Wer hat Erfahrung als Erzieherin bei der AWO?


Hallo :-)

Ich stehe vor einer großen Entscheidung: im August beende ich mein Anerkennungsjahr, die Berufslage läßt es momentan zu, dass ich mir nun aus 3 Jobangeboten eins aussuchen muss.

Meine beiden Favoriten sind vom Bauchgefühl her gleich. Einmal 34 Stunden in einer städtischen Kita und 39 Stunden bei einer Kita der trägerschaft der AWO.

Meine Frage an euch wäre, hat jmd Erfahrungen als Erzieherin oder Erzieher bei einer AWO Kita? Gibt es ganz erhebliche Gründe, die gegen diesen Träger sprechen?

Bei einem kommunalen Träger bin ich halt irgendwie abgesicherter... achso beide Einrichtungen würden nach Tarif bezahlen.

Vielen Dank schonmal im vorraus
herzliche Grüße
the wombat


Wenn Du das gleiche Geld für 34 wie für 39 Stunden bekommst, dann würdere ich erste wählen.
AWO ist ein wirklich großer Träger, da bist Du auch relativ sicher. Bei der Stadt gibts mehr Einsatzmöglichkeiten, dass kann gut aber auch schlecht sein.
Hast Du hospitiert? Wo hast Du Dich wohler gefühlt?


hab in beiden hospitiert. Und beide Einrichtung haben auf mich einen echt guten Eindruck hinterlassen... o maaaaaaaaaan was ne schwere entscheidung


Wie ist denn so der Ruf unter den Eltern hinsichtlich städtischem Kindergarten oder AWO, hast du da mal was mitbekommen?

Bei uns würd ich ein Kind nämlich wohl nicht in den städtischen Kindergarten geben und damit auch nicht dir anvertrauen wollen


Zitat (TheWombat @ 04.05.2011 18:41:10)

Bei einem kommunalen Träger bin ich halt irgendwie abgesicherter...

Inwiefern bist du denn da abgesicherter?

Sind beide Verträge unbefristet?

Vielleicht solltest du auch nochmal die Aufstiegsmöglichkeiten "abklopfen", falls dir sowas wichtig ist.

Welchen Eindruck hattest du vom Team? Ich denke, ich würde es vom Team und nicht vom Träger abhängig machen. Denn mit dem Team musst du jeden Tag zusammen arbeiten.

Viel Glück bei deiner Entscheidung :blumen:

Hallo zusammen :)

tut mir leid, hab irgendwann vergessen, das ich ja hier eingeschrieben habe... also ich habe mich für die AWO einrichtung entschieden. Heute kam auch endlich mein Vertrag und nunja... leichte Irritationen. Es war nie die rede von einer Befristung. Naja ich hab auch nicht so ausdrücklich nahgefragt (das war ein Fehler) Es war die ganze Zeit die Rede vom Mitaufbau der einrichtung und Kontinuität. Da ging ich einfach davon aus, dass das was längeres ist...

So heute bekam ich also den vertrag...befristet bis 31.07.2012.... :heul:

Echte Kacke! ich weiß das ich da hätte nachhaken sollen, o man ich bin echt doof. was mach ich denn jetzt??? ich ruf morgen die Chefin an und frag nach. Aber hat jmd. von euch Erfahrung mit solchen Verträgen, also bzw. wie stehen die Chancen, dass diese verlängert werden??


LG :wub:


Oh hoppla...

Das ist natürlich misslich :(

Aber lieber eine Befristung als gar kein Job, denk ich mal.

Die Chance, dass befristete Verträge verlängert oder sogar entfristet werden, kann man ohne die Branche, das Unternehmen und das "unternehmerische Bauchgefühl" zu kennen, absolut nicht ausrechnen.

Was ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann, ist dass bei den Befristungen ziemlich viel Mist gemacht wird. Richtig zu befristen ist ne Kunst für sich. Das Teilzeit- und Berfristungsgesetz ist unverständlich und verschwurbelt - da passieren selbst erfahrenen Personalern regelmäßig dicke Fehler.
Die Folge von einer falschen Befristung oder einer falschen Befristungsverlängerung ist regelmäßig, dass die Befristung unwirksam ist, dass der Vertrag also unbefristet ist.
Allein schon die Unterschiede, die sich auf Grund der BefristungsART (Mit oder Ohne Sachgrund?) ergeben... das überblicken viele nicht.
Hab da mal ein Auge drauf! Hilfestellung gibt dir gerne deine Gewerkschaft (GEW?) oder die Anwaltschaft mit Tätigkeitsschwerpunkt/Fachanwaltschaft Arbeitsrecht. Manche Verbraucherzentralen haben da auch Experten für.

Bearbeitet von Cambria am 29.06.2011 17:23:45


Danke Cambria für deine schnelle Antwort. Soweit ich das verstanden habe, ist das einebefristung ohne sachlichen Grund §14 abs. 2 von diesem gesetz (steht so im Vertrag) das bedeutet, das das nicht länger als 2 Jahre befristet sien darf. ob ich das jetzt gut oder schlecht finde weiß ich nicht.
Muß wohl einfach morgen mit der Chefin telefonieren.


Die Befristung ohne Sachgrund ist der "Klassiker" bei Neueinstellungen. Das ist so ein bisschen wie eine verlängerte Erprobungsphase - das Unternehmen hat die Sicherheit, dass spätestens nach dem Berfristungsablauf Schluss ist, wenn man doch nicht zusammen passt, aber die Probezeit "verpennt" hat.

Grade bei den Befristungen ohne Sachgrund gibts viel, was zu beachten ist.

Wie gesagt - halt die Augen einfach offen. Es gibt viele gute Infos von Gewerkschaften ect. gratis im Netz, die schon mal einen kleinen Überblick über das Thema gibt. Ich guck mal, ob ich was finde... dann stell ich dir den Link hier ein.
Aber ich würd dir raten, dich nochmal professionell beraten zu lassen, wenn die Verlängerung ansteht.

Manche Unternehmen glauben, die Befristungsregeln umgehen zu können, wenn sie zwischen den ersten befristeten Vertrag und dem zweiten 1 oder 2 Monate "Pause" einschieben - das geht zB nicht... wie gesagt - es wird viel falsch gemacht.

Edit:

Info Befristung von der NGG (sehr knapp, aber schon mal ein Anfang)

Bearbeitet von Cambria am 29.06.2011 17:43:41


Insofern er denn verlängert wird. es beruhigt mich, dass du sagst das das üblich ist. Vielleicht sollte ich es auch als Chance für mich sehen, falls ich nach 12 Monaten flüchten möchte, kann ich es tun. Hier in hessen gibt es derzeit recht viel Erzieherstellen.


Eine Befristung ist heutzutage Gang und Gebe in jedem Unternehmen. Die wirtschaftliche Lage gibt einem Unternehmen einfach keine andere Möglichkeit als Einstellungen mit Befristungen zu tätigen. Wer kann heute schon absehen, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt??? Ich würde mir da gar nicht so viele Gedanken machen. Die Befristung hat ja nichts mit deiner Qualifikation zu tun.
Viel Glück und vor allem Spaß in deinem neuen Job!


Ja ich glaub nach dem ersten "Schock" kann ich das auch klarer sehen. Glaube die Chefin kann da gar nix für. wird bestimmt trotzdem gut.

Danke für eure antworten :wub:


Zitat (Nabasche @ 29.06.2011 20:10:47)
Eine Befristung ist heutzutage Gang und Gebe in jedem Unternehmen. Die wirtschaftliche Lage gibt einem Unternehmen einfach keine andere Möglichkeit als Einstellungen mit Befristungen zu tätigen. Wer kann heute schon absehen, wie sich die wirtschaftliche Lage entwickelt??? Ich würde mir da gar nicht so viele Gedanken machen. Die Befristung hat ja nichts mit deiner Qualifikation zu tun.
Viel Glück und vor allem Spaß in deinem neuen Job!

Das ist allerdings die ebenso klassische Ausrede für Befristungen.
Meine Güte, auch bei einem normalen unbefristeten Vertrag sind die Kündigungsfristen nicht episch lang. Wenn man schon vor Ablauf der Befristung den Mitarbeiter loswerden will, muss man die ja auch beachten - insofern bringt ein befristeter Vertrag so gut wie keine Vorteile.

Und wenn man sich von einem unbefristeten Angestellten unbedingt lösen WILL, findet man Mittel und Wege. Betriebsbedingte Kündigung, Aufhebungsvertrag, betriebsbedingter Aufhebungsvertrag, wenn mans auf die ruppige Tour haben will, wird eben bei jedem Kleinscheiß abgemahnt und hat seine verhaltensbedingte Kündigung so auch schnell bei der Hand. Ob das nu "die feine Englische" ist, lass ich mal dahingestellt... wenn man sich als Arbeitgeber ein wenig mit den (legalen!!!) "Gestaltungsmöglichkeiten" auskennt, müsste man nicht auf die - entschuldigung - feige Ausrede "aber die wirtschaftliche Lage mimimimimimi" zur Begründung der Befristungspraxis zurückgreifen.
Und für Arbeitgeber, die sich mit ihrem Handwerkszeug - dem Arbeitsrecht - nicht auskennen, habe ich wenig Verständnis.


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