Kindergarten Essen: Ist bei Euch auch vieles verboten??


Hallo Ihr Lieben!

Ich habe einige Freunde, deren Kinder zur Zeit den Kindergarten besuchen. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass man seinen Lütten nicht einfach irgendwas mit zum Frühstück geben darf, sondern, dass das vorgeschrieben ist :unsure: .
Ich weiß noch, dass ich ab und an, neben meiner Stulle, auch schon mal einen Schokoriegel mitbekommen habe als Kind. Wenn man das heute macht, nehmen einen die Kindergärtner gleich zur Brust, wenn man sein Kind abholen kommt.
Man darf auch keine Kakaotrinkpäckchen mitnehmen oder was Süßes auf das Brot schmieren.

Ist das in Euren Kindergärten auch so? Und wie steht ihr dazu? Ist das überzogen oder findet ihr das ok?

Liebe Grüße,

Sonita


Bei uns soll nix Süßes aufs Brot geschmiert werden, keine süßen Teilchen als Pausenbrot (macht man ja eh nicht), und eben keine Süßigkeiten. Mal n Keks mit dabei stört keinen. Den kriegen sie auch so mal von den "Tanten". Eher so gegen Ende des Kindis.

Aber es werden halt dort keine Zähne geputzt, daher keine Honigbrote erwünscht. Find ich ok.
Die Kinder können ja durchaus mal nen halben Tag ohne Süßes leben :P

Zu Geburtstagsfeiern (den großen, wo mehrere Kinder auf einmal "befeiert" werden), gibts auch Muffins und so.


Zitat (Sonita @ 23.02.2011 18:03:30)
Hallo Ihr Lieben!

Ich habe einige Freunde, deren Kinder zur Zeit den Kindergarten besuchen. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass man seinen Lütten nicht einfach irgendwas mit zum Frühstück geben darf, sondern, dass das vorgeschrieben ist :unsure: .
Ich weiß noch, dass ich ab und an, neben meiner Stulle, auch schon mal einen Schokoriegel mitbekommen habe als Kind. Wenn man das heute macht, nehmen einen die Kindergärtner gleich zur Brust, wenn man sein Kind abholen kommt.
Man darf auch keine Kakaotrinkpäckchen mitnehmen oder was Süßes auf das Brot schmieren.

Ist das in Euren Kindergärten auch so? Und wie steht ihr dazu? Ist das überzogen oder findet ihr das ok?

Liebe Grüße,

Sonita

In Juniors Kindergarten war es auch nicht erwünscht, "Ungesundes" mitzugeben. Also hab ich 'ne Zeitlang richtig vernünftig Müsli gemischt aus Dinkelflocken, Trockenobst und so... Junior hat's nicht gegessen. Ebenso Wurstbrote, kleingeschnittenes Obst und Gemüse etc. Das einzige was er freiwillig gegessen hat, war 'ne trockene Breze... das gab dann anfangs kleine Diskussionen mit den Erzieherinnen (die sich die Anrede "Kindergärtner" zu Recht verbitten), aber nach wenigen Wochen war das dann kein Problem mehr. Ich hab denen einfach erklärt, dass wir daheim frühstücken bzw. dass Junior auf der Autofahrt zum Kindergarten frühstückt, daheim am Wochenende gewöhnlich sehr wenig isst (obwohl natürlich immer reichlich angeboten wurde), vormittags also wenig bis keinen Appetit hat und dass unsere gemeinsame Hauptmahlzeit bedingt durch die Berufstätigkeit meines Mannes und mir am Abend stattfindet, und dass diese immer frisch gekocht und ausgewogen ist. Also haben sie seine "Macke" mit der trockenen Breze plus Kindergartenmilch akzeptiert. Es ist schließlich völlig sinnfrei, dem Kind etwas mitzugeben was vernünftig ist, dann aber am Abend weggeworfen werden muss weil's nicht gegessen wurde und ungenießbar geworden ist...

Bei uns gibt es keine Vorschriften, da gibt es täglich Nachtisch und zur Belohnung auch mal Gummibärchen, allerdings hat jedes kind auch seine Zahnputzsachen im Kiga und es wird natürlich nach dem Essen geschrubbt :D


Bei uns sollte es was gesundes sein, Kindermilchschnitte war verboten.
Sohni aß nur Leberwurstbrot! 1x im Monat war gesundes Frühstück wo Sohni nur trocken Brot aß. Nachdem er mal beim gesunden Frühstück die ihm angebotene und versuchte Möhre übern Tisch :kotz: , waren auch hier die Fronten geklärt.

Ich finde bei euch im KiGa sind se scheinbar sehr streng. Man kann es auch übertreiben. Schokoriegel haben allerdings auch meiner Meinung nach im KiGa nichts zu suchen, was sollen denn all die anderen Kinder machen die keine Schokolade haben?


Ela, ich finde das nicht sehr streng. Wenn das Kind morgens gern was Süßes hat, Honigbrot oder Gsälzbrot :P kann man das doch daheim frühstücken! oder gehen welche ohne Frühstück in den Kindi? weiß ja nicht, welche Gepflogenheiten woanders herrschen.

Bei unserem gibts dann so um halb 11 ein Vesper. Da darfs doch gerne ein Wurstbrot sein oder nur ne Brezel, oder ne Käsestange oder wattweißich.

Ich versteh das Problem nicht ganz. Wie gesagt, bei uns kriegen die Kiddies auch nen kleinen Lolli oder ein Kekschen oder so, wenn grad eines Geburtstag hat. Also fanatische Zuckergegner sind das dort nicht.

edit: ich bin auch gespannt... meiner ist ja noch relativ neu im Kindi, obwohl schon 4 Jahre alt (Wartezeit, leider). Beim Kochtag hat er noch "Schonzeit", eben weil er neu ist, aber später muss/sollte er dann auch die gesunden Sachen mitessen, also nicht nur Spaghetti-Tomatensoße, sondern auch den Salat dazu.
Da wär ich gern Mäuschen :lol: :lol:

Bearbeitet von Ribbit am 23.02.2011 19:59:51


Ich finde das Verhalten vollkommen o.k.. Es ist ganz wichtig schon im Kindergarten den Kindern die richtige Ernährung beizubringen. Leider steigt die Zahl der Übergewichtigen immer mehr an und Diabetes bei Kindern ist immer mehr im Vormarsch. Ich finde auch in der Schule müsste das Thema mehr in den Vordergrund und die Kinder sollten wieder Kochen geleert bekommen und nicht wie schiebe ich die Fertigmahlzeit in die Mikrowelle.


Also ich bin selber erzieherin. Auch bei uns in der Einrichtung, sollen die Kinder nichts Süßes von ihren Eltern zum frühstück mitbekommen. Bei unserem täglichen Frühsücksbuffet findet sich auch nix süßes (marmelade, Honis etc....) dabei. Diese "Gesund"- Linie wird auch an Geburstagen gefahren. Das heißt hat ein Kind geburtstag, wird der natürlich im Abschlusskreis gefeiert. Aber bitte ohne Schokobrötchen Brownies, Schokokuchen, Prinzessin Lillifee Muffins etc.... Würstchen, Käse-Trauben Spieße, Obst, alles kein problem :D Die Eltern sind sehr kooperativ. Verstehen das sehr gut. Ausnahmen gibts nur an großen feiern (Adventsfeier ohne Plätzchen- gibts nicht! ^_^ )

Liebe Grüße :wub:


Hallo Ribbit,
Die "Tanten" gibet schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr :-) Korrekte Berufbezeichnung "Erzieher/innen"
Unsere Kita ist in Bezug auf Süßkram auch sehr streng, einmal in der Woche gibt es einen "Zuckerfreien Vormittag" (Nur Brot mit Belag und Gemüse dazu) der den Eltern auch gut begründet wird.
Außnahmen für Süßigkeiten sind nur Geburtstagfeiern der Kiddis.
Es muss nicht immer Süßes sein und das mit dem Zähne putzen in der Kita ist absoluter Quatsch. Um die Kinderzähne wirklich gründlich sauber zu bekommen, müssen laut Zahnärzten, die Eltern bis ins Grundschulalter Morgens und Abends nachputzen, da Kinder mit der Feinmotorik noch überhaupt nicht in der Lage sind das selbst so gründlich zu machen.
LG mokraft

Bearbeitet von mokraft am 23.02.2011 20:19:22


Zitat (mokraft @ 23.02.2011 20:18:04)
Hallo Ribbit,
Die "Tanten" gibet schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr :-) Korrekte Berufbezeichnung "Erzieherinnen"

Weiß ich ja, aber Tanten schreibt sich halt schneller :P

@Soniat: "vorgeschrieben" oder empfohlen?


Stell Dir vor: Als Erzieherin, deine Kollegin ist krank, inmitten von 25 Kindern:

von denen 10 Kinder ein Schokobrötchen oder Nutellabrot,
2 Kinder eine Dampfnudel,
1 Kind ein Stück Geburtstagskuchen,
4 Kinder gar nichts,
2 Kinder ein Hanuta,
3 Kinder einen Apfel und
2 Kinder einen Fruchtzwerg dabeihaben....

von denen aber jetzt mindestens 18 lieber doch das Hanuta essen wollen....
- - ich persönlich würde mich jeden Tag auf´s Neue auf diese Aufgabe freuen.

Regeln in Kindergärten liegen doch auf der Hand! Fakt ist, dass immer mehr Kinder:
- einseitig essen,
-zu dick sind,
- frisches u. gesundes Essen gar nicht kennen
- Allergien haben

Zu meiner Zeit gab es im KiGa Kakao und Milch zu trinken. Heute gibt es Wasser und Tee! - Ich finde das gut!

In der Regel essen doch die Kinder gemeinsam oder in kleinen Gruppen. Wenn ich mir also als 3 oder 4jährige vorstelle, dass mein Gegenüber ein Nutellabrot hat, die Nachbarin einen Schokopudding, mein bester Freund ein Schokobrötchen und einen Kinderriegel und ich einen Apfel und ein Butterbrot, würde ich ziemlich "neidisch" werden. (Würde versuchen, mir den Riegel und zumindest den Schokopudding zu ergaunern - ganz abgesehen davon dass ich auf Nüsse allergisch reagiere und mir nach dem Genuß ersteinmal eine Fahrt ins nächstgelegene Krankenhaus sicher wäre.)

Vielleicht wäre ich auch furchtbar trauring, dass ich nicht jeden Tag etwas vom Bäcker bekommen kann - so wie "Paul" immer.


YO

Bearbeitet von yolanda am 23.02.2011 20:29:47


Das finde ich sehr vorbildlich und richtig! Je weniger Süßkram die Kinder essen, desto besser!!

In der Schule (mit KiGa), in der ich arbeite, sind außerdem auch noch Erdnussprodukte jeglicher Art verboten.. also auch keine Erdnuss-M&Ms, Erdnussbutterbrote, und ähnliches.. wegen Allergien. Desweiteren ist es strengstens verboten, dass die Kinder untereinander Essen teilen/tauschen.


In meiner Kita gibt es auch nichts Süßes. Viele Eltern wissen das, meinen aber, uns ausspielen zu müssen und geben ihren Kindern Süßkram mit. Ich erkläre den Kindern dann, daß es a.) ungesund ist und b.) unfair, den anderen Kindern etwas vorzunaschen. Ich bitte die Kinder dann, das Zeugs in den Rucksack zurückzustecken und gebe ihnen stattdessen etwas Obst. Wenn die Kinder dann später abgeholt werden, motzen die erst mal die Eltern an! :P Richtig so!


Zitat (werschaf @ 23.02.2011 23:00:39)
Desweiteren ist es strengstens verboten, dass die Kinder untereinander Essen teilen/tauschen.

Hier gibt es 1x die Woche das "Tauschfrühstück" bzw. ein "Teilfrühstück"
Bei dem die Kinder ihr Essen untereinander tauschen und teilen dürfen, wenn sie wollen.
(das Salamibrot vom Nachbar schmeckt doch immer am besten)

Ab beliebtesten ist, wenn alles Frühstück in der "Mitte" landet und kind sich davon nehmen darf.



YO

Eben, das Brot vom Nachbarn schmeckt immer besser.
ist halt problematisch, wenn das Kind keine Wurst UND keinen Käse auf´s Brot mag. S war´s bei meiner Tochter zeitweise. Da wollte sie partout nur süßen Belag haben. Habe dann Frischkäse auf´s Brot geschmiert und klein gedrückte Banane, Erdbeeren drauf geschmiert oder auch mal mit Apfelscheiben belegt. das war dann für alle ok. Sie hatte letztendlich ja nur Frischkäsebrot mit Obst drauf. Und dazu gab´s kleine Obstspieße aus den Resten mit etwas Gemüse aufgepeppt.
Ich musste deshalb immer ein, zwei Brote mehr machen, damit meine Kleine tauschen konnte.
Aber das ist ja jetzt auch schon ein paar Jahre her... Seufz

:blumen:


Dass das Brot vom Nachbarn besser schmeckt, ist richtig.
Wenn jetzt allerdings viele Kinder Allergien gegen alles Mögliche haben (Gluten, Laktose, Nüsse, whatever), wirds halt kritisch.... Man sieht dem Brot eben nicht immer an, ob vielleicht Walnüsse drin sind usw. Und wie bei so vielem: man kanns entweder generell erlauben oder generell verbieten. Und hier in den USA ist man mit verbieten auf der sicheren Seite, wenn man nicht verklagt werden will ^^ Wir machen allerdings auch hin und wieder Frühstück für alle. Da wird dann aber vorher kontrolliert, was wo drin ist und den Allergikern wird gesagt, was sie essen/nicht essen dürfen.


Die Kinder mit Lebensmittel unverträglichkeiten konnten im Kiga sehr gut beurteilen was sie essen konnten und wo sie besser die Finger von lassen sollten. Kommt vllt auch ein bisschen drauf an, wie die Kinder das von den Eltern erklärt bekommen.

:blumen:


Bei uns ist es so, dass jeden Tag ein Frühstücksbuffet zugeschnipselt und aufgebaut wird. Ja, da helfen die Kinder auch gern mit, sollen sie auch!

Die Erzieherinnen haben eine Wand-Tafel gebastelt mit den Fotos aller Kinder der Gruppe. Außerdem gibt es Klett-Bilder (Wurst oder Brot oder Butter etc.). Die Kinder dürfen dann donnerstags entscheiden, was sie für die nächste Woche mitbringen möchten und kletten es neben ihr Foto.

So habe ich z. B. jetzt am Montag 2 Packungen Käse mitgegeben, das reicht dann auch für eine ganze Woche.

Also keine Brote schmieren! Einziger Nachteil: die tolle neue Cars-Dose von Tante brauchen wir eigentlich garnicht... :hihi:

Marmelade gibt es auch, Honig weiß ich jetzt garnicht. Nutella gibt es nicht!

Naja, und an den Geburtstagen wechselt das. Mal gibt es Spaghetti, mal Wurst/Käse/Gemüse-Spieße, einen Kuchen, Naschi usw.

Und nach dem Frühstück werden die Zähne geputzt!!!


Edit: Lebensmittelunverträglichkeiten waren für die betroffenen Kinder nie ein Problem, das hat immer gut geklappt! Da kann man sich ja gut absprechen! Und die Erzieherinnen haben auch immer noch einen Blick drauf gehabt, wenn die Kinder noch zu klein waren. Aber meist wissen sie wirklich schon genau, was sie dürfen und was eben nicht.
Und bei so einem Buffet kann man auch zwischen vielen anderen leckeren Sachen wählen!!!

Bearbeitet von LaMirola am 23.02.2011 23:52:48


Zitat (Blattlaus @ 23.02.2011 23:45:18)
Die Kinder mit Lebensmittel unverträglichkeiten konnten im Kiga sehr gut beurteilen was sie essen konnten und wo sie besser die Finger von lassen sollten. Kommt vllt auch ein bisschen drauf an, wie die Kinder das von den Eltern erklärt bekommen.

:blumen:

Wie gesagt, man siehts dem Brot nicht an, was da alles verbacken wurde. Und wir haben hier sehr krasse Allergiker, die tatsächlich schon bei geringen Mengen Atemnot kriegen.

Gott, was bin ich froh, noch in einer Zeit aufgewachsen zu sein, als kein Mensch nach Allergenen oder Hypersensibilisierung des Körpers fragte, sondern als es nur darum ging: Hunger in der Frühstückspause oder keinen Hunger. Es war schon interessant, das Gefüge der Pausenbrotmitgaben zu sehen... :huh: vor allem, wenn es den eigenen Eltern schlechter ging als denen der Gruppenkameraden. Hatte man einen Süßriegel mit den anderen zu teilen oder 3 Bonschen oder gar ein echtes Nutellabrot, war man GOTT, zumindest einen Tag lang. ;)
ansonsten hieß es: Bei anderen betteln oder zähneknirschend verzichten.

Das Ernährungsbewußtsein änderte sich Anfang der 90er angepaßt den neuen Nahrungsmitteln, die es auf einmal gab. Inzwischen war ich groß und es gab meine Tochter im KiGa.
Da waren Diätmargarinen, Süßriegel, Cola, Fanta, Sprite, Weizen- oder Toastbrot und Ähnliches die absoluten Nahrungsterroristen, die keinesfalls (und zu Recht nicht!) in Kleinkinder gehören.
Mama sucht also bewußt aus oder gibt auch mal außer Brot Obst- oder Gemüsesalat mit, zu trinken abgekühlten, selbstgebrühten Tee, verdünnten Saft oder Wasser. Auswählen tut das Kind - aber nur in gesundem Rahmen, dafür weiß Muttern eben mit den Lebensmitteln gut Bescheid. :)
Mitgegebene Süßriegel, Gummitiere oder Schoki fördern nur Neid und Tauschgeschäfte, also läßt Muttern die besser gleich weg und teilt das Zeug zu Hause zu. Es reicht, wenn das Kind zu seinem Geburtstag Torte und Süßigkeiten verteilen darf, was vorher mit den Erziehern abgesprochen ist.

Bearbeitet von Die Bi(e)ne am 24.02.2011 00:41:49


In allen drei Einrichtungen die meine Söhne besucht haben, (durch Umzüge 3 verschiedene) wurde es gleich gehandhabt: Kein Süßkram welcher Art auch immer!
Und wir hatten nie ein Problem damit, weder ich noch die Kinder.
Alle 3 waren in Turngruppen ab ca. 1 Jahr und es gibt nichts schlimmeres als die Eltern die dort während der Stunde die Dosen auspacken, teils mit gruseligem Inhalt (Gummibärchen für 1 Jährige :wallbash: ).
Habe mir damals schon gedacht: was soll aus Kindern werden die keine Stunde ohne Essen/Süßkram auskommen!?

Einheitliche Regeln tun doch da nur gut. In der Schule ist es nicht so streng, aber es wird darum gebeten Süßes wegzulassen.
Bei uns gibt es das Schulobstprojekt, jeden Do frisches Obst und Gemüse (bez.aus EU Fördermitteln, je 5 Eltern kommen zum schnippeln), alle Eltern die Bedenken habe, nach dem Motto : mein Kind ißt kein Grünzeug, sollten sich da mal hinstellen. Es sind ganz schöne Mengen und nach 15 min steht man vor leeren Platten. Die KInder stürzen sich drauf wie die Geier und für jeden findet sich was passendes.


also bei uns ist das auch so .
Keine Süßigkeiten.
Bei uns in der Schule geht es auch gleich so weiter.
Außnahme Geburtstage.

Ach ja war es so,

Ab letzten Sommer wird das Frühstück im Kindergarten zubereitet.
Kostet nur ein Winziges Entgeld.(wirklich)
Die Kinder sind begeistert.
Die Eltern auch ,weil es Morgens keine Dikustionen mehr gibt.

Getränke:Gibt es im Kindergarten :Milch ,Wasser ,Apfelsaft für die Schrolle
Die Apfel haben die Kinderselst gesammelt und zum Mosten gebracht


Einige Mütter bei uns im Kiga haben beim Elternabend angebracht, das es besser keinen Geburtstagskuchen sondern Rohkost usw. geben soll. Das fand ich total überzogen. Ich finde am Geburtstag muß ein Kuchen oder Muffins sein. Wenn sonst immer gesund gefrühstückt wird, dann kanns ruhig zum Geburtstag Kuchen geben. Hat mich etwas geärgert. Jetzt haben sich alle auf einen gesunden Kuchen geeinigt. Z. B. Möhrenkuchen.


Hm, das ist lustig... in Möhrenkuchen ist für gewöhnlich ziiiemlich viel Zucker drin, selbst für einen Kuchen. Und die Vitamine gehen beim Backen durch die Hitze drauf. Ist also nicht wirklich was mit gesund. Aber musst du ja keinem sagen. ;)


Zitat (Valentine @ 23.02.2011 18:42:31)
In Juniors Kindergarten war es auch nicht erwünscht, "Ungesundes" mitzugeben. Also hab ich 'ne Zeitlang richtig vernünftig Müsli gemischt aus Dinkelflocken, Trockenobst und so... Junior hat's nicht gegessen. Ebenso Wurstbrote, kleingeschnittenes Obst und Gemüse etc. Das einzige was er freiwillig gegessen hat, war 'ne trockene Breze... das gab dann anfangs kleine Diskussionen mit den Erzieherinnen (die sich die Anrede "Kindergärtner" zu Recht verbitten), aber nach wenigen Wochen war das dann kein Problem mehr. Ich hab denen einfach erklärt, dass wir daheim frühstücken bzw. dass Junior auf der Autofahrt zum Kindergarten frühstückt, daheim am Wochenende gewöhnlich sehr wenig isst (obwohl natürlich immer reichlich angeboten wurde), vormittags also wenig bis keinen Appetit hat und dass unsere gemeinsame Hauptmahlzeit bedingt durch die Berufstätigkeit meines Mannes und mir am Abend stattfindet, und dass diese immer frisch gekocht und ausgewogen ist. Also haben sie seine "Macke" mit der trockenen Breze plus Kindergartenmilch akzeptiert. Es ist schließlich völlig sinnfrei, dem Kind etwas mitzugeben was vernünftig ist, dann aber am Abend weggeworfen werden muss weil's nicht gegessen wurde und ungenießbar geworden ist...

Ja, ich sehe das auch so. Was habe ich davon, wenn ich dem Kind Volkornmüsli etc. mitgebe und es wird nicht gegessen?? Klar, Gummibärchen ist auch nicht das Richtige. Aber wenn mein Kind lieber einen Müsliriegel mit Schokostücken ißt, als z.B. eine Banane, dann ist doch auch ok, oder? Hier in unserem Landkreis wird meiner Meinung nach mächtig übertrieben. Da ist das wirklich regelrecht verboten, so etwas mitzugeben. Ich hatte als Kind auch mal einen Schokomüsliriegel mit und ich lebe noch, bin weder übergewichtig noch habe ich schlechte Zähne. Alles in Maßen, das ist ok. Ansonsten holen sich die Kinder das eh woanders.

Find ich irgendwie richtig erschreckend. Wohlgemerkt nicht, dass die Kinder vor allem gesunde Sachen in der Kita bekommen (sollen) - das ist schon gut so, sondern dass daraus dann gleich ein Verbot von süßen Sachen wird. Scheint mir so typisch deutsch: Für jede Sache ne Vorschrift.

Ich würd es für völlig normal halten, dass es eben AUCH mal was Süßes für die Kids gibt. Ich würd auch verstehen, dass Erzieher Eltern drauf ansprechen, wenn ein Kind immer nur Süßkram zum Essen mitbringt. Aber 1 Schokoriegel oder ein paar Kekse, ein Honigbrötchen....sowas sollte doch wohl möglich sein. Letztlich entscheiden doch die Eltern, was ihre Kinder bekommen und nicht die Erzieher.

Sorry, ich bin sehr für gesunde Ernährung, aber nicht für so eine dogmatische Umsetzung.

Hab auch den Eindruck, mittlerweile wird vieles echt übertrieben. Frühere Kindergenerationen sind doch auch ohne solche Regeln groß geworden.


Meine Tochter ist ja nun schon ewig dem Kiga entwachsen, aber ich finde die Regelung "nix Süßes" völlig okay.
Was für mich eher ein Hammer ist: Im Kiga der Töchter meiner Freundin dürfen die Kinder keine Wurst aus Schweinefleisch aufs Brot mitnehmen, weil die Kinder ja hin und wieder mal tauschen und ein muslimisches Kind evtl. dieses Brot essen könnte...
Das finde ich viel schlimmer als ein Süßigkeitsverbot, welches dem Kind ja nur gut tut.


Zitat
Ich würd es für völlig normal halten, dass es eben AUCH mal was Süßes für die Kids gibt.


Das Problem daran ist, daß jeder "mal" anders interpretiert und somit einige täglich etwas mitbringen. Hinzu kommen Geburtstage, Kindergartenfeste (was nicht wenig sind!) allgemeine Feiern und und und...

Zitat
Letztlich entscheiden doch die Eltern, was ihre Kinder bekommen und nicht die Erzieher.


Zu Hause ist das so, aber im Kindergarten werden die Regeln von den Mitarbeitern (im besten Falle gemeinsam mit den Kindern) entwickelt und daran haben die Eltern sich zu halten! Genauso, wie ich mich in jeder anderen öffentlichen Einrichtung an deren Regeln halten muß.

Zitat
Hab auch den Eindruck, mittlerweile wird vieles echt übertrieben. Frühere Kindergenerationen sind doch auch ohne solche Regeln groß geworden.


Dann schau Dir mal die Zähne der füheren Kindergartengenerationen an, dann weißt Du, warum diese Ernährungsregeln mittlerweile aufgestellt wurden. ;)

Bearbeitet von Heiabutzi am 24.02.2011 15:02:10

Ich finde es sollte mal im Allgemeinen das Essen im Kindergarten überdacht werden. Das es so ungern gesehen wird wenn man dem Kind ab und an was süsses mitgibt wusste ich nicht. Zu meiner Zeit war dies nicht so.

Ehrlich gesagt finde ich an einem Honigbrot nichts verwerfliches - an einem Nutellabrot schon.

Es hat hier jemand geschrieben, die selbst Erzieherin ist, auch bei Feiern wird die Gesundheitsschiene gefahren... nicht einmal zum Geburtstag Süßigkeiten finde ich daneben - vorallem wenn dann Dinge wie "Würstchen" erlaubt werden.

Oder es schrieb jemand: ich gebe ja auch gesundes mit u.a. "Wurstbrot" aber er isst es nicht.

Ganz ehrlich, genauso verwerflich wie Süßigkeiten oder süßes auf dem Brot sind auch die lieben Wurstbrote, in denen Zucker und anderer (chemischer) Müll enthalten sind, dasselbe mit den "Würstchen" - ganz abgesehen vom gepressten Fleisch. Oder falls jemand das Brot aus dem Supermarkt holt oder vom Ketten-Becker, da sind auch einige chemische Zusätze dabei, bei einigen Fertig-Broten ist dies so....

Nur wenn mein Kind keine Putzsachen im Kindergarten hat würde ich auf das Süße verzichten.

Ich finde nichts dabei selbstgebackene Schokokekse & Co. mitzugeben.... -_-


Okay, ich lass mich gerne belehren, so isses ja nicht:)

Ganz ehrlich, mir war nicht klar, dass die Eltern kein Entscheidungsrecht mehr haben, sobald ihr Kind in der Kita ist. So richtig gut kann ich das zwar auch nicht finden, aber okay:)


Zitat (Selah @ 24.02.2011 15:19:22)
Okay, ich lass mich gerne belehren, so isses ja nicht:)

Ganz ehrlich, mir war nicht klar, dass die Eltern kein Entscheidungsrecht mehr haben, sobald ihr Kind in der Kita ist. So richtig gut kann ich das zwar auch nicht finden, aber okay:)

Wie stellst Du Dir das vor? Wir haben 25 Kinder in der Gruppe. Fast jede Mutter sieht nur das eigene Kind, sich selber und seine eigene Meinung. Das kann man nie im Leben unter einen Hut bekommen.
Es gibt Kindergärten, die arbeiten nach "Elternwillen", aber ich habe keine Lust, eine vierjährige Fachausbildung inclusive regelmäßiger Fortbildungen zu machen, um für irgendwelche überambitionierten Eltern den Hampelmann zu machen.

Jeder Kindergarten hat ein Konzept und wenn mir das nicht zusagt, melde ich mein Kind dort nicht an.

Ich habe selber noch ein Kind im Kindergarten und ich käme nie auf die Idee, den Erziehern ins Konzept zu quatschen. Meine Kleine geht jeden morgen gern hin, das zeigt mir, daß die Erzieher eine tolle Arbeit machen. Ich vertraue ihnen einfach, genauso, wie ich meinem Hausarzt oder meinem Friseur vertraue! :)

Sorry fürs Off-Topic! :blumen:

Bearbeitet von Heiabutzi am 24.02.2011 15:31:39

Meine Güte, man hat den ganzen restlichen Tag Zeit dazu, das Kind mit allem zu füttern, was es liebt. Kinder gehen nicht automatisch ein wie Primeln, nur weil sie während der KiGa-Zeit (mal ehrlich, wie lang ist das? 4 Std/täglich, vielleicht 6?) mal keinen Süßkram im Schnäuzchen haben.

Wenn man sich für einen Kindergartenplatz entscheidet, dann kennt man im Zweifel vorher das Ernährungskonzept, das dort gefahren wird. Also sollte es niemanden überraschen, wenn man dann auf einmal mit den Regeln konfrontiert wird.
Okayokay, oft muss man als Eltern den KiGaPlatz nehmen, der grade frei ist, aber auch da hat man dann einfach mal zu akzeptieren, dass es dort so oder so läuft. Wenn es einen so sehr stört, dass Junior/Junia keine Schokobrötchen mampfen darf, kann man das im Rahmen der Elternmitbestimmung bestimmt irgendwie durchsetzen, dass es doch geht.


Ja, versteh ich doch. In meiner Vorstellung gibts halt nen Unterschied zwischen Dingen, die rein in der Verantwortung der Kindereinrichtung liegen - also das pädagogische Konzept bzw. generell der Alltag dort - und Dingen, die die Eltern bestimmen. Zu Letzeren würde für mich gehören: welche Kleidung hat das Kind hat, welchen Haarschnitt und eben auch welches Essen bekommt es mit. Wenn das Essen in der Kita zubereitet wird, okay - dann wär es für mich auch kein "Elternthema" mehr. Aber solange die Brotbüchse zu Hause gepackt wird...

egal, ist wirklich bissl off-topic:)


Zitat (Selah @ 24.02.2011 15:38:03)
Ja, versteh ich doch. In meiner Vorstellung gibts halt nen Unterschied zwischen Dingen, die rein in der Verantwortung der Kindereinrichtung liegen - also das pädagogische Konzept bzw. generell der Alltag dort - und Dingen, die die Eltern bestimmen. Zu Letzeren würde für mich gehören: welche Kleidung hat das Kind hat, welchen Haarschnitt und eben auch welches Essen bekommt es mit. Wenn das Essen in der Kita zubereitet wird, okay - dann wär es für mich auch kein "Elternthema" mehr. Aber solange die Brotbüchse zu Hause gepackt wird...

egal, ist wirklich bissl off-topic:)

Zum Pädagogischen Konzept gehört auch, dass die Kinder lernen, Verantwortung für sich und ihren Körper zu übernehmen - dazu gehört vorallem auch Ernährungslehre.
Da können die ErzieherInnen sich den ganzen Tag über den Fund musselig quatschen, dass Möhren und Gurken total toll wären. Sobald die Zwerge die Brotbüchse aufmachen und Kuchen, Nutellabrote, geschmacksverstärkte Fertigsachen und klebsüße Trinkpäckchen rauspurzeln, ist das ganze schöne pädagogische Gequatsche im Eimer.
Also gehört das Essen im KiGa auf jeden Fall zum pädagogischen Konzept.

Übertrieben gesagt: Wenn ich zu einem Nichtraucherseminar gehe und mir dort meine "Frühstückzigarette" anstecke, komm ich auch mit dem Argument, dass das ja mit de mpädagogischen Konzept des Seminars total vereinbar wäre, weil ich mir die Kippe schließlich zuhause eingepackt hätte, auch nicht weiter.

:D hier bei uns wird natürlich auch ein gesundes frühstück empfohlen.

:) in der vorschule hatte mein sohn eine lehrerin, die den kindern für jedes obststück einen glitzeraufkleber auf ihr obstkärtchen geklebt hat... ihr könnt euch nicht vorstellen, wie verrückt die kiddis darauf waren obst mit in die schule zu nehmen :lol:

so freiwillige aktionen fünktionieren oft viel besser als man denkt.
inzwischen ist mein sohn in der 6. klasse (aber noch in der gleichen schule) und es gibt z.b: jedes jahr obsttage oder heute z.B. gab es andalusisches frühstück: brot mit olivenöl und dazu ein milchgetränk.

Bearbeitet von VIVAESPAÑA am 24.02.2011 16:09:03


Also in unserem Kindergarten geht es weiß Gott liberaler zu. Derartige Vorschriften über das Essverhalten meiner Kinder würde ich mir nicht bieten lassen. Die Auswahl an Kindergärten wächst zum Glück ständig. Der Stress, die ganzen Regeln im Auge zu behalten bleibt allein am Erziehungspersonal hängen.

Aber davon abgesehen: unsere Kinder bekommen in der Regel Brot und Obst mit und essen es auch - freu -


Also ich finde es besser wenn Kinder (auch an geburtstagen im Kindergarten) geschmack an süßem obst, Rohkost, Brezeln oder was auch immer haben als an Schokolade, Gummibärchen etc. in Massen. Das bekommen sie weiß Gott genug daheim!! Und wenn eine Einrichtung ein Konzept hat, das besagt wir verzichten (weitmöglichst) auf Zucken, dann sollte es dieses Konzept immer unterstützen. Wenn ich eine Ausnahme mache, dann kommt bald die nächste...


Ich versteh immer noch das Problem nicht, das da wohl heißt "Hilfe, mein Kind kann nicht 4 Std. ohne Nutella überleben" oder "O Gott, mein Kind isst NUR Schokoriegel".

??

Es ist nicht schlimm, wenn ein Kind MAL sowas isst, aber das kann es ja nun wirklich zur Genüge daheim tun.
:huh:


Zitat (Ribbit @ 24.02.2011 17:41:00)
Ich versteh immer noch das Problem nicht, das da wohl heißt "Hilfe, mein Kind kann nicht 4 Std. ohne Nutella überleben" oder "O Gott, mein Kind isst NUR Schokoriegel...

Ich verstehe es auch nicht. :unsure:
Aber das Thema "Essen und Kinder" ist unerschöpflich.

Als meine beiden jeweils im "Buggy-Alter" waren, ist mir mal irgendwann aufgefallen, daß nahezu jedes Kind, das im Buggy unterwegs ist, was zum Essen in der Hand hält, vorzugsweise Milchbrötchen oder Waffeln, etc. Und das waren keine "Assi-Eltern", sondern dieses Phänomen konnte und kann man in jeder Schicht antreffen. Ich habe diesen Trend nie mitgemacht. Essen gab es am Tisch und damit basta. Aber es ist halt sehr einfach, die Gören mit Futter ruhig zu halten. :wacko:
Kein Wunder, daß viele Erwachsenen Eßstörungen regelrecht anerziehen und es immer mehr übergewichtige Kinder gibt.

In "unserem" Kindergarten hat sich das Thema Frühstück gar nicht gestellt. Dort gibt es für alle Kinder für 5 €/Monat Frühstücksbuffet.
Dafür gibt es eine Auswahl an verschiedenen Broten, Rohkost/Obstplatte, Wurst/Käseplatte, Milch, Kakao und Tee. Dazu EINMAL wöchentlich Brötchen und süsse Aufstriche, EINMAL wöchentlich CornFlakes. So konnte jedes Kind essen was es mochte ohne neidisch in Nachbars Dose zu gucken.
An Kindergeburtstagen brachte jedes Kind mit was es wollte. Manche kauften ein tolles Buch für alle, statt Schokolade für alle, ein Kind brachte mal einen Clown (Opa) mit.
Kindergeburtstag ist halt Party und dann essen (und trinken) wir Großen auch anderes als an normalen Tagen. Oder schmeissen Eure "Kollegen" dann eine Runde Dinkelstangen?


ich habe derzeit eine zicke in der kita und die ist sehr wählerisch was essen angeht kein gemüse
ich mag das nicht, ich mag das nicht ...
dazu sollte ich vielleicht noch erwähnen das unsere kita eine joschi ernährungsberaterin hat (echt super)

die erzieherinnen verzweifeln auch an meiner tochter, sie bieten ihr aber immer alternativen an
wenn sie was nicht mag
dann sagen sie mir auch täglich wieviel sie was gegessen hat

einmal die woche ist sie auch das brot was ich ihr mache :D ihr könnt euch denken was drauf ist

unsere kita ist ziemlich cool drauf, obwohl viel auf gesunde ernährung geachtet wird

jede gruppe hat ihre eigene kleine küchenzeile die kinder lernen das gesunde kochen spielerisch

und ich habe dadurch kleine perfekte helfer in der küche :pfeifen:

tante edit meint noch das es an geburtstagen immer das gibt was erzieher und kinder gerne mögen ich frag immer auf was sie bock haben dieses mal war es eis natürlich für alle das was sie gerne mögen

Bearbeitet von zickenfarm am 24.02.2011 20:15:05


Also ich wollte nur euch mal meinen Senf abgeben...
Ich habe 6 Monate in einem Waldkiga gearbeitet. Dort gab es keinerlei Verbote bezüglich des Vespers der Kinder. Die Kinder hatten aber alle immer ein gesundes Proviant mit, bei dem neben Brot, Rohkost, Obst...oft auch eine kleine Leckerei enthalten war. Es gab nie Streit um irgendwas, manchmal wurde auch was verteilt... Mir fiel damals sofort auf wie gesund sich die Kinder ernähren...
Also ich finde diese Verbote auch ziemlich übertrieben. Natürlich sollte sich die Erzieherin einmischen, wenn sie bemerkt, dass ein Kind keine ausreichend gesunde Ernährung erhält... Aber das Argument es könnte Streit geben, finde ich nicht so ausschlaggebend. Die Kinder müssen auch lernen damit klar zu kommen, dass andere etwas haben, das sie nicht haben...
Die Kinder im Waldkiga hatten natürlich auch total viel Bewegung...Ich stehe total hinter dem Konzept, auch wenn ich bestimmt kein "Ökofreek" bin... :)


Zitat (Sonita @ 23.02.2011 18:03:30)
Ich weiß noch, dass ich ab und an, neben meiner Stulle, auch schon mal einen Schokoriegel mitbekommen habe

Und ich weiß noch, dass meine Mama uns allen ein Butterbrot geschmiert hatte.
Schokoriegel? Undenkbar, wir waren einfach zu viele Kinder. Mal davon ab, dass Kinderschokolade erst gar nicht gekauft wurde. Möglich, dass es das zu meiner Kindergartenzeit schon gab.

Liga-Kekse? Wurden im Kindergarten für flockige 30 pf. pro Doppelkeks angeboten. Brauchten wir auch gar nicht nach fragen. Dafür war kein Geld über. Nicht, wenn nur einer arbeiten geht, ein Haus abzubezahlen ist und alle Familienmitglieder Hunger haben. Wir bekamen ja unser Butterbrot mit . Egal ob Schule oder KiGa.
Neben unserem Butterbrot gab es oft einen Apfel in Spalten, ne Mandarine bereits geschält oder ne Apfelsine.

Und wir sind auch groß und stark geworden. Und wir waren nicht alleine. Großfamilienkinder hatten keine Schokoriegel im Kindergartentäschchen. Das aßen wir gemeinsam vor "am Laufenden Band" am Samstag Abend und waren dennoch glücklich.

Meinen Kindern habe ich auch immer ein Bütterken geschmiert, ich habe vorher gefragt, was sie mitnehmen möchten, danach habe ich mich gerichtet. Mache ich übrigens nach 19 Jahren immer noch so.
In den KiGas, in denen meine Kinder waren, war es wichtig, dass überhaupt ein Butterbrot geschmiert wurde.
Vielleicht liegt es auch daran, dass wir bei uns im Ballungsgebiet NRW zu viele Kulturen haben.
Da kann man nicht mal eben zu einer Mutter türkischer Abstammung sagen: Hörma, ab morgen Schweinebraten aufe Stulle..

Sicherlich ist es richtig, sein Kind vernünftig zu ernähren. Und ein Ki-Ga Konzept ist sicherlich auch wichtig und richtig.
Aber wenn ich das manchesmal von meinen Arbeitskolleginnen oder im Bekanntenkreis höre, die da in Elternpflegschaften eintreten und auch noch meinen, ihren persönlichen Kindererziehungsgeschmack den anderen Eltern nahe zu legen, verdrehe ich die Augen.

Haben die Supermamis eigentlich nix anderes zu tun?

So, und nun zerfleischt mich.

Was bitte sehr sind Elternpflegschaften??? :o


Das frage ich mich auch manchmal.


In jeder Klasse/ Kiga-Gruppe gibt es wichtige "Eltern". Davon lassen sich zwei wählen und die dürfen dann bei "wichtigen" Themen im Elternbeirat mit mischen. Und diejenigen, die sich nur haben wählen lassen, weil es halt immer zwei "Dumme" geben muss (lt Gesetz) dürfen dann bei zu organisierenden "Events" die Sch...arbeiten übernehmen.

:blumen:


Zitat (Blattlaus @ 24.02.2011 22:37:14)
In jeder Klasse/ Kiga-Gruppe gibt es wichtige "Eltern". Davon lassen sich zwei wählen und die dürfen dann bei "wichtigen" Themen im Elternbeirat mit mischen.

Na, Gott sei Dank gibt es die!
Ich war immer heilfroh, wenn das Kind einer stadtbekannten Supermutti in der Gruppe/Klasse meiner Tochter war.
Dann gab es nämlich nie Diskussionen bei den Beiratswahlen, DIE wollten immer :jupi:
Zum Glück waren sie aber dann doch immer in der Unterzahl, wenn es um die Durchsetzung ihrer oft abstrusen Ideen ging.
Aber sie hatten ihre Pöstchen, ihre Beschäftigung, und ab und an mal was zu sagen, fühlten sich wichtig und waren glücklich. Wir Normalmütter waren auch glücklich, weil dann wir nicht diese Aufgaben erledigen mussten (ich rede jetzt nicht von Kuchenbacken für ein Fest o.ä. da half natürlich jeder mit).
So waren alle glücklich und zufrieden :D

PS @ Eifelgold: Deine Antwort war echt klasse rofl :D aber ich trotzdem würde auch gerne wissen, was Elternpflegschaften sind.

Bearbeitet von Tamora am 25.02.2011 10:37:09

Wow, da hab ich ja wohl echt Glück mit "meinem" Kindergarten.... lauter normale Leute :D


Zitat (Ribbit @ 25.02.2011 10:38:08)
Wow, da hab ich ja wohl echt Glück mit "meinem" Kindergarten.... lauter normale Leute :D

Bei uns GSD auch...
ps: heut gibt es Quarkplinsen mit Apfelmus zu Mittag im KiGa... :pfeifen:

Zitat (Tamora @ 25.02.2011 10:35:44)
aber ich trotzdem würde auch gerne wissen, was Elternpflegschaften sind.

Das ist dasselbe wie Elternbeirat, Elternrat, Elternausschuss, Elternkuratorium oder Elternvertretung

Das Kind hat nur überall einen anderen Namen :D


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