50000 freie Ausbildungsstellen


50.000 Ausbildungsstellen können nicht besetzt werden, weil Schulabgänger nicht reif für eine Ausbildung sind.
Woran kann das liegen und was müsste getan werden um dieses Übel zu beseitigen.

Bericht


Es ist wirklich schwer, einen Azubi mit geeigneten Grundkenntnissen zu finden.
Mein Mann bildet Elektriker aus.
Wenn da die Bewerbungen kommen, da kann`s einem ganz schön grausen.
Die Fächer Mathe, Physik und Deutsch sind wichtig.
Doch wenn man sich die Noten anschaut :heul:
Zweien sind gar nicht dabei, eine Drei in diesen Fächern ist schon gut, doch meistens kommen Vieren und Fünfen.
Da wir nur eine kleine Firma sind, haben wir keine Zeit und keine Leute über, um das aufzuholen, was die Schule und die Eltern versäumt haben.
In größeren Firmen mag das ja umsetzbar sein, aber in kleinen Handwerker-Firmen nicht.
Das tolle ist, das sich dann die Eltern maßlos über die Ablehnung aufregen und beschweren und die Begründung nicht akzeptieren und einsehen.
Diese Energie hätten sie lieber in die 10jährige Schulzeit ihrer Kinder investieren sollen.
Die Schulen sollten vielleicht das Hauptaugenmerk auf solche wichtigen Fächer wie Mathe, Deutsch, Physik und Biologie richten.
Die anderen Fächer ( Sport, Geschichte, Geographie, Musik u.a. ) sind meiner Meinung nach als Fächer für die Allgemeinbildung wichtig, aber nur selten für die Berufswahl.

Vor vielen Jahren haben wir mal einen jungen Mann ausgebildet ( Mathe 3, Physik 4 ).
Wir hatten ganz schön zu tun ihn durchzubekommen.
Nach dem zweiten Anlauf hat er es gepackt.
Er ist nie ein richtig guter Elektriker geworden, weil ihm einfach die Grundlagen fehlten.


Bearbeitet von Chucko am 09.04.2010 09:16:41

Wenn ich mir anschaue wie es bei meiner Schwester in der Realschule aussieht, dann kann ich das völlig nachvollziehen.

Klar müssen Teamfähigkeit, Disziplin, Pünktlichkeit usw. von den Eltern vermittelt werden - allerdings finde ich das grade das Thema Teamfähigkeit auch in der Schule geprägt werden muss.

Bei meiner Schwester in der Schule ist davon gar nichts zu merken - dort gibt es nur noch Einzelgänger, jeder gegen jeden. Die Lehrer dort an der Schule arbeiten aber auch selber nicht mehr zusammen. ICh kann nun halt nur von der Schule sprechen - weiss nicht ob es an anderen Schulen auch so ist.

Dort werden die Schüler mittlerweile mit ihren Aufgaben allein gelassen, es wird keine Hilfestellung gegeben. Wenn sie die arbeiten dann schlecht schreiben ist es aus Sicht der Lehrer "deren Problem" die Unterlagen hätten sie schließlich bekommen.

Mittlerweile ist es an dieser Schule gang und gebe, das einige Schüler wegen diesem Schulalltag psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen - so auch meine Schwester.

Die Schüler dürfen noch nicht einmal mehr auf die Toilette wenn sie müssen, die Toiletten sind abgeschlossen und der Schlüssel muss sich beim Lehrer abgeholt werden. Ist der der Meinung das derjenige grad nicht muss - gibts keinen Schlüssel.

Meine Schwester hat mittlerweile ein Attest vom Arzt das sie Blasenprobleme hat und somit öfter auf die Toilette muss. Schade das es schon soweit kommen muss.

Dort sind Schüler und Lehrer KEIN Team, und bekommen solche Werte auch nicht mehr vermittelt. Ebenso wenig den sozialen Umgang, da sie es ja auch nicht besser vorgemacht bekommen. Leider :(

Dort wird man nur darauf vorbereitet wie man möglichst mit ausgestreckten Ellbogen durchs Leben geht und jeder ist sich selbst der nächste! Vom ständigen Ausfall von Unterricht mal abgesehen...

Das soll nun nicht gegen Lehrer allgemein gehen, ich rede nur von dem Beispiel an dieser Schule! Und auch die Lehere werden ihre Gründe haben warum sie so geworden sind. Fair ist es trotzdem nicht...

Ich war vor 10 Jahren selbst noch an der gleichen Schule, einige Lehrer von früher sind heute noch da. Allerdings waren dort früher alle eine Gemeinschaft! Sachen die dort heute ablaufen gab es damals nicht - da durfte man den Lehrer noch fragen wenn man was nicht verstanden hat...


Zitat (ginchen @ 09.04.2010 09:22:44)
Die Schüler dürfen noch nicht einmal mehr auf die Toilette wenn sie müssen, die Toiletten sind abgeschlossen und der Schlüssel muss sich beim Lehrer abgeholt werden. Ist der der Meinung das derjenige grad nicht muss - gibts keinen Schlüssel.


Dazu kann ich nur sagen, das dies an mehreren Schulen so ist. Das kommt allerdings daher, dass die Toiletten immer mehr versaut und kaputt gemacht werden. Klar darf der Toilettengang nicht verwehrt werden, allerdings sollten die Schüler dies möglichst auch in den Pausen tun. Solche Probleme sollten mit der Schule, Klassenelternsprecher oder Schulelternbeirat besprochen werden.

Zitat (Sparfuchs @ 09.04.2010 09:41:29)
Dazu kann ich nur sagen, das dies an mehreren Schulen so ist. Das kommt allerdings daher, dass die Toiletten immer mehr versaut und kaputt gemacht werden. Klar darf der Toilettengang nicht verwehrt werden, allerdings sollten die Schüler dies möglichst auch in den Pausen tun. Solche Probleme sollten mit der Schule, Klassenelternsprecher oder Schulelternbeirat besprochen werden.

DAS kann ich ja auch völlig nachvollziehen, bzgl. Verschmutzung, Zerstörung.

Aber der Lehrer hat nicht zu entscheiden ob der Schüler muss oder nicht. Die Pausen sollten an sich reichen.
Aber ich finde es traurig das ihnen Verständlich gemacht wird das eine Krankheit vorliegt (Ich weiss gar nicht wie oft meine Ma wegen diverser Dinge in der Schule mit den von dir angesprochenen Leuten gesessen hat)
und dann nochnichtmal das Wort der Eltern reicht - sondern ein Attest vorgelegt werden muss, damit das Kind aufs Klo gehen kann wann es will!

Aber das ist hier ja auch nicht Hauptthema ;)

Mir ging es halt allgemein um die in dem Artikel angesprochenen "sozialen Werte"...die halt in dieser Schule nicht weiter geprägt werden...

Es gibt ein sehr schönes Afrikanisches Sprichwort " Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen..."
Wir sollten mal einen Blick werfenl auf unsere schönen Politiker, was denen denn so wichtig ist....
Die Schulbildung jedenfalls nicht.
Einige Eltern können ihre Kinder nicht betreuen, weil schon vor 10-20 Jahren die Schulbildung bröckelte und nicht genug Lehrer eingestellt wurden sind.
Auch sollten sich Schulen ihr Lernmaterial mal anschauen. Da kann man teilweise auch nur mit den Kopf schütteln.


Erst mal denke ich, dass die Hauptschule mit ihren 9 Jahren einfach zu kurz ist.
Die Kinder müssen nicht mehr mit 8 zu Hause auf dem Hof mithelfen (finde ich ja auch gut).
Und.. in der Ausbildung gibt es weniger Arbeiten, die man dem Azubi einmal erklärt und dann ist der den Tag gut beschäftigt.
Die allerwenigsten - egal ob vom Gymnasium, Realschule oder Hauptschule - wären nach der 9. Klasse soweit, dass sie wirklich sinnvoll im Betrieb mitarbeiten können.

Vielleicht wäre es sinnvoll für alle Schüler (nicht nur für die besseren) eine zweijährige Aufbauschule (analog der FOS für die Realschule) anzubieten? Wo es dann auch einen eigenen Abschluss gibt? Das ist dann keine Quali und kein Realschulabschluss, sondern eben etwas eigenes.


Ansonsten finde ich solche Zustände wie von ginchen beschrieben furchtbar.
Es kann doch nicht sein, dass man Realschüler nicht mehr unbeaufsichtigt zur Toilette gehen lassen kann?


Ein wesentliches Problem ist eben, dass es jahrelang zu wenige Lehrstellen für die Schulabgänger gab. Es war einfach so: Die mit der schlechtesten Ausbildung blieben übrig. Also meist die Hauptschüler.
Mit dem Ergebnis, dass die Eltern ihre Kinder wann immer möglich auf die nächsthöhere Schule schickten.
Das führt jetzt dazu, dass ein ganz großer Teil der Kinder auf der falschen Schule ist, dem Stoff nur mit Mühe folgen kann und einfach überfordert ist. Wenn das "letzte Drittel" der Realschule "nur" den durchaus anspruchsvollen Hauptschulstoff lernen müsste, dann würde auch etwas hängen bleiben, die Schüler hätten Erfolgserlebnisse und der Frust wäre wesentlich geringer. Und das "letzte Drittel" der Gymnasiasten hätte noch eine Kindheit und Jugend die nicht ausschließlich aus lernen besteht, wenn sie ihr Abitur über Realschule und FOS machen dürfte.


Ein weiterer Punkt ist:
Die Kinder, die jetzt als "nicht ausbildungsfähig" gebrandmarkt werden, sind häufig die praktisch begabten. In meiner Jugend (lang ist's her) haben diese Kinder (meist waren es Jungs) von klein auf gewerkelt. Das Fahrrad repariert, die Familien-Weihnachtsgrippe gebastelt, kleinere Reparaturen im Haushalt gemacht.
Aber dazu brauchen sie jemanden, der sie anleitet. Einen Vater oder Onkel, am besten mit kleiner Werkstadt im Keller. Es wachsen zu viele Jungs ohne Vater auf, denen das nicht mehr gezeigt wird.
Wir wollen alle Kinder zu Theoretikern machen, dafür sind aber nicht alle Kinder geeignet. Das, wofür sie begabt sind, bringen wir ihnen nicht mehr bei. Und das, was wir von ihnen verlangen, fällt ihnen so furchtbar schwer.
Das schlimme ist: Wir brauchen begabte Handwerker, geben den Kindern aber nicht mehr die Möglichkeit, ihr praktisches Geschick zu schulen.


Charly70: Das Fahrrad repariert, die Familien-Weihnachtsgrippe gebastelt, kleinere Reparaturen im Haushalt gemacht.
---

Die Weihnachtsgrippe kommt von alleine, die muss man sich nicht basteln. Bei der Weihnachtskrippe sieht es da schon anders aus.... ;)

Und das bei einem solchen Thema! Sorry, musste mal sein. :D

Mir wird hier zuviel verallgemeinert und oftmals die Schuld nur bei der Schule/den Lehrern gesehen.

Wie man miteinander umgeht, sollten Kinder schon wissen, bevor sie in den Kindergarten kommen. Die wichtigsten Grundlagen sollten sie aus dem Elternhaus mitbekommen.

Wenn man sich nun einmal umschaut, wie sich der Umgang miteinander in jeder Beziehung verändert hat, dann ist es doch kein Wunder, dass es an den Schulen heute so aussieht.
Was sollen sich Lehrer denn noch alles gefallen lassen? Letzten Endes sitzen diese am längeren Hebel und das lassen sie evtl. dann auch mal die Schüler spüren.

Wenn - übertrieben - alles den Bach runtergeht und jeder nur an sich selbst denkt, wieso soll das dann in der Schule anders sein?


Zitat
Die allerwenigsten - egal ob vom Gymnasium, Realschule oder Hauptschule - wären nach der 9. Klasse soweit, dass sie wirklich sinnvoll im Betrieb mitarbeiten können.


:o Also ein gesellschaftlicher Rückschritt. Vor 33 Jahren war es normal nach 9 Schuljahren in eine Lehre zu gehen.
Ich selbst ging mit 15 Jahre in die Lehre als Elektriker, heute Meister. Meine Eltern arbeiteten auch beide und wir Kinder waren auf uns allein gestellt. Sicher wenn meine Eltern etwas ehrgeiziger gewesen, hätten wir Abi gemacht.

Meine persönliche Meinung ist, das unsere Gesellschaft zu sehr verwöhnt ist. Selbst wer in der Schule faul ist und nichts lernt, kommt noch ganz gut durchs leben. Das ist in vielen Ländern anders, da wissen die Kinder, ohne gute Schulbildung hab ich keine Zukunft. Dort gibt es keine 9.Klässler die unmotiviert zum wiederholten male die Klasse beim lernen stören.

Aber auch bei uns wird das Leben rauer, denn wenn wir es nicht schaffen, unsere qualifizierten Arbeitsplätze zu besetzen, werden ganze Berufszweige abwandern, dann ist auch für Hartz4 kein Geld mehr da.

Zitat (ginchen @ 09.04.2010 09:22:44)
Klar müssen Teamfähigkeit, Disziplin, Pünktlichkeit usw. von den Eltern vermittelt werden - allerdings finde ich das grade das Thema Teamfähigkeit auch in der Schule geprägt werden muss.

Bei meiner Schwester in der Schule ist davon gar nichts zu merken - dort gibt es nur noch Einzelgänger, jeder gegen jeden. Die Lehrer dort an der Schule arbeiten aber auch selber nicht mehr zusammen. ICh kann nun halt nur von der Schule sprechen - weiss nicht ob es an anderen Schulen auch so ist.

Das ist auch an anderen Schulen so. Bereits in der 1. Klasse Grundschule... da kommen die Eltern bereits nach zwei Monaten an und fragen, ob das Kind mit den Leistungen, die es bisher abgeliefert hat, auch ein Einser-Abitur und richtig Karriere machen kann. Da werden die Kinder (einzeln, bitte) mit dem zur Schule chauffiert "mein Kind soll lernen und Karriere machen, nicht sich die Absätze krumm laufen" (wörtliches Zitat von einer anderen Mutter!). Da knubbeln sich manche Mütter jede Woche bei der Sprechstunde, um ihr Eiapuppi ins möglichst beste Licht zu rücken- und die Mütter, deren Kinder es eigentlich nötig hätten, kommen kaum zum Zug weil die Sprechstunden bereits Wochen im Voraus ausgebucht sind von den Karrieremamis. Und die Kinder haben teilweise Wochenpläne, von denen ein erwachsener berufstätiger Mensch schwindlig würde. Montag und Donnerstag Ballett, Dienstag und Freitag Querflöte, Mittwoch und Samstag Tennis, Sonntags haben sie dann ausnahmsweise mal frei, aber richtig spielen können sie auch nicht weil davon ja das feine Sonntagskleidchen dreckig werden könnte...

Zitat
Dort sind Schüler und Lehrer KEIN Team, und bekommen solche Werte auch nicht mehr vermittelt. Ebenso wenig den sozialen Umgang, da sie es ja auch nicht besser vorgemacht bekommen. Leider  :(


Inzwischen gibt's wenigstens an einigen Hauptschulen schon Sozialarbeiter- die kümmern sich leider aber auch nur um die oberen Klassen. Da wird dann "bewerben" trainiert, Teamarbeit wird geübt, bei "Fehlverhalten" wird der Sozialarbeiter eingeschaltet und darf dann versuchen auszubügeln, was in den vergangenen 7 Schuljahren verbockt wurde...

Ideal wäre, wenn es bereits in den Grundschulen Sozialarbeiter gäbe. Wenn "Teamwork" auf dem Stundenplan stünde. Das muss ja nicht grad in Mathe sein, aber in Kunst, Musik, Physik oder Chemie könnte man das wunderbar einbauen. Aber für sowas hat kaum eine Gemeinde Geld übrig... nur wenn dann die Jugendlichen verhaltensauffällig werden, dann schreit jeder warum da nicht schon früher was unternommen wurde.

Zitat (Hilla @ 09.04.2010 11:26:39)
Die Weihnachtsgrippe kommt von alleine, ...

In Deutsch warst du wohl immer eifrig dabei, dafür hast du aber in Biologie nicht aufgepaßt. rofl

Zitat (Hilla @ 09.04.2010 11:26:39)

Die Weihnachtsgrippe kommt von alleine, die muss man sich nicht basteln. Bei der Weihnachtskrippe sieht es da schon anders aus....  ;)


:wub: ähem.... niemand kann alles gut... es reicht wenn man etwas so gut kann, dass man damit sein Geld verdienen kann :D Meine Stärken liegen deutlich auf der mathematischen Seite.

Ich bin ja nun im Osten aufgewachsen.war auch 10jahre in der schule.bin der Meinung nach 10jahren schule ist man bereit für eine lehre.das die Persönlichkeit jedes menschens sich in den Eltern spiegelt glaub ich auch.ich will ja nicht so direkt sein,aber was haben die Kinder für eine Chance die aus einen asozialen Umfeld kommen?entweder man gibt in die Chance das sie da raus kommen,oder man gibt sie auf.oftmals liegt es ja auch am Geld.
unser Sohn hat auch Elektriker gelernt,nach 10jahren schule.ich war auch ganz stolz auf ihn,beides hatte er mit einer 2bestanden.nun macht er sein Abi auf den zweiten Bildungsweg.


Zitat (Valentine @ 09.04.2010 12:23:48)


Ideal wäre, wenn es bereits in den Grundschulen Sozialarbeiter gäbe. Wenn "Teamwork" auf dem Stundenplan stünde. Das muss ja nicht grad in Mathe sein, aber in Kunst, Musik, Physik oder Chemie könnte man das wunderbar einbauen. Aber für sowas hat kaum eine Gemeinde Geld übrig... nur wenn dann die Jugendlichen verhaltensauffällig werden, dann schreit jeder warum da nicht schon früher was unternommen wurde.

Sorry, aber ich muss kurz ausdampfen. :labern: Warum haben wir denn Kinder? Weil die Machart so nett ist? Warum setzen so viele Menschen Kinder in die Welt und dann müssen Sozialarbeiter, Psychologen, Erzieher, Lehrer, etc. die Erziehung übernehmen? Die sollen das gefälligst selber vernünftig auf die Reihe kriegen.
Heute laufen leider viele Teens rum die bei mir nur einen Gedanken zulassen: Mit denen kann man auch keinen Krieg gewinnen!
Wenn ich diese "Jünglinge" sehe die ihre Kappe auf dem Kopf tragen als wäre da noch ein Luftballon drunter, krieg ich alles über mich. Solche Typen sieht man auf dem Gymnasium nicht, zumindest bei uns. Tut mir leid, aber wenn sich so einer bei mir vorstellt, womöglich noch mit dreckiger Hose und ungeputzten Schuhen, den würde ich auch nicht einstellen.
Es ist leider so, dass man für die Schule, egal für welche, was tuen muss. Das sollten Eltern ihren Kids natürlich auch vorleben.

Man sollte aber nicht nur gegen die "heutige arbeitsuchende Jugend" wettern.
So, nun mal zu den einstellenden Chef´s. Ich kann mich inzwischen des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass Lehrlinge immer öfter zu preiswerten Arbeitskräften motieren. Die Lehrlinge sollen lernen, nicht schon vorher Grundkenntnisse des ersten Lehrjahres erworben haben. Wenn kleine Betriebe sich nicht die Zeit nehemen können in Ruhe und mit Geduld auszubilden, ja dann sollten sie es halt lassen.

Zum Schluss @ Chucko: Auch wenn sich Schüler bewerben, bzw. vorstellen, die 3en oder 4er haben, 3 bedeutet befriedigend und 4 ausreichend. Das heißt die Leistung befriedigt oder sie hat ausgereicht. Man sollte auch solchen Leuten eine Chance geben, die durchaus gute Praktiker sein können.
Was sind schon Noten?

Ausgedampftundstrahlewieder :wub:

@flexi:
Denkst du, dein Sohn wäre auch nach 9 Schuljahren schon bereit gewesen?
Es gibt einige Bundesländer, wo die Hauptschule nach 9 Jahren endet.


Zitat (Charly_70 @ 09.04.2010 13:35:03)
@flexi:
Denkst du, dein Sohn wäre auch nach 9 Schuljahren schon bereit gewesen?
Es gibt einige Bundesländer, wo die Hauptschule nach 9 Jahren endet.

unser sohn hat keine haupschule gehabt,er war in der real schule.ich glaube schon.es gibt ja auch noch ein berufs vorbereitendes jahr.da könnte man ja auch sein kind hin schicken.wäre ja auch nicht schlecht,da könnte es sich ja erst mal orientieren was es mal werden möchte.

Zitat (Ela1971 @ 09.04.2010 13:33:52)
Sorry, aber ich muss kurz ausdampfen. :labern: Warum haben wir denn Kinder? Weil die Machart so nett ist? Warum setzen so viele Menschen Kinder in die Welt und dann müssen Sozialarbeiter, Psychologen, Erzieher, Lehrer, etc. die Erziehung übernehmen? Die sollen das gefälligst selber vernünftig auf die Reihe kriegen.

Das wäre zwar im Prinzip auch meine Meinung, aber... schau dir mal die Statistiken an. Die durschschnittliche Akademikerin (Abitur, Studium, Karriere) bekommt nicht vor ihrem 30. Geburtstag ihr erstes Kind- die "früh gebärenden" Mütter sind deutlich jünger und haben meist eine niedrigere bis gar keine Ausbildung. Manchmal kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass auch Intelligenz und Familienplanung vererblich ist... ohne hier irgend jemandem auf die Zehen zu steigen- sicher gibt's hier wie da Ausnahmen.

Und wenn nun mal jemand in einem "sozialen Brennpunkt" aufgewachsen ist und meint, das Glück der Welt liegt in einer Wiege und bekommt schon mit 16 oder 17 das erste und mit 18 das zweite Kind... soll man da einfach zusehen, wenn diese "Kindermütter" nicht zurechtkommen und alles den Bach runtergeht?

Zitat (Karla @ 09.04.2010 12:27:56)
In Deutsch warst du wohl immer eifrig dabei, dafür hast du aber in Biologie nicht aufgepaßt. rofl

Zurück zum Thema: wie wahr, wie wahr, Valentine. Jedenfalls mit dem ersten Absatz gehe ich vollkommen einig.

Und den Beitrag von Ela1971 fand ich auch gut und kann das gut nachvollziehen.

Im Bekanntenkreis haben wir einen jungen Mann, der seine Elektrikerlehre mit 4 abgeschlossen hat und vom Ausbildungs-betrieb (natürlich heutzutage, leider) nicht übernommen wurde.
Er hat dann nach unserem Umzug bei uns Dinge angeschlossen, die man lieber als Frau nicht selbst machen soll (E-Herd beispielsweise, Steckdosen angebracht). Das war der reine Horror und des hat meine ganze innere Kraft gebraucht, nicht zu explodieren.
Irgendwann hatte er es aber geschafft. Nach einem Gespräch mit seiner Mutter und direkter Frage danach wusste ich dann Bescheid. Der junge Mann durfte während der gesamten Lehrzeit nur Handlangerdienste machen. An die eigentliche Materie kam er nur durch Zufall und dann durfte er auch nur zusehen.
Klar, dass es dann zu einem solchen Prüfungsergebnis kommt.

Und Karla muss vor die Tür, sie hat nicht aufgepasst. rofl

Sorry, das ist jetzt irgendwie durcheinander geraten.
Der erste Satz ist Karlas Zitat, welches aber von mir ja auch nur zitiert war....

Dann kommt eigentlich mein Beitrag und unten drunter steht meine Antwort an Karla. ;)

Ich denke mal, Ihr kommt damit klar.


Zitat (flexi @ 09.04.2010 13:45:53)
es gibt ja auch noch ein berufs vorbereitendes jahr.

Die gab es damals zu meiner Zeit auch. Ich weiß nun nicht, ob es dieses Berufsvorbereitendes Jahr noch gibt.

Mein damaliger Chef hatte drei Damen aus dem sogenannten berufsvorbereiteten Jahr mit Fachkenntnis ausgebildet. Damals war es noch so, wenn eine Schülerin oder Schüler dieses Jahr hatte, wurde ihm das als erstes Ausbildungsjahr angerechnet. Heißt also, diese jungen Menschen kamen direkt ins 2. Lehrjahr / Ausbildungsjahr.
So schön dass auch für die damaligen Azubis war, mein Chef hat immer gesagt, denen fehlt ein ganzes "praktisches" Lehrjahr und man merkt ihnen das an.
Nach der dritten Dame hat er sich entschlossen, nur noch Schulabgänger/innen auszubilden, die dieses Jahr nicht hatten.

Gab oder gibt es das nicht nur für welche die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben?


Heute sieht es mehr so aus - erfahrungswert vom Großen - dass die meisten Kidds sich nach dem 10. Schuljahr (NRW sind 10 Schuljahre Pflicht) schon aus der 10. Klasse heraus für eine weitere Schulform entscheiden. Meist ist das HöHa oder ähnliches. Sollte dann doch noch der ersehnte Ausbildungsvertrag im Briefkasten liegen, kann man die 11. Klasse absagen. Anruf im Berufsbildungszentrum genügt.

Zu meiner Zeit konnstest du nach der 9. Klasse abgehen, und dich für das vorbereitende Jahr entscheiden. Du hattest dann leider keinen Schulabschluss. Kamst dann dafür auch gleich ins 2. Lehrjahr. Wenn dich dann einer genommen hat. Allerdings du hast keinen Schulabschluss.
In der Heutigen Zeit nicht mehr sehr empfehlenswert.

Es ist schon richtig, wenn du sagst, war das nicht für Kiddz, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben? Ja, die durften / dürfen auch dahin.

Aber mal ganz ehrlich: Als mein Sohn die 10. Klasse gut abschloss und er noch keinen Ausbildungsplatz in petto hatte, habe ich ihm auch ganz klipp und klar gesagt, dass er sich nicht einbilden soll, dass ich es dulde, dass er jetzt zu Hause ne ruhige Kugel schiebt. Er musste sich für ne Schule anmelden. Er hat sich dann auch für die HöHa entschieden. Sein Glück war, dass kurz vor Ferienbeginn, der Ausbildungsvertrag zur Unterschrift bereit lag.
Ich hätte ihn bis zum bitteren Ende zur Schule gejagt. Ein Jahr "lenzen" wird nicht so gerne angesehen, wenn man eine Ausbildungstelle sucht.


Zitat (Eifelgold @ 09.04.2010 17:41:23)


Aber mal ganz ehrlich: Als mein Sohn die 10. Klasse gut abschloss und er noch keinen Ausbildungsplatz in petto hatte, habe ich ihm auch ganz klipp und klar gesagt, dass er sich nicht einbilden soll, dass ich es dulde, dass er jetzt zu Hause ne ruhige Kugel schiebt. Er musste sich für ne Schule anmelden. Er hat sich dann auch für die HöHa entschieden. Sein Glück war, dass kurz vor Ferienbeginn, der Ausbildungsvertrag zur Unterschrift bereit lag.
Ich hätte ihn bis zum bitteren Ende zur Schule gejagt. Ein Jahr "lenzen" wird nicht so gerne angesehen, wenn man eine Ausbildungstelle sucht.

So hab ich es auch gemacht, bzw. bei mir war es ein wenig "wuseliger"

Ich hatte erst eine schulische Ausbildung zur IT-Systemelektronikerin auf einer Fachschule angefangen. Habe aber nach 3 Monaten gemerkt das dies gar nicht der richtige Weg für mich war.
Musste dann übergangsweise in eine Klasse auf der Berufsschule, weiss nicht mehr wie diese Schulform hieß... auf jeden Fall musste man dort nur einmal in der Woche hin.

Ich war in dieser Klasse mit meinem Realschulabschluss diejenige mit dem höchsten(!) Schulabschluss, gefordert wurde man dort gar nicht. Dort wurde versucht jungen Leuten die bis jetzt nichts in der Schule gerissen haben grundlegende Mathematik usw. beizubringen.

Dort habe ich mich gar nicht wohlgefühlt - denn ich WOLLTE ja lernen. Somit bin ich dann schnellstmöglichst zum nä Einsteigetermin in die Klasse der HöHa gewechselt.

Das ist nun schon alles ein paar Jahre her, habe dort einen super Abschluss gemacht, einen klasse Ausbildungsplatz bekommen, aufgrund der HöHa meine Ausbildung ein halbes Jahr verkürzt und auch diese sehr erfolgreich abgeschlossen. Bin immernoch in dem Unternehmen tätig und habe nun auch endlich seit einem halben Jahr einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Aber das waren alles Wege die ich allein gegangen bin, weil ICH es wollte... Klar hätte meine Mutter es auch nicht gedultet wenn ich mich auf die faule Haut gelegt hätte ^_^

Soviel halt auch zum Thema Disziplin - jeder ist seines Glückes Schmied oder wie war das? :)

Bei vielen Jugendlichen habe ich das Gefühl sie nehmen Schule nicht Ernst und wie wichtig das alles ist! Viele Eletern stehen da leider nicht mehr so hinter, und das die Lehrer dann irgendwann resignieren und es zu solch Zuständen wie in der Schule meiner Schwester kommt kann ich ja dann sogar noch irgendwie nachvollziehen. Leider leiden die, die wirklich wollen unter diesen Umständen!

Bei meiner Schwester ist es zum Glück so das sie gute Noten schreibt - obwohl sie viele Fehlzeiten hat. (Psychisch bedingte Magen-Darm Probleme usw... Bei sämtlichen Ärzten gewesen alles durchgecheckt) Zuhause setzt sie sich allerdings hin und arbeitet den Stoff auf, schreib mit die besten Noten in der Klasse - worauf die anderen Kinder dann wiederum neidisch sind und sie meiden...

Alles ein riiiiiesen Rattenschwanz - wo einem als Eltern oder Familienteil oftmals die Hände gebunden sind weil man irgendwo einfach nicht weiß wo man noch etwas angehen soll.

Bearbeitet von ginchen am 09.04.2010 18:03:53

Ganz ehrlich Ginchen, ich finde deinen Weg ein wenig wuseliger, als den Weg, den mein Großer ging.
Wie es heute so ist, kam da auch so ein Typ vom Arbeitsamt - oder war das schon die Arge? - in die Schule und machte dann so div. Tests mit der Abgangsstufe. Mein Großer hatte nur einen Wunsch. Er wollte Mälzer (Brauer) werden. Wenn das nicht klappte, dann eben in den Einzelhandel.
Arge dachte. Brauer, Lebensmittel, da ist doch noch was in der Müllerei für den Jungen.
Gottlob hat sich die Mühle damals für meinen Großen entschieden.

Da auch meiner lieber malochen wie zur Schule ging, hat er zu gesagt. Heute ist er Geselle, der Einzige, der in der Mühle den Beruf von der Pike auf gelernt hat.
Er hat kein Abitur, nein er ist auch nicht im IT - Bereich, und Dr. med, dent, prof wird er auch nie werden, aber er hat einen Beruf. Und darauf bin ich stolz wie Oscar.

Aber ich denke auch, dass das Elternhaus die Schulabgänger ein wenig auf den Rechten weg schubsen müssen. Ich weiß es nicht, was geworden wäre, wenn ich es mir egal gewesen wäre, was aus einem 16jährigen Jungen wird, der mal gerade die Schule abgeschlossen hat.
Wir haben immer dafür gesorgt, dass der Stoff beherrscht und die Hausaufgaben gemacht wurden.
Selbst die Klassenlehrerin sagte mal auf dem Elternsprechtag zu mir: Eifelgroßer ist einer der einzigen Schüler, die täglich ihre Hausaufgaben haben und die ein geschmiertes Butterbrot mitbekommen. Die Pflegschaftsabende waren kaum, bis gar nicht besucht. Da waren von 25 Kindern vielleicht 7 Eltern. Ich habe mich da manchesmal drüber gewundert. Auf der Grundschule bekamst du auf den Pflegschaftsabenden nur Stehplätze und alle Fenster mussten geöffnet sein, sonst wäre die Atemluft knapp geworden.
Ich hatte und habe heute noch (auch bei dem Kurzen) den Eindruck, dass in der Grundschule solche Elternpflegschaftsabende noch ernst genommen werden und dann auf der weiterführenden Schule von Jahr zu Jahr abebbt.

Bearbeitet von Eifelgold am 09.04.2010 18:35:08


Zitat (Eifelgold @ 09.04.2010 18:33:26)
Ganz ehrlich Ginchen, ich finde deinen Weg ein wenig wuseliger, als den Weg, den mein Großer ging.


Und darauf bin ich stolz wie Oscar.



Ja - schrieb ich ja schon ^_^ Aber meinen Weg gefunden hab ich dennoch!

Und Stolz wie Oscar kannst Du auch sein! :blumen:

Du kannst dir gar nicht vorstellen, wieviel Schweiß ich von der Stirn gewischt habe.
Das war ne Pfütze auf dem Boden, als der erlösende Anruf kam, er sei nun Geselle.


Ihr seit ja auch vorbildliche Eltern. Nur gibt es tatsächlich Jugendliche die ohne oder mit einem sehr schlechten Abschluss die Schule verlassen, weil sie lieber Party machen als Schule. Selbst Wiederholer, werden sogar von Lehrern noch besser beurteilt als andere Schüler, geben sich 0 Mühe.

Ich bin fast so weit zu sagen, die müssten zwangsverpflichtet arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
Sonst haben wir immer mehr Faulenzer, die von der arbeitenden Bevölkerung durchgefüttert werden müssen.

Die Regierung hat die Probleme teils erkannt. Man will das letzte Kindergartenjahr zur Pflicht machen.
Dann werden immer mehr Ganztagesschulen errichtet.


Nun übertreibe es mal nicht mit meiner Mütterlichkeit.
Ich lasse auch schon mal ganz gerne fünfe grade sein. Aber dafür müssen meine Jungs auch was tun.

Ganztagsschulen finde ich gut. Zu Eifelgroßerzeit gab es das noch nicht. Aber es gab nach der Schule eine gemischte Altersgruppe. Man kann es als Kinderhort bezeichnen. Der war nicht schlecht, aber leider nicht unseren Ansprüchen entsprechend.

Junior war von anfang an in einem Ganztagskindergarten, danach Schule mit Ogata und nun auf ner Ganztagsschule.
Ich kann nur für mich reden. Männe und ich gehen beide arbeiten, weil sonst kein Auskommen mit dem Einkommen.
Die Ganztagsschule ist gut. In dieser Schule gibt es keine Klassen, sondern Teams. Viele Dinge sind anders, gewöhnungsbedürftiger, aber es ist gut. Vieles, sehr vieles wird in der Schule geregelt, aber auch vieles müssen wir der Schule zurückgeben. Vom Handwerklichen bis hin zum Nudelsalat für die Abi-Fete. Heißt aber nicht, dass wir nicht am WE die Schwächen vom Junior zu Hause nachholen müssen.


Tut mir leid, aber ich halte nichts von Ganztagsschulen. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber hier werden die Kinder am Nachmittag betreut, von 400 Euro Jobberinnen die mit ihnen basteln oder gucken das die Kinder sich auf dem Schulhof nicht "umbringen". Ja sie kontrollieren natürlich auch die Hausaufgaben, aber nicht verstandenes den Kindern nochmal in Ruhe näherbringen ist, wohl auch bei den vielen Kindern, ein wenig viel verlangt. Da sind dann wieder die Eltern gefordert und die kann man ja leider gerade bei den bedürftigen Kindern oft in der Pfeife rauchen.

Meine Kinder waren im Kindergarten, 3 Jahre, das letzte Jahr war ein einziger Krampf. Da sie oft vor- und nachmittags im Kindergarten waren, hatte sie nach 2 Jahren einfach alles gespielt und ausprobiert. Es hängt natürlich viel von den "Damen" im Kindergarten ab.

Unser Schulsystem braucht einfach eine Überarbeitung. So finde ich es beispielsweise nicht sinnvoll den Schulwechsel nach dem 4. Schuljahr, alleine vom Halbjahreszeugnis des 4. Schuljahres abhängig zu machen. Dann ist man auch noch zu allem Überfluss erst mal vom alleinigen Urteil des Klassenlehrers abhängig, auf welche Schule man nu gehen darf. Das kann schon mal, wie im Fall meiner Tochter, viel Kampf bedeuten.

Vllt kommt ja mal einer der wirklich sinnvolle Änderungen im Schulsystem einführt.


Die frage ist doch, wie man den kindern die sinnhaftigkeit von anstrengung und lernen vermitteln kann und wer dafür verantwortlich ist.

Ich denke, dass die verantwortung sowohl im elternhaus als auch in der schule liegt.
Nur um mal ein krasses beispiel zu nennen: ein ehemaliger freund von mir, wir kannten uns zu schulzeiten recht gut, ging auf eine unglaublich gut ausgestattete schule mit motivierten jungen lehrern. Als es darum ging, was er nach dem abi macht, wollte er gerne studieren. Aber was passierte?
Seine eltern, er schlossergeselle, sie hausfrau, verboten es ihrem sohn mit dem argument: dann wirst du was besseres als wir! Wir finden es schon scheiße, dass du abi gemacht hast, also musst du jetzt erst recht nicht studieren. Sei lieber dankbar, dass wir dir das abi erlaubt haben. Und finanzielle unterstützung kriegst du nur bei ner lehre.

Das ende vom lied war, dass er eine einzelhandelslehre gemacht hat und wegen überqualifizierung zwei jahre keinen job gefunden hat.
Was ich mit diesem einzelbeispiel sagen will: es ist schwer, sich vom familiären umfeld zu emanzipieren. Das gilt für das professorentöchterchen, das gerne schreinerin werden will genau so wie für das 'arbeiterkind', das astophysil spannend findet.

Andererseits kann ich es vollkommen verstehen, wenn eltern wie die löwen gegen hauptschulempfehlungen kämpfen. Jobs, die früher von hauptschülern gemacht werden konnten, werden mittlerweile fast nur noch mit abiturienten besetz. Kfz-schlosser werden schon nicht mehr ausgebildet und nennen sich jetzt mechatroniker mit einem anforderungsprofil, dass mit einem hauptschulabschluss schlicht nicht zu bewältigen ist.

Bearbeitet von Cambria am 10.04.2010 10:42:59


Zitat (Cambria @ 10.04.2010 10:37:20)
Als es darum ging, was er nach dem abi macht, wollte er gerne studieren. Aber was passierte?
Seine eltern, er schlossergeselle, sie hausfrau, verboten es ihrem sohn mit dem argument: dann wirst du was besseres als wir! Wir finden es schon scheiße, dass du abi gemacht hast, also musst du jetzt erst recht nicht studieren. Sei lieber dankbar, dass wir dir das abi erlaubt haben. Und finanzielle unterstützung kriegst du nur bei ner lehre.


Was jetzt unterm Strich bedeutet:
"Das Abi hat schon verdammt viel Geld gekostet und so ein Studium kostet noch viel mehr! Wir können uns das nicht leisten!"


Btw: was ist astophysil ?

Zitat (obelix @ 10.04.2010 10:58:24)
Was jetzt unterm Strich bedeutet:
"Das Abi hat schon verdammt viel Geld gekostet und so ein Studium kostet noch viel mehr! Wir können uns das nicht leisten!"


Btw: was ist astophysil ?

Nope. Lies nochmal genau:
da steht, dass sie bereit sind, ihn finanziell zu unterstützen, wenn er sich in ihrem sinne verhält. Das ist etwas ganz anderes, als das was du interpretiert hast.
Und mit der frage, was astrophysil ist, lasse ich dich alleine. Ein kleiner tipp: k und l liegen auf der tastatur nebeneinander.

Nö, ich hab schon richtig gelesen. Bei einer Lehre gibt es Kohle vom Chef und das manchmal in entsprechenden Berufen richtig gut. Ich interpretiere da rein, dass es der gesamten Familie dann evtl. finanziell besser geht.

achsoooo: astophysil > astrophysil > astrophysik

Gott, was bin ich doof! :hirni:
Meine Interpretationen sind halt manchmal nicht so ganz treffend.....


Obelix, hör auf lach mich weg hier.


Zitat (Ela1971 @ 10.04.2010 09:53:23)
Tut mir leid, aber ich halte nichts von Ganztagsschulen. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber hier werden die Kinder am Nachmittag betreut, von 400 Euro Jobberinnen ...

... ich würde für die Einführung des finnischen Schulsystems plädieren...

Oh, nachdem ich den Link gefunden und gelesen hatte, mußte ich zu meiner Bestürzung feststellen, daß es das in Teilen Deutschlands schon mal gab, aber warum wurde es abgeschafft??? War es zu gut???

Zitat (Ela1971 @ 10.04.2010 09:53:23)
Unser Schulsystem braucht einfach eine Überarbeitung. So finde ich es beispielsweise nicht sinnvoll den Schulwechsel nach dem 4. Schuljahr, alleine vom Halbjahreszeugnis des 4. Schuljahres abhängig zu machen. Dann ist man auch noch zu allem Überfluss erst mal vom alleinigen Urteil des Klassenlehrers abhängig, auf welche Schule man nu gehen darf. Das kann schon mal, wie im Fall meiner Tochter, viel Kampf bedeuten.

Vllt kommt ja mal einer der wirklich sinnvolle Änderungen im Schulsystem einführt.

:daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:
Ich bin ganz Deiner Meinung, das System muß überarbeitet werden.
Da ich aus der ehem. DDR bin, hab ich mir schon oft die Frage gestellt: Wie kann man nach 3 1/2 Jahren schon entscheiden und die Weichen für die Zukunft stellen.
In der DDR wurde nach 8 Jahren entschieden ob bleibt und mit der 10.Klasse die Schule abschließt oder ob man dann zur Penne geht und mit der 12.Klasse abschließt.
Ich denke in der 8.Klasse sind die Schüler schon so weit, daß man da eine Entscheidung ziehmlich sicher treffen kann.
Es gab sogar Ausnahmefälle, da konnte man nochmal ab der 10.Klasse zur Penne wechseln.

Bloß dieses DDR-Schulsystem mußte ja weg.
Man hätte es ja auch nicht komplett übernehmen müssen, aber aus beiden das Beste rauspicken und umsetzen.
Mit den 13Jahren Abi wird ja jetzt auch schon teilweise so verfahren, es wird auf 12Jahre zurückgeschraubt.

@ Ela
wenn Du richtig gelesen hättest, hättest Du auch gesehen, das wir einem jungen Mann mit 3 und 4 eine Chance gegeben haben. Doch leider hat es nicht so geklappt wie wir uns es gedacht haben.
Er war, wie schon gesagt, auch kein guter Praktiker.
Bei uns werden nur noch junge Leute ausgebildet, die als schlechteste Note in den wichtigen Fächern eine 3 haben.
Die Azubis sollen ja mal unsere Firma als Gesellen unterstützen.

Wir erwarten keinesfalls, das die jungen Leute Kenntnisse des 1.Lehrjahres mitbringen.

Wir erwarten aber das das 1x1 und andere Grundrechenarten sitzen und das die physikalische Grundlagen aus der 10jährigen Schulausbildung abrufbar sind.

Das andere bekommen sie, entsprechend dem Beruf bei uns beigebracht.
Sie werden auch als Auzubis eingesetzt und nicht als billige Arbeitskräfte.
Es gibt sicher Firmen, wo es verkehrt läuft, doch scher bitte nicht alle über einen Kamm.

Zitat (Ela1971 @ 10.04.2010 09:53:23)
Tut mir leid, aber ich halte nichts von Ganztagsschulen. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber hier werden die Kinder am Nachmittag betreut, von 400 Euro Jobberinnen die mit ihnen basteln oder gucken das die Kinder sich auf dem Schulhof nicht "umbringen".

Nein, so gruselig ist es bei uns nicht.

Für jedes Kind bis Ende der 7. Klasse gibt es eine warme Mahlzeit. Danach können die Kinder selbst entscheiden, ob sie an der Mahlzeit noch teilnehmen.
Die Hausaufgabenbetreuer sind Lehrer. 400 Euro Jobber gibt es nicht. Dafür müssen die Eltern für andere Dinge einspringen. Frühstücksbrötchen schmieren, beim Mittagessen helfen, AGs leiten und solche Dinge. AG kann alles mögliche sein, vom Schwimmen bis werkeln mit Holz. Kochen ist zur Zeit der große Hit. Es muss sich nur eine geschicktes Elternteil zur Verfügung stellen. Einmal kam sogar ne Modellbau-AG zustande. Die erhielt sich bis zum Ende der Schulzeit des Kindes.

Der Lehrerbelegschaft ist schon klar, dass berufstätige Eltern nicht an den täglichen Dingen teilnehmen können. Unser Einsatz ist dann immer, wenn mal was ansteht. Bei Schulanmeldungen den Getränkeservice oder Brötchendienst übernehmen.
Bei der Abifete Salate spenden und Service übernehmen. Selbst dass ist auch noch geregelt. Die Eltern der 5. Klasse übernehmen den Service für die Neuanmeldung, die Eltern der 11. Klasse übernehmen den Service oder Spenden der Abiklasse. So kommt jeder mal dran und es machen nicht immer die gleichen Leute.

Es tut mir leid, dass bei euch die Gesamtschule nicht so der Burner ist. Aber ich glaube, wie hier schon geschrieben, da gibt es auch da viele Unterschiede.
Wo du gerade "umbringen" erwähnst: In der Gesamtschule meines Juniors wird auch respektvoler Umgang mit Mitmenschen ernst genommen und auch praktiziert.

Zitat (Eifelgold @ 10.04.2010 13:48:10)
Es tut mir leid, dass bei euch die Gesamtschule nicht so der Burner ist. Aber ich glaube, wie hier schon geschrieben, da gibt es auch da viele Unterschiede.
Wo du gerade "umbringen" erwähnst: In der Gesamtschule meines Juniors wird auch respektvoler Umgang mit Mitmenschen ernst genommen und auch praktiziert.

Das ist ja auch so ein Problem, jedes Bundesland kocht seine eigene Suppe.
Wer flexibel sein muss und ab und an das Bundesland wechselt hat es für seinen Nachwuchs alles andere als einfach.
Ganztagsschulen sind IMMER besser als wenn Kinder zu Hause am Fernseher oder PC sich selbst überlassen sind.
Manchmal heulen Eltern sie hätten nicht genug Geld für Schulbücher/sachen-für Alkohol, Zigaretten ist aber immer genug Geld da.

Zitat (Sparfuchs @ 10.04.2010 22:26:27)
Ganztagsschulen sind IMMER besser als wenn Kinder zu Hause am Fernseher oder PC sich selbst überlassen sind.



Manchmal heulen Eltern sie hätten nicht genug Geld für Schulbücher/sachen-für Alkohol, Zigaretten ist aber immer genug Geld da.

So sehe ich das auch. Bis 16.00 Uhr ist Junior in der Schule. Hat bereits gegessen.
Gegen ca. 17.00 ist er dann zu Hause, da er mit dem Schulbus fährt. Um diese Zeit trudeln wir dann auch langsam ein. Er ist betreut und hängt nicht draußen ab. Hausaufgaben erledigt.

Manchesmal wünsche ich mir auch, die Schulbücher wären wie zu unserer Zeit wieder kostenfrei.
Aber man kann auch mit älteren Jahrgängen tauschen. So tausche ich die Bücher, die wir käuflich erwerben müssen mit meiner Freundin. Sie hat zwei ältere Kinder auf der Schule. Jeweils ein Jahrgang auseinander. Mein Junior ist dann zwar der Dritte Besitzer, aber egal. Meine Freundin bekommt einen Obolus, den sie wieder in die neuen Bücher ihrer Kinder stecken kann.
Junior und ich haben da kein Problem mit.
Wenn das Buch noch gut ist, gebe ich es gerne am Schuljahresende der unteren Jahrgangsstufe weiter. Es geht, wenn man will.

Zitat (Eifelgold @ 11.04.2010 14:38:44)
Manchesmal wünsche ich mir auch, die Schulbücher wären wie zu unserer Zeit wieder kostenfrei.
Aber man kann auch mit älteren Jahrgängen tauschen. So tausche ich die Bücher, die wir käuflich erwerben müssen mit meiner Freundin. Sie hat zwei ältere Kinder auf der Schule. Jeweils ein Jahrgang auseinander. Mein Junior ist dann zwar der Dritte Besitzer, aber egal. Meine Freundin bekommt einen Obolus, den sie wieder in die neuen Bücher ihrer Kinder stecken kann.
Junior und ich haben da kein Problem mit.
Wenn das Buch noch gut ist, gebe ich es gerne am Schuljahresende der unteren Jahrgangsstufe weiter. Es geht, wenn man will.

Gehört zwar nicht ganz hierher, aber in Rheinland-Pfalz gibt es für Familien mit wenig Einkommen Gutscheine.
Ab dem nächsten Schuljahr können die Schulbücher für sozial schwache Familien kostenlos ausgeliehen werden, die anderen Familien können entgeltlich die Bücher ausleihen. Auch gab es bei uns an den Schulen zum Schuljahresende einen Schulbuchbasar, da konnte man auch gebrauchte Bücher kaufen oder verkaufen.

Ich hole wiedermal die DDR raus.
Da herhielten Familien ab 3 Kinder generell Leihexemplare der Schule, natürlich konnten sie diese auch kaufen.
Das Schulsystem war in der gesamten DDR gleich.

Ich frage mich zum wiederholten mal, warum mußte das abgeschafft werden, wenn es doch gut war?
Denn der Ruf nach Leihschulbüchern und einheitliches Schulsystem wird immer lauter.

Zitat (Eifelgold @ 11.04.2010 14:38:44)
Manchesmal wünsche ich mir auch, die Schulbücher wären wie zu unserer Zeit wieder kostenfrei.

Ich bin in den 70er Jahren in Niedersachsen zur Schule gegangen- da mussten sämtliche Schulbücher selbst gekauft werden. Blöd: meine Schwester war immer eine Klasse unter mir, konnte aber nur selten meine Bücher übernehmen- weil für ihren Jahrgang meist neuere Auflagen, leicht überarbeitet, gefordert wurden... da waren dann z. B. im Mathebuch einige Aufgaben verändert, im Englischbuch waren ein paar kleine Veränderungen und so weiter.

Ende der 70er sind wir umgezogen nach Nordrhein-Westfalen. Dort wurden zumindest zu dem Zeitpunkt die Bücher von der Schule gestellt- lediglich Arbeitshefte, in die auch reingeschrieben wurde, mussten gekauft werden.

Anfang der 80er sind wir dann nach Bayern gekommen- und hier kenne ich es auch nicht anders: Bücher werden von der Schule gestellt, Hefte, Schreibzeug, Lineale etc. muss man selber kaufen. Junior bekam in den letzten 12 1/2 Jahren auch sämtliche Bücher gestellt. Eine Zeitlang musste pro Jahr ein Büchergeld (in Höhe von 30 EUR??) gezahlt werden, außerdem Papiergeld (mal fünf, mal zehn EUR). Ich finde, das hält sich in Grenzen, zumindest für uns mit einem ganzen Kind. (kinderreiche und/oder sozial schwache Familien konnten meines Wissens von Büchergeldzahlungen befreit werden)

nur weil die schulbücher gratis und das schulsystem einheitlich ist, werden unmotivierte schüler nicht lieber lernen, chucko. Dein vorschlag ist zwar ansich gut, bringt aber für die lösung des problems nichts, fürchte ich.


Zitat (Cambria @ 12.04.2010 08:48:13)
nur weil die schulbücher gratis und das schulsystem einheitlich ist, werden unmotivierte schüler nicht lieber lernen, chucko. Dein vorschlag ist zwar ansich gut, bringt aber für die lösung des problems nichts, fürchte ich.

So ist es, leider wird der Staat da mehr übernehmen müssen, was einige Eltern versäumen.
Die Schulen müssten mehr Sozialdienste haben und gegen die Eltern müsste es Sanktionen hageln, wenn Sie ihren Pflichten nicht nachkommen. Es dürfte auch niemand aus der Schule entlassen werden, der nicht Ausbildungstauglich ist.
Leider muss in unserem Lande immer mehr staatlich geregelt werden-scheint ohne nicht zu gehen.

Tja, Faulheit ist die eine Sache, die Freude am Lernen eine andere. Wenn ich sehe, dass in anderen, armen Ländern, die Kinder mit Freude lernen und hier, spätestens nach der Grundschule, die Freude am Lernen nachlässt...woran liegt das? Im Kindergarten und in der Grundschule lernen Kinder meistens mit Eifer und Freuden. Spätestens nach der Grundschule lässt das nach. Warum? Die Freude etwas zu können um es dann später zu gebrauchen würde vieles leichter machen.

Und was die Suche nach der Berufswahl angeht, da finde ich, dass man sich darüber viel früher Gedanken machen müsste. Zu meiner Zeit fing es ab der 9. Klasse mit Berufswahl und Praktikum an. Aber selbst das finde ich noch immer reichlich spät. Vielleicht sollte man schon ab der 7. Klasse darüber nachdenken und darauf hin arbeiten. ("Du möchtest diesen Beruf ergreifen? Hm, dann müssen wir sehen, dass du in diesem Fach besser wirst." )Mal abgesehen davon, dass man mit einem nur dreiwöchigen Praktikum noch lange nicht absehen kann, ob einem der Beruf liegt, weil so viel dazugehört. Das würde (vielleicht) verhindern, dass Auszubildene die Ausbildung nach einem Jahr evenutell abbrechen, weil sie erst jetzt erkennen, dass der Beruf doch nicht das ist, was sie sich erhofften.

Und dann kommt auch noch die Tatsache hinzu, dass viele gut studierte Leute für ihre Arbeit einfach zu wenig Geld bekommen. Die ganzen 400 Euro und 1 Euro Jobber....das frustiert schon die jungen Menschen. Wozu soll man lernen, wenn man für seine Arbeit so wenig bekommt?


Zitat (Ludwig @ 10.04.2010 12:52:48)
... ich würde für die Einführung des finnischen Schulsystems plädieren...

Oh, nachdem ich den Link gefunden und gelesen hatte, mußte ich zu meiner Bestürzung feststellen, daß es das in Teilen Deutschlands schon mal gab, aber warum wurde es abgeschafft??? War es zu gut???

Ludwig, wenn du auch verbannt bist aber doch wohl mitlesen kannst, hast du recht.
Die finnische Bildungsministerin war, ehe sie in dieses Amt berufen wurde, Professorin oder
Dozentin :verwirrt: an der Pädagogischen Hochschule in Potsdam und kannte unser
Bildungssystem aus dem FF.

Deswegen wurde sie in die Heimat zurückberufen um dieses System mit geringen
Abwandlungen in Finnland einzuführen. rofl

Zitat (Chucko @ 10.04.2010 13:08:37)
:daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch: :daumenhoch:
Ich bin ganz Deiner Meinung, das System muß überarbeitet werden.
Da ich aus der ehem. DDR bin, hab ich mir schon oft die Frage gestellt: Wie kann man nach 3 1/2 Jahren schon entscheiden und die Weichen für die Zukunft stellen.
In der DDR wurde nach 8 Jahren entschieden ob bleibt und mit der 10.Klasse die Schule abschließt oder ob man dann zur Penne geht und mit der 12.Klasse abschließt.
Ich denke in der 8.Klasse sind die Schüler schon so weit, daß man da eine Entscheidung ziehmlich sicher treffen kann.
Es gab sogar Ausnahmefälle, da konnte man nochmal ab der 10.Klasse zur Penne wechseln.

Bloß dieses DDR-Schulsystem mußte ja weg.
Man hätte es ja auch nicht komplett übernehmen müssen, aber aus beiden das Beste rauspicken und umsetzen.
Mit den 13Jahren Abi wird ja jetzt auch schon teilweise so verfahren, es wird auf 12Jahre zurückgeschraubt.

@ Ela
wenn Du richtig gelesen hättest, hättest Du auch gesehen, das wir einem jungen Mann mit 3 und 4 eine Chance gegeben haben. Doch leider hat es nicht so geklappt wie wir uns es gedacht haben.
Er war, wie schon gesagt, auch kein guter Praktiker.
Bei uns werden nur noch junge Leute ausgebildet, die als schlechteste Note in den wichtigen Fächern eine 3 haben.
Die Azubis sollen ja mal unsere Firma als Gesellen unterstützen.

Wir erwarten keinesfalls, das die jungen Leute Kenntnisse des 1.Lehrjahres mitbringen.

Wir erwarten aber das das 1x1 und andere Grundrechenarten sitzen und das die physikalische Grundlagen aus der 10jährigen Schulausbildung abrufbar sind.

Das andere bekommen sie, entsprechend dem Beruf bei uns beigebracht.
Sie werden auch als Auzubis eingesetzt und nicht als billige Arbeitskräfte.
Es gibt sicher Firmen, wo es verkehrt läuft, doch scher bitte nicht alle über einen Kamm.

Ich gebe dir recht chuko, nach 8 Jahren war die Entscheidung schon bei mir, also 1958 fällig.
Bei meiner Tochter, 04/1970 geboren, gingen alle bis zur 10. Klasse gemeinsam und konnten sich dann entscheiden, entweder Beruf oder Abi.
Und es bekam jeder eine Lehrstelle. Oft war es nicht der Traumberuf. Aber wer bekommt
den denn heute schon?
Wer aber diese Leistung nicht erbringen konnte, ging nach der 7. (mehrmals sitzengeblieben) oder nach der 8. Klasse ab und erlernte in 3jähriger Ausbildung einen sogenannten Teilberuf und
hatte dann auch einen Abschluss darüber. Im Gesundheitswesen war es zum Beispiel die
Pflegerin statt der Krankenschwester.

Zitat (Sparfuchs @ 12.04.2010 09:35:10)

Die Schulen müssten mehr Sozialdienste haben und gegen die Eltern müsste es Sanktionen hageln, wenn Sie ihren Pflichten nicht nachkommen.

Was und weshalb Sanktionen, gegen Eltern?
Wie meinst Du das?

Ich frag mich erstens einmal: was soll mann heut zu tage Studieren DASS mann bereit ist solche stellen anzunehmen!?
und zweitens, wo bekommt mann heut zu tage eine gute Ausbildung ohne dass mann laenge mal breite zahlen muss!?
:unsure:


Zitat (fruttitutti @ 25.07.2010 01:50:15)
Ich frag mich erstens einmal: was soll mann heut zu tage Studieren DASS mann bereit ist solche stellen anzunehmen!?
und zweitens, wo bekommt mann heut zu tage eine gute Ausbildung ohne dass mann laenge mal breite zahlen muss!?
:unsure:

Und was willst du damit sagen? Erkläre dich mal exakter. Ich verstehe nicht was du meinst.

"solchen stellen"????

Was für Stellen meinst du?


"eine gute Ausbildung ohne dass mann laenge mal breite zahlen muss!?"

Was für eine Ausbildung meinst du?
Ich hab für meine klassische Ausbildung zum Kaufmann im Groß und Außenhandel nix zahlen müssen.
Ja, mein Studium hat dann Geld gekostet.


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