Rosenkohl und Blumenkohl: Kann man Rosenkohl,Blumenkohl roh essen


Sind diese beiden Gemüse geeignet für Kinder von 3-6 Jahren als Rohkost ?


Also roh sind beide nicht geeignet für Kinder dieses Alters, da sie sehr blähend sind. Gekocht ist nichts einzuwenden.

Tschüssi uli


Ich kenn zumindest Blumenkohl, in dünne Scheibchen geschnitten, im Salat. Ich würd aber Kinder nicht unbedingt damit belasten, weil Kohl doch arg bläht, schon in gekochtem Zustand. Ich muss sagen, ich kann diesen Rohkost-Wahn auch nicht so ganz nachvollziehen, die meisten Gemüsesorten sind leicht gedünstet viel besser verträglich und behalten damit trotzdem noch den größten Teil ihrer Vitamine. Es gibt doch genügend Obstsorten oder Dinge wie Tomaten, Möhren, Gurken etc., die man tadellos als Rohkost verfüttern kann, ohne dass sie dem Verdrauungstrakt große Probleme machen. Warum ausgerechnet Kohl???

Schnegge


Die verschiedenen Kohlgemüse:

Blumenkohl liefert besonders viel Folsäure und die Partner-Vitamine B 6 und B 12, wichtig für Herz und Kreislauf. Er enthält Vitamin K, wichtig für die Blutgerinnung, die oft bei älteren Menschen nicht mehr so gut funktioniert. Er liefert Eisen für Vitalität. Das Vitamin B 5 im Blumenkohl wirkt entzündungshemmend. Man kann ihn roh oder gekocht genießen.

Rosenkohl gibt es erst seit rund 100 Jahren. Er wurde erstmals in Brüssel gezüchtet, weswegen man auch vom "Brüsseler Kohl" spricht. Die Kohlsprossen enthalten - wie jedes Kohlgemüse - viel Vitamin C und B-Vitamine, aber auch besonders viel Magnesium gegen Stress, für Herz und Kreislauf. Rosenkohl liefert auch viel Kalium für die Verdauung.

Kohlrüben (Kohlrabi) haben ihren ganz eigenen Geschmack von den vielen Senfölen, die sie enthalten. Diese wirken im Körper desinfizierend. Man spricht von weißem und blauem Kohlrabi, in Wahrheit sind sie grün und rot. Kohlrabi enthalten neben Vitamin C auch viel Selen, wichtig für die Immunkraft. Die Blätter des Kohlrabi sollte man unbedingt mitverarbeiten, denn sie enthalten sensationell viele Karotine, Schutzstoffe gegen Umweltschadstoffe und für die Sehkraft. Auch Kohlrabi kann man roh und gekocht verzehren.

Brokkoli enthält den sekundären Pflanzenstoff Sulforaphan. Er schützt uns vor Giften und Umweltschadstoffen. Raucher sollten zum Schutz gegen die schädlichen Teerstoffe oft Brokkoli essen.

Chinakohl ist reich an Glukosinolaten, Bioaktiv-Stoffen. Sie wirken entzündungshemmend und senken das Krebsrisiko.

Rotkohl ist ebenfalls reich an diesen Glukosinolaten und hat zusätzlich sehr hohe Mengen an Folsäure zu bieten. Alle Kohlsorten haben wenig Kalorien: 100 Gramm - 25 bis 27 Kalorien.

Kauf und Verarbeitung:

• Achten Sie beim Kauf von Kohl darauf, dass der Kohlkopf knackig und fest ist und keine gelben Blätter hat. Da er bei uns vor der Haustüre wächst, muss er nicht chemisch behandelt werden, um tagelange Transporte zu überstehen. Das macht ihn so wertvoll.
• Die äußeren Blätter sollten Sie entfernen, da sie oft Umweltschadstoffe enthalten. Gleichzeitig verhindern die dicken Blätter aber, dass die Schadstoffe zu weit in das Gemüse eindringen. Waschen Sie die übrigen Blätter gründlich mit kaltem Wasser und lassen Sie sie dann 40 bis 50 Minuten kochen.
• Nach dem Kochen drehen Sie den Kohl am besten durch den Fleischwolf, damit die groben Blätter fein werden. Bereiten Sie Kohl mit Öl zu, damit die fettlöslichen Vitamine optimal aufgenommen werden können.
• Wer von Kohlgemüse Blähungen bekommt, sollte das frische Gemüse vor der Zubereitung ein, zwei Tage ins Tiefkühlfach legen. Die Kälte knackt die festen Blätter und macht sie leichter verdaulich. Sie können aber auch das erste Kochwasser weggießen.
• Kohlgerichte sollten am nächsten Tag nicht mehr aufgewärmt werden. Kohl enthält - wie Spinat - Nitrate aus dem Boden. Sie können sich beim Aufwärmen zu krebserregenden Stoffen entwickeln. So dramatisch wie bei Spinat ist es allerdings nicht, da ein Teil der Nitrate durch den reichen Vitamin-C-Gehalt entschärft wird.

http://www.daserste.de/moma/servicebeitrag...r9marw29~cm.asp

(Link funtioniert nicht denke alten Beitrag ARD)

Bearbeitet von internetkaas am 27.10.2005 08:57:53

Also selbst wenn kohl als rohkost was fuer kids waere, ich weiss, dass das zeuch noch nichma gekocht weit oben auf der hitliste der liebchensessen steht... es gibt ausnahmen, aber die meisten finden vor allem rosenkohl einfach Baeh! Soweit meine erfahrungen mit kids und kohl ;)


Ging mir als Kind genauso, weil er verhältnissmässig bitter schmeckt. Meine Mutter hat ihn allerdings auch meistens zu hart serviert. Mittlerweile mag ich ihn sehr gerne: genügend gekocht, dann in eine Auflaufform mit gehackten Haselnüssen, Creme Fraiche, Salz und Pfeffer und Käse überbacken....lecker!

Schnegge


Ja der Hintergrund ist folgender meine Tochter arbeitet im Kindergarten und da war eine
Zahnfee zu Besuch und hat den Kindern erzählt, daß man Rosenkohl und Blumenkohl roh essen sollte. Und das konnte ich mir nicht vorstellen, daß das für Kinder gut ist.
Bei Karotten, Äpfeln und sonstigem Obst und Gemüse bin ich ja damit einverstanden, daß das Kindern gut tut.

Deshalb hat meine Tochter gesagt, ich soll mal die Muttis fragen, was die davon halten.
Wir lassen uns ja auch gern eines besseren belehren.


-evi-


Ich kann meinen Vorredner nur zustimmen.

Ist vielleicht für die Zähne gut, aber sicherlich nicht für den Magen.

Ausserdem sind - auch der Zustimmung - Blumenkohl und Rosenkohl bestimmt keine Bringer bei den Kindern. Blumenkohl noch eher als Rosenkohl, das ist der absolute Abtörner. Gut ankommen tut Rotkohl.

Wenn es denn was Rohes sein sollte, damit die kleinen Beißerchen was zu zu tun bekommen, gibt bei uns Gurke oder Paprika (keine grüne), beides sehr beliebt. In der Kita ist es genauso, ach ja, ich vergaß die Möhre.

Aber Blumenkohl und Rosenkohl roh gegessen - ich tu mir das selbst nicht an, obgleich ich beides gekocht sehr gerne mag (in den verschiedesten Varianten)


Alle Kohlarten sind kleinen Kindern nicht roh zu geben (wie meine Vorredner schon sagen: der blähenden Stoffe wegen). Es würde höchstens Bauchschmerzen geben und schlimmstenfalls etwas "Dünnpfiff" (allerdings auch nicht mehr).

Rosen- und Blumenkohl (auch für Salate) vorher blanchieren, das heißt: kurz ins kochende Wasser und nicht länger als 10 Minuten drin lassen. Sofort aus dem Topf nehmen. So bleiben die guten Stoffe des Gemüses erhalten und es ist gleichzeitig etwas verträglicher sowie noch schnittfest (Salate).

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 28.10.2005 04:52:20


Danke für eure Beiträge, aber das gibt mir nur recht. Das ist es was ich zu meiner Tochter auch gesagt habe.

-evi-



Kostenloser Newsletter