Hausarbeit und Teenies: oder doch lieber wahnsinnig werden


:wallbash:
Heute war wieder Tag des Wochenputzes, und meine Kinder (14 und 16) müssen nicht nur ihre Zimmer aufräumen, kehren und wischen, sondern auch noch kleine Arbeiten im Gesamthaushalt verrrichten, was allerdings nicht ohne Androhung oder sogar Durchführung tödlicher Strafen wie Telefon- oder Bildschirmentzug abgeht. Wie haltet ihr das, falls ihr Kinder habt, oder würdet, wenn ihr welche hättet, oder wie wurde es gehalten, als ihr noch Teenies wart? Ich komme beispielsweise aus einer Gastronomenfamilie, und seit ich zwölf war, waren 2 bis 4 Stunden Arbeit pro Tag selbstverständlich.


Wir sagen uns unserem Sohn (15), daß er ja Bestandteil dieses Haushaltes ist. Und auch er sein Quentchen dazu beiträgt, daß dieser Haushalt funktioniert, und daß halt jeder in einer Struktur seine Aufgabe hat. Klappt mittlerweile ganz gut, und manchmal sogar ohne Aufforderung :rolleyes:


also bei uns hat jeder seine aufgabe. haben wir nach dem alter gestaffelt. die große mit 16 hat mehr aufgaben als die zwillinge mit ihren 10 jahren. klappt ganz gut. und wenn die große mal meckert von wegen die kleinen müssen nit soviel machen wie sie, dann erinner ich sie dran wie das war als se 10 war. schließlich hat sie mit 16 auch mehr freiheiten als ihre geschwister!
strafe androhen oder ähnliches gibts bei uns nicht. ABER, dann kann es schon sein, dass ich dann auch " mal was vergesse " oder mich weigere essen zu kochen, etc. rofl . dann merken se ganz schnell wie das ist, wenn der rest der fam. sich nicht auf den andern verlassen kann!!!


Meine Kids sind für ihre Zimmer selbst verantwortlich,der eine zusätzlich für Müll rausbringen, der andere zusätzlich für ´s Aquarium, die andere für die Katzenklo´s (sind Freigänger werden nur bei Regenwetter benutzt) dafür bekommen sie ein Grundtaschengeld.
Erledigen sie extra Aufgaben werden sie dafür auch belohnt.
Da meine Kids an notorischem Geldmangel leiden, klappt das mit den extra Aufgaben ganz gut.Hinzu kommt das sie das Geld meistens zum Wochenende brauchen und somit ist bei uns am Wochenende immer alles picobello.
Was jeder macht hat sich mit der Zeit ganz gut herauskristalisiert, der eine ist ein perfekter Gärtner, während der andere unsere Badezimmer zum blitzen bringt unsere " Pflegetochter" kocht ab und zu ganz gerne und begleitet mich beim Einkauf und bürstet unsere Katzen und Hunde.

Früher habe ich mich darüber geärgert, das bei einem von meinen Jungs, der 18 jährige, das Zimmer immer aussieht als wenn eine Bombe eingeschlagen hat, habe mich oft gefragt wie er seine dreckige von seiner sauberen Wäsche unterscheidet, da es aber nur für mich anscheinend das reinste Chaos ist.Wenn man eine Schranktür aufmacht, fliegt einem alles entgegen.Heute weigere ich mich einfach dieses Zimmer zu betreten, stelle ihm seine Wäsche einfach vor die Tür und freue mich jedes Mal wenn er Damenbesuch bekommt, dann räumt er auf.Was er nicht weiß, ich kenne viele Mädel und ab und zu rufe ich dann eins an(mindestens einmal pro Woche) und lade sie zu einem Käffchen und Schwätzchen ein.

Bearbeitet von Nyx am 28.10.2005 21:51:29


Wir haben für alles Pläne, die wöchentlich wechseln, sodass immer mal jemand eine ungeliebte Aufgabe hat. Das Tischdecken und mit dem Hund gehen ist auf Dauer festgelegt. Da tauscht man, wenn man etwas vor hat. Sollte man seine Aufgabe vergessen, dann steht eine Spardose bereit, die mit 1 € -Stücken gefüllt wird. Das gilt auch für uns Erwachsene.

Das mit dem "Bestandteil des Geamten" :D habe ich meiner Tochter auch so beigebracht. Sie hat für Ordnung bei sich zu sorgen (die großen Sachen wie Fensterputzen und Parkettpflege erledige ich lieber selbst) und das tut sie auch.
Zwar heißt ihr Joker "Schneckentempo" (was meint: ich tue ja alles... aber seeehr langsam, um Mama zu reizen, damit ich vielleicht Hilfe...????Man kann ja mal so tun?),
aber das ist mir egal (zwangsläufig, denn wer kriegt hier wen? Hm?).

Definitiv hat mein Kind Ordnungssinn und interessiert sich auch für den Haushalt- was wohl nicht jedem Teen gegeben ist :( . Gerade heutzutage.
Kochen tut sie gern -aber daß Abwaschen auch dazugehört, ist eben der saure Apfel, der nicht ausbleibt.

Da ihre Hilfsbereitschaft kein Defizit aufweist, sind gemeinsame Haushaltsaufgaben kein Problem.
Ihr Zimmer hält sie ordentlich nach einem sehr indiviuellen, aber keineswegs hart zu kritisierenden System.


Zitat (Paradiesvogel @ 28.10.2005 - 22:29:49)
Wir haben für alles Pläne, die wöchentlich wechseln, sodass immer mal jemand eine ungeliebte Aufgabe hat. Das Tischdecken und mit dem Hund gehen ist auf Dauer festgelegt. Da tauscht man, wenn man etwas vor hat. Sollte man seine Aufgabe vergessen, dann steht eine Spardose bereit, die mit 1 € -Stücken gefüllt wird. Das gilt auch für uns Erwachsene.

Eine Spardose haben wir auch.Sie wird pro Schimpfwort mit 50 Cent gefüllt.
Konnte es eine Zeit lang nicht mehr ertragen, fast in jedem Satz kam das Wort Scheiße vor, daraus wurde dann dank der Spardose schnell Schade , Scheibenhonig, Scheibenkleister.Jetzt haben wir eine Liste mit Schimpfwörten, die immer erweitert wird.
Was macht ihr mit dem Geld ? Wir sind uns noch nicht einig.

Zitat (Nyx @ 28.10.2005 - 23:04:21)
Zitat (Paradiesvogel @ 28.10.2005 - 22:29:49)
Wir haben für alles Pläne, die wöchentlich wechseln, sodass immer mal jemand eine ungeliebte Aufgabe hat. Das Tischdecken und mit dem Hund gehen ist auf Dauer festgelegt. Da tauscht man, wenn man etwas vor hat. Sollte man seine Aufgabe vergessen, dann steht eine Spardose bereit, die mit 1 € -Stücken gefüllt wird. Das gilt auch für uns Erwachsene.

Eine Spardose haben wir auch.Sie wird pro Schimpfwort mit 50 Cent gefüllt.
Konnte es eine Zeit lang nicht mehr ertragen, fast in jedem Satz kam das Wort Scheiße vor, daraus wurde dann dank der Spardose schnell Schade , Scheibenhonig, Scheibenkleister.Jetzt haben wir eine Liste mit Schimpfwörten, die immer erweitert wird.
Was macht ihr mit dem Geld ? Wir sind uns noch nicht einig.

Wir gehen zusammen Essen davon :rolleyes:

Diese Spardose gibt es für gute Noten bei uns. Und sie füllt sich immer noch. Das Geld trägt meine Tochter auf ihr Konto und freut sich, daß es immer mehr wird.

System: 1- 3€
2-2€
3- 1€

4-1€ zurück
5-2€ -"-
6-3€ -"-


Zitat (Die Bi(e)ne @ 28.10.2005 - 23:17:42)
Diese Spardose gibt es für gute Noten bei uns. Und sie füllt sich immer noch. Das Geld trägt meine Tochter auf ihr Konto und freut sich, daß es immer mehr wird.

System: 1- 3€
2-2€
3- 1€

4-1€ zurück
5-2€ -"-
6-3€ -"-

Das könnte ich nicht machen, einer meiner Jungs ist super gut, kommt nur mit Einser nach Hause, während der Andere sehr fleißig ist und wirklich viel lernt, aber trotzdem ganz selten mit einer Zwei nach Hause kommt, der würde mir leid tun.

@ an PV : mein Mann und ich würden auch gerne davon Essen gehen, unsere Kids wollen davon etwas ( schrecklich ) sportliches : in die Skihalle, Gocartbahn oder in so eine Kletterhalle, schon der Gedanke daran läßt mich die Wände hochgehen.Leider sind die Kids in der Überzahl und haben auch am meisten eingezahlt.Versuche gerade eine Einigung auf ein Erlebnisschwimmbad.

Wir haben seit Jahren eine Ecxel-Liste, da stehen so wichtige Dinge
drauf wie Bürgersteig fegen, Blumen giessen, Leergut entsorgen
und neue Flaschen aus dem Keller holen, Klopapier nachfüllen,
Spülmaschine ausräumen.

Ansonsten tue ich in den Kinderzimmern nix mehr, meine Tochter
ist ordentlich, mein Sohn nicht, na ja, wenn es zu schlimm wird,
dann drohe ich, dass ich aufräumen komme und das will er nicht.
Dann räumt er freiwillig selber was auf.
Wäsche helfen sie mir, wenn ich frage, aber von alleine kommt nicht viel.

Aber sie sind auch nicht unwillig. Müssen im großen Garten gelegentlich
helfen, Dachrinnen säubern, Unkraut beseitigen, Wege fegen,
Gartenhaus entspinnen.

Ich denke auch, dass sie mitbekommen müssen, dass nicht nur Eltern
alles alleine schmeißen können, sie leben ja auch hier und nutzen und
genießen den Platz und die Möglichkeiten.


Bei mir wars so daß ich schon von ganz klein auf im Haushalt und Garten mithelfen musste und mich so von Anfang an ans Arbeiten gewöhnt habe.Freizeit war für mich ein Luxusgut und während die anderen Kinder draußen spielen waren durfte der kleine Alf Staubputzen, Fegen oder den Rasen vom Laub befreien."Was Du heute kannst besorgen..." ist das Credo was man mir schon früh eingebläut hat.
Das wirkt bis heute ^_^ .

Gruß,
Alf


Entweder Hotel Mama oder gemühtlich zusammen arbeiten.
Wir hatten früher ein Plan gemacht und die Kinder hatten immer unter sich getauscht wer was gerne machen würde.
War lustig.


Bei meiner 14-jährigen Tochter läuft in Sachen "Haushalt helfen" leider nicht viel.
Ihr Zimmer räumt sie ab und zu mal auf, es ist allerdings nur staubig & unordentlich, nicht gammelig. Wenn schmutzige Unterwäsche liegen bleibt, lasse ich sie auch mehrere Tage liegen, spätestens wenn der nächste Besuch erwartet wird, räumt meine Tochter die alleine ins Bad ;). Interesse an Kochen oder ähnlichem ist auch noch nicht vorhanden....
Dass sich alles so eingeschliffen hat, liegt sicherlich an mir: bevor ich immer wieder auffordere, mach ich es lieber selber. Ich bin nicht dafür, die Kinder zu irgendetwas zu zwingen. Auch Taschengeld für Haushaltsarbeiten lehne ich ab. Das einzige, wo meine Tochter sich was hinzuverdienen könnte, ist das Treppenhaus, das 14-tägig geputzt werden muss. Die 20-minütige Arbeit steht für 3 Euro im Angbot, ist aber bislang nur 2 oder 3 mal angenommen worden (in 2 Jahren). Also ich kann sie weder mit Geld noch mit guten Worten ködern.
Übrigens musste ich meiner Mutter früher auch nicht helfen, und es ist trotzdem eine halbwegs passable Hausfrau aus mir geworden :pfeifen:,
ich finde unter Druck und wird keine Arbeit gut erledigt, ein bisschen guter Wille muss schon vorhanden sein, und den kann man nicht erzwingen...
LG Milka


Zitat (Die Bi(e)ne @ 28.10.2005 - 23:17:42)
Diese Spardose gibt es für gute Noten bei uns. Und sie füllt sich immer noch. Das Geld trägt meine Tochter auf ihr Konto und freut sich, daß es immer mehr wird.

System: 1- 3€
2-2€
3- 1€

4-1€ zurück
5-2€ -"-
6-3€ -"-

Wir haben unseren Kindern vermittelt, dass sie für sich und nicht für uns oder für eine Belohnung lernen. Meine Große ist ein Überflieger und musste für gute Zensuren nicht lernen, meine 2. muss für eine 2 oder 3 schon sehr viel Einsatz bringen. Da wäre es ungerecht, wenn ich die Eine belohne und die Andere nicht. Außerdem zählen für uns andere Werte wie soziale Kompetenz mehr. Ich fand es tolle, dass meine Älteste Theater gespielt hat, die 2. Konzerte gibt, mein Sohn im Spielmansszug ist :rolleyes: und meine Kleine ein großes Pferd beherrscht.

Stimmt Pv wast ist wenn ein KInd nicht so gut lernen kann dann werden unterschieden gemacht.
Bei meinen Kindern war immer gleich für Zeugnissen,
Für Noten so gab es kein Geld und das könnte ich mir auch nicht leisten.


Zitat (internetkaas @ 29.10.2005 - 10:35:23)
Stimmt Pv wast ist wenn ein KInd nicht so gut lernen kann dann werden unterschieden gemacht.
Bei meinen Kindern war immer gleich für Zeugnissen,
Für Noten so gab es kein Geld und das könnte ich mir auch nicht leisten.

Und wenn es Zeugnisse gibt, dann gehen wir mit den Kindern essen (Mc. Doof o.ä) weil wir uns mitfreuen oder weil wir mittrauern.

:D mein sohn ist erst sechs, aber er hat schon seine kleinen aufgaben: tischdecken, im garten helfen, sein zimmer aufräumen...

bis jetzt klappt das ganz gut, ich hoffe es bleibt so :P


Unsere Kinder mussten eigentlich schon immer mithelfen, je nach Alter angemessen, natürlich. Ein bisschen aufräumen, die Spülmaschine ausräumen oder bei der Wäsche helfen, können auch schon kleinere Kinder. Die Kinderzimmer waren auch immer ihre Aufgabe. Jetzt, wo sie schon älter sind, mische ich mich da auch immer weniger ein. Und was nicht in der Wäsche ist, wird auch nicht gewaschen. Ich begründe die Mithilfe im Haushalt so ähnlich wie Bücherwurm, wir wohnen schließlich alle zusammen und verursachen alle Dreck und Unordnung und ich bin schließlich nicht die Putzfrau der Familie. Im Großen und Ganzen klappt das auch ganz gut, (so etwa nach der dreihunderttausendsten Wiederholung :pfeifen: ). Wir teilen das eigentlich so auf, dass am Anfang der Woche, wo ich halbtags zuhause bin, ich den Haushalt mache und am Wochenende, wo ich mehr arbeite und der Rest der Familie zuhause ist, die anderen putzen, kochen und Wäsche waschen. Extra Belohnung gibt es eigentlich nicht, aber ich würdige das schon, wenn mal wieder alles gut geklappt hat.

Ich zahle auch kein Geld für Schulnoten, da wir auch zwei Kinder haben, die sehr leicht lernen, und eins, dass sich sehr schwer tut. Aber wenn es Zeugnisse gibt, habe ich immer für jeden ein kleines Geschenk, mal eine CD, ein Buch , einen Kalender, eine Zimmerpflanze, oder was sie sich sonst so wünschen. Darüber haben sie sich immer sehr gefreut, und mir macht sowas viel Spass.


es kommt ja immer drauf an...
zum Beispiel muss man seinen Kindern ja nicht unbedingt die Aufgaben zuteilen, die am unbeliebtesten sind. Eigentlich hat jeder ein Grundbedürfnis nach Ordnung,und es gibt sicher Hausarbeiten, die deine Kinder auch freiwillig machen würden. (Ich fand es zum Beispuiel immer furchtbar, staubsaugen zu müssen, wegen dem Lärm. Dafür hab ich gerne abgespült oder gefegt/gewischt.)
Zum Zweiten ist es ne Sache der Fairness. Wenn (wie bei uns) ein Erwachsener mehr Dreck hinterlässt als die Kinder selber, werden diese nicht einsehen, dass sie das wegmachen sollen (wenn z.B. der Erwachsene sein Geschirr einkrusten lässt und alle anderen es abwaschen, oder wenn der Erwachsene als einziger mit lehmbeschmierten Schuhen durch die Wohnung läuft). Also einfach mal drauf achten und vielleicht auch mal die Kiddies fragen, welche Arbeiten sie sich eher vorstellen können. ;)


Zitat (fnü @ 29.10.2005 - 17:39:43)
es kommt ja immer drauf an...
zum Beispiel muss man seinen Kindern ja nicht unbedingt die Aufgaben zuteilen, die am unbeliebtesten sind. Eigentlich hat jeder ein Grundbedürfnis nach Ordnung,und es gibt sicher Hausarbeiten, die deine Kinder auch freiwillig machen würden. (Ich fand es zum Beispuiel immer furchtbar, staubsaugen zu müssen, wegen dem Lärm. Dafür hab ich gerne abgespült oder gefegt/gewischt.)
Zum Zweiten ist es ne Sache der Fairness. Wenn (wie bei uns) ein Erwachsener mehr Dreck hinterlässt als die Kinder selber, werden diese nicht einsehen, dass sie das wegmachen sollen (wenn z.B. der Erwachsene sein Geschirr einkrusten lässt und alle anderen es abwaschen, oder wenn der Erwachsene als einziger mit lehmbeschmierten Schuhen durch die Wohnung läuft). Also einfach mal drauf achten und vielleicht auch mal die Kiddies fragen, welche Arbeiten sie sich eher vorstellen können. ;)

Ich lasse meine Kinder schon aussuchen, welche Arbeiten sie denn machen wollen, da hat jede schon ihre Vorlieben und Abneigungen. Meine Älteste putzt immer gern das Bad, ist mir hochwillkommen, denn das ist mache ich besonders ungern.
Die drei regeln das schon ganz gut unter sich, wenn der Samstagsputz ansteht (und ich im Laden bin). Einige Dinge erleichtern das Aufräumen ganz ungemein, z.B. wenn man den leeren Joghurtbecher oder das benutzte Geschirr mal selbst eben wegräumt.
Dann sammelt sich gar nicht erst so viel an.
Aber sie müssen ja mal ihren eigenen Haushalt schmeissen, und da sollten sie schon alles können, was im Haushalt so anfällt.

Nochmal kurz zu meinem (anscheinend sehr umstrittenen) Sparsystem für gute Noten: Das stammt noch aus einer Zeit, wo meine Süße eine akute Null-Bock-l.m.a.A-Phase hatte. Statt Rummeckerei und Theater schlug ich ihr das Ganze vor und ließ ihr Zeit, darüber nachzudenken. Anordnungen und Leitungsdruck gibt es bei mir nicht (der Eindruck sollte auch nicht entstehen).
Sie fand das toll und wir zogen das denn auch so durch, etwa ein halbes Jahr lang. Danach redete ich nochmal mit ihr, sie wollte es selbst beibehalten.

Natürlich wird jedes Zeugnis (und vor allem der Ferienbeginn :lol: ) "gefeiert", indem wir beiden schön Eisessen oder eine kleine Shoppingtour, Kinobesuch etc. machen und natürlich finanziere ich das (wo käme man sonst hin?!! :unsure: ).

Und Ärger wegen schlechten Noten gibt es nie, wieso auch: schließlich ist sie ja selber traurig in dem Fall: nicht, weil es sie "was kostet", sondern weil sie's vielleicht doch besser gekonnt hätte. Oder das Thema zu leicht genommen hat. Na und? wird nächstes Mal intensiver gelernt. Streberverhalten oder -zeugnisse hat sie definitiv nicht.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 30.10.2005 02:54:14


Bei uns ist das so, dass sich schon mal jeder um sein eigenes Zimmer kümmert. Da hat dann niemand Druck zu machen, von wegen "du musst jetzt sofort dein zimmer aufräumen". Es gibt höchstens ein paar kleine Hinweise wie "der staubsauger hat aber auch schon lang nicht mehr dein zimmer betreten" oder so was in der Art.

Was die Haushaltsarbeiten angeht. Da gibt es keine bestimmten Einteilungen bei uns. Nach dem Essen bringt einfach jeder sein Besteck selber in die Spülmaschine und auch wenn man Dreck und Müll gemacht hat entsorgt den natürlich jeder selber. Beim Spülmaschine ausräumen oder Wäsche aufhängen hilft man einfach mal selbstständig mit oder meine Eltern kommen eben zu mir her und fragen mich ob ich ihnen helfen will und da sag ich eigentlich fast nie "nein". Es sei denn ich hab gerade wirklich keine Zeit.

Ich bin übrigens 15 ;)! Meine Schwester 17 und mein Bruder 18. Und daher klappt unser Haushaltssystem eigentlich ziemlich gut ;)!

Das mit den Einteilungen wer welche Arbeiten zu erledigen hat, haben wir mal früher so gemacht ;)!


Hallo ihr Lieben,

wer kennt es nicht? Nichts tun ist schöner als helfen, leider für die anderen manchmal ziemlich nervig.

Zur Situation - 2 Jungs, 15 und 17 Jahre alt. Es ist vereinbart, mit einem Plan in der Küche, dass sie jede Woche abwechselnd für den Kompostdienst oder Getränkedienst zuständig sind. Ist ja wirklich nicht viel, sich jeden Tag darum zu kümmern.

In der Praxis läuft es so. Der mit dem Getränkejob hat vor dem Essen den Korb meistens nicht aufgefüllt, am Tisch fehlen die Getränke und schon geht das Gezoffe los, da auch der Diensthabende keine Lust hat noch einmal aufzustehen.

Der Kompost ist da schon unangenehmer. Der wird viel weniger gern erledigt, klar im Sommer fliegen einem unzählige kleine Fliegen beim Öffnen des Komposters um die Ohren. Leider vermehren sie sich auch im Behältnis in der Küche und da hört echt der Spaß auf.

Reden, die Situation darlegen und an ihre Fairness appellieren bringt leider keinen Erfolg und unmittelbare Konsequenzen aus dem Nichterledigen ihrer Jobs haben sie leider fast keine.

WAS TUN?

Beim Wäschekorb ausräumen bin ich übrigens auf einem guten Weg - hoffe ich zumindest. Früher stand der Korb tagelang in ihrem Zimmer. Die Wäsche bleibt jetzt dort wo sie fertig ist. Entweder neben dem Bügeleisen, auf dem Trockner ... Das heißt für sie überall suchen, wenn die Klamotten ausgehen. Für mich allerdings auch, Kleiderhaufen an mehreren Orten.

Ich bin gespannt auf eure Tipps.

Sunlight


Wer kennt das nicht in der Pubertät. Eigentlich kann man die Jungs/Mädels nur mit den eigenen Waffen schlagen.

Mache ein Punktesystem auf: Verteile 100 erreichbare Punkte z.B. Bei Erledigung gibt es 5 Punkte, bei Fehler gibt es einen Abzug. Am Schluß des Punktekontos gibt es evtl. eine Woche frei von den Hausarbeiten und der andere, der sein Punktekonto nicht voll hat übernimmt den Dienst dazu.

Nun weiß ich nicht wie es mit Taschengeld aussieht oder ob der 17-jährige schon verdient. Kann man auch sonst über das Taschengeld regeln.

Alles wird gut!!!!!!! :trösten:


Ich habe nicht viel Hoffnung, dass es so klappen kann.
Die Jungs sind anscheinend etwas anderes gewöhnt über viele Jahre.
Und nun sollen sie nach Plan Arbeiten im Haushalt erledigen?
Wie soll das funktionieren?

Da sollte man schon frühzeitig anfangen. Kleine Kinder helfen unheimlich gerne im Haushalt mit. So lernen sie, dass jeder seine Aufgaben hat und es ist später ganz natürlich.


Also, früher haben sie mit Begeisterung kleine Aufgaben übernommen. Leider hat sich diese Einstellung schleichend immer mehr verflüchtigt.

Besonders interessant ist der Aspekt, dass sie sich gegenseitig zu übertrumpfen versuchen. Geschwisterrivalität oder auch, ich mach doch nicht mehr als der andere!

Das Punktsystem werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Besonders gut gefällt mir die Variante, dass derjenige, der nicht alles erledigt in der nächsten Woche alles allein machen darf. Aber, ob das klappt?

Taschengeld haben sie beide nicht besonders üppig, also weit unter den Empfehlungen, die frau immer wieder mal so liest. "Leider" sind sie beide ziemlich sparsam.

Weitere, auch exotische Vorschläge sind hochwillkommen. :kaffeeklatsch:

Sunlight


Zitat (sunlight @ 26.05.2007 21:46:07)


Das Punktsystem werde ich mir durch den Kopf gehen lassen. Besonders gut gefällt mir die Variante, dass derjenige, der nicht alles erledigt in der nächsten Woche alles allein machen darf. Aber, ob das klappt?




Einen Versuch ist es immer Wert. War nur mal so eine Idee. Sich vor Aufgaben zu drücken haben wir schließlich mal mit mehr oder weniger Erfolg alle probiert. Oder???

Geschwisterrevalität kenne ich, stamme aus der Großfamilie. Nur damals haute der Vater mal gründlich auf den Tisch und alles lief. Aber ob es immer richtig war??? :labern:

Meine Kinder sind jetzt 16 und 18 Jahre alt....Mädchen 18, Junge 16
wir haben schon seit mehreren Jahren die Regelung, dass es Wochendienste gibt.
Immer abwechselnd 1 Woche:

-Spülmaschine ausräumen
-Mülleimer leeren, auch Kompost
-Getränke holen
-wenn nötig Bürgersteig fegen
-Klopapier nachfüllen

Ich glaub das wars. Da das schon seit Jahren so ist, klappt es eigentlich
ganz gut. Man muss zwar schon mal mahnen, aber das hält sich in Grenzen.
Wir haben dann halt ab und zu mal Unterhaltungen gehabt, was denn Eltern
so alles tun müssen......

Wenn einer gar nicht spurt, achtet schon der andere drauf, dass es passiert.
Streit gibt es dann schon mal Sonntag abend oder Montag morgen, wer denn
dann noch die Spülmaschine ausleeren muss oder vielleicht keine Getränke
hochgeholt hat.


Herzlichen Glückwunsch!

Genauso würde ich es mir auch wünschen.

Sunlight


Wenn ich da mal meinen Senf dazu geben darf...

So ab dem Alter wo ich Wert drauf gelegt habe, dass meine Klamotten gebügelt werden, wurde meine Aufgabe die komplette Bügelwäsche und glaubt mir ich bügel gerne :D

Ansonsten habe ich dann auch mal die WaMa angeschmissen oder den Trockner, den Tisch gedeckt oder abgeräumt und die Spülmaschine ausgeräumt (einräumen find ich irgendwie ekelig).Alles auf freiwilliger Basis. Wie meine Muddi das hinbekommen hat?? Keine Ahnung :unsure:

Jetzt wohn ich mit meinem Freund bei seiner Muddi. Da läufts eigentlich auch so, nur dass ich nicht die WaMa bediene. Wenn wir fertig sind mit Essen, nehm ich halt was vom Esszimmer mit in die Küche und Bügeln tu ich auch. Getränke kaufen gehen mein Freund und ich zusammen (das is übrigens sein einziger Beitrag zur Hausarbeit und er ist bereits 28 ;))


Bei uns ist die Mithilfe auch, schon seit unsere Kinder klein sind, eine Selbstverständlichkeit. Wir haben versucht vermitteln, dass wir eine Firma sind, wo jeder das beiträgt, was er kann. Als es vor kurzer Zeit bei unserem großen Sohn nicht klappte, musste er halt zahlen, damit wir seine Arbeiten übernehmen. Auf seinen Wunsch wurde es nach 1/2 Jahr rückgängig gemacht. Nun bügelt er wöchentlich (und das sehr gut) und geht mit mir einkaufen. Auf dem Plan, den wir gemeinsam erstellt haben, konnte jeder seine Wünsche äußern. Wir stehen auch mit unseren Aufgaben darauf und müssen ebenso darauf achten, unseren "Job" zu machen. Es gibt immer wieder die Möglichkeit zu tauschen. Meine Kleine sagte gerade, sie würde morgen gern ausschlafen, ist aber mit dem Frühstück dran. Das habe ich gern übernommen, dafür bereitet sie das Frühstück am Montag zu. Wenn ich mittags nicht pünktlich Zuhause bin, geht eben der 1. der heimkommt mit dem Hund, auch wenn er nicht dran ist.


Mach einen festen Plan und was nicht erledigt ist, muss vor dem Abendessen gemacht werden. So habe ich es bei unseren 3-en gemacht und irgendwann haben sie eingesehen, dass es besser ist doch gleich alles zu machen.

Heute wohnt nur unser Sohn noch zu Hause. Aber er muss sein Zimmer allein putzen (außer Fensterputzen), den Müll runterbringen und auch mal Getränke ranholen. Er kocht ab und an für alle und auch die WM und Spülmaschine kann er inzwischen bedienen. Aber bis dahin war es auch manchmal ein steiniger Weg. :D

Deine Kids schaffen das auch noch.
Ich glaube wir haben uns in dem Alter früher auch nicht um die Hausarbeit gerissen. Oder? :pfeifen: Aber ihre Pflichten müssen sie schon erledigen. Wir mussten es ja auch.


So, nun für heute meine letzte Antwort auf eure interessanten Vorschläge.

Bügeln - sie ziehen lieber ungebügelte Klamotten an, als sich an´s Brett zu stellen. Stopp, stimmt nicht ganz. Der große schnappt sich manchmal ein unentbehrliches Teil und plättet es.

Gemeinsam die Aufgabenverteilung besprechen. Das ist ein guter Ansatz! Die Aufgabenverteilung wurde vor ca 1 1/2 Jahren besprochen. Vielleicht ist es wirklich an der Zeit wieder mehrere Aufgaben zur Wahl zu stellen und sie übernehmen evt. lieber andere Jobs.

Von der Zeiteinteilung sieht es bei uns so aus, dass ich meistens zu Hause bin und die Jungs, einer 3x pro Woche, der andere 5x pro Woche, erst gegen 17 Uhr nach Hause kommen.

Schönen Restabend
Sunlight :winkewinke:


Nun, dann machs ihnen doch mal richtig unbequem?
Wenn sie ihre Aufgaben nicht erledigen, dann du nicht deine. Sehr schön zu machen z.B. mit Wäsche waschen.
Mein Bruder schreit immer sch... wenn er nichts sauberes mehr im Schrank hat. Aber seitdem es mal Konsequenzen gab klappts besser ;)

Und natürlich wirds auch einfacher, wenn jeder tun darf, was ihm noch am ehesten liegt.
Ich wohn jetzt seit fast 4 Jahren nicht mehr zuhause und muss alles alleine machen. Da wars bei Mama ja echt paradiesisch. Ich bin immer froh wenn ich in den Semesterferien daheim bin und eine SPÜLMASCHINE ausräumen darf rofl


Jetzt verstehe ich gar nichts mehr - Du bist den ganzen Tag zu hause und wartest seelenruhig ab, bis einer von den Jungs (der mit dem Kompostdienst) zuhause ist und den Müll rausbringt, in dem sich schon die Fliegen tummeln?

Da wäre doch vielleicht eine andere Aufgabe für den Sohn angebrachter und Du kümmerst Dich selbst um den Komposter.
Großer Vorteil: kein Gesumme mehr in der Küche.

Diesen Job zu machen, hätte ich mich allerdings auch strikt geweigert in dem alter.
Das kann man mit dem Getränke-auffüllen-Job überhaupt nicht vergleichen.


und ich verstehe nicht...muss "frau" wirklich zuerst tipps bekommen
wie man die kinder für hausarbeiten motiviert?
ich habe meine auch dazu erzogen, da gab es frag-mutti noch nicht :P


Na ja, bonny,
heute braucht man ja auch die Super-Nanny, das ging auch alles mal ohne....


Zitat (Hilla @ 27.05.2007 12:03:21)
Na ja, bonny,
heute braucht man ja auch die Super-Nanny, das ging auch alles mal ohne....

wenn du meinst rofl :pfeifen:

Hallo,

ich glaube die letzten Beiträge gehen in eine Richtung, die nicht sehr hilfreich sind! Ich habe einfach Tipps gesucht, auf die ich noch nicht gekommen bin. Das Rad musste ja auch nicht jeder selbst erfinden.

Natürlich sind meine Jungs, seit sie 15 Jahre alt sind, für ihr Zimmer allein verantwortlich, putzen, aufräumen, Betten beziehen. Da klinkt ich mich nur noch zum Fenster putzen ein, bzw. erinnere an die wöchentliche Pflicht und verhänge evt. auch ein Ausgehverbot bis die Arbeiten erledigt. Und ebenso räumt jeder sein Geschirr in die Spüli ein, bzw. ab und zu je nach Anwesenheit auch aus.

Grundsätzlich möchte ich, dass sie Pflichten übernehmen und auch regelmäßig erfüllen. Ich halte es auch für sinnvoll, dass nicht nur die Superjobs dabei sind, sondern auch ungeliebte Aufgaben regelmäßig erfüllen.; daher auch der wöchentliche Wechsel! Wer von uns kann sich denn nur die Bonbons herausfischen?

Ich sehe das einfach als Training für ihre Zukunft an, denn vieles ließe sich für mich weniger stressig erledigen, wenn ich es selbst tun würde. Vielleicht werden sie in ein paar Jahren allein leben, dann können sie entweder damit gut klar kommen oder es klappt nicht. Ich wünsche meinen 2 Jungs die erste Variante. Auch in einer WG oder mit Partner sollten die Arbeiten selbstverständlich sein.

Oder liege ich mit meiner Meinung so falsch? :schockiert:

sunlight



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