Schlichterrunde: Stuttgart 21


Hallo Allerseits...
Hat jemand von euch die Schlichterrunde (Stuttgart 21) verfolgt, wenn ja, was haltet ihr davon?
Ich habe immer wieder mal reingeschaltet und bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. :wub:
Mich fasziniert es wahnsinnig, wie Heiner Geißler diese Runde geleitet hat. Ich habe mich in der Schule und an der Uni schon mit Kommunikationspsychologie beschäftigt und empfand diese Gespräche weitestgehend gelungen. Es fanden keine persönlichen Angriffe statt und Geißler hat an kritischen Stellen immer wieder nachgehakt, so dass sich niemand einfach durch schöne Worte aus der Affäre ziehen konnte.
Allerdings kann es bei diesem Projekt ja kein Kompromiss geben. :unsure: Ich bin klar gegen Stuttgart 21, doch ich bin der geplante Durchgangsbahnhof gebaut wird. Die Grünen haben einfach meines Erachtens zu lange gewartet, das Volk hätte früher mobil gemacht werden müssen. ich werde mir, dass Ende der heutigen Diskussion noch einmal im Netz anschauen...
Ich freue mich auf euere Rückmeldung...
:)


Das der Bahnhof gebaut wird ist sicher und war es auch. Die Planungen laufen schon seit 10 Jahren und jetzt soll man aufhören? So einfach geht es nicht. ich bin auch gegen so aufwendige Baute. Sollen doch mal Schulen so großzügig gebaut und saniert werden. Da siehts noch teilweise aus wie im Mittelalter.

Diese Gespräche dienen doch nur der Schadensbegrenzung, da ja nächstes Jahr in BW Wahlen anstehen und derzeit Regierenden ihr Fell davon schwimmen sehen.

Aber wir sollten in Zukunft sehr viel mehr Druck ausüben, wenn solche Großprojekte anstehen, denn wir müssen die auch bezahlen.


bei nachrichten.de fand ich das ganze nochmal schön zusammen gefasst: Klick


Das Projekt, so wie es jetzt geplant ist, ist ein einziges unkalkulierbares Kostenloch. Besonders dieser Tiefbahnhof ist ein kranker Krampf. Weg damit. Braucht kein Mensch. Bahnhof lassen wie er ist und richtig auf Vordermann bringen. Viel billiger und geht schneller.
In Frankfurt und München hat man diese Bahnhofstieferlegung auch gekippt. Nicht weil die Leute auf die Straße gingen, sondern weil die jeweiligen Landesregierungen erkannt haben, dass es in einem finanziellen Fiasko endet.
Diese Neubaustrecke ist auch nicht gerade hasenrein. Wiederum unkalkulierbare Kosten wegen der ganzen Tunnelbauten im geologisch schwierigsten Gebiet in ganz Deutschland. Zudem ist sie von Güterzügen nicht richtig nutzbar, weil sie zu steil ist. Der Scheitel der Neubaustrecke liegt 150 m höher als der der vorhandenen.
Nur damit man 26 Minuten Fahrzeit auf der Strecke Stuttgart - Ulm einspart, Milliarden zum Fenster rauswerfen??? :heul: :heul: :heul:

Nun die mappussche Regierung tanzt auf dünnstem Eis. Ich hoffe, dass es im März hier politisch so einen Schlag tut, das selbst im berliner Regierungsviertel die olle Merkel vor Angst unter den Tisch flüchtet.

Es gibt noch so viele Kritikpunkte an diesem Murksprojekt... :labern:


S21 MUSS SCHEITERN!....Und deshalb: OBEN BLEIBEN!


Knuddelbärchen - scheitern wird S21 vielleicht schon. Aber durchgezogen wirds auf jeden Fall. <_<


Auf Spiegel Online steht, Mappus findet, durch die Schlichtung habe man (man?) Vertrauen in die Politik zurückgewonnen.

rofl rofl Der Mann ist witzig...

Achja, und Geißler findet, man solle weiterbauen. So ne Überraschung.


Zitat (Knuddelbärchen @ 28.11.2010 05:59:49)
Nun die mappussche Regierung tanzt auf dünnstem Eis. Ich hoffe, dass es im März hier politisch so einen Schlag tut, das selbst im berliner Regierungsviertel die olle Merkel vor Angst unter den Tisch flüchtet.

Özdemir in Stuttgart, Künast in Berlin, da gibt es zwischen diesen beiden Städten bald keine Eisenbahnverbindung mehr.

In der NRWZ kam eine lustige Glosse (leider mit sehr viel Tiefgang) von Thomas C.Breuer.

Hier mal ein Auszug:

....................Es soll sogar Pläne geben, ganz Stuttgart unter die Erde zu legen, um dann oben eine neue Stadt zu bauen, z.B. Pforzheim. Sie merken, hier sind Spitzenkräfte am Werk, echte Asse. Apropos: Da kommt einem jegliches Vertrauen in deutsche Ingenieurskunst abhanden. Schicht im Schacht. Stuttgart soll tiefer gelegt werden - witzig, dass der Bahnchef ausgerechnet Grube heißt. Wer andern eine Grube bringt, hat selbst nix drin. Und der neue Trainer vom VfB heißt Keller - in dieser Stadt scheint alles nach unten zu streben. Bis auf die Bahnhofsgegner, die sind sozusagen eine "Obergrundbewegung". Und wenn man das ganze reduziert auf "Die da oben, wir da unten", fällt auf, dass die da unten "oben bleiben" wollen, die da oben aber gerne herunterkommen würden bzw. schon heruntergekommen sind. Die Ebenen sind völlig verrutscht, es geht drunter und drüber! Seltsamerweise trifft man sogar in der U-Bahn Zeitgenossen mit dem Button "oben bleiben". Verbale Entgleisungen sind an der Tagesordnung. Viele verstehen tatsächlich nur Bahnhof. Das Argument der Befürworter: Der Reisende kann eine halbe Stunde eher in Ulm sein. Kann mir bitte mal jemand erklären, was ich eine halbe Stunde früher in Ulm soll?...........

........Und: Es heißt übrigens "Auf" de schwäbsche Eisebahne und nicht "Unter"............


Ich weiß nicht wirklich was ich zu dem Schlichterspruch sagen soll. Ich weiß nur eines, dass es trotz den Geisslerschen Verbesserungsvorschlägen immer noch ein einziger hoffnungslos überteuerter Murks ist von dem nur Spekulanten und Baukonzerne profitieren. :labern: :labern: :labern:



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