Alkoholismus: Konsum schon bedenklich?


Hallo zusammen,

ich habe einen lieben Bekannten, der allein lebt, sehr gebildet und noch berufstätig ist. (hat sogar einen Doktortitel).

Nun erzählte er mir beiläufig, dass er jeden Abend mindestens eine Flasche Crémant trinkt (allein), manchmal auch 1-2 Flaschen Rotwein (also nicht nur am WE).
Er könne jederzeit damit aufhören, hätte auch vor 2 Wochen mal 2 Tage keinen Alkohol getrunken.
Dazu muss man noch sagen, dass er als guter Weinkenner allseits geschätzt wird.

Aber für mich klingt das eindeutig nach Sucht.

Andeutungen dahingehend blockt er ab, zieht sie in Lächerliche oder sonstwas.

Ich möchte ihm gerne helfen, weiß aber nicht wie....

Kann mir jemand helfen?

Gruß


:o Das hört sich sehr bedenklich an !
Ich glaube aber nicht das du ihm helfen kannst.
Das muss er schon selber wollen.


Euweh - da ist guter Rat teuer....
Solange dein Bekannter nicht selbst erkennt, dass er ein Problem mit dem Alkohol hat, kannst du (meiner Erfahrung nach) nichts tun. Die Erkenntnis muss bei ihm wachsen. Bei allem Weiteren (AA, evtl. Entzug etc.) kannst du ihm dann sicher helfen - aber solange er sich dem Problem nicht stellt, null Chance!


Hey nettchen,

dass Du deinem Bekannten helfen möchtest, ehrt dich sehr, ist aber völlig vergebens.
Erstens kann man die Menge, aber der Alkohol zum Problem wird, nicht genau festlegen (obwohl mir persönlich der Konsum deines Bekannten und auch sein Verhalten (Lächerlich machen ect) schon problematisch erscheinen), zweitens ist es nicht Deine Angelegenheit.

Ich habe in der Familie einen Fall von Alkoholismus gehabt - glaub mir, das kann die Leute, die es nur gut meinen, und helfen wollen, so tief mit runter ziehen...
Natürlich ist es scheiße, wenn alle nur weg gucken, aber es ist Sache des Betroffenen und seines engsten Umfelds, dieses Problem anzusprechen und zu beheben.

Wenn Du ihn darauf ansprichst, wird er alles abstreiten, ins Lächerliche ziehen oder - im extremsten Fall - den Kontakt zu dir abbrechen, um weitere Konfrontation zu vermeiden.


Zitat (Cambria @ 12.06.2010 18:27:54)
Hey nettchen,

dass Du deinem Bekannten helfen möchtest, ehrt dich sehr, ist aber völlig vergebens.
Erstens kann man die Menge, aber der Alkohol zum Problem wird, nicht genau festlegen (obwohl mir persönlich der Konsum deines Bekannten und auch sein Verhalten (Lächerlich machen ect) schon problematisch erscheinen), zweitens ist es nicht Deine Angelegenheit.

Ich habe in der Familie einen Fall von Alkoholismus gehabt - glaub mir, das kann die Leute, die es nur gut meinen, und helfen wollen, so tief mit runter ziehen...
Natürlich ist es scheiße, wenn alle nur weg gucken, aber es ist Sache des Betroffenen und seines engsten Umfelds, dieses Problem anzusprechen und zu beheben.

Wenn Du ihn darauf ansprichst, wird er alles abstreiten, ins Lächerliche ziehen oder - im extremsten Fall - den Kontakt zu dir abbrechen, um weitere Konfrontation zu vermeiden.

Geanu das ist aber das Problem.
Seit er geschieden ist, bemerkt das anscheinend niemand bzw. fühlt sich niemand zuständig, und seine eigenen Geschwister und die Eltern (sind schon über 80) leben ca. 200 km weg.

Ich fühle mich so hilflos.....

sorry, wollte nur die mittlere Passage zitieren (...engstes Umfeld)


Ob er körperlich abhängig ist kann man so aus der Ferne nicht beurteilen, dazu könnte wohl nur sein Hausarzt was sagen. Jedenfalls ist sein Alkoholkonsum bedenklich und gesundheitsgefährdend - und das er als "Beweis" für seine Selbstkontrolle angibt, mal 2 Tage lang nichts getrunken zu haben... sorry, aber klingt für mich eher nach Selbstbetrug. Er ist sicher davon überzeugt alles im Griff zu haben, und vielleicht ist das auch so, kann ich nicht beurteilen. Aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich. Er trinkt soviel sicher auch nicht um des Genusses Willen - 2 Flaschen Wein schmecken nicht so toll, und der nächste Morgen ist mies. Wenn er meint davon nicht betrunken zu sein muss er sich dringend untersuchen lassen, denn so eine Gewöhnung geht meist mit einem Leberschaden einher.

Die Frage ist nur was man machen kann solange er nicht einsieht dass sein Konsum nicht normal ist. Ich fürchte dass man einen Süchtigen nicht überzeugen kann, denn wenn er die Einsicht hätte wäre es gar nicht erst soweit gekommen.


Fährt der noch Auto?
Dann laß ihn abfangen zur Alkoholkontrolle. Günstigstensfalls ist der Führerschein dann weg.
Dann wird kontrolliert für ihn (und andere) gedacht. Mit etwas oder viel Glück ändert sich auch für ihn was gravierend für die Zukunft.
Klingt erst mal fies. Ist es aber, wenn man alles konsequent zusammenrechnet, nicht.

Ohne einschneidendes Ereignis ändert sich garantiert nichts. Eine Zeitlang zu Fuß gehen o.ä. ist noch das Harmloseste.


Er fährt jeden Morgen um 5.30 über die Autobahn ca. 20 km.
Klingt wirklich sehr fies...

Und dann kann ich doch nicht einfach zur Polizei gehen, die schicken um diese Zeit jemand los, und dann wars zufällig an diesem Tag nichts.


Zitat (nettchen @ 12.06.2010 18:40:36)
sorry, wollte nur die mittlere Passage zitieren (...engstes Umfeld)

Du kannst in dem Fenster unter dem "normalen" Antwortfenster den Beitrag, den du zitieren möchtest, bearbeiten.

Nettchen, du bist nicht für diese Person zuständig. Also mach seine Probleme nicht zu deinen.
Normalerweise rate ich immer dazu, anderen zu helfen. Aber bei Suchterkrankungen ist das etwas anderes. Es gibt das Phänomen der co-Abhängigkeit (frag mal Wikipedia dazu) - da ist man schneller drin, als einem lieber sein kann.
Außerdem haben suchtkranke Menschen oft die unangenehme Eigenschaft, andere zu okkupieren und sie ihre Probleme lösen zu lssen. Ich spreche aus Erfahrung... leider.

Wahrscheinlich hast Du Recht.
Hab eigentlich wirklich selbst genug Probleme.
Aber ich glaube, die Kranken finden immer irgendwelche Entschuldigungen für ihr Verhalten.

Vor Jahren hat mal ein Arbeitskollege (der auch gerne was trank) gesagt: "Dummheit frisst, Intelligenz säuft..."

Der Satz fällt mir nur in diesem Zusammenhang wieder ein.


Es ist leider so, dass auch viele gut gebildete Menschen dem Alkohol verfallen. Soviel ich weiß, haben Anwälte, Ärzte und Piloten (!) als Berufsstände die höchsten Säuferraten.
Ist halt auch das Dämliche, dass Alkohol die einzige völlig sozial akzeptierte Droge ist. Herr oder Frau Dr. können sehr viel einfacher und ohne Konsequenzen der sozialen Kontrolle zu fürchten, mal einen zu viel trinken, wobei der Heckmeck groß wäre, wenn sie sich in einer Abendgesellschaft mal eben nen Joint anstecken würden.

Naja, aber das spielt ja alles auch keine Rolle, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - Wichtig ist nur, dass Du dich da raus hältst, nettchen. Du hast wirklich keine Verantwortung für ihn und musst dich nicht schlecht fühlen, wenn Du nicht eingreifst.
Ich würde dir auch von solchen Aktionen wie "Polizei wegen einer Alkoholkontrolle rufen" abraten. Solange er nicht dirgegenüber im Suff ausfällig wird oder seine Sucht nicht andere direkte Auswirkungen auf dein Leben hat, lass die Finger von ihm oder Heilversuchen.


das klingt schon sehr bedenklich, vor allem wegen der Regelmäßigkeit und der Mengen, die er trinkt. Ein "normaler" Mensch würde nicht mal eben alleine eine Flasche Crémant oder 1-2 Flaschen Rotwein trinken können, ohne eine Alkoholvergiftung zu bekommen. (Was viele nicht wissen: Alleine schon das Übergeben nach zu viel Alkohol ist ein Zeichen von Alkoholvergiftung....) Alkoholkranke können solche Mengen durch jahrelanges Training vertragen, was vielfach das Feststellen einer Sucht verhindert.
Aber solange dein Bekannter nicht selber einsieht, dass er ein Problem hat, wirst du ihm vermutlich nicht helfen können. Leider ist das so wie bei allen Süchten, dass der Betroffene selbst meist nicht sieht, dass er ein Problem hat.
Möglicherweise gibt es bei dir in der Nähe eine Suchtberatungsstelle, wo du dich informieren kannst, wie du dich am Besten verhältst.


Klar kannst du zur Polizei gehen. Die sind dir dafür dankbar, wenn sie eingreifen können, bevor sie einen Unfall protokollieren müssen. -_-
Die sind sowieso 24 h unterwegs, können ihre Fahrtroute etwas variieren. Wenns beim ersten Mal nicht klappt, wird halt öfts wiederholt. Ist völlig normal. Die werden den dann anhalten, eine unverfängliche Frage stellen und dessen Antwort auf ausgehauchte Abbauprodukte von Ethanol beschnuppern. Wies dann weitergeht, kannst du dir selbst zusammenreimen ...


Zitat (Cambria @ 12.06.2010 19:20:00)
Ich würde dir auch von solchen Aktionen wie "Polizei wegen einer Alkoholkontrolle rufen" abraten.

Ich habe jemanden in meinem Bekantenkreis, der wegen so einem Suffkopf im Rollstul sitzt. Seit dessen Unfall laß ich jeden, der mir bekanntermaßen mit Alkohol im Blut Auto fährt, abfangen.

Kann mich da Karla nur anschließen. Klar ist es für den Bekannten alles andere als toll, aber er gefährdet andere Menschen. Ich würds tun. Vielleicht kann sowas auch die Augen öffnen.


..und dann schon allein die aussage "zwei tage nichts getrunken, also ist doch alles ok". das ist ja völlig lächerlich. es gibt doch beim alkoholismus die unterschiedlichsten formen. manche saufen sich nur ab und zu mal die birne weg, aber in schönster regelmäßigkeit und sind trotzdem alkoholiker. quartalssäufer.....

ich würde ein wirklich ernstes gespräch mit dem freund suchen und wenn er ein freund ist, nimmt er deine sorgen auch ernst. tut er das nicht, ist ihm der alk wichtiger und ganz ehrlich? ich würde mich da auch nciht mit reinziehen lassen wollen...

hast du denn kontakt zu den geschwistern?


Ach Leute ein Fläschchen Wein ist doch nicht wild,das macht gerade mal ca:0,8=°/oo ;)
Eine Flasche Wein (13%) innerhalb von 3 Stunden getrunken ergibt bei einem 80 Kilo-Mann ein Promille-Max. von etwa 0,87°/oo. Weitere kleinere Einflußfaktoren sind Trinkgewohnheit und Magenfüllung (ein voller Magen verzögert etwas die Alkoholaufnahme). Beim o.g. Beispiel reduziert sich dadurch das Promille-Max. auf etwa 0,74°/oo.
Quelle (wenn Butzi kommt)

Und wird bei 7 Stunden Schlaf abgebaut :P,also warum soll er nicht Auto fahren am nächsten Morgen? :pfeifen:

Ich Trinke auch Täglich Wein,oder ein paar Bier :rolleyes: was bei uns kein Alkohol ist sondern Grundnahrungsmittel :lol:
Auserdem vertragen Männer mehr als Frauen.

Bearbeitet von wurst am 12.06.2010 21:21:17


Ich kann mir nicht helfen, wurst. Manchmal denke ich, irgendwie hast Du leicht einen an der Waffel.
Auf jeden Fall, wenn das hier von Dir Geschriebene wirklich Deine Meinung ist.

Wer jeden Abend 1 - 2 Flaschen Rotwein trinkt, ist nach dem Genuss desselben absolut nicht mehr fahrtüchtig.
Wer jeden Abend diese Menge trinkt, macht das ja nicht innerhalb einer oder zwei Stunden, sondern der Abend wird wohl länger.
Ist dann also absolut nichts mit 7 Stunden Schlaf und Alkoholabbau.
Jeder Mediziner kann Dir übrigens sagen, dass das sowieso nicht stimmt. Restalkohol ist immer noch im Blut, auch nach 7 Stunden Schlaf.

Unbegreiflich Dein Beitrag! :angry:


Das ist definitiv Alkoholabhängigkeit... :o

Schaue doch auch ergänzend mal auf die einschlägigen Seiten der Gesundheitszentrale für gesundheitl. Aufklärung und bestelle Dir dort Infomaterialien zu Alkoholismus.

Ich selbst habe mich viel und lange mit diesem Thema beschäftigt / beschäftigen müssen und zahlreiche Literatur zum Thema gelesen.

Ich finde Alkohol eine absolut gefährliche, dumm machende, in unserer Gesellschaft tolerierte Droge. Die Verharmlosung ist echt eine Schande in meinen Augen....

Risikoarmer Konsum gelingt nur den Wenigsten und die tägliche noch risikoarme Menge Alkohol Männer / Frauen ist so gering, da schlackern den meisten Menschen die Ohren, weil sie so (weit) 'drüber liegen....


Zitat (wurst @ 12.06.2010 21:18:19)
Täglich Wein,oder ein paar Bier :rolleyes: was bei uns kein Alkohol ist sondern Grundnahrungsmittel :lol:
Auserdem vertragen Männer mehr als Frauen.

Außerdem kommts dort auf einen Toten nicht an, Bayerischer Staatsminister für Verkehr wird man trotzdem noch. In Bayern ist Bier ein Heiligtum, das halt Opfer fordert. :P


Otto Wiesheu
1993-2005: Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Am 29. Oktober 1983 verursachte Wiesheu auf der Autobahn München-Nürnberg unter Alkoholeinfluss (1,75 Promille) einen schweren Verkehrsunfall, bei dem er den 67-jährigen Rentner Josef Rubinfeld tötete und dessen 41-jährigen Begleiter schwer verletzte. Nachdem der Bayerische Landtag daraufhin Wiesheus Immunität aufgehoben hatte, wurde er in erster Instanz vom Amtsgericht München im Oktober 1984 zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten ohne Bewährung verurteilt. In zweiter Instanz verurteilte ihn das Landgericht München I 1985 rechtskräftig wegen grob fahrlässiger Tötung zu 12 Monaten Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie zu einer Geldstrafe von 20.000 DM.
...
Nachdem Edmund Stoiber zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden war, wurde Wiesheu am 17. Juni 1993 zum Bayerischen Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie ernannt, wobei seine Zuständigkeit für den Bereich Verkehr angesichts seines Unfalls kritisiert wurde.
Quelle: Wikipedia


Die Reaktionszeit verlängert sich durch Alkohol rapide. Da hilft alles Üben nichts, auch nicht bei einem Bayer. -_-

Zitat (Hilla @ 12.06.2010 21:45:17)
Ich kann mir nicht helfen, wurst. Manchmal denke ich, irgendwie hast Du leicht einen an der Waffel.
Auf jeden Fall, wenn das hier von Dir Geschriebene wirklich Deine Meinung ist.

Wer jeden Abend 1 - 2 Flaschen Rotwein trinkt, ist nach dem Genuss desselben absolut nicht mehr fahrtüchtig.
Wer jeden Abend diese Menge trinkt, macht das ja nicht innerhalb einer oder zwei Stunden, sondern der Abend wird wohl länger.
Ist dann also absolut nichts mit 7 Stunden Schlaf und Alkoholabbau.
Jeder Mediziner kann Dir übrigens sagen, dass das sowieso nicht stimmt. Restalkohol ist immer noch im Blut, auch nach 7 Stunden Schlaf.

Unbegreiflich Dein Beitrag! :angry:

Hilla,trinkst du auch ab und an was? :lol: oder hast du gerade :o

Mach dich erst mal schlau,bevor du Ausfallend wirst :P

(IMG:http://www.tuev-sued.de/uploads/images/1134987075669673433869/trichter.gif)
Bildquelle :pfeifen:

Edit.
Zitat (Karla)
Die Reaktionszeit verlängert sich durch Alkohol rapide. Da hilft alles Üben nichts, auch nicht bei einem Bayern.


Aber ein paar Stunden Schlaf :P

Bearbeitet von wurst am 12.06.2010 22:15:15

Da muss ich mich nicht schlau machen, wurst. Jeder (oder fast jeder) kennt wohl das Gefühl am nächsten Morgen, wenn man mal "einen über den Durst" getrunken hat.
Zwei Flaschen Rotwein sind hundertprozentig darüber.

Ich bin nicht ausfallend geworden, das ist meine Meinung. Getrunken habe ich bisher nur Wasser und das wird auch so bleiben.
Deine Bemerkung diesbezüglich sagt schon wieder alles. Schade, dass man nicht sehen kann, was Du gerade machst.

Diese ganze Verharmloserei bringt niemanden weiter. Vor allem nicht die Familien, die deshalb Angehörige verloren haben.

@Arabärin,
eine Alkoholvergiftung hat man allerdings nach dem Genuss von 1-2 Flaschen Wein auch noch nicht in der Regel. Sonst könnte der Typ am nächsten Morgen ja nicht fahren, sondern wäre längst in einer Klinik. Dahin gehört man nämlich mit einer Alkoholvergiftung.


Zitat (Hilla @ 12.06.2010 22:26:31)

Deine Bemerkung diesbezüglich sagt schon wieder alles. Schade, dass man nicht sehen kann, was Du gerade machst.


Ich Trink eine lecker Flasche Merlot,und denk an dich :lol:

Ein Mensch kann Alkoholiker sein, d.h. alkoholabhängig, und trotzdem relativ unauffällig leben und auch seiner Arbeit nachgehn. Er muß deswegen kein "Penner" sein, der unrasiert zu Hause im Chaos oder unter Brücken wohnt.
Seine Bemerkung....mal 2 Tage ohne... zeigt ganz deutlich, daß er sein Problem im Grunde kennt und schönreden will.
Die Sache mit der Polizei ist nicht verkehrt. Wenn er wirklich eines Tages einen Unfall baut, machst du dir sonst Vorwürfe.
Ein Führerescheinentzug für 1 Jahr und anschließende MPU hat schon manchen "trockengelegt".
Ist er ein Mann , der evtl. für dich als Partner in Frage käme? Die Frage ist, warum er es dir erzählt hat.
Will er dich vorwarnen, falls dir mal bei ihm etwas auffallen sollte ?

Wenn du etwas für ihn tun willst, frag ihn bei Gelegenheit, ob er regelmäßig zum Doc geht und den Zustand seiner Leber kennt. Alles andere ..gut zureden, Termin bei AA usw. .. bringt nix, das muß ER selbst WOLLEN


Zitat (Hilla @ 12.06.2010 22:26:31)
Da muss ich mich nicht schlau machen, wurst. Jeder (oder fast jeder) kennt wohl das Gefühl am nächsten Morgen, wenn man mal "einen über den Durst" getrunken hat.
Zwei Flaschen Rotwein sind hundertprozentig darüber.

Eben das ist das Problem bei regelmäsigem Alkoholkonsum. Je länger der Zeitraum ist in dem man die Menge (in dem Fall 2 Flaschen) trinkt, desto mehr gewöhnt sich der Körper daran. Dem Trinker fällt es nicht mehr auf dass sein Körper betüddelt ist.
Also sind für einen starken Trinker 2 Flaschen Wein wie für einen Nichttrinker ein Bier!
Und auch die Leber ist andere Mengen gewöhnt!

Aber die Polizei würde ich nicht gleich rufen... lauer ihm einfach mal auf und lass ihn morgends beim Einsteigen ins Auto auf und lass ihn in so einen Alkomaten aus dem Supermarkt blasen... wenn da nicht 0,0 steht sollte ihm das schon mal zu denken geben... und er hat seinen Lappen vorerst noch. Immerhin muss er auch seine Brötchen verdienen. Sollte das nicht fruchten kannst du immer noch die Staatsmacht einschalten!

ehrlich gesagt ist der alkohol am steuer, das einzige was ich aus DDR zeiten als absolut gut befunden habe, da gab es nur 0,0 nicht mehr und nicht weniger.
aber jetzt glauben ja alle das es nicht schlimm ist.
aber die wenigsten wissen das es nur geduldet ist.
wenn doch ein unfall passiert dann ist derjenige doch mit schuld, selbst wenn er nicht wirklich schuld war.

auch ich habe damals (1982) die polizei gebeten, meinen (jetzt ex)mann aus dem verkehr zu ziehen.
hatte ich keine scheu.
er hatte getrunken und fuhr dann späht nachts los, (war in bereitschaft) ich hatte ihm gesagt er soll sich melden das er nicht fahrtüchtig sei.
davon wollte er nichts hören, also er aus dem haus und ich habe die polizei angerufen.
besser so als tot, noch schlimmer! andere auf dem gewissen.


helfen wirst du ihn leider nicht können, das haben dir schon alle gesagt :trösten:
aber lasse dich nicht mit runter ziehen.

leider müssen solche menschen von allen fallen gelassen werden, nur so erkennen sie ihre eigene situation.
erst so kommen sie wieder auf die beine.


Zitat (Hilla @ 12.06.2010 22:26:31)
Da muss ich mich nicht schlau machen, wurst. Jeder (oder fast jeder) kennt wohl das Gefühl am nächsten Morgen, wenn man mal "einen über den Durst" getrunken hat.
Zwei Flaschen Rotwein sind hundertprozentig darüber.

Ich bin nicht ausfallend geworden, das ist meine Meinung. Getrunken habe ich bisher nur Wasser und das wird auch so bleiben.
Deine Bemerkung diesbezüglich sagt schon wieder alles. Schade, dass man nicht sehen kann, was Du gerade machst.

Diese ganze Verharmloserei bringt niemanden weiter. Vor allem nicht die Familien, die deshalb Angehörige verloren haben.

@Arabärin,
eine Alkoholvergiftung hat man allerdings nach dem Genuss von 1-2 Flaschen Wein auch noch nicht in der Regel.  Sonst könnte der Typ am nächsten Morgen ja nicht fahren, sondern wäre längst in einer Klinik. Dahin gehört man nämlich mit einer Alkoholvergiftung.

naja ich trink auch gut und gerne mal 2 1,5liter flaschen sangria und bin dann nicht besoffen von daher... :D wurst hat schon recht.

Zitat (Schwaller @ 12.06.2010 23:02:25)
Eben das ist das Problem bei regelmäsigem Alkoholkonsum. Je länger der Zeitraum ist in dem man die Menge (in dem Fall 2 Flaschen) trinkt, desto mehr gewöhnt sich der Körper daran. Dem Trinker fällt es nicht mehr auf dass sein Körper betüddelt ist.
Also sind für einen starken Trinker 2 Flaschen Wein wie für einen Nichttrinker ein Bier!
Und auch die Leber ist andere Mengen gewöhnt!

Aber die Polizei würde ich nicht gleich rufen... lauer ihm einfach mal auf und lass ihn morgends beim Einsteigen ins Auto auf und lass ihn in so einen Alkomaten aus dem Supermarkt blasen... wenn da nicht 0,0 steht sollte ihm das schon mal zu denken geben... und er hat seinen Lappen vorerst noch. Immerhin muss er auch seine Brötchen verdienen. Sollte das nicht fruchten kannst du immer noch die Staatsmacht einschalten!

Schwaller,
warum zitierst Du mich, wenn Dein Beitrag sich überhaupt nicht auf mein Posting bezieht?
Über das, was Du schreibst, habe ich doch gar nicht gesprochen.

Zitat (nettchen @ 12.06.2010 18:12:22)
Hallo zusammen,

ich habe einen lieben Bekannten, der allein lebt, sehr gebildet und noch berufstätig ist. (hat sogar einen Doktortitel).

Nun erzählte er mir beiläufig, dass er jeden Abend mindestens eine Flasche Crémant trinkt (allein), manchmal auch 1-2 Flaschen Rotwein (also nicht nur am WE).
Er könne jederzeit damit aufhören, hätte auch vor 2 Wochen mal 2 Tage keinen Alkohol getrunken.
Dazu muss man noch sagen, dass er als guter Weinkenner allseits geschätzt wird.

Aber für mich klingt das eindeutig nach Sucht.

Andeutungen dahingehend blockt er ab, zieht sie in Lächerliche oder sonstwas.

Ich möchte ihm gerne helfen, weiß aber nicht wie....

Kann mir jemand helfen?

Gruß

Ich frage mich gerade, ob wir zufälligerweise den gleichen Bekannten haben....

Wie einige schon schrieben, Du wirst daran leider nichts ändern können. Mediziner (und auch andere Akademiker) sind da besonders schlimm und ich habe deswegen mit meinem Bekannten auch schon heftigste Diskussionen gehabt, weil der einerseits immer Reden über alkoholkranke Menschen schwingt, aber andererseits davon überzeugt ist, daß er davon selber nicht betroffen ist, da er seine tägliche Ration an 20-Euro-Pullen vom Weinhändler bezieht, vorher dekantiert und seine Saufgelage auf niveauvolle Weise zelebriert.

Übrigens wird auch er als guter Weinkenner im Bekanntenkreis sehr geschätzt.

Das ist wie bei jeder anderen Sucht: Die Betroffenen müssen erst mal selber auf`s Maul fallen. Bevor das geschieht, hilfst Du Deinem Bekannten am meisten, indem Du nichts tust; auch, wenn das sehr schwer fällt! :(

Bearbeitet von Heiabutzi am 12.06.2010 23:45:04

Zitat (Sylar2015 @ 12.06.2010 23:35:23)
naja ich trink auch gut und gerne mal 2 1,5liter flaschen sangria und bin dann nicht besoffen von daher... :D wurst hat schon recht.

Das ist ja gerade das Dumme - wer angetrunken ist, findet sich noch vollkommen nüchtern.
Ich hoffe, Du fährst nach dem Sangria-Genuss nicht mehr.
Wenn es fertiger Sangria ist, dann steckt da soweit ich weiß, sowieso nicht viel dahinter. Schmecken tut der aber auch nicht.

Zitat (Sunday @ 12.06.2010 22:32:39)

Ist er ein Mann , der evtl. für dich als Partner in Frage käme? Die Frage ist, warum er es dir erzählt hat.
Will er dich vorwarnen, falls dir mal bei ihm etwas auffallen sollte ?


Er wäre irgendwie mal vor einiger Zeit "in Frage gekommen", aber dieser ständige Alkoholgenuss hat mich schon sehr abgeschreckt.

Und ja, er geht regelmäßig zum Arzt. Nur, ob er das Thema anspricht, weiß ich natürlich nicht.

Er meinte auch, als ich zögernd reagierte, ob ich meinte, er sei Alkoholiker...., und als ich dann bejahte, kam die übliche Reaktion mit "ins Lächerliche ziehen"...

Heute bin ich froh, meinen Kindern das nicht zugemutet zu haben.

Danke mal für Eure Antworten, aber ich muss jetzt ins Bett.
Freue mich aber über die rege Diskussion, die mir zeigt, dass das Thema doch gegensetzliche Meinungen auslöst.

Bis Morgen, gute Nacht an alle.

Zwei Flachen Wein ist deutlich zu viel - das kann für einen jungen Menschen zwar noch weggesteckt werden, aber wenn du älter wirst, wird es dir der Körper nicht danken.

Was mich nachdenklich stimmt, ist eben dieses alleine trinken - Freund von mir ist Manager bei Siemes, der trinkt fast jeden Abend eine Flasche Whiskey und das stärkeste war Harry Rowolt mal in einer Lesung zu erleben. Der hat - und das ist ungelogen, eine tolle Lesumg gemacht und dabei eine Flasche Whiskey getrunken. Mein Prof - im pädagogischen Institut war eigentlich immer besoffen, aber man hat es ihm nie angemerkt - er kam dann schon mal mit Wunden zur Vorlesung - er ist halt mal gefallen - aber er ist ein toller Typ gewesen

Und was auch wichtig ist - Alkoholiker geben es nur dann zu, wenn sie ganz am Boden liegen - da ist die Schwelle für jeden Einzelnen eben anders. Solange du dein Leben führen kannst, besteht kein Grund das zu ändern, aber irgend wann macht der Körper nicht mehr mit.

Die Polizei anzurufen, finde ich nicht o.k. - da ist ja schon ein Hass entstanden, mir dem du nicht umgehen kannst.
Ich finde es aber auch nicht gut, wenn der Mann besoffen Auto fährt. Vielleicht kannst du ihn überreden, einen Entzug zu machen.


Zitat (markaha @ 13.06.2010 00:02:51)
Zwei Flachen Wein ist deutlich zu viel - das kann für einen jungen Menschen zwar noch weggesteckt werden, aber wenn du älter wirst, wird es dir der Körper nicht danken.



Die Rede war von 1 bis 2 Flaschen ;) und wie jung ist jung? :hmm:

Also ich als 55jähriger Trinke die heutige Jugend noch locker unter dem Tisch :lol:

Aber Leute kennst du. :unsure:

Zitat (Hilla @ 12.06.2010 23:44:09)
Das ist ja gerade das Dumme - wer angetrunken ist, findet sich noch vollkommen nüchtern.
Ich hoffe, Du fährst nach dem Sangria-Genuss nicht mehr.
Wenn es fertiger Sangria ist, dann steckt da soweit ich weiß, sowieso nicht viel dahinter. Schmecken tut der aber auch nicht.

oh wenn der eiskalt ist schmeckt der richtig lecker

Zitat (wurst @ 13.06.2010 00:33:05)
Die Rede war von 1 bis 2 Flaschen ;) und wie jung ist jung? :hmm:

Also ich als 55jähriger Trinke die heutige Jugend noch locker unter dem Tisch :lol:

Aber Leute kennst du. :unsure:

Sich auch noch damit zu brüsten....

Eigentlich ging es in diesem Thread doch um einen Hilferuf, wie man einem Alkoholiker aus dem Freundeskreis helfen könnte. Aber bei deinen rechtfertigenden Antworten könnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass dieser Lebensstil für dich gar nicht ungewöhnlich ist.

Scheint wohl so eine Art "Längenvergleich" unter Männern zu sein, dieses "Unter den Tisch saufen". Ich jedenfalls finde das hochgradig abstoßend und unerotisch. :kotz:

versehentlicher doppelpost, kann gelöscht werden

Bearbeitet von SturmFee am 13.06.2010 02:34:00


Zitat (SturmFee @ 13.06.2010 02:30:39)
Sich auch noch damit zu brüsten....

Eigentlich ging es in diesem Thread doch um einen Hilferuf, wie man einem Alkoholiker aus dem Freundeskreis helfen könnte. Aber bei deinen rechtfertigenden Antworten könnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass dieser Lebensstil für dich gar nicht ungewöhnlich ist.


Warum auch ich fühle mich nicht als Alkoholiker :P aber hier geht es auch darum,ab wann ist Frau/Mann Alkoholiker?
Und daran scheiden sich die Geister. :pfeifen:

Und nebenbei bemerkt:Ich sammle Schnapsflaschen,die Minis so 0,2-0,4 cl,aber noch alle voll ca.400 Stück.
Bin ich also Alkoholiker weil ich ab und zu was trinke,und Schnapsflaschen sammle :unsure:

Zitat (Sylar2015 @ 12.06.2010 23:35:23)
naja ich trink auch gut und gerne mal 2 1,5liter flaschen sangria und bin dann nicht besoffen von daher... :D wurst hat schon recht.

Dann geht es Dir anscheinend ähnlich wie dem im Eingangsposting beschriebenen Bekannten oder wie wurst - schon ziemlich an den Alkohol gewöhnt, d.h. die Toleranzgrenze ist schon recht hoch.
Ein nicht Abhängiger oder einer, der keinen Alkoholmißbrauch betreibt, könnte nach einer Flasche Wein kaum noch gerade gehen, geschweige denn Auto fahren.

Und - ein Alkoholiker fühlt sich i.d.R. auch nicht als solcher, @wurst.

Um aufs Eingangsposting zu kommen, nettchen wird dem Bekannten nicht viel helfen können, wenn der nicht von selbst drauf kommt, daß mit seinem Trinkverhalten "irgendwas nicht stimmt".
Man kann aber, wie es schon einige Male angeklungen ist, die Polizei rufen und bitten, diesen Kraftfahrer im Auge zu behalten, um Schlimmeres zu verhindern. Für Anregungen zur Unfall-Prävention ist die Polizei dankbar!

Ich denke nicht das Wurst ein Problem mit Alkohol hat,
er wird sicher ab und zu mal was trinken aber sicher hat er deswegen kein Alkoholproblem <_<

Ich frag mich ab wann hat man ein Alkoholproblem?
Ich zum Beispiel ...konnte früher nicht mal 1 Glas Sekt trinken schon hatte ich ein sitzen.

Heute vertrage ich viel mehr,
2 Sangria,3 Bier,1 Glas Sekt ....das hatte ich auf der letzten Feier getrunken und es hat mir nix ausgemacht.
Kommt allerdings ganz selten vor.

Vom Caipirinha dürfen es auch schonmal 2 sein :pfeifen:

Aber wie gesagt ich trinke nicht jeden Tag Alkohol.

Für mich hat jemand ein Alkoholproblem der täglich trinkt,
in meiner Familie gibt es jemand der trinkt jeden Tag sein Bier....ca.3-4 Große Dosen.
Wenn er mal nix an Bier im Haus hat flitzt er los um sich was zu besorgen,der braucht das ,er kann nicht sagen dann gibts heute halt nur Brause oder Wasser,außerdem hat er dann verdammt schlechte Laune.
Wenn man was sagt heißt es....quatsch ..bin doch kein Alki nur weil ich mein Bierchen trinke.
Habt ihr schon bemerkt das die Leute den Alkohol verniedlichen?

Bierchen ...wenn ich das schon höre :wacko:


Kann Cambria nur zustimmen. Die Betroffenen merken es erst wenn sie richtig im Dreck stecken. z.B nach einen durch Alkohol verursachten Unfall, oder den Verlust des Arbeitsplatzes.
Maria62


Zitat (fenjala @ 13.06.2010 10:44:06)
Ich denke nicht das Wurst ein Problem mit Alkohol hat...



...neee, aber ohne!

*duckundweg*

Spaß beiseite, ich denke, wenn Alkoholgenuß ein fester Bestandteil im Tagesablauf ist, kann man schon von Sucht sprechen.

Wenn man sich allerdings innerhalb kurzer Zeit eine Flasche Wein in den Kopf knallt und dann äußerlich normale Reaktionen zeigt, hat man ein ernsteres Problem.

Bei uns wurde neulich einer angehalten mit 3,7 Promille. Bevor ich annährend so einen Wert erreichen würde, hätte ich besimmt schon zehnmal gekotzt und folglich soviel Alkohol gar nicht hinunterbekommen. Wenn jemand allerdings mit 3,7 Promille noch in der Lage ist, ein Auto zu bedienen, dann handelt es sich hierbei um einen Härtefall.

Zitat
Spaß beiseite, ich denke, wenn Alkoholgenuß ein fester Bestandteil im Tagesablauf ist, kann man schon von Sucht sprechen.


In meiner Familie arbeitet jemand als ausgebildeter sozialer Betreuer für suchtkranke Menschen und aus seinen Berichten kann ich das nur bestätigen. Wenn solche Sprüchen wie "Alkohol ist Grundnahrungsmittel" kommen erzählt er gerne mal von seinen Betreuten, die inzwischen teilweise nicht mal mehr alleine einkaufen gehen können, Haus und Hof verloren haben, keine Kontrolle über ihr Leben haben. Solche Sprüche fallen dann nicht mehr so schnell. Seinen eigenen Alkoholkonsum hat er seit er in diesem Feld arbeitet auch sehr eingeschränkt.

Im übrigen kann ich den anderen nur zustimmen, dass man bei so etwas sehr vorsichtig sein soll, weil sich die Betroffenen sonst schnell abschotten. Kann auch gerne mal diesen Sozialarbeiter fragen, was er von der geschilderten Situation hält und es dir per PM schreiben, nettchen.

Zitat (witch_abroad @ 13.06.2010 11:10:30)
Kann auch gerne mal diesen Sozialarbeiter fragen, was er von der geschilderten Situation hält und es dir per PM schreiben, nettchen.

@ witch_abroad
Danke für das Angebot.
Natürlich würxd mich seine Meinung interessieren, aber du kannst ruhig hier schreiben, fallen ja keine Namen oder so...
Ich denke aber nach all den Berichten hier, dass ich mich nicht von ihm distanziere, aber auch nicht in dieses Problem reinhänge.
Auch zu seinen Geschwistern habe ich nicht den Kontakt, dass ich so ein sensibles Thema ansprechen werde, und solange er es selbst nicht einsieht, sind die Chancen auf Veränderung seines Trinkverhaltens eh gering.

Nur die Sache mit der Polizeikontrolle ist noch zu bedenken.
Denn natürlich will ich ihm nicht schaden, aber wenn andere zu Schaden kämen und das so zu verhindern wäre, ist das schon ein überlegenswerter Gedanke.
Vielleicht könnte ich so indirekt ihm und anderen helfen...

Zitat (witch_abroad @ 13.06.2010 11:10:30)
Wenn solche Sprüchen wie "Alkohol ist Grundnahrungsmittel" kommen

STOP!!! Nicht Alkohol sondern Bier ( gibt es auch alkoholfrei ;) ) ist ein Grundnahrungsmittel.

Heiabutzi bei mir steht immer eine offene Flasche Wein in der Küche,manchmal drei bis vier Tage :P
und was ist bei dir: innerhalb kurzer Zeit?

Bei mir verdunstet die immer von allein.. :pfeifen:


@fenjala,
Deiner Meinung nach - und das ist ja tatsächlich so - ist jemand, der jeden Tag Alkohol trinkt, bereits Alkoholiker.

Das war wurst's Aussage:
Ich Trinke auch Täglich Wein,oder ein paar Bier was bei uns kein Alkohol ist sondern Grundnahrungsmittel

Was ist das dann?

Momentan wird die Rolle rückwärts versucht - "es gibt ja auch alkoholfreies Bier" und "nur Bier ist in Bayern ein Nahrungsmittel, von Alkohol war keine Rede".
Was soll der Quatsch? Alkoholfreies Bier schmeckt nicht besonders. Wer gerne Bier trinkt, wird kein alkoholfreies trinken.
Und auch im Bier als "Nahrungsmittel" ist Alkohol.

Um mal auf die von Dir angegebene Menge zu kommen, die Du mal getrunken hast und Dich nicht
irgendwie beeinträchtigt fühltest - Du bist nach dessen Genuss aber sicher nicht mehr selbst mit dem Auto gefahren. Davon gehe ich erst einmal aus.


Zitat (Hilla @ 13.06.2010 13:39:29)
@fenjala,
Deiner Meinung nach - und das ist ja tatsächlich so - ist jemand, der jeden Tag Alkohol trinkt, bereits Alkoholiker.

Das war wurst's Aussage:
Ich Trinke auch Täglich Wein,oder ein paar Bier was bei uns kein Alkohol ist sondern Grundnahrungsmittel

Was ist das dann?

Hast schon Recht Hilla,
aber die Person die ich meinte kann gar nicht ohne sein Bier,
ist nix da muss was rangeschafft werden ,ohne geht nicht.

Ob das bei Wurst auch der Fall ist weiß ich nicht.
Ich denke wenn man kein Tag ohne Alkohol auskommt dann sollte man sich ernshafte Gedanken machen.

Ich habe auch kein Problem damit wenn jemand sein Feierabendbier trinkt,
ich denke auf die Menge kommt es an.

Das Bier kein Grundnahrungsmittel ist seh ich auch so.

Zitat (nettchen @ 12.06.2010 18:12:22)
Andeutungen dahingehend blockt er ab, zieht sie in Lächerliche oder sonstwas.

Ich möchte ihm gerne helfen, weiß aber nicht wie....

Sorry, Du kannst ihm nicht helfen!
Solange er davon überzeugt ist, dass er aus Spaß und nicht aus Sucht trinkt - wird ihm keiner (!!) vom Gegenteil überzeugen können.
Du machst Dir Sorgen um Ihn. Das kannst Du ihm sagen. Er wird es nicht verstehen (wollen oder können).

Ich persönlich, kann Dir nur den Rat geben, Dich bei einer Suchtgefährtung von ihm emotional zu lösen, bevor Du Dich in eine Co-Abhängigkeit gerätst weil Du ihm helfen willst - aber nicht kannst.

Hier oder hier:

Trinkertypen:

Alpha-Typ
"Problemtrinker", "Erleichterungstrinker", "Kummertrinker" und "Konflikttrinker". Psychisch abhängig, in dem Sinne, dass sie Alkohol verwenden, um körperliche oder seelische Belastungen leichter zu ertragen. Das Trinken ist zwar undiszipliniert, aber die Fähigkeit zur Abstinenz ist vorhanden. Es kommt zu keinem Kontrollverlust beim Trinken und es gibt keine Anzeichen einer körperlichen Abhängigkeit, allerdings kann eine zeitlich begrenzte Abhängigkeit entwickelt werden. Wesentlich ist bei diesem Typus, dass ihm offensichtlich in schwierigen Lebenslagen keine andere Strategie zur Verfügung steht und dass die dämpfende und entspannende Wirkung des Alkohols gesucht wird. Alphatypen trinken sowohl alleine als auch in Gesellschaft.

Beta-Typ:
"Gelegenheitstrinker", die weder psychisch noch körperlich abhängig sind, bei denen sich aber ernste gesundheitliche Folgen des Alkoholkonsums, wie Polyneuropathie, Gastritis, Leberzirrhose etc. abzeichnen. Diese Personen konsumieren manchmal übermäßig bis zum Rauschzustand Alkohol. Dieser Trinktyp findet sich gehäuft bei Jugendlichen; diese trinken in der Gruppe häufig an Wochenenden grosse Mengen von Alkohol.

Gamma-Typ:
"Gewohnheitstrinker", "süchtiger Trinker" oder "Rauschtrinker". Unregelmäßges Trinken. Gamma-Alkoholiker zeichnen sich durch eine erhöhte Alkoholtoleranz aus, die psychische Abhängigkeit ist stärker ausgeprägt als die ebenfalls vorhandene körperliche Abhängigkeit. Typisch für Gamma-Alkoholiker ist, dass sie im Verlauf eines Trinkaktes nicht mehr aufhören können zu trinken, obwohl sie selbst das Gefühl haben, bereits genug zu haben ("Kontrollverlust"). Sie können phasenweise abstinent bleiben, es kommt beim Trinken allerdings zum Kontrollverlust. Wenn diesen Personen der Alkohol nicht vorenthalten wird, dann sind sie in ihrem Verhalten eher unauffällig.

Delta-Typ:
"Spiegeltrinker" oder "Gewohnheitstrinker".Die Vertreter dieses Typus müssen täglich und regelmäßig trinken und zeigen keine Rauschsymptome. Delta-Alkoholiker zeichnen sich durch eine erhöhte Alkoholtoleranz aus, die körperliche Abhängigkeit ist stärker ausgeprägt als die ebenfalls vorhandene psychische Abhängigkeit und es kommt beim Trinken zwar nicht zum Kontrollverlust, aber Delta-Alkoholiker können sich des Alkoholkonsums nicht enthalten ("Unfähigkeit zur Abstinenz"), da sie sonst unter Entzugserscheinungen zu leiden hätten

Epsilon-Typ:
"Quartalsäufer", da Epsilon-Alkoholiker oft monatelang abstinent leben und dann in unregelmäßigen Abständen durchbruchsartig kurze Phasen exzessiven Alkoholkonsums erleben. Beim Epsilon-Alkoholiker ist die psychische Abhängigkeit wesentlich stärker ausgeprägt als die körperliche. Typisch sind in den Trinkphasen "Kontrollverluste", es besteht aber die Fähigkeit zur Abstinenz.


YO

Es ist immer schwierig von sucht zu reden, den die betroffenen geben es sehr selten zu. sie sagen immer das sie sofort damit aufhören könnten.
Leider ist es keinem wirklcih möglich diesen Leuten wirklcih zu helfen denn erst sie müssen einsehen das sie hilfe brauchen und das das nicht mehr normal ist.
Ich kenne selber 2 ALkoholiker und ich bin wegen ihnnen durch die Hölle gegangen weil ich immer dachte ich kann ihnen helfen.
Pass auf das du nicht in die co abhängigkeitgeräts!
Ansonsten wünsche ich dir noch viel glück



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