Erdbeben in Japan: nun noch Atomalarm ausgerufen

Zitat (Nachi, 16.03.2011)


und die Photovoltaik ist für mich das was weiter ausgebaut werden sollte denn jedes Haus hat ein Dach ob das nun Rote Schindeln oder doch lieber Energie erzeugt stellt sich für mich nicht, denn Sonne gibt es umsonst und CO2 wird bei Solarenergie nur einmal verschwendet nämlich nur bei der Produktion...

zweimal

du hast die Entsorgung vergessen.

Die Versorgung mit regenerativen Energien würde Flächen erfordern, die wir gar nicht haben. Nach heutiger Technologie haben wir nur die Wahl zwischen der Verbrennung folissler Energieträger und Atomstrom.

Seh ich nicht ganz so, denn es gibt ja sogar die "Plus-Energie-Haus" .
Diese Häuser erzeugen mehr Energie als sie brauchen.

Hätte man in die Erforschung von solchen Technologien mehr Geld gesteckt wäre wir heute weiter.
Was nutzt uns "billige" Energie wenn wir teure Folgekosten aus Katastrophen (entschuldige- die gibt es ja nicht) leisten müssen. Mehr Krebs - explodierende Gesundheitsausgaben.

Ich verspüre auch das Bedürfnis mal etwas zu diesem Thema zu schreiben.
Ich fühle mich angesichts dieser Katastrophe unbeschreibbar ohnmächtig, da mir hier ganz besonders bewusst wird, dass wir Menschen zu weit gehen/gegangen sind!
Ich versuche mich in die Lage der unmittelbar Betroffenen hineinzuversetzen, wie ich das auch bei anderen Katastrophen versucht habe. Es gelingt mir nicht, es ist so unwirklich.
Mich ärgert es maßlos, dass hier so viele sofort anfangen nur an sich selbst zu denken. Ausnahmslos wird die Angst der Menschen dazu benutzt Wahlkampf zu betreiben. Die Mehrzahl aller Menschen gibt vor gegen Atomkraft zu sein, dass sie aber auch selbst etwas dafür tun müssen, scheint ihnen nicht klar zu sein.
"Ich bin gegen Atomkraftwerke. Was ein Windrad in meinem Ausblick...Nein. Naja Windräder sind schon gut, aber doch bitte nicht hier, geht das nicht auch woanders?
"Was ich soll mehr Geld für Strom bezahlen. Nein dazu habe ich kein Geld..."
Ich will hier Niemanden angreifen. Ich möchte auch nicht mehr Geld bezahlen. Ich bin Studentin und schwimme nicht im Geld. Aber ich gebe zu, dass ich meinen Lebensstil durchaus verändern kann.
Ich könnte sehr wohl mehr Geld für eine "bessre" Welt ausgeben. Dann wären eben Kaffeebesuche... nicht mehr drin.
Bevor man sich z.B. gegen die Atomkraftwerke äußert, sollte man sich ganz genau überlegen, was man selbst bereit ist zur Verwirklichung beizutragen!
Ich habe wahnsinnige Angst vor möglichen Konsequenzen, die aus der Existenz unserer Atomkraftwerke resultieren können. Ich versuche aber vor mir selbst ehrlich zu bleiben!

Der prinzipielle Denkfehler liegt mE darin, dass man meint, die heutigen Großanlagen 1:1 ersetzen zu müssen. Dabei wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, die Energieversorgung strukturell komplett neu zu überdenken. Ist unser Stromnetz in seiner jetzigen Form überhaupt noch zeitgemäß? Warum muss der Strom von einem Monopolisten zentral erzeugt und ins Netz gewämst werden? Wie lassen sich Übertragungsverluste minimieren, Speichertechniken weiterentwickeln etc. pp.

Bildlich gesprochen: Man kann an einen alten PC zwar das Diskettenlaufwerk durch nen DVD-Brenner ersetzen, statt Windows 95 Windows 7 aufspielen, den Prozessor hochtakten usw. usf.... die Kiste wird dadurch aber insgesamt nicht besser, sondern langsamer und schwerfälliger und stürzt öfter ab. Irgendwann führt kein Weg daran vorbei, nochmal komplett von vorn anzufangen.

Edit @ Susa87:

Zitat
Bevor man sich z.B. gegen die Atomkraftwerke äußert, sollte man sich ganz genau überlegen, was man selbst bereit ist zur Verwirklichung beizutragen!

Ich hab seit über einem Jahr Ökostrom. Kann jeder machen, Postkarte genügt. Ist oft sogar billiger als der Standard-Tarif. Energiesparlampen, Schaltbare Steckdosenleisten etc. kosten auch nicht die Welt, sparen aber ne ganze Menge ein. Ich hab mit der letzten Abrechnung noch ne hübsche Stange Geld zurückbekommen. :blumen:

Bearbeitet von Koenich am 16.03.2011 14:33:20

@ Nightingale. Ich beziehe meinen Strom schon seit Jahren aus einem weit gefächerten Mix erneuerbaren Energien. Und mit den Überschüssen, die der Erzeuger erwirtschaftet, baut er weiter aus. Glaubst du, dass uns irgendwann Sonne, Wind, Erdwärme, Gezeiten und Wasser ausgehen, wenn das alle machen?

@Koenich: Sehe ich auch so. Schöner Vergleich.

@Susa: :blumen:

Bearbeitet von donnawetta am 16.03.2011 14:35:14

@donnawetta:
Wenn das alle täten, würden Watt'n Phall, E.on und Konsorten ihre Politclowns binnen kürzester Zeit auf Knien anflehen, die riesigen Betontitten in der Landschaft bitte sofort ausknipsen zu dürfen. :lol:

Zitat (Koenich, 16.03.2011)
Ich hab seit über einem Jahr Ökostrom. Kann jeder machen, Postkarte genügt. Ist oft sogar billiger als der Standard-Tarif. Energiesparlampen, Schaltbare Steckdosenleisten etc. kosten auch nicht die Welt, sparen aber ne ganze Menge ein. Ich hab mit der letzten Abrechnung noch ne hübsche Stange Geld zurückbekommen. :blumen:

Ich wollte ihr keine Allgemeinverurteilungen betreiben. Ich wohne sozusagen zur Untermiete bei einer schwierigen älteren Dame und möchte mich diesbezüglich nicht einmischen.
Aber was ich meine ist eher die (bei einem Großteil der Bevölkerung) mangelnden Bereitschaft Einschränkungen im Kauf zu nehmen. Damit meine ich auch mich. Und das betrifft nicht nur diese Katastrophe. Ich finde es toll, wen man sich aktiv dafür einsetzt und werde dies so weit es mir möglich ist auch versuchen zu tun!
Zitat (donnawetta, 16.03.2011)
@ Nightingale. Ich beziehe meinen Strom schon seit Jahren aus einem weit gefächerten Mix erneuerbaren Energien. Und mit den Überschüssen, die der Erzeuger erwirtschaftet, baut er weiter aus. Glaubst du, dass uns irgendwann Sonne, Wind, Erdwärme, Gezeiten und Wasser ausgehen, wenn das alle machen?

Klare Antort: Ja. Sonne und Wind sind ein gutes Zubrot und man sollte sie nutzen, wo immer sie zur Verfügung stehen. Aber weder heute noch in absehbarer Zeit können sie den Energiebedarf unserer Gesellschaft decken.

@Susa:
Hatte ich auch nicht als Verurteilung aufgefasst. Gerade die Angst vieler Menschen vor solchen Einschränkungen versuche bei solcher Gelegenheit mit meinem Hinweis gern auszuräumen. Im Einzelfall, wie zB bei Dir, ist so ein Umschwenk natürlich nicht immer ohne weiteres möglich.
Darauf ne Bionade... :saufen:

selbst WENN man jetzt alle unsere Atomkraftwerke für immer abschalten würde, reicht es ja nicht, etwas Rollrasen drüberzulegen und gut ist ... das Zeug da drinnen strahlt ja weiter bis in alle Ewigkeit !


ich wohne keine 70km von Biblis weg und das macht mir Angst aber dafür, dass schlimmstenfalls Millionen unschuldiger Japaner verstrahlt werden fehlen mir die Worte ...

Zitat (Agnetha, 16.03.2011)
selbst WENN man jetzt alle unsere Atomkraftwerke für immer abschalten würde, reicht es ja nicht, etwas Rollrasen drüberzulegen und gut ist ... das Zeug da drinnen strahlt ja weiter bis in alle Ewigkeit !

Was hältst Du davon, die alten Brennstäbe und das gesamte Kernkraftwerk zu feinstem Pulver zu zermahlen und in einem Kohlekraftwerk mit zu verbrennen? Das ist jetzt kein Witz, die Frage ist absolut ernst gemeint.

@Nightingale, kennst du den Unterschied zwischen einer chemischen Reaktion (z.B. Oxidation) und einem Kernprozeß (z.B. radioaktivrer Zerfall, Neutroneneinfang)? :o

Zitat (ContraBass, 16.03.2011)
@Nightingale, kennst du den Unterschied zwischen einer chemischen Reaktion (z.B. Oxidation) und einem Kernprozeß (z.B. radioaktivrer Zerfall, Neutroneneinfang)? :o

Ja.

Dann verstehe ich das hier nicht:

Zitat (Nightingale, 16.03.2011)
Das ist jetzt kein Witz, die Frage ist absolut ernst gemeint.

Nightingale verwechselt ein Kohle-Kraftwerk mit einen Hochofen. :P

Aber mich würde interessieren,welche Filter er nehmen würde? :hmm:

Es geht um die einfache aber ernst gemeinte Frage was davon zu halten ist, radioaktives Material über die Verbrennung in Kohlekraftwerken zu entsorgen. Beispeispielsweise 500 Tonnen Uran aus Biblis, durch die Esse und weg. Was ist an dieser Frage nicht zu verstehen?

Auch wenn Uranstaub verbrannt wird, strahlt das Zeug weiter. Dann strahlt eben die Asche, die gefiltert werden müßte - aber wo entsorgt?

Wenn du die Spaltprodukte in die Atmosphäre jagst, ist nichts entsorgt (entsorgen = sich von einer Sorge befreien ;) ) Das Problem ist nur wo anders. Für mein Verständnis sogar noch viel größer. Es wird dich sehr viel Energie kosten, die radioaktiven Isotope wieder zusammenzusammeln, wenn du dann feststellst, daß deine Idee doch nicht so gut war. (Entropie? Vielleicht sagt dir das was.)

Zitat (Herr Jeh, 16.03.2011)
Auch wenn Uranstaub verbrannt wird, strahlt das Zeug weiter. Dann strahlt eben die Asche, die gefiltert werden müßte - aber wo entsorgt?

Da habe ich mich wohl nicht ganz klar ausgedrückt. Das Uran verbrennt natürlich nicht, sondern wird der Verbrennung beigefügt. Es wird in der Atmosphäre soweit verdünnt, dass es für den einzelnen Menschen keine akkute Gefahr darstellt. In der Asche ist es antürlich auch vorhanden, die wird einfach weg geschmissen in der guten Hoffnung, dass niemand fragt ob sie strahlt. Hat dazu niemand eine Meinung, die Frage ist nach wie vor ernst gemeint?

@Nightingale, bitte eine Komplettbeschreibung deiner Frage die nicht so ganz in meinen Kopf will, weil ich keinerlei Plan habe wie du das meinst.

Uran verbrennt sehr wohl, sogar stark exotherm. Wenn du das wegblasen willst, mach besser Uranhexaflourid draus, das ist gasförmig. -_-
Du kannst es aber auch gewinnbringend als durschlagstarke Panzerabwehrmunition verkaufen.

Schau Dir das AKW in der Ukraine an.

Dort hat es gebrannt. Und was war? Die Radioaktivität ging in die Atmosphäre und kam zu uns über die Grenze.

Das Problem ist ja, wenn Du radioaktives Zeug irgenwo hingibst, verstrahlt es (abhängig vom konkreten Isotop) auch schnell die Umgebung, in Deinem Fall den Kessel vom Kraftwerk. Und ob das so gut ist, wage ich zu bezweifeln.

Regenerative Energien sind zwar gut, aber derzeit hauptsächlich geeignet, Spitzenlasten abzufangen. Für Grundlasten brauchen wir herkömmliche Kraftwerke. Ob dazu unbedingt AKWs zählen müssen, sollen andere entscheiden.

Nur was nützt mir der Entschluss, Pumpspeicherkraftwerke zu bauen, wenn geeignete Bergtäler unter Naturschutz stehen. Was nützt es mir, Windmühlen aufstellen zu wollen, wenn die Nachbarn zwar Ökostrom wollen, aber bereits genug Mühlen in der Umgebung stehen?
Aufs Meer hinaus zu gehen ist auch nur begrenzt möglich. Irgendwann sind alle geeigneten Stellen voll. Und überall möchte ich auch nicht die Dinger stehen haben. Und die Wartung ist nicht ganz so einfach. Insbesondere bei starkem Wind....
Photovoltaik ist schön, nur muss ich den damit gewonnenen Strom speichern können für die Nacht. Da sind wir wieder beim Problem mit den Pumpspeicherkraftwerken....

Neue fossile Kraftwerke sind auch nicht überall gerne gesehen.

Da wir ja die alten Siedewasser - AKWs abgeschaltet haben, ist ein grosses Gefährdungspotential beseitigt, vorausgesetzt sie bleiben abgeschaltet. Und es wird eben weniger Strom exportiert.
Nur darf nun niemand in blinden Aktionismus verfallen, sondern jetzt muss man die Chance ergreifen, die gesammte Energiepolitik zu überdenken.

Wie wird die Grundlast in Zukunft bereitgestellt und wie die Spitzenlasten.

Und wie verhindert man, dass mein privates Portemonaie überdimensional belastet wird? Denn alles wird Geld kosten.

Gruß

Highlander

Zitat (Nachi, 16.03.2011)
@Nightingale, bitte eine Komplettbeschreibung deiner Frage die nicht so ganz in meinen Kopf will, weil ich keinerlei Plan habe wie du das meinst.

Agnetha hat Angst, weil sie in der Nähe von Biblis wohnt. Mein Vorschlag war, die abgebrannten Brennstäbe oder auch das ganze Kraftwerk zu Pulver zu zermahlen und in kleinen Dosen bei der Kohleverbrennung zu zu setzen.
Zitat (Highlander, 16.03.2011)



Da wir ja die alten Siedewasser - AKWs abgeschaltet haben, ist ein grosses Gefährdungspotential beseitigt, vorausgesetzt sie bleiben abgeschaltet. Und es wird eben weniger Strom exportiert.
Nur darf nun niemand in blinden Aktionismus verfallen, sondern jetzt muss man die Chance ergreifen, die gesammte Energiepolitik zu überdenken.

Highlander

Das ist falsch das Problem ist nicht beseitigt, das Problem ist nur ausserhalb Deutschlands verlagert. Wenn Deutschland weniger Energie exportiert, bedeutet das im Umkehrschluss das jemand anderes weniger Energie importieren kann. Das widerum bedeutet, das dieses Land oder diese Länder sich nach Alternativen umschauen müssen um ihren Energiebedarf zu decken. Wenn ich da in Richtung Osten schaue, um Himmelswillen, obwohl, der Wind kommt meisst aus NW, dann wären wir relativ saved.
Was nützt es denn wenn wir in Deutschland auf Atomkraft verzichten aber in Frankreich, Polen, Tschechien und Slowakei nicht verzichtet wird und wir uns die Stromspitzen dann da vielleicht noch einkaufen müssen.

@Nightingale, ja wäre eine(Schnaps-) Idee, aber um sie auszuspinnen müssten wir die Halbwertszeit der Radioaktiven Materialien wissen die du verbrennen willst um so zu berechnen wie viel des Materials in wie vielen Jahrhunderten wir dem "normalen" Verbrennungsprozess zusetzten könnten ohne das Gebiet zu verstrahlen wo die Asche runter geht...

Bearbeitet von Nachi am 16.03.2011 16:58:48

Zitat (Nachi, 16.03.2011)
@Nightingale, ja wäre eine(Schnaps-) Idee, aber um sie auszuspinnen müssten wir die Halbwertszeit der Radioaktiven Materialien wissen die du verbrennen willst um so zu berechnen wie viel des Materials in wie vielen Jahrhunderten wir dem "normalen" Verbrennungsprozess zusetzten könnten ohne das Gebiet zu verstrahlen wo die Asche runter geht...

Normales Uran 238 mit einem Anteil von ca. 1% Plutonium 235. Die Halbwertszeit der Zerfallsisotope geht von einigen Nanosekunden bis mehrere Milliarden Jahre. Sagen wir mal 1t davon pro Kraftwerk und Jahr, wäre das für Dich ok?
Zitat (Nightingale, 16.03.2011)
Normales Uran 238 mit einem Anteil von ca. 1% Plutonium 235. Die Halbwertszeit der Zerfallsisotope geht von einigen Nanosekunden bis mehrere Milliarden Jahre. Sagen wir mal 1t davon pro Kraftwerk und Jahr, wäre das für Dich ok?

Na dann mach dich mal schlau aus was Brennstäbe bestehen :pfeifen:

Oder meinst du Die :unsure:
Zitat (Nightingale, 16.03.2011)
Normales Uran 238 mit einem Anteil von ca. 1% Plutonium 235. Die Halbwertszeit der Zerfallsisotope geht von einigen Nanosekunden bis mehrere Milliarden Jahre. Sagen wir mal 1t davon pro Kraftwerk und Jahr, wäre das für Dich ok?

also du denkst in falschen Dimensionen, denn in Tschernobyl sind von den 190 Tonnen Reaktorkernmasse wohl nicht mehr als 30 Tonnen in die Umwelt gelangt der Rest liegt noch im provisorischen Sarkophag.

mit deiner Tonne pro Jahr und Kraftwerk haben wir strahlende Landschaften, keine Blühenden ;)
Zitat (Nachi, 16.03.2011)
also du denkst in falschen Dimensionen, denn in Tschernobyl sind von den 190 Tonnen Reaktorkernmasse wohl nicht mehr als 30 Tonnen in die Umwelt gelangt der Rest liegt noch im provisorischen Sarkophag.

mit deiner Tonne pro Jahr und Kraftwerk haben wir strahlende Landschaften, keine Blühenden ;)

Uran kommt in Kohle natürlich vor. Es ist nicht viel, aber es summiert sich. Ein Kohlekraftwerk wie Lippendorf entlässt pro Jahr ca. 100 Tonnen Uran in die Atmosphäre.

Ich bin mal gespannt, wie sich die Strompreise entwickeln, wenn jetzt auch nur die ältesten Akws abgeschaltet werden...Man erträgt ja viel, ständige Preiserhöhungen und auch ein paar harmlose Strahlen unterm Grenzwert - das stecken wir doch locker weg.
So leid mir die japanische Bevölkerung tut, es mußte ja mal so weit kommen. Das Land ist übersät mit Atomkraftwerken, obwohl Erdbeben- und Tsunamikatastrophen mit Sicherheit zu erwarten sind und waren.
Ich hoffe, daß Tokio verschont wird, alles andere wäre nicht auszudenken! Frage mich auch, warum man nicht zumindest versucht, endlich die Kinder außer Gefahr zu bringen.

Zitat (horizon, 17.03.2011)
Frage mich auch, warum man nicht zumindest versucht, endlich die Kinder außer Gefahr zu bringen.

Wohin denn mit den Kindern?
Es wäre zu befürchten das es dann zu Panik kommt.
Auch wenn die Japaner sehr diszipliniert sind, könnte es zu Panik führen, wer möchte schon der Letzte sein?

Schon klar, Sparfuchs, aber deswegen schrieb ich auch "endlich"! Gerade bei der Mentalität der Japaner wäre es mit Hilfe des Auslands umzusetzen, warum wird so lange gewartet? Kinder sind Zukunft, da müßte man meiner Meinung nach alles mobilisieren, was nur geht. Man kann doch nicht einfach abwarten, bis nichts mehr möglich ist.

Es kann nicht sein, daß dort die Eltern den Verantwortlichen noch Glauben schenken und wie die Lemminge in den Tod springen...oder doch?

Zitat (horizon, 17.03.2011)
Es kann nicht sein, daß dort die Eltern den Verantwortlichen noch Glauben schenken und wie die Lemminge in den Tod springen...oder doch?

Ich persönlich bin eher geneigt, der japanischen Regierung als der deutschen Presse zu glauben, aber es soll glauben woran er mag. :freunde:

Es ging ja der Fall durch die Medien von einer Deutschen, verheiratet mit einem Japaner, die mit ihrem Kind nach D geflüchtet ist; ihr Mann weigerte sich mitzukommen: "Ein Japaner bleibt in Japan" - und die Ehe ist wohl zerbrochen; jetzt bedauerte sie ihre Flucht.
Was dabei auch immer ausgeschmückt wurde: Der Satz "Ein Japaner ..." scheint mir ein Schlüssel für diese Mentalität zu sein. Es sind wohl ganz andere Denkmuster usw. als uns eingegeben wurden; ich kann es auch nicht nachvollziehen, aber vllt. doch so erklären.

auch das sind Bilder aus Japan

Zitat (Nachi, 17.03.2011)
auch das sind Bilder aus Japan

Herzzereissend, so wie auch diese Nachrichten

Entschuldige Josi,

aber was hat das nun mit dem Thema Erdbeben und Atomalarm zu tun?

Ich würde sagen 6, setzen.

Wenn Dir dieses Thema am Herzen liegt, eröffne doch bitte ein neues Topic.

Danke und Gruß

Highlander

Highlander wenn du die letzten drei Seiten mal zurückblätterst, wirst du feststellen das diese auch nichts mehr mit Erdbeben und Atomalarm zu tun haben

Und bei den zwei drei Leuten hier im Forum die noch in der Lage sind, über den schwarz rot goldenen Tellerrand zu schauen, lohnt es nicht wirklich ein neues Thema zu eröffnen.

Bearbeitet von Josi-Julius am 17.03.2011 15:45:26

Zitat (dahlie, 17.03.2011)
... Was dabei auch immer ausgeschmückt wurde: Der Satz "Ein Japaner ..." scheint mir ein Schlüssel für diese Mentalität zu sein.  Es sind wohl ganz andere Denkmuster usw. als uns eingegeben wurden; ich kann es auch nicht nachvollziehen, aber vllt. doch so erklären.

hier ein Artikel in WEB.de darüber, warum die Japaner so reagieren... auch wenn ich WEB.de sonst mit der aufreißerischen Berichterstattung nicht mag, aber das ist wirklich gut erklärt...

Die ersten Bauernopfer sind aufgetaucht,die wahren Schuldigen sitzen bestimmt weiter oben :pfeifen:

Die Artikel, die hier zu lesen sind, machen betroffen. Besonders der Artikel über die Mentalität der Japaner. Ganz am Anfang habe ich die Menschen dort schon fast beneidet um ihre Ruhe, aber es ist der totale Wahnsinn.

In 24 oder 48 Stunden - so hieß es in den Nachrichten - wird sich zeigen, ob die letzten verzweifelten Maßnahmen etwas bewirken.

Danke, Binefant! :blumen: Da steht genau das, was ich gesucht habe; es ist eine gute Erklärung - auch die negative Deutung ("neidisch") gehört sicher dazu und bewahrt vor Verklärung.
Mir fällt jetzt gerade eben ein, dass der Shintoismus nicht erwähnt wurde; vllt. ist auch Japan schon so säkularisiert, dass Religion kaum eine Rolle mehr spielt. - aber das ist eine andere Geschichte.

Ein Grund für die Ruhe der Japaner mag vielleicht sein, dass man in Japan nicht über die Informationen verfügt, die wir in Deutschland durch unsere Medien erhalten, sonst hätte man vielleicht mit Hysterie und blindem Aktionismus reagiert.

Strom gibt es gestern an zwei Blöcken wieder, trozdem füllt man kein Wasser auf. Gestern und heute hat man ein paar Tonnen Löschwasser drauf gespritzt, die Betreiberfirma TEPCO tut gerade soviel, dass das Reaktorgefäß nicht schmilzt. Mich beschleicht langsam der Verdacht, dass man gar nicht ernsthaft vorhat, das Kraftwerk wieder unter Kontrolle zu bekommen, sondern dass man es kontrolliert abbrennen lässt. 10.000 Tonnen Beton am freien Markt kaufen, zuschütten und die Entsorgung kommenden Generationen überlassen.

Äh, so blöd sind die sicher nicht. Aber ich denke, sie werden erstmal testen müssen, ob überhaupt noch Pumpen anspringen. Das wissen sie ja nicht mal. Die arbeiten sicher fieberhaft daran, daß das eben nicht abbrennt, damit man es hernach zubetonieren kann.

Das Problem ist doch, das da viele Baustellen sind und das personal nur ganz kurz agieren kann.
Mann muss erst einmal alle Blöcke soweit absichern, damit die nicht in den nächsten Stunden explodieren.
Denn sollte es auch nur in einem Block eine richtige Kernschmelze geben, kann da niemand mehr arbeiten.
Auch können wir uns hier kein Bild davon machen wie es vor Ort aussieht.
Und ich glaube auch kaum das hier im Forum echte Fachmänner schreiben.

Es lässt sich schlecht beurteilen, was die da machen. Ich schaue ab und an ins Japanische Fernsehen und habe irgendwie das Gefühl, dass Tepco auf eine Tschornobyl-Lösung hin arbeitet, also zuschütten und gut.

Zitat (Nightingale, 18.03.2011)
dass Tepco auf eine Tschornobyl-Lösung hin arbeitet, also zuschütten und gut.

Naja... schon möglich, dass der Betreiber das gern so hätte. Aber da haben ja - Gottseidank! - andere auch noch ein Wort mitzureden.

die Nachrichten und vor allem die Bilder schnüren mir den Hals zu :mellow: aus Tokio sind ja heute ich weiß nicht wie viele Feuerwehrleute mit vielen Fahrzeugen angereist, um die externe Kühlung mittels Wasserwerfern etc. zu unterstützen, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist und die Pumpen hoffentlich bald wieder arbeiten... die Feuerwehrmänner waren/sind da in ganz normaler Arbeitskleidung unterwegs, grad mal noch einen Feuerwehrhelm auf dem Kopf und das wars... keine Schutzanzüge, keine Gasmaske, nichts... :(
Zitat (compensare, 18.03.2011)
:mellow: aus Tokio sind ja heute ich weiß nicht wie viele Feuerwehrleute mit vielen Fahrzeugen angereist, um die externe Kühlung mittels Wasserwerfern etc. zu unterstützen, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist und die Pumpen hoffentlich bald wieder arbeiten... die Feuerwehrmänner waren/sind da in ganz normaler Arbeitskleidung unterwegs, grad mal noch einen Feuerwehrhelm auf dem Kopf und das wars... keine Schutzanzüge, keine Gasmaske, nichts...  :(

Die haben schon seit vorgestern 5 größe Löschzüge der Armee auf dem Gelände, die Wasser bis 80 m Höhe spritzen können. Jeder dieser Löschzüge war gestern 1x im Einsatz, dazu je 2 Flüge mit 2 Helicoptern. Man sollte doch annehmen, dass die "dem Tode geweihten Männer", die dort angeblich einen "aussichtslosen Kampf gegen den Super-Gau" führen, rund um die Uhr die Anlagen kühlen? Auf den Bildern sieht man wie die Besatzungen neben ihren Fahrzeugen stehen und sich unterhalten anstatt zu löschen. Und es erscheint auch irgendwie komisch, dass die Betreiberfirma ihre Leute, die dort freiwillig im Einsatz sind, gerne abziehen möchte.
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