Anonymer surfen per UMTS-Stick?


Ich habe gehört, dass beim Surfen im Netz mit einem UMTS-Stick immer mehrere User eine IP-Nummer bekommen, was zur Anonymität beitragen soll. Ist da etwas dran?


Ich hoff mal nicht... sonst würden die "finsteren Gesellen" nur noch per Stick ihr Unwesen treiben!
Also alles vom illegalen Download bis zum Hacken würde dann nur noch vom Mobilen Internet aus gemacht werden... ich glaub das wär erstens schon lange bekannt und zweitens schnell abgeschafft!

Bearbeitet von Schwaller am 22.10.2010 18:41:04


wie ist dann dieser Bericht zu verstehen: -http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article8075571/Wie-Sie-Ihre-Spuren-per-UMTS-Stick-verwischen.html-


Kann ich mir nicht vorstellen, jeder PC muss eine Adresse haben, sonst kann er keine Seiten empfangen.
Ich glaube auch nicht, das es erlaubt wäre, zumal bei diesen Sticks eine Simkarte eindeutig zugeordnet werden kann.


In dem Artikel steht doch schon drin:

Zitat
Somit sind Dritte nicht in der Lage, die vom Mobilfunk-Provider zugewiesene IP-Adresse auf Sie zurückzuverfolgen – Sie gehen in der Masse der Nutzer unter. Achtung: Völllige Anonymität gewährleistet das Surfen per UMTS-Stick nicht! Anhand Ihrer SIM-Karte und der Seriennummer des Sticks (International Mobile Equipment Identity, kurz IMEI) ortet der Mobilfunkanbieter Sie problemlos. Die Methode hilft also nur, den Betreibern anderer Websites die eigene Identität vorzuenthalten.
Quelle: Welt.de

Das heißt also, dass z.B. ein anderer nicht genau bestimmen kann wo du dich gerade befindest, der Provider dich aber Orten und deine Daten bei Straftaten der Polizei übergeben kann.
Also nicht Anonym... nur etwas versteckt!

Zitat
Also nicht Anonym... nur etwas versteckt!


Das kann man auch beim DSL Anschluss haben ;)

ich spreche mal ganz Laienverständlich->hoffe ich<- die IP gibt es nur einmal, aber der Mobilfunkanbieter bündelt die Anschlüsse durch sein internes Netz (Single Point of Contact), im Prinzip das gleiche als würdet ihr zu Hause einen NAT Router einsetzt der auch nur eine IP hat. Hier hat der Knoten des UMTS Betreibers ein Paar IP's und verteilt dann die Anfragen auf die ihm ja durch Hardwarekennung(IMEI+MAC) bekannten anfragenden UMTS-Sticks die nun praktisch mit einer IP arbeiten, aber der Provider kann und wird wenn er muss oder will alle Datenpakete zuordnen können... nichts mit Tarnen, das ist ein Mythos...


Zitat (Nachi @ 22.10.2010 19:44:54)
ich spreche mal ganz Laienverständlich->hoffe ich<- die IP gibt es nur einmal, aber der Mobilfunkanbieter bündelt die Anschlüsse durch sein internes Netz (Single Point of Contact), im Prinzip das gleiche als würdet ihr zu Hause einen NAT Router einsetzt der auch nur eine IP hat. Hier hat der Knoten des UMTS Betreibers ein Paar IP's und verteilt dann die Anfragen auf die ihm ja durch Hardwarekennung(IMEI+MAC) bekannten anfragenden UMTS-Sticks die nun praktisch mit einer IP arbeiten, aber der Provider kann und wird wenn er muss oder will alle Datenpakete zuordnen können... nichts mit Tarnen, das ist ein Mythos...

Also die 192.168.0.1 gibts aber genauso wie den Localhost :lol:

Zitat (Josi-Julius @ 22.10.2010 19:52:10)
Also die 192.168.0.1 gibts aber genauso wie den Localhost :lol:

*michmalganzkünstlichaufreg* :labern: rofl jetzt glauben die Muttis Josi-Julius noch rofl

????...??????????????????????????????????...ich komm nich mit, also ich hab mir sagen lassen ich bin mit meinem stick so anonym wie ein angebot bei aldi :ichgebauf:


Zitat (Mieze24 @ 24.10.2010 21:13:17)
????...??????????????????????????????????...ich komm nich mit, also ich hab mir sagen lassen ich bin mit meinem stick so anonym wie ein angebot bei aldi :ichgebauf:

Die bist genauso anonym damit wie bei einem Telefongespräch mit unterdrückter Nummer- im Falle eines Falles ist alles nachvollziehbar.

Über kurz oder lang kommt jetzt Gottseidank doch noch IPV6. Dieser neue Adresstandard, der schon 10 Jahre lang ausformuliert und bereit ist, ist leider immer noch nicht flächendeckend bei Providern und Carriern und vor allem Nutzern umgesetzt.

Den Antoß geben aber jetzt die Vielzahl der neuen Mobilgeräte, wie jüngst das IPad, die die wenigen noch freien IPV4-Adressen (die bisherigen Adressen a la "134.232.12.187") bald besetzt haben werden, so wird man nicht darum herumkommen.

Die Knappheit herrscht latent schon seit 10 Jahren, und ist technisch der einzige Grund, warum es überhaupt Router mit NAT gibt, wechselnde IP-Adressen bei DSL und geteilte IP-Adressen, die Povider haben einfach zu wenige Adressen für alle gleichzeitig.

Zum Vergleich:
Größe IPv4 Adressraum: Rein rechnerisch 4.3 Mrd Adressen (es fallen aber ein großer Teil durch Sonderadressen und Konventionen bei der Nummerierung weg), Zeit bis zum Ende der verfügbaren Adressen: geschätzt Januar 2011.

Größe IPV6 Adressraum: 340 Sextillionen (auch hier fällt ein großer Teil wegen Konventionen weg, was aber nicht ins Gewicht fällt bei der enormen Menge)

Mit den IPV6 Adressen ist es theoretisch endlich möglich, jedem einzelnen Endgerät, jedem Handy, jedem Kühlschrank, jedem Toaster, eine eigene eindeutig feste IP zu geben, zum Beispiel schon ab Werk festgelegt. Jeder PC im Heimnetzwerk hätte dann eine IP, mit der er direkt aus dem ganzen Internet angesprochen werden könnte.

Abwarten wie schnell das geht, ich hab jedenfalls schon vor 8 Jahren ne Seminararbeit zu dem Thema gehalten, und prognostiziert, dass es in "wenigen Jahren" voll umgestellt ist. :rolleyes:

Bearbeitet von Bierle am 25.10.2010 12:25:41



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