ins Portemonnaie und man braucht Zeit, sehr viel Zeit. Immerhin willst du das Vertrauen des Pferdes gewinnen und das schafft man nur mit viel Arbeit und mit viel Geduld, aber ich glaube, du weißt das selber ;) Aber wenn du den Moment genießen kannst, Ausreiten zu gehen, mit deinem Pferd einfach auf der Koppel toben und ihnen dabei zusehen kannst, was sie den ganzen Tag so treiben, ist es eine Belohnung für alle Mühen und ich bin froh, länger gewartet zu haben und nichts zu überstürzen. Jari ist ein treuer, aufmerksamer Wallach, den ich niemals missen werde...
Ich kann dir nur folgenden Rat geben. Überlege es dir gut, warte und informiere dich. Kauf niemals überstürzt und schau dir an, wo die Pferde herkommen. Am besten ist es, wenn du bis nach deinem Abitur wartest und einen festen Job hast, dann liegst du deinen Eltern auch nicht auf der Tasche. Ich hoffe, dir ein wenig geholfen zu haben. Ich wünsche dir viel Glück und dein Traum wird irgendwann in Erfüllung gehen, wenn du immer daran glaubst! :) :daumenhoch: :daumenhoch:



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